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#21

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 10:57
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Cool waren immer die ungarischen "Organe" stimmte eben doch, Ungarn, die lustigste Baracke im sozialistischen Lager. Hatte guten Freund aus Pressburg ("Baratislava"), war von Hause aus Volksdeutscher und konnte die Slowaken aus Kaschau (Kosice) zum Tode nicht ausstehen. Habe viel von ihm gelernt über Volksgruppen/Kleinstaaterei im 19./20. Jahrhundert. Lustig, die Bullen dort in Pressburg hatten den Spitznamen "Fisli"..., ich fand sie aber ganz nett und hilfsbereit, ein Fisli half mir, beim Auto anschieben und das im Hochsommer.



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#22

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:00
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Zitat von seaman im Beitrag #20
Zitat von Gert im Beitrag #17
ich bin schon erstaunt, was ich hier über die Grenzabfertigung und Zoll an den Grenzen zwischen sozialistischen Brüdern lese. Ich bin sehr oft über die deutsch/tschechische Grenze gefahren, allerdings über den Grenzübergang Waidhaus/Rozvadov(Bayern). Ich dachte, nur wir bösen Klassenfeinde sind hochnotpeinlichen Zollabfertigungen ausgesetzt. Weitgefehlt, muss ich hier lesen. Wir haben später die Lage beim tschechischen Zoll ( der deutsche Zoll interessierte sich nicht für uns ) dadurch entspannt, in dem wir kleine Geschenke machten, z.B. war sehr beliebt der neueste Quellekatalog. Dann sind wir immer ganz entspannt durch diese Kontrollen gekommen




Hier muss man wohl die Zeit berücksichtigen.
So friedlich wie meistens die bundesdeutsche Seite in Bayern abfertigte,so penibel und pedantisch war mitunter die tschechische Seite.
Einreise mit Zug,PKW,Bus.
Lediglich an den Flughäfen war es total locker.

seaman




Hallo seaman, habe mal mit meiner Fam. Anfang 70 er Jahre im Winter in der Nacht an dem Schlagbaum in Waidhaus bei eisiger Kälte bestimmt 1 1/2 Stunden gestanden. Die machten einfach den Schlagbaum runter und fertigten nicht mehr ab, obwohl ich auf pole position stand.
Waidhaus liegt ziemlich hoch, über 500 m.


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#23

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:03
von Gert | 14.058 Beiträge | 6676 Punkte
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #21
Cool waren immer die ungarischen "Organe" stimmte eben doch, Ungarn, die lustigste Baracke im sozialistischen Lager. Hatte guten Freund aus Pressburg ("Baratislava"), war von Hause aus Volksdeutscher und konnte die Slowaken aus Kaschau (Kosice) zum Tode nicht ausstehen. Habe viel von ihm gelernt über Volksgruppen/Kleinstaaterei im 19./20. Jahrhundert. Lustig, die Bullen dort in Pressburg hatten den Spitznamen "Fisli"..., ich fand sie aber ganz nett und hilfsbereit, ein Fisli half mir, beim Auto anschieben und das im Hochsommer.



von meiner Frau ( gebürtige Tschechin) weiss ich dass ein Fisl eigentlich ein Spitzel ist. Nehme an, ist in slowakisch ähnlich, beide Sprachgruppen verstehen sich untereinander.


Grstungen386 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:03
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Zitat von Gert im Beitrag #22
Zitat von seaman im Beitrag #20
Zitat von Gert im Beitrag #17
ich bin schon erstaunt, was ich hier über die Grenzabfertigung und Zoll an den Grenzen zwischen sozialistischen Brüdern lese. Ich bin sehr oft über die deutsch/tschechische Grenze gefahren, allerdings über den Grenzübergang Waidhaus/Rozvadov(Bayern). Ich dachte, nur wir bösen Klassenfeinde sind hochnotpeinlichen Zollabfertigungen ausgesetzt. Weitgefehlt, muss ich hier lesen. Wir haben später die Lage beim tschechischen Zoll ( der deutsche Zoll interessierte sich nicht für uns ) dadurch entspannt, in dem wir kleine Geschenke machten, z.B. war sehr beliebt der neueste Quellekatalog. Dann sind wir immer ganz entspannt durch diese Kontrollen gekommen




