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06
Februar
2017

“Bye-bye Bastei”

Bei Arndt Noack gefunden:
http://sandsteinpfade.de/2017/02/05/bye-...bild/#more-5002

Die Bildzeitung vermeldet also, dass die bröselige Spitze der Basteiaussicht für immer gesperrt bleibt, weil sich der Fels nicht sanieren lässt. Soweit die blanke Meldung. Warum es mir dennoch stinkt, das könnt ihr im Folgenden lesen:

1. Wenn eine Region um Touristen wirbt und von Touristen lebt, und beides ist im Elbsandstein seit 200 Jahren erfolgreich der Fall, dann kommt immer auch ein bestimmter Prozentsatz an organisiertem Massentourismus mit. Das ist unvermeidbar, normal und auch absolut in Ordnung. Schließlich haben Japaner auf ihren drei Wochen Europatrip nicht die Zeit, die geheimnisvollen Seitenschlüchte des Großen Zschand zu erkunden.

2. Wenn man diesen Massentourismus an einer Stelle bündeln kann, ist schon viel gewonnen für den Rest der Natur. Genau diese Funktion erfüllt die Bastei, und zwar auf hervorragende Weise. Man kann sie per Bus anfahren, der Erlebnisfaktor ist hoch, die Mühen der Besichtigung klein, und die Zeit für dieselbe kann der Reiseführer gut planen. Bier und Würste gibt es auch, und fürs gegenteilige Bedürfnis Toiletten. Der kürzlich verstorbene Dietrich Graf, seines Zeichens Nestor des Naturschutzes im Elbsandstein, sagte mal sinngemäß in einem Fernsehinterview: „Wenn es die Bastei nicht schon gäbe, wir hätten sie erfinden müssen.“

3. Und jetzt kommt die „Bild“ ins Spiel, und ich ärgere mich. „Bye-bye Bastei – Aussichtspunkt wird für immer dicht gemacht“ lautet die Schlagzeile. Was glauben diese Lückenpresseheinis eigentlich, wie das bei weniger Ortskundigen ankommt? Genau: da ist nichts mehr, wird sich der unkundige Tourist denken. Und auch der eine oder andere Reiseveranstalter, der seine Touren von einem weit entfernten Schreibtisch aus plant, wird die Bastei überdenken.

4. Die Busse werden andere Ziele ansteuern, Ziele, die bisher vom Massenansturm verschont blieben. In Hinterhermsdorf sollte man schon mal ein paar Boote zusätzlich kaufen.

5. Das ist alles andere als wünschenswert, funktionierte doch diese Bündelung des Massentourismus an einer Stelle (im Jahresdurchschnitt 4000 Besucher pro Tag) bisher wunderbar. Turn- und Stöckelschuhe sowie Handtaschen auf die Bastei, Wandertreter und Rucksäcke in den Rest des Gebietes.

Deshalb an dieser Stelle – und ich hoffe von Seiten des Tourismusverbandes und der NPV folgen ähnliche Texte – eine Klarstellung: es sind gerade zehn Meter einer vorspringenden Felsnase, die gesperrt werden.

Und was diese Minisperrung selbst betrifft, so habe ich ausnahmsweise mal volles Verständnis: Sandstein ist von bröseliger Natur, und man kann nie so genau sagen, wie lange er hält. Der Fels kann gut und gerne noch 200 Jahre da stehen, er kann aber auch schon in zwei Monaten runter kommen. Und wenn man um die Probleme weiß, dann wäre es unverantwortlich, nichts zu tun. Gott sei Dank weiß man aber in den meisten Fällen nicht um die Probleme, sonst wäre die Hälfte der Region schon gesperrt.

Fazit: die Bastei muss ihre Funktion als zentraler Kulminationspunkt des Massentourismus behalten. Deshalb sollte wirklich auf allen Kanälen zügig ausposaunt werden, dass die „Bild“ hier sinnlos die Pferde scheu macht und von der Sperrung weder die Aussichten noch der Erlebnisfaktor eines Basteibesuches betroffen sind.

Update, 6.2.2017: Mittlerweile berichten auch andere Medien zu dem Thema. Leider alle, auch die “seriösen” unter der Überschrift “Basteiaussicht bleibt für immer gesperrt”. So ein Unsinn. Nochmal: 10 Meter werden gesperrt, an Ausblicken geht gar nichts verloren. Es graus die Sau.

