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#201

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 18:39
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Da das MfS Aussiedler erfolgreich im Westen platzierte, wussten sie sicher auch, wonach sie Suchen mussten, bei Wanderern in die Gegenrichtung.

Nachdem ich die DKP hier im Osten erlebt habe , wundere ich mich nicht mehr, warum sie in den vielen Jahren so unwirksam war, trotz der vielen DM der soz. Brüder im Osten. Das es die AK war, die den Kapitalismus zurück wollte, hatten die gar nicht realisiert.


Petra hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#202

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 21:32
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #198
[quote=Petra|p262513]Es geht nicht um mich und meinen Frieden, sondern dass es niemanden interessiert, dass Röntgental sich die DDR-Gegner selber erschaffen hat. Bei allem Psychostress ist das bei mir nicht gelungen. Mir ist bewusst, dass ein Übersiedlungsantrag damals unrealistisch war. Insbesondere weil kein Einverständnis der DKP vorlag. Doch anstatt mich zur minderwertigen Person zu machen, hätte anstatt später der böse Brief, der Übersiedlungsantrag an die SED-Bezirksleitung nach Potsdam geschickt werden müssen. Man hätte mir raten müssen sofort in die BRD zurückzukehren, um mit der DKP über den Übersiedlungsantrag zu sprechen. Wenn die DKP sich um die Kritikpunkte gekümmert hätte, wäre ein Neuanfang in der Heimat gemacht worden. Noch nicht erwähnt habe ich meinen Begleiter, der mich zu übereiltem Handeln drängte und sich während des Aufenthalts im Heim als Heiratsschwindler entpuppte. Ich trennte mich von ihm. Dies wurde auch aktenkundig gemacht. doch er und ich wurden noch in alle Ewigkeit als Paar behandelt.
Als ich 1987 in Dresden meinen Mann kennenlernte, wollten wir unseren gemeinsamen WohnItz in der DDR nehmen.Doch ich wurde wieder wie der letzte Dreck behandelt. Man richtete sich nach dem Archivtext aus Potsdam. Mein Mann stellte einen Ausreiseantrag, der genehmigt worden ist. Doch da kam schon die Wende und das Ende.




Kalter Krieg hin oder her. Letztendlich geht es einem doch um das eigene Leben, das man in diesem oder jenem Land verbringen möchte.
Hat das keiner von den DKP Funktionären in der westdeutschen Provinz kapiert?
Kommt mir vor wie in einer Sekte dieses rücksichtslose Gebaren.
Deine Vermutung das Prozedere in Röntgental ist nicht von den DDR Behörden abgesegnet worden, kann ich mir nicht vorstellen.
Du weißt doch sicher auch ,deutsches Beamtentum. Und das hat in der DDR auch vorzüglich funktioniert.


zuletzt bearbeitet 12.06.2013 21:38 | nach oben springen

#203

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 21:37
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In diese Richtung ist meine Kritik im Übersiedlungsantrag gegangen. Da habe ich wohl "in ein Wespennest gestochen". Die DKP-Funktionäre hatten vermutlich Angst um ihren "warmen Platz" und haben dann mit der Dreckschleuder zurückgeschlagen. Röntgental, wie auch Potsdam, sei es die SED-Bezirksleitung oder die zuständige MfS-Stelle haben sich auf die DKP verlassen und keine eigenen Nachprüfungen angestellt.

Zitat von damals wars im Beitrag #201
Da das MfS Aussiedler erfolgreich im Westen platzierte, wussten sie sicher auch, wonach sie Suchen mussten, bei Wanderern in die Gegenrichtung.

Nachdem ich die DKP hier im Osten erlebt habe , wundere ich mich nicht mehr, warum sie in den vielen Jahren so unwirksam war, trotz der vielen DM der soz. Brüder im Osten. Das es die AK war, die den Kapitalismus zurück wollte, hatten die gar nicht realisiert.


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#204

RE: Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 21:40
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Ich denke, dass aufgrund des kalten Krieges Röntgental eine Sonderstellung hatte und im rechtsfreien Raum agierte. Irgendwann ist das Ganze außer Kontrolle geraten.

