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#21

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 04.04.2013 01:02
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Zitat von Fritze im Beitrag #19
So ,dann werd ich mal von einem "Danach " erzählen .Nach einem Grenzdurchbruch von 5 Personen im Bereich des GR 6 ,welcher eigentlich nur durch eine Verkettung von glücklichen Umständen für die "5"bestand ,wurde zwar gründlich ausgewertet ,aber auch belobigt. Ich gehörte zu einer Gruppe ,welche unmittelbar nach Entdeckung der Spuren am K6 und GZ 1 zur Suche eingesetzt wurde.Nach unserer ergebnislosen Suche ,begann ein Riesenbahnhof mit Einsatz von ca 130 AGT aus mehreren Kompanien.Der Einsatz dauerte von ca 06.30 Uhr bis 18.00Uhr .dabei wurden nur Spuren und Hilfsmittel festgestellt. Besagten 5 Personen war mit Hilfe eines BRD Bürgers die Flucht gelungen.
Es gab natürlich die wildesten Spekulationen,auch bezüglich wie der Dienst in der folgenden Zeit ablaufen würde.
Aber es kam nicht nur halb so schlimm,sondern ich konnte auch meinen geplanten EU am nächsten Tag antreten.Als ich aus dem Urlaub wiederkam,gab es für mich , sowie Einige der "ersten Maßnahmen " eine Prämie für unermüdlichen Einsatz.Ein nicht unerheblicher Betrag ,natürlich gestaffelt nach Dienstgrad.Na da waren wir aber baff . Zwar wurden Maßnahmen ergriffen ,damit es nicht wieder zu solch begünstigenden Umständen kam ,aber von einer Verschärfung des Dienstes konnte keine Rede sein.So geschehen Ende April 1988.


moin moin Fritze,

war das im Bereich Lübeck oder Südlicher?

gruß Schlutup


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#22

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 04.04.2013 19:10
von Lutze | 8.690 Beiträge | 3257 Punkte
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Zitat von Fritze im Beitrag #19
So ,dann werd ich mal von einem "Danach " erzählen .Nach einem Grenzdurchbruch von 5 Personen im Bereich des GR 6 ,welcher eigentlich nur durch eine Verkettung von glücklichen Umständen für die "5"bestand ,wurde zwar gründlich ausgewertet ,aber auch belobigt. Ich gehörte zu einer Gruppe ,welche unmittelbar nach Entdeckung der Spuren am K6 und GZ 1 zur Suche eingesetzt wurde.Nach unserer ergebnislosen Suche ,begann ein Riesenbahnhof mit Einsatz von ca 130 AGT aus mehreren Kompanien.Der Einsatz dauerte von ca 06.30 Uhr bis 18.00Uhr .dabei wurden nur Spuren und Hilfsmittel festgestellt. Besagten 5 Personen war mit Hilfe eines BRD Bürgers die Flucht gelungen.
Es gab natürlich die wildesten Spekulationen,auch bezüglich wie der Dienst in der folgenden Zeit ablaufen würde.
Aber es kam nicht nur halb so schlimm,sondern ich konnte auch meinen geplanten EU am nächsten Tag antreten.Als ich aus dem Urlaub wiederkam,gab es für mich , sowie Einige der "ersten Maßnahmen " eine Prämie für unermüdlichen Einsatz.Ein nicht unerheblicher Betrag ,natürlich gestaffelt nach Dienstgrad.Na da waren wir aber baff . Zwar wurden Maßnahmen ergriffen ,damit es nicht wieder zu solch begünstigenden Umständen kam ,aber von einer Verschärfung des Dienstes konnte keine Rede sein.So geschehen Ende April 1988.

5 Grenzverletzer haben es in den Westen geschafft?und ihr habt Prämien
und Belobigungen erhalten?kann noch jemand sowas bestätigen?
es ist das erste mal,dass ich sowas lese
Lutze


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wer nicht kämpft hat schon verloren


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#23

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 04.04.2013 19:48
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@Schlutup : Das war am Schaalsee ,also südlich von Lübeck.

@Lutze : Du kannst mir glauben ,wir waren auch baff. Aber die Prämien haben wir nicht erhalten ,weil die "5" abgehauen sind ,sondern für unsern Einsatz danach. Denn als wir auf die Suche gingen waren die schon im Westen.Wäre der K6 eher kontrolliert worden und eher Maßnahmen ergriffen worden,hätten sie wohl keine Chance gehabt. Aber sie hatten im Prinzip 5 Stunden Vorsprung.