...

t-onlinie zum Thema
http://www.t-online.de/reisen/deutschlan...r-immer-zu.html

Bernd

2 Kommentare Kategorie: Hobbys Autor: buschgespenst 06.02.2017 16:27
29
Januar
2017

Brandenburger Tor

1989 Ballonfahrern den Start verboten !!!

3 Kommentare Kategorie: Allgemein Autor: IHB 29.01.2017 18:56
27
Januar
2017

Asisi holt die "Titanic" nach Leipzig

Neue 360-Grad-Schau im Panometer



Am Sonnabend öffnet im Leipziger Panometer eine neue Ausstellung von Panoramakünstler Yadegar Asisi. Diesmal nimmt er die Besucher mit auf eine Reise in 3.800 Meter Meerestiefe. Unter dem Titel "Titanic - Die Versprechen der Moderne" ist ein riesiges 360-Grad-Bild des berühmtesten Schiffswracks der Welt auf dem Grund des Nordatlantik zu sehen. Gepäckstücke, Ausrüstung und Alltagsgegenstände sollen das Ausmaß der Tragödie aus dem Jahr 1912 verdeutlichen.

Wie schon der Titel der Ausstellung andeutet, will Asisi nicht nur das Schiffsunglück zeigen. Er sagte, das Schicksal der Titanic sei für ihn auch "ein Sinnbild für die Hybris des Menschen". Die Schau soll also zeigen, welche Folgen es haben kann, wenn der Mensch im Streben nach Fortschritt seine Möglichkeiten überschätzt. Das Rundbild ist 32 Meter hoch und 110 Meter lang, damit hat es eine Fläche von etwa 3.500 Quadratmetern. Es wurde auf 37 Stoffbahnen aus Polyester gedruckt.

http://www.mdr.de/kultur/themen/leipzig-...oderne-100.html

http://www.asisi.de/de/panoramen/titanic...gallery-de.html

http://www.asisi.de/de/ausstellungsorte/...13/service.html

...

Jetzt kommentieren Kategorie: Veranstaltungen Autor: buschgespenst 27.01.2017 19:27
26
Januar
2017

Mein Leben in der DDR ; Teil 1

Ein herzliches Hallo an Alle !