Hier muss man wohl die Zeit berücksichtigen.
So friedlich wie meistens die bundesdeutsche Seite in Bayern abfertigte,so penibel und pedantisch war mitunter die tschechische Seite.
Einreise mit Zug,PKW,Bus.
Lediglich an den Flughäfen war es total locker.

seaman




Hallo seaman, habe mal mit meiner Fam. Anfang 70 er Jahre im Winter in der Nacht an dem Schlagbaum in Waidhaus bei eisiger Kälte bestimmt 1 1/2 Stunden gestanden. Die machten einfach den Schlagbaum runter und fertigten nicht mehr ab, obwohl ich auf pole position stand.
Waidhaus liegt ziemlich hoch, über 500 m.




Ja,
das meinte ich damit.
War nicht immer alles so paletti.Manchmal rutschte man durch wie heutzutage beim Schengenabkommen.
Nächstes mal war wieder trouble.

seaman


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:04
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@seaman, das mit dem Bart ist echt skurril, daran ist mit schuld, dass unsere DDR untergegangen ist,die Dööfsten hatten das sagen und Betrügen und der Allerdööfste war der Generalsekretär: "Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf..." warum nun ausgerechnet diese beiden tiere die umgangssprachlich für Dummheit und Beschränktheit stehen, wie dämlich muss dieser Mann gewesen sein...



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#26

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:08
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@gert, danke für die Ergänzung, mein damaliger Freund aus Pressburg konnte ist immer amüsieren über das Wort "Zonis", dass gebräuchlich war in Berlin für andere DDR-Bürger.... Er selber hatte ungarische Freundin in der Slowakei, die stellten bzw. stellen eine grosse Minderheit in der Slowakei.



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#27

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:09
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Ich bin gerne mit dem Zug nach Moskau gefahren. Ca. 33 Stunden dauerte immer die Fahrt. Genug Zeit um von einer Kultur in die andere einzutauchen. Doch wenn sich der Zug der sowjetischen Grenze näherte, dann hat der Fahrtgnuß erst mal Pause gemacht. Erst recht, wenn man "verbotene" Sachen einführen wollte, wie z.B. Bananen für die kleinen Cousinen oder Sämereien für Großmutters Garten.Nicht selten hat man Textilien mitgenommen, die man dann in Moskau veräußerte (mit gutem Gewinn), damit man seine Reisekasse für die Privatreisen auffüllen konnte, damit man nicht Oma am Rockzipfel hing, deren Rente auch nicht so üppig war.

Und so präpariert traf man dann auf die sowjetischen Zöllner und Zöllnerinnen. Und die hatten eine ganz spezielle Körpersprache und Mimik. Vom Ton ganz zu schweigen. Ich war jedenfalls immer heilfroh, wenn ich in Brest den zug verlassen und frische luft schnappen konnte.

LG von der grenzgaengerin


seaman und Grstungen386 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.06.2013 11:10 | nach oben springen

#28

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:15
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@grenzgängerin, in Brest wurde neue Fahrgestelle montiert, russische Staatsbahn hatte andere Spurbreiten, wusstest Du, Väterchen Stalin hat von Moskau nach Berlin Schienen verlegen lassen, die Spurbreite der Russen durchgängig machten, der hatte echt Ding an der Waffel...



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#29

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:16
von seaman | 3.488 Beiträge | 23 Punkte
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #28
@grenzgängerin, in Brest wurde neue Fahrgestelle montiert, russische Staatsbahn hatte andere Spurbreiten, wusstest Du, Väterchen Stalin hat von Moskau nach Berlin Schienen verlegen lassen, die Spurbreite der Russen durchgängig machten, der hatte echt Ding an der Waffel...


