Wildwest in Eastern Germany

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27.04.2013 16:52 (zuletzt bearbeitet: 27.04.2013 16:52)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #27
Ich beantworte Deine Gegenfrage gern. Zumindest wäre es mit Erfahrungen und Erkenntnissen von heute, einen erneuten Versuch wert. Vertrauen kann man nicht verordnen bzw. aufoktroyieren, man muß es sich erarbeiten und erwerben.
Ich hatte es schon einmal so ähnlich formuliert - Wir hatten ein gutes Volk, für dessen Wohlergehen wir alles unternehmen wollten. Irgendwann haben wir auf unserem Weg es versäumt, die Menschen dabei mitzunehmen und dabei das Volk verloren. Zum Schluß wollten dann die Menschen und das Volk nicht mehr mit uns gehen und folgten mehrheitlich dem "goldenem Kalb".

Wir haben so oft über das Sein und das gesellschaftliche Bewußtsein postuliert, aber in der Praxis nicht umgesetzt. Die Rede von Friedrich Engels am Grabe von Karl Marx hätte nicht nur zitiert werden sollen, sondern in der praktischen Arbeit mit Inhalt und Leben erfüllt werden müssen: Hier noch einmal auszugsweise zur Erinnerung:
"Wie Darwin das Gesetz der Entwicklung der organischen Natur, so entdeckte Marx das Entwicklungsgesetz der menschlichen Geschichte: die bisher unter ideologischen Überwucherungen verdeckte einfache Tatsache, daß die Menschen vor allen Dingen zuerst essen, trinken, wohnen und sich kleiden müssen, ehe sie Politik, Wissenschaft, Kunst, Religion usw. treiben können; daß also die Produktion der unmittelbaren materiellen Lebensmittel und damit die jedesmalige ökonomische Entwicklungsstufe eines Volkes oder eines Zeitabschnitts die Grundlage bildet, aus der sich die Staatseinrichtungen, die Rechtsanschauungen, die Kunst und selbst die religiösen Vorstellungen der betreffenden Menschen entwickelt haben, und aus der sie daher auch erklärt werden müssen - nicht, wie bisher geschehen, umgekehrt."

Irgendwann wird es eine erneute Chance geben und dann hoffe ich, dass es die Erben besser angehen und aus den bitteren Erfahrungen und Erkenntnissen, die richtigen Schlußfolgerungen ziehen.

Vierkrug


Hallo Vierkrug,

ich denke davon sind wir weit entfernt. Ist es heute nicht so, dass die Gesetze des Marktes als Naturgesetz hingestellt werden und jeder versucht sich diesem "Naturgesetz" anzupassen um satt zu sein, es warm zu haben usw.? Und der Mensch wählt die zu seinem Volksvertreter, die den Eindruck am besten vermitteln das "Naturgesetz" im Griff zu haben und sie vor größerem Schaden bewahren kann?

Mach den Menschen mal begreiflich dass sie auf einem Irrweg sind....

LG von der grenzgaengerin


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27.04.2013 16:54
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@ Vierkrug: Hut ab vor Deiner Offenheit.