Ich bin relativ neu hier. Jahrgang 1956 , geboren in Sachsen , nahe Chemnitz.
GWD in Rostock, MSR 28 , war UAS - Fahrer und fast ständig außerhalb abkommandiert. Als ROA später mehrmals in Leipzig , WSB 3. Am 09. November 1989 wohnte ich bereits über 1 Jahr im Sauerland. Ich kam dann wieder zurück in die alte Heimat. Nicht etwa , weil es mir dort im Westen nicht gefiel, im Gegenteil. Fühlte mich vom ersten Tag an sehr wohl und hatte keinerlei Eingewöhnungsprobleme. Arbeitsvertrag schon am 2. Tag. Besonders in der ersten Zeit bereute ich es oft , wieder in den Osten gegangen zu sein. Nicht wegen der Arbeit, ich war selbstständig und mir ging es gut. Die Gründe waren Andere. Ich kenne leider hier im Forum Keinen persönlich. Daher fällt es mir nicht leicht , Beurteilungen oder Einschätzungen über Geschriebenes oder gar Personen zu treffen.
Ich chatte grundsätzlich nicht. Dies vermied ich auch früher in Single-Plattformen. Manchen wird auffallen , dass ich Begriffe wie "Wende" oder "Friedliche Revolution" stets in Anführungszeichen setze. Dazu später mehr.
Schön fände ich , wenn in einigen Profilen etwas mehr enthalten wäre. Und wenn es das Geburtsjahr ist. So könnte ich das Geschriebene , die Sichtweise der betreffenden Person besser einschätzen. Leider gibt es hier relativ wenige Zeitzeugen ,welche erheblich älter sind als ich. Ich meine jene , die selbst noch die Kriegs-und Nachkriegsjahre erlebten. In meiner Nachbarschaft habe ich einen richtig "alten Grenzer". Er war Ende der 40 er Jahre im Bereich Sonneberg.
Mir ist es völlig egal , ob jemand aus Ost oder West, Nord oder Süd kommt. Eben so bei welchen politischen Organisationen oder bewaffneten Organen er/sie waren. Wichtiger : warum , aus welcher Motivation und wie geht man jetzt damit um.
Mein Vater war sicher kein Freund der DDR aber auch kein Staatsfeind. Er war ganz einfach geschichtlich und politisch ungebildet. Seine gesamte Familie war im Westen. In NRW und BW. Er verachtete die Russen, welche bei ihm die Iwans hießen. Je mongolischer sie aussahen , um so typischer waren sie Russen. Meine Eltern hatten auch die Absicht nach Drüben zu gehen. Dann kam die Mauer. Vater war zu sehr Familienmensch und wäre nie ohne Frau und Kind allein vorausgegangen um sich Arbeit zu suchen und die Familie später nach zu holen. Wir sahen fast ausschließlich Westfernsehen. Einem Onkel von mir wurde das zum Verhängnis. Kaum 18 jährig lud er ein paar Kumpels zu Bier und Fernsehen ein. Dabei wurden auch ein paar Bemerkungen über K.E.v.Schnitzler und Walter Ulbricht gemacht. Das zur denkbar unpassenden Zeit, September 1961! Er wurde dann von Arbeit abgeholt. Ich war ein kleines Kind , sehe es aber noch bildlich vor mir : Hielt mich im Laden meiner Großmutter auf , als 2 schwarze EMW vor fuhren. Dann Hausdurchsuchung , Fernseher der Großmutter mitgenommen und deren Ochsenkopf ( für Nichtsachsen : die regionale Westantenne ) vom Dach geholt. Onkel war 18 Monate in Bautzen.
Später vergeblicher Fluchtversuch . Er wurde schon vor Plauen aus dem Zug geholt. 2004 las ich seine Akte. Die besten Kumpels hatten ihn verraten. Gerade jene verteufelten nach der "Wende" die Zone und die Kommunisten besonders lautstark. Der Ort aus welchem ich stamme ist ein Dorf. In dieser Akte konnte ich auch lesen , dass er, mein Onkel kein eigentlicher Staatsfeind , sondern nur ein "dummer Prolet ist", Da musste ich schlucken . War doch die DDR ein Staat der Arbeiter und Bauern !? Diktatur des Proletariats ! Was war mit der "Intelligenz", die meist gesondert erwähnt wurde ? Ich glaube bei unserer Führung war es nicht das Alter ( Greisenriege ) , was oft zu Fehlentscheidungen führte.
Es gibt genug andere Beispiele . Wenn ich nur an Helmut Schmidt , Peter Scholl-Latour , Egon Bahr , H.D.Genscher , Henry Kissinger , Valentin Falin , nicht zuletzt Markus Wolf denke. Auch in der DDR gab es im Laufe ihrer Entwicklung Veränderungen. Das betraf eben so die bewaffneten Organe. Wer eine bestimmte Situation oder Abläufe erlebte , sah es im Kontext seiner Zeit. Da waren die Aufbaujahre nach dem Krieg , Bildung beider deutscher Staaten, die "Mauer" , die späten 60 er , 70 er , schließlich schon wieder etwas anders die 80 er Jahre . Und dann DAS Jahr 1989 !
Es fällt mir etwas wichtiges ein : Auch den Begriff alte und neue Bundesländer verwende ich nicht. Es soll daher bitte nicht zu Irritationen führen , wenn ich Ost oder West schreibe. Meine das rein geografisch.
Frage Links oder Rechts , Mitte gar ? Könnte leichtfertig antworten , das tue ich nicht. Was ist Heute Links , was Rechts ? Mitte dürfte klar sein. Noch schwieriger ist für mich persönlich zu definieren was ein "Roter" in Zeiten der DDR war oder gar Heute ist. Weit inflationärer noch wird aktuell das Wort Braun benutzt. Oder etwa Fremden-und Ausländerfeindlich , Rassistisch. Ausländerfeindlich war ich nie und werde ich nicht werden. Im Gegenteil ! Ich habe sehr vielen Ausländern aller Religionen geholfen. Lebte und arbeitete ein paar Jahre selbst im Ausland und kam in vielen ,doch recht unterschiedlichen Kulturen gut zurecht. Natürlich habe ich mich angepasst.
Ich bin ganz gewiss nicht braun. Sagte stets zu mir selbst : Was der Deutsche Faschismus 1933-1945 anderen Nationen und Völkern , nicht zuletzt dem Eigenen angetan hat , darf nie vergessen werden !
Aber : Ich möchte genau so , dass es Deutschland gibt ! Mit allem was dazu gehört , wie es ein Recht jeder Nation ist !
Ich möchte es gern so halten, hier fortwährend weiter zu schreiben , ohne mich unter Druck zu setzen. Ganz spontan fallen mir wesentliche Dinge und auch Episoden ein , an welche ich schon lange nicht mehr dachte. Diese wären auch bei "krampfhaften Nachdenken" nur schwer hervor zu holen.
Für Heute genug . Ich gehe dann zu einer Selbsthilfegruppe "Kriegsenkel". Ja ; die gibt es , nicht ohne Grund !

