Die DDR - eine "Erziehungsdiktatur"

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27.05.2013 17:35
#16
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Zitat von Küchenbulle 79 im Beitrag #7
Zitat von berlin3321 im Beitrag #5
Hmm, was für ein komisches "Unwort", Erziehungsdiktatur.

Man könnte mit etwas Überlegung darauf kommen, dass Erich + Co schon das Kleinkind durch die Erziehung in der Krippe in Richtung Staatstreue dirigiert hat, was ja so abwegig nicht ist.

Mehr oder weniger ging es doch in die Richtung:Pioniere, FDJ, Lehre mit mil. Kampfgruppen bzw Wehrunterricht.Dann Grundwehrdienst und Betriebskampfgruppe, Resi.

Ich schrieb in einem anderen Fred sinngemäß: Rotlicht vom ersten Tag des Lebens.

Mfg Berlin


Und nicht zu vergessen,der kollektive Zwang in der Krippe auf den Topf zu scheißen und dabei die Internationale zu singen!



Das soll es aber nicht nur im Osten gegeben haben. Die Frau meines Tauschpartners bei Kaiserslautern erzählte uns, daß ihre Tochter ihr später vorgeworfen hat, daß sie in ihrer Entwicklung in falsche Bahnen geraten sei bzw. sich irgendwie eine negative Entwicklung ergab, weil diese ihrer Tochter damals beizeiten die Pampers abgewöhnt hatte. Hirnrissig hoch 3. Soll´s ja heute nicht wenige Eltern geben, die meinen, es täte ihren Sprösslingen gut, wenn diese mit 3 oder älter noch mit Schnuller und Windeln rumlaufen. Ist wie die sog. "antiautoritäre Erziehung", die zu einem nicht geringen Teil spätere kleine Tyrannen und Egoisten hervorgebracht hat.

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27.05.2013 17:38
#17
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Zitat von WernerHolt im Beitrag #4
@ dore holm


sieh es doch mit humor ,das ganze soll doch immer wieder nur von eignen problemen ablenken.wie sagte @ feliks neulich? es ist wahlkampf und da lenkt man nunmal gerne von eignen problemen ab.ich sehe das völlig entspannt. du weißt ,was du erlebt hast und was nicht. vor kurzem war doch auch hier ein user,der alle ddr -bürger ,die das system nicht aktiv unterstützt haben, als pazifisten bezeichnet hat und alle die irgendwas damit zu tun hatten, als kommunisten verbrecher bezeichnet hat.kann ich auch auf mich beziehn.denn ich war ja immerhin,in der ddr noch jungpionier und habe somit das "verbrecherische regime" aktiv unterstützt!!! aber soll ich dir was sagen? es geht mir um panzer-divisionsbreite am hintern vorbei. ich kann darüber nur lachen.........

MkG
HG


Ich seh´s ja auch mehr amüsiert ob solchem Quatsch. Wie sagen einige hier im Forum immer mal wieder: Die haben dann Schaum vor´m Mund bei ihrem Gegeifere.

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27.05.2013 17:49
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#18
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Und 1987 hat man Schabowski sicher gezwungen ....so bei 1,23

https://www.youtube.com/watch?v=Xjnlcs-3xDM

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27.05.2013 18:18
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#19
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Herr Schabowski, heute über 80 ist glaube nicht mehr der Sparringspartner in dieser Diskussion - laut 4 großen Buchstaben verbringt er die meiste Zeit in einem Pflegeheim.

Googelt man "Erziehungsdiktatur" so haben sich auch Kritiker der aktuellen Reglementierungspolitik diesen Begriff zu eigen gemacht:

"Denn alles Verbieten ist – so scheint es – letztlich nur die Verlagerung eines ganz anderen Sicherheitsbedürfnisses: Im gleichen Maße, in dem die Lebensverhältnisse zunehmend “entsichert“ werden – indem Lebensrisiken wie Unfall, Krankheit, Arbeitslosigkeit zu individuellem Versagen deklariert werden – statt zu gesellschaftlich zu lösenden Problemen; im gleichen Maße steigt offenbar das Bedürfnis, dann wenigstens auf anderen Feldern für “Sicherheit” zu sorgen. Zeitarbeit, Befristung, “Freie” Tätigkeit? Kein Geld für Miete, Auto, Zahnersatz? Dann aber wenigstens nicht mehr so viel saufen. Weil der gemeine Prolet leider aber zu doof ist, zu erkennen, was gut für ihn ist bzw. die Erfordernisse der Zeit sind, muss man ihn über Preiszuschläge und Verbote eben erziehen. Weniger Bier statt mehr Bildung lautet das populäre Konzept. Und weil sich das arbeitende Kleinbürgerlein derlei Missetaten schon längst selbst verboten hat, dürfen diese ja wohl erst Recht den Prolos in der Bahn oder in der Freiburger Fußgängerzone nicht erlaubt sein."

http://www.publikative.org/2012/02/09/di...ehungsdiktatur/

LG von der grenzgaengerin

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27.05.2013 18:32
avatar  Uleu
#20
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Ich erinnere mich dunkel auch etwas von einer DDR - CDU gehört zu haben ....

Aber sicher böse Verleumdung, so etwas hat es nie gegeben
" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )

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27.05.2013 18:55
#21
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Ach ja, wenn die Politik einen Begriff in den Mund nimmt, ist es immer ein wenig so, wie bei einem Kind, das in der Puppenkiste wühlt, den Kaspar rausholt, ihn hochhebt und laut ruft: "Böse". Ja, die DDR war eine Erziehungsdiktatur. Schön. Und nun?

Nehmen wir mal den Vater der proletarisch-revolutionären Erziehungsdiktatur hervor:
"Das politische Klassenbewusstsein kann dem Arbeiter nur von außen gebracht werden, das heißt aus einem Bereich außerhalb des ökonomischen Kampfes, außerhalb der Sphäre der Beziehungen zwischen Arbeitern und Unternehmern. Das Gebiet, aus dem allein dieses Wissen geschöpft werden kann, sind die Beziehungen aller Klassen und Schichten zum Staat und zur Regierung, sind die Wechselbeziehungen zwischen sämtlichen Klassen. Deshalb darf man auf die Frage: Was ist zu tun, um den Arbeitern politisches Wissen zu vermitteln? - nicht allein die Antwort geben, mit der sich in den meisten die Praktiker begnügen - ...- nämlich die Antwort: 'Zu den Arbeitern gehen'. Um den Arbeitern politisches Wissen zu vermitteln, müssen die Sozialdemokraten in alle Klassen der Bevölkerung gehen, müssen sie die Abteilungen ihrer Armee in alle Richtungen aussenden." (W.I. Lenin, "Was tun?", Erschienen März 1902, hier aus: Lenin Werke Band 5, Dietz Verlag Berlin 1959, S. 436)

Das ist die Formulierung des Kampfprogramms, das man heute geflissentlich unter den Begriff der Erziehungsdiktatur stellt. Ein Bestandteil der Diktatur des Proletariats. War so, oder wurde zumindest versucht. Und nun? Nun zieht jemand den Begriff aus der Puppenkiste und ruft: "Böse". Ich nehme mal nicht an, dass derjenige Marxist oder gar Leninist ist. Insofern lohnt sich der Aufwand der Auseinandersetzung kaum bis gar nicht.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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27.05.2013 19:02
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#22
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Na und meine Firma ist auch ne Diktatur ! Alle machen was der Chef sagt .

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27.05.2013 19:16
#23
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Zitat von Fritze im Beitrag #22
Na und meine Firma ist auch ne Diktatur ! Alle machen was der Chef sagt .


Das glaubst Du doch nicht wirklich ? Die tun so.

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27.05.2013 20:26
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#24
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Zum Thema,

ich selbst bin Jahrgang 1959 und habe durch besondere familiäre, völlig unpolitische Umstände in der DDR den Kindergarten, die ersten Schuljahre mit üblichem Hort, und die "reiferen" Jahre in der EOS durchlebt.
Nach meiner ungetrübten Erinnerung hatte meine alleinerziehende Mutter (Vater war verstorben) stets Kontakt zu den Bildungseinrichtungen ihrer Kinder, wir waren drei, ich der Jüngste.
Zunächst kann man wohl festschreiben, dass wir zu jener Zeit mit den auch heute üblichen Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens vertraut gemacht wurden.
Zugegeben schlich sich in den 70er Jahren die poliisch-agitatorische Komponenete mit ein, jedoch wurde jeder Schüler immer noch individuell gemäß seiner Herkunft betreut, undzwar im wahrsten Sinne der Worte.