Obwohl das sich 1941 als ein Vorteil herausstellte.

seaman


Grstungen386 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:19
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #27
Ich bin gerne mit dem Zug nach Moskau gefahren. Ca. 33 Stunden dauerte immer die Fahrt. Genug Zeit um von einer Kultur in die andere einzutauchen. Doch wenn sich der Zug der sowjetischen Grenze näherte, dann hat der Fahrtgnuß erst mal Pause gemacht. Erst recht, wenn man "verbotene" Sachen einführen wollte, wie z.B. Bananen für die kleinen Cousinen oder Sämereien für Großmutters Garten.Nicht selten hat man Textilien mitgenommen, die man dann in Moskau veräußerte (mit gutem Gewinn), damit man seine Reisekasse für die Privatreisen auffüllen konnte, damit man nicht Oma am Rockzipfel hing, deren Rente auch nicht so üppig war.

Und so präpariert traf man dann auf die sowjetischen Zöllner und Zöllnerinnen. Und die hatten eine ganz spezielle Körpersprache und Mimik. Vom Ton ganz zu schweigen. Ich war jedenfalls immer heilfroh, wenn ich in Brest den zug verlassen und frische luft schnappen konnte.

LG von der grenzgaengerin


Im Winter war das aber sehr hart auf dem Brester Bahnhof. Wobei ich bin auch immer ausgestiegen. Das Umspuren in Brest macht man nur einmal aus Neugierde mit. Ja, was die sowjetischen Zöllner anbetrifft, so hast Du sie schon treffend beschrieben. Das war aber auf den Moskauer Flughäfen nicht viel anders. Etwas moderater verhielten sich die Zöllner in Kiew.

Vierkrug


Grstungen386 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.06.2013 12:11 | nach oben springen

#31

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:34
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #30


Im Winter war das aber sehr hart auf dem Brester Bahnhof. Wobei ich bin auch immer ausgestiegen. Das umspuren in Brest macht man nur einmal aus Neugierde mit. Ja, was die sowjetischen Zöllner anbetrifft, so hast Du sie schon treffend beschrieben. Das war aber auf den Moskauer Flughäfen nicht viel anders. Etwas moderater verhielten sich die Zöllner in Kiew.

Vierkrug



Egal ob Winter oder Sommer - das erste was sein musste auf russischem Boden - ein EIS.

Aber um auf die sowjetischen Zöllner zurück zu kommen. Als ich einmal mit meinen Eltern die strecke fuhr und meine Mutter sich leicht über das Gebaren der Zöllner aufregte und sagte: "Ich bin doch eine von euch!" - da war es ganz aus. Da konnten wir alle Koffer auspacken. Mein Vater wurde immer blasser und ich sah uns schon auf dem Rückweg. "Das ist en Geschenk" - bei "Kleinigkeiten. Oder "Die brauche ich für die Gartenarbeit, um meiner Mutter zu helfen", als die Zöllner die 10 Nylonkittel entdeckten.

Jedenfall seit dem habe ich konsequent den Mund gehalten. Auch wenn es schon fast zwanghaft war, sich nach langer Zeit (außer mit den Eltern) wieder in der Muttersprache zu unterhalten.

LG von der grenzgaengerin


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.06.2013 11:35 | nach oben springen

#32

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 11:51
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #28
@grenzgängerin, in Brest wurde neue Fahrgestelle montiert, russische Staatsbahn hatte andere Spurbreiten, wusstest Du, Väterchen Stalin hat von Moskau nach Berlin Schienen verlegen lassen, die Spurbreite der Russen durchgängig machten, der hatte echt Ding an der Waffel...

Biste Dir mit der Trassierung Moskau-Berlin sicher?
Soweit Wikipedia es weiß, waren sogar zwei Ost-West-Trassen geplant, aber keine direkt von Moskau nach Berlin ...
http://en.wikipedia.org/wiki/Breitspurbahn#Proposed_routes


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#33

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 12:04
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Zitat von Gert im Beitrag #22

Hallo seaman, habe mal mit meiner Fam. Anfang 70 er Jahre im Winter in der Nacht an dem Schlagbaum in Waidhaus bei eisiger Kälte bestimmt 1 1/2 Stunden gestanden. Die machten einfach den Schlagbaum runter und fertigten nicht mehr ab, obwohl ich auf pole position stand.
Waidhaus liegt ziemlich hoch, über 500 m.