Zitat von Petra im Beitrag #202
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #198
[quote=Petra|p262513]Es geht nicht um mich und meinen Frieden, sondern dass es niemanden interessiert, dass Röntgental sich die DDR-Gegner selber erschaffen hat. Bei allem Psychostress ist das bei mir nicht gelungen. Mir ist bewusst, dass ein Übersiedlungsantrag damals unrealistisch war. Insbesondere weil kein Einverständnis der DKP vorlag. Doch anstatt mich zur minderwertigen Person zu machen, hätte anstatt später der böse Brief, der Übersiedlungsantrag an die SED-Bezirksleitung nach Potsdam geschickt werden müssen. Man hätte mir raten müssen sofort in die BRD zurückzukehren, um mit der DKP über den Übersiedlungsantrag zu sprechen. Wenn die DKP sich um die Kritikpunkte gekümmert hätte, wäre ein Neuanfang in der Heimat gemacht worden. Noch nicht erwähnt habe ich meinen Begleiter, der mich zu übereiltem Handeln drängte und sich während des Aufenthalts im Heim als Heiratsschwindler entpuppte. Ich trennte mich von ihm. Dies wurde auch aktenkundig gemacht. doch er und ich wurden noch in alle Ewigkeit als Paar behandelt.
Als ich 1987 in Dresden meinen Mann kennenlernte, wollten wir unseren gemeinsamen WohnItz in der DDR nehmen.Doch ich wurde wieder wie der letzte Dreck behandelt. Man richtete sich nach dem Archivtext aus Potsdam. Mein Mann stellte einen Ausreiseantrag, der genehmigt worden ist. Doch da kam schon die Wende und das Ende.




Kalter Krieg hin oder her. Letztendlich geht es einem doch um das eigene Leben, das man in diesem oder jenem Land verbringen möchte.
Hat das keiner von den DKP Funktionären in der westdeutschen Provinz kapiert?
Kommt mir vor wie in einer Sekte dieses rücksichtslose Gebaren.
Deine Vermutung das Prozedere in Röntgental ist nicht von den DDR Behörden abgesegnet worden, kann ich mir nicht vorstellen.
Du weißt doch sicher auch ,deutsches Beamtentum. Und das hat in der DDR auch vorzüglich funktioniert.




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#205

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.06.2013 21:45
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Zitat von damals wars im Beitrag #201
Da das MfS Aussiedler erfolgreich im Westen platzierte, wussten sie sicher auch, wonach sie Suchen mussten, bei Wanderern in die Gegenrichtung.

Nachdem ich die DKP hier im Osten erlebt habe , wundere ich mich nicht mehr, warum sie in den vielen Jahren so unwirksam war, trotz der vielen DM der soz. Brüder im Osten. Das es die AK war, die den Kapitalismus zurück wollte, hatten die gar nicht realisiert.


Rot: Durch die Gewerkschaftstätigkeit in den 50ern hatten meine Eltern auch private Freundschaft zu einem DKP-Mitglied geschlossen. Sie, also er und seine Frau und später auch ihr Sohn, besuchten uns etliche mal. Es wurde abends immer heiß diskutiert. Mein Vater als Mann der Wirtschaft mit Stadtverordneten,- Gewerkschafts- und "realsozialistischen" Erfahrungen und mit SPD-Wurzeln elterlicherseits auf der einen Seite, der überzeugte Kommunist mit einer Menge Idealen auf der anderen Seite. Wenn ich mich so erinnere, hat das Häuflein DKP-Mitglieder vor allem in der Wirtschaftswunderzeit und auch danach, als bei Vielen drüben der Abwärtstrend bei den Unterschichten und das Aufklappen der sozialen Schere noch nicht richtig in´s Bewußtsein vorgedrungen war, auf verlorenem Posten gestanden.



Petra hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#206

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 10:49
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Das habe ich schon damals erkannt. Das steht auch im Übersiedlungsantrag. Er beinhaltet Kritik an der DKP und die damalige politische Situation in der BRD. Der Antrag wurde von einem freundlichen Beamten aufgenommen. Übrigens ist die politische Situation, mit Ausnahme der Passage über die GRÜNEN immer noch aktuell. Ja, was die Arbeitswelt betrifft sogar schlimmer geworden. Mir ist bewusst, dass eine Übersiedlung zum damaligen Zeitpunkt unrealistisch war. Der Übersiedlungsantrag hätte an die Bezirksleitung der SED Potsdam, Abt. Westarbeit geschickt werden müssen und mir hätte man zur freiwilligen Rückkehr raten müssen, um die Punkte mit der DKP zu besprechen. Stattdessen folgte das Prozedere mit der psychologischen Manipulation. Ich erinnere mich, dass das Parteibuch im Kriminallabor auf Echtheit überprüft worden ist. Es hat sich selbstverständlich als echt herausgestellt. Da es alleine in Rheinland-Pfalz einen Wasserkopf von hauptamtlichen Funktionären gab, welche von der DDR finanziert wurden, war meine Kritik vermutlich ein "Stich ins Wespennest". Nur so kann ich mir das rüchklichtslose Gebahren vorstellen. Obwohl mit einer Ausnahme, die damals Verantwortlichen 1989/90 aus der DKP ausgetreten sind, stehen die verbliebenen Mitwisser nach hinter deren rücksichtslosen Gebahren. Noch in jüngster Zeit ist mir klargemacht worden, das man es ablehnt mich zu rehabilitieren. Teils will man mich nicht mehr, bzw. nur noch flüchtig kennen, der verbliebene Hauptverantwortliche redet nicht mehr mit mir, insbesondere seit mir der Inhalt der Papiere bekannt ist. Dabei wäre es doch interessant zu erforschen, warum das Heim in Sachen Sozialdedektivarbeit, der Zeit voraus war und Forderungen heutiger Neoliberaler bereits damals erfüllte. Wie passt das mit dem Kampf gegen Sozialabbau und Neoliberalismus heute zusammen? Hier macht sich die DKP unglaubwürdig.