Eine Erziehungsdiktatur hat es nach meiner Erinnerung nicht gegeben, wohl aber aus heutiger Sicht eine den damaligen Lehrern und Erziehern aufgebürdete Last, ihre pädagogischen Fähigkeiten strenger an systempolitisch vorgegebene Maßstäbe der Frau Honecker zu orientieren? Undzwar im Huckepackverfahren, Lehrer tragen das naturwissenschaftliche Wissen mit der Demagogie in die Klassenzimmer?

Das Thema Bildung wird wohl immer kontrovers zwischen Ost und West diskutiert werden, aber 1 und 1 sind nunmal zwei, und die Herleitung mathematischer Gleichungen waren uns in der 12. Klasse geläufig ohne Ende...

Ich bestreite nicht, dass es in den 80er Jahren in der DDR eine politisch verschärfte Volksbildung gab, aber von Erziehungsdiktatur zu sprechen erscheint trotz allem befremdlich, unrealistisch und heute unnötig polarisierend.

VG Huf

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27.05.2013 20:59
#25
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Zitat von Ex-Huf im Beitrag #24
... Eine Erziehungsdiktatur hat es nach meiner Erinnerung nicht gegeben, wohl aber aus heutiger Sicht eine den damaligen Lehrern und Erziehern aufgebürdete Last, ihre pädagogischen Fähigkeiten strenger an systempolitisch vorgegebene Maßstäbe der Frau Honecker zu orientieren? Undzwar im Huckepackverfahren, Lehrer tragen das naturwissenschaftliche Wissen mit der Demagogie in die Klassenzimmer? ...

Hallo Ex-Huf,

naja, aber darum geht es bei dem Begriff im ursprünglichen Sinne eben nicht. Auch wenn da das Wort Erziehung auftaucht und man es im ersten Moment mit der Schule verbindet, geht es doch um etwas anderes. Und das ist die Erziehung der Arbeiterklasse und auch der anderen Klassen und Schichten im Sinne der Partei der Arbeiterklasse. Die Grundlage ist dabei die Annahme, dass das Klasseninteresse der Arbeiterklasse den grundlegenden Forderungen an ein Gemeinwohl entspricht. Das aber die Arbeiterklasse nicht von sich aus (aktionistisch) das dazu zugrunde liegende Wissen aufbauen kann und im Grunde in der Auseinandersetzung mit dem Kapital eher nach lediglich materiellen Verbesserungen, nicht aber nach der gesellschaftlichen Veränderung strebt (trade-unionistisch), bedarf es eines "bewussten und organisierten Vortrupps der Arbeiterklasse" der auch der Träger der Erziehung ist. In der Phase einer Revolution und in der Phase des Sozialismus kann dies, laut Grundannahme, auch eine Minderheit sein. Insofern ist der Begriff der Erziehungsdiktatur, auch wenn er hier eher wie ein propagandistischer Kampfbegriff daherkommt, eigentlich ein Bestandteil der Diktatur des Proletariats. Und mit Proletariat war zu Lenins Zeiten die Mehrheit in der Gesellschaft gemeint, die dank ihrer Erziehung die Reife erhält, auch demokratisch zu herrschen. Hat so nicht ganz geklappt. Kommt davon, wenn man das mit der Diktatur übertreibt und der bewusste und organisierte Vortrupp der Arbeiterklasse sich damit begnügt, nur noch Vortrupp zu sein.

