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#41

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2013 20:05
von Lebensläufer (gelöscht)
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Ich will es mal noch so sagen..."als Grenzer wusste man um verschiedene Schwachpunkte bis hin zum DDR-einfachsten Vorhängeschloss an den Gassen, das Schloß, was selbst mit nen falschen plattgekloppten Schlüssen zu öffnen war". Aber, jetzt das Aber, der Grenzverletzer wusste das nicht, der wusste das einfach nicht bis hin zu denen, die in ihrer Ahnungslosigkeit meinten, die Spanndrähte der 501 wären zum hochziehen da, gar noch zum besteigen.

Und das ist passiert, Dutzendemale wenn ich so alte Texte über Fluchten lese und das sagt mir, da sind Leutchen losgelaufen, die nicht im Mindesten über die Grenzanlagen informiert waren so "Augen zu und durch, irgendwie wirds schon klappen". Klappte aber nicht. Neben vielen Schmerzen (körperlich und seelig)war dann Nachdenken angesagt, im DDR-Haftkrankenhaus und Strafvollzug.

Lebensläufer


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#42

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.02.2013 00:32
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 35 Punkte
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Zitat von Waterpolo im Beitrag #1
Was musste man unbedingt beachten, wenn man eine Flucht mit mehreren Personen geplant hatte?


Eingentlich nur eines, nicht erwischen lassen!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
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#43

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.02.2013 09:22
von Pit 59 | 12.308 Beiträge | 11213 Punkte
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Eingentlich nur eines, nicht erwischen lassen! @Feliks

Dann hättest doch aber Du Feliks nichts mehr zu tun gehabt



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#44

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.02.2013 18:37
von StabsfeldKoenig | 3.015 Beiträge | 444 Punkte
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am besten, am hellichten Tage frech in den Checkpoint Charly reinmarschieren, sich festnehmen lassen (vorher Westfernsehen bestellen), ein paar Monate Bautzen absitzen, bis man freigekauft wurde.


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#45

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 10.02.2013 20:11
von Eisenacher | 2.069 Beiträge | 4 Punkte
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #44
am besten, am hellichten Tage frech in den Checkpoint Charly reinmarschieren, sich festnehmen lassen (vorher Westfernsehen bestellen), ein paar Monate Bautzen absitzen, bis man freigekauft wurde.


Das mit dem Freikaufen hat aber doch, wohl auch nicht immer so glatt funktioniert. Ich hatte einen Arbeitskollegen, der hatte 3x wegen versuchter Republikflucht, insgesamt 6Jahre Vollverpflegung auf Staatskosten. Nach weiteren 2-3Jahren in der DDR, hat man ihn dann endlich 1988 den Duft der Großen Freien Welt atmen lassen.


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#46

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2017 02:08
von wolle48 | 38 Beiträge | 335 Punkte
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Wenn ich das Ganze lange vorher geplant hätte wie sollte ich dann noch Dienst machen. Als Infantriegruppenführer denn dazu waren wir ja letztendlich ausgebildet hjaben wir doch gelernt plötzlich auftretende Situationen zu erkennen und darauf zu reagieren. Bei mir war es jedenfals so, bei uns waren soviel Problem-Situationen seit der Geschichte in der CSR aufgetreten und an jenem Abend 0,00 Uhr als ich Dienstschluß hatte erfuhr ich das ich grade stehen sollte weil das Söhnchen eines hochgestellten Berliner Parteimannes während meines Urlaubs Fahnenflüchtig wurde. Da ich nicht in derPartei war und mich lange gegen die FDJ-Mitgliedschaft gewhrt habe hatte ich Angst und Panik. also hab ich hin und herüberlegt und erkannte das die Situation günstig war. Ich schnapte die paaar persönlichen Sachen wie mein Handbuch für Diensthundeführer ( weil mein Hund undich dort abgebildet sind ) legte meinenBademantel über das ganze und lief inden Keller um durch dasFlurfenster abzu hauen. Nee von Plan keine Rede wohlgemerkt bei mir.
mit kameradschaftlichem Gruß wolle48