Mfg Berlin


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27.04.2013 17:58
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@Hackel39
All diese Dinge, Umweltverschmutzung extrem,umweltbedingte Krankheiten von Kindern und Stasiverfolgung habe ich selbst erlebt und nicht aus dem Fernsehen.
Ich sehe mich jedoch nicht als ein Opfer.
Ich hatte damals keine materiellen Ziele, ausser vielleicht eine Musikanlage.Meine Unzufriedenheit resultierte auch nicht aus irgendwelchen materiellen Defiziten. Ich wollte einfach meinen Weg finden.
In meinem Betrieb habe ich mich immer reingekniet. Wurde sogar von meinem Steiger zum Aktivisten vorgeschlagen. Ist aber abgelehnt worden weil ich mich nicht gesellschaftlich engagiert habe wie es hieß.Dazu muß man wissen, daß ich in Schichten auf Montage gearbeitet habe ,im Zyklus 9-5 , also 9Tage arbeiten 5Tage frei.
Von den fünf freien Tagen brauchte ich drei um mich einigermaßen zu erholen, da war nicht mehr viel los mit gesellschaftlichem Engagement.
Aber egal.
Was mir sehr gestunken hatte in der DDR war diese Doppelzüngigkeit mit der die Leute versucht haben durchzukommen und Karriere zu machen bzw. Vorteile zu erhalten.
Das ging doch schon in der Schule los.Jetzt kann man sagen, das gabs schon immer und überall aber doch nicht so flächendeckend wie in der DDR und wollten die Sozialisten nicht die besseren aufrichtigeren , ehrlicheren Menschen sein?
Ich hatte eine Freundin die hatte sich bei Jugendtourist engagiert und Reisegruppen aus Polen , Ungarn usw. betreut.
Die Mitglieder dieser Gruppe haben sich ihrer Chefin dermaßen angebiedert, in der Hoffnung irgendwann mal eine Reise ins NSW zu kriegen.
Die haben sich regelrecht verbogen.
Und wo die alle hinwollten, Italien,Schweden, Österreich usw. Ich als einfacher Malocher habe da gestaunt , na was es alles gibt!
Hatte vorher nie über solche Möglichkeiten nachgedacht.Wie auch, mein Bruder saß ja gerade im Knast wegen versuchter Republikflucht.
Ich habe diese Maskerade nicht mehr ertragen und bin da nicht mehr zu den Treffen mitgegangen.
In meiner Straße hatte jemand einen Zeitungsausschnitt auf ein Blatt Papier geklebt und an die Tür einer runtergekommenen Wohnruine gezweckt.
Da stand dann "Unser Leipzig wird von Tag zu Tag schöner". In den nächsten drei Tagen stand dann ständig ein 1600er Lada mit zwei Leuten drinn gegenüber.
Was damals in der Zeitung stand hatte hatte aber auch garnichts mit der Realität draußen zu tun.
Die letzten Jahre der DDR , bin ich beruflich in zahlreichen Betrieben rund um Leipzig gewesen und überall war so eine Letargie,da saßen die Leute in den Werkstätten und ließen die Köpfe hängen weil wieder ein Kollege in den Westen abgehauen war oder ausgereist ist.
Das mancher Genosse von alldem nichts mitbekommen hat kann ich verstehen. Die waren einfach viel zu weit weg.


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27.04.2013 19:09
#34
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #33
@Hackel39
Ich hatte eine Freundin die hatte sich bei Jugendtourist engagiert und Reisegruppen aus Polen , Ungarn usw. betreut.
Die Mitglieder dieser Gruppe haben sich ihrer Chefin dermaßen angebiedert, in der Hoffnung irgendwann mal eine Reise ins NSW zu kriegen.
Die haben sich regelrecht verbogen.
Und wo die alle hinwollten, Italien,Schweden, Österreich usw. Ich als einfacher Malocher habe da gestaunt , na was es alles gibt!
Hatte vorher nie über solche Möglichkeiten nachgedacht.Wie auch, mein Bruder saß ja gerade im Knast wegen versuchter Republikflucht.
Ich habe diese Maskerade nicht mehr ertragen und bin da nicht mehr zu den Treffen mitgegangen.




Nun haben wir alles schön zusammengetragen.
Um es auf die Waage zu legen ?
Das wird nichts, weil niemand diese Waage eichen kann, bzw. wir uns vermutlich nicht einigen können, was drauf gehört und was nicht, auch müssen wir nun irgendwie zum Thema zurückfinden.
Ich hatte es irgendwie geschafft, mich mit meinem Schicksal als DDR- Bürger zu arrangieren, aber Ungeduld ist und bleibt ein schlechter Ratgeber.
Die NSW- Reise wurde mir zugeworfen, ich kann es nicht anders sagen.
Ich bekam sie von einem Bekannten, der plötzlich in der FDJ- Kreisleitung der Kreiskommission JT vorstand und mir den Auftrag gab, Pornohefte und Militaria mitzubringen woraufhin ich nur grinste und mit dem Kopf schüttelte, da ich das überhaupt nicht ernst nahm.
Wenige Wochen nach meiner Rückkehr (mit leeren Händen) war er plötzlich in Schwedt oder Brandenburg eingebuchtet, keine Ahnung warum, der Grund ist aber naheliegend und so kam ich ohne Verbiegen und doppelte Zunge zu dieser Reise, ein anderer Jugendfreund hätte ein Jahr später nach Frankreich fahren können, wenn er zwei Bürgen gefunden hätte.
Daraus wurde nichts und er war fortan nicht mehr für die FDJ zu sprechen und so ist vieles damals auch eine Mischung aus Zufall und Wildwest gewesen, auch vor der Wende schon.
Der Begriff des Raubtiersozialismus ist wohl erst nach der Wende geprägt worden (Prof. Schröder ?), zumindest hatte ich ihn nie zuvor vernommen, auch nicht im Westfernsehen, es steht aber außer Frage, daß die ganz großen Schweinereien auch vor den Demos schon am Laufen waren, wie Diebstähle im großem Stil und Schiebereien auf dem Rücken der ehrlichen Malocher, wie Du so schön sagst.
Aber wer, wenn nicht die Staatsmacht hätte denn dort einschreiten sollen und war es wirklich so ungerecht, solche Leute notfalls auch der Stasi in "Obhut" zu geben, immerhin haben sie ja auch das Gemeinwesen gefährdet, da hilft möglicherweise der ABV und die Konfliktkommission nicht mehr.
Deshalb kann ich auch Vierkrug sehr gut verstehen bezüglich seiner Endabrechnung.
Ich wiederhole nochmals meine Mutmaßung, auch wenn er und andere Mitglieder der ehemaligen Staatsmacht das hier nie zugeben würden- mit noch deutlicherem Einschreiten in einer früheren Phase des Verfalls wäre das Schiff wieder auf Kurs gekommen, aber nur weil man die Arbeitskräfte brauchte, mußte man auch die Hürde niedriger legen.
Solche Tendenzen finden sich übrigens in der heutigen Arbeitwelt wieder.
Angesichts des Fachkräftemangels in dieser Republik genießen diese wieder ungeahnte Freiheiten mit Konsequenzen, die ich für meinen Bereich hier besser nicht erläutern möchte.

