Minen an der DDR-Grenze weggeräumt

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06.03.2016 11:20 (zuletzt bearbeitet: 06.03.2016 11:23)
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#16
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Minen an der DDR-Grenze weggeräumt

Auf Bild 3 wird wohl am Zaun gebaut?
Sieht fast so aus.
Bei solchen Maßnahmen zu helfen wurdest du auch mal in der Ausbildung für paar Wochen eingesetzt, die Masse der "Bauarbeiter" sieht aus wie eine ABK bei der Grenzverschönerung.
Mein erster Grenzkontakt war auch ein Arbeitseinsatz beim Neubau eines GSZ.


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06.03.2016 11:37
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#17
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #16
https://www.forum-ddr-grenze.de/t9760f109-Minen-an-der-DDR-Grenze-weggeraeumt.html#msg528292

Auf Bild 3 wird wohl am Zaun gebaut?
Sieht fast so aus.
Bei solchen Maßnahmen zu helfen wurdest du auch mal in der Ausbildung für paar Wochen eingesetzt, die Masse der "Bauarbeiter" sieht aus wie eine ABK bei der Grenzverschönerung.
Mein erster Grenzkontakt war auch ein Arbeitseinsatz beim Neubau eines GSZ.




Nee, die bereiten das Legen der Minen 1974 im Boizer Bogen vor.


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06.03.2016 11:44 (zuletzt bearbeitet: 06.03.2016 11:48)
#18
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Zitat von Ratze im Beitrag #17
Zitat von Hanum83 im Beitrag #16
https://www.forum-ddr-grenze.de/t9760f109-Minen-an-der-DDR-Grenze-weggeraeumt.html#msg528292

Auf Bild 3 wird wohl am Zaun gebaut?
Sieht fast so aus.
Bei solchen Maßnahmen zu helfen wurdest du auch mal in der Ausbildung für paar Wochen eingesetzt, die Masse der "Bauarbeiter" sieht aus wie eine ABK bei der Grenzverschönerung.
Mein erster Grenzkontakt war auch ein Arbeitseinsatz beim Neubau eines GSZ.




Nee, die bereiten das Legen der Minen 1974 im Boizer Bogen vor.


Also mir ist bekannt, das 75 im Boizer Sack,so nannte wir es, bei Zarrentin--Minen geräumt wurden. Und das 2 Leute oder auch 4--zu Absicherung abgestellt wurden. 74/ 75--war meine Dienstzeit dort. Ich erinnere mich deswegen daran, der BGS kreiste mit den Heli da rum und wollte das ganze filmen. Als er abdrehte,erst dann wurden einige Minen gezündet und der Heli war wieder ran..


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06.03.2016 12:00
#19
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1976 - im Abschnitt Rustenfelde, 3.GB/GR - 4, habe ich das mal miterlebt von weiten. Aber nur eine Raupe und ab und an ganz "schöne" Detonationen sehen und hören können.
und was der Witz war, der Abschnitt galt als Minenfrei !

VG H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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06.03.2016 13:16
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#20
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1971 im Abschnitt der GK Eishausen erfolgte die Demontage der Stacheldrahtzäune, später Ersatz durch Streckmetallzäune, gleichzeitig
Räumung der Minen (angeblich Holzgehäuse ) und Ersatz durch Minen mit Plastekörper. Die Absicherung der Arbeiten erfolgte
durch Posten direkt vor der Grenzlinie im Abstand von ca. 100m mit der Waffe im Anschlag.
Man munkelte, sie hätten bei versuchter Flucht ohne Anruf geschossen.
Die Grenzkompanie war an diesen Arbeiten nicht beteiligt.
Gruß-Linna


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06.03.2016 19:36
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#21
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Ich stelle mir gerade vor, was die Ballerrei für unsere Hunde für eine Belastung gewesen sein muss.
Sie standen zwar nicht direkt im Räumgebiet, aber doch nahe dran, bzw. dahinter, dort wo dann nach dem Räumen der Zaun erneuert wurde, da waren keine 500 Meter dazwischen.

