Eine Frage an die älteren Forenmitglieder

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01.05.2021 11:10
avatar  andyman
#331
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #326
Verpuffung = Fred

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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03.05.2021 17:45
avatar  furry
#332
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"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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03.05.2021 19:12
#333
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hallo,
1971 in Halberstadt (Ausbildung) ,noch in der alten Kaserne neben den Russen, wurden die Zimmer (10Mann), noch mit Kohleöfen geheizt.
im Winter war das ein Affentanz für den Stubendienst. Er mußte bis kurz vor Stubendurchgang, etwa 20min, voll heizen,
um anschließend die glühende Asche durch den langen Flur nach draußen zu befördern. Anschließend mußte der Ofen noch von Schlacke (schlechte Kohle) und Restasche gereinigt werden.
Danach konnte man nur hoffen, daß der UvD oder Spieß nicht zu sehr rüttelte, und ein paar Krümel runter fielen,
sonst war neuer Durchlauf in x + Minuten angesagt.
Mann war das schön damals!? grins
mfg Klaus


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03.05.2021 19:42
avatar  mibau83
#334
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Zitat von gitarre52 im Beitrag #333
hallo,
1971 in Halberstadt (Ausbildung) ,noch in der alten Kaserne neben den Russen, wurden die Zimmer (10Mann), noch mit Kohleöfen geheizt.



das war 1983 in den ehemaligen wismuthäusern im grenzausbildungsregiment 12 am standort dittrichshütte (schleiferhütte) auch noch so.


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03.05.2021 19:50
#335
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Kohleöfen hatten wir 73 in Glöwen auch.Obergeschoß mit Dachschrägen und 10 Mann auf der Bude.Die Kohlen lagen unter der Treppe in einem kleinen Bunker.Ging aber trotz der Enge sehr diszipliniert zu.Die Spinde paßten nicht mehr rein und standen im Flur.Beliebte Bestrafung war es die Kohlen aus dem Bunker zu schippen,den Kohlengruß entfernen ,die Kohlen wieder rein schippen und den Flur wischen.Einmal hat es mich auch erwischt.


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04.05.2021 10:00
avatar  PF75
#336
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wir mussten von Potsdam aus hin und wieder Wache für ein paar Tage in Glöwen übernehmen,war blöd,zuviele Sackis und dann das blöde Heizen.Zuerst zogen 2 Mann los um irgendwo Kohlen zu klauen,in dem Bau wo wir untergebracht waren gabs nix.Die Spinde auf den Fluren waren schon alle ohne Türen vom privat und Essfach,hatten sich schon in Rauch aufgelöst.An der KFZ Ausfahrt fing man schon an die Dachpappe von einem in der Nähe stehenden gebäude zu verheizen .


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04.05.2021 14:14 (zuletzt bearbeitet: 04.05.2021 14:24)
#337
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Die Sache mit dem Heizen in den Gebäuden war damals noch ganz normal. Ihr müßt bedenken, bis zur Einführung der Wehrpflicht wurden für die DGP und auch im Anfang der GT keine neuen Kasernen mit Heizung gebaut. Teilweise wurden noch Kasernen und Barackenunterkünfte aus der Nazi-Zeit genutzt und die waren meißt nur mit Kohleöfen. Ich war 1956 in Eisenach zur Ausbildung, Kasernen der Wehrmacht alles mit Kohleöfen. Uffz. Schule Dingelstädt 1958, Baracken und andere Gebäude, alles mit Kohleöfen und ich glaube auch ehemalige SS-Kaserne. An der Grenze Bat. Stab in Barneberg und auch die Gr. Komp. nur Baracken, ein und Doppelstöckig, alles mit Kohleöfen. Es wurde mit Braunkohle geheizt, Brikett waren nur ganz selten vorhanden. Bei Beginn der Nachtruhe mußten die Öfen aus und sauber sein. Also, von moderner Heizung konnte man damals nur träumen. Genau wie viele andere Dinge wovon wir damals nicht einmal träumen durften, was aber später bei den GT ganz normal war. Das ist aber wieder ein erweitertes Themaund deshalb erst mal Schluß. Meine Gasheizung war Gestern auch kalt und ich konnte noch nicht einmal mit kohle heizen. Hatte den ganzen Tag kein Strom, elektr. Hausanschlußkasten wurde komplett erneuert. Aber es wird ja bald Sommer dann brauch man nicht mehr heizen.

Cambrino


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04.05.2021 21:15
#338
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Zu336# Wir durften von Glöwen auch Mal ne Woche,nach Potsdam Objekt bewachen.Der Unterschied zu Glöwen war beachtlich.Ich hatte auch das Gefühl,das in Potsdam nicht so viel gegrölt wurde.Das Essen war um Längen besser.Auf der Straße ,draußen,war richtig Betrieb.Bei uns sah man nur die Sturmbahn und viel gewachsene Natur.Wo haben die Potsdamer Kollg.Schützenlöcher gebuddelt?Na egal,Potsdam war sehr viel angenehmer als Glöwen.Aber was einen nicht umbringt......