Viele leben zu sehr in der Vergangenheit.
Aber die Vergangenheit soll ein Sprungbrett sein aber kein Sofa.


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27.04.2013 20:20
#35
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #33
@Hackel39
All diese Dinge, Umweltverschmutzung extrem,umweltbedingte Krankheiten von Kindern und Stasiverfolgung habe ich selbst erlebt und nicht aus dem Fernsehen.
Ich sehe mich jedoch nicht als ein Opfer.
Ich hatte damals keine materiellen Ziele, ausser vielleicht eine Musikanlage.Meine Unzufriedenheit resultierte auch nicht aus irgendwelchen materiellen Defiziten. Ich wollte einfach meinen Weg finden.
In meinem Betrieb habe ich mich immer reingekniet. Wurde sogar von meinem Steiger zum Aktivisten vorgeschlagen. Ist aber abgelehnt worden weil ich mich nicht gesellschaftlich engagiert habe wie es hieß.Dazu muß man wissen, daß ich in Schichten auf Montage gearbeitet habe ,im Zyklus 9-5 , also 9Tage arbeiten 5Tage frei.
Von den fünf freien Tagen brauchte ich drei um mich einigermaßen zu erholen, da war nicht mehr viel los mit gesellschaftlichem Engagement.
Aber egal.
Was mir sehr gestunken hatte in der DDR war diese Doppelzüngigkeit mit der die Leute versucht haben durchzukommen und Karriere zu machen bzw. Vorteile zu erhalten.
Das ging doch schon in der Schule los.Jetzt kann man sagen, das gabs schon immer und überall aber doch nicht so flächendeckend wie in der DDR und wollten die Sozialisten nicht die besseren aufrichtigeren , ehrlicheren Menschen sein?
Ich hatte eine Freundin die hatte sich bei Jugendtourist engagiert und Reisegruppen aus Polen , Ungarn usw. betreut.
Die Mitglieder dieser Gruppe haben sich ihrer Chefin dermaßen angebiedert, in der Hoffnung irgendwann mal eine Reise ins NSW zu kriegen.
Die haben sich regelrecht verbogen.
Und wo die alle hinwollten, Italien,Schweden, Österreich usw. Ich als einfacher Malocher habe da gestaunt , na was es alles gibt!
Hatte vorher nie über solche Möglichkeiten nachgedacht.Wie auch, mein Bruder saß ja gerade im Knast wegen versuchter Republikflucht.
Ich habe diese Maskerade nicht mehr ertragen und bin da nicht mehr zu den Treffen mitgegangen.
In meiner Straße hatte jemand einen Zeitungsausschnitt auf ein Blatt Papier geklebt und an die Tür einer runtergekommenen Wohnruine gezweckt.
Da stand dann "Unser Leipzig wird von Tag zu Tag schöner". In den nächsten drei Tagen stand dann ständig ein 1600er Lada mit zwei Leuten drinn gegenüber.
Was damals in der Zeitung stand hatte hatte aber auch garnichts mit der Realität draußen zu tun.
Die letzten Jahre der DDR , bin ich beruflich in zahlreichen Betrieben rund um Leipzig gewesen und überall war so eine Letargie,da saßen die Leute in den Werkstätten und ließen die Köpfe hängen weil wieder ein Kollege in den Westen abgehauen war oder ausgereist ist.
Das mancher Genosse von alldem nichts mitbekommen hat kann ich verstehen. Die waren einfach viel zu weit weg.



Rot: Glatte Zweckentfremdung der MfS-Mitarbeiter. Das war so wohl die Schizophrenie von Mielke, hinter jeder Ironie gleich den Klassenfeind zu vermuten.


