#1

Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.06.2013 22:26
von Hans55 | 943 Beiträge | 1678 Punkte

Hallo,zusammen!
Ich kann mich noch erinnern,das dieBriten gerne mit diesen Helicoptern https://www.youtube.com/watch?v=15PYFLQIc_A sich über den B-Turm gestellt haben! Der ganze Turm hat gewackelt,aber er hat gehalten!
Das waren so die Spielchen jeden Tag,aber die meisten hier haben das ja selbst erlebt!


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#2

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.06.2013 22:32
von glasi | 2.816 Beiträge | 17 Punkte

Zitat von Hans55 im Beitrag #1
Hallo,zusammen!
Ich kann mich noch erinnern,das dieBriten gerne mit diesen Helicoptern https://www.youtube.com/watch?v=15PYFLQIc_A sich über den B-Turm gestellt haben! Der ganze Turm hat gewackelt,aber er hat gehalten!
Das waren so die Spielchen jeden Tag,aber die meisten hier haben das ja selbst erlebt!

Dann haben sie ja denn Luftraum der DDR verletzt.


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#3

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 11.06.2013 22:42
von Kurt (gelöscht)
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Direkt über den B-Turm? Durften die das? Ach so, es gab ja diese Luftkorridore nach Berlin. Vielleicht deshalb. Also bei uns haben die Briten sich strikt an den Grenzverlauf gehalten und uns aus dem Hubschrauber gefilmt/fotografiert.


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#4

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 08:46
von GeMi | 572 Beiträge | 68 Punkte

Hallo,
also über dem B-Turm hat nie ein Heli gestanden, aber wir hatten mal ein peinliches Erlebnis mit den Briten(?).
Wir saßen in der Mittagszeit gemütlich auf dem B-Turm und nichts war los. Ich glaube es war in Döhren. Übers GMN hat man uns einen Jeep mit 4 Mann Besatzung angekündigt. Der war auch kurze Zeit später da und die Jungs begannen direkt unter uns ein Picknick. Wir waren abgetaucht und haben versucht durch die Schießscharten (unten) die Sache zu beobachten. Die da unten haben mit uns geschwätzt und wir taten so, als wären wir nicht da.
Dann haben sie eine große Plane ausgebreitet und den kompletten Jeep ausgeräumt und fein säuberlich hingelegt, damit wir ordentlich Meldung machten konnten. Und weil das GMN so schlecht war, haben die da unten alles mitgehört und unsere Beobachtungsfehler auch noch korrigiert.
Zu allem Überfluss war einer schwarz wie die Nacht und der grinste immer so herrlich. Man hätte eine Banane quer in seinen Mund stecken können.
Nachdem sie ein bischen Spaß hatten, haben sie alles eingepackt und weg waren sie.

Irgendwie war es für uns peinlich.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


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#5

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 12:52
von Hansteiner | 1.973 Beiträge | 3395 Punkte

Also bei uns sind die Helis auf Grenzlinie geflogen, die Bt's standen ja doch zum Teil einiges auf eigenen Gebiet!
Was gerne gemacht wurde war im Abschnitt Walhausen sich in Position zubringen am " Schwalbennest ". Auf gleicher Höhe mit der Kanzel
über der Werra. Da konntest du sehen ,ob die Piloten sich rasiert hatten oder nicht !
War schon beindruckend wenn vor dir so ein Kampfhubschrauber in der Luft stand.

Gruß H.


Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !
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#6

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 13:11
von Mike59 | 10.631 Beiträge | 11570 Punkte

Zitat von GeMi im Beitrag #4
Hallo,
also über dem B-Turm hat nie ein Heli gestanden, aber wir hatten mal ein peinliches Erlebnis mit den Briten(?).
Wir saßen in der Mittagszeit gemütlich auf dem B-Turm und nichts war los. Ich glaube es war in Döhren. Übers GMN hat man uns einen Jeep mit 4 Mann Besatzung angekündigt. Der war auch kurze Zeit später da und die Jungs begannen direkt unter uns ein Picknick. Wir waren abgetaucht und haben versucht durch die Schießscharten (unten) die Sache zu beobachten. Die da unten haben mit uns geschwätzt und wir taten so, als wären wir nicht da.
Dann haben sie eine große Plane ausgebreitet und den kompletten Jeep ausgeräumt und fein säuberlich hingelegt, damit wir ordentlich Meldung machten konnten. Und weil das GMN so schlecht war, haben die da unten alles mitgehört und unsere Beobachtungsfehler auch noch korrigiert.
Zu allem Überfluss war einer schwarz wie die Nacht und der grinste immer so herrlich. Man hätte eine Banane quer in seinen Mund stecken können.
Nachdem sie ein bischen Spaß hatten, haben sie alles eingepackt und weg waren sie.

Irgendwie war es für uns peinlich.




Grün: kann ich mir vorstellen. Was sich mir nicht richtig erschließt, weswegen habt ihr durch die Schießscharten beobachtet? Die BT hatten doch Fenster welche bestens zum rausschauen geeignet waren?

Edit: ein "ihr" vergessen


zuletzt bearbeitet 12.06.2013 13:30 | nach oben springen

#7

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 13:29
von RudiEK89 | 2.103 Beiträge | 790 Punkte

Sicherlich konnte man durch die Fenster das Picknick nicht verfolgen, weil man sie nicht öffnen konnte?


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode


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#8

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 13:32
von Mike59 | 10.631 Beiträge | 11570 Punkte

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #7
Sicherlich konnte man durch die Fenster das Picknick nicht verfolgen, weil man sie nicht öffnen konnte?

Das kann natürlich sein - obwohl bei uns die Fenster eher nicht richtig schlossen, wie nicht auf gingen. Deswegen kenne ich das eher nicht.


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#9

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 13:34
von grenzgänger86 | 392 Beiträge | 73 Punkte

Hallo zusammen,
an einem Morgen,die Verdunklung war an der Füst noch zugezogen,hörten wir Rotorengeräusche näherkommen.Wir haben dann die Vorhänge aufgezogen und auf der "Feindwärtigen Seite" stand ein Hubschrauber in der Standschwebe,gegenüber der Füst.Ich glaube es war eine Bell kann mich aber nicht mehr richtig erinnern.Es war auf jeden Fall sehr beeindruckend den Hubschrauber nur ein paar Meter weit entfertn zu sehen,kann mich noch gut an den Lärm erinnern den er gemacht hat und wir waren froh als er nach kurzer Zeit abgedreht ist.

04/86-04/87 in Schierke


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#10

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 13:35
von Mholzmichel | 385 Beiträge | 26 Punkte

In Bln. kamen die Ami´s regelmäßig mit dem UH1H. (Teppichklopfer)

Den hörte man schon von Weitem.
https://www.youtube.com/watch?v=NRd-yMT_5NE


EK 81/2


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#11

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 13:56
von Fritze (gelöscht)
avatar

Dieses Geblaabber hat gleich ,n paar alte Erinnerungen hoch kommen lassen.Die Kisten waren aber auch schon immer ewig zu hören,bevor man sie sah!
Bloss hatte ich immer noch in Erinnerung Bell UH1 D ?


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#12

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 14:05
von RudiEK89 | 2.103 Beiträge | 790 Punkte

Da hast du Recht Fritze, es war die UH1 Dora, die man Minutenlang hörte, bis man sie sah.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode


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#13

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 14:07
von GeMi | 572 Beiträge | 68 Punkte

