fluchtversuch tom meier und ollie rübner

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27.05.2013 13:24
#76
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Wer war der Auftraggeber und Honorarschuldner?
Theo


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27.05.2013 13:40
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#77
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Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #70
Zitat von Pit 59 im Beitrag #69
Ich denke aber das Alfred meinte,das auch irgendwelche DDR Fanatiker,oder was weiss ich für welche, illegal die Grenze von West nach Ost Überschritten.Klingt für mich zwar Utopisch,aber solls ja gegeben haben.
Konnten solche eigentlich auch einen "Ausreiseantrag "stellen? ohne die strapaziöse Flucht auf sich zu nehmen,mit der Gefahr eventuell erschossen zu werden.Ging ja aber auch wieder nicht,die Grenzschützer mussten ja erst warten bis er auf Freundesland war.


Warum sollte jemand die Grenze von West nach Ost überwinden, aus Abenteuerlaune?
Mal ehrlich, wer in die DDR wollte, hätte doch sicher Übersiedeln können.



@Pit59 und @Silberfuchs60, auch so etwas hat es, wenn auch nur vereinzelt und aus was für Beweggründen auch immer, gegeben. Einer dieser Fälle mit tödlichem Ausgang ereignete sich hier ganz in der Nähe im Eckertal bei Stapelburg/ Bad Harzburg am 10.06.1976.


Mauerschützen vor Gericht: Zwei Prozesse, zwei Urteile - n-tv.de

Leider hab ich keinen besseren Link gefunden, über den Fall ist hier im Forum auch schon mehrfach debattiert wurden.

Nur soviel dazu, es handelte sich bei dem Opfer um einen 40- jährigen Kohlenträger aus Bad Harzburg, der nach ausgiebigen Zechtouren speziell in der Gaststätte "Eckerkrug" es öfter mal in den Kopf bekam und der Meinung war (so wörtlich in der Schilderung von Zeitzeugen) "...seine Freunde in der DDR besuchen zu müssen...". In diesem Grenzabschnitt war er auch bei den DDR- Grenzern kein Unbekannter und schon mehrmals in den zurückliegenden Jahren auf DDR- Gebiet aufgegriffen und verhaftet wurden. Man löste die Sache wohl auf die eigene und unspektakuläre Art und setzte ihn nach ein paar Tagen bzw. Ausnüchterung in einer Zelle der GT, VP oder des MfS einfach wieder "auf dem westlichen Eckerufer" ab.

Nur an diesem besagten 10.06.176 kam es etwas anders und dieser Vorfall endete tödlich...

Auch hier haben sich Zeitzeugen dahingehend geäußert, das es allgemein im Bereich Eckertal/ Bad Harzburg bekannt war und das es nur eine Frage der Zeit war, das so etwas irgendwann mal passieren mußte.

Was natürlich wiederum nicht die Abgabe von tödlichen Schüssen rechtfertigt.

Und was den Fall von 1979 im Bereich der GK Sorge anbelangt, unabhängig von dem Stand der damals gültigen Schusswaffenanwendungsvorschriften war es von den Schützen auch gegenüber den eigenen Kameraden mehr als leichtfertig, 51 Schuss auf "flüchtende Schatten" in Richtung Hinterland abzugeben! Zu mal Alarmierungszustand ausgelöst war und sich etliche Posten, Postenpaare in diesem Bereich aufgehalten haben. Und das wußten beide AGT!

Natürlich wird bei diesem enormen psychischem Druck, der hier durch die Vorgesetzten wissentlich und rechtlich zweifelhaft aufgebaut wurde, in diesem Augenblick mehr die Angst vor einer Bestrafung eine Rolle gespielt haben als das Nachdenken über irgendwelche Vorschriften.

Da kann man aber mal wieder ganz deutlich erkennen, was die skrupellose Ausnutzung von Unterstellungsverhältnissen anrichten kann...

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...

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27.05.2013 14:20
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#78
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #76
Wer war der Auftraggeber und Honorarschuldner?
Theo



Na wer wohl, sicherlich die bösen Bonner Ultras.
Ist aber bissel knickrig einen für schlappe 5000 Märker als Minentester los zuschicken.


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27.05.2013 14:51
#79
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #71

Zitat

Warum sollte jemand die Grenze von West nach Ost überwinden, aus Abenteuerlaune?


Das hat´s doch gegeben, wenn auch nur vereinzelt.
War da nicht mal einer, der auch in der Nähe einer FÜST erschossen wurde, ein ehemaliger DDR Bewohner, der dort auch div. Flugblätter "verlor"?