Zitat von damals wars im Beitrag #201
Da das MfS Aussiedler erfolgreich im Westen platzierte, wussten sie sicher auch, wonach sie Suchen mussten, bei Wanderern in die Gegenrichtung.

Nachdem ich die DKP hier im Osten erlebt habe , wundere ich mich nicht mehr, warum sie in den vielen Jahren so unwirksam war, trotz der vielen DM der soz. Brüder im Osten. Das es die AK war, die den Kapitalismus zurück wollte, hatten die gar nicht realisiert.


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#207

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 10:56
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Das habe ich schon damals erkannt. Das steht auch im Übersiedlungsantrag. Er beinhaltet Kritik an der DKP und die damalige politische Situation in der BRD. Der Antrag wurde von einem freundlichen Beamten aufgenommen. Übrigens ist die politische Situation, mit Ausnahme der Passage über die GRÜNEN immer noch aktuell. Ja, was die Arbeitswelt betrifft sogar schlimmer geworden. Mir ist bewusst, dass eine Übersiedlung zum damaligen Zeitpunkt unrealistisch war. Der Übersiedlungsantrag hätte an die Bezirksleitung der SED Potsdam, Abt. Westarbeit geschickt werden müssen und mir hätte man zur freiwilligen Rückkehr raten müssen, um die Punkte mit der DKP zu besprechen. Stattdessen folgte das Prozedere mit der psychologischen Manipulation. Ich erinnere mich, dass das Parteibuch im Kriminallabor auf Echtheit überprüft worden ist. Es hat sich selbstverständlich als echt herausgestellt. Da es alleine in Rheinland-Pfalz einen Wasserkopf von hauptamtlichen Funktionären gab, welche von der DDR finanziert wurden, war meine Kritik vermutlich ein "Stich ins Wespennest". Nur so kann ich mir das rüchklichtslose Gebahren vorstellen. Obwohl mit einer Ausnahme, die damals Verantwortlichen 1989/90 aus der DKP ausgetreten sind, stehen die verbliebenen Mitwisser nach hinter deren rücksichtslosen Gebahren. Noch in jüngster Zeit ist mir klargemacht worden, das man es ablehnt mich zu rehabilitieren. Teils will man mich nicht mehr, bzw. nur noch flüchtig kennen, der verbliebene Hauptverantwortliche redet nicht mehr mit mir, insbesondere seit mir der Inhalt der Papiere bekannt ist. Dabei wäre es doch interessant zu erforschen, warum das Heim in Sachen Sozialdedektivarbeit, der Zeit voraus war und Forderungen heutiger Neoliberaler bereits damals erfüllte. Wie passt das mit dem Kampf gegen Sozialabbau und Neoliberalismus heute zusammen? Hier macht sich die DKP unglaubwürdig.quote=DoreHolm|p262729]

Zitat von damals wars im Beitrag #201
Da das MfS Aussiedler erfolgreich im Westen platzierte, wussten sie sicher auch, wonach sie Suchen mussten, bei Wanderern in die Gegenrichtung.

Nachdem ich die DKP hier im Osten erlebt habe , wundere ich mich nicht mehr, warum sie in den vielen Jahren so unwirksam war, trotz der vielen DM der soz. Brüder im Osten. Das es die AK war, die den Kapitalismus zurück wollte, hatten die gar nicht realisiert.