Meine Kindheit verlief völlig normal . Lebte mit meinen Eltern im Haus der Großmutter , welche ursprünglich eine kleine Gärtnerei , später nur Blumengeschäft führte. Sie stammte aus Bayern. Amorbach / Miltenberg am Main und kam in den 30- ern nach Sachsen ,weil es hier wirtschaftlich florierte. Zeitlebens wünschte sie sich mir ihre Heimat zeigen zu können. Es wurde leider nichts daraus. Vor vielen Jahren las ich, dass der damalige Bürgermeister von Coburg ebenfalls ihren sehr seltenen Geburtsnamen Rebhan trug. Im Nachhinein tut es mir leid da nicht nachgehakt zu haben. Meine Großväter waren Beide im Krieg vermisst. Einer war in Ostpreußen beheimatet. Jener in Sachsen trug den Familiennamen Braunstein. Wie mir sehr spät bekannt wurde , war er ein paar Wochen
in der UHA der Gestapo. Ganz in der Nähe wo ich jetzt wohne. Er kam dennoch zur Wehrmacht. Von 1941-45 bekam meine Großmutter "Fremdarbeiter" für die Arbeit in der Gärtnerei. Je ein Serbe , Russe , Franzose und eine Polin. Diese Polin hat meiner Oma das Leben gerettet , als Sowjetsoldaten beim Einmarsch nach Wertvollem suchten. Vom Franzosen und der Polin erhielt sie auch Jahre nach dem Krieg noch Briefe. Zu Kriegsende war die Situation in meiner Region eine etwas Kuriose. Siehe auch Schwarzenberg . Meine Mutter wollte zu ihrem 7. Geburtstag am 08.05.1945 zu einer Freundin , welche etwas außerhalb am Ortseingang wohnte. Da sah sie das erste Mal in ihrem Leben Neger , in fremden Uniformen.
Am nächsten Tag waren dann die Russen da. Die ersten Jahre nach dem Krieg konnte meine Oma die Gärtnerei Alleine und mit 4 Kindern noch weiter führen. Anfangs wurde nur Tabak angebaut. Der älteste Bruder meiner Mutter ging später zur KVP , dann NVA.