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27.04.2013 21:42
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #35
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #33
@Hackel39
All diese Dinge, Umweltverschmutzung extrem,umweltbedingte Krankheiten von Kindern und Stasiverfolgung habe ich selbst erlebt und nicht aus dem Fernsehen.
Ich sehe mich jedoch nicht als ein Opfer.
Ich hatte damals keine materiellen Ziele, ausser vielleicht eine Musikanlage.Meine Unzufriedenheit resultierte auch nicht aus irgendwelchen materiellen Defiziten. Ich wollte einfach meinen Weg finden.
In meinem Betrieb habe ich mich immer reingekniet. Wurde sogar von meinem Steiger zum Aktivisten vorgeschlagen. Ist aber abgelehnt worden weil ich mich nicht gesellschaftlich engagiert habe wie es hieß.Dazu muß man wissen, daß ich in Schichten auf Montage gearbeitet habe ,im Zyklus 9-5 , also 9Tage arbeiten 5Tage frei.
Von den fünf freien Tagen brauchte ich drei um mich einigermaßen zu erholen, da war nicht mehr viel los mit gesellschaftlichem Engagement.
Aber egal.
Was mir sehr gestunken hatte in der DDR war diese Doppelzüngigkeit mit der die Leute versucht haben durchzukommen und Karriere zu machen bzw. Vorteile zu erhalten.
Das ging doch schon in der Schule los.Jetzt kann man sagen, das gabs schon immer und überall aber doch nicht so flächendeckend wie in der DDR und wollten die Sozialisten nicht die besseren aufrichtigeren , ehrlicheren Menschen sein?
Ich hatte eine Freundin die hatte sich bei Jugendtourist engagiert und Reisegruppen aus Polen , Ungarn usw. betreut.
Die Mitglieder dieser Gruppe haben sich ihrer Chefin dermaßen angebiedert, in der Hoffnung irgendwann mal eine Reise ins NSW zu kriegen.
Die haben sich regelrecht verbogen.
Und wo die alle hinwollten, Italien,Schweden, Österreich usw. Ich als einfacher Malocher habe da gestaunt , na was es alles gibt!
Hatte vorher nie über solche Möglichkeiten nachgedacht.Wie auch, mein Bruder saß ja gerade im Knast wegen versuchter Republikflucht.
Ich habe diese Maskerade nicht mehr ertragen und bin da nicht mehr zu den Treffen mitgegangen.
In meiner Straße hatte jemand einen Zeitungsausschnitt auf ein Blatt Papier geklebt und an die Tür einer runtergekommenen Wohnruine gezweckt.
Da stand dann "Unser Leipzig wird von Tag zu Tag schöner". In den nächsten drei Tagen stand dann ständig ein 1600er Lada mit zwei Leuten drinn gegenüber.
Was damals in der Zeitung stand hatte hatte aber auch garnichts mit der Realität draußen zu tun.
Die letzten Jahre der DDR , bin ich beruflich in zahlreichen Betrieben rund um Leipzig gewesen und überall war so eine Letargie,da saßen die Leute in den Werkstätten und ließen die Köpfe hängen weil wieder ein Kollege in den Westen abgehauen war oder ausgereist ist.
Das mancher Genosse von alldem nichts mitbekommen hat kann ich verstehen. Die waren einfach viel zu weit weg.



Rot: Glatte Zweckentfremdung der MfS-Mitarbeiter. Das war so wohl die Schizophrenie von Mielke, hinter jeder Ironie gleich den Klassenfeind zu vermuten.


oder die der 'schreiberlinge' heut zu tage !!!


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27.04.2013 22:35 (zuletzt bearbeitet: 27.04.2013 22:57)
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#37
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Welche Schreiberlinge?
Glaube schon das die DDR-Überwachungsorgane die scharfe "Waffe" der Satire als einen provokanten Angriff auf die Erfolge des Sozialismus verstehen konnten und dann zur Entlarvung diverser Elemente ausrückten.
Soll ab und an vorgekommen sein.
Im Oktober 89 wurden im damaligen Kreis Stollberg Straßen über Nacht mit den falschen Losungen drapiert, hui, da waren die Wespen aber aufgescheucht, Großeinsatz.
Die Jungs konnten einen Leid tun, haben nicht kapiert das es eigentlich vorbei ist und wollten noch den Windmühlenflügelkampf kämpfen.
Wie schrieb Feliks mal, die Durchsetzung der verfassungsmäßigen Ordnung