Rot: Durch die Gewerkschaftstätigkeit in den 50ern hatten meine Eltern auch private Freundschaft zu einem DKP-Mitglied geschlossen. Sie, also er und seine Frau und später auch ihr Sohn, besuchten uns etliche mal. Es wurde abends immer heiß diskutiert. Mein Vater als Mann der Wirtschaft mit Stadtverordneten,- Gewerkschafts- und "realsozialistischen" Erfahrungen und mit SPD-Wurzeln elterlicherseits auf der einen Seite, der überzeugte Kommunist mit einer Menge Idealen auf der anderen Seite. Wenn ich mich so erinnere, hat das Häuflein DKP-Mitglieder vor allem in der Wirtschaftswunderzeit und auch danach, als bei Vielen drüben der Abwärtstrend bei den Unterschichten und das Aufklappen der sozialen Schere noch nicht richtig in´s Bewußtsein vorgedrungen war, auf verlorenem Posten gestanden.
[/quote]


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#208

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 11:00
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Es wurde nach dem Motto: "Das Boot ist voll" verfahren. Die psychologische Manipulation diente nicht dem Schutz der DDR. Das Heim produzierte die DDR-Gegner selber. Warum? Darüber grübele ich ständig nach.

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #185
Wieso Psychopharmaka und warum Manipulation?Zu was sollten die Insassen manipuliert werden? Wer sind denn die Kulturfrauen?


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#209

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 11:04
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Mein Bericht ist fertig. Da meine "Geschichte" unendlich ist, beschränke ich mich auf einen Kurzbericht.


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#210

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 13:15
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Hallo Petra,

es fällt mir einigermaßen schwer, deine Geschichte "faktisch" zu verstehen.
Offensichtlich ist dir aber von mehreren Seiten übel mitgespielt worden, das tut mir sehr Leid.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du als damalige Bundesdeutsche Linke in einem ziemlichen Macho-Haufen gelandet bist?
Zwar kenne ich die DKP nicht, aber was mir Kommilitoninnen zum Beispiel vom MSB Spartakus erzählt haben, deren Mitglieder sie waren, hörte sich das nicht gerade nach Gleichberechtigung der Geschlechter an. Das gleiche galt für die sog 68er-Generation, deren Protagonisten ausschließlich männlich waren.
Die für eine gesellschaftliche Emanzipation notwendige Geschlechter-Emanzipation wurde im Westen erst durch die sog „Frauenbewegung“ in den 70er Jahren angestoßen.
Bist du vielleicht einfach als Frau nicht ernst genommen worden von den linken Genossen?

Deine Schilderungen über das Aufnahmeheim der DDR hört sich für mich einfach nur nach Horror an. Du hast ja ganz offensichtlich eine politische Heimat gesucht und mir scheint es, als seiest du zwischen alle „Fronten“ geraten und weder als (politischer) Mensch noch als Frau ernst genommen worden - weder im Westen noch im Osten, auch nicht auf der ganz persönlichen Ebene, s. „Heiratsschwindler“.

Mir scheint, dass all deine Erlebnisse noch enorm in dir wühlen und du nach einem „Sinn“ für all das Erlebte suchst. Das kann ich gut verstehen, denn „Sinnlosigkeit“ ist sicher das am schwersten zu Ertragende im Verlaufe unseres Lebens.
Wahrscheinlich ist aber der Versuch einer „objektiven Aufklärung“ eigentlich fast unmöglich, denn bei allem „System“, sind es immer Einzelne die handeln und deren Motivationen sind - in deinem „Fall“ offenbar ganz besonders - oft undurchsichtig.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du ein wenig Frieden mit dem Erlebten finden kannst und dass dein heutiges Leben nicht allzu sehr davon beeinträchtigt wird. Denn das Leben findet ja im „Heute“ statt und den „Schatten der Vergangenheit“ sollten wir so wenig wie möglich "Macht" darüber einräumen.

In diesem Sinne ein herzlicher Gruß!
Barbara


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#211

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 13:39
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Es waren Frauen, sowie Männer gegen mich beteiligt.

Zitat von Barbara im Beitrag #210
Hallo Petra,

es fällt mir einigermaßen schwer, deine Geschichte "faktisch" zu verstehen.
Offensichtlich ist dir aber von mehreren Seiten übel mitgespielt worden, das tut mir sehr Leid.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du als damalige Bundesdeutsche Linke in einem ziemlichen Macho-Haufen gelandet bist?
Zwar kenne ich die DKP nicht, aber was mir Kommilitoninnen zum Beispiel vom MSB Spartakus erzählt haben, deren Mitglieder sie waren, hörte sich das nicht gerade nach Gleichberechtigung der Geschlechter an. Das gleiche galt für die sog 68er-Generation, deren Protagonisten ausschließlich männlich waren.
Die für eine gesellschaftliche Emanzipation notwendige Geschlechter-Emanzipation wurde im Westen erst durch die sog „Frauenbewegung“ in den 70er Jahren angestoßen.
Bist du vielleicht einfach als Frau nicht ernst genommen worden von den linken Genossen?

