Meine Begegnung mit dem Chef der GT

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10.06.2013 14:58
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#16
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Zitat von küche69 im Beitrag #14
Hallo zusammen,

wenn ich mich recht erinnere hies "unser" Chef J... und der war nicht sehr beliebt. War er angemeldet so hies es im Vorfeld, es solle sich über den J... scheren.

Andere hohe Dienstgrade waren aber eigentlich immer korrekt und nicht von "oben" herab. Hatte sehr viel mit solchem "Sackstand" zu tun, da meistens bei uns zu Mittag gegessen wurde, oder nur ein Kaffee usw. geschlürft wurde. Da immer gleich abkassiert wurde, nachdem sie verköstigt waren, hatte ich immer diese Aufgabe, bezahlen machte aber immer ein Mitreisender von den Offizieren!


Grüsse von Küche69

_________________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!


Ich glaube wir könnten,da ein kleines Buch drüber schreiben.


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10.06.2013 21:07
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#17
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Ob dett der Chef war...kann ich nicht sagen,seltenst kann ich mich an "Raupenschlepper"erinnern....
Irgendwelche "Wichtigmaenner"flogen ab und mit nem Hubschraber ein...dann wurde gefegt und nochmal gefegt,der Bordstein weiss gemalt,dann kamen diese Typen mit Lametta an den Hosenbeinen,haben eine Duett ausgegeben,auf lieben netten Jungen gemacht....herrlich...
Wenn die haetten wissen wollen watt abjeht...bevor sie in einen Stuetzpunkt fahren,,,,haetten sie ja ueberraschend kommen koennen und man haette sich das anmalen von Bordsteinen.Z.B einfach mal sparen koennen.
Waehren sie mit ein paar Trommeln Gummikabel gekommen,ja dann....haets ja sogar mich gefreut,,,war aber nicht.

Dieser Materialmangel konnte einem wirklich auf die Nerven gehn....
Aber Hauptsache der Generael war da...

Gruessli BO


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10.06.2013 21:24 (zuletzt bearbeitet: 10.06.2013 21:25)
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#18
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Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #15
Der Vorgänger von Tanner an der U-Schule war Oberst Fritz Rothe.Von uns liebevoll"Der alte Fritz"genannt.Das war ein Offizier mit Herz und Verstand.
Der hat sich mit allen Dienstgraden unterhalten,ohne den Kommandeur heraus zu lassen.Ein Mensch wie du und ich.Da habe ich mal miterlebt,wie er in einem Disput mit einem Gefreiten war.Der alte Fritz fragt ihn,ober er nicht mal wieder das Bedürfnis hat ,den Frisör aufzusuchen.Der Gefreite nicht doof und sagt"Genosse Oberst,ich hab doch kein Geld".Na hab ich gedacht,für diesen Spruch macht er dich rund.Reaktion vom alten Fritz"Geldbörse gezückt,dem Gefreiten eine Mark in die Hand gedrückt mit dem Befehl sofort im Frisör einrücken und den Mottenpfiffi richten lassen.
Ja auch solche gab es und nicht wie immer dargestellt,alles böse Kommunisten und was weis ich noch alles.


Glaube die waren das ich auch nicht, die hatten auch ihr Päckchen zu tragen in diesem System wo eigentlich jeder jeden verarschte.
Ob die immer so glücklich waren mit ihrer Stellung?
Manchmal rauchten und quatschten die lieber mit den einfachen Muschkoten als mit den ergebenen Stiefelleckern in ihrer Umgebung die ihnen bei der erstbesten Gelegenheit buchstäblich das Messer in den Rücken schoben.
Drum haben die wohl auch oft so gesoffen.