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27.04.2013 23:08
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#38
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #37
Welche Schreiberlinge?
Glaube schon das die DDR-Überwachungsorgane die scharfe "Waffe" der Satire als einen provokanten Angriff auf die Erfolge des Sozialismus verstehen konnten und dann zur Entlarvung diverser Elemente ausrückten.
Soll ab und an vorgekommen sein.
Im Oktober 89 wurden im damaligen Kreis Stollberg Straßen über Nacht mit den falschen Losungen drapiert, hui, da waren die Wespen aber aufgescheucht, Großeinsatz.
Die Jungs konnten einen Leid tun, haben nicht kapiert das es eigentlich vorbei ist und wollten noch den Windmühlenflügelkampf kämpfen.
Wie schrieb Feliks mal, die Durchsetzung der verfassungsmäßigen Ordnung


na ja, wenn du zeitzeuge der damaligen aktionen des Mfs warst seis drum !
ich kann nur sagen das es zu diesem zeitpunkt wichtigeres gegeben hat, in den reihen des mfs, als so was !!
man wußte nur zu gut die zeichen der zeit damals zu deuten , eher als andere, glaube auch nicht im angesicht der auflösungserscheinung meiner dienststelle das es irgendwo anderst war !!!


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27.04.2013 23:12 (zuletzt bearbeitet: 27.04.2013 23:24)
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Zitat von frank im Beitrag #38
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #37
Welche Schreiberlinge?
Glaube schon das die DDR-Überwachungsorgane die scharfe "Waffe" der Satire als einen provokanten Angriff auf die Erfolge des Sozialismus verstehen konnten und dann zur Entlarvung diverser Elemente ausrückten.
Soll ab und an vorgekommen sein.
Im Oktober 89 wurden im damaligen Kreis Stollberg Straßen über Nacht mit den falschen Losungen drapiert, hui, da waren die Wespen aber aufgescheucht, Großeinsatz.
Die Jungs konnten einen Leid tun, haben nicht kapiert das es eigentlich vorbei ist und wollten noch den Windmühlenflügelkampf kämpfen.
Wie schrieb Feliks mal, die Durchsetzung der verfassungsmäßigen Ordnung


na ja, wenn du zeitzeuge der damaligen aktionen des Mfs warst seis drum !
ich kann nur sagen das es zu diesem zeitpunkt wichtigeres gegeben hat, in den reihen des mfs, als so was !!
man wußte nur zu gut die zeichen der zeit damals zu deuten , eher als andere, glaube auch nicht im angesicht der auflösungserscheinung meiner dienststelle das es irgendwo anderst war !!!


Was denn da konkret?
Ich meine zum Zeitpunkt vor dem 7. Oktober 89.
Tippe mal darauf das ihr in Vorbereitung des großen Jubiläums immer noch wie eine Herde Hammel euren Schäfern hinterher gerannt seid oder willst du uns tatsächlich erzählen das du als kleines Licht den Arsch in der Reithose hattest und bist zu deinem Vorgesetzten und hast dem verkündet das nun was anders werden muss und die wahren Feinde des Sozialismus eigentlich nicht die Jungs mit den Farbtöpfen sind?


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27.04.2013 23:43
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #39
Zitat von frank im Beitrag #38
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #37
Welche Schreiberlinge?
Glaube schon das die DDR-Überwachungsorgane die scharfe "Waffe" der Satire als einen provokanten Angriff auf die Erfolge des Sozialismus verstehen konnten und dann zur Entlarvung diverser Elemente ausrückten.
Soll ab und an vorgekommen sein.
Im Oktober 89 wurden im damaligen Kreis Stollberg Straßen über Nacht mit den falschen Losungen drapiert, hui, da waren die Wespen aber aufgescheucht, Großeinsatz.
Die Jungs konnten einen Leid tun, haben nicht kapiert das es eigentlich vorbei ist und wollten noch den Windmühlenflügelkampf kämpfen.
Wie schrieb Feliks mal, die Durchsetzung der verfassungsmäßigen Ordnung


na ja, wenn du zeitzeuge der damaligen aktionen des Mfs warst seis drum !
ich kann nur sagen das es zu diesem zeitpunkt wichtigeres gegeben hat, in den reihen des mfs, als so was !!
man wußte nur zu gut die zeichen der zeit damals zu deuten , eher als andere, glaube auch nicht im angesicht der auflösungserscheinung meiner dienststelle das es irgendwo anderst war !!!


Was denn da konkret?
Ich meine zum Zeitpunkt vor dem 7. Oktober 89.
Tippe mal darauf das ihr in Vorbereitung des großen Jubiläums immer noch wie eine Herde Hammel euren Schäfern hinterher gerannt seid oder willst du uns tatsächlich erzählen das du als kleines Licht den Arsch in der Reithose hattest und bist zu deinem Vorgesetzten und hast dem verkündet das nun was anders werden muss und die wahren Feinde des Sozialismus eigentlich nicht die Jungs mit den Farbtöpfen sind?



hier, glaube ich, wurde die zeit nach dem 7. oktober angesprochen ! wie du es sagst war , an diesem tag alles wie immer , nur das wir über das kommende schon vorher informiert wurden ! genauso ist es eingetreten !!! hast du verstanden warum es hier eigentlich geht ?
keine dienststelle des Mfs hat nach diesem tag wohl den gewohnten dienst erbracht !!!


