GÜST Ellrich

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15.03.2020 13:24
#61
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Danke sehr aufschlussreich furry👍

Perfektion treibt uns zu immer neuen Zielen wenn sie Dich erfüllt ist sie das Modding des Lebens

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27.05.2020 23:37 (zuletzt bearbeitet: 28.05.2020 11:52)
avatar  harbec
#62
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Zitat von milo66 im Beitrag #1
Hallo,
ich war vom Herbst 1985 bis Herbst 1986 an der Grenzübergangsstelle Ellrich (Südharz) eingesetzt. Zuvor musste ich ein halbes Jahr Ausbildung in Eisenach hinter mich bringen.
Der Dienst sah seinerzeit so aus, dass wir im 3-Schicht-System den kleinen Bahnhof von Ellrich von einer Brücke aus beobachten, bzw. absichern, mussten. Ein- und ausfahrende Güterzüge mussten "abgesichert" werden. Der Dienst war sehr ruhig - nur die vielen kurzen Schichtwechsel waren, wahrscheinlich aus Personalmangel, belastend. Die Freizeit war ok. Es gab kaum Ausbildung und häufig Dienstfrei und Ausgang. Eine EK-Bewegung gab es faktisch nicht und die Vorgesetzten waren umgänglich.
Ich freue mich nun auf interessante neue Erkenntnisse - gebe natürlich auch gern welche weiter.
Micha.

... habe alte Dias von der Güst Ellrich in meinem Bilderfundus entdeckt.

Sie stammen aus den End-70igern. Ganz interessant anzuschauen.
Wir sind da nur hingefahren, weil man dort bei günstigem Wind die Harzer Schmalspurbahn
hören konnte!

28.05.2020 11:49
#63
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Schöne Aufnahmen! Danke fürs Teilen.


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28.05.2020 16:27
#64
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Hallo,

ich habe ein Foto aus dem Archiv von Jürgen Krantz gefunden. Es zeigt die Grenzanlagen von Ellrich 1976.Eigentlich zeigt es eine Dampflok vom Bw Lehrte vor einem Silozug. Der Einschnitt im linken Bildteil ist der Rest der Schmalspurbahn Ellrich-Zorge.



Schönen Abend,Gruß C.


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28.05.2020 16:43 (zuletzt bearbeitet: 28.05.2020 16:49)
avatar  furry
#65
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Kleine Korrektur, @Commander . Ellrich - Zorge war eine normalspurige Kleinbahn.
Nach Grenzziehung wurde sie noch bis zu der nord-westlich gelegenen Sandgrube betrieben.

Nachtrag:
Hier noch ein Foto vom Bahnhof, den mein Vater als Lokführer viele Jahre angesteuert hat.
In den frühen 50ern ist er mit seiner Lok als Schubhilfe auch mal bis nach Walkenried gekommen

.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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28.05.2020 16:52
#66
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Auweia.Das mir das passieren mußte.Ich werde nachher etwas weinen.

Ruhigen Abend,Gruß C.


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28.05.2020 17:21
avatar  Fred.S.
#67
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Zitat von Commander im Beitrag #66
Auweia.Das mir das passieren mußte.Ich werde nachher etwas weinen.

Ruhigen Abend,Gruß C.

Laß Dich, Commander, von Dein Kater ? Katze trösten. miau Herr Purzel


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15.12.2020 00:06
#68
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Hallo Grenzer aus Ellich.
In einen Bimmelbahnforum gibt es einen User, Jahrgang 1976 aus damals Walkenried, der behauptet das die Grenzer alle 3 Wochen einen Reichsbahnbahnwärter zum Austausch der Propangasflasche an dem Vorsignal des Bahnhofs Ellrich welches 700 Meter vom Bahngrenztor in Richtung Himmelreichtunnel stand und ca. 400 m weit auf Bundesgebiet stand , diesen bis auf das Bundesgebiet bis zu dem Signal begleiteten. Der Austausch der Gasflache durch den Wärter ist unstrittig. Die Behauptung das die ihm Begleitenden Grenzer mit auf das Bundesgebiet unter Duldung des BGS die oft nebenher gegangen sind ist aber für mich unglaubwürdig. Er will das des öfteren persönlich beobachtet haben und schreibt dazu das dort der Umgang BGS und Grenztruppe freundlich vonstatten ging. Meine Frage an Euch kann das so gewesen sein, was ich nicht glaube, das die begleitenden Grenzer mit auf Bundesgebiet gegangen sind. Vielleicht kann ja jemand von Euch dazu etwas schreiben. Gruß vom Bergmensch.

