BND und Verfassungsschutz helfen Tunis

09.04.2013 19:29
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Reform des Sicherheitsapparats: BND und Verfassungsschutz helfen Tunis

Tunesien galt als Geheimdienststaat. Über 300 Menschen starben während der Aufstände 2011. Seit der Revolution wurden Polizei und Geheimdienst nicht reformiert. Nun will Berlin helfen - mit dem BND und dem Verfassungsschutz.

Berlin - Der Bundesnachrichtendienst (BND) und der Verfassungsschutz unterstützen die tunesischen Regierung bei der Reform ihres Sicherheitsapparats. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung hervor auf eine mündliche Frage der Links-Fraktion, die SPIEGEL ONLINE vorliegt.

Demnach kommt es seit Frühjahr 2012 zu einer Kooperation zwischen Tunis und Berlin zum Thema "Nachrichtendienste im demokratischen Rechtsstaat". Unter Beteiligung des BND wurden bereits zwei Vortragsreisen in Tunesien durchgeführt. Für Mai ist in Tunis ein Workshop dazu geplant, wie Tunesien seine Geheimdienst-Gesetzgebung anpassen könnte.

Tunesien galt unter Machthaber Zine el Abidine Ben Ali als Geheimdienststaat. Oppositionelle verschwanden im Gefängnis und wurden teils gefoltert. Während der Aufstände im Land ab Dezember 2010 wurden mehr als 300 Demonstranten von der Polizei und Geheimdienstlern erschossen.

"Ausgerechnet der BND und der Verfassungsschutz sollen Tunesien Nachhilfe geben. Das ist die zynische Antwort der Bundesregierung auf den Arabischen Frühling", sagte der Linke-Abgeordnete Andrej Hunko SPIEGEL ONLINE. Die beiden Dienste stehen im Zuge der NSU-Affäre in der Kritik.

Der Verfassungsschutz soll in Tunesien dieses Jahr einen Lehrgang zum Thema "Terrorismusabwehr" ausrichten. Unter Ben Ali wurden die Anti-Terrorismus-Gesetze dazu missbraucht, um politische Gegner auszuschalten vor allem Islamisten.

Seit der Revolution hat Tunesien seinen Sicherheitsapparat noch nicht reformiert. Eine Übergangsregierung unter dem Vorsitz der islamistischen Ennahda-Partei arbeitet derzeit am Entwurf der neuen Verfassung. Die Kooperation der deutschen Bundesregierung mit Tunis ist Teil einer EU-Initiative zur Reform des Sicherheitssektors in Tunesien.

Neben dem Verfassungsschutz und dem BND soll Bundeskriminalamt die tunesischen Sicherheitskräfte weiterbilden - zu Drogenbekämpfung und Tatortarbeit. Die Bundespolizei soll Tunis bei Flughafenkontrollen helfen und bei der "maritimen Sicherheit". Damit dürfte eine bessere Kontrolle von Tunesiens Seegrenzen gemeint sein, etwa um Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa zu stoppen.

quelle: spiegel online.de

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so neu ist die zusammenarbeit ja nun nicht. schon sehr frühzeitig (1956) entsandte damals der bundesnachrichtendienst den ehem. abwehrspezialisten der deutschen wehrmacht, richard christmann, als residenten nach tunis.

----> empfehlung: "der bnd und sein agent richard christmann - von matthias ritzi und erich schmidt-eenboom"


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09.04.2013 20:28
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#2
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sind die Tunesier denn total von der Rolle? wie kann man sich denn solche Stümper holen? Da gibt es aber bessere "Dienste"! Um gleich jegliche Spekulation auszuschließen, ich schreibe von Diensten welche noch existieren!


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09.04.2013 21:07
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#3
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Zitat von SCORN im Beitrag #2
sind die Tunesier denn total von der Rolle? wie kann man sich denn solche Stümper holen? Da gibt es aber bessere "Dienste"! Um gleich jegliche Spekulation auszuschließen, ich schreibe von Diensten welche noch existieren!


du vergisst. der jude war für die v.g. ghd´s schon immer der gemeinsame feind .
meine persönliche meinung: die zweite und dritte riege, die schon immer unter deutschem vertrag ( ...auch per handschlag ) stand, holt sich jetzt, nachdem sie nach oben gespült wurden, auf direktem weg die neue schutzmacht (für einfache gemüter: ausbilder) ins haus


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