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#81

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 14:12
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Hallo Petra, ich muss noch mal fragen weil mich die Thematik interessiert.
Also die DDR-Behörden lehnten nicht nur deinen Übersiedlungsantrag ab, sondern ließen dich auch nicht als DKP-Mitglied zu einer politischen Reise in die DDR einreisen?
Warum das denn, warst du ihnen nicht ganz geheuer, als DKP-Mitglied warst du doch eine Genossin und solltest doch eigentlich willkommen sein.


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#82

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 14:33
von icke46 | 2.851 Beiträge | 1091 Punkte
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So ganz kann ich diese kurzen Äusserungen, die Petra hier gibt, auch nicht nachvollziehen. Aber wir sollten uns wohl in Geduld fassen und auf eine ausführliche Darstellung warten, statt uns hier in alle möglichen Spekulationen zu verstricken.

Mich würde ja auch eine Begründung der neoliberalen Politik der SED interessieren. Das klingt für mich wie eine Gleichsetzung SED = FDP? Aber auch nur Spekulation, also erstmal abwarten.

Gruss

icke



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#83

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 15:37
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Hallo melde mich mal diesbezüglich auch mal zu wort !

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich hatte eine tolle Kindheit !!
Es hat mir an nichts gefehlt ! (Damals)Es wurde alles unternommen ,das es mir gut geht ,dafür hat dieser Staat schon gesorgt.
Da waren Ferienlager ,Arbeitsgemeinschaften,Sportvereine,die fast um sonst waren,egal wie .....toll.
Hatte eine gute Musikalische Ausbildung,(von dieser ich heute noch Profitiere)
ABER: Was fehlte ,Die Freiheit man konnte niemals sagen was man dachte,
(siehe dieses Forum, 80%, der Autoren , wären schon lange im Visier der STASI )
Fazit ist,man kann ein Volk nicht über Jahrzehnte einsperren. heute....!
Ich möchte auch nicht verschweigen ,das mir zb. diese Finaz Oligarchie,die mir völlig gegen den Strich geht und machen machen was sie wollen.
Logisch da platzt einem der Kragen und ....und ....Dennoch !
Habe ich mir die Frage gestellt Hundert tausende sollten die sich so sehr irren?
Gut überlasse ich diesem Forum !!
Komme noch einmal auf Maschinen aus dem Westlichen Ausland zurück.
Auch ich habe mal einen vernünftigen Beruf erlernt und wurde damit auch konfrotiert(in einer Bonbon Fabrik)neueste Maschinen aus Österreich
Fazit: 10 KG Beutel mit hochwertigen Bonbon wurden zu schleuderpreisen (für den Mainzer Karneval)zu einer DM ,fast verschenkt.
Und das gab mir zu denken.
Kann man ja später auch vertiefen.
Ich finde es immer wieder lustig,wenn jemand aus Hörensagen,oder sich aus dem Fenster lehnt ,und eigentlich garnicht weiss wovon er redet um Situationen zu beurteilen,die er nicht erlebt hat.
Ich für meinen Teil habe gelernt,das Materielle Dinge,nur von kurzer Dauer sind.

Ach so das wichtigste hätte fast ich vergessen.

Willkommen Petra !!!!

Würde mich freuen wenn ihr darauf antworten würdet.

Zitat von Rostocker im Beitrag #13
Zitat von berlin3321 im Beitrag #11
Hallo Petra,

auch von mir, dem "Wessi" mit Kontakten in den Osten ein Willkommen.

Hast Du denn bei Deiner Meinung zur beruflichen Perspektive auch bedacht, dass diese zu großen Teilen daran lag, dass die Zeit im Osten mehr oder weniger stehen geblieben war? Statt in die Betriebe zu investieren und zu modernisieren wurde mit aufwändiger Handarbeit produziert, unter dem Aspekt unwirtschaftlich, aber wir brauchen die Devisen.

Im Kapitalismus würde man sagen: Eigentlich schon lange insolvent, aber hier wird ein neues Loch gegraben und mit dem Material ein anderes gestopft. Irgendwann, 1989 waren sie Löcher so groß und zahlreich, dass man einfach nicht mehr mit neu graben und stopfen hinterher kam.

Vermutlich war diese verrückte Grenze eins der größten Löcher.

Nicht si ganz nachvollziehen kann ich die Huldigungen der Kinderbetreuung, da diese nicht neutral geschah. Mehr oder weniger direkt nach der Geburt wurden die mündigen Bürger von morgen der Rotlichtbestrahlung ausgesetzt.

Mfg Berlin


Das kann ich nicht ganz nachvollziehen,habe in einen Betrieb gelernt und gearbeitet.Der auch investiert hat, in der Anschaffung von Maschienen aus den kapitalistischen Ausland.Man sollte nun nicht gleich alles verallgemeinern.

Zu grün 2.---Du musst als Wessi nur noch schreiben,das den ehm.DDR Bürger gleich nach der Geburt der rote Stern auf die Arschbacke eingebrannt wurde.Vielleicht wär das neutral gewesen.

Nun hätte ich es fast vergessen. Petra--Willkommen im Forum



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#84

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:01
von seaman | 3.488 Beiträge | 44 Punkte
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Zitat von grenzgänger81 im Beitrag #83

Ich finde es immer wieder lustig,wenn jemand aus Hörensagen,oder sich aus dem Fenster lehnt ,und eigentlich garnicht weiss wovon er redet um Situationen zu beurteilen,die er nicht erlebt hat.