Mfg Berlin



Ja,bei uns im Abschnitt.Im GR6 und zwar am Inselzugang Stintenburg Schalsee.Da hat sich jemand gemeldet und sagte er kommt von Drüben.Das war beim Postenpaar, was mich zum Ende der Spätschicht ablöste.Muss aber mit anführen,das es damals auf der Insel kein Grenzzaun gab,Nur einen K6.
Später bei der API-erzählte man uns,das es jemand war der 5 Jahre zuvor in den Westen flüchtete.Ob der nun von Grosszecher rüber geschwommen ist oder ein Boot benutzt hat,das entzieht sich meiner Kenntnis.Zugetragen hat sich das 1975.


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27.05.2013 14:56
#80
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Nee, Rostocker, den meinte ich nicht. Da war noch einer, der war auch bewaffnet und der wurde in der Nähe der Füst erschossen.

Mit Nähe meine ich so um 100, 200 m entfernt.
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Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

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27.05.2013 16:03
#81
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Es ist etwa wie folgt abgelaufen
an einem samstagnachmittag hatte unsere GK Wapi angesagt. Mittendrin flog die Tür auf und der UvD schrie: A-Gruppe und Bergetrupp raus!
Verletzte in der Minensperre.
Die Auslösung erfolgte an der sogen. Gasse WIZ ( F8o/B80 ) Abschn.Hohengandern.
Als unsere Leute eintrafen, stand ein junger Mann auf dem 6m und seine Freundin lag freundwärts GZ1 mit schwersten Verletzungen.
Am Schlagbaum unmittelbar auf BRD-Gebiet, stand ein schwarzer Mercedes und ein älterer Mann.
Es wurden sofort die Erste Hilfemaßnahmen eigeleitet.
Wenig später, kam auf der anderen Seite ein Fahrzeug vom Fernsehen und ein SanKra des BGS zum besagten Schlagbaum.
Den LO der A-Gruppe hatten unsre Leute als Sichtschutz so postiert, daß keine Aufnahmen von feindwärts gemacht werden konnten.
Das verletzte Mädchen wurde sofort nach Heiligenstadt ins Krankenhaus gebracht.Sie war 19.
Ihr Freund ( 18 ) wurde auf der GK verhört. Es stellte sich heraus,daß beiden für das Überwinden des Zaunes ( hin/zurück ) 10 000 DM
versprochen wurde ! Von der neuartigen Minensperre wußten sie garnichts.
Die Person am Schlagbaum war glaub ich der Opa des Mädchens.
Beide waren arbeitslos und bräuchten das Geld,sagte der junge Mann.
Am Ende stellte sich noch herraus, daß der Junge Analphabet war. Ich war dabei, wie er 3xxx unter jede Seite des Protokolls machte.
Er wurde dann von Herren in zivil abtransportiert - wohin ???

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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27.05.2013 18:13
#82
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Zitat von Hansteiner im Beitrag #81
Es ist etwa wie folgt abgelaufen
an einem samstagnachmittag hatte unsere GK Wapi angesagt. Mittendrin flog die Tür auf und der UvD schrie: A-Gruppe und Bergetrupp raus!
Verletzte in der Minensperre.
Die Auslösung erfolgte an der sogen. Gasse WIZ ( F8o/B80 ) Abschn.Hohengandern.
Als unsere Leute eintrafen, stand ein junger Mann auf dem 6m und seine Freundin lag freundwärts GZ1 mit schwersten Verletzungen.
Am Schlagbaum unmittelbar auf BRD-Gebiet, stand ein schwarzer Mercedes und ein älterer Mann.
Es wurden sofort die Erste Hilfemaßnahmen eigeleitet.
Wenig später, kam auf der anderen Seite ein Fahrzeug vom Fernsehen und ein SanKra des BGS zum besagten Schlagbaum.
Den LO der A-Gruppe hatten unsre Leute als Sichtschutz so postiert, daß keine Aufnahmen von feindwärts gemacht werden konnten.
Das verletzte Mädchen wurde sofort nach Heiligenstadt ins Krankenhaus gebracht.Sie war 19.
Ihr Freund ( 18 ) wurde auf der GK verhört. Es stellte sich heraus,daß beiden für das Überwinden des Zaunes ( hin/zurück ) 10 000 DM
versprochen wurde ! Von der neuartigen Minensperre wußten sie garnichts.
Die Person am Schlagbaum war glaub ich der Opa des Mädchens.
Beide waren arbeitslos und bräuchten das Geld,sagte der junge Mann.
Am Ende stellte sich noch herraus, daß der Junge Analphabet war. Ich war dabei, wie er 3xxx unter jede Seite des Protokolls machte.
Er wurde dann von Herren in zivil abtransportiert - wohin ???

