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#181

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 25.06.2017 17:05
von damals wars (gelöscht)
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Zitat von IM Kressin im Beitrag #175
Zitat von passport im Beitrag #171
Was haben z.B. Mielkes oder W. U. Äusserungen mit Terrorabwehr zu tun. Ich sehe darin keine Symbiose zum Thema.
Sie lügen wie gedruckt dass sich die Balken biegen!

Zitat von passport im Beitrag #171
Mal ehrlich, glaubst Du wirklich an den Müll den Du hier verzapfst ?
So kennt man das, die übliche Diffamierung, nichts Außergewöhnliches, unterste Schublade wie die Zitatesammlung Deines Genossen!
Zitat von passport im Beitrag #171
... ich hätte dich intelligenter gehalten
Deine Geisteskraft ist selbst erklärend, falls der Groschen nicht fällt, siehe oben Deine wörtlichen Redewiedergaben!


Viele von uns haben passport persönlich kennengelernt, und Dank seiner Geisteskräfte konnte er uns viel erklären.
Versuch es doch auch mal!


passport und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#182

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 26.06.2017 09:53
von IM Kressin | 1.833 Beiträge | 25120 Punkte
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Du schreibst kontinuierlich so tapfer kontra, ich habe im Gegenzug mal ein „Danke“ gesetzt. Ich bin bei Dir „kleben geblieben“ weil Dein Beitrag derzeit das letzte Schriftwerk in diesem Strang ist. Im Regelfall scrolle ich über Deine Texte hinweg.

Eventuell ist dies eine Fügung des Schicksals oder ein „Kismet“, wenn Dir die islamische Bezeichnung lieber ist und Du nicht an Zufälligkeiten glaubst.

Ich antworte Dir detailliert, weil Du auf niedermachende, despotische Affektiertheit verzichtet hast.

Zitat von damals wars im Beitrag #181
Viele von uns haben passport persönlich kennengelernt, und Dank seiner Geisteskräfte konnte er uns viel erklären.
Versuch es doch auch mal!
Gerade eben versuche ich, Eure Denkungsart, Dein Denkmuster nachzuempfinden.

Schwierig für mich als Westbirne, mithin ohne DDR-Erfahrung.

Trotzdem 15 Jahre, mit Unterbrechungen an Nord-West-und Südgrenzen der alten BRD eingesetzt, die für Eure Bürger, damals noch gegenwärtige
Todesgrenze, den „antifaschistischen Schutzwall“ vor Augen. Abwägendes Gegeneinander war infolgedessen möglich.

Ihr habt gerackert, geklotzt mehr oder weniger, unbezahlte Überstunden geschrubbt am „antiimperialistischen Schutzwall“. Die Konterrevolution, heute tituliert man
„Mob der Straße“, war ein Wendepunkt. Der sozialistische Blütentraum, das Lebenswerk, alles für die Katz mit Blessuren und Nachwirkungen.

Begeistert war man seinerzeit auch beim Zoll und BGS, ist man mal mehr und mal weniger heute. Für geleistete Überstunden erhielt man Freizeitausgleich
und/oder klingende Münze, wie es sich gehört für bezahlte Söldner des Imperialismus.

Den Zeitrahmen der DDR-Grenze hatte ich abgehakt, bis ich auf dieses Forum gestoßen bin, mit einem Schlag wurde alles wieder lebendig, inbegriffen die
RAF-Einsätze mit MZVE.

Höchstwahrscheinlich bist Du, seid Ihr unbenommen Eurer Couleur, patente Kerlchen.

Dennoch ist der von Euch verteidigte Realsozialismus, der nur mit Todesautomaten und Minenfeldern zu schützen war, weil Euch sonst die Menschen davongelaufen
wären
, denen Tod, Verzweiflung und Leiden zugemutet wurde, nicht würdig gewesen, zu überdauern.

Nun den Schaum vom Mund wegwischen, Ring frei für die nächste Runde!


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
Sperrbrecher, Marienborn89, Lutze, Grenzläufer und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#183

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 26.06.2017 09:59
von damals wars (gelöscht)
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#184

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 27.06.2017 00:18
von Hanum83 | 8.760 Beiträge | 15975 Punkte
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Ich dachte tatsächlich jetzt wäre ein interessanter Link zum Thema zu lesen und dann geht wieder nur so ein Schwachsinn auf.
Drüberscrollen ist wohl wirklich besser.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


IM Kressin, bürger der ddr und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.06.2017 00:18 | nach oben springen