Dieses war für mich persönlich der wichtigste Satz in deinem statement.

Obwohl,ich finde diese Verhaltensweise nicht lustig,sondern arrogant und überheblich.Mitunter sogar beleidigend.

seaman


zuletzt bearbeitet 06.06.2013 16:03 | nach oben springen

#85

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:07
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hallo Petra, ich muss noch mal fragen weil mich die Thematik interessiert.
Also die DDR-Behörden lehnten nicht nur deinen Übersiedlungsantrag ab, sondern ließen dich auch nicht als DKP-Mitglied zu einer politischen Reise in die DDR einreisen?
Warum das denn, warst du ihnen nicht ganz geheuer, als DKP-Mitglied warst du doch eine Genossin und solltest doch eigentlich willkommen sein.


Grenzwolf du hast zwar recht aber die sache hat einen kleinen haken ,sie wurde nicht von der DKP nach der DDR geschickt.wäre das der fall gewesen wäre sogar eine mitgliedschaft in der SED problemlos erfolgt.


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#86

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von schulzi im Beitrag #85
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hallo Petra, ich muss noch mal fragen weil mich die Thematik interessiert.
Also die DDR-Behörden lehnten nicht nur deinen Übersiedlungsantrag ab, sondern ließen dich auch nicht als DKP-Mitglied zu einer politischen Reise in die DDR einreisen?
Warum das denn, warst du ihnen nicht ganz geheuer, als DKP-Mitglied warst du doch eine Genossin und solltest doch eigentlich willkommen sein.


Grenzwolf du hast zwar recht aber die sache hat einen kleinen haken ,sie wurde nicht von der DKP nach der DDR geschickt.wäre das der fall gewesen wäre sogar eine mitgliedschaft in der SED problemlos erfolgt.


Ich habe das so herausgelesen das Petra in der DKP und doch irgendwie nicht so ganz willkommen war.
Mal schauen ob sie etwas Licht ins Dunkel bringt.


zuletzt bearbeitet 06.06.2013 16:16 | nach oben springen

#87

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:21
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Zitat von Petra im Beitrag #61
Bundeskanzlerin Merkel konnte zu DDR-Zeiten Akademikerin werden. Also sticht das Argument von wegen politischer Einstellung und Uni nicht. Logisch, für eine Vertrauensstellung kam es auf die politische Einstellung an. Ist in jedem Land so. Die normale berufliche Perspektive war gegeben.


@Petra
war sie nicht, habe Ende der 50er Anfang 60er die "Knute des Stalinismus", geschwungen von einem gewissen Herrn Ulbricht, gegen auch die geringsten ideologischen Abweichungen zu spüren kommen. Ich habe letztlich zur Lösung dieses Problems das " Röntgental" der anderen politisch/staatlichen Seite, nämlich Giessen, angesteuert und seitdem gehts mir verdammt gut. Übrigens der Aufenthalt in Giessen ging nicht über Wochen, sondern war nach 7 Tagen beendet. Man hatte einfach das größere Vertrauenspotential in den geflüchteten Menschen, trotzdem man auch untersuchte, wen haben wir denn da vor uns ? Ist der vielleicht auch ein Spion usw. ?


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#88

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:24
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #86
Zitat von schulzi im Beitrag #85
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hallo Petra, ich muss noch mal fragen weil mich die Thematik interessiert.
Also die DDR-Behörden lehnten nicht nur deinen Übersiedlungsantrag ab, sondern ließen dich auch nicht als DKP-Mitglied zu einer politischen Reise in die DDR einreisen?
Warum das denn, warst du ihnen nicht ganz geheuer, als DKP-Mitglied warst du doch eine Genossin und solltest doch eigentlich willkommen sein.


Grenzwolf du hast zwar recht aber die sache hat einen kleinen haken ,sie wurde nicht von der DKP nach der DDR geschickt.wäre das der fall gewesen wäre sogar eine mitgliedschaft in der SED problemlos erfolgt.


Ich habe das so herausgelesen das Petra in der DKP und doch irgendwie nicht so ganz willkommen war.
Mal schauen ob sie etwas Licht ins Dunkel bringt.



Mich interessiert das auch.
Klar war doch,die DKP sollte ihre historische Mission vor Ort erfüllen,also in der Bundesrepuplik.
Theoretisches Rüstzeug vermittelten dazu Schulungen in der DDR .Solidarische Finanzierung für eine Bruderpartei inclusive.
schulzi,waren an deiner BPS DKP/SEW-Mitglieder?

seaman


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#89

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:32
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #86
Zitat von schulzi im Beitrag #85
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hallo Petra, ich muss noch mal fragen weil mich die Thematik interessiert.
Also die DDR-Behörden lehnten nicht nur deinen Übersiedlungsantrag ab, sondern ließen dich auch nicht als DKP-Mitglied zu einer politischen Reise in die DDR einreisen?
Warum das denn, warst du ihnen nicht ganz geheuer, als DKP-Mitglied warst du doch eine Genossin und solltest doch eigentlich willkommen sein.


Grenzwolf du hast zwar recht aber die sache hat einen kleinen haken ,sie wurde nicht von der DKP nach der DDR geschickt.wäre das der fall gewesen wäre sogar eine mitgliedschaft in der SED problemlos erfolgt.