Gruß vom Bergmensch, ganz oben aus dem Harzwald.


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15.12.2020 01:41
avatar  andyman
#69
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Zitat von Harzwald im Beitrag #68
Hallo Grenzer aus Ellich.
In einen Bimmelbahnforum gibt es einen User, Jahrgang 1976 aus damals Walkenried, der behauptet das die Grenzer alle 3 Wochen einen Reichsbahnbahnwärter zum Austausch der Propangasflasche an dem Vorsignal des Bahnhofs Ellrich welches 700 Meter vom Bahngrenztor in Richtung Himmelreichtunnel stand und ca. 400 m weit auf Bundesgebiet stand , diesen bis auf das Bundesgebiet bis zu dem Signal begleiteten. Der Austausch der Gasflache durch den Wärter ist unstrittig. Die Behauptung das die ihm Begleitenden Grenzer mit auf das Bundesgebiet unter Duldung des BGS die oft nebenher gegangen sind ist aber für mich unglaubwürdig. Er will das des öfteren persönlich beobachtet haben und schreibt dazu das dort der Umgang BGS und Grenztruppe freundlich vonstatten ging. Meine Frage an Euch kann das so gewesen sein, was ich nicht glaube, das die begleitenden Grenzer mit auf Bundesgebiet gegangen sind. Vielleicht kann ja jemand von Euch dazu etwas schreiben. Gruß vom Bergmensch.


Hallo.
Deine Frage kann ich nicht beantworten,hier fiel mir aber auf das das Grenztor direkt vor der Grenzlinie stand,wieso dann die Distanzunterschiede? Im #55 sieht man das Grenztor direkt vor der Linie GÜST Ellrich (4)
Das Grenzer die Erlaubnis hatten auf Bundesgebiet mitzugehen ist schwer vorstellbar und ergibt auch keinen Sinn.Der Reichsbahner hätte wenn gewollt da bleiben können,zumal in BGS Begleitung.
Ist nur meine persönliche Meinung.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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15.12.2020 11:26 (zuletzt bearbeitet: 15.12.2020 11:31)
#70
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Na erst mal Danke für deine Antwort.
Der Grenzverlauf war dort nicht ganz einfach. Siehe Bild.

Nach dem Grenztor verlief die Grenze erst mal noch westlich neben dem Bahndamm bis zu einen kleinen Bahnübergang dort wechselte der Grenzverlauf auf die östliche Seite und verlief noch ein Stück neben der Bahnlinie. Ab den kleinen Bahnübergang ging der Bahnwärter im Gleis auf Bundesgebiet. Auf Krelle seiner Seite ist eine pdf wo das Prozedere in Herrenburg geschildert ist. So in etwa hätte es hier auch sein müssen. Das Signal stand hinter dem Bahnübergang noch ca. 400 m weit auf Bundesgebiet.

http://www.manfred-krellenberg…640ebffff804afffffff0.pdf

Gruß vom Bergmensch, ganz oben aus dem Harzwald.


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15.12.2020 20:21
avatar  andyman
#71
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Danke für die Aufklärung,so genau wußte ich das nicht.Wenn die Grenzlinie gleich hinter dem Tor die Gleise gequert hätte,würde ja auch links vor dem Tor die Streichhölzer gestanden haben, richtig?
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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17.12.2020 09:52
#72
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Ja Danke. Schade das zur Frage Grenzer auf Bundesgebiet keiner weiter was zu sagen hat.

Gruß vom Bergmensch, ganz oben aus dem Harzwald.


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17.12.2020 11:37 (zuletzt bearbeitet: 17.12.2020 11:39)
avatar  sentry
#73
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Ich habe keine Ahnung davon und würde mich rein spekulativ den Ausführungen von Andyman anschließen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Grenzer überhaupt die Erlaubnis erhalten hätten (weder von ihren eigenen Leuten noch von "drüben"), Bundesgebiet (womöglich noch bewaffnet) zu betreten, um einen Reichsbahner zu begleiten.

Welchen Zweck sollte das gehabt haben bzw. womit wollte man das begründen?

Wenn das überhaupt jemals tatsächlich passiert sein soll, kann das mMn nur völlig inoffiziell und in Abwesenheit westlicher Kräfte stattgefunden haben, z.B. mit der Motivation den Bahner widerrechtlich in den Osten zurückzuzerren, wenn er doch den Abflug machen wollte.
Kommt mir aus meiner eigenen Grenzererfahrung an einer GÜSt aber sehr weit hergeholt vor und so ist die Story ja auch nicht beschrieben worden.


