Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

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17.04.2022 22:40
avatar  icke46
#46
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Zitat von Magdeburg88 im Beitrag #45
#43
Geschichte? Na ob das stimmt...


Wie kannst Du da zweifeln, so ein hoch informierter Wessi kennt den Unterricht in der DDR tausendmal besser als eine Million beschränkte Zonendödel, die in der Schule eh nur gepennt haben….


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17.04.2022 23:47
avatar  Ebro
#47
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Na jemand der die Fächer Staatsbürgerkunde und Geschichte in einen Topf schmeißt muss doch Ahnung haben...!
Als ob Geschichte etwas mit M-L zu tun hatte. Weiß heute noch die Standartgeschichtszahlen, die ich auswendig lernen musste, warum auch immer.
Oder Begriffe wie "Goldene Bulle" und die "Punischen Kriege".

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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18.04.2022 07:21
avatar  Dirk
#48
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Ob jemand in der Schule etwas lernt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Wichtig ist, dass es die Lehrer verstehen den Unterricht interessant zu gestalten und das hängt doch wohl mehr vom Lehrer ab als vom System. Dazu kommt, dass im Elternhaus die richtigen Weichen gestellt wurden und erforderliche Unterstützung gegeben wird.Den größten Anteil hat der Schüler selber, indem er aufmerksam den Unterricht verfolgt, bei Unklarheiten nachfragt und die Schule nicht als notwendiges Übel betrachtet.
Bei den modernen Kommunikationsmöglichkeiten kann man heute auch gezielte "Nachhilfe" bekommen ohne dafür viel Geld und Freizeit aufzuwenden. Das sehe ich momentan bei der jungen Generation der Familien meiner Geschwister.
In den Naturwissenschaften war die Schule in der DDR den heutigen Regelschulen überlegen. Im Geschichtsunterricht darf man die Zeitschiene nicht ausblenden. Bis 1900 scheint es relativ neutral gewesen zu sein. Danach ging es mit Geschichtsklittung los. Je näher man der aktuellen Zeit kam, umso mehr wurde verbogen und gelogen. Bei der Statsbürgerkunde denke ich eher an plumpe Propaganda.


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18.04.2022 07:35
#49
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Zitat von Fox im Beitrag #43
Das einheitliche DDR Schulsystem von Rügen bis Suhl war ein Vorteil. Die Zersplitterung in der Bundesrepublik nach Bundesländern ein eindeutiger Nachteil.
Die Fächer Staatsbürgerkunde, Geschichte (fas ausschließlich Lenimus-Maximus) und Wehrkunde warenin der DDR Volksbildung von Nachteil. Der breitangelegte und nicht einseitige Geschichtsunterricht in der Bundesrepublik war ein Vorteil.


Stabü war in der Tat überflüssig, aber im Fach Geschichte haben wir uns die Zeitleiste entlang gehangelt und sind nirgends länger hängen geblieben auch nicht in der DDR und der Oktoberrevolution
Unser Geschichtslehrer Koffer- Kurtchen war eine Legende, der war überall dabei, seine Schreie mit dem Faustkeil (Original- Fundstück) in der Hand sind Gesprächsstoff bei jedem Klassentreffen.
Das Fach Wehrkunde würde ich heute als unzulässige Schleichwerbung eines potentiellen Ausbilders, hier der NVA, zu Lasten der übrigen Betriebe mit Nachwuchssorgen einstufen.
Die haben an der Quelle Berufssoldaten abschöpfen wollen indem sie Einfluß auf die Jugend via Unterrichtsstoff nahmen, es gab für dieses Fach aber keine Zeugnisnoten, da wollte man wohl keine Spuren legen.
Allerdings war auch im PA- Unterricht immerhin die Chance der Trägerbetriebe da, ebenfalls potentielle Kader an der Quelle abzuschöpfen, bei uns war das immer das Braunkohlekombinat „ Gustav Sobottka“ mit seiner E- Lok- Werkstatt, Kompressorstation, Bandinstandsetzung, Raupenwerkstatt und, und , und es waren Stationen einer Reise ins spätere Berufsleben, ein Drittel der Schüler ist dort hängen geblieben, immerhin waren dort 3000 Beschäftige tätig oft auch die eigenen Eltern, Geschwister und Großeltern.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein und kein Sofa.