Ich habe das so herausgelesen das Petra in der DKP und doch irgendwie nicht so ganz willkommen war.
Mal schauen ob sie etwas Licht ins Dunkel bringt.



Ein delikater Fall. Die SED und ihre Sicherheitsorgane verlangten für das Staatsgebiet absolute Gefolgschaft und Linientreue. Da kommt nun eine Frau aus dem Westen Deutschlands, die sich zwar als Genossin outete, aber den Sichherheitsorganen in der DDR in höchstem Masse suspekt war.
Denn sie brachten etwas mit, was man überhaupt nicht in der DDR haben wollte. Dieses Löcken gegen den Stachel, diese Aufmüpfigkeit gegen den Staat ( ich erinnere mich noch gut an sie, die Kommunisten in der Bundesrepublik in den 60-er. 70er und folgende Jahre und ihre Rolle in diesem Staat)
Mit anderen Worten, Anhänger de rDKP sollten da bleiben wo sie waren, dort möglichst viel Schaden anrichten und natürlich auch möglichst viele Informationen für die Aufklärung liefern. Das war für die SED viel nützlicher, als den Geist der Freiheit, wenn er auch im Gewand der DKP daher kam, zu importieren.


Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#90

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:37
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Ich sehe schon - Petra braucht nichts mehr zu schreiben, da Gert den Sachverhalt lückenlos aufgeklärt hat.

Warum hält man sich nicht einfach mit Spekulationen zurück, bis sie die ganze Sache ausführlicher dargestellt hat?

Gruss

icke



seaman und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#91

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:39
von schnatterinchen (gelöscht)
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Als mich der freundliche BGS Beamte in Deggendorf fragte ob ich jemanden in der BR Deutschland kennen würde zuckte ich reflexartig innerlich zusammen.
Jetzt bloß keinen ans Messer liefern war mein erster Gedanke.
Dann sagte ich: Neiiiin
Da blickte der Mann mir lange und tief in die Augen lächelte und sagte zu mir "Willkommen in der Bundesrepublik Deutschland"


Gert und linamax haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#92

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:40
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[quote=Petra|p260479]Die hatten kein Interesse an der Aufnahme neuer Bürger. Die taten alles dafür die DDR so darzustellen, wie in der antikommunistischen Propaganda. Die machten die Leute reif für die Werber westlicher Geheimdienste. Denen war doch egal, ob man später als Besucher/in der DDR geschadet hätte oder nicht. Das ist total widersinnig. In meinem Fall wurde ein Verbot für politische Reisen in die DDR ausgesprochen. Privat und als Tourist konnte ich jederzeit in die DDR reisen und alles mögliche anstellen

Sie erzahlt doch, wenn auch Bruchstucke.

1. Falsch. 2. Nochmal falsch. 3. Ganz so bloede sind die westlichen Geheimdienste nicht gewesen bei den DKP Mitgliedern.
Also, so weit wie ich es verstehe, schimpfst Du auf die DDR weil sie Dich nicht hat uebersiedeln lassen. Die Verbot fuer politische Reisen war eine ganz normale Sache. Was habt Ihr geglaubt dort anzustellen, oder war das als Kick gesehen gegen den Westen. Es gab reichlich Chaoten in linken Parteien, mit denen sich die DDR nicht befassen wollten. Und darunter hatten das Nachsehen die, die mit eventuelle 'gutem Glauben' einreisen wollten. So ist das Leben.

@ Gert im Prinzip richtig. Sie war nichts anderes als alle 'Suspekten' und jeder dieser Suspekten hatte dazu unter Umstanden eine eigene Geschichte im Hintergrund.

Das Teil von dem Artikel ist ellenlang und behandelt noch andere Themen. Ich habe das hier ausgesucht:

quote:Rüber in die DDR

Text: Ruth Schink


Mehr als eine halbe Million Bundesbürger wanderten vor dem Mauerfall in die Deutsche Demokratische Republik aus. Ein spannendes Stück Geschichte, das noch weit gehend im Dunkeln liegt.


Die Flucht in den Osten war kein Massenphänomen. Und doch auch kein Einzelschicksal, wie die Statistik zeigt. In jedem Fall aber ein deutsch-deutsches Tabu-Thema. Insgesamt wanderten zwischen der offiziellen Staatsgründung der DDR 1949 und dem Mauerfall 1989 rund 600.000 Menschen von West nach Ost. Viele ließen Arbeitslosigkeit, Schulden, Militärdienst oder unglückliche Ehen hinter sich. Manche flüchteten in die Arme geliebter Menschen oder in den Traum vom Sozialismus. Aber wo kamen sie alle an?

Willkommen im Nirwana

Nirwana ist kein Himmel. Es ist keine greifbare Seligkeit und kein Neubeginn in einer anderen Sphäre. So erklären die Buddhisten „das Auslöschen aller mit der Vorstellung vom Dasein verbundenen Faktoren“. Eine Art Nirwana erwartete folgerichtig die meisten Einreisewilligen in die DDR. Es war ein Willkommen in der sozialistischen Realität der Aufnahmelager – der ersten Anlaufstelle für viele Neubürger.

