GÜST Ellrich

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18.03.2012 18:39
#16
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Hallo,
ja so eine GÜST hatte eigene Gesetze. Die PKE hatte dort die Obermacht, alles lief unter ihrer Regie bis der Zug gen Osten oder Westen lief.
Aber wie im wahren Leben, es gab normale und auch anders gestrickte der harten Gangart. Besonders Ausfahrt Griebnitzsee Richtung Wannsee.
Da traute keiner keinem.

Gruß lokgrenzer


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29.06.2012 11:29
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#17
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Sicher war die "Obermacht" der PKE real, war aber in Ellrich glücklicherweise nicht so spürbar. Da es ein kleiner Bahnhof war, hatte man den Eindruck, dass die Gangart bei diesen Jungs auch etwas gemäßigter war. Ich erinnere mich bei der PKE an "Don Promillo". Der wurde schon von unseren Vorgängern so getauft, weil er oft den Eindruck machte, angetrunken zu sein. Einmal hatte er die internen Kontroll-Papiere des Zuges an die Stufe eines Wagons gelegt und dort vergessen. Der Zug fuhr dann in den Westen. Ich musste dann mit einem Offizier "feindwärts" die Unterlagen mit suchen. Anmerkung: Der Offizier betrat mehrmals absichtlich dabei BRD-Gebiet, lotste mich sogar mit rüber, um mir die Nummerierung der "Streichhölzer" (Grenzmarkierung Westen) zu zeigen.


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29.06.2012 16:45
#18
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Einmal hatte er die internen Kontroll-Papiere des Zuges an die Stufe eines Wagons gelegt und dort vergessen.

Der Zusammenhang zwischen PKE und den "internen Kotroll-Papiere des Zuges" würde mich mal interessieren.
Kann man sich noch an die Art der Dokumente erinnern ?

passport


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29.06.2012 16:49 (zuletzt bearbeitet: 29.06.2012 16:51)
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#19
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Ja ,ja so ist das mit den Anekdoten .Schnell erzählt ,aber das Wesentliche vergessen. Werden bestimmt die Urlaubspapiere gewesen sein oder der Verpflegungsplan der kommenden Woche.


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01.07.2012 16:40
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#20
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Zitat von milo66 im Beitrag #17
Sicher war die "Obermacht" der PKE real, war aber in Ellrich glücklicherweise nicht so spürbar. Da es ein kleiner Bahnhof war, hatte man den Eindruck, dass die Gangart bei diesen Jungs auch etwas gemäßigter war. Ich erinnere mich bei der PKE an "Don Promillo". Der wurde schon von unseren Vorgängern so getauft, weil er oft den Eindruck machte, angetrunken zu sein. Einmal hatte er die internen Kontroll-Papiere des Zuges an die Stufe eines Wagons gelegt und dort vergessen. Der Zug fuhr dann in den Westen. Ich musste dann mit einem Offizier "feindwärts" die Unterlagen mit suchen. Anmerkung: Der Offizier betrat mehrmals absichtlich dabei BRD-Gebiet, lotste mich sogar mit rüber, um mir die Nummerierung der "Streichhölzer" (Grenzmarkierung Westen) zu zeigen.


Den letzten Satz halte ich aber für ein Grenzermärchen


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01.07.2012 18:34
#21
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Habe ein paar alte Karten von Ellrich - Walkenried gefunden.
Wenn es jemand interessiert ...

Komm'se mal zurück Genosse Gefreiter! Könn'se denn nich grüßen?


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27.10.2012 00:23
#22
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dann berichte doch mal von den versuchten Grenzdurchbruch im Oktober 85 mit dem Holz-LKW der das Fahrerhaus
mit Platten abgedeckt hatte und wo seine Tochter schwer verwundet wurde durch Schüsse eben von dieser Brücke
du hast geschrieben es hätte keine Vorfälle gegeben,nur dieser hat damals im Ort die Runde gemacht weil es eben ein ellricher Bewohner war
ich kenne sogar seinen Namen noch

mfg

Drosseln sind Vögel. Sie in Motorräder zu stecken ist Tierquälerei!!
Motorradfahren ist das schönste, was man angezogen machen kann.
45° ist das zu schräg-bist du zu schwach

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27.10.2012 19:16
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#23
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( gelöscht )

Hallo Batrachos,
wen meinst du denn mit deiner Frage zum Durchbruch?
Der versuchte Durchbruch hat natürlich die Runde gemacht und ist den meisten hier wohl bekannt. Wenn der Autor hier schreibt es gab keine Vorfälle, wird er vermutlich seine Dienstzeit damit meinen.
Grüße aus dem Südharz