#185

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 26.10.2018 13:18
von Westfale63 | 107 Beiträge | 2202 Punkte
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Zur Frage, ob die Bonner Regierung vor der Wende davon wusste, dass das MfS diverse RAF-Terroristen unter falschen Namen und mit ausgedachten Lebensgeschichten in der DDR versteckt hat, ist ganz interessant, was Ex-BKA-Chef Zachert vor einigen Jahren in einer TV-Dokumentation gesagt hat: Er erinnerte sich daran, dass das Thema (also RAF-Aussteiger möglicherweise in der DDR untergetaucht) mal in einer Sitzung in Bonn zur Sprache kam, die Politik davon aber mit Blick auf die angestrebte Entspannungspolitik nichts hören wollte. Das ist zwar kein Beweis dafür, dass Bonn davon wusste, aber ein Indiz dafür, dass Bonn (im Gegensatz zur Mehrzahl der damaligen bundesdeutschen Wähler) mit einer solchen Möglichkeit kein Problem hatte.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#186

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 26.10.2018 14:45
von Westfale63 | 107 Beiträge | 2202 Punkte
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Hier der Link zur TV-Dokumentation mit Zachert und anderen Zeitzeugen:
https://www.youtube.com/watch?v=rMgre0f1-BA


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#187

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.12.2018 22:09
von Westfale63 | 107 Beiträge | 2202 Punkte
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Bisher ging ich davon aus, dass die DDR-Führung hinsichtlich ihrer RAF-Unterstützung die Zahl der MfS-Mitwisser möglichst gering halten wollte. Nun sehe ich hier in einer Marienborn-Doku https://www.youtube.com/watch?v=UzVBwwYE1eY etwa ab Minute 3:50, dass ein Marienborn-Führer mal eben locker vom Hocker erzählt, dass RAF-Leute eine bevorzugte Behandlung bei der Einreise bekamen. Ist das glaubwürdig, was dieser Herr erzählt? Wie viele Grenzbedienstete waren denn dort tätig? Dann müßten diese ja alle irgendwie eingeweiht gewesen sein und auch gewusst haben, wie man RAF-Leute als solche erkennt.


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#188

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.12.2018 22:29
von Ehli | 3.273 Beiträge | 17901 Punkte
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Klasse Beitrag,kannte ich bis jetzt noch nicht.
Ist aber doch bestimmt nicht alles wahr,was hier erzählt wird.
Unsere Experten werden uns bestimmt auf klären.
Ich kenne mich damit nicht aus.


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
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#189

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 10.12.2018 23:22
von Freienhagener | 7.973 Beiträge | 18950 Punkte
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Manch Einer gibt sich eben gern als "Wissender", als wäre er ein General gewesen.

Als einfacher Grenzer wurde man von höheren Chargen nicht in deren Geheimnisse eingeweiht. Jeder erfuhr nur das Notwendigste für seinen Dienst in seinem Abschnitt.
Bei der Stasi dürfte dieses Prinzip noch strenger gewesen sein.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Kontrollstreife hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.12.2018 23:34 | nach oben springen

#190

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 11.12.2018 00:39
von passport | 3.248 Beiträge | 2508 Punkte
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Hallo @Westfale63 ,

die Doku ist uralt und ist hier schon eingestellt wurden. Der Junge erzählt viel Stuss. Erstens sind die RAF-Leute in der Regel über den Flgh. Schönefeld Transit WB gereist. Dort in WB gab es keine Grenzkontrollen. Die Gefahr das die Gkst HE Fahndungsmassnahmen durchführte war viel zu hoch die sich dieser Personenkreis nicht aussetzte. Die dort genannte Aktion Kairo ist von mir hier schon eingestellt wurden. Hat mit den Ausführungen dieser Person nichts zu tun.Der war auch kein Passkontrolleur.

In der FAZ stand ein artgleicher Artikel den ich etwas humoristisch unterlegt habe

Die Gammakanone von Marienborn wer weiß was ? (12)

oder ein Kommentar unseres Users PKE

Besuch der Güst Marienborn / A. (74)

Lustig ist auch immer Nennung der Anzahl der MA der PKE auf der Güst. Der eine erzählt von 1000 Personen, der nächste von ebenfalls 1000 Personer aller dort Tätigen. Beim letzten mal am 03.10. waren es nur noch 600 MA. Also kurz und gut das Wissen über den MA-bestand auf der Güst ist mehr als mangelhaft.
Auf der Güst Drewitz arbeiteten Ende der 80ziger Jahre 400 Passkontrolleure. Die Güst Marienborn war ca. 1/4 kleiner. Die Anzahl der Passkontrolleur mit Leitungsebene betrug ca. 360 Passkontrolleure. Die Kompaniestärke der Sik betrug 107 GWD und BS. Die Manschaftsstärke des GZA, da muss ich selber schätzen, wird bei ca. 130 Personen gelegen haben. Die meisten MA des Zolls waren ja im LKW-Bereich und im PKW-Bereich E/A. eingesetzt. Mit der Hauptverkehrsart TW hatte der Zoll ausser der Befragung der Reisenden nach anmeldeplichtigen Gegenständen nichts zu tun.