Zah Röntgental, Schönlinder Straße, Ortsteil Zepernick

Eingezäunt und abgeschottet. Bewacht von Stacheldraht, Kameras und Hunden. Das Prozedere, stets das gleiche. Erste Befragung, Überprüfung der Papiere, Leibesvisitation, Quarantäne. Medizinische Eingangsuntersuchung, erkennungsdienstliche Aufnahme – Daumenabdruck, Lichtbildausweis – die Fotos sprechen Bände.Tägliche Gespräche mit der Kripo oder Stasi. Seitenlange Berichte. Immer und immer wieder. Bis zur Erschöpfung. Fluchtgrund? Vorstrafen? Unheilbare Krankheiten? Mit wem ausgereist? Warum? Kontakt zu BRD-Stellen? Die Suche nach potenziellen Staatsfeinden lässt keine Schlampereien zu.„Das Vorzimmer der neuen Welt“, wie es in den Parteizeitungen heißt, ist auch Gefängnis. Ausweise werden abgenommen. Anrufe überwacht. Kontakt nach außen ist verboten. Volleyball und Kegeln sollen die Zeit vertreiben, Grillabende mit DIA-Vorträgen auf die neue Heimat einschwören. Das Personal bleibt anonym – zu groß das Sicherheitsrisiko, wenn sich ein Insasse als Spitzel erweist. Namen gibt es nicht. „Registriernummer 56, umgehend in die sechste Etage kommen“.

Fünf größere Aufnahmelager mit bis zu 700 Plätzen gab es Mitte der Sechziger in der DDR. Nach dem Mauerbau wurden einige geschlossen. Nur das ZAH, das Zentrale Aufnahmeheim Röntgental bleib. Ein prophetischer Name. Hier wurde man auf seine Republiktauglichkeit durchleuchtet. Die Wochen und Monate in Isolation wurden zur Belastungsprobe. Viele litten unter Lagerkoller, manche nahmen sich das Leben.

Wer endlich in der neuen „Freiheit“ angekommen war, stand noch rund ein Jahr unter Beobachtung der Behörden. Abweichendes Verhalten wurde schnell registriert. West-Ost-Migraten durften aus Sicherheitsgründen in bestimmten Bereichen nicht arbeiten. Selbst Westdeutsche, die seit längerem integriert waren, konnten Positionen und Ämter in der öffentlichen Verwaltung oder der SED nicht erreichen.

Die DDR-Führung stand Zuwanderern aus Prinzip argwöhnisch gegenüber. Viele Einreisewillige wurden abgewiesen. Mit dem Juni-Aufstand 1953 und der folgenden Fluchtwelle in die BRD änderte sich die Situation. Immigranten waren plötzlich willkommen, erhielten finanzielle Unterstützung, günstige Kredite, Wohnung und Arbeit. Vor allem Republikflüchtigen versprach die „Politik des Neuen Kurses“ eine Rückgabe ihres Eigentums sowie völlige Straffreiheit. Eine Kampagne, die Wirkung zeigte. Die meisten BRD-Flüchtlinge waren tatsächlich junge Heimkehrer, die sich im Westen isoliert fühlten und keine passende Arbeit gefunden hatten. Sie hofften auf ein gesichertes Leben in ihrer alten Heimat. Bis 1957 stieg die Zahl der Übersiedler von durchschnittlich 30.000 auf über 70.000 jährlich.
1960 wendete sich das Blatt abermals. Die Berlin-Krise verunsicherte viele potenzielle Rückkehrer. Auch der wachsende Bedarf an Arbeitskräften im Westen und das steigende Sicherheitsbedürfnis im Osten trugen das ihrige zu einer rückläufigen Einwanderung bei. Nach dem Mauerbau sanken die Zahlen weiter. Rund 2.000 Menschen entschieden sich in diesem Jahr noch für ein Leben im sozialistischen Realismus.

Propaganda auf beiden Seiten

Die Behörden der DDR führten penible Wander-Statistiken. Sie unterschieden zwischen „Erstzugängen“, also EX-BRD-Bürgern und „Rückkehrern“, den ehemaligen „Republikflüchtigen“. Andere Nationen wurden in diesem System erst gar nicht erfasst. Meist handelte es sich um Arbeiter aus sozialistischen Bruderstaaten wie Vietnam, Polen oder Mosambik. Mehrfachzählungen, weil unterschiedliche Dienststellen ein- und dieselbe Person extra registrierten waren üblich, Korrekturen aufgrund von Abschiebung oder Rückzug nicht. Generell trug der Kalte Krieg auf beiden Seiten zu geschönten Statistiken im Sinne des jeweils gewünschten Stimmungsbildes bei. Im Systemkonflikt dienten die Zuzügler der politischen Legitimierung. Mit dem „Recht auf Arbeit“, der hohen weiblichen Erwerbsquote, der umfassenden Kinderbetreuung und der Wohnungsgarantie versuchte sich der Osten als das „bessere Deutschland“ zu vermarkten. Die Art der Werbung trieb freilich manchmal sonderbare Blüten. Wie etwa die so genannte Menthol-Zigaretten-Affaire. Am 19. September 1989 titelte das „Neue Deutschland“: „Ich habe erlebt, wie BRD-Bürger gemacht werden!“ Der Ostberliner Hartmut Ferworn („Mitglied der SED, glücklich verheiratet, drei Kinder“) schilderte in dem Artikel, wie er während eines Spazierganges in Budapest von einem Deutschen mit Hilfe einer Menthol-Zigarette betäubt und nach Wien entführt worden sei. Sein Kidnapper habe dafür in der Botschaft der BRD einen „Packen D-Mark-Scheine“ erhalten. Vor Ort fanden sich angeblich viele weitere „Verleitete“. Der gewissenlose Menschenhandel stellte sich später als Falschmeldung heraus, mit der man die vorherrschende Massenflucht Richtung Westen in ein anderes Licht rücken wollte.

