Legendierte Fahnenfluchten

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03.04.2013 20:45
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Bei mir an der Uni (FU Berlin) war ein Professor MfS-Agent. Er wurde erst nach der Wende enttarnt. Der soll schon in den fünfziger Jahren unter der Legende "Flüchtling" aus der DDR in den Westen geschleust worden sein, um Einflussagent zu werden. Hat auch in entsprechend interessierenden Richtungen gearbeitet und geforscht und angeblich Tipps gegeben, welche seiner Studenten das MfS ebenfalls als Agent anwerben soll.

Richtige Fahnenfluchten unter Legende kenne ich nicht.


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03.04.2013 20:54
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#17
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Zitat von seaman im Beitrag #15
Zitat von Gert im Beitrag #14
[quote=seaman|p244410]
Was du als Judaslohn bezeichnest, war für mich Verdienstausfall, denn in der Zeit, wo ich dort zur Verfügung stand hätte ich ja schon Geld verdienen können. Ausserdem begründet ein Judaslohn einen Verrat von Freunden. Die Kommunisten waren aber nicht meine Freunde, sondern damals waren sie meine Feinde. Feinde kann man bekanntlich nicht verraten. Mein Freunde sassen vor mir, z.B. die Amerikaner.




Na ja,
bei mir war das genau entgegengesetzt.
Hatte keinen Verdienstausfall und verarschte Deine Freunde...
So war das damals.

seaman

Ach noch etwas,Feinde kann man schon verraten,aber Freunde niemals!




rot mark. das habe ich auch von dir nicht anders erwartet. Dass du sie verars... wolltest haben sie sicher über kurz oder lang bemerkt. Die waren ja nicht dumm, auch wenn du sie nicht zu deinen Freunden zähltest. Man sollte seine "Feinde" nie unterschätzen.

Das mit dem Verrat sehe ich aber anders, denn über Feinde kann ich zwar berichten aber sie nicht verraten. Verraten kann man nach meinem Selbstverständnis nur Leute oder Ideen, die einem zuvor vertrauten. Das verstehe ich unter Verrat und das meinte ich in meinem Post so wie hier noch mal erläutet.


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03.04.2013 21:01
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#18
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Zitat von Gert im Beitrag #17

Man sollte seine "Feinde" nie unterschätzen.



Das wäre ein Fehler....

Ob sie über kurz oder lang etwas bemerkten-klares NEIN.

seaman


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04.04.2013 23:35
#19
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Also wenn ich das mal hier für mich zusammenfassen kann, gibt es durch den Beitrag von willie einen Hinweis , dass so theoretisch Informationen beschafft wurden . Allerdings ist durch die frühzeitige Rückkehr des Soldaten ,das Misstrauen ,was durch den damals Vernehmenden hier bestätigt wurde, gegen nachfolgende GT-Angehörige zu groß , als das man nach diesem Muster weiter verfahren konnte.
Nach meinem laienhaften Wissensstand war der Bedarf des MFS an allen Informationen über die BRD sehr hoch und dieser Bedarf konnte nicht nur mit angeworbenen Bundesbürgern beschafft werden. Deshalb wurde durch sehr langfristige Vorbereitungen auch DDR Bürger in den Westen übergesiedelt um da als Kundschafter zu arbeiten.
Das BfV hat nicht geschlafen, und so sind laut Medienberichten (Zeitpunkt weiss ich nicht mehr) einige Kundschafter schon nach kurzer Zeit enttarnt worden, durch die Rasterfahndung.
So könnte es gute Gründe gegeben haben, dieses Raster zu unterlaufen, unter anderem mit ehemaligen GT –Leuten, welche nach ihrer „Flucht“ als Kundschafter im Bundesgebiet etc. , gearbeitet hätten.
Für mich wäre jedenfalls ein ehemaliger Fahnenflüchtiger , unverdächtiger als jemand der mit einem Ausreiseantrag ins Bundesgebiet, übergesiedelt ist.
Die andere Sache in welche Positionen er gelangen könnte, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ein zweiter „ Topas“ hätte er wahrscheinlich nicht werden können.Ich bin aber auch kein Nachrichtendienstler.


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05.04.2013 07:45 (zuletzt bearbeitet: 05.04.2013 07:46)
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#20
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Zitat von Grenzerei im Beitrag #19
Also wenn ich das mal hier für mich zusammenfassen kann, gibt es durch den Beitrag von willie einen Hinweis , dass so theoretisch Informationen beschafft wurden . Allerdings ist durch die frühzeitige Rückkehr des Soldaten ,das Misstrauen ,was durch den damals Vernehmenden hier bestätigt wurde, gegen nachfolgende GT-Angehörige zu groß , als das man nach diesem Muster weiter verfahren konnte.
Nach meinem laienhaften Wissensstand war der Bedarf des MFS an allen Informationen über die BRD sehr hoch und dieser Bedarf konnte nicht nur mit angeworbenen Bundesbürgern beschafft werden. Deshalb wurde durch sehr langfristige Vorbereitungen auch DDR Bürger in den Westen übergesiedelt um da als Kundschafter zu arbeiten.
Das BfV hat nicht geschlafen, und so sind laut Medienberichten (Zeitpunkt weiss ich nicht mehr) einige Kundschafter schon nach kurzer Zeit enttarnt worden, durch die Rasterfahndung.
So könnte es gute Gründe gegeben haben, dieses Raster zu unterlaufen, unter anderem mit ehemaligen GT –Leuten, welche nach ihrer „Flucht“ als Kundschafter im Bundesgebiet etc. , gearbeitet hätten.
Für mich wäre jedenfalls ein ehemaliger Fahnenflüchtiger , unverdächtiger als jemand der mit einem Ausreiseantrag ins Bundesgebiet, übergesiedelt ist.
Die andere Sache in welche Positionen er gelangen könnte, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ein zweiter „ Topas“ hätte er wahrscheinlich nicht werden können.Ich bin aber auch kein Nachrichtendienstler.



Wenn Du Deinen laienhaften Wissensstand zur angedeuteten Wirkungsweise der Maßnahmen des BfV ("Anmeldung") und die Vorgehensweise der DDR-Nachrichtendienste bei den Übersiedlungsmethoden ihrer Kundschafter ergänzen möchtest:

Bodo Wegmann-Die Militäraufklärung der NVA

Helmut Müller Enbergs-Teil 2:Inoffizielle Mitarbeiter des MfS-- Anleitungen für die Arbeit mit Agenten,Kundschaftern und Spionen in der Bundesrepublik Deutschland


gruss seaman


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05.04.2013 08:40
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#21
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Zitat von seaman im Beitrag #18
Zitat von Gert im Beitrag #17
Man sollte seine "Feinde" nie unterschätzen.
Das wäre ein Fehler....

Der Drops ist doch bereits gelutscht, wenn der Gegner als 'Feind' bezeichnet (und damit auch betrachtet!) wird.


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