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#24

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 04.04.2013 23:46
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Moin moin!

werde mal infos beim Chef der GAK des GR6 einholen lassen. Dieser sollte darüber ja Bescheid wissen

gruß schlutup


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#25

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2013 11:43
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Zitat von Lutze im Beitrag #22
Zitat von Fritze im Beitrag #19
So ,dann werd ich mal von einem "Danach " erzählen .Nach einem Grenzdurchbruch von 5 Personen im Bereich des GR 6 ,welcher eigentlich nur durch eine Verkettung von glücklichen Umständen für die "5"bestand ,wurde zwar gründlich ausgewertet ,aber auch belobigt. Ich gehörte zu einer Gruppe ,welche unmittelbar nach Entdeckung der Spuren am K6 und GZ 1 zur Suche eingesetzt wurde.Nach unserer ergebnislosen Suche ,begann ein Riesenbahnhof mit Einsatz von ca 130 AGT aus mehreren Kompanien.Der Einsatz dauerte von ca 06.30 Uhr bis 18.00Uhr .dabei wurden nur Spuren und Hilfsmittel festgestellt. Besagten 5 Personen war mit Hilfe eines BRD Bürgers die Flucht gelungen.
Es gab natürlich die wildesten Spekulationen,auch bezüglich wie der Dienst in der folgenden Zeit ablaufen würde.
Aber es kam nicht nur halb so schlimm,sondern ich konnte auch meinen geplanten EU am nächsten Tag antreten.Als ich aus dem Urlaub wiederkam,gab es für mich , sowie Einige der "ersten Maßnahmen " eine Prämie für unermüdlichen Einsatz.Ein nicht unerheblicher Betrag ,natürlich gestaffelt nach Dienstgrad.Na da waren wir aber baff . Zwar wurden Maßnahmen ergriffen ,damit es nicht wieder zu solch begünstigenden Umständen kam ,aber von einer Verschärfung des Dienstes konnte keine Rede sein.So geschehen Ende April 1988.

5 Grenzverletzer haben es in den Westen geschafft?und ihr habt Prämien
und Belobigungen erhalten?kann noch jemand sowas bestätigen?
es ist das erste mal,dass ich sowas lese
Lutze

Hallo Lutze,

Es wurde der Dienst honoriert. Das Versagen lag da wahrscheinlich an einer anderen Stelle. Bei einem Grenzdurchbruch war es sicher ein Glücksspiel, ob jemand in einem vorgesetzten Stab bereit war, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Aber auch in diesen Positionen gab es ehrliche Leute, die nicht andere für ihre Fehler verantwortlich machen wollten. Bei einem Grenzdurchbruch mit 2 Personen im September 1984 kam der Leiter der Politabteilung unseres Regiments auf unsere Kompanie und erklärte vor allen Soldaten, dass er die Verantwortung für die unzweckmäßigen Entschlüsse hatte und die Kompanie keine Schuld an dem Durchbruch traf. Es gab zwar keine Belobigungen, aber einige Gemüter wurden dadurch schon ruhiger.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Lutze und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2013 18:17
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Zitat von Fritze im Beitrag #23
@Schlutup : Das war am Schaalsee ,also südlich von Lübeck.

@Lutze : Du kannst mir glauben ,wir waren auch baff. Aber die Prämien haben wir nicht erhalten ,weil die "5" abgehauen sind ,sondern für unsern Einsatz danach. Denn als wir auf die Suche gingen waren die schon im Westen.Wäre der K6 eher kontrolliert worden und eher Maßnahmen ergriffen worden,hätten sie wohl keine Chance gehabt. Aber sie hatten im Prinzip 5 Stunden Vorsprung.

5 Stunden Vorsprung?das wird ja immer interessanter,herrschte zu dieser Zeit
Personalmangel?ich gehe davon aus,dass die Grenzabschnitte in regelmäßigen
Abständen kontrolliert wurden,aber doch nicht alle 5 Stunden
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#27

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2013 18:25
von exgakl | 7.473 Beiträge | 921 Punkte
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Zitat von Lutze im Beitrag #26
Zitat von Fritze im Beitrag #23
@Schlutup : Das war am Schaalsee ,also südlich von Lübeck.