@ Gert, genau zu dem Zeitpunkt begann sicher ein wichtiges Eishockeyspiel im Fernsehen und das war wichtiger als Dein Begehren.
Hatte ähnliches mal in Bad Schandau-Krippen auf dem Grenzbahnhof erlebt. Während des Spielzeit kam kein einziger Zug aus Decin über die Grenze. Als das Spiel vorbei war, war binnen kurzer Zeit der Bahnhof vollgestellt.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 12:12
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Winter.Vyborg(SU) 1973.
Das Schiff voll Kartoffeln.Mit Rieseneinsatz in Rostock geladen.Alles was verfügbar war wurde mobilisiert.NVA,Bepo,Subbotnik der Lehrlinge von Hafen und Flotte usw.
Es war die zweite Kurzreise in die SU.Vorher Riga.
In Vyborg Soldaten zum entladen/Löschen der Ladung.25 Grad minus.Zwei ellenlange Güterzüge an der Pier.Alte Holzwaggons,an manchen schimmerte noch das "DR" durch.
Arbeitsdisziplin der Muschiks gleich Null,warum auch,die jungen Zugführer waren immer "stramm".Schnaps gabs im Hafen genug.
Nach 6 Wochen! waren die Güterzüge beladen und unser Schiffsbauch leer.
Die Kartoffeln in den Waggons erfroren.Vielleicht wollte man aus ihnen nur Wodka brennen....
Gehe an Land.Zollkontrolle am Hafentor.Habe zu der regulären Rubelumtauschbescheinigung noch 24 Rubel zuviel in Besitz.Hatte ich noch von der vorhergehenden Riga-Reise.
Alarm im Kettenkasten.Ein Zöllner und eine Mattka,mit Karabiner auf dem Ast,bringen mich zum Schiff.Kammer wird gefilzt,alle Geldwährungen die ich dort hatte beschlagnahmt.Ca.500 US-Dollar.
Dann zum Alten hoch(Kapitän).Dem Schiff wird Strafe angedroht.
Nach langen Verhandlungen und unter Abfüllen des Zöllners mit Whisky vom Klassenfeind bleibt die Strafe an mir hängen.
Bekomme ein amtliches Schreiben ausgehändigt,habe ich heute noch,gestempelt,beglaubigt und gesiegelt.
Das Gespräch wurde auf englisch geführt,als ich das Schreiben in der Hand hatte,wunderte sich der Zöllner über meine auf Russisch gehaltene Dankesrede...
Fazit:
Die beschlagnahmten Valuten sind die Geldstrafe für mein Vergehen,zuzüglich der konfiszierten 224 Rubel.
Strafbegründung sinngemäss:
24 Rubel,als nicht konvertierbare Währung,illegal ausgeführt.(Riga)
24 Rubel,nichtkonvertierbar, aus dem westlichen Ausland illegal eingeführt.
Diese nicht angemeldet etc.+Landgangsverbot.

Eine politische Wertung verkneife ich mir.
Der Bericht wäre dann länger....

seaman


Gert und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.06.2013 12:33 | nach oben springen

#35

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 12:17
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Zitat von seaman im Beitrag #29
Zitat von Grstungen386 im Beitrag #28
@grenzgängerin, in Brest wurde neue Fahrgestelle montiert, russische Staatsbahn hatte andere Spurbreiten, wusstest Du, Väterchen Stalin hat von Moskau nach Berlin Schienen verlegen lassen, die Spurbreite der Russen durchgängig machten, der hatte echt Ding an der Waffel...


Obwohl das sich 1941 als ein Vorteil herausstellte.

seaman



In Brest wollte ich immer mal zur Brester Festung. Im Hinterkopf war jedoch immer, den Zug zu verpassen, wenn er zur Weiterfahrt bereit stand. Man darf auch nicht vergessen, dass das in den 70ern war. Kein google map für Reisevorbereitungen etc.. Und im Zug waren ja all meine Habseligkeiten einschließlich der "Schmuggelware".

Jedenfalls habe ich in dem einen Jahr, alle meine Bedenken beseite geschoben und habe mich auf den Weg gemacht. Es war ein unvergessliches Erlebnis. Die ganze Tragweite der Geschichte dieser Festung, erschloß sich mir aber erst viel später.

