Wird der Konflikt Nord Korea eskalieren?

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09.03.2013 00:00 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2013 00:35)
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#1
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Ich habe gerade wieder die Nachrichten geschaut und sehe persönlich diesen Konflikt mit großer Sorge. Ich frage mich, sind es nur Drohungen aus Nordkorea? Warum überhaupt reagiert Nordkorea so mit einer Panik, so Verrückt kann doch dieser Machthaber nicht sein? Was wäre, wenn es doch zu einer Eskalation führen würde? Was wäre, wenn Nordkorea Langstrecken Raketen besitzen, die auch bis 9000 Km (DE 8550 Km) weit mit atomaren Sprengkopf fliegen können? Besteht da nicht die Gefahr, sollte es zu einem atomaren Schlagabtausch kommen, dass die Hemmschwelle zu deren Einsatz weltweit sinkt.
Ich kann mich noch gut an die 80er erinnern, da wurden Nord Koreaner in unserer Firma (DDR) ausgebildet. Ich habe diese immer freundlich und eher zurückhaltend erlebt. Zu politischen Ereignissen und Fragen nahmen Sie vorsichtig Stellung, aber in keinen Fall euphorisch. Das passt nicht so recht in mein Bild, wie es jetzt aus Nordkorea zu sehen ist. Die Mehrheit der Bevölkerung ist doch bestimmt nicht so Dumm und will einen Krieg, der sie selbst vernichtet. Was bringt einen Machthaber dazu sein ganzes Volk in Gefahr zu bringen? Wiederum sehe ich auch die andere Seite, es würde den EU Staaten bestimmt auch nicht gefallen, wenn vor deren Grenze eine Übung der Nordkoreaner stattfinden würde. Deswegen aber voll aus allen zur Verfügung stehenden politischen Mitteln (Drohungen)zu schöpfen und als Tyrann vor der ganzen Welt zu stehen? Hier gibt es viele Militärexperten was sagt Ihr dazu.


Grüße


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09.03.2013 00:03 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2013 00:03)
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Zitat von maxel22 im Beitrag #1
Ich habe gerade wieder die Nachrichten geschaut und sehe persönlich diesen Konflikt mit großer Sorge. Ich frage mich, sind es nur Drohungen aus Nordkorea? Warum überhaupt reagiert Nordkorea so mit einer Panik, so Verrückt kann doch dieser Machthaber nicht sein? Was wäre, wenn es doch zu einer Eskalation führen würde? Was wäre, wenn Nordkorea Langstrecken Raketen besitzen, die auch bis 9000 Km (DE 8550 Km) weit mit atomaren Sprengkopf fliegen können? Besteht da nicht die Gefahr, sollte es zu einem atomaren Schlagabtausch kommen, dass die Hemmschwelle zu deren Einsatz weltweit sinkt.
Ich kann mich noch gut an die 80er erinnern, da wurden Koreaner in unserer Firma ausgebildet. Ich habe diese immer freundlich und eher zurückhaltend erlebt. Zu politischen Ereignissen und Fragen nahmen Sie vorsichtig Stellung, aber in keinen Fall euphorisch. Das passt nicht so recht in mein Bild, wie es jetzt aus Nordkorea zu sehen ist. Die Mehrheit der Bevölkerung ist doch bestimmt nicht so Dumm und will einen Krieg, der Sie selbst vernichtet. Was bringt einen Machthaber dazu sein ganzes Volk in Gefahr zu bringen? Wiederum sehe ich auch die andere Seite, es würde den EU Staaten bestimmt auch nicht gefallen, wenn vor deren Grenze eine Übung der Nordkoreaner stattfinden würde. Deswegen aber voll aus allen zur Verfügung stehenden politischen Mitteln (Drohungen)zu schöpfen und als Tyrann vor der ganzen Welt zu stehen? Hier gibt es viele Militärexperten was sagt Ihr dazu.


Grüße


Hallo maxel, zum thema hatten wir schon einiges unter dem Thread "am rande des atomkriegs Kuba berlin geschrieben"


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09.03.2013 00:15 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2013 00:32)
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Sorry, das habe ich nicht gesehen. Ich lasse es aber mal stehen, ist bestimmt besser als eigener Beitrag.


Grüße


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09.03.2013 00:28 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2013 00:33)
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#4
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Nur hat's mit Kuba nix zu tun und darum könnte ja ein Admin mal alles dazu hierher schieben?! Den Führer aber bitte da lassen wo er ist.

Rein strategisch bewertet macht Nordkorea das derzeit sogar richtig.


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09.03.2013 00:41
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #4
Nur hat's mit Kuba nix zu tun und darum könnte ja ein Admin mal alles dazu hierher schieben?! Den Führer aber bitte da lassen wo er ist.

Rein strategisch bewertet macht Nordkorea das derzeit sogar richtig.



Kannst Du das näher erklären? Ich sehe es als sehr gefährlich, da Südkorea bestimmt auch sehr Nervös ist.