Zitat von Batrachos im Beitrag #22
dann berichte doch mal von den versuchten Grenzdurchbruch im Oktober 85 mit dem Holz-LKW der das Fahrerhaus
mit Platten abgedeckt hatte und wo seine Tochter schwer verwundet wurde durch Schüsse eben von dieser Brücke
du hast geschrieben es hätte keine Vorfälle gegeben,nur dieser hat damals im Ort die Runde gemacht weil es eben ein ellricher Bewohner war
ich kenne sogar seinen Namen noch

mfg


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27.10.2012 20:02
#24
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Zitat von Südharzer im Beitrag #23
Hallo Batrachos,
wen meinst du denn mit deiner Frage zum Durchbruch?
Der versuchte Durchbruch hat natürlich die Runde gemacht und ist den meisten hier wohl bekannt. Wenn der Autor hier schreibt es gab keine Vorfälle, wird er vermutlich seine Dienstzeit damit meinen.
Grüße aus dem Südharz

Zitat von Batrachos im Beitrag #22
dann berichte doch mal von den versuchten Grenzdurchbruch im Oktober 85 mit dem Holz-LKW der das Fahrerhaus
mit Platten abgedeckt hatte und wo seine Tochter schwer verwundet wurde durch Schüsse eben von dieser Brücke
du hast geschrieben es hätte keine Vorfälle gegeben,nur dieser hat damals im Ort die Runde gemacht weil es eben ein ellricher Bewohner war
ich kenne sogar seinen Namen noch

mfg




meinte damit milo66,er hatte an der GüSt von Herbst 85-Herbst 86 dort Dienst geschoben,also muss es ja in der Zeit passiert
sein war glaub ich im Oktober85,es sei denn er ist erst im November85 dort hingekommen dann hat er es natürlich nicht mitbekommen
fals es dich interessiert was aus dem Flüchling Frank T. geworden ist kann ich dir gerne Auskunft darüber geben

mfg

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45° ist das zu schräg-bist du zu schwach

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28.10.2012 04:41
avatar  KARNAK
#25
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #20
Zitat von milo66 im Beitrag #17
Sicher war die "Obermacht" der PKE real, war aber in Ellrich glücklicherweise nicht so spürbar. Da es ein kleiner Bahnhof war, hatte man den Eindruck, dass die Gangart bei diesen Jungs auch etwas gemäßigter war. Ich erinnere mich bei der PKE an "Don Promillo". Der wurde schon von unseren Vorgängern so getauft, weil er oft den Eindruck machte, angetrunken zu sein. Einmal hatte er die internen Kontroll-Papiere des Zuges an die Stufe eines Wagons gelegt und dort vergessen. Der Zug fuhr dann in den Westen. Ich musste dann mit einem Offizier "feindwärts" die Unterlagen mit suchen. Anmerkung: Der Offizier betrat mehrmals absichtlich dabei BRD-Gebiet, lotste mich sogar mit rüber, um mir die Nummerierung der "Streichhölzer" (Grenzmarkierung Westen) zu zeigen.


Den letzten Satz halte ich aber für ein Grenzermärchen

Der Meinung muß ich zustimmen

"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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28.10.2012 04:45
avatar  KARNAK
#26
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Zitat von milo66 im Beitrag #5
Hallo,
hatten, zu unserer Scham, Uniformen der Grenztruppen getragen.

Das trifft mich aber nun ins Herz.Ich war nämlich mal eine Weile bei dem Verein.

"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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28.10.2012 08:59
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#27
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Zitat von KARNAK im Beitrag #26
Zitat von milo66 im Beitrag #5
Hallo,
hatten, zu unserer Scham, Uniformen der Grenztruppen getragen.

Das trifft mich aber nun ins Herz.Ich war nämlich mal eine Weile bei dem Verein.


@ na ja, Karnak, wenn man unter falscher Flagge segelt, muss man sich über solche Sprüche nicht wundern. Ich durfte als ehemaliger Flüchtling ab Dezember 1972 wieder in die DDR einreisen, wovon ich auch Gebrauch machte, und zwar über Strassenübergang Wartha. Ich war auch immer überzeugt, dass das Angehörige der Grenztruppen waren, die mich kontrollierten, denn sie hatten am Ärmel das Schriftband "Grenztruppen der DDR". (Das kannte ich aus meiner Dienstzeit 9 Jahre zuvor nicht ) Umsomehr war ich überrascht, als ich hier im Forum erfuhr, dass sich hinter der Maskerade Mitarbeiter des MfS " versteckten ", warum eigentlich verstecken, hattet ihr doch gar nicht nötig, eure Macht war doch unangefochten ( zumindest in den 70ern)?


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28.10.2012 09:22
#28
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Zitat von Gert im Beitrag #27
Zitat von KARNAK im Beitrag #26
Zitat von milo66 im Beitrag #5
Hallo,
hatten, zu unserer Scham, Uniformen der Grenztruppen getragen.

Das trifft mich aber nun ins Herz.Ich war nämlich mal eine Weile bei dem Verein.