@Lutze : Du kannst mir glauben ,wir waren auch baff. Aber die Prämien haben wir nicht erhalten ,weil die "5" abgehauen sind ,sondern für unsern Einsatz danach. Denn als wir auf die Suche gingen waren die schon im Westen.Wäre der K6 eher kontrolliert worden und eher Maßnahmen ergriffen worden,hätten sie wohl keine Chance gehabt. Aber sie hatten im Prinzip 5 Stunden Vorsprung.

5 Stunden Vorsprung?das wird ja immer interessanter,herrschte zu dieser Zeit
Personalmangel?ich gehe davon aus,dass die Grenzabschnitte in regelmäßigen
Abständen kontrolliert wurden,aber doch nicht alle 5 Stunden
Lutze


@Lutze, es gab Bereiche, die wurden nicht mal jeden Tag kontrolliert

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....


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#28

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2013 18:29
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Zitat von exgakl im Beitrag #27
Zitat von Lutze im Beitrag #26
Zitat von Fritze im Beitrag #23
@Schlutup : Das war am Schaalsee ,also südlich von Lübeck.

@Lutze : Du kannst mir glauben ,wir waren auch baff. Aber die Prämien haben wir nicht erhalten ,weil die "5" abgehauen sind ,sondern für unsern Einsatz danach. Denn als wir auf die Suche gingen waren die schon im Westen.Wäre der K6 eher kontrolliert worden und eher Maßnahmen ergriffen worden,hätten sie wohl keine Chance gehabt. Aber sie hatten im Prinzip 5 Stunden Vorsprung.

5 Stunden Vorsprung?das wird ja immer interessanter,herrschte zu dieser Zeit
Personalmangel?ich gehe davon aus,dass die Grenzabschnitte in regelmäßigen
Abständen kontrolliert wurden,aber doch nicht alle 5 Stunden
Lutze


@Lutze, es gab Bereiche, die wurden nicht mal jeden Tag kontrolliert

VG exgakl


warum hat mir keiner das vor 30 Jahren erzählt
Lutze


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#29

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2013 20:41
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Du hättest nur ne Plaudertasche fragen müssen ! Aber selbst die gab es weniger als heute !


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#30

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2013 21:04
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Zitat von Fritze im Beitrag #29
Du hättest nur ne Plaudertasche fragen müssen ! Aber selbst die gab es weniger als heute !

ja hätte,hätte Tante Gerda ein Schw.......,wär sie Onkel Hans,
ich kannte damals keine Plaudertaschen aus sicherer Quelle
Lutze


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#31

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2013 21:05
von Lutze | 8.690 Beiträge | 3257 Punkte
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Zitat von Lutze im Beitrag #30
Zitat von Fritze im Beitrag #29
Du hättest nur ne Plaudertasche fragen müssen ! Aber selbst die gab es weniger als heute !

ja hätte,hätte Tante Gerda einen Schw.......,wär sie Onkel Hans,
ich kannte damals keine Plaudertaschen aus sicherer Quelle
Lutze


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#32

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 05.04.2013 22:08
von jecki09 | 424 Beiträge | 19 Punkte
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Bei uns wurde nach dem Durchbruch auch alles recherchiert.

Die A-Gruppe war super schnell und muss fast geflogen sein. Die Freundwärtsposten (Kräfte aus dem GAR Eisenach) - so wurde später festgestellt - waren nicht da wo sie sein sollten und duckten in einem Strohhaufen ab. Die Grenzverletzer kannten sich aus. Die GK kam bei den Ermittlungen glimpflich davon.
Nach 2-maliger Verlängerung der Schichten von 8 auf 12 Stunden (mit extra Verpflegung per Stoffhund) konnte dann schon wieder zum "normalen" Dienst übergegangen werden.
Ich selbst war von 06-18.00 in der Hütte, KGSi. Da schaute schon öfter einer von den Kontrolleuren vorbei und wollte auch allerhand wissen. Aber die GK hatte auf Grund der Kontrollergebnisse Glück.


zuletzt bearbeitet 05.04.2013 22:09 | nach oben springen

#33

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 13.07.2013 06:35
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Zitat von Schlutup im Beitrag #24
Moin moin!

werde mal infos beim Chef der GAK des GR6 einholen lassen. Dieser sollte darüber ja Bescheid wissen

gruß schlutup


@Schlutup Hast Du diese Information inzwischen eingeholt ?