Auch auf BRD-Seite wurden Zahlen geschönt und Informationen vertuscht. So wusste die Bildzeitung anno ’74 zu berichten: „Flüchtling um Mitternacht an der Mauer erschossen“. West-Politik, -Öffentlichkeit und -Medien waren entsetzt von der menschenunwürdigen Vorgehensweise der sozialistischen Grenztruppen und moralisierten heftig. Tatsächlich war der Mauerspringer allerdings gar kein DDR-Flüchtling, sondern ein junger Gefreiter der „Kings Own Scottish Borderers“. Sturzbetrunken war er wenige Minuten nach Mitternacht vom Westen aus über die Mauer geklettert, um zu sehen, was auf der anderen Seite los ist. Während der 23-Jährige offiziell totgesagt wurde, lag er bereits bequem und sicher in einem Krankenhausbett im Westen der Stadt – lediglich mit einem vom Warnschuss verletzten Oberschenkel.


Manche der Zuwanderungskampagnen zeigten tatsächlich den gewünschten Effekt. Viele bewirkten gar nichts. Einerseits, weil sie an den realen Bedingungen der Dikta¬tur scheiterten. Andererseits, weil oft die Falschen kamen.

Wer ist ein unsicheres Element?

Das „Rübermachen“ hatte von jeher einen schalen Beigeschmack. Der Verdacht Krimineller, Asozialer, Spitzel oder gar Spion zu sein haftete jedem an, der ins Land kam. Nicht ganz zu unrecht. Ein Blick in die Kriminalitätsstatistik offenbart: Insgesamt waren etwa 38 Prozent der deutsch-deutschen Zuwanderer bereits in der Bundesrepublik straffällig geworden. Rund 10.000 DDR-Bürger sollen weiters zwischen 1949 und 1989 für den Bundesnachrichtendienst (BND) sowie dessen Vorläuferorganisation gearbeitet haben. Nicht alle Kontaktpersonen spionierten allerdings aus Überzeugung für den Klassenfeind – neben Geld sei ebenso Erpressung im Spiel gewesen. Natürlich gab es auch professionelle Westspione, die verdeckt im Osten lebten. Das beweisen unter anderem jene 140 US-Agenten, die Pfingsten 1956 von Volkspolizisten festgenommen wurden. Die Enttarnung dieses MID-Netzwerkes (Military Intelligence Divison) ist Hans Wax zu verdanken – ebenfalls ein freiwillig zugereister Wessie, der 1961 in den Osten kam, um dort zum berüchtigten Stasi-Spitzel und Menschenräuber Nummer Eins zu werden. quote End


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.06.2013 16:43 | nach oben springen

#93

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:46
von Gert | 14.080 Beiträge | 7003 Punkte
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Zitat von icke46 im Beitrag #90
Ich sehe schon - Petra braucht nichts mehr zu schreiben, da Gert den Sachverhalt lückenlos aufgeklärt hat.

Warum hält man sich nicht einfach mit Spekulationen zurück, bis sie die ganze Sache ausführlicher dargestellt hat?

Gruss

icke




icke das sind keine Spekukationen sondern z.T. aus meiner Lebenserfahrung geschöpfte Argumente. Ich kenne sie, glaub mir das.Ich habe mit meinem Post nicht alleinstehend den Fall Petra bewertet oder kritisiert, sondern eher beschrieben wie diese Typen tickten, ganz allgemein. Wesentliches Merkmal des kommunistischen Staates ist der Generalverdacht gegen alles und jeden, bis das Gegenteil bewiesen ist. Die haben doch im Poltibüro und den nachgeordneten Büros jeden Morgen die Finger nachgezählt, ob sie noch 10 haben. Mit dieser flapsigen Bemerkung möchte ich das abgrundtiefe Misstrauen dieses Regimes gegen sein Bürger beschreiben. Das habe sie von den Russen gelernt, denen das offenbar in die Wiege gelegt ist.


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#94

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:51
von icke46 | 2.851 Beiträge | 1091 Punkte
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Ich meinte jetzt auch nicht so sehr das, was Du auf das Misstrauen der SED geschrieben hast, sondern eher Deine Spekulation, weshalb Petra den Leuten als (wie ich annehme) DKP-Mitglied suspekt war. Das kann sie eigentlich nur selber darstellen.

Mir persönlich waren zum Beispiel eine ganze Anzahl DKP-Mitglieder bekannt, und die würde ich nicht unbedingt im links-alternativen oder anarchistischen Spektrum (oder welche Schublade man sonst nehmen möchte) ansiedeln.