H.


In welchem Jahr soll dies gewesen sein?
"Mobility, Vigilance, Justice"

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27.05.2013 18:28
#83
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Hallo Thunderhorse,

es handelt sich um 75/76. Es war das einzige schwere VK in meiner ( ! ) DZ mit der G 501

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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27.05.2013 19:52 (zuletzt bearbeitet: 27.05.2013 20:17)
avatar  Lutze
#84
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diesen Fall gab es auch
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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27.05.2013 20:46
#85
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@ Lutze und Rüganer: Den meinte ich.

Mfg Berlin
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Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

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27.05.2013 21:18 (zuletzt bearbeitet: 27.05.2013 21:19)
#86
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Zitat von Hansteiner im Beitrag #83
Hallo Thunderhorse,

es handelt sich um 75/76. Es war das einzige schwere VK in meiner ( ! ) DZ mit der G 501

H.


Über einen angeblichen Grenzübertritt West - Ost in jener Zeit (75/76) gibt's keine Anhaltspunkte.
Jedoch eine versuchte Flucht von 2 Personen Ost - West (davon eine durch SM70 - Anlage 501 schwer verletzt), Festnahme durch DDR-Organe.

Kann der Zeitraum eingegrenzt werden? Sommer / Winter eventuell Monat?

TH

"Mobility, Vigilance, Justice"

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28.05.2013 08:19
#87
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Hallo Thunderhorse,

der Vorfall hat sich wahrhaftig so ereignet !
Wann das war, es ist ja schon lange her kann ich nicht mehr genau sagen. Im WInter war es aber nicht.
Die beiden Personen sollten die bei uns neu installierte G 501 gegen "Bezahlung" testen.
Vielleicht wurde das widermal von irgend einer Seite vertuscht ! Wo war das andere VK überhaupt?
Die M.-Anlage war noch nicht allzulange im Einsatz als es geschah.( Wann wurde sie installiert ? )
Wenn meine Glaubwürdigkeit in Frage gestellt wird, könnt ihr auf meine weitere Teilnahme am Forum verzichten !

H.

Erst stirbt der Baum und dann der Mensch !


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28.05.2013 08:35 (zuletzt bearbeitet: 28.05.2013 08:38)
avatar  Pit 59
#88
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Hallo Rainer

Das ist doch Quatsch,hier wird Niemand deine Glaubwürdigkeit in Frage stellen.Was man erlebt hat weiss man,das ist ja auch schon lange her.An jede Einzelheit könnte ich mich auch nicht Erinnern.
Aber Fragen von anderen Usern werden doch erlaubt sein,Oder ?
Und nicht immer gleich den beleidigten spielen,der Thunderhorse weiss sehr viel,aber eben auch nicht alles. Also weitermachen.

Gruß Peter


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28.05.2013 08:42 (zuletzt bearbeitet: 28.05.2013 21:51)
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#89
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( gelöscht )

Genau, nicht einschnappen.
Was bei den Vernehmungen konkret herauskam hat man den einfachen Grenzsoldaten wohl sowieso nicht erzählt, oder oftmals halt einem vom Pferd.
Ganz beliebt waren zum Wachsamerwerden z.B. die Horrorgeschichten von der ominösen Gartenschläger-Bande, mir stellen sich heute noch die Haare auf (obwohl ich gar keine mehr habe) wenn ich daran denke.


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28.05.2013 10:04
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#90
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #69
Ich denke aber das Alfred meinte,das auch irgendwelche DDR Fanatiker,oder was weiss ich für welche, illegal die Grenze von West nach Ost Überschritten.Klingt für mich zwar Utopisch,aber solls ja gegeben haben.
Konnten solche eigentlich auch einen "Ausreiseantrag "stellen? ohne die strapaziöse Flucht auf sich zu nehmen,mit der Gefahr eventuell erschossen zu werden.Ging ja aber auch wieder nicht,die Grenzschützer mussten ja erst warten bis er auf Freundesland war.

Hallo Pit,

wir hatten da mal ein Vorkommnis an der GüSt Salzwedel. Normalerweise war Salzwedel wohl die langweiligste GüSt, nie passierte was, also kein Vergleich mit Marienborn u. a. Aber manchmal geschieht es doch, als ein britischer Staatsbürger mit dem Fahrrad auf das Hoheitsgebiet der DDR ankam. Er ließ sich anstandslos festnehmen. Keine Ahnung warum und weshalb und was anschließend mit ihm passierte - Fahnenflucht? ich weiß es nicht. Es sind ganz einfach Geschichten wo man nur ungläubig den Kopf schütteln kann.

Gruß Hartmut!

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