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10.06.2013 22:44 (zuletzt bearbeitet: 10.06.2013 22:47)
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#19
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Grenzwolf,das hast du auf den Punkt gebracht.Es gab viele,egal wie hoch oder niedrig die Stellung war,die dieses System wenigstens etwas verändern wollten.Aber letztendlich an der starren Haltung der Politoberen gescheitert sind.Ist doch heute auch nicht anders und wird sich nicht ändern.
Heute wie gestern werden die Probleme dann häufig im Alkohol ertränkt.
Du als Unternehmer weist,wie steinig heute die Wege sein können,obwohl immer behauptet wird,denen fliegen die gebratenen Tauben in den Mund.
Da macht der Klüngel keine Unterschiede,wenn er dich vernichten will weil du nicht in das Konzept passt.Wenn es dich interessiert,gebe ich dir einen Buchtipp über einen Unternehmer aus unserer Stadt.Was dem widerfahren ist,wünscht man nicht mal seinem ärgsten Feind.Dieses Buch ist ein Spiegelbild der heutigen Gesellschaft und zeigt deutlich,das auch erfolgreiche Unternehmer zum Opfer werden können.

Geschäft ist Krieg - Wenn das Leben zum Alptraum wird - Eine wahre Geschichte von Sven Kyek von epubli GmbH

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11.06.2013 09:39
#20
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Ich denke, dass würde ein schönes dickes Buch werden, so ein richtig grosser Wälzer!!

Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #16
Zitat von küche69 im Beitrag #14
Hallo zusammen,

wenn ich mich recht erinnere hies "unser" Chef J... und der war nicht sehr beliebt. War er angemeldet so hies es im Vorfeld, es solle sich über den J... scheren.

Andere hohe Dienstgrade waren aber eigentlich immer korrekt und nicht von "oben" herab. Hatte sehr viel mit solchem "Sackstand" zu tun, da meistens bei uns zu Mittag gegessen wurde, oder nur ein Kaffee usw. geschlürft wurde. Da immer gleich abkassiert wurde, nachdem sie verköstigt waren, hatte ich immer diese Aufgabe, bezahlen machte aber immer ein Mitreisender von den Offizieren!


Grüsse von Küche69

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"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!


Ich glaube wir könnten,da ein kleines Buch drüber schreiben.


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16.02.2015 13:28
#21
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Als Baumgarten wieder mal zur Jagd kam,mußte ich (Kraftfahrer) an die Latte. Er kam mit seinem Adoptiv-Sohn und noch zwei Offizieren.
Der Bau war auf Hochglanz gebracht worden, denn Er schlief im Objekt (Zimmer über KC ).
Nach dem Abendessen ging es mit Neh ( Kfz-Chef ) zur Jagd. Am darauf folgenden morgen traf ich Ihn im Waschraum, der für uns normalerweise wegen Ihm gesperrt war. Ich entschuldigte mich - er meinte nur alles halb so tragisch und erzählte von der Jagd letzte Nacht.
Einige Wochen später kam er nochmals.


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16.02.2015 15:48
#22
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Hallo Jungs,
ich kann mich erinnern,im Frühjahr 1978 wurde uns der Besuch des Chefs GK Süd Oberst Baumgarten angekündigt.Natürlich standen wir alle stramm u.der KC.machte Meldung.Der Oberst sprach ein paar Worte zu uns und verschwand zum gemütlichen Beisammensein.Was uns dabei verwunderte(auch etwas erheiterte),er ging nicht etwa an der Seite des KC,sondern mit Stfw.Z.(Gakl) in den Speiseraum.Wie wir in Erfahrung gebracht haben,hatten die Zwei in früherer Zeit in einer Einheit gedient.(Aussage des Stfw)
Es war der Abschiedsbesuch als Chef GK Süd.Warum er ausgerechnet uns mit seinen Besuch beehrt hat,können wir nur vermuten.Vielleicht die letzte Gelegenheit, einen alten Kameraden zu treffen u. dies mit einen Besuch auf den Heldrastein zu verbinden.Die Aussicht von dort noch mal genießen.
Das war meine einzige Begegnung mit dem späteren Chef der GT.

Sonnigen Nachmittag,Gruß C.