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27.04.2013 23:46
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Zitat von frank im Beitrag #40
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #39
Zitat von frank im Beitrag #38
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #37
Welche Schreiberlinge?
Glaube schon das die DDR-Überwachungsorgane die scharfe "Waffe" der Satire als einen provokanten Angriff auf die Erfolge des Sozialismus verstehen konnten und dann zur Entlarvung diverser Elemente ausrückten.
Soll ab und an vorgekommen sein.
Im Oktober 89 wurden im damaligen Kreis Stollberg Straßen über Nacht mit den falschen Losungen drapiert, hui, da waren die Wespen aber aufgescheucht, Großeinsatz.
Die Jungs konnten einen Leid tun, haben nicht kapiert das es eigentlich vorbei ist und wollten noch den Windmühlenflügelkampf kämpfen.
Wie schrieb Feliks mal, die Durchsetzung der verfassungsmäßigen Ordnung


na ja, wenn du zeitzeuge der damaligen aktionen des Mfs warst seis drum !
ich kann nur sagen das es zu diesem zeitpunkt wichtigeres gegeben hat, in den reihen des mfs, als so was !!
man wußte nur zu gut die zeichen der zeit damals zu deuten , eher als andere, glaube auch nicht im angesicht der auflösungserscheinung meiner dienststelle das es irgendwo anderst war !!!


Was denn da konkret?
Ich meine zum Zeitpunkt vor dem 7. Oktober 89.
Tippe mal darauf das ihr in Vorbereitung des großen Jubiläums immer noch wie eine Herde Hammel euren Schäfern hinterher gerannt seid oder willst du uns tatsächlich erzählen das du als kleines Licht den Arsch in der Reithose hattest und bist zu deinem Vorgesetzten und hast dem verkündet das nun was anders werden muss und die wahren Feinde des Sozialismus eigentlich nicht die Jungs mit den Farbtöpfen sind?



hier, glaube ich, wurde die zeit nach dem 7. oktober angesprochen ! wie du es sagst war , an diesem tag alles wie immer , nur das wir über das kommende schon vorher informiert wurden ! genauso ist es eingetreten !!! hast du verstanden warum es hier eigentlich geht ?
keine dienststelle des Mfs hat nach diesem tag wohl den gewohnten dienst erbracht !!!


Ich bezog mich mit der Angabe Oktober auf den Zeitpunkt vor dem 7. und da lag auch schon lange alles im Argen, schade das du das nicht wusstest.


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27.04.2013 23:59
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #41
Zitat von frank im Beitrag #40
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #39
Zitat von frank im Beitrag #38
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #37
Welche Schreiberlinge?
Glaube schon das die DDR-Überwachungsorgane die scharfe "Waffe" der Satire als einen provokanten Angriff auf die Erfolge des Sozialismus verstehen konnten und dann zur Entlarvung diverser Elemente ausrückten.
Soll ab und an vorgekommen sein.
Im Oktober 89 wurden im damaligen Kreis Stollberg Straßen über Nacht mit den falschen Losungen drapiert, hui, da waren die Wespen aber aufgescheucht, Großeinsatz.
Die Jungs konnten einen Leid tun, haben nicht kapiert das es eigentlich vorbei ist und wollten noch den Windmühlenflügelkampf kämpfen.
Wie schrieb Feliks mal, die Durchsetzung der verfassungsmäßigen Ordnung


na ja, wenn du zeitzeuge der damaligen aktionen des Mfs warst seis drum !
ich kann nur sagen das es zu diesem zeitpunkt wichtigeres gegeben hat, in den reihen des mfs, als so was !!
man wußte nur zu gut die zeichen der zeit damals zu deuten , eher als andere, glaube auch nicht im angesicht der auflösungserscheinung meiner dienststelle das es irgendwo anderst war !!!


Was denn da konkret?
Ich meine zum Zeitpunkt vor dem 7. Oktober 89.
Tippe mal darauf das ihr in Vorbereitung des großen Jubiläums immer noch wie eine Herde Hammel euren Schäfern hinterher gerannt seid oder willst du uns tatsächlich erzählen das du als kleines Licht den Arsch in der Reithose hattest und bist zu deinem Vorgesetzten und hast dem verkündet das nun was anders werden muss und die wahren Feinde des Sozialismus eigentlich nicht die Jungs mit den Farbtöpfen sind?



hier, glaube ich, wurde die zeit nach dem 7. oktober angesprochen ! wie du es sagst war , an diesem tag alles wie immer , nur das wir über das kommende schon vorher informiert wurden ! genauso ist es eingetreten !!! hast du verstanden warum es hier eigentlich geht ?
keine dienststelle des Mfs hat nach diesem tag wohl den gewohnten dienst erbracht !!!