Grüße


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09.03.2013 01:05 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2013 01:13)
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#6
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Wann wars da an dieser Grenze mal nicht gefährlich?

Der Besitz von Kernwaffen ist quasi die Lebensversichung für die KDVR und der Besitz dieser also eine Notwendigkeit. Wenn z.B. der Sadam die Waffen gehabt hätte, die man ihm als Angriffsgrund angedichtet hatte, dann wären die USA dort nie eingefallen.

Es gab zwischen beiden koreanischen Staaten bis heute keinen Friedensvertrag, lediglich einen Waffenstillstand. Der war ja nun nicht sonderlich viel wert, beide Seiten waren im Kriegszustand und verhielten sich auch so. Die Situation war festgefahren und es war keine Änderung in sich, Nordkorea fühlte sich also ständig bedroht.

Nachdem jetzt alle Verträge gekündigt sind kann man sich hinsetzen und neu verhandeln. Ich denke kaum dass Jong-un einen Krieg führen will, vielmehr will er den USA und Südkorea jetzt einen waschechten Friedensvertrag abringen. Ich denke mal jetzt gehen die 2 Monate die lange geplannten Manöver, eventuell gibts vielleicht noch ganz demonstrativ einen 4. Kernwaffentest und anschließend kehrt Ruhe ein und es wird verhandelt.

Gelingt das so, dann hat Nordkorea als Lebensversicherung seine Kernwaffen und dazu noch einen handfesten Friedensvertrag. Mit diesem kann er innenpolitisch gegen das übermächtige Militär argumentieren und hier eine Veringerung der Truppenstärke durchsetzen. Von der Militär zuerst Ideologie seines Vaters ist er ja schon abgerückt und hat durch personelle Änderungen an der Spitze die Macht der Partei über das Militär gestärkt.

Die eingesparten Mittel können dann für die Weiterführung seiner bereits begonnenen Reformen und zur weiteren Stärkung der ökonomischen Basis Nordkoreas verwendet werden. Er ist ja kein Dummer, ging ja auch in der Schweiz zur Schule und kennt daher sehr wohl auch andere Zustände und weiß um die Rückständigkeit seines Landes.

Ich denke daher nicht das er einen Krieg will! Das ist alles genau durchdachte Taktik mit etwas Risko, aber ohne gehts nicht und der Buhmann ist er ja sowieso schon. Also was solls.


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09.03.2013 07:03
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#7
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Ich sage mal so, dieser junge Mann Kim Jong-Un ist mit seinen 29 Jahren einfach noch zu unerfahren für die große Politik. Da bedarf es einfach älterer Berater die aber vielleicht durch diese seine ...wie soll ich das jetzt ausdrücken Führerrolle nicht recht an ihn herankommen, ihn auch einmal richtig maßregeln können oder ähnliches.

Der junge Batu-Khan hatte wenn ich mich recht erinnere diesen alten erfahrenen Subudai-Bahadur und auf dessen Wort hat er einigermaßen gehört. Man sollte vielleicht einmal Peter Scholl Latour fragen, ob er nicht Lust hätte, dem jungen Mann da in Nordkorea beratend zur Seite zu stehen.

Wenn ich mal so zurückblicke, also mit 29 Jahren da konnte ich noch sprichwörtlich Bäume ausreißen. Heute, dreißig Jahre später da schau ich mir den Baum so an...von meinem Liegestuhl aus und denke so bei mir...."du bist ein schönes großes Exemplar geworden und dich verschneiden, das kann dann mein Schwiegersohn machen denn ich steig doch nicht mehr auf die Leiter".

Lebensläufer


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09.03.2013 08:19
#8
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Ich glaube ,dieses Säbelrasseln ,kann nur mit chinesischer Zustimmung erfolgen ,einfach mal austesten ,wie der Westen auf die ganze Problematik reagiert ....von daher die Füsse schön still halten, es wird dort nichts passieren !

Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !


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09.03.2013 08:48
#9
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Zitat von katerjohn im Beitrag #8
Ich glaube ,dieses Säbelrasseln ,kann nur mit chinesischer Zustimmung erfolgen ,einfach mal austesten ,wie der Westen auf die ganze Problematik reagiert ....von daher die Füsse schön still halten, es wird dort nichts passieren !

Da bin ich nicht sicher. China hat ein Interesse an Stabilität in der Region und nicht an einer Eskalation, welche ein Anlass zum Eingreifen anderer Grossmächte, insbesondere der USA, sein könnten. Deshalb unterstützt es die UNO Resolutionen gegen Nordkorea,(erhöht aber auch die Wirtschaftshilfe für Nordkorea und die Grenzzäune gegen nordkoreanische Grenzverletzer): China will, dass Kim auf einen "Vereinigungskurs" mit Südkorea umschwenkt. Denn sowohl Abrüstung in der Region (insbesondere der Amerikaner ) als auch Handel mit Südkorea liegt im Interesse Chinas.
Theo


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09.03.2013 09:01
#10
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Naja China ist und bleibt für mich die gelbe Gefahr.....seine Aggressivität gegenüber Japan und Taiwan ist im Moment besonders stark.( Inselstreit )Die Erhöhung seines Verteidigungshaushaltes spricht auch eine andere Sprache und natürlich der Bau von Flugzeugträgern und Tarnkappenbombern ist für mich eine klare Ansage........

Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !


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09.03.2013 09:11
avatar  Alfred
#11
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Zitat von katerjohn im Beitrag #10
Naja China ist und bleibt für mich die gelbe Gefahr.....seine Aggressivität gegenüber Japan und Taiwan ist im Moment besonders stark.( Inselstreit )Die Erhöhung seines Verteidigungshaushaltes spricht auch eine andere Sprache und natürlich der Bau von Flugzeugträgern und Tarnkappenbombern ist für mich eine klare Ansage........


Warum darf China sich nicht einiges leisten ?
Die USA gaben im Jahr 2011 rund 740 Milliarden Dollar für Rüstung aus, China rund 89 Milliarden Dollar.


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09.03.2013 09:26 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2013 09:26)
avatar  werner
#12
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #9
Zitat von katerjohn im Beitrag #8
Ich glaube ,dieses Säbelrasseln ,kann nur mit chinesischer Zustimmung erfolgen ,einfach mal austesten ,wie der Westen auf die ganze Problematik reagiert ....von daher die Füsse schön still halten, es wird dort nichts passieren !

Da bin ich nicht sicher. China hat ein Interesse an Stabilität in der Region und nicht an einer Eskalation, welche ein Anlass zum Eingreifen anderer Grossmächte, insbesondere der USA, sein könnten. Deshalb unterstützt es die UNO Resolutionen gegen Nordkorea,(erhöht aber auch die Wirtschaftshilfe für Nordkorea und die Grenzzäune gegen nordkoreanische Grenzverletzer): China will, dass Kim auf einen "Vereinigungskurs" mit Südkorea umschwenkt. Denn sowohl Abrüstung in der Region (insbesondere der Amerikaner ) als auch Handel mit Südkorea liegt im Interesse Chinas.
Theo


Ja, China ist sicher an einer stabilen Situation interessiert sein ohne Präsenz der Amerikaner, aber eher einen Kurs der Koexistenz verfolgen. Bei der Frage ein- oder zweistaatlich glaube ich, dass China die Zweistaatlichkeit präferiert.
China wird wohl die KDVR zu einem chinesischen Weg animieren wollen.

Eine eskalierende Situation aber an der eigenen Grenze mit unvorhersehbaren Ergebnissen wird China keinesfalls wollen und dort sehe ich den Grund für das Verhalten Chinas. Denn dass im Ergebnis eines Konfliktes ein einstaatliches, sehr starkes Korea als Verbündeter der Amerikaner und somit Feind, entsteht, ist sehr wahrscheinlich und das ist ganz sicher nicht im Interesse Chinas. Bereits das kleine Südkorea stellt für China einen ernstzunehmenden wirtschaftlichen Konkurrenten dar, mit den USA in Rückendeckung.

Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984

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09.03.2013 09:43
#13
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Mich wunderts nur, dass Russland sich noch nicht großartig dazu geäußert hat ich warte schon die ganze Zeit auf ein Statement von denen. Ich hab auch das Gefühl, dass die ganze Welt diese Problematik etwas zu weit runter spielt. Man weiß ja nicht, welch ein fanatischer General dort am Knopf sitzt und vielleicht doch drückt, auch wenn Kim Jong Un nur drohen will.

Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper

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09.03.2013 10:16
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#14
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hier mal ein Artikel der JW dazu:
http://www.jungewelt.de/2013/03-09/028.php

habe heute in der FR gelesen, dass solche Äußerungen alljährlich während der Manöverzeit erfolgen, man solle dies nicht überbewerten, hab den Artikel aber online nicht gefunden. Vieleicht denkt man auch an die Geschichte Lybiens, nach dem der Oberst auf sein Atomprogramm verzichtete, wurde er erschlagen, Selbstschutz?!


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09.03.2013 10:27
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#15
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Also in "Die Welt vom Freitag, 8.März 2013" ist ein sehr schönes Foto auf der Titelseite. Da steht der junge nordkoreanische Führer Kim-Jong-Un im dunklen Mantel mit Fernglas vor seinen Offizieren und Generalen und beobachtet eine Übung seiner Landstreitkräfte. Alle Offiziere oder Generale mit Mütze und der junge Mann ohne Kopfbedeckung und der Fotograf, wahrlich ein pfiffiges Kerlchen hat das Ganze doch genau in dem Winkel aufgenommen, das so gut wie Keiner der Generale den jungen Führer überragt in der Körpergröße.

Na wenn das nichts aussagen sollte? Und Putin mein Freund, ja da bin auch ich gespannt. Hatte der sich nun schonmal geäußert?

Lebensläufer

Auch dir Danke paramite siehe mein Text oben. Stimmt ebenfalls...es ist wohl Säbelrasseln, nichts weiter.


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