noch gefunden den Link "Kairo"

16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert (12)

16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert (12)

16.000 West-Berliner Polizisten ausspioniert (13)



passport


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#191

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 11.12.2018 01:42
von Kalubke | 3.222 Beiträge | 3660 Punkte
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Zitat von Westfale63 im Beitrag #187
Bisher ging ich davon aus, dass die DDR-Führung hinsichtlich ihrer RAF-Unterstützung die Zahl der MfS-Mitwisser möglichst gering halten wollte. Nun sehe ich hier in einer Marienborn-Doku https://www.youtube.com/watch?v=UzVBwwYE1eY etwa ab Minute 3:50, dass ein Marienborn-Führer mal eben locker vom Hocker erzählt, dass RAF-Leute eine bevorzugte Behandlung bei der Einreise bekamen. Ist das glaubwürdig, was dieser Herr erzählt? Wie viele Grenzbedienstete waren denn dort tätig? Dann müßten diese ja alle irgendwie eingeweiht gewesen sein und auch gewusst haben, wie man RAF-Leute als solche erkennt.


Die Passkontrolle der PKE war quasi nur die Legende, die eigentliche GD-Arbeit des MfS bestand in der systematischen Erfassung aller Personen, welche die DDR-Grenze überschritten haben, egal ob Einreise oder Transit. Die Reisedatenspeicher der HA VI waren m.E. fast die umfangreichsten im gesamten MfS. Wegen dieser einzigartigem Möglichkeit der Gewinnung von personenbezogenen Informationen aus den wesltichen Reisepässen, vergleichbar mit dem Befragungswesen der westlichen Dienste wurde das vom MfS auch nicht aus der Hand gegeben wie z.B. in anderen osteuropischen Staaten, wo der Grenzschutz und die Grenzkotrollen als Sonderpolizei dem Innenministerium unterstanden, wie es auch im Westen üblich war. In den frühen Jahren der DDR unterstand zeitweilig die gesamte DGP dem MfS.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 11.12.2018 01:46 | nach oben springen

#192

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 11.12.2018 08:40
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Die bevorzugte Behandlung von RAF-Leuten in Mbn. hätte mich mal interessiert. Das wäre ein höchstes Risiko für selbige gewesen. Ich bin sogar der Meinung, dass einige von denen als Fahndungsfotos aushingen. Hier ist der Grundsatz, dass jeder nur das erfahren durfte, was er unbedingt zu seiner Dienstdurchführung brauchte, schon sehr hilfreich um Einordnungen zu treffen.

Mitte der 80ger war mal der Gedanke präsent, die PK dem Innenministerium zu unterstellen - kann mich dunkel erinnern, das mal an der JHS gehört zu haben.

Bei der MA-Zahl bin ich mir immer nicht ganz sicher. Da ich in seltenen Fällen die Planung für den gesamten Zug machen durfte (meist dann in der Nachtschicht im Zugführerbereich), sehe ich immer noch die Magnettafel mit den Mitarbeiternamen vor mir. Planmäßig hatte ein Zug etwa über 90 MA (also x 4, zzgl. Frauenschicht, zzgl. Stabs-MA). Meine Ausreisegruppe hatte etwa unter 30. Das muss ich nochmal eruieren - es gibt ja Listen...

friedliche Grüße Andreas


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#193

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 11.12.2018 10:23
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Ich bin sogar der Meinung, dass einige von denen als Fahndungsfotos aushingen.

Das ist richtig. Die Fahndungsbilder des BKA lagen in den Fahndungs bzw. nach Umstellung auf die FF bei den Visaerteiler aus. Die Fotos wurden aber in den späten 80ziger Jahren entfernt.

Was die Stärke der einzelnen Dienstzüge angeht habe ich Ostern 89 unsere Truppe durchgezählt. Zu diesen Zeitpunkt gab es keine Urlauber, Kranke oder Abkommandierte. Ich habe beim 2. Zug ca. 80 MA gezählt. Eigentlich waren ja die Dienstzüge relativ gleich in der personellen Stärke. Denke aber das es schon kleine personelle Unterschiede gegeben hat. Der Frauenzug betrug ca. 30 MA.



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#194

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 11.12.2018 15:04
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Die Passkontrolle der PKE war quasi nur die Legende, ...


Soso, ehem. Hu und ich haben bei einer Legende gedient Schon fast lustig

zum besseren Verständnis in Kurzfassung !

Die Hauptaufgabe der Passkontrolle war in erster Linie die Paß - und Visahoheit der DDR durchzusetzen !