Zitat von Mike59 im Beitrag #6
Zitat von GeMi im Beitrag #4
Hallo,
also über dem B-Turm hat nie ein Heli gestanden, aber wir hatten mal ein peinliches Erlebnis mit den Briten(?).
Wir saßen in der Mittagszeit gemütlich auf dem B-Turm und nichts war los. Ich glaube es war in Döhren. Übers GMN hat man uns einen Jeep mit 4 Mann Besatzung angekündigt. Der war auch kurze Zeit später da und die Jungs begannen direkt unter uns ein Picknick. Wir waren abgetaucht und haben versucht durch die Schießscharten (unten) die Sache zu beobachten. Die da unten haben mit uns geschwätzt und wir taten so, als wären wir nicht da.
Dann haben sie eine große Plane ausgebreitet und den kompletten Jeep ausgeräumt und fein säuberlich hingelegt, damit wir ordentlich Meldung machten konnten. Und weil das GMN so schlecht war, haben die da unten alles mitgehört und unsere Beobachtungsfehler auch noch korrigiert.
Zu allem Überfluss war einer schwarz wie die Nacht und der grinste immer so herrlich. Man hätte eine Banane quer in seinen Mund stecken können.
Nachdem sie ein bischen Spaß hatten, haben sie alles eingepackt und weg waren sie.

Irgendwie war es für uns peinlich.




Grün: kann ich mir vorstellen. Was sich mir nicht richtig erschließt, weswegen habt ihr durch die Schießscharten beobachtet? Die BT hatten doch Fenster welche bestens zum rausschauen geeignet waren?

Edit: ein "ihr" vergessen



Hallo,

wir sollten uns eigentlich immer unsichtbar machen, wenn der "Feind" im Anmarsch war.
Außerdem war der Turm direkt in die Mauer eingebaut und Richtung West waren es nur noch ein paar Meter.
Es war also eher ein Blick direkt nach unten.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


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#14

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 18:55
von schulzi | 2.395 Beiträge | 4061 Punkte

direkt wie von hans beschrieben war es nicht ganz aber die cirka 10-15 m machen das kraut nun auch nicht fett.es war aber schon ergreifend wen sie dir gegenüberstanden.aber eine andere frage die briten hatten so kleine SPW´s kennt einer von den berlinern noch zufällig den namen.sie machten bei uns von grossen sandberg oft zielübungen auf uns


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#15

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 19:04
von Pit 59 | 12.553 Beiträge | 12532 Punkte

sie machten bei uns von grossen sandberg oft zielübungen auf uns@schulzi

Ach Schulzi,bei uns kamen auch immer nachts die Amerikaner (Hessengrenze) und haben erst mal das Rohr auf unseren Bunker gerichtet.Mich persönlich hat das überhaupt nicht gestört,für mich war das Spass. Wir haben im Winter gefroren wie die Schw.... und den Ihr Motor lief laufend


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#16

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 19:14
von Mike59 | 10.631 Beiträge | 11570 Punkte

Zitat von schulzi im Beitrag #14
direkt wie von hans beschrieben war es nicht ganz aber die cirka 10-15 m machen das kraut nun auch nicht fett.es war aber schon ergreifend wen sie dir gegenüberstanden.aber eine andere frage die briten hatten so kleine SPW´s kennt einer von den berlinern noch zufällig den namen.sie machten bei uns von grossen sandberg oft zielübungen auf uns



Meinst du diese hier? Frag mal @Bugsy - der sollte das ja wissen

Angefügte Bilder:
1962_01_790x358.jpg

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#17

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 19:36
von GZB1 | 3.618 Beiträge | 1370 Punkte
zuletzt bearbeitet 12.06.2013 19:38 | nach oben springen

#18

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 19:59
von GZB1 | 3.618 Beiträge | 1370 Punkte

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #12
Da hast du Recht Fritze, es war die UH1 Dora, die man Minutenlang hörte, bis man sie sah.



Später wurde die leistungsgesteigerte H-Version eingesetzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bell_UH-1


zuletzt bearbeitet 12.06.2013 20:03 | nach oben springen

#19

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 21:28
von SCORN | 1.468 Beiträge | 100 Punkte

war zwar nicht an der grenze, hatte trotzdem "kontakt" mit der "anderen seite"


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#20

RE: Grenzeralltag

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.06.2013 21:36
von GZB1 | 3.618 Beiträge | 1370 Punkte

@Scorn,

tippe mal auf Alouette III, Marineversion.


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