Mir gingen gerade ganz spontan Gedanken durch den Kopf, welche sich um die Medien zu DR- Zeiten , sorry vertippt , natürlich DDR Zeiten drehen.
Die älteren unter Euch werden verstehen , warum ich beim Begriff "DR - Zeiten" auch schmunzeln muss / kann. Schließen diese doch noch "ganz Andere Zeiten" ein . Irgendwie bin ich Momentan wohl im Kabarett - Modus , oder einfach zu wenig geschlafen ? Ach so ; ehe ich es vergesse : Ein ganz herzliches Guten Morgen an Alle ! Ich sprach eben auch aus dem Grund die Frage des "Alters" schon Mal an. Weiß ich in Etwa wie alt jemand ist , kann ich einschätzen , was Begriffe wie DR oder auch Medien jener Zeit dem Gegenüber sagen. Oder auch nicht . Natürlich muss ich dafür nicht den genauen Geburtstag wissen .
Der erste Satz , welchen ich Heut auf dieser Seite zum Thema Medien las , war folgender . Ich zitiere :
"-Sudel-Ede in der Endlosschleife-
"Der Schwarze Kanal" war die berüchtigtste Sendung des DDR_Fernsehens.
Also ich bin gerührt, das war doch für uns im "Tal der Ahnungslosen" das Guckloch in den Westen! " Zitat Ende . Ja ; "Sudel Ede" und sein Kanal waren schon ein Thema für sich , wenn auch nicht die Nr.1 , so doch weit vorn in der Rangliste.
Für mich , geboren im tiefsten Sachsen verband sich der Begriff Antenne ( für die jüngeren : Fernseh -Antenne könnt ihr googeln ) in frühen Kindheitsjahren nur mit einem Wort : Ochsenkopf ! Fernsehen kam für mich vom Ochsenkopf , ganz einfach. Beide Kanäle . Unglaublich ; damals gab`s nur Zwei , gesamtdeutsch. Fernsehen der DDR und ARD. Bei uns lief überwiegend der "schwarze Kanal" , aber nicht jener von Karl - Eduard , der kam ja auch nur Montags . Das wäre zu wenig gewesen ! In späteren Jahren bildete ich mich natürlich auch mit Hilfe anderer Medien weiter. Nur Fernsehen oder Heute PC- Spiele soll ja auch nicht das Optimale sein. Wenn es dieses ominöse "Tal der Ahnungslosen" wirklich gäbe , hieße das wohl so : In den tiefen Tälern des Erzgebirges , in der Oberlausitz oder gar im Elbtal um Dresden wussten die Leute noch nicht Mal , was ein Fahrrad ist oder waren erstaunt , dass Wasser aus der Wand kommen kann ?
Ein ; wenn nicht sogar noch mehr "Tal der Ahnungslosen" muss es auch im Westen gegeben haben. Ganz sicher Das , wo Konrad Adenauer wohnte , tief im Westen. Nein , Bochum meine ich nicht . Dort ist es flach. Ich traf in solchen Landstrichen auf zum Glück nur wenige Einzelexemplare dieser Spezies " Ahnungslosen". Waren jene doch überzeugt davon , in der DDR wäre es wie in Sibirien. Nun ; Jene und Solche gab und gibt es überall. In Ost , Süd , West und Nord . Sind sogar Weltweit verbreitet. Mit zunehmendem Alter schufen sich für mich mehr Möglichkeiten der medialen Information. Ich war später oft im Berliner Raum zu Besuch. Echt Klasse ! Da gab`s sogar ZDF. Kennzeichen D und Kontraste waren meine Lieblingssendungen. Und natürlich die Montags abends im Fernsehen der DDR. ( Bin aus Versehen auf die Humortaste gekommen ) .RIAS vermisste ich nicht so sehr. Hatten wir doch zu Hause im "Tal" Bayern 3 , Radio Luxemburg und Einige Andere.
Mein Resümee zum ominösen Tal sieht so Aus : Die Leute in und um Berlin herum , in Sachsen - Anhalt , oder Mecklenburg ( außer VP, meine nicht die Volkspolizei ) hätten doch die Hellsten sein müssen. Rein technisch gesehen.Thüringen und Westsachsen dürfte ja klar sein.
Aber nein ! Gerade die "besonders Ahnungslosen" und ein paar aus Jena gaben schliesslich den Impuls zur "friedlichen Revolution" oder "Wende". Wie man diese Begriffe auch drehen oder wenden mag. In Mecklenburg -Vorpommern und anderen Landstrichen des Nordens saß man derweil noch schlafend im Zug , welcher schon längst abgefahren war. Ich denke dabei auch an Fahrgäste wie Frau M. und Herrn G. !
Jedenfalls dürfte es solche Täler Heut und in Zukunft kaum noch geben. Dank des technischen Fortschritt`s . Oder ? Bei Manchen nützt vielleicht selbst die raffinierteste Technik nicht`s ! Dem Einen oder Anderen wird aufgefallen sein , dass ich zwischendurch auf die Humortaste geriet. Ja ; so bin ich nun Mal . Sehr oft auch wahrlich schwer durchschaubar. Nicht ein Mal meine eigene Mutter hat das geschafft. Ob ich selbst das schaffe ? Nun ; Man entwickelt sich stets weiter . Wobei es natürlich auch diesbezüglich Ausnahmen geben soll . Es empfiehlt sich daher ; beim Lesen des von mir Geschriebenen besonders aufmerksam zwischen den Zeilen zu Lesen. Endlich hab ich diese Zeilen fertig. Denn ich kam um 09.40 erst von der Nachtschicht. Muss ich wegen der Zeitverschiebung machen. St. Petersburg gänge noch. Nur weil schon Mal jemand danach fragte. Ich arbeite aber für die Neue Zentrale.
Diese ist auf Grund der besseren strategischen Lage ( Die Neue Seidenstraße ) in Krasnojarsk.