Ich bezog mich mit der Angabe Oktober auf den Zeitpunkt vor dem 7. und da lag auch schon lange alles im Argen, schade das du das nicht wusstest.


meine seite ist da wohl unrelevant , das Mfs bin ich mir sicher wusste alles !!!


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28.04.2013 13:39 (zuletzt bearbeitet: 28.04.2013 13:40)
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#43
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ABV

Die Schilderungen von Vierkrug haben bei mir etliche Erinnerungen geweckt. Offensichtlich haben sich 1990 überall in der (Volks)Polizei annähernd die gleichen Szenen abgespielt. Eigenartig, wie rasch und problemlos einige Offiziere ihren Hals drehen konnten! Abfällig über das ehemalige MfS zu reden, gehörte in jener Zeit innerhalb der VP " zum guten Ton". Zumindest bei einigen Führungskräften. Mit diesem Gebaren wollte man sich wohl in der Öffentlichkeit gegenüber dem in Verruf geratenen " Bruderorgan" abgrenzen. Da fielen dann Sätze wie: " Was sollte ich denn machen? Das hatte doch die Stasi angewiesen."
Kurz vor der Wende wurde zum Beispiel im VPKA Seelow ein junger Volkspolizist vom Amtsleiter vor die Wahl gestellt, sich entweder von seiner schwangeren Freundin zu trennen, oder den Dienst zu quittieren. Besaß doch seine Freundin die " ungeheure Frechheit", einmal im Jahr Besuch von ihrem in der Bundesrepublik lebenden Cousin zu erhalten. Trotz allem Zureden, wollte die störrische Dame den Kontakt nicht einstellen. Was sie als künftige Volkspolizistenehefrau geradezu disqualifizierte.
So kam es wie es kommen musste: der VP-Angehörige wurde, im Beisein seiner Freundin, vor ein aus mehreren Offizieren des VPKA Seelow bestehende Kommission geladen. Als sich die Dame noch immer uneinsichtig zeigte, stellte der Amtsleiter den Polizisten unmißverständlich vor die Wahl: " Entweder du trennst dich von ihr, oder du ziehst die Uniform aus." Was in diesem Fall für eine angedrohte Entlassung steht. Nicht das jetzt jemand denkt, dass der Arme auch noch strippen musste. Jedenfalls schaltete nun auch der Volkspolizist auf stur. O-Ton Amtsleiter: " Es wäre wirklich schade, einen hoffnungslosen Volkspolizisten zu verlieren. Die Frau taugt doch nichts. Schließlich pflegt sie doch Kontakte in die Bundesrepublik."
Darauf der Polizist: " Meine Freundin ist hochschwanger. Wie kann ich sie denn jetzt im Stich lassen?" Darauf der Amtsleiter, unter breitem Grinsen:
" Das ist doch kein Problem. Wir befördern dich demnächst, dann hast du mehr Geld und kannst locker die Allimente bezahlen."
Der meinte das wirklich ernst! So unglaublich das auch klingen mag. Für den Volkspolizisten war das Gequatsche so etwas wie der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Er verkündete vor der Kommission, sich auf keinen Fall von seiner Freundin trennen zu wollen. Vier Wochen später arbeitete er wieder in seinem früheren Beruf als Schlosser.
Ein Jahr später traf er den Amtsleiter zufällig auf der Straße. Der entschuldigte sich wortreich bei ihm. An allen wäre nur die Kreisdienststelle für Staatssicherheit schuld gewesen. Dort hätte man die Weisung erteilt, dass der Genosse unbedingt aus dem Dienst entfernt werden müsse.
Aha und warum dann dieses Schmierentheater? Wenn man den Polizisten ohnehin in die Wüste, bzw zurück zur LPG schicken wollte?
Eine von vielen heute noch unbeantworteter Fragen. Auf die es wohl keine Antwort mehr geben wird. Meiner Meinung nach, ist es der VP, neben den anderen Staatsorganen, " wunderbar" gelungen, eigene Schweinereien auf das MfS abzuwälzen. Immer unter dem Motto: " Wir waren höchstens die Ausführenden. Die Befehle kamen von der Staatssicherheit."