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#34

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 13.07.2013 14:56
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Zitat von Fritze im Beitrag #33
Zitat von Schlutup im Beitrag #24
Moin moin!

werde mal infos beim Chef der GAK des GR6 einholen lassen. Dieser sollte darüber ja Bescheid wissen

gruß schlutup


@Schlutup Hast Du diese Information inzwischen eingeholt ?



moin moin!

ganz ehrlich ich habs völlig vergessen habe ihn gerade angeschrieben. gruß schlutup


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#35

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 13.07.2013 15:43
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da werden wir bald den April 1988 neu erleben ! Mann war das ein Aufriss !


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#36

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 14.07.2013 10:10
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Neben den Untersuchungen u.a. der Abteilung IX der jeweiligen BV und den Grenztruppen wurden die Sperranlagen im jeweiligen Bereich verstärkt.
Hundelaufanlagen, Platzer (R-67, SP-1, etc.), S-Rollen, Seilsperren, verdichten der Minenfelder, etc..


"Mobility, Vigilance, Justice"


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#37

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 14.07.2013 12:46
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #36
Neben den Untersuchungen u.a. der Abteilung IX der jeweiligen BV und den Grenztruppen wurden die Sperranlagen im jeweiligen Bereich verstärkt.
Hundelaufanlagen, Platzer (R-67, SP-1, etc.), S-Rollen, Seilsperren, verdichten der Minenfelder, etc..

Hallo Thunderhorse,

das kann ich aus Sicht Ende 70er und 80er Jahre nur bedingt bestätigen. Die letztgenannten Methoden S-Rollen, Seilsperren und verdichten der Minenfelder scheinen eher in die 60er Jahre zu gehören, vielleicht noch frühe 70er. Die Platzierung von Signalgeräten ("Platzer" SP-1, Leuchtzeichen R-67) oder Hundelaufanlagen wurde in den meisten Fällen durchgeführt. Es wurde darauf verzichtet, wenn die Richtung der Bewegung der Grenzverletzer nicht als "WRG" (Wahrscheinliche Richtung der Bewegung von Grenzverletzern) beurteilt wurde.

Moment mal, kann man da jetzt sagen, wenn da schon welche lang kamen, dann ist das doch ein Beweis für die Wahrscheinlichkeit. Ich aber antworte: Nicht unbedingt. Bei unserem zweiten Grenzdurchbruch in Stedtlingen im Jahre 1984 irrten die beiden Männer eine Weile durch den Abschnitt, bis sie unmittelbar an das vordere Sperrelement kamen. Die beiden hatten sich in der Annäherung an den Abschnitt über die von uns beurteilte WRG bewegt. Nach Überwindung des Grenzsignalzauns hatten sie, wenn sie sich hätten geradlinig bewegen können, einen Weg von mindestens einem Kilometer vor sich. Aber die dichte Bewaldung in dem Bereich verhinderte eine geradlinige Bewegung. Die Wege und Pfade verwirrten eher den Geländeunkundigen. Für die Bewegung innerhalb des Abschnitts war also keine WRG zu erkennen. Aus diesem Grunde verzichtete man, soweit ich noch weiß, auf weitere Unterstützungsmittel. Ein Signalgerät auf einem Waldpfad wird eher durch Tiere ausgelöst. Das hätte nichts gebracht. Und Hundelaufanlagen im Wald bringen auch nicht viel, da u.a. die Richtung des Gebells durch die Bäume schwer aufzuklären ist und auch hier eher durch Tiere die "Auslösung" erfolgt.

ciao Rainman


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(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


jecki09, harzstreuner und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 14.07.2013 13:06
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #37
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #36
Neben den Untersuchungen u.a. der Abteilung IX der jeweiligen BV und den Grenztruppen wurden die Sperranlagen im jeweiligen Bereich verstärkt.
Hundelaufanlagen, Platzer (R-67, SP-1, etc.), S-Rollen, Seilsperren, verdichten der Minenfelder, etc..

Hallo Thunderhorse,

das kann ich aus Sicht Ende 70er und 80er Jahre nur bedingt bestätigen. Die letztgenannten Methoden S-Rollen, Seilsperren und verdichten der Minenfelder scheinen eher in die 60er Jahre zu gehören, vielleicht noch frühe 70er. Die Platzierung von Signalgeräten ("Platzer" SP-1, Leuchtzeichen R-67) oder Hundelaufanlagen wurde in den meisten Fällen durchgeführt. Es wurde darauf verzichtet, wenn die Richtung der Bewegung der Grenzverletzer nicht als "WRG" (Wahrscheinliche Richtung der Bewegung von Grenzverletzern) beurteilt wurde.