Etwas vorweg genommen hier ein paar Worte zum Thema Schießbefehl , da mir gerade diese Gedanken durch den Kopf gingen :
Ich glaube , dass die Schußwaffengebrauchsbestimmung bei den Grenztruppen und NVA identisch war. Eben
so die Vergatterung. Habe das Wesentliche noch genau im Kopf. Von Töten und Erschießen müssen ist mir nichts bekannt.
Auch Heute gibt es militärische Sicherheitsbereiche , wo entsprechende Schilder aufgestellt sind. Es war eine Staatsgrenze. Als solche zugleich die Grenze zwischen zwei sich gegenüberstehenden Machtblöcken.
Auszug aus einer Mail an Ex- Grenzer :Mir ging es selbst mal so auf Wache in einem Munilager. Ich war da alleine. Nachts , auf ein Mal komische Geräusche ,garantiert kein Wild und so ein Schatten der sich bewegte , etwa 100 M entfernt. Zwischen den Zäunen. Ich weiss nicht , ob ich da überhaupt angerufen hätte , noch einen Warnschuss abgegeben, wäre ja mein Standort verraten gewesen , ich habe nur ganz langsam und leise durchgeladen , entsichert, mich hingekniet , ganz klein gemacht und in die Richtung gezielt. Zum Glück kam bald mein Nachbarposten in die Nähe . Wir haben dann unsere Postenbereiche " vereinigt " und bis zur Ablösung ausgeharrt. Ich verurteile keinen Grenzer der geschossen hat. Nicht Mal einen Herrn Baumgarten. Zum Glück hat es mich nicht erwischt. Ich weiß ganz genau , dass ich sofort stehengeblieben wäre, mit erhobenen Händen , wenn ich bemerkt hätte dass ich entdeckt wurde.Es war eben die Zeit. Ich wusste relativ viel über die Grenze und das Grenzregime, vom Sperrgebiet bis zum Aufbau und Technik der Sperranlagen. Worauf ich mich einlasse war mir klar. In den ersten Wochen drüben hatte ich ganz ehrlich gesagt schon Wut auf die DDR. Die DDR als Solches, nicht auf die Grenzer, weder Gefreiten noch Offizier, nicht mal General. Später dann war ich oft an der Grenze besonders im Raum Bad- Hersfeld. Da stand ich manchmal nur wenige Meter denen in der DDR gegenüber . Wut hatte ich da schon nicht mehr. Ich hätte doch selbst dort stehen können. Mir wäre es auch nie in den Sinn gekommen , irgendwie zu provozieren oder zu pöbeln. Ja ; sie taten mir sogar leid . Nicht weil sie "eingesperrt" waren, sondern einen eigentlich schon sinnlosen Dienst tun mussten ,für einen Staat ,welchen es im Grunde nur noch auf dem Papier gab. Als ich rübermachte, da wusste ich genau ,welches Risiko ich eingehe. Und Schiessbefehl ? Ich denke die Anwendung der Schusswaffe bei den GT war genauso wie bei der NVA / Vergatterung. Triff mal die Beine auf ein bewegliches Ziel im Gelände , Nachts , vielleicht noch über 100 Meter . Ich war aber glücklich als die Grenze gefallen ist und das diese widernatürliche Teilung unseres Landes zu Ende war.

5 Kommentare Kategorie: DDR Leben Autor: Stefan 14 26.01.2017 16:38
26
Januar
2017

Die Sächsische Überlandbahn - Hohenstein - Gersdorf - Oelsnitz .

Überlandstraßenbahn Hohenstein-Ernstthal – Oelsnitz



Auf den Spuren der „Funkenkutsche“
Am 15. Februar 2013 wäre die Straßenbahn Hohenstein-Ernstthal – Oelsnitz 100 Jahre alt geworden