Gruß an alle
Uwe

28.04.2013 14:37
avatar  Lutze
#44
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Zitat von ABV im Beitrag #43
Die Schilderungen von Vierkrug haben bei mir etliche Erinnerungen geweckt. Offensichtlich haben sich 1990 überall in der (Volks)Polizei annähernd die gleichen Szenen abgespielt. Eigenartig, wie rasch und problemlos einige Offiziere ihren Hals drehen konnten! Abfällig über das ehemalige MfS zu reden, gehörte in jener Zeit innerhalb der VP " zum guten Ton". Zumindest bei einigen Führungskräften. Mit diesem Gebaren wollte man sich wohl in der Öffentlichkeit gegenüber dem in Verruf geratenen " Bruderorgan" abgrenzen. Da fielen dann Sätze wie: " Was sollte ich denn machen? Das hatte doch die Stasi angewiesen."
Kurz vor der Wende wurde zum Beispiel im VPKA Seelow ein junger Volkspolizist vom Amtsleiter vor die Wahl gestellt, sich entweder von seiner schwangeren Freundin zu trennen, oder den Dienst zu quittieren. Besaß doch seine Freundin die " ungeheure Frechheit", einmal im Jahr Besuch von ihrem in der Bundesrepublik lebenden Cousin zu erhalten. Trotz allem Zureden, wollte die störrische Dame den Kontakt nicht einstellen. Was sie als künftige Volkspolizistenehefrau geradezu disqualifizierte.
So kam es wie es kommen musste: der VP-Angehörige wurde, im Beisein seiner Freundin, vor ein aus mehreren Offizieren des VPKA Seelow bestehende Kommission geladen. Als sich die Dame noch immer uneinsichtig zeigte, stellte der Amtsleiter den Polizisten unmißverständlich vor die Wahl: " Entweder du trennst dich von ihr, oder du ziehst die Uniform aus." Was in diesem Fall für eine angedrohte Entlassung steht. Nicht das jetzt jemand denkt, dass der Arme auch noch strippen musste. Jedenfalls schaltete nun auch der Volkspolizist auf stur. O-Ton Amtsleiter: " Es wäre wirklich schade, einen hoffnungslosen Volkspolizisten zu verlieren. Die Frau taugt doch nichts. Schließlich pflegt sie doch Kontakte in die Bundesrepublik."
Darauf der Polizist: " Meine Freundin ist hochschwanger. Wie kann ich sie denn jetzt im Stich lassen?" Darauf der Amtsleiter, unter breitem Grinsen:
" Das ist doch kein Problem. Wir befördern dich demnächst, dann hast du mehr Geld und kannst locker die Allimente bezahlen."
Der meinte das wirklich ernst! So unglaublich das auch klingen mag. Für den Volkspolizisten war das Gequatsche so etwas wie der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Er verkündete vor der Kommission, sich auf keinen Fall von seiner Freundin trennen zu wollen. Vier Wochen später arbeitete er wieder in seinem früheren Beruf als Schlosser.
Ein Jahr später traf er den Amtsleiter zufällig auf der Straße. Der entschuldigte sich wortreich bei ihm. An allen wäre nur die Kreisdienststelle für Staatssicherheit schuld gewesen. Dort hätte man die Weisung erteilt, dass der Genosse unbedingt aus dem Dienst entfernt werden müsse.
Aha und warum dann dieses Schmierentheater? Wenn man den Polizisten ohnehin in die Wüste, bzw zurück zur LPG schicken wollte?
Eine von vielen heute noch unbeantworteter Fragen. Auf die es wohl keine Antwort mehr geben wird. Meiner Meinung nach, ist es der VP, neben den anderen Staatsorganen, " wunderbar" gelungen, eigene Schweinereien auf das MfS abzuwälzen. Immer unter dem Motto: " Wir waren höchstens die Ausführenden. Die Befehle kamen von der Staatssicherheit."

Gruß an alle
Uwe


da beides nicht ging,hat er sich für die Familie entschieden,
mein Respekt,
andererseits hätte er bei der Volkspolizei auch nicht viel
beruflich erreichen können,nach diesen Vorfall
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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28.04.2013 14:57
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ABV

Leichtgefallen ist ihm die Entscheidung gegen den Beruf sicher nicht. Man hatte ihn damals regelrecht vergrault. Wie er mir weiter erzählte, wollte seine Freundin sogar einlenken. Aber als dann der Amtsleiter meinte, dass sie nichts taugen würde, " war der Drops endgültig gelutscht". Von dem unmoralischen Angebot mit der Beförderung, einmal ganz zu schweigen. Ziemlich dreist finde ich, dass der Oberstleutnant das ganze auf die schon nicht mehr existierende Stasi abwälzen wollte. Obwohl das ganze natürlich keine gute Basis für eine Übernahme in die neue Polizei abgab.
Zum Glück für den Amtsleiter, verzichtete der entlassene Kollege nach der Wende, auf die ihm zustehende Rückkehr in den Polizeidienst. Er wollte wohl mit dem ganzen nichts mehr zu tun haben.

Gruß Uwe

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