Spurensuche - Wer hat Infos zu den Versorgungslagern der GT?

21.02.2013 22:00
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Von 10/86 - 10 /87 war ich im VL 36 in Wildenbruch/Bergheide ( bei Michendorf ) als Kutscher stationiert.

Ort: Ehemals VL 36 der GT
Unsere Einheit bestand aus 15 GWD-lern, 3 od.4 Uffz. GF, Spiess, Polit-Offz.,Dienststellenltr. Andere Offiziersdienstgrade waren vorrangig in der zum VL gehörenden Expedition eingesetzt; wurden aber gelegentlich auch für OVD-Tagesdienste hinzugezogen. Das im VL vorhandene Sortiment umfasste B/A, Verpflegung,( auch als E-Reserve verpackter Schnaps ),Munition,Ersatzteile mannigfaltiger Art, sowie VS-Materialien. Zum VL gehörte ein Gleisanschluss, ein Heizhaus, eine für damalige Zeiten sehr modern eingerichtete Feuerwache mit integrierter Löschanlage für die Lagerhalle, ein Schiffsdieselnotstromaggregat,ein Containerlagerplatz, Unterkunftsgebäude mit Speisesaal, 2 Container-TS sowie ein umfangreicher Kfz-Park mit Werkstatt. Im Fahrzeugbestand befanden sich u.a. 2 Stk. Tatra 815 und 2 148-er Tatra, jeweils mit Sattelauflieger, diverse W-50 Hängerzüge bzw. Kühlkoffer, B1000 Pritsche und -Bus sowie 1 Ikarus-KOM für die Beförderung der zahlreichen im VL arbeitenden Zivilangestellten.
Die Koordinierung erfolgte damals schon computergesteuert,d.h. alle Vorgänge des Warenein-bzw. ausganges wurden elektronisch erfasst und ausgewertet.Die im Hochregallager (ca. 600000 Europalettenstellplätze) vorhandenen Gegenstände wurden damit exakt einem Platz zugeordnet und waren dadurch bei der Auslieferung sofort greifbar. Nach einer Aussage unserer Stuben-E`s waren wir die fünfte Entlassung; das VL war somit im Jahre 1987 gerade mal 2 1/2 jahre im Dienst.
Unsere Aufgabe im Transportzug bestand nun darin, die in der Expedition für die jeweiligen Grenzkompanien zusammengestellten Warensendungen auszuliefern. Dazu gab es bei jedem Morgenappell die Fahraufträge, dann ging es in den Park, Kfz. klarmachen und danach fuhr man an der jeweiligen Rampe vor und der LKW, oft auch mit Anhänger,wurde beladen.In der Zwischenzeit holte man in der Expedition seine Frachtpapiere und evtl. Essenmarken für die GK`n und dann gings raus aus`m Objekt, nochmal schnell rechts ran,Knobelbecher aus und Römersandalen an und danach ab auf die Autobahn und zur jeweiligen GK. In erster Linie belieferten wir sämtliche GK und GAR rund um Berlin ; ich erinnere mich aber auch an Fahrten nach Kahla (VL) , Kölleda ( Funkwerk) oder Anklam ( Kfz- Instandsetzung) Die erste Fahrt führte übrigens gleich in die GK Treptow,als Fahrneuling vom Dorf kommend und noch nie in der Großstadt mit einem LKW, geschweige denn mit nem Hängerzug
,aber das ist schon wieder ne andere Geschichte...Vielleicht gibts hier im Forum ehemalige Kumpels die sich auch gern an die Zeit erinnern, wenn ja gebt Bescheid !


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21.02.2013 22:34
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#2
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Hallo Monte,

danke für deinen interessanten Beitrag.
Ich hatte meine Grenzausbildung im Ausbildungsregiment in Potsdam (H.-Mann-Allee) und wir mußten öfters zu euch ins Versorgungslager zum Wache stehen. Das ging dann immer 24 Stunden. Aber bei uns hieß es nicht Wildenbruch/Bergheide, sondern Neuseddin. Das war im Sommerhalbjahr 1986, also war ich schon an die Grenze versetzt, als du dort angefangen hast. Wir standen dort am Einlaßtor Wache, aber auch an dem Zaun drum herum.
Das Wache stehen in Seddin war bei uns sehr beliebt, weil bei euch das Essen viel besser war, als bei uns in der H.-Mann-Allee. In dem 24 Stunden Dienst hatten wir je 2 Stunden Dienst, 2 Stunden Bereitschaft und 2 Stunden Ruhe, immer im Wechsel.
Einblicke in die Lager hatten wir aber nicht.