@ na ja, Karnak, wenn man unter falscher Flagge segelt, muss man sich über solche Sprüche nicht wundern. Ich durfte als ehemaliger Flüchtling ab Dezember 1972 wieder in die DDR einreisen, wovon ich auch Gebrauch machte, und zwar über Strassenübergang Wartha. Ich war auch immer überzeugt, dass das Angehörige der Grenztruppen waren, die mich kontrollierten, denn sie hatten am Ärmel das Schriftband "Grenztruppen der DDR". (Das kannte ich aus meiner Dienstzeit 9 Jahre zuvor nicht ) Umsomehr war ich überrascht, als ich hier im Forum erfuhr, dass sich hinter der Maskerade Mitarbeiter des MfS " versteckten ", warum eigentlich verstecken, hattet ihr doch gar nicht nötig, eure Macht war doch unangefochten ( zumindest in den 70ern)?




Naja Gert,das ist doch heute auch nicht anders---oder laufen die von BND oder den Volksüberwachungsorgan Verfassungsschutz mit einen Aufdruck auf der Stirn rum um zu zeigen von welchen Verein sie kommen.Und die sind doch heute auch allgegenwärtig.


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28.10.2012 09:30
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#29
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Zitat von Rostocker im Beitrag #28
Zitat von Gert im Beitrag #27
Zitat von KARNAK im Beitrag #26
Zitat von milo66 im Beitrag #5
Hallo,
hatten, zu unserer Scham, Uniformen der Grenztruppen getragen.

Das trifft mich aber nun ins Herz.Ich war nämlich mal eine Weile bei dem Verein.


@ na ja, Karnak, wenn man unter falscher Flagge segelt, muss man sich über solche Sprüche nicht wundern. Ich durfte als ehemaliger Flüchtling ab Dezember 1972 wieder in die DDR einreisen, wovon ich auch Gebrauch machte, und zwar über Strassenübergang Wartha. Ich war auch immer überzeugt, dass das Angehörige der Grenztruppen waren, die mich kontrollierten, denn sie hatten am Ärmel das Schriftband "Grenztruppen der DDR". (Das kannte ich aus meiner Dienstzeit 9 Jahre zuvor nicht ) Umsomehr war ich überrascht, als ich hier im Forum erfuhr, dass sich hinter der Maskerade Mitarbeiter des MfS " versteckten ", warum eigentlich verstecken, hattet ihr doch gar nicht nötig, eure Macht war doch unangefochten ( zumindest in den 70ern)?




Naja Gert,das ist doch heute auch nicht anders---oder laufen die von BND oder den Volksüberwachungsorgan Verfassungsschutz mit einen Aufdruck auf der Stirn rum um zu zeigen von welchen Verein sie kommen.Und die sind doch heute auch allgegenwärtig.



@Rostocker
das ist richtig, was du schreibst und auch wieder nicht richtig. Ich bin mir ziemlich sicher, das die Herren Geheimen heutzutage nicht in die "Niederungen" ( Mike verzeih mir ) des allgemeinen Grenzdienstes herabsteigen.


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28.10.2012 11:13
#30
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Zitat von Batrachos im Beitrag #22
dann berichte doch mal von den versuchten Grenzdurchbruch im Oktober 85 mit dem Holz-LKW der das Fahrerhaus
mit Platten abgedeckt hatte und wo seine Tochter schwer verwundet wurde durch Schüsse eben von dieser Brücke
du hast geschrieben es hätte keine Vorfälle gegeben,nur dieser hat damals im Ort die Runde gemacht weil es eben ein ellricher Bewohner war
ich kenne sogar seinen Namen noch

mfg


Der Durchbruchsversuch war nicht im Oktober denn da war ich schon zu Hause.
Der muss im Winter gewesen sein oder Frühjahr 85.
Ich hab den LKW noch in Ellrich in der Kompanie stehn sehn.

Die Geschichte mit den verlorenen Papieren und dem kurzen feindwärts gehn halte ich für möglich.
Die Grenze verlief doch über die Schienen drüber und dann ging der Zaun doch ein Stück rechts an den Gleisen lang, wenn ich mich nicht irre.
Wenn der Zug, wenn er lang war, dort langsam fuhr, oder stand um westwärts abgefertigt zu werden, so könnte ich mir vorstellen, dass man in der Deckung des Zuges mal einen Moment auf die Westseite des Streichholzes stehn konnte.
Ist aber auch egal.

Der Durchbruchsversuch damals war schon derb.
Mal ganz abgesehn von den massig Schüssen die abgegeben wurden, wie kann man nur so doof sein davon auszugehn, dass man mit solch einem die vordere Achslast überladenen Konstrukt, auf Bahnschwellen, auf so einer Distanz spazieren fahren kann.
Solche "Spässchen" kann man machen wenn man alleine sowas versucht, aber doch nicht mit Frau und Kindern.
Ich verstehe diese Menschen bis heute nicht.

Wer von euch weis noch wo im Ellricher Bereich vorallem im Stadtwald und im Bereich Sülzhayn die Hunde standen?
Im Stadtwald gabs ja paar Festanlagen, leider kann ich heute nicht mehr nachvollziehn wo diese waren.

Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.


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