Soviel zu dem Begriff an sich. Ich glaub aber nicht, dass der Typ von der CDU das so gemeint hat. Somit bleibt der Begriff schwammig und die Auseinandersetzung verkommt zum großen Glibberwerfen.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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27.05.2013 21:02
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#26
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Na zum Glück gibt es in der BRD keine Erziehungsdiktatur.
Deshalb hat dieses 82 Millionen-Land wohl auch 7,5 Millionen Analphabeten. Das sind fast 10 %.
Solche "Erfolge" hatte die DDR mit ihrer Erziehungsdiktatur natürlich nicht vorzuweisen.

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27.05.2013 21:19
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#27
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #25
Zitat von Ex-Huf im Beitrag #24
... Eine Erziehungsdiktatur hat es nach meiner Erinnerung nicht gegeben, wohl aber aus heutiger Sicht eine den damaligen Lehrern und Erziehern aufgebürdete Last, ihre pädagogischen Fähigkeiten strenger an systempolitisch vorgegebene Maßstäbe der Frau Honecker zu orientieren? Undzwar im Huckepackverfahren, Lehrer tragen das naturwissenschaftliche Wissen mit der Demagogie in die Klassenzimmer? ...

Hallo Ex-Huf,

naja, aber darum geht es bei dem Begriff im ursprünglichen Sinne eben nicht. Auch wenn da das Wort Erziehung auftaucht und man es im ersten Moment mit der Schule verbindet, geht es doch um etwas anderes. Und das ist die Erziehung der Arbeiterklasse und auch der anderen Klassen und Schichten im Sinne der Partei der Arbeiterklasse. Die Grundlage ist dabei die Annahme, dass das Klasseninteresse der Arbeiterklasse den grundlegenden Forderungen an ein Gemeinwohl entspricht. Das aber die Arbeiterklasse nicht von sich aus (aktionistisch) das dazu zugrunde liegende Wissen aufbauen kann und im Grunde in der Auseinandersetzung mit dem Kapital eher nach lediglich materiellen Verbesserungen, nicht aber nach der gesellschaftlichen Veränderung strebt (trade-unionistisch), bedarf es eines "bewussten und organisierten Vortrupps der Arbeiterklasse" der auch der Träger der Erziehung ist. In der Phase einer Revolution und in der Phase des Sozialismus kann dies, laut Grundannahme, auch eine Minderheit sein. Insofern ist der Begriff der Erziehungsdiktatur, auch wenn er hier eher wie ein propagandistischer Kampfbegriff daherkommt, eigentlich ein Bestandteil der Diktatur des Proletariats. Und mit Proletariat war zu Lenins Zeiten die Mehrheit in der Gesellschaft gemeint, die dank ihrer Erziehung die Reife erhält, auch demokratisch zu herrschen. Hat so nicht ganz geklappt. Kommt davon, wenn man das mit der Diktatur übertreibt und der bewusste und organisierte Vortrupp der Arbeiterklasse sich damit begnügt, nur noch Vortrupp zu sein.

Soviel zu dem Begriff an sich. Ich glaub aber nicht, dass der Typ von der CDU das so gemeint hat. Somit bleibt der Begriff schwammig und die Auseinandersetzung verkommt zum großen Glibberwerfen.

ciao Rainman


Hallo @Rainman2 ,

natürlich kannst Du die zuvor gemeinten Begrifflichkeiten in ihren Zusammenhängen wesentlich besser beschreiben, als mir das je gelingen würde!
Dessen ungeachtet bleiben meine angeführten Tatsachen bestehen, allerdings zugegeben, als Erscheinung und nicht als Wesen....

In einem werden wir wohl nicht einig:(?) Nach meinem Eindruck gab es in der DDR in den 1970er Jahren keine Erziehungsdiktatur!!!

Beste Grüße von Huf

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27.05.2013 21:23 (zuletzt bearbeitet: 27.05.2013 22:15)
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#28
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( gelöscht )

lch würde Dr. Reiner Haselhoff nicht unterschätzen. Ich denke er hat den Begriff gezielt eingesetzt.

Ein weiterer Auszug aus seiner Rede:

"Eine 2008 durchgeführte Befragung von Schülerinnen und Schülern aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg hat gravierende Wissenslücken offenbart. Je geringer das Wissen über die DDR war, desto positiver wurde sie beurteilt. Deshalb ist Aufklärung wichtig."