Gruss

icke



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#95

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:51
von Petra | 81 Beiträge | 1 Punkte
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Ich bin nicht darüber aufgeklärt worden, dass ein offizielles Einverständnis der DKP für eine Übersiedlung vorliegen musste. Das war bei mir nicht der Fall. Beim Übersiedlungsantrag, der von einem netten Beamten aufgenommen wurde, habe ich Kritik an der DKP geübt, die politische Lage beschrieben, die noch heute, mit Ausnahme der Passage über die "Grünen", aktuell ist. Da kein Einverständnis der DKP vorlag, wurde die Zuständigkeit von der Partei ans Heim übergeben. Rückblickend muss ich sagen, dass eine Übersiedlugng zum damaligen Zeitpunkt unrealistisch war. Wäre man reel vorgegangen, hätte der Übersiedlungsantrag an die zuständige Stelle der Partei geschickt werden müssen und ich wieder in die BRD, um mit der DKP über diese Punkte zu sprechen. Stattdessen wurde ich durch eine "Psychomühle" gedreht. Die Papiere enthalten viel Text und sind schwer zu durchschauen. Als ich die Papiere bekam, habe ich mich mit Armin Neumann vom "RotFuchs" (Armin Neumann ist zwischenzeitlich verstorben), der MfS-Angehöriger war, telefonisch(ich war noch nicht im Besitz von Internet) darüber ausgetauscht. Er sagte mir, dass die DKP die entscheidende Rolle gespielt hat. Ich konnte das nicht erkennen. Armin wollte mich beruhigen von wegen ich solle vergessen usw. Es geht doch nicht um mich, sondern darum, dass diese Institution gegen die Interessen ihres Auftraggebers, des Staates DDR, gehandelt hat. Später habe ich mich mit Ingo Imm , den ich von "Facebook" her kenne, ausgetauscht. Er ist zum selben Ergebnis gekommen. Mitten in dem Textwust habe ich den Hinweis erkannt, dass tätsächlich die Rolle der DKP entscheidend war.Seitens des Kriminalbeamten hieß es, ich sollte nochmal zurückfahren, letzte Erledigungen besorgen und aus der DKP austreten, um dann Januar 1983 wiederzukommen. Als ich dies versuchte, wurde ich direkt an der Grenze zurückgeschickt. Ich glaubte bislang, dass ich angelogen wurde. Aus den Papieren habe ich entnommen, dass zwischenzeitlich ein Brief an die Partei geschrieben wurde, der mich in den düstersten Farben schildert. Da war auch das Hausverbot für das Heim und das Verbot für politische Reisen enthalten. Das ist über das Innenministerium, nicht über das MfS gelaufen. Das Datum war strategisch gewählt. Der 23. Dezember 1982, also ein Tag vor Weihnachten. Vermutlich war der zuständige Genosse in Urlaub und fand Januar 1983 einen vollen Schreibtisch vor. So hat er diesen Brief pro forma bestätigt. Ich erinnere mich dunkel an diesen Genossen. Persönlich hatte ich nichts mit ihm zu tun. Bei Besuchen kam er nur kurz vorbei. Wir nannten ihn "alter Vater". Er war der Chef für die Beziehung der SED Bezirk Potsdam mit der DKP-Rheinland-Pfalz. Der Kriminalbeamte erkannte vermutlich, dass die DKP mich "in die Pfanne gehauen" hat. Vermutlich wurde er von seinen Vorgesetzten ausgebremst.

Zitat von seaman im Beitrag #88
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #86
Zitat von schulzi im Beitrag #85
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #81
Hallo Petra, ich muss noch mal fragen weil mich die Thematik interessiert.
Also die DDR-Behörden lehnten nicht nur deinen Übersiedlungsantrag ab, sondern ließen dich auch nicht als DKP-Mitglied zu einer politischen Reise in die DDR einreisen?
Warum das denn, warst du ihnen nicht ganz geheuer, als DKP-Mitglied warst du doch eine Genossin und solltest doch eigentlich willkommen sein.


Grenzwolf du hast zwar recht aber die sache hat einen kleinen haken ,sie wurde nicht von der DKP nach der DDR geschickt.wäre das der fall gewesen wäre sogar eine mitgliedschaft in der SED problemlos erfolgt.


Ich habe das so herausgelesen das Petra in der DKP und doch irgendwie nicht so ganz willkommen war.
Mal schauen ob sie etwas Licht ins Dunkel bringt.



Mich interessiert das auch.
Klar war doch,die DKP sollte ihre historische Mission vor Ort erfüllen,also in der Bundesrepuplik.
Theoretisches Rüstzeug vermittelten dazu Schulungen in der DDR .Solidarische Finanzierung für eine Bruderpartei inclusive.
schulzi,waren an deiner BPS DKP/SEW-Mitglieder?

seaman


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#96

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 16:53
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hallo seaman darüber kann ich dir leider keine auskunft geben ,jeden fals ist mir nichts bekannt.könnte mir aber vorstellen das jene genossen gesondert geschult wurden.


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#97

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 17:12
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Zitat von Gert im Beitrag #93
Zitat von icke46 im Beitrag #90
Ich sehe schon - Petra braucht nichts mehr zu schreiben, da Gert den Sachverhalt lückenlos aufgeklärt hat.

Warum hält man sich nicht einfach mit Spekulationen zurück, bis sie die ganze Sache ausführlicher dargestellt hat?