IM Kressin und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.10.2017 20:38
von LO-Fahrer | 818 Beiträge | 1044 Punkte
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Mit Insiderwissen, d.h. Kenntnis des Grenzabschnittes, des Grenzregimes, Postenverteilung und -dichte und ggfs des Hinterlandes hatte man bei einem Fluchtversuch ganz gute Karten. Da aber dieses Wissen für Normalsterbliche kaum zugänglich war, gehörte schon eine große Portion Glück dazu....
War nach meinem Abgang (Jan. 90) allerdings kein Thema mehr.



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#48

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.11.2017 10:43
von henning194902 | 54 Beiträge | 214 Punkte
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Währe es dann möglich denZaun 1 durch vorherigen zündens der 3 minen am Zaun zu überwinden?
ich dachte da 3 Angelschnüre mit Drilling in die Auslösedrähte zu haken und dann aus sicherer Entfernung
an allen 3 Schnüren zugleich zu ziehen.Dann hätte man doch freie Bahn??
Bei meiner Flucht waren zum Glück noch keine SM70 am Zaun (Oktober 1972 Lüchow Dannenberg- auf
DDR Seite war Bömenzien.


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#49

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.11.2017 14:22
von Hanum83 | 7.985 Beiträge | 12452 Punkte
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Das hätte nichts genützt, die Dinger pusteten nur Splitter am Zaun entlang aus und machten den nicht kaputt.



zuletzt bearbeitet 02.11.2017 14:24 | nach oben springen

#50

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.11.2017 14:49
von Sperrbrecher | 2.353 Beiträge | 3675 Punkte
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Vor allen hätte man seine Flucht nicht aus einer spontanen Laune heraus, sondern erst nach reiflicher und intensiven Planung in Betracht ziehen
sollen. Der kürzeste und unmittelbarste Weg in den Westen, war nicht immer der beste. Ich habe mich etwa sechs Jahre lang damit beschäftigt
die verschiedensten Varianten zu überlegen und mich dann über einen etwas umständlicheren Fluchtweg, weit weg von der unmittelbaren Grenze
zwischen DDR und Bundesrepublik entschieden, der von Erfolg gekrönt war. Es war die Grenze zwischen Bulgarien und Jugoslawien, die
relativ einfach und problemlos zu überwinden war.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


zuletzt bearbeitet 02.11.2017 14:50 | nach oben springen

#51

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.11.2017 17:11
von Hansteiner | 1.721 Beiträge | 1577 Punkte
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Manchmal waren auch schöne Löcher im Streckmetall, sodass diese auch noch ausgewechselt werden mussten.
Ach und dann unsere mot. Minenposten, die unmittelbar nach der Auslösung am Ort waren.

mit Drilling u.s.w. ist eher was für einen Film !

VG H.



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#52

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.11.2017 17:21
von willie | 642 Beiträge | 124 Punkte
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Hallo Hanum83,
da irrste Du Dich aber gewaltig. Es wurden durch SM-70 Auslösungen/Detonationen mitunter 60x40 cm große Löcher in die Metallgittermatten gerissen.
Es kam sogar vor, daß durch eine Auslösung insgesamt 88 SM-70 im GA 33b, NW Ifta, hochgegangen sind.
Foto von beschädigten Matten folgt.
Guckst Du hier:
https://www.google.de/search?q=SM-70+Det...=Nl6aQVVi2rciyM:

Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 03.11.2017 01:08 | nach oben springen

#53

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.11.2017 19:10
von Hanum83 | 7.985 Beiträge | 12452 Punkte
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Okay, aber wie geschrieben, ich selbst hab nur gesehen das der Zaun etwas rußig war aber ohne Loch.