Deine Schilderungen über das Aufnahmeheim der DDR hört sich für mich einfach nur nach Horror an. Du hast ja ganz offensichtlich eine politische Heimat gesucht und mir scheint es, als seiest du zwischen alle „Fronten“ geraten und weder als (politischer) Mensch noch als Frau ernst genommen worden - weder im Westen noch im Osten, auch nicht auf der ganz persönlichen Ebene, s. „Heiratsschwindler“.

Mir scheint, dass all deine Erlebnisse noch enorm in dir wühlen und du nach einem „Sinn“ für all das Erlebte suchst. Das kann ich gut verstehen, denn „Sinnlosigkeit“ ist sicher das am schwersten zu Ertragende im Verlaufe unseres Lebens.
Wahrscheinlich ist aber der Versuch einer „objektiven Aufklärung“ eigentlich fast unmöglich, denn bei allem „System“, sind es immer Einzelne die handeln und deren Motivationen sind - in deinem „Fall“ offenbar ganz besonders - oft undurchsichtig.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du ein wenig Frieden mit dem Erlebten finden kannst und dass dein heutiges Leben nicht allzu sehr davon beeinträchtigt wird. Denn das Leben findet ja im „Heute“ statt und den „Schatten der Vergangenheit“ sollten wir so wenig wie möglich "Macht" darüber einräumen.

In diesem Sinne ein herzlicher Gruß!
Barbara


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#212

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 13:42
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Zitat von Petra im Beitrag #211
Es waren Frauen, sowie Männer gegen mich beteiligt.
Zitat von Barbara im Beitrag #210
Hallo Petra,

es fällt mir einigermaßen schwer, deine Geschichte "faktisch" zu verstehen.
Offensichtlich ist dir aber von mehreren Seiten übel mitgespielt worden, das tut mir sehr Leid.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du als damalige Bundesdeutsche Linke in einem ziemlichen Macho-Haufen gelandet bist?
Zwar kenne ich die DKP nicht, aber was mir Kommilitoninnen zum Beispiel vom MSB Spartakus erzählt haben, deren Mitglieder sie waren, hörte sich das nicht gerade nach Gleichberechtigung der Geschlechter an. Das gleiche galt für die sog 68er-Generation, deren Protagonisten ausschließlich männlich waren.
Die für eine gesellschaftliche Emanzipation notwendige Geschlechter-Emanzipation wurde im Westen erst durch die sog „Frauenbewegung“ in den 70er Jahren angestoßen.
Bist du vielleicht einfach als Frau nicht ernst genommen worden von den linken Genossen?

Deine Schilderungen über das Aufnahmeheim der DDR hört sich für mich einfach nur nach Horror an. Du hast ja ganz offensichtlich eine politische Heimat gesucht und mir scheint es, als seiest du zwischen alle „Fronten“ geraten und weder als (politischer) Mensch noch als Frau ernst genommen worden - weder im Westen noch im Osten, auch nicht auf der ganz persönlichen Ebene, s. „Heiratsschwindler“.

Mir scheint, dass all deine Erlebnisse noch enorm in dir wühlen und du nach einem „Sinn“ für all das Erlebte suchst. Das kann ich gut verstehen, denn „Sinnlosigkeit“ ist sicher das am schwersten zu Ertragende im Verlaufe unseres Lebens.
Wahrscheinlich ist aber der Versuch einer „objektiven Aufklärung“ eigentlich fast unmöglich, denn bei allem „System“, sind es immer Einzelne die handeln und deren Motivationen sind - in deinem „Fall“ offenbar ganz besonders - oft undurchsichtig.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du ein wenig Frieden mit dem Erlebten finden kannst und dass dein heutiges Leben nicht allzu sehr davon beeinträchtigt wird. Denn das Leben findet ja im „Heute“ statt und den „Schatten der Vergangenheit“ sollten wir so wenig wie möglich "Macht" darüber einräumen.

In diesem Sinne ein herzlicher Gruß!
Barbara




mal eine Frage,warum hast du dich mit der DKP eingelassen?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#213

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 13:53
von Petra | 81 Beiträge | 1 Punkte
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Es war die einzige kommunistische Partei in der BRD, bzw. mit einer Ortsgruppe in Bad Kreuznach. Damals hieß es, dass nur wer in der Partei organisiert ist ein Kommunist bzw. Kommunistin ist. Von der Form der verworrenen Beziehungen zur DDR war mir nichts bekannt. Die Finanzierung durch die DDR wurde bestritten.

