Eine Reise an die deutsch-polnische Grenze

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22.05.2013 17:18
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#16
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ABV



Hier ist die frühere Grenzkompanie Kienitz.

22.05.2013 17:34
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#17
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Zitat von ABV im Beitrag #15
@Kurt: Hat dein Vater zufällig etwas über den Tagesablauf in der Grenzkompanie Kienitz erzählt? Gab es dort besondere Vorkommnisse an der Grenze?
Ich kenne das Gebäude der ehemaligen GK Kienitz nur in seiner späteren Verwendung. Als Schulhort. Von 1972-1974 bin ich in Kienitz zur Schule gegangen.

P.S. das angefügte Foto zeigt das Gebäude der GK Kienitz, im heutigen Zustand

Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe


Hallo Uwe,

ja, es gab Vorkommnisse, die hauptsächlich den Schmuggel betrafen. Die Versuche illegaler Grenzübertritte erfolgten meistens von Polen in die DDR.
Allerdings wollten einige Polen auch weiter....in den Westen. Von freundschaftlicher Zusammenarbeit, mit den Grenzern auf der polnischen Seite, war in den 50er Jahren noch keine Rede.

Viele Grüße, Kurt


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22.05.2013 17:36
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#18
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Zitat von ABV im Beitrag #16
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Hier ist die frühere Grenzkompanie Kienitz.


Das letzte Mal war ich in den 70er Jahren dort. Habe noch schwarz-weiß Fotos von mir auf einem T34-Denkmal gefunden. Wer weiß, ob der Panzer heute noch da steht.


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22.05.2013 18:09
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#19
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ABV

Der Panzer steht noch Kurt. Dafür haben sich die Kienitzer mit großer Mehrheit nach der Wende ausgesprochen. Er gehört nun mal zu ihrer Geschichte. Ich werde später noch genauer über Kienitz berichten. Und auch über den Panzer.

Gruß Uwe

22.05.2013 19:03
avatar  Lutze
#20
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Zitat von EK82I im Beitrag #14
Als direkter Anwohner an der A12 gab es besonders schlimme Zeiten,die Staus damals bis zum Dreieck Spreeau. Wecken der Truckerfahrer mit Polizeisirenen.Damals wie leider auch heute noch, diverse Auffahrunfälle mit etlichen Toten.Der Ausbau der A12,so richtig voran,sicherheitsmässig und lärmschutzmässig hat man das bis heute immer noch nicht richtig gepackt.
Was klappt,die überaschenden mobilen Zollkontrollen,wenn man damit gar nicht mehr rechnet.

gab es nicht auch Teilabschnitte mit Kopfsteinpflaster der A12?
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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22.05.2013 19:35
avatar  werner
#21
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Granitpflaster von der Abfahrt FFO (Südring) bis zur GÜST gab es mal, auf polnischer Seite auch.

Längere Granit- Pflasterstrecken gab es auch auf der A4 zwischen DD und der Grenze . . .