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#54

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.12.2017 13:37
von henning194902 | 54 Beiträge | 214 Punkte
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Hallo miteinander
Das die SM70 den Zaun nach Auslösung nicht kaputt machen ist mir schon klar.
Aber man könnte den Zaun dann problemlos übersteigen - ohne Auslösung ??
Oder sehe ich das falsch ??
mfG Henning


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#55

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.12.2017 14:54
von Fred.S. | 1.450 Beiträge | 11533 Punkte
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Die Beiträge sind sehr interessant. Da ich ja nun auf der Elbe auf Euch aufgepasst habe, auf Grenzverletzer, Fahnenflüchtige u.s.w. geht meine Frage dahin.

Hallo, findet sich in unseren großen Kreis auch Jemand, der es versucht, oder dem es sogar geglückt ist über die Elbe in den Westen zu kommen?
Das wäre doch für mich interessant. Der Signalzaun auf dem Deich überwinden. Das rennen oder ... durch das Elbvorgelande bis zur Elbe, oft in unterschiedlicher Breite. Dann stehst Du am Elbufer, siehst vor Dir den Westen, so nah, nur noch die Elbe überwinden, hörst ein Grenzboot, was nun. Es haut ja auch mal ab und nun ? Nicht zu vergessen die Grenzposten an Land, falls sie erkannt haben, Da ist Einer, der hat den Zaun überwunden, also hinterher.
Hast Du es am Tag oder in der Nacht versucht. und in welcher Jahreszeit mfg. Fred S.



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#56

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.12.2017 16:42
von Cambrino | 467 Beiträge | 2375 Punkte
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Zum Vorbereiten einer Flucht kann ich nur sagen, gehörte als erstes ein Vorhängeschloß vor den Mund und den Schlüssel weg werfen. Ob Familie oder das Umfeld (Kameraden, Freunde u.s.w.), keiner durfte etwas von so einem Plan erfahren, man sollte auch keine Andeutungen in diese Richtung machen. Es könnte sich ja mal einer verplappern oder es könnte auch ein IM darunter sein. Lange Vorbereitungen brachten auch mehr Unsicherheit mit sich. Ortsunkundige hatten meistens die schlechten Karten. Wer Ortskundig war, besser noch, wer Dienst an der Grenze getan hat, war da doch schon besser dran. Durchführung der Tat nur bei Dunkelheit, möglichst nach 23 Uhr. Man kannte aus der längeren Dienstzeit seinen ehemaligen Grenzabschnitt sehr genau (Straßen, Wege, Gräben, markannte Bäume und Sträucher), sowie den schwerpunktmäßigen Aufenthalt der Grenzposten. Als Grenzer sollten wir uns da draußen immer durch den Kopf gehen lassen, wie würde sich ein GV in meinem Bereich verhalten, woran würde er sich orientieren und aus welcher Richtung währe er wohl gekommen ? Wie mußte ich als Grenzposten dann handeln ?. Diese Gedankengänge habe ich bei meiner Flucht in umgekehrter Richtung genutzt und habe mich dann gefragt, wo sind in meinem ehemaligen Bereich die Posten schwerpunktmäßig eingesetzt? Diesen Bereich möglichst meiden und einen Schwachpunkt in der Sicherung entsprechend des Geländes zu nutzen. Auf dem kürzerem Weg, Augen zu und durch, das hätte Selbstmord bedeuten können. Wo könnten in diesem Bereich plötzlich die Posten auf tauchen ?, was tun und wo sind hier Möglichkeiten zum verstecken ? Zeit lassen und die Posten genau im Auge behalten bis die Gefahr vorbei ist. So etwas hat da vorn noch Zeit gekostet aber bessere Sicherheit zum Erfolg zu kommen. Aber ab 1961 mit dem Minenfeld wurde es für die Planung einer Flucht noch schwieriger, entweder man kannte sich einigermaßen gut aus, oder man mußte eben viel Glück haben um gesund hindurch zu kommen. Für die Zeit nach 1963 kann ich mich die Vorbereitung und sichere Durchführung einer Flucht nicht richtig vorstellen, da ja die vielen und gefährlichen Sperranlagen immer mehr ausgebaut