Zitat von Lutze im Beitrag #212
Zitat von Petra im Beitrag #211
Es waren Frauen, sowie Männer gegen mich beteiligt.
Zitat von Barbara im Beitrag #210
Hallo Petra,

es fällt mir einigermaßen schwer, deine Geschichte "faktisch" zu verstehen.
Offensichtlich ist dir aber von mehreren Seiten übel mitgespielt worden, das tut mir sehr Leid.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du als damalige Bundesdeutsche Linke in einem ziemlichen Macho-Haufen gelandet bist?
Zwar kenne ich die DKP nicht, aber was mir Kommilitoninnen zum Beispiel vom MSB Spartakus erzählt haben, deren Mitglieder sie waren, hörte sich das nicht gerade nach Gleichberechtigung der Geschlechter an. Das gleiche galt für die sog 68er-Generation, deren Protagonisten ausschließlich männlich waren.
Die für eine gesellschaftliche Emanzipation notwendige Geschlechter-Emanzipation wurde im Westen erst durch die sog „Frauenbewegung“ in den 70er Jahren angestoßen.
Bist du vielleicht einfach als Frau nicht ernst genommen worden von den linken Genossen?

Deine Schilderungen über das Aufnahmeheim der DDR hört sich für mich einfach nur nach Horror an. Du hast ja ganz offensichtlich eine politische Heimat gesucht und mir scheint es, als seiest du zwischen alle „Fronten“ geraten und weder als (politischer) Mensch noch als Frau ernst genommen worden - weder im Westen noch im Osten, auch nicht auf der ganz persönlichen Ebene, s. „Heiratsschwindler“.

Mir scheint, dass all deine Erlebnisse noch enorm in dir wühlen und du nach einem „Sinn“ für all das Erlebte suchst. Das kann ich gut verstehen, denn „Sinnlosigkeit“ ist sicher das am schwersten zu Ertragende im Verlaufe unseres Lebens.
Wahrscheinlich ist aber der Versuch einer „objektiven Aufklärung“ eigentlich fast unmöglich, denn bei allem „System“, sind es immer Einzelne die handeln und deren Motivationen sind - in deinem „Fall“ offenbar ganz besonders - oft undurchsichtig.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du ein wenig Frieden mit dem Erlebten finden kannst und dass dein heutiges Leben nicht allzu sehr davon beeinträchtigt wird. Denn das Leben findet ja im „Heute“ statt und den „Schatten der Vergangenheit“ sollten wir so wenig wie möglich "Macht" darüber einräumen.

In diesem Sinne ein herzlicher Gruß!
Barbara




mal eine Frage,warum hast du dich mit der DKP eingelassen?
Lutze


zuletzt bearbeitet 23.06.2013 13:54 | nach oben springen

#214

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 14:03
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@Petra,wie denkst du über die RAF?
Lutze


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Sonne hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#215

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 15:30
von thomas 48 | 4.900 Beiträge | 5962 Punkte
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Lutze,
falsche Frage


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#216

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 21:10
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Ich bin gegen individuellen Terror. Der Weg der RAF war falsch. Aus der 68er-Bewegung kommend radikalisierten sich diese Leute. Doch mit der Ermordung von Vertretern des Kapitals und Banküberfällen, sowie Flugzeugentführungen kann man keine Gesellschaft ändern, bzw. Gefangene freipressen. Andererseits waren die RAF-Mitglieder intelligente Leute, deren Beweggründe ich verstehe.Aber sie sind den falschen Weg gegangen. Jutta Dithfurth hat eine interessante Biografie über Ulrike Meinhof geschrieben. Ulrike Meinhof hatte als Journalistin Missstände aufgedeckt und an damaligen Tabus gerüttelt, wie z.B. ihr Film "Bambule", der die Zustände in den damaligen Kinder- und Erziehungsheimen zeigt. Auch wenn die Sympathiesanten eher junge Leute aus dem Studenten- und Interligenzmillieu waren und die Arbeiterklasse nichts von der RAF gehalten hat, hatte der Staat doch eine Heidenangst vor dem kleinen Häuflein Revuluzzer. Den Prozess und den Strafvollzug finde ich schlimm und war mehr Rache als Strafe. Aufgrund ihres hohen Bekanntheitsgrads ist es Jutta Ditfurth möglich dies in ihrer Biografie über Ulrike Meinhof zu beschreiben.Auch nach vielen Jahren, in der neueren Zeit tut sich der Staat noch mit diesen Leuten schwer, wie das Beispiel Christian Klar zeigt. Wieso sind die RAF-Leute von der DDR aufgenommen worden? Man kann darüber spekulieren. Zum Einen kann es zwischen den Regierungen zum Vier-Augen-Gespräch gekommen sein. Die BRD wollte keinen neuen Prozess, der viel Wirbel ausgelöst hätte. Palästina konnte diese Leute wohl auch nicht brauchen, ebenso andere arabische oder afrikanische Staaten, die man eher für Zielländer der RAF gehalten hat. Zum Anderen konnte die DDR diese Leute ruhig stellen und es konnte keine weitere Radikalisierung erfolgen, die noch mehr Leid und Gewalt gebracht hätte. Wer weiß, wie es ausgesehen hätte, wenn sie in arabischen, bzw. afrikanischen Ländern untergekommen wären? Ich denke da waren in den hohen Sphären diplomatische Fäden gezogen worden. Nach der Wende und dem Ende hat das nicht mehr gegolten.