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18.04.2022 07:38 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2022 08:19)
#50
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 "Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen"
(Karl Marx).

Selbstverständlich war der DDR-Geschichtsunterricht davon geprägt.
Wer das nicht gemerkt hat, der versteht nichts von Dialektik.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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18.04.2022 07:38 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2022 07:41)
#51
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Doppelt

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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18.04.2022 07:47
avatar  Dirk
#52
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #50
 "Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen"
(Karl Marx).

Selbstverständlich war der DDR-Geschichtsunterricht davon geprägt.
Wer das nicht gemerkt hat, der versteh nichts von Dialektik.



Aber gerade im Geschichtsunterricht hat man deutlich gemerkt ob der Lehrer Wissen über die Geschichte vermitteln oder die eine "passende Geschichte" basteln wollte.
Das ist wie mit Statistik. Wenn man das weg läßt was nicht ins Konzept passt und dafür andere Dinge überbetont, kommt man zu einem völlig anderen Ergebnis.


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18.04.2022 07:50 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2022 09:37)
#53
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Zitat von B Man im Beitrag #44
Zitat von Hackel39 im Beitrag #42
daß ich an meinem ersten Arbeitstag als Bundeskanzler die Länder einschmelzen würde




Da hätte ich lieber Rio Reiser als Könich


Hoppla- Beruf „keine Angabe“…(Avatar) hoffentlich kein Landesbediensteter, denn dann wäre Verteidigung angesagt etwa in Richtung:
1. der Wettstreit der Bundesländer um den besten Bildungsweg ist hilfreich, weil…..
2. der ständige Wechsel der Lernmaterialien ist wichtig, damit die Großen den Kleinen später nicht helfen können, das wäre ein Nachteil weil….
3. verschiedene Rechenwege für ein Problem schulen die Gehirnzellen, die Kinder könnten andernfalls unterfordert sein, wenn sie in ein anderes Bundesland umziehen,
4. Schreinermeister Eder aus Bayern findet es gut wenn Lehrlinge aus zehn verschiedenen Bundesländern mit zehn verschiedenen Rechenwegen zur Ermittlung der notwendigen Holzmenge für die Herstellung der neuen Schaukel vom Pumuckel seine Gehirnzellen auf Trab halten…..
Vielleicht ist alles ja garnicht so schlimm und ich übertreibe wieder einmal, Hauptsache wir behalten unsere blödsinnigen Doppel- und Mehrfachstrukturen in parasitären überflüssigen Verwaltungsjobs damit es eines Tages gar keine Lehrlinge mehr gibt für die Werkstatt vom Meister Eder….

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein und kein Sofa.

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18.04.2022 08:13 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2022 08:40)
#54
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Zitat von Dirk im Beitrag #52
Zitat von Freienhagener im Beitrag #50
 "Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen"
(Karl Marx).

Selbstverständlich war der DDR-Geschichtsunterricht davon geprägt.
Wer das nicht gemerkt hat, der versteht nichts von Dialektik.



Aber gerade im Geschichtsunterricht hat man deutlich gemerkt ob der Lehrer Wissen über die Geschichte vermitteln oder die eine "passende Geschichte" basteln wollte.
Das ist wie mit Statistik. Wenn man das weg läßt was nicht ins Konzept passt und dafür andere Dinge überbetont, kommt man zu einem völlig anderen Ergebnis.


Das Eine schließt das Andere nicht aus. Selbstverständlich hatten die Lehrer außer Vorgaben (Lehrbuch) auch Gestaltungsspielraum.

Da konnte z. B. das Thema Spartacus trotz Klassenkampfgedöns spannend sein.

Noch in den 60ern gab es für Großereignisse farbige Rollbilder, welche am Kartenständer aufgehängt wurden.
Die konnten begeistern.