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05.05.2021 10:05
avatar  PF75
#339
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@ Leisterförde
Unsere Spielwiese war in Saarmund,einige km von Potsdam entfernt und da gab es es schööööne groooooße Wiese,wo man auch gleiten bis zu Horizont übeb konnte.Die Strecke Saarmund- Potsdam Heinrich Mann Allee war auch als Tour für den Härtetest geeignet.


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05.05.2021 11:10
avatar  Rudi66
#340
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1965 war es auch so: einmal wöchentlich Gruppenduschen


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05.05.2021 13:27
#341
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Zitat von PF75 im Beitrag #339
@ Leisterförde
Unsere Spielwiese war in Saarmund,einige km von Potsdam entfernt und da gab es es schööööne groooooße Wiese,wo man auch gleiten bis zu Horizont übeb konnte.Die Strecke Saarmund- Potsdam Heinrich Mann Allee war auch als Tour für den Härtetest geeignet.


... ich glaube es waren 15 Kilometer und ja unser Härtetest war auf dieser Strecke.
Ich glaube wenn nicht zu viel überbaut ist würde ich die Strecke heute noch wieder finden, vor meinem geistigen Auge ... eine Windmühle und Unterquerung der Autobahn.
Den Sandberg von Saarmund sieht man ab und sogar in Filmen, irgendwie hatte ich das Glück dort nicht hoch robben zu müssen

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05.05.2021 13:34
#342
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Zitat von Cambrino im Beitrag #337
Die Sache mit dem Heizen in den Gebäuden war damals noch ganz normal. Ihr müßt bedenken, bis zur Einführung der Wehrpflicht wurden für die DGP und auch im Anfang der GT keine neuen Kasernen mit Heizung gebaut. Teilweise wurden noch Kasernen und Barackenunterkünfte aus der Nazi-Zeit genutzt und die waren meißt nur mit Kohleöfen. Ich war 1956 in Eisenach zur Ausbildung, Kasernen der Wehrmacht alles mit Kohleöfen. Uffz. Schule Dingelstädt 1958, Baracken und andere Gebäude, alles mit Kohleöfen und ich glaube auch ehemalige SS-Kaserne. An der Grenze Bat. Stab in Barneberg und auch die Gr. Komp. nur Baracken, ein und Doppelstöckig, alles mit Kohleöfen. Es wurde mit Braunkohle geheizt, Brikett waren nur ganz selten vorhanden. Bei Beginn der Nachtruhe mußten die Öfen aus und sauber sein. Also, von moderner Heizung konnte man damals nur träumen. Genau wie viele andere Dinge wovon wir damals nicht einmal träumen durften, was aber später bei den GT ganz normal war. Das ist aber wieder ein erweitertes Themaund deshalb erst mal Schluß. Meine Gasheizung war Gestern auch kalt und ich konnte noch nicht einmal mit kohle heizen. Hatte den ganzen Tag kein Strom, elektr. Hausanschlußkasten wurde komplett erneuert. Aber es wird ja bald Sommer dann brauch man nicht mehr heizen.

Cambrino


wurden für die DGP und auch im Anfang der GT keine neuen Kasernen mit Heizung gebaut. zu diesem Punkt erzählte mir jemand zum Objekt in Harbke welches ein frühes DDR Bauobjekt für die Grenztruppen war, das dies so angelegt war das nach einer Wiedervereinigung (natürlich auf sozialistischer Grundlage) das Gebäude in Wohnungen hätte umgebaut werden können, im Nachhinein betrachtet und wie das Gebäude angelegt war könnte das sogar wahr sein.

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05.05.2021 13:40
#343
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Zitat von Leisterförde im Beitrag #338
Zu336# Wir durften von Glöwen auch Mal ne Woche,nach Potsdam Objekt bewachen.Der Unterschied zu Glöwen war beachtlich.Ich hatte auch das Gefühl,das in Potsdam nicht so viel gegrölt wurde.Das Essen war um Längen besser.Auf der Straße ,draußen,war richtig Betrieb.Bei uns sah man nur die Sturmbahn und viel gewachsene Natur.Wo haben die Potsdamer Kollg.Schützenlöcher gebuddelt?Na egal,Potsdam war sehr viel angenehmer als Glöwen.Aber was einen nicht umbringt......


Bei uns war es umgekehrt, wir kam für eine Woche von Potsdam nach Glöwen und gefühlt von der Großstadt nach Sibirien ... Glöwen war im Umbau und alles hauste in Zelten.
Auf die Story meiner Wache, dem Hirsch kurz nach Mitternacht ....... brauch ich nicht nochmal zurückzukommen (steht irgendwo im Forum ... leider stehe ich dort warum auch immer als gelöscht bei)

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05.05.2021 14:14
#344
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Als ich 2010 auf ,,Wallfahrt" auch in Glöwen einen Stop gemacht habe,stellte ich fest,daß eine Zentralheizungsanlage in unseren Unterkünften vorhanden war.Ein technischer Fortschritt .Ein großes Gebäude,das ich nicht kannte,war scheinbar auch neu.Als ich so durch die Ruinen stolperte,lief sofort ein Film in meinem Kopf.Gefechtsalarm.Ecki stürtzte die Treppe runter und wir standen uns gegenseitig im Weg.Kompanie raustreten.. zum Kartoffel schälen.Es wurden im Laufe der Zeit immer weniger Soldaten,di sich zum schälen anstellten.Die sog.Verpisser hingen lieber beim roten Vater rum und ließen die anderen arbeiten.Diese und viele andere Erinnerungen kamen mir so in den Kopf.