Zitat von Lutze im Beitrag #214
@Petra,wie denkst du über die RAF?
Lutze


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#217

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.06.2013 21:21
von Lutze | 9.383 Beiträge | 6990 Punkte
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Zitat von Petra im Beitrag #216
Ich bin gegen individuellen Terror. Der Weg der RAF war falsch. Aus der 68er-Bewegung kommend radikalisierten sich diese Leute. Doch mit der Ermordung von Vertretern des Kapitals und Banküberfällen, sowie Flugzeugentführungen kann man keine Gesellschaft ändern, bzw. Gefangene freipressen. Andererseits waren die RAF-Mitglieder intelligente Leute, deren Beweggründe ich verstehe.Aber sie sind den falschen Weg gegangen. Jutta Dithfurth hat eine interessante Biografie über Ulrike Meinhof geschrieben. Ulrike Meinhof hatte als Journalistin Missstände aufgedeckt und an damaligen Tabus gerüttelt, wie z.B. ihr Film "Bambule", der die Zustände in den damaligen Kinder- und Erziehungsheimen zeigt. Auch wenn die Sympathiesanten eher junge Leute aus dem Studenten- und Interligenzmillieu waren und die Arbeiterklasse nichts von der RAF gehalten hat, hatte der Staat doch eine Heidenangst vor dem kleinen Häuflein Revuluzzer. Den Prozess und den Strafvollzug finde ich schlimm und war mehr Rache als Strafe. Aufgrund ihres hohen Bekanntheitsgrads ist es Jutta Ditfurth möglich dies in ihrer Biografie über Ulrike Meinhof zu beschreiben.Auch nach vielen Jahren, in der neueren Zeit tut sich der Staat noch mit diesen Leuten schwer, wie das Beispiel Christian Klar zeigt. Wieso sind die RAF-Leute von der DDR aufgenommen worden? Man kann darüber spekulieren. Zum Einen kann es zwischen den Regierungen zum Vier-Augen-Gespräch gekommen sein. Die BRD wollte keinen neuen Prozess, der viel Wirbel ausgelöst hätte. Palästina konnte diese Leute wohl auch nicht brauchen, ebenso andere arabische oder afrikanische Staaten, die man eher für Zielländer der RAF gehalten hat. Zum Anderen konnte die DDR diese Leute ruhig stellen und es konnte keine weitere Radikalisierung erfolgen, die noch mehr Leid und Gewalt gebracht hätte. Wer weiß, wie es ausgesehen hätte, wenn sie in arabischen, bzw. afrikanischen Ländern untergekommen wären? Ich denke da waren in den hohen Sphären diplomatische Fäden gezogen worden. Nach der Wende und dem Ende hat das nicht mehr gegolten.
Zitat von Lutze im Beitrag #214
@Petra,wie denkst du über die RAF?
Lutze


Danke für deine Antwort,ist es nicht für dich schrecklich gewesen,
das solche Verbrecher in der DDR auch untertauchten?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#218

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.06.2013 01:23
von Grenzgänger (gelöscht)
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Hallo Petra,
ich habe hier gelegentlich (alles) mitgelesen.. jetzt auch Deinen Kurzbericht über Röntgenthal...
Aus meiner Sicht kann ich Dir nicht mehr als einen Rat geben:
Lass nicht zu, dass diese 5 Wochen vor mehr als dreißig Jahren in dieser"Einrichtung" eine derartige Macht über Dich erlangen (erlangt haben!), dass Du Dich nur noch im gedanklichen Kreis bewegen kannst und von der ganzen Welt verfolgt und missverstanden fühlst!
Such Dir professionelle Hilfe.. die gibt es.. und Du wirst sie finden!
Wirf Dich nicht selbst den anderen zum Fraß vor..!
Ich wünsche Dir alles Gute!