Anno 1896 plante man eine Straßenbahn von Hohenstein über Gersdorf nach Oelsnitz mit Zweigstrecken nach Oberlungwitz und Lugau. Es gab zahlreiche Versuche zur Realisierung, bis schließlich die Siemens-Schuckert-Werke zusammen mit der Aktiengesellschaft für Bahn, Bau und Betrieb gewonnen werden konnten. 1911 gründeten sie die Sächsische Überlandbahn-Gesellschaft, die den Bau und Betrieb übernahm. Am 15. Februar 1913 fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung die feierliche Eröffnung der Straßenbahn Hohenstein-Ernstthal – Oelsnitz/Erzg. statt. Dazu standen neun Triebwagen und ebenso viele Beiwagen zur Verfügung. Ab 1. April 1913 gab es auch Güterverkehr mit Umladegleisen im Güterbahnhof Hohenstein-Ernstthal, einem eigenen Güterbahnhof in Gersdorf und drei Fabrikanschlüssen, so daß ein umfangreicher Güterwagenpark beschafft werden mußte.

Der Sächsischen Überlandbahn-Gesellschaft gelang es, ihre Hauptstrecke durch alle Schwierigkeiten wie Inflation, Weltwirtschaftskrise und zwei Weltkriege hindurch zu bringen. Nach 1945 lag die Bahn in der Sowjetischen Besatzungszone, am 1. Juli 1946 wurde die Gesellschaft enteignet und ab 1951 war die Straßenbahn ein volkseigener Betrieb. Eine planmäßige Erneuerung der veralteten Fahrzeuge und abgefahrenen Gleisanlagen war zunächst nicht möglich, doch dann beschlossen die übergeordneten Stellen eine „Rekonstruktion“. Den Gegnern der Straßenbahn gelang es, daß 1956 ein Omnibus-Parallelverkehr eingerichtet und die Straßenbahn schließlich zum 26. März 1960 eingestellt wurde. Zwar hatte ein Gutachten ihren Fortbestand bescheinigt, jedoch wäre dazu eine Modernisierung nötig gewesen.
Durch eine schnelle Beseitigung der Gleisanlagen sollte die Erinnerung an die Straßenbahn ausgelöscht werden, was jedoch keineswegs gelang! Heute erinnern drei Denkmale unterschiedlicher Form in Hohenstein/E., Gersdorf und Oelsnitz an die bewegte Geschichte der Bahn. Das Bergbaumuseum Oelsnitz überarbeitet derzeit seine diesbezügliche Dauerausstellung und wird damit auch der Überlandbahn ein bleibendes Denkmal setzen.

Quelle und ganz viele Fotos:
http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,6283816

weitere Links:
http://www.strassenbahn-oelsnitz.de/straba/index.htm
http://www.oelsnitz-erzgeb.de/oelsnitz/c...92007155053.asp

Strecke
Die Strecke begann am Bahnhof Hohenstein-Ernstthal vor dem mittlerweile abgerissenen Empfangsgebäude. Von dort führte die Strecke in westlicher Richtung neben der Staatsbahnstrecke Dresden–Zwickau her, bis sie diese zusammen mit der Straße unter der Brücke am Bahnhofsende von Hohenstein-Ernstthal unterquerte. Nun wurde der Abzweig zum Hohensteiner Güterbahnhof und zum Depot an der Goldbachstraße passiert, bevor die Fahrt neben der Goldbachstraße Richtung Hermsdorf weiterging.

Dort kreuzte die Strecke zunächst die heutige Bundesstraße 180, bevor sie den Lungwitzbach auf einer Brücke überquerte. Weiter ging die Fahrt im engen Gleisbogen um die Uhlig-Mühle, einem größeren Mühlenkomplex mit eigenem Anschlussgleis, bis der Ort Gersdorf von der Bahn auf der Ortsstraße durchfahren wurde, bis ab der Haltestelle „Kesselschmiede“ am Ende von Gersdorf wieder eine eigene Trasse genutzt wurde.

Bis Oelsnitz folgte die Straßenbahn weiter dem Tal des Hegebachs, vorbei am zweiten Depot nahe der Herrenmühle. Nach einigen Kilometern Fahrt durch Oelsnitz, wo die Straßenbahn wieder die Straße mitbenutzte, war der Endbahnhof direkt vor dem Oelsnitzer Rathaus erreicht. Hier bestand in einiger Entfernung noch der Anschluss zur Bahnstrecke Stollberg–St. Egidien am Haltepunkt Mitteloelsnitz.

Quelle und Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9F...2%80%93Oelsnitz

Bernd

Jetzt kommentieren Kategorie: Hobbys Autor: buschgespenst 26.01.2017 14:44

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