Gruß
Suentaler


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22.02.2013 17:09
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#3
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Zitat von suentaler im Beitrag #2
Hallo Monte,

danke für deinen interessanten Beitrag.
Ich hatte meine Grenzausbildung im Ausbildungsregiment in Potsdam (H.-Mann-Allee) und wir mußten öfters zu euch ins Versorgungslager zum Wache stehen. Das ging dann immer 24 Stunden. Aber bei uns hieß es nicht Wildenbruch/Bergheide, sondern Neuseddin. Das war im Sommerhalbjahr 1986, also war ich schon an die Grenze versetzt, als du dort angefangen hast. Wir standen dort am Einlaßtor Wache, aber auch an dem Zaun drum herum.
Das Wache stehen in Seddin war bei uns sehr beliebt, weil bei euch das Essen viel besser war, als bei uns in der H.-Mann-Allee. In dem 24 Stunden Dienst hatten wir je 2 Stunden Dienst, 2 Stunden Bereitschaft und 2 Stunden Ruhe, immer im Wechsel.
Einblicke in die Lager hatten wir aber nicht.

Gruß
Suentaler


in dieses Lager durften wir schon1975 Betriebsausflüge machen mit Ausgangspunkt H-Mann-Allee.


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20.12.2014 22:18
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#4
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VL 16 Tangermünde und zugehörig Munitionlslager Peckfitz


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20.12.2014 22:50
avatar  mibau83
#5
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vl 16, 3504 tangermünde, arneburger straße 37, pf 79252

vl 46, 6908 kahla, ölwiesenweg 1, pf 18146, siegelcode 940


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21.12.2014 07:43
avatar  Krepp
#6
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Hallo,

vl 16, 3504 tangermünde, arneburger straße 37, pf 79252

war ich 79 mal 2Wochen zur Objektwache.
Dort sollen auch die "green Barrets" gelagert gewesen sein.
War fast ein bischen wie Urlaub.

Da ist doch gegenüber die alte Marmeladenbude, hatten immer die Ehre das
größe Eisengittertor an der Strasse zu sichern (und auch zu öffnen??) wen ein
Güterzug mit Obst dahin fuhr. Gleise gingen am Rande durchs Objekt.

Im Objekt gabs auch das leckere Pflaumenmus zu kaufen, wurde Kartonweise gen Heimat versand.

Nur durfte man nicht daran denken, was aus den Güterwagen so alles raustropfte um
dann daraus das Pflaumenmus herzustellen


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28.12.2016 17:17
#7
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Zitat von PF75 im Beitrag #3
Zitat von suentaler im Beitrag #2
Hallo Monte,

danke für deinen interessanten Beitrag.
Ich hatte meine Grenzausbildung im Ausbildungsregiment in Potsdam (H.-Mann-Allee) und wir mußten öfters zu euch ins Versorgungslager zum Wache stehen. Das ging dann immer 24 Stunden. Aber bei uns hieß es nicht Wildenbruch/Bergheide, sondern Neuseddin. Das war im Sommerhalbjahr 1986, also war ich schon an die Grenze versetzt, als du dort angefangen hast. Wir standen dort am Einlaßtor Wache, aber auch an dem Zaun drum herum.
Das Wache stehen in Seddin war bei uns sehr beliebt, weil bei euch das Essen viel besser war, als bei uns in der H.-Mann-Allee. In dem 24 Stunden Dienst hatten wir je 2 Stunden Dienst, 2 Stunden Bereitschaft und 2 Stunden Ruhe, immer im Wechsel.
Einblicke in die Lager hatten wir aber nicht.

Gruß
Suentaler


in dieses Lager durften wir schon1975 Betriebsausflüge machen mit Ausgangspunkt H-Mann-Allee.


Standort wurde erst 1985/86 gebaut - da wirst du doch eher in Potsdam-Sago gewesen sein, das war das Versorgungslager!


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