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22.02.2015 16:31
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#23
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Obwohl unsere Entlassung kurz bevor stand musste unsere ganze Kompanie Anfang Oktober 1983 noch einmal ins Feldlager nach Rüthnick. Eines Tages, als wir uns gerade an der Sturmbahn betätigten, kamen zwei hohe Offiziere und paar Tagelöhner aus dem Wald spaziert. Schnell sprach sich herum dass es sich um unsere Chefs Generalmajor Wöllner (Grenzkommando Mitte 1979-90) und Generaloberst Baumgarten (Chef der Grenztruppen 1979-90) handelte. Sie beobachteten eine Weile unsere Sturmbahn Ausbildung bis ein "Übung einstellen" ertönte. Fragend schauten wir uns an bis von denen die Frage: "Warum nehmen keine Offiziere an der Übung teil" erklang. Die Übung begann von vorn und als Vorkämpfer unsere ganze Kompanieführung samt KC. Als unser junger Polit-Offizier wie ein nasser Sack an der Eskaladierwand hing, rief einer der Offiziere laut. "Es mögen doch einige Soldaten dieses "Elend" über die Wand helfen". Da war vielleicht ein Gegröle unter den Soldaten zu hören. Der Polit bekam noch ein "Er möge doch fleißig bis zum nächsten Einsatz üben" mit auf den Weg.

Selbst bei einer Marsch-Ausbildung ein Jahr zuvor im GAR Schloss Oranienburg schmunzelte Generalmajor Wöllner nur, als wir uns zufällig begegneten und unsere Kompanie mit betonten Schritt die Kasernen-Straße lang marschierten. Zum Depp machte sich nur unser blasser pickliger Unteroffizier weil er die Kompanie nicht im Griff bekam und mit krähender Stimme versuchte Ordnung ins Glied zu bekommen.

Höhere Offiziere waren meist Menschlich und man konnte sich normal mit ihnen unterhalten. Stress gab es nur mit den Tagelöhner (Unteroffiziere bis Ober-Lolli) die wollten sich noch rauf dienen und nahmen wenig Rücksicht auf die Untergebenen.

Gruß Wolle

GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle

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22.02.2015 17:37
avatar  resi88
#24
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Ich hatte gleich zweimal das Glück mit unseren Chef GM Geier zusammen zu treffen .Das erste mal als Objektwache am KDL.Er kam in Uniform eines Försters mit Trabbi unangemeldet ins Objekt.Gab ganz schön Wuhling.Das zweite mal war bei unsere Regimentsübung.Waren gerade dabei unsere Kanonen ,gesamte Technik und uns zu deaktiviren.Als wir aus der Dusche kamen und unsere Ausrüstung wieder anlegten stand er auf einmal mitten unter uns diskutierte über Sinn und Zweck der Übung und verteilte Zigaretten.


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23.02.2015 08:02
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#25
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Hatte ich schon mal im Forum geschrieben:

Hoher Besuch 1975/76
Seit Tage machte das Gerücht die Runde, daß uns Oberst Baumgarten, Chef GK Süd, im Rahmen einer Grenzinspektion besucht (damals war er noch Oberst 73-78).
Ein Hubschrauber (noch nicht Heli genannt) sollte bei uns landen.
Ihr könnt Euch ja vorstellen, was in unserer kleinen Kompanie los war !
Der Tag X war da.
Schon seit den frühen Morgenstunden lief der KC aufgeregt und im vollem „Ornat“ auf dem Gelände hoch und runter.
Hier noch das Unkraut weg, da noch ein wenig Farbe….,…und ist in der Küche für den Empfang alles vorbereitet ?
Tatsächlich hörte man die Rotorgeräusche eines Hubschraubers.
Am Himmel war eine MI 8 zu erkennen.
„Da, da, seht doch, setzt der Hubschrauber zur Landung an ?“
Alle blickten gespannt zum Himmel, doch weit gefehlt !
Er überflog noch nicht einmal die Kompanie, der drehte vorher ab und flog dann Richtung Hinterland /Kaltenwestheim.

Erst nach und nach legte sich die Aufregung.


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23.02.2015 08:09 (zuletzt bearbeitet: 23.02.2015 08:10)
avatar  Pit 59
#26
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Fakt ist doch eines,je höher der Dienstgrad war,um so weniger hatten die Soldaten zu befürchten,die waren dann ganz umgänglich.