Wenn ich mich recht erinnere, hatten die Pios einen eignen Sicherungszug.
Woraus der sich rekrutierte, weiss ich nicht mehr, könnten Kräfte aus dem Regiment gewesen sein, oder möglicherweise auch aus den Hinterlandkompanien.
Ich glaub der Sicherungszug war bei uns in Klettenberg untergebracht, die Pios selber glaube in Schiedungen.


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07.03.2016 00:11
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@Hanum83 , ich war bei der PIK, wir haben nur in "Schwarzkombi" gearbeitet. der Grund, so konnte man uns gleich vom Sicherungszug unterscheiden. Auch haben wir nie mit Stahlhelm gewerkelt. der Sicherungszug war immer aus einem anderen Regiment, so das keine "Absprachen" getätigt werden konnten. Als Beispiel wir PIK I (vom GR I) Mühlhausen, der Sicherungszug war meistens vom GR 4 Heiligenstadt.
Die Minenräumer hatten nur eine "Lederolkombi" und einen Pilothelm (Motoradhelm) mit nachgerüsteten Visier. Es gab da den Verlegeplan, an einem Fixpunkt gingen dann halt Linien nach Rechts X Meter und dann noch vorn X Meter, wenn ich das noch richtig im Plan habe wurde das mit Schnüren gemacht. Im fraglichen Bereich wurde mit den Stangen 8vorn war so etwas wie ein Haken dran) gestochert. Entweder das teil ging hoch oder es wurde TNT mit Zünder versehen und die Mine gesprengt. gefunden wurden auch noch die alten "Zigarrenkisten" (Minen in Holzgehäuse) und die "Bohnerdosen" (runde Kunststoffgehäuse),
Der Minentrupp fuhr mit einem Mannschaftswagen raus und zusätzlich ein Ural mit Technik und dem TNT zum sprengen. der Sprengstoff LKW mußte an einer gesonderten Stelle (auf dem Harsberg, gegen über der Wache) abgestellt werden. Die Objektwache mußte den LKW mit bewachen und es wurden auch die Plomben kontrolliert.
Das Minenräumen war ein harter Job, besonders im Hochsommer. Hitze, Lederol, Handschuhe und Helm mit Visier, da ließ die Konzentration schon mal nach. Manchmal war auf der Heimfahrt einer Blaß und Unruhig, der hatte eine gefunden.........
Ich selber hatte das Glück als Militärkraftfahrer da nicht mitmachen zu müssen und kenne das nur aus abendlichen Gesprächen bei einer Flasche Schmuggelware....


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23.09.2016 18:07
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#23
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Zitat von Ratze im Beitrag #13
Zitat von kirsche.ndh im Beitrag #9
Bei uns in der PIK 4 wurden alle vorher gefragt ob sie "in den Mienen arbeiten wollen".
Keiner wurde dazu gezwungen.
Wers gemacht hat bekam eine kräftige Zulage zum Sold. Wieviel werß ich nicht mehr ????
Die Nachfrage dafür war jedenfalls höher wie der Bedarf.
Ja Geld lockte schon damals und für manche war das was abenteuerliches.

Essen war für alle innenhalb der PIK gleich, nur im Hochsommer bei extremer Hitze haben die eher angefangen und nur bis mittags geräumt.
Dann Feierabend.

Alle anderen hatten da ja Oberkörper frei ( bei großer Hitze ).
Und die armen Schweine den blöden weißen 30 Mark Motorradhelm mit Visier und die Felddienst mit der integrierten Folie als Splitterschutz.
Dann noch ständig auf allen vieren kriechen.
Die schwammen in ihrer eigenen Soße.

Getränke für alle aus den schönen Thermokübeln mit großen Eisstücken drin.

Ich denke meine Erlebnisse in der PIK 4 können dazu einiges klarstellen.
Über andere Einheiten oder Kompanieen kan ich nichts sagen.

Ich kenne einen ehemaligen BU der noch viele Jahre nach der Wende freiwillig an der Grenze Mienen geräumt hat.
Heute ist er Reserveoffizier und wartet sehnsüchtig auf einen Einsatz in Afghanistan.