Gruss

icke




icke das sind keine Spekukationen sondern z.T. aus meiner Lebenserfahrung geschöpfte Argumente. Ich kenne sie, glaub mir das.Ich habe mit meinem Post nicht alleinstehend den Fall Petra bewertet oder kritisiert, sondern eher beschrieben wie diese Typen tickten, ganz allgemein. Wesentliches Merkmal des kommunistischen Staates ist der Generalverdacht gegen alles und jeden, bis das Gegenteil bewiesen ist. Die haben doch im Poltibüro und den nachgeordneten Büros jeden Morgen die Finger nachgezählt, ob sie noch 10 haben. Mit dieser flapsigen Bemerkung möchte ich das abgrundtiefe Misstrauen dieses Regimes gegen sein Bürger beschreiben. Das habe sie von den Russen gelernt, denen das offenbar in die Wiege gelegt ist.




Nur der letzte Satz war vollig ueberflussig Gertchen. Das haben sie beigebracht sich selber in der DDR. Nicht Russland nur die Schuld geben, das DDR System hat einiges selber auf die Beine gestellt. Und heute, nachdem ich sehr viele Infos bekommen habe ueber den deutschen 'Gaben' und Unzulanglichkeiten, sprich mit HartzIV und sonstigen 'Gepflogenheiten' wie es ablauft in Deutschland, denke ich muesste ein abgrundtiefes Misstrauen der deutschen Regierung gegen seine Buerger bestehen. Und auf die, die sich auf Kosten anderer einen schoenen Lenz machen, wenn andere sich die Finger wundarbeiten fuer Butterbrot ohne Ei jahrelang.
Imperialismus permagnus, eine Regierung, die nicht mehr den Uberblick hat und sich nicht hineintraut in den Dschungel, und an die, die sich widerrechtlich an Mutter Heimat Brust sich laben wollen und nicht merken, dass sie in einer Lawine sitzen, die unaufhorlich ins Tal rollt und dabei erschwerten Bedingungen fuer die Arbeitende Menschen verursachen. Auswandern kann Mann/Frau ueberall hin. Ob Mann/Frau bleiben darf dort in dem erwahlten Paradies, das steht auf einer anderen Liste. So war es auch in der DDR.


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#98

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 17:13
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Zitat von schulzi im Beitrag #96
hallo seaman darüber kann ich dir leider keine auskunft geben ,jeden fals ist mir nichts bekannt.könnte mir aber vorstellen das jene genossen gesondert geschult wurden.


Ja gesonderte Schulungen und Lehrgänge denke ich überwiegend auch.Ähnlich wie Symposien mit skandinavischen Genossen/Gewerkschaftern im Bezirk Rostock.
Aber auch an BPS waren vereinzelt Bundesbürger/Westberliner.

seaman


harald148 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.06.2013 17:15 | nach oben springen

#99

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 17:36
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Zitat von Larissa im Beitrag #97
Zitat von Gert im Beitrag #93
Zitat von icke46 im Beitrag #90
Ich sehe schon - Petra braucht nichts mehr zu schreiben, da Gert den Sachverhalt lückenlos aufgeklärt hat.

Warum hält man sich nicht einfach mit Spekulationen zurück, bis sie die ganze Sache ausführlicher dargestellt hat?

Gruss

icke




icke das sind keine Spekukationen sondern z.T. aus meiner Lebenserfahrung geschöpfte Argumente. Ich kenne sie, glaub mir das.Ich habe mit meinem Post nicht alleinstehend den Fall Petra bewertet oder kritisiert, sondern eher beschrieben wie diese Typen tickten, ganz allgemein. Wesentliches Merkmal des kommunistischen Staates ist der Generalverdacht gegen alles und jeden, bis das Gegenteil bewiesen ist. Die haben doch im Poltibüro und den nachgeordneten Büros jeden Morgen die Finger nachgezählt, ob sie noch 10 haben. Mit dieser flapsigen Bemerkung möchte ich das abgrundtiefe Misstrauen dieses Regimes gegen sein Bürger beschreiben. Das habe sie von den Russen gelernt, denen das offenbar in die Wiege gelegt ist.




Nur der letzte Satz war vollig ueberflussig Gertchen. Das haben sie beigebracht sich selber in der DDR. Nicht Russland nur die Schuld geben, das DDR System hat einiges selber auf die Beine gestellt. Und heute, nachdem ich sehr viele Infos bekommen habe ueber den deutschen 'Gaben' und Unzulanglichkeiten, sprich mit HartzIV und sonstigen 'Gepflogenheiten' wie es ablauft in Deutschland, denke ich muesste ein abgrundtiefes Misstrauen der deutschen Regierung gegen seine Buerger bestehen. Und auf die, die sich auf Kosten anderer einen schoenen Lenz machen, wenn andere sich die Finger wundarbeiten fuer Butterbrot ohne Ei jahrelang.
Imperialismus permagnus, eine Regierung, die nicht mehr den Uberblick hat und sich nicht hineintraut in den Dschungel, und an die, die sich widerrechtlich an Mutter Heimat Brust sich laben wollen und nicht merken, dass sie in einer Lawine sitzen, die unaufhorlich ins Tal rollt und dabei erschwerten Bedingungen fuer die Arbeitende Menschen verursachen. Auswandern kann Mann/Frau ueberall hin. Ob Mann/Frau bleiben darf dort in dem erwahlten Paradies, das steht auf einer anderen Liste. So war es auch in der DDR.