- Kontrolle und Sicherung des grenzüberschreitenden Verkehrs
- Passkontrolle der die Staatsgrenze passierenden Bürger
- nur von Personen passiert werden durften die dafür die erforderlichen Dokumente besitzen.
- Passkontrolle politisch-operativer Bestandteil der Organe des MfS
- die Erteilung von Visa und anderen Berechtigungen
- Fahndung und Filtrierung des grenzüberschreitenden Verkehr
- Gestaltung des Kontrollablaufes und der Kontrollhandlungen
- Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung und Abwehr von Angriffen auf der Güst

Und hier Teile der PKO Tei I /1 ausführlich




Da alle NSW - Reisende ein Grenzübertrittsdokument ausfüllen mussten bzw. durch MA der PKEausgefüllt wurden (Transit WB) sind diese abgelegt und im Nachgang bei der HA VI im Reisedatenspeicher gelagert wurden. Darauf hatte die HA VI und alle operativen DE Zugriff Zugriff. Insbesondere konnte recht schnell bei Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten durch ausländische Bürger im Speicher deren Reisetätigkeit und Aufenthaltszeitraum ermittelt werden.

In diesen Buch von R.Kroll und F.-R. Schurich wird genau beschrieben wie SK des MfS mit Hilfe des Reisedatenspeichers Täter ermittelt werden konnten auf Grundlage der zeitspezifischen Reiseverlaufes.




Nachtrag : Wegen dieser einzigartigem Möglichkeit der Gewinnung von personenbezogenen Informationen aus den wesltichen Reisepässen,

Nein, Dokumentationen aus RP oder PA waren die Seltenheit. Die wurden nur auf Anweisung (Fahndung oder bei Problemfällen) durchgeführt. Die ausgefüllten Dokumente E/A wurden dem Reisespeicher zugeführt.


passport


S51 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.12.2018 16:04 | nach oben springen

#195

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 11.12.2018 18:22
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Ich glaube Du hast das schon richtig verstanden: nach außen für Reisende sichtbar Passkontrolle, aber für Reisende nicht sichtbar die operative Tätigkeit der PKE. Das ist auch nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern eine Äußerung eines leitenden MA der PKE GüSt Bornholmer Straße. Der sprach auch von Filtrierungstätigkeit wie z.B. der Feststellung von operativ interessanten Personen, z.B. für die Gewinnung als IM, deren Daten dann die jeweiligen DE weitergeleitet wurden.

Gruß Kalubke



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#196

RE: RAF und die DDR

in DDR Zeiten 11.12.2018 21:48
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Filtrierungstätigkeit wie z.B. der Feststellung von operativ interessanten Personen, z.B. für die Gewinnung als IM, deren Daten dann die jeweiligen DE weitergeleitet wurden.

Die PKE war keine IM-führende DE. Die operative Arbeit galt in erster Linie Erkenntnisse über ungesetzliche Grenzübertritte (§ 213 und 105) zu erarbeiten. Natürlich gab es insbesondere im Einreisebereich die Möglichkeit bei Auswertung der Zählkarten interessante Berufsgruppen zu erfassen. Interessant waren alle Angehörigen oder Beamte von Polizei, BGS, Zoll und Bundeswehr sowie zivile Dienststellen der Länder und des Bundes. Ausserdem Personen die in Firmen arbeiteten die sich mit Elektronik, Computer, Rüstung, Luftfahrt, Atomenergie, Raumfahrt also mit Zukunftstechnologien befassten.
Nur---das alleinige abschreiben der Daten der Zählkarten reichte nicht für eine Info. Denn die Daten dieser Personen waren ja bereits beim MdI Abt. PM erfasst und lagen somit bei der KD MfS vor. Da musste vom Infoersteller mehr kommen. Und das war das eigentliche Dilemma. Es durften nur dienstliche Angelegenheiten geklärt werden. Wenn man Glück hatte lag ein Fehler bei der Beantragung o.ä. vor. Dann hatte man die Möglichkeit mit dem Reisenden persönlich zu sprechen. Die grösste Chancenauswertung lag vor wenn man die Klärung einen KE überlassen konnte. Eine direkte Befragung durch den Passkontrolleur war nicht erwünscht. Diese operative Tätigkeit machte weniger als 1% der gesamten Passkontrolltätigkeit aus. Informationen konnten auch aus dem gesamten Reisespektrum gewonnen werden, wie z.B. eine erkannte Gruppenfahrt von bekannten Politiker nach WB. Auch Hinweise durch NSW-LKW-Fahrer über Schluderei, Nachlässigkeit und Schlamperei bei Be- und Entladungen in DDR-Betrieben. Schwerpunkt der Tätigkeit blieb aber die Pass- und Visamässige Abfertigung des Reiseverkehrs.


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zuletzt bearbeitet 12.12.2018 09:51 | nach oben springen


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