Moment mal, kann man da jetzt sagen, wenn da schon welche lang kamen, dann ist das doch ein Beweis für die Wahrscheinlichkeit. Ich aber antworte: Nicht unbedingt. Bei unserem zweiten Grenzdurchbruch in Stedtlingen im Jahre 1984 irrten die beiden Männer eine Weile durch den Abschnitt, bis sie unmittelbar an das vordere Sperrelement kamen. Die beiden hatten sich in der Annäherung an den Abschnitt über die von uns beurteilte WRG bewegt. Nach Überwindung des Grenzsignalzauns hatten sie, wenn sie sich hätten geradlinig bewegen können, einen Weg von mindestens einem Kilometer vor sich. Aber die dichte Bewaldung in dem Bereich verhinderte eine geradlinige Bewegung. Die Wege und Pfade verwirrten eher den Geländeunkundigen. Für die Bewegung innerhalb des Abschnitts war also keine WRG zu erkennen. Aus diesem Grunde verzichtete man, soweit ich noch weiß, auf weitere Unterstützungsmittel. Ein Signalgerät auf einem Waldpfad wird eher durch Tiere ausgelöst. Das hätte nichts gebracht. Und Hundelaufanlagen im Wald bringen auch nicht viel, da u.a. die Richtung des Gebells durch die Bäume schwer aufzuklären ist und auch hier eher durch Tiere die "Auslösung" erfolgt.

ciao Rainman



Die Auflistung, nicht Vollständig, ist nicht nach Jahrzehnten gewertet.
Seilsperre und Betonplattensperren z.B. kamen erst ab 1988 verstärkt zum Einsatz.
Sperren offener Gassen in Minensperren bzw. zusätzliche Bodenminen wurde, je nach Abschnitt bis Anfang der 80er Jahre praktiziert.

Diese oder andere Verstärkungen der Sperranlagen konnte man i. d. R. nach Fluchtfällen beobachten.

Bezüglich der Flucht von 2 Personen ist sicherlich die Überwindung der Anlage 701 im Raum Stedtlingen - Willmars gemeint.
Im Anschluss wurde u.a. eine Hundelaufanlage im Bereich des GSZ errichtet.


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#39

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 14.07.2013 13:52
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #36
Neben den Untersuchungen u.a. der Abteilung IX der jeweiligen BV und den Grenztruppen wurden die Sperranlagen im jeweiligen Bereich verstärkt.
Hundelaufanlagen, Platzer (R-67, SP-1, etc.), S-Rollen, Seilsperren, verdichten der Minenfelder, etc..


Ey Donnerpferdchen ,da haste aber bissl tief gegriffen (70er Jahre )
Ich hatte doch geschrieben April 1988 ! Da war nix mit Minen ,Platzer ,Sperren !


Eigentlich kam jarnüscht !


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Was kam eigentlich nach dem Grenzdurchbruch?

in Grenztruppen der DDR 14.07.2013 15:24
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Hauptdurchsbruchrichtung hieß das doch wo der KV mit etwas höherer Wahrscheinlichkeit zu erwarten war?
Hatten da eine Stelle GSZ und GZ 1 ca. 20m auseinander, Länge beidseitig vom ständig besetzen BT ca. 200m, mit Ausleuchtung nachts.
Da nahe Wohnbebauung keine 501 sondern Grenzmauer.
Dort war, auch wenn es keiner glaubt, konkret befohlen GV mit mitgefürter Übersteighilfe nach eventueller Überwindung des GSZ nach ignoriertem Warnschuß direkt mit Feuerstößen unter Feuer zu nehmen.
Auch eine wirkungsvolle Maßnahme die immer galt.


zuletzt bearbeitet 14.07.2013 15:42 | nach oben springen


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Erstellt im Forum Grenztruppen der DDR von Eierfeile
74 05.04.2010 08:50goto
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grenzdurchbruch in ellrich 1988
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von Granate
1 19.08.2009 16:45goto
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Stedtlingen Grenzdurchbruch 04.09.1984
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43 11.12.2016 00:07goto
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Grenzdurchbruch Wie wurden die eigentlich in der BRD aufgenommen
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