P.S. Ich hatte (habe)auch einen Oberst im Haus,bin immer vorbei gelaufen ohne zu Grüßen


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23.02.2015 08:41
avatar  Alfred
#27
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Zitat von hardi24a im Beitrag #25
Hatte ich schon mal im Forum geschrieben:

Hoher Besuch 1975/76
Seit Tage machte das Gerücht die Runde, daß uns Oberst Baumgarten, Chef GK Süd, im Rahmen einer Grenzinspektion besucht (damals war er noch Oberst 73-78).
Ein Hubschrauber (noch nicht Heli genannt) sollte bei uns landen.
Ihr könnt Euch ja vorstellen, was in unserer kleinen Kompanie los war !
Der Tag X war da.
Schon seit den frühen Morgenstunden lief der KC aufgeregt und im vollem „Ornat“ auf dem Gelände hoch und runter.
Hier noch das Unkraut weg, da noch ein wenig Farbe….,…und ist in der Küche für den Empfang alles vorbereitet ?
Tatsächlich hörte man die Rotorgeräusche eines Hubschraubers.
Am Himmel war eine MI 8 zu erkennen.
„Da, da, seht doch, setzt der Hubschrauber zur Landung an ?“
Alle blickten gespannt zum Himmel, doch weit gefehlt !
Er überflog noch nicht einmal die Kompanie, der drehte vorher ab und flog dann Richtung Hinterland /Kaltenwestheim.

Erst nach und nach legte sich die Aufregung.



Baumgarten wurde 1974 zum Generalmajor ernannt.


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23.02.2015 10:36 (zuletzt bearbeitet: 23.02.2015 10:47)
#28
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Baumgarten wurde 1974 zum Generalmajor ernannt.
Oberst Baumgarten
Sorry,da habe ich mich wohl vertan.
Aber Chef vom GK Süd war er zum Zeitpunkt seines Besuches bei uns noch.

Gruß C.


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24.06.2015 09:18
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#29
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Ich hatte eine Begegnung mit dem Chef GT im Jahre 1978, auf dem Schießplatz in Berge bei Gardelegen. Dort war eine Art Lehrvorführung und ich hatte die Aufgabe als Kraftfahrer die "Herrschaften" mit einem GAS69 von Station zu Staion zu befördern.
Der Chef GT kam auf mich zu, brach meine Meldung zur Einsatzbereitschaft ab und fragte mich: "... ob ich vier Räder am Fahrzeug hätte!". Ich antwortete mit "Jawoll Genosse ..." ... ob ich den Benzin im Tank hätte: "Jawoll Genosse ..." ... dann rieb er sich die Hände und sagte: "Dann geht es jetzt los!" Es war eigentlich ein entspannter Tag!


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24.06.2015 10:33
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Naja, 1978 war er noch nicht Chef der GT sondern Stabchef im Kdo. der GT. Das ist aber eigentlich auch egal. Ich habe ihn 1981 durch meinen Vater kennen gelernt und fand ihn sehr unaufgeregt und völlig locker im Umgang mit einfachen Soldaten. Ich meine, er hat nie vergessen, wo er her kam. Zu seiner Zeit gab es noch keine OHS mit Abgang Leutnant, er hat sich halt hochgedient und kannte auch den Dienst als Grenzposten. Irgendwann Mitte der 80'er Jahre war ich auf einem Sommerfest des Kdo. der Grenztruppen. Ich war damals in der UA Aufklärung des MfS im GR 44 in Potsdam-Babelsberg. Kurz vorher gab es im GR 44 eine Kontrolle durch das KGT und ich habe den ganzen Rummel drum rum live miterlebt , furchtbar...
Ich habe ihn damals gefragt, ob die Führung der GT wirklich davon ausgeht, dass sie durch solche Kontrollen ein reales Bild der Linieneinheit bekommt. Er verneinte diese Frage und sagte, dass sie sehr wohl wissen, was sich im Vorfeld abspielt, sie aber auch genau wüssten, worauf sie achten müssen. Sein letzter Satz in diesem Gespräch war: Ich habe das schließlich auch als Unterstellter erlebt.
Von weiss angemalten Bordsteinen hat er sich gewiss nicht beeindrucken lassen.


andy


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