Und nun zur Person:

"Nach dem Abitur 1972 an der Erweiterten Oberschule „Philipp Melanchthon“ in Halle leistete er von 1972 bis 1973 seinen Grundwehrdienst als Bausoldat der NVA in Halle ab. Von 1973 bis 1978 absolvierte er ein Studium der Physik an der Technischen Universität Dresden und der Humboldt-Universität Berlin, welches er als Diplom-Physiker beendete. Anschließend war er von 1978 bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umweltschutz in Wittenberg tätig. 1991 erfolgte seine Promotion zum Dr. rer. nat. an der Humboldt-Universität Berlin mit der Arbeit Entwicklung von Messgeräten auf der Basis der linearen Laser-Absorptionsspektrometrie zur empfindlichen Molekülgas-Konzentrationsmessung unter dem Aspekt des Einsatzes in der Umweltkontrolle. Von 1992 bis 2002 war Haseloff Direktor des Arbeitsamtes Wittenberg."

http://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Haseloff

Ich denke der wußte wovon er spricht. Ich habe Lenin auch nicht vergessen.

LG von der grenzgaengerin


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27.05.2013 21:23
avatar  Lutze
#29
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Zitat von suentaler im Beitrag #26
Na zum Glück gibt es in der BRD keine Erziehungsdiktatur.
Deshalb hat dieses 82 Millionen-Land wohl auch 7,5 Millionen Analphabeten. Das sind fast 10 %.
Solche "Erfolge" hatte die DDR mit ihrer Erziehungsdiktatur natürlich nicht vorzuweisen.

wird man heutzutage als mehrmaliger Schulschwänzer
nicht von der Polizei zur Schule gebracht?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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27.05.2013 21:46
avatar  werner
#30
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #28
lch ich würde Dr. Reiner Hasselhoff nicht unterschätzen. Ich denke er hat den Begriff gezielt eingesetzt.

Ein weiterer Auszug aus seiner Rede:

"Eine 2008 durchgeführte Befragung von Schülerinnen und Schülern aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg hat gravierende Wissenslücken offenbart. Je geringer das Wissen über die DDR war, desto positiver wurde sie beurteilt. Deshalb ist Aufklärung wichtig."

Und nun zur Person:

"Nach dem Abitur 1972 an der Erweiterten Oberschule „Philipp Melanchthon“ in Halle leistete er von 1972 bis 1973 seinen Grundwehrdienst als Bausoldat der NVA in Halle ab. Von 1973 bis 1978 absolvierte er ein Studium der Physik an der Technischen Universität Dresden und der Humboldt-Universität Berlin, welches er als Diplom-Physiker beendete. Anschließend war er von 1978 bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umweltschutz in Wittenberg tätig. 1991 erfolgte seine Promotion zum Dr. rer. nat. an der Humboldt-Universität Berlin mit der Arbeit Entwicklung von Messgeräten auf der Basis der linearen Laser-Absorptionsspektrometrie zur empfindlichen Molekülgas-Konzentrationsmessung unter dem Aspekt des Einsatzes in der Umweltkontrolle. Von 1992 bis 2002 war Haseloff Direktor des Arbeitsamtes Wittenberg."

http://de.wikipedia.org/wiki/Reiner_Haseloff

Ich denke der wußte wovon er spricht. Ich habe Lenin auch nicht vergessen.

LG von der grenzgaengerin


Wenn ich seine Vita so lese, staune ich schon. Also irgendwas stimmt da nicht.
Denn nach offizieller Lesart und der auch hier im Forum von einigen regelmäßig verbreiteter Darstellung konnten nur systembejahende Menschen eine solche wissenschaftliche Laufbahn hinlegen. Eine Wehrpflicht als Bausoldat hätte wohl nach landläufiger Meinung erhebliche berufliche Nachteile nach sich gezogen.
Seine tatsächliche Karriere spricht aber eine andere Sprache. Zumindest scheint er nach 1990 irgendwie verrissen zu haben oder hat beim Genuss der neuen Freiheit überdreht.

Für seinen dramatischen Karriereknick im geeinten Deutschland macht er also nun die diktatorische Prägung durch die DDR verantwortlich.
Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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