Die Jungs hatten ganz schön zu schleppen beim Legen wie auch beim Räumen. Hier drei Bilder aus dem Bereich 6. Grenzregiment
|addpics|196-t-8c91.jpg-invaddpicsinvv,196-u-15d9.jpg-invaddpicsinvv,196-v-884b.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|


Auf den beiden rechten Fotos sieht man, wie die Schnüre mit den Sicherungsstiften gezogen bzw. aufgerollt werden. Diese mußten anschließend abgegeben werden und wurden auf Vollzähligkeit (Verlegte Minen) geprüft.


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21.01.2017 11:50 (zuletzt bearbeitet: 21.01.2017 11:56)
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#24
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #23
Zitat von Ratze im Beitrag #13
Zitat von kirsche.ndh im Beitrag #9
Bei uns in der PIK 4 wurden alle vorher gefragt ob sie "in den Mienen arbeiten wollen".
Keiner wurde dazu gezwungen.
Wers gemacht hat bekam eine kräftige Zulage zum Sold. Wieviel werß ich nicht mehr ????
Die Nachfrage dafür war jedenfalls höher wie der Bedarf.
Ja Geld lockte schon damals und für manche war das was abenteuerliches.

Essen war für alle innenhalb der PIK gleich, nur im Hochsommer bei extremer Hitze haben die eher angefangen und nur bis mittags geräumt.
Dann Feierabend.

Alle anderen hatten da ja Oberkörper frei ( bei großer Hitze ).
Und die armen Schweine den blöden weißen 30 Mark Motorradhelm mit Visier und die Felddienst mit der integrierten Folie als Splitterschutz.
Dann noch ständig auf allen vieren kriechen.
Die schwammen in ihrer eigenen Soße.

Getränke für alle aus den schönen Thermokübeln mit großen Eisstücken drin.

Ich denke meine Erlebnisse in der PIK 4 können dazu einiges klarstellen.
Über andere Einheiten oder Kompanieen kan ich nichts sagen.

Ich kenne einen ehemaligen BU der noch viele Jahre nach der Wende freiwillig an der Grenze Mienen geräumt hat.
Heute ist er Reserveoffizier und wartet sehnsüchtig auf einen Einsatz in Afghanistan.




Die Jungs hatten ganz schön zu schleppen beim Legen wie auch beim Räumen. Hier drei Bilder aus dem Bereich 6. Grenzregiment
|addpics|196-t-8c91.jpg-invaddpicsinvv,196-u-15d9.jpg-invaddpicsinvv,196-v-884b.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|


Auf den beiden rechten Fotos sieht man, wie die Schnüre mit den Sicherungsstiften gezogen bzw. aufgerollt werden. Diese mußten anschließend abgegeben werden und wurden auf Vollzähligkeit (Verlegte Minen) geprüft.


Auf dem rechten Foto, an der freundwärtigen Begrenzung der MS66 ist eine kleine Tafel angebracht. Markierte hier wohl das entsprechende Minenfeld in der Gesamtsperre.

Im Bereich Zarrentin wurden 1975, PMP 71 verlegt, dann in 1979/80 geräumt und 1980 PPM-2 dort verlegt.
1980, 65 Minenfelder auf 10 km mit 45 240 Minen PPM-2. Zuvor lagen dort auf der gleichen Länge in 45 MF, 21 743 PMP 71


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11.07.2021 21:03
avatar  Panzer
#25
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Hallo,
habe 1982 in Hoyersburg (GR-24) Mienen ( PMN und PPM-2 ) geräumt. Anzugsordnung Einstrich-keinstrich - mehrlagig , Schutzhelm mit Visier, und Handschuhe.Als Arbeitsmaterial wurden wir ausgestattet mit Suchspitze und Löffel.Genaues Maaß der Stange kann ich nicht mehr sagen ,aber es waren 2,5 oder 3m.Extra Zulagen bekamen wir nicht.Essen und Trinken war Okay


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