Siggi


silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#219

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.06.2013 09:21
von Petra | 81 Beiträge | 1 Punkte
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A h, so kann man es sich einfach machen. Mich mundtot machen. Alles auf meine Person fokussieren und mich zum Psychologen abschieben. So nicht. Es geht nicht um meine Person. Ich will die Unglaubwürdigkeit der DKP aufzeigen. Den Widersinn der Handlungen und Entscheidungen des Heims öffentlich machen. Dass mein Fall kein Präzedenzfall, aber auch kein bedauerlicher Enzelfall ist, habe ich im Bericht vermerkt. Auch Andere sind betroffen. Aber bei mir hat das Heim keinen Erfolg gehabt. Ich bin nicht zur DDR-Gegnerin geworden.

Zitat von Grenzgänger im Beitrag #218
Hallo Petra,
ich habe hier gelegentlich (alles) mitgelesen.. jetzt auch Deinen Kurzbericht über Röntgenthal...
Aus meiner Sicht kann ich Dir nicht mehr als einen Rat geben:
Lass nicht zu, dass diese 5 Wochen vor mehr als dreißig Jahren in dieser"Einrichtung" eine derartige Macht über Dich erlangen (erlangt haben!), dass Du Dich nur noch im gedanklichen Kreis bewegen kannst und von der ganzen Welt verfolgt und missverstanden fühlst!
Such Dir professionelle Hilfe.. die gibt es.. und Du wirst sie finden!
Wirf Dich nicht selbst den anderen zum Fraß vor..!
Ich wünsche Dir alles Gute!

Siggi


zuletzt bearbeitet 24.06.2013 16:53 | nach oben springen

#220

RE: RE:Vorstellung Petra

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.06.2013 09:24
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Zitat von Lutze im Beitrag #217
Zitat von Petra im Beitrag #216
Ich bin gegen individuellen Terror. Der Weg der RAF war falsch. Aus der 68er-Bewegung kommend radikalisierten sich diese Leute. Doch mit der Ermordung von Vertretern des Kapitals und Banküberfällen, sowie Flugzeugentführungen kann man keine Gesellschaft ändern, bzw. Gefangene freipressen. Andererseits waren die RAF-Mitglieder intelligente Leute, deren Beweggründe ich verstehe.Aber sie sind den falschen Weg gegangen. Jutta Dithfurth hat eine interessante Biografie über Ulrike Meinhof geschrieben. Ulrike Meinhof hatte als Journalistin Missstände aufgedeckt und an damaligen Tabus gerüttelt, wie z.B. ihr Film "Bambule", der die Zustände in den damaligen Kinder- und Erziehungsheimen zeigt. Auch wenn die Sympathiesanten eher junge Leute aus dem Studenten- und Interligenzmillieu waren und die Arbeiterklasse nichts von der RAF gehalten hat, hatte der Staat doch eine Heidenangst vor dem kleinen Häuflein Revuluzzer. Den Prozess und den Strafvollzug finde ich schlimm und war mehr Rache als Strafe. Aufgrund ihres hohen Bekanntheitsgrads ist es Jutta Ditfurth möglich dies in ihrer Biografie über Ulrike Meinhof zu beschreiben.Auch nach vielen Jahren, in der neueren Zeit tut sich der Staat noch mit diesen Leuten schwer, wie das Beispiel Christian Klar zeigt. Wieso sind die RAF-Leute von der DDR aufgenommen worden? Man kann darüber spekulieren. Zum Einen kann es zwischen den Regierungen zum Vier-Augen-Gespräch gekommen sein. Die BRD wollte keinen neuen Prozess, der viel Wirbel ausgelöst hätte. Palästina konnte diese Leute wohl auch nicht brauchen, ebenso andere arabische oder afrikanische Staaten, die man eher für Zielländer der RAF gehalten hat. Zum Anderen konnte die DDR diese Leute ruhig stellen und es konnte keine weitere Radikalisierung erfolgen, die noch mehr Leid und Gewalt gebracht hätte. Wer weiß, wie es ausgesehen hätte, wenn sie in arabischen, bzw. afrikanischen Ländern untergekommen wären? Ich denke da waren in den hohen Sphären diplomatische Fäden gezogen worden. Nach der Wende und dem Ende hat das nicht mehr gegolten.
Zitat von Lutze im Beitrag #214
@Petra,wie denkst du über die RAF?
Lutze


Danke für deine Antwort,ist es nicht für dich schrecklich gewesen,
das solche Verbrecher in der DDR auch untertauchten?
Lutze
Es standen politische Interessen dahinter und um diese Leute ruhig zu stellen, damit keine weiteren Verbrechen passieren.


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