LG von der grenzgaengerin


seaman und Grstungen386 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 12:19
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #31
Zitat von Vierkrug im Beitrag #30


Im Winter war das aber sehr hart auf dem Brester Bahnhof. Wobei ich bin auch immer ausgestiegen. Das umspuren in Brest macht man nur einmal aus Neugierde mit. Ja, was die sowjetischen Zöllner anbetrifft, so hast Du sie schon treffend beschrieben. Das war aber auf den Moskauer Flughäfen nicht viel anders. Etwas moderater verhielten sich die Zöllner in Kiew.

Vierkrug



Egal ob Winter oder Sommer - das erste was sein musste auf russischem Boden - ein EIS.

LG von der grenzgaengerin




Mороженое immer und zu jeder Zeit !!! Я обожаю ванильное мороженое !!!


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#37

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 12:28
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #36


Mороженое immer und zu jeder Zeit !!! Я обожаю ванильное мороженое !!!



OT

Ich mochte das mit den Haselnüssen und er Schokolade drum herum am liebsten. War mit 28 Kopeken auch mit das teuerste.

LG von der grenzgaengerin


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#38

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 12:34
von eisenringtheo | 10.182 Beiträge | 3700 Punkte
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Zitat von 94 im Beitrag #32
Zitat von Grstungen386 im Beitrag #28
@grenzgängerin, in Brest wurde neue Fahrgestelle montiert, russische Staatsbahn hatte andere Spurbreiten, wusstest Du, Väterchen Stalin hat von Moskau nach Berlin Schienen verlegen lassen, die Spurbreite der Russen durchgängig machten, der hatte echt Ding an der Waffel...

Biste Dir mit der Trassierung Moskau-Berlin sicher?
Soweit Wikipedia es weiß, waren sogar zwei Ost-West-Trassen geplant, aber keine direkt von Moskau nach Berlin ...
http://en.wikipedia.org/wiki/Breitspurbahn#Proposed_routes


Umspuren und somit durchgehende Transportmöglichkeit war die effektivste, einfachste und billigste Methode von derart umfangreichen Militärtransporten, wie sie die Rote Armee für Berlin durchführen musste.
http://www.drehscheibe-foren.de/foren/re...415599,page=all
Theo


zuletzt bearbeitet 07.06.2013 12:34 | nach oben springen

#39

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 13:06
von Grstungen386 | 597 Beiträge | 2 Punkte
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@94, mit der Trassierung hatte ich mal in Eisenbahnhistorienbuch so gelesen, weiss ber nicht mehr welches, liebe Grüsse von gerstungen 386.



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#40

RE: Reisende an der Grenze

in DDR Staat und Regime 07.06.2013 13:55
von passport | 2.906 Beiträge | 901 Punkte
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #25
@seaman, das mit dem Bart ist echt skurril, daran ist mit schuld, dass unsere DDR untergegangen ist,die Dööfsten hatten das sagen und Betrügen und der Allerdööfste war der Generalsekretär: "Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf..." warum nun ausgerechnet diese beiden tiere die umgangssprachlich für Dummheit und Beschränktheit stehen, wie dämlich muss dieser Mann gewesen sein...



von seaman •
--------------------------------------------------------------------------------

Bin mal Mitte der 70er in die CSSR eingereist-bis zum Grenzort.

Grenzer bestand darauf den Bart abzunehmen.Zeigte ihm ein anderes Reisedokument mit gleichem Passfoto,allerdings mit dem Vermerk "zeitweilig Bartträger".Zählte nicht,Bart muss ab.
Höflich sagte ich zu ihm,überall auf der Welt kann ich mit den vorgelegten Dokumenten problemlos einreisen,nur hier in der Tschecheslowakei gibt es Schwierigkeiten

Richtig lesen, Grstungen386, es waren CSSR-Grenzorgane. DDR-Paßkontrolleure hatten einen hohen Ausbildungsstand. Insbesondere auf die Personenidentifiezierung wurde großer Wert gelegt. Bart, lange Haare oder bei Frauen ständig wechselne Haarfrisuren sind für die kriminalistische Personenidentifiezierung uninteressant.

passport



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Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Angelo
7 15.10.2015 16:15goto
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Halt! Hier Grenze - Auf den Spuren der innerdeutschen Grenze
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