wie bei Muttern zu hause

  • Seite 6 von 253
25.02.2013 17:32
avatar  furry
#76
avatar

Also mit den Bockwürsten ist das so. Früher waren die von Naturdarm umhüllt, heute ist es bei den industiell hergestellten ein Gespinnst aus dem Hautgewebe. Bei einem Landschlachter kann man eventuell noch Bockwurst in Naturdarm bekommen. Weiterhin haben sich die Räucherverfahren im Laufe der Zeit geändert, was man besonders bei den Halberstädtern merkt.
Bei den Wienern das gleiche Spiel. Um Schafdarm zu bekommen, muss man zuvor Schafe schlachten. Das macht außer unseren südländischen Mitbürgern kaum noch ein Schlachter.
Kurzum, wer sich was Gutes gönnen möchte, sollte den Fleischer seines Vertauens vorher mal etwas auf den Zahn fühlen.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


 Antworten

 Beitrag melden
25.02.2013 17:46
avatar  ( gelöscht )
#77
avatar
( gelöscht )

Danke @furry, wieder ein Erkenntniszuwachs. Na das werde ich doch glatt am Donnerstag mal ausprobieren. Noch lagern aber in der Tielkühle "Nacktmäuse", wie auch Bockwürste aus Eberswalde, die mir mein Bruder mitgebracht hat. Die Nordfriesen bekommen die Bratwürste geschmacklich nicht so richtig hin. Außerdem ist man noch verwöhnt aus dem Frankenland = Bratwurstland.

Vierkrug


 Antworten

 Beitrag melden
25.02.2013 17:55
#78
avatar

Zitat von Rainman2 im Beitrag #74
Zitat von der glatte im Beitrag #72
... Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht.

Heute genügt oft ein Blick in die Suppentasse um zu sagen "Das soll Janka sein?"

Gruß vom Glatten

Hallo Glatter,

in Berlin, genauer im Prenzlauer Berg, noch genauer im "Pasternak" in der Knaackstraße, hatte ich nach langer Zeit mal wieder eine richtig überzeugende Soljanka (aber bei denen sind auch Schtschi und Borschtsch nicht zu verachten). Ich war nur etwas verwundert, als da plötzlich Oliven mit drin schwammen. Auf meine Frage, aus welcher Gegend der Koch denn käme, der so eine Idee hatte, wurde mir geantwortet, er käme von der Krim und dort wo er herkäme würde man Oliven als Zutat verwenden. Da es geschmacklich sehr gut passte, hatte ich keine Einwände.

ciao Rainman


Ich kenne diese Variante mit Oliven auch.
Allerdings nicht auf der Krim gegessen, sondern in der Transsib irgendwo zwischen Tschita und Ulan Ude ......

Es muß nicht unbedingt das überteuerte 'Pasternak' sein um gute russische Küche in Berlin zu essen ......
Da gibt es besseres ......

Gruß
Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


 Antworten

 Beitrag melden
25.02.2013 17:59
avatar  furry
#79
avatar

Um mal kurz Mutters Kochkünste zu verlassen, mit der Wurst hier oben im Norden habe ich so kleines Problem. Ich verstehe nicht, warum hier so sparsam gewürzt wird, habe aber für mich eine Erklärung gefunden. Obwohl die Häfen, in denen die Gewürze ankommen, direkt vor der Tür sind, konnte sich die damals, vor der Mineral- und Stickstoffdüngung, keiner leisten wegen der im Vergleich zum Süden doch leichteren Böden und den damit geringeren Erträgen in Masse und Taler. Und weil das so war, ist das so geblieben.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


 Antworten

 Beitrag melden
25.02.2013 18:20
avatar  Lutze
#80
avatar

gabs zwar nicht bei Muttern aber bei Omi,falscher Hase mit Erbsengemüse
und Kartoffeln ,und als Kompott immer was eingewecktes aus dem Garten,
zur Ferienzeit war ich oft an Omis Küchentisch da die Eltern auf Arbeit waren
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
25.02.2013 20:09
avatar  ( gelöscht )
#81
avatar
( gelöscht )

Bei Oma war es noch einen Tick besser, wie bei Muttern - nur Einbildung oder gar Respekt ???


 Antworten

 Beitrag melden
25.02.2013 22:21
#82
avatar

Zitat von Vierkrug im Beitrag #83
Bei Oma war es noch einen Tick besser, wie bei Muttern - nur Einbildung oder gar Respekt ???


Dass könnte psychisch bedingt sein. Die erste Variante prägt den Geschmack. Deshalb bevorzugen ja auch die Meisten die heimische, sozusagen mit der Muttermilch eingesoge Küche und gehen nicht bei einem Ortswechsel mit fliegenden Fahnen zum kulinarischen Gegner über, sondern suchen sich nur ganz ausgewählte Gerichte raus.
Geht mir bei Schlagern immer so. Das, was ich in der Jugendzeit gehört habe, klingt fast immer besser als das Jahrzehnte später Nachgemachte.


 Antworten

 Beitrag melden
25.02.2013 23:38
avatar  ( gelöscht )
#83
avatar
( gelöscht )

Wir bekamen früher von der Küste (meine Tante), leckere Lungwürste geliefert. Diese großen Ringe hat meine Mutter dann in der Pfanne gebraten. Dazu gab es Kartoffeln und Sauerkraut aus Sohland. Der Wahnsinn!

Heute schmecken die mir auch noch, nur leider hier in Brandenburg nicht zu bekommen.

Gruß vom Glatten


 Antworten

 Beitrag melden
26.02.2013 09:42
avatar  ( gelöscht )
#84
avatar
( gelöscht )

Zitat von DoreHolm im Beitrag #84
Zitat von Vierkrug im Beitrag #83
Bei Oma war es noch einen Tick besser, wie bei Muttern - nur Einbildung oder gar Respekt ???


Dass könnte psychisch bedingt sein. Die erste Variante prägt den Geschmack. Deshalb bevorzugen ja auch die Meisten die heimische, sozusagen mit der Muttermilch eingesoge Küche und gehen nicht bei einem Ortswechsel mit fliegenden Fahnen zum kulinarischen Gegner über, sondern suchen sich nur ganz ausgewählte Gerichte raus.
Geht mir bei Schlagern immer so. Das, was ich in der Jugendzeit gehört habe, klingt fast immer besser als das Jahrzehnte später Nachgemachte.


Deinen Ausführungen kann ich ohne weiteres zustimmen. Habe darüber weiter nachgedacht und es ist wie bei einem Familienstammbaum.

Oma - ukrainische/russische + ostpreussische Küche (ebenfalls Großvater)
Mutter - ostpreussische + norddeutsche Küche
Vater - oberschlesische + norddeutsche Küche
Frau - thüringische Küche

Ein Mix aus den vorbenannten Küchen dazu dann noch die Ergänzungen aus der Lausitzer Küche widerspiegelt sich in unserer heutigen Küche.
Die sogenannten "Arme-Leute-Gerichte", die von den Großmüttern und der Mutter mit viel Phantasie und Liebe zubereitet wurden, schmeckten einem dabei immer besonders gut.
Wenn ich heute in Hamburg mir ein Gericht nach Mutters Art bestelle, dann muß ich schon einige Euronen dafür auf den Tisch blättern. Aber man bekommt auch ein reichlich angerichtetes Bauernfrühstück oder Sauerfleisch mit Bratkartoffeln in der Dorfgastsstätte schon ab 5,50 - 6,50 Euro.

Aber wie heißt es auch so schön, zu Hause schmeckt es immer am besten.

Vierkrug


 Antworten

 Beitrag melden
26.02.2013 09:52
#85
avatar

Zitat von Vierkrug im Beitrag #86
Zitat von DoreHolm im Beitrag #84
Zitat von Vierkrug im Beitrag #83
Bei Oma war es noch einen Tick besser, wie bei Muttern - nur Einbildung oder gar Respekt ???


Dass könnte psychisch bedingt sein. Die erste Variante prägt den Geschmack. Deshalb bevorzugen ja auch die Meisten die heimische, sozusagen mit der Muttermilch eingesoge Küche und gehen nicht bei einem Ortswechsel mit fliegenden Fahnen zum kulinarischen Gegner über, sondern suchen sich nur ganz ausgewählte Gerichte raus.
Geht mir bei Schlagern immer so. Das, was ich in der Jugendzeit gehört habe, klingt fast immer besser als das Jahrzehnte später Nachgemachte.


Deinen Ausführungen kann ich ohne weiteres zustimmen. Habe darüber weiter nachgedacht und es ist wie bei einem Familienstammbaum.

Oma - ukrainische/russische + ostpreussische Küche (ebenfalls Großvater)
Mutter - ostpreussische + norddeutsche Küche
Vater - oberschlesische + norddeutsche Küche
Frau - thüringische Küche

Ein Mix aus den vorbenannten Küchen dazu dann noch die Ergänzungen aus der Lausitzer Küche widerspiegelt sich in unserer heutigen Küche.
Die sogenannten "Arme-Leute-Gerichte", die von den Großmüttern und der Mutter mit viel Phantasie und Liebe zubereitet wurden, schmeckten einem dabei immer besonders gut.
Wenn ich heute in Hamburg mir ein Gericht nach Mutters Art bestelle, dann muß ich schon einige Euronen dafür auf den Tisch blättern. Aber man bekommt auch ein reichlich angerichtetes Bauernfrühstück oder Sauerfleisch mit Bratkartoffeln in der Dorfgastsstätte schon ab 5,50 - 6,50 Euro.

Aber wie heißt es auch so schön, zu Hause schmeckt es immer am besten.
Vierkrug


Stimmt!
Und was hat Oma und Mutters immer gepredigt--Junge esse brav auf.damit du groß und stark wirst.


 Antworten

 Beitrag melden
26.02.2013 10:05
avatar  ( gelöscht )
#86
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rostocker im Beitrag #87

Stimmt!
Und was hat Oma und Mutters immer gepredigt--Junge esse brav auf.damit du groß und stark wirst.


Ergänzend noch - und es morgen wieder schönes Wetter gibt.


 Antworten

 Beitrag melden
26.02.2013 13:00
avatar  ( gelöscht )
#87
avatar
( gelöscht )

Übrigens, was ich koche schmeckt sogar meiner Mutter


 Antworten

 Beitrag melden
26.02.2013 13:37
avatar  Udo
#88
avatar
Udo

Die Küchen meiner Großeltern waren völlig unterschiedlich. Mütterlicherseits aus Ostpreußen, dh. sehr sparsam, alles verdünnend, karge, aber keine schlechte Küche. Väterlicherseits aus der Prignitz, dh. sehr deftig und im Überfluss.

Logischerweise bin ich immer zu meiner Oma väterlicherseits zum Essen gefahren. Sie fragte mich immer am Vortag, was ich denn essen wolle und promt wurde es serviert.
Oma hatte durch den Kriegshunger für sich festgelegt, dass sie niiiieee wieder am Essen spart und nach Schnitzel, Schweinebraten, Kasseler, Taube, Kohlrolade, Huhn und Fisch (wohlgemerkt IN DER WOCHE, nicht Sonntags) habe ich am letzten Ferientag um einen Eintopf gebettelt, den ich bei meiner anderen Oma jeden Tag bekommen hätte.


 Antworten

 Beitrag melden
27.02.2013 11:40
avatar  ( gelöscht )
#89
avatar
( gelöscht )

Bitte mal einen Komplektetag einführen !!!


 Antworten

 Beitrag melden
27.02.2013 11:51
avatar  Lutze
#90
avatar

Zitat von hardi24a im Beitrag #91
Bitte mal einen Komplektetag einführen !!!

was ist das denn?

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!