@Larissa


Ich weiss, Larissalein, dass dir meine Einstellung zu den Russen nicht gefällt war auch nicht persönlich gemeint ( Kolateralschaden). Sie waren auch nicht die Ursache allen Übels in der DDR, die ostdeutschen Genossen hatte ausreichend Fantasie, "wie man den Menschen das Leben schwer macht"
Aber als Gott das Misstrauen unter den Menschen verteilte , haben sie, die Russen, 2 x " Hier " gerufen, isn't it ?


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#100

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 06.06.2013 18:07
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Zitat von Gert im Beitrag #99
Zitat von Larissa im Beitrag #97
Zitat von Gert im Beitrag #93
Zitat von icke46 im Beitrag #90
Ich sehe schon - Petra braucht nichts mehr zu schreiben, da Gert den Sachverhalt lückenlos aufgeklärt hat.

Warum hält man sich nicht einfach mit Spekulationen zurück, bis sie die ganze Sache ausführlicher dargestellt hat?

Gruss

icke




icke das sind keine Spekukationen sondern z.T. aus meiner Lebenserfahrung geschöpfte Argumente. Ich kenne sie, glaub mir das.Ich habe mit meinem Post nicht alleinstehend den Fall Petra bewertet oder kritisiert, sondern eher beschrieben wie diese Typen tickten, ganz allgemein. Wesentliches Merkmal des kommunistischen Staates ist der Generalverdacht gegen alles und jeden, bis das Gegenteil bewiesen ist. Die haben doch im Poltibüro und den nachgeordneten Büros jeden Morgen die Finger nachgezählt, ob sie noch 10 haben. Mit dieser flapsigen Bemerkung möchte ich das abgrundtiefe Misstrauen dieses Regimes gegen sein Bürger beschreiben. Das habe sie von den Russen gelernt, denen das offenbar in die Wiege gelegt ist.




Nur der letzte Satz war vollig ueberflussig Gertchen. Das haben sie beigebracht sich selber in der DDR. Nicht Russland nur die Schuld geben, das DDR System hat einiges selber auf die Beine gestellt. Und heute, nachdem ich sehr viele Infos bekommen habe ueber den deutschen 'Gaben' und Unzulanglichkeiten, sprich mit HartzIV und sonstigen 'Gepflogenheiten' wie es ablauft in Deutschland, denke ich muesste ein abgrundtiefes Misstrauen der deutschen Regierung gegen seine Buerger bestehen. Und auf die, die sich auf Kosten anderer einen schoenen Lenz machen, wenn andere sich die Finger wundarbeiten fuer Butterbrot ohne Ei jahrelang.
Imperialismus permagnus, eine Regierung, die nicht mehr den Uberblick hat und sich nicht hineintraut in den Dschungel, und an die, die sich widerrechtlich an Mutter Heimat Brust sich laben wollen und nicht merken, dass sie in einer Lawine sitzen, die unaufhorlich ins Tal rollt und dabei erschwerten Bedingungen fuer die Arbeitende Menschen verursachen. Auswandern kann Mann/Frau ueberall hin. Ob Mann/Frau bleiben darf dort in dem erwahlten Paradies, das steht auf einer anderen Liste. So war es auch in der DDR.


@Larissa


Ich weiss, Larissalein, dass dir meine Einstellung zu den Russen nicht gefällt war auch nicht persönlich gemeint ( Kolateralschaden). Sie waren auch nicht die Ursache allen Übels in der DDR, die ostdeutschen Genossen hatte ausreichend Fantasie, "wie man den Menschen das Leben schwer macht"
Aber als Gott das Misstrauen unter den Menschen verteilte , haben sie, die Russen, 2 x " Hier " gerufen, isn't it ?




Nein Gertchen, das haben sie nicht, sie sind ein sehr unterwurfiges, und sehr sehr friendliebendes Volkchen! Und das schon immer gewesen, und ausserdem ein sehr stark maltraetiertes Volk in allen Belangen. Ich habe gelernt, das Kolateralschaden hinzunehmen inzwischen ohne gleich die Stiefel anzuziehen fuer mein Volk! Es gab 'die' Russen, die alles vermasselt haben fur das Volk, die gibt es ja, angefangen von einem Zaren, der liess seine Kinder verhungern. Aber da wollen wir heute nicht hin. Wir haben noch nicht die Moeglichkeit gehabt uns ueber das System der DDR zu unterhalten, leider. Und Du weisst, dass ich unter dieser unruhmlichen Fahne laufen muss hier. Trotzdem, die DDR war fuer mich der bessere deutsche Staat und ich hatte kein Problem, DDR Buerger und auch nicht Russin zu werden.*** Das System ist ein anderes Thema. Und die Russen, die ueberlegen sich heute dreimal, ob sie einmal hier rufen! Das Volk, wie in der BRD, ist das Volk, wie in Russland - und nicht die Macht.
Lieben Gruss, Larissa
habt Ihr geschaut gestern Unternehmen Barbarossa, habe ich schon einiges gesehen, aber so habe ich noch nicht gesehen, was alles die Russen hinnehmen mussten von der deutschen Besatzung. Oh, wir laufen aus dem Rudern, das sich OT nennt, sind wir doch bei der vor Dekaden nicht angenommenen Westbuergern in Ostdeutschland.

@***alle, Nachtrag, natuerlich ist mir der Unterschied zu Petra klar in meinem Fall. Muss mir nicht gesagt werden.


zuletzt bearbeitet 06.06.2013 18:17 | nach oben springen



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