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05.05.2021 21:55 (zuletzt bearbeitet: 06.05.2021 11:00)
#345
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Ich habe hier mal meinen alten Beitrag über meine Glöwen Wache rauskopiert
"Glöwen, da hatten wir Oktober 78 Wache.
Das waren ja alles kleine Häuser und die wurden gerade saniert, die ABKs waren alle in Lager aus Zelten umgezogen.
Wir bewachten dort im Objekt den Fuhrpark und den Munipunkt und dort habe ich mir mal auf Wache am Fuhrpark in der Früh 0.05 Uhr fast in die Hose Geschissen, naja das fast könnte gestrichen werden ... nach 30 Jahren kann man das ja zu geben.
Hier mal der Grund ... das Objekt war mit Doppelzaun umzäunt, dahinter ein Bauwagen am Heizwerk (?) ... am Wagen brannte eigenartiger Weise eine Funzel, erst Totenstille dann Schritte, Geräusche, ich dachte erst da pennt bestimmt so ein besoffner Maurer und muss mal( mein Beruf war ja auch Maurer und ich wusste wie das manchmal so ist ... ich rufe ist da wer? .. "ER" bleibt stehen, ich glaube aber seinen Atem zu hören ... mein Herz schlug mir langsam bis zum Hals ... ich nehme meine Lampe versuche durch den Zaun zu leuchten ... was aber durch den Doppelzaun nichts bringt.
Ich rufe wieder .. eh was ist ... ist da jemand? ... Antwort: ... Schritt, schritt, Schritt, rascheln und Atmen/Schnaufen plötzlich klappert irgendwas, ich hatte das Gefühl der steht 6 Meter vor mir und ich sehe den nicht.
Alarm schlagen hätte geheißen ... 30 m zurück, hoch auf den Wachturm und den Wachhabenden anrufen, aber was wenn der über Zaun reinkommt ... ich nahm meine Flinte von der Schulter und wollte durchladen ... meine Hände zitterten und urplötzlich brüllt es von vorne wahnsinnig laut ... uohoooooo uohooooo hoo hoo, ich ( heute kann ich drüber lachen) meine "Genossin Kalaschnikow" in der Hand renne ich wie ein Irrer los und kein Befehl hätte mich aufhalten können, 20 ... dreißig Meter und hinter den Giebel einer Halle, mir klapperten die Beine, mir lief der Schweiß, ich zitterte wie Espenlaub. Minuten vergingen ... ich lugte um die Ecke ... nichts aber auch gar nichts war zu sehen und zu hören .. doch mit einem mal weit im Wald wieder uohoooooo uohooooo hoo hoo aber leiser und deutlicher und unverkennbar ........ ein brunftiger Hirsch ... und dieser Kerl hat mich aus ungefähr 6-10 m angebrüllt, ich weiß es gibt welche die lachen mich darüber aus, aber die meisten von den die da lachen hätten sicher mehr als nur meinen kleinen Klecks in der Hose gehabt.
Bis zu Ablösung um 04.00 hatte ich mich jedenfalls schon wieder gefangen
Die Größten Helden, mit dem Größten Mundwerk haben dort ja schon am Munibunker die Segel gestrichen, ein Vormann hatte so ein Großmaul mal auf die Probe gestellt und 20m rechts und links vom Tor mit Licht einen kleinen Kontrollstreifen angelegt ... der war nach 4 Stunden noch spurenfrei ob wohl der Held natürlich seine Runden gedreht hatte ... mit seinem Mundwerk ... wäre da noch die Aktion ( allerdings in Potsdam am Munipunkt) , Posten ruft Diensthabenden an, ob Uhus Menschen angreifen? ... Der erst "ne wüsste nicht" .. der Spannemann knuffte ihn und dann sagte er "naja aber ich habe da mal was gehört" und beendete.
Beide machten sich gleich los zum Munipunkt ( hinten am ehemaligen Sportplatz) und sahen den Posten mit aufgesetztem Seitengewehr in der luftrumfuchteln.
Da hatte sich so ein Federvieh immer wieder auf die Zaunsäule gesetzt und er versuchte das Vieh zu verjagen ..., der flog aber eben nicht nur nach Vorne sondern auch mal wieder stur zurück, ... die beiden duckten sich wieder ab, aber das ging ruckzuck in der Kompanie um und der hatte sein huhu huhu für Wochen sicher"

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