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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22.05.2013 21:19 (zuletzt bearbeitet: 22.05.2013 21:56)
avatar  josy95
#22
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Zitat von ABV im Beitrag #10
Hallo!
Das der Frust unter der Bevölkerung wegen des Autoklaus groß ist, kann ich bestätigen. Ruft doch einfach mal den Onlineauftritt der Märkischen Oderzeitung: http://www.moz.de auf und sucht euch die entsprechenden Artikel zum Thema " polnische Grenze" heraus. Die entsprechenden Kommentare sprechen Bände. In einigen Fällen muss man befürchten, dass nicht eines Tages jemand gelyncht wird! In Kremmen ( bei Oranienburg) gab es ja unlängst einen solchen Fall. Wo polnische Erntehelfer geschlagen und gefesselt wurden. Weil irgend jemand der Meinung war, dass die Erntehelfer in ein Wohnhaus eingebrochen haben. Allerdings stellte sich bald heraus, dass die Erntehelfer unschuldig sind. Die übereifrige " Bürgerwehr" wird wohl erhebliche Konsequenzen hinnehmen müssen.
Das sich die Arbeit der polnischen Polizei aufs Protokolle schreiben beschränkt, stimmt so nicht. Es einige sehr erfolgreiche Aktivitäten gegen Autoschieberbanden. Demgegenüber stehen jedoch weitere Aktivitäten dieser und anderer Banden. Manchmal ist es so wie im Märchen. Man schlägt dem Drachen einen Kopf ab und zwei wachsen nach. Der Automarkt ist sehr lukrativ. Und der Bedarf, vor allem im weiten Osten, ist schier unersättlich.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass diese Banden sehr gut organisiert sind. An die Hintermänner, die irgendwo in einer teuren Villa sitzen und die " Einsätze" koordinieren, kommen Polizei und Justiz nur sehr schwer heran. Erwischt werden meistens die kleinen Kuriere. Meist irgendwo angeworbene Arbeitslose, die für ein paar Pimperlinge die geklauten Karren über die Grenze bringen. Austauschbare Randfiguren eben. Für die jederzeit Ersatz bereit steht.
Aber mal ehrlich, glaubt wirklich jemand, dass eine Wiedereinführung von stationären Grenzkontrollen sinnvoll ist?

Gruß an alle hier im Forum
Uwe



rot - mark:
Die berühmt- berüchtigte *ild- Zeitung hatte da gestern einen doch sehr interessanten und lesenswerten Beitrag/ Artikel über die Geldwäsche in unglaublichen Größenordnungen der Mehrzahl der zypriotischen Banken, die jetzt auch noch mit deutschen Steuergeldern "gerettet" werden.

Wenn man diesem Bericht einigermaßen Glauben schenken kann, und daran hab ich eigentlich wenig Zweifel, bezahlen wir diese Art der (von der EU mit organisierten Kriminalität) vierfach!
1. Mit unserem geklautem Eigentum (u. a. Autos),
2. mit erhöhten Versicherungsprämien,
3.mit Steuergeldern, um die Geldwaschanlagen u. a. auf Zypern zu "retten" und
4. und nochmal mit Steuergeldern, um Wasserköpfe, realitätsferne Eurobürokraten und die sich immer mehr etablierende Mafia in Brüssels mit Diäten $ Co überzufinanzieren!

josy95

(Schreibfehler - Edith)

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

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22.05.2013 21:36
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#23
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Zitat von ABV im Beitrag #16
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Hier ist die frühere Grenzkompanie Kienitz.


Ich habe auch noch alte Fotos vom Vater, also von Kienitz aus den 50iger Jahren. Die Uniformen sahen damals auch noch etwas anders aus....


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25.05.2013 06:37
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#24
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ABV

Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber trotzdem mal so nebenbei: Ich habe heute Morgen für einen Liter Benzin, in Slubice, 1, 25 € bezahlt. Jetzt darf sich jeder, der nicht an der polnischen Grenze lebt, ganz doll ärgern.

Schönen Gruß an alle hier im Forum

von Uwe dem Sparfuchs

25.05.2013 06:54
avatar  Pit 59
#25
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Zitat von ABV im Beitrag #24
Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber trotzdem mal so nebenbei: Ich habe heute Morgen für einen Liter Benzin, in Slubice, 1, 25 € bezahlt. Jetzt darf sich jeder, der nicht an der polnischen Grenze lebt, ganz doll ärgern.

Schönen Gruß an alle hier im Forum

von Uwe dem Sparfuchs


Uwe ,ich denke das lohnt sich aber nur wenn Du nicht weiter als 50 Km (und das ist schon weit )weg wohnst. Oder mit anderen Verbinden Zigaretten,Mutti geht mal zum Friseur,oder was weiss ich noch.