Aber auch Geschichtsarbeiten von Wissenschaftlern kamen ohne Marxbezug nicht aus, in der Einleitung und immer mal zwischendurch. Gerne mit Seitenhieb auf die bürgerliche Geschichtswissenschaft.
Damals selbstverständlich, fallen heute solche Einsprengsel selbst bei speziellen historischen Themen auf, wenn man Arbeiten aus DDR-Zeiten zurate zieht.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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18.04.2022 09:00
avatar  furry
#55
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Was auch damals schon belustigend war, dass fast jede wissenschaftliche Arbeit in der Präambel auf die Vorgaben von irgendeinem Parteitag und die Weitsicht der führenden Genossen verwies.
Nur wen hat es interessiert? Auf den eigentlichen Inhalt kam es an.
Wer mal eine Ingenieurs- oder Diplomarbeit verfasst hat, erinnert sich bestimmt noch.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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18.04.2022 09:02
avatar  Dirk
#56
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Ohne die entsprechend Klarheit im Kopf konnte man doch kein Studiem erfolgreich absolvieren.


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18.04.2022 09:05
avatar  furry
#57
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Zitat von Dirk im Beitrag #56
Ohne die entsprechend Klarheit im Kopf konnte man doch kein Studiem erfolgreich absolvieren.


Auch Naturgesetze konnten nur mit dem richtigen Klassenstandpunkt angewendet werden.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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18.04.2022 09:06
avatar  ( gelöscht )
#58
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( gelöscht )

# 46
Fast alle Schüler in der DDR "als eine Million Zonendödel die in der Schule nur gepennt haben "zu bezeichnen ist sehr beleidigend.
Auch bei uns im Westen gab es viele, die sich in der Schule nur ausgeruht haben und nicht jeder von uns war eine Leuchte in der Schule.


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18.04.2022 09:16
avatar  Ebro
#59
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Zitat von furry im Beitrag #55
Wer mal eine Ingenieurs- oder Diplomarbeit verfasst hat, erinnert sich bestimmt noch


Stimmt, ich habe meine Ing.Arbeit mal auf Wunsch meines damaligen Betriebsleiters hier in Südbaden ihm vorgelegt, der schlug die Hände über dem Kopf zusammen...!

ich werde nicht mehr diskutieren mit dummen Menschen, um meine Argumente zu erklären. Hat hier sowieso keinen Sinn. Ich werde lernen, diese Menschen zu meiden. Nichts ist wichtiger, als die persönliche Ausgeglichenheit im Alter


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18.04.2022 09:30 (zuletzt bearbeitet: 18.04.2022 09:32)
#60
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Zitat von furry im Beitrag #55
Was auch damals schon belustigend war, dass fast jede wissenschaftliche Arbeit in der Präambel auf die Vorgaben von irgendeinem Parteitag und die Weitsicht der führenden Genossen verwies.
Nur wen hat es interessiert? Auf den eigentlichen Inhalt kam es an.
Wer mal eine Ingenieurs- oder Diplomarbeit verfasst hat, erinnert sich bestimmt noch.



Solche Bereiche wurden nur diagonal überlesen, bevor es zum eigentlichen Thema ging. Ob sich diejenigen, die veranlasst haben, daß da immer so ein ideologisches Vorwort vorangestellt werden muß, bewust waren, daß das den Leder kaum interessierte ? Ich glaube, die schwebten da in einer anderen Welt.
Also, mein Eindruck ist, daß bei naturwissenschaftlichen Arbeiten nicht zwingend notwendig so ein ideologisches Vorwort vorausgesetzt wurde. habe insb. auf dem gebiet der Geowissenschaften einige Arbeiten gelesen, aber sowas ist mir nicht aufgefallen. habe auch mal meine Ing-Arbeit rausgesucht ("Ermittlung der Einflussgrößen bei der Prüfung der Trennfestigkeit an ausgewählten Kleblacken des VEB Schuhchemie Erfurt"). Da habe ich mir sowas erspart und bin gleich zur fachlichen Sache gekommen. Erster Punkt ging gleich los mit "Theoretische Grundlagen der Adhäsion". Es hat deswegen niemand, auch nicht die Prüfer der Fachschule, dumme Fragen gestellt.


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