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17.12.2020 12:23
avatar  GT1093
#74
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Toll, der Grenzverlauf als Luftaufnahme.
Ich habe 1976-1978 in der 2. GK in Liebenrode gedient. Die GÜSt war in unserem Bataillonsbereich zwischen Abschnitt 1 und 2. Dort war auch der schlimmste Postenpunkt. Wir nannten ihn "An der Gasse". Das war nördlich vom Durchlasstor, da wo der Abstand zum Signalzaun nur 50 m betrug. Der Posten musste ständig online sein und das bei jedem Wetter. Im Winter war dort die kälteste Stelle. Außerdem sah man immer wie ihr in euren schönen warmen "Häuschen" gesessen habt. ;)))


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17.12.2020 12:24
#75
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Zitate dazu aus dem Bimmelbahnforum kopiert, ab Beitrag #7: https://bimmelbahn-forum.de/forum/index....hnhofs-ellrich/
1. Interessant war auch immer der Gasflaschenwechsel der auf westdeutschem Gebiet aufgestellten Signale. Ein Reichsbahner begleitet von 2 Grenzern. Immer schön auf dem Gleis auf westlichem Territorium. Der BGS ist dann gelegentlich parallel auf dem Weg neben den Gleisen gelaufen.
2. Einwand von mir. Das Gleis hinter dem Bahnhof Ellrich in Richtung Walkenried verlief bis zu einen Bahnübergang (ca noch 200-300m) noch auf DDR Gebiet erst danach wechselte die Grenze über die Bahnstrecke. Bis dahin wurde der Bahnwärter von Grenzaufklären begleitet. Danach ging dieser bis zum Vorsignal auf Bundesgebiet allein, verrichtete dort seine arbeit und kehrte unter ständiger Beobachtung der Grenzer zurück.
3. Reiner, ich muss Dixh leider korrigieren. Die Grenzer liefen meist mit dem Reichsbahner zusammen auf den Gleisen bis zum Vorsignal. Da traute man den "Linientreuen" nicht.
4. Einwand von mir wieder. Und 2. Die Grenzer sind auch nicht auf Bundesgebiet mitgegangen denn das Vorsignal stand im Westen und da hatte nun mal kein DDR Grenzer was zu suchen. Wenn das so gewesen wäre dann wären die vom BGS festgenommen worden. Mach dich mal mit dem Grenzregime und Stellwerkstechnik vertraut. Es wurden ja immer Schauermärchen erzählt die es mit der Wahrheit nicht so genau nahmen. Da bist du sicherlich drauf rein gefallen. Tut mir leid das ich dir das nicht glauben kann aber das geht an der Lebenswirklichkeit vorbei.
5. Das zum Einfahrtsignal zugehörige Vorsignal stand rund 500 Meter in der leichten Rechtskurve (von Walkenried aus gesehen) auf niedersächsischen Gebiet, ungefähr Km 141,2. Und das wurde Mitte der 80er Jahre definitiv noch mit Gasflaschen der DR betrieben, wozu ein Eisenbahner auf den Gleisen bis zum Signal lief und durch Grenzer begleitet worden ist.
6. Ob der Bergmensch unsere Diskussion nicht auch dort verlinken mag? Eventuell kommt ja von der anderen Seite daraufhin mehr heraus?
7. Wieso die Grenzer den Reichsbahner auf dem Gleis begleitet haben dürfte jetzt auch klarer sein. Das Vorsignal war vom Grenzpunkt nicht einsehbar und vom weiter oben richtung Siedlung verlaufenden Grenzstreifen kein freies Schussfeld.
Schön, dass mein Erinnerungen auch noch nach über 30 Jahren nicht verblasst sind.
In der Gegend gab es auch noch andere Besonderheiten. Richtung Neuhof lag ein Feld der LPG vor dem Zaun. Da kam dann der Mähdrescher der LPG und die Grenztruppe 1-2 mal zum Mähen.
8. Hallo Feldbahn-Alex, wozu brauchten deiner Meinung nach die Grenzer freies Schussfeld?
9. Hallo, das war nur so dahingeschrieben. Besser wäre freies "Sichtfeld" gewesen.

Danach habe ich diese Diskussion verlassen.

Gruß vom Bergmensch, ganz oben aus dem Harzwald.


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