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25.05.2013 07:02
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#26
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ABV

Guten Morgen Pit!
Das trifft ja bei mir voll zu. Ich wohne nur gute zwei Kilometer von der Grenze weg. Berufsbedingt fahre ich beinahe täglich ins Nachbarland. Du glaubst aber gar nicht, wie viele Berliner täglich nach Polen zum tanken fahren. Sogar der schon vor Jahren totgesagte Polenmarkt, wird noch immer gut besucht. Vielleicht auch deshalb, weil man dort seit einiger Zeit, sehr gut und preiswert essen kann. Die Polen sind viel flexibler als wir Deutschen und lassen sich eben immer wieder etwas neues einfallen. Dagegen geht westlich der Grenze, alles den berühmten Bach herunter.

Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe

25.05.2013 09:33 (zuletzt bearbeitet: 25.05.2013 09:41)
#27
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Zitat von ABV im Beitrag #24
Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber trotzdem mal so nebenbei: Ich habe heute Morgen für einen Liter Benzin, in Slubice, 1, 25 € bezahlt. Jetzt darf sich jeder, der nicht an der polnischen Grenze lebt, ganz doll ärgern.

Schönen Gruß an alle hier im Forum

von Uwe dem Sparfuchs


Ich fahr keinen Benziner !

Übrigens, wegen der Rechnerei, ab wann sich eine Fahrt wegen dem Tanken dorthin lohnt, wird oft vergessen, daß die Kraftstoffkosten nicht die alleinigen Kosten sind. Verschleiß, Reifen, Wertverlust durch Kilomerterleistung, das sind alles ebenso Kosten, die mit jedem zusätzlichen Kilometer anfallen. Es wird mit, glaube ich, bei einem Durchschnittsauto so mit 0,30 - 0,35 €/km gerechnet. Abrechen muß man da allerdings noch die Fixkosten, also Versicherung, Steuern und Wertverlust durch das Altern, die auch anfallen, wenn das Fahrzeug keinen Kilometer bewegt wird. Ich rechne so für mich immer mit gut dem Doppelten der Kraftstoffkosten. Wegen 30 Liter tanken, wo der Liter 5 ct weniger kostet, fahre ich deshalb keinen Umweg von 5 km.

Sieh mal an, und schon sind wir wieder OT, also schnell zurück zur Ostgrenze.


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25.05.2013 11:06
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#28
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ABV

Richtig DH
Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Heute früh, beim Überqueren des Grenzüberganges Frankfurt(Oder)-Stadtbrücke, kam mir glattweg ein ketzerischer Gedanke: " und wieder wurde ein historisches Baudenkmal unwiederbringlich dem Erdboden gleichgemacht!"
Wer nicht weiß, dass sich dort einmal ein Grenzterminal befand, ahnt heute nicht einmal etwas davon. In typisch deutscher Gründlichkeit, wurden innerhalb kürzester Zeit sämtliche Spuren getilgt. Obwohl dieses oder jenes Detail, durchaus wert gewesen wäre, unter Denkmalsschutz gestellt zu werden.
Warum ich mich darüber aufrege? Der Grenzübergang " Stadtbrücke" ist nicht irgend ein beliebiger Grenzübergang an der deutsch-polnischen Grenze. Sondern ein äußerst Geschichtsträchtiger. Ich hoffe, in den nächsten Tagen Zeit zu finden, um näher darauf einzugehen. Auf jeden Fall haben sich die Frankfurter Stadtväter mit dem vollständigen Abriss der Grenzanlagen, ein eklatantes Beispiel für " moderne Bilderstürmerei" geleistet. Wobei nicht wundern würde, wenn man das in einigen Jahren bereut. Aber dann ist es, wie so oft, längst zu spät.

Gruß an alle
Uwe

25.05.2013 11:34
avatar  icke46
#29
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Damit man mal sieht, wie die Stadtbrücke Frankfurt/Oder - Slubice aktuell aussieht, hier mal ein Foto,
aufgenommen am 10.05.13 vom polnischen Ufer der Oder aus.

Gruss

icke


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25.05.2013 15:20 (zuletzt bearbeitet: 25.05.2013 15:23)
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#30
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( gelöscht )

Zumindest die sanitären Einrichtungen hätte man ja wieder der Allgemeinheit zugänglich machen können,wenigstens auf einer Seite der Strasse.
Trotzdem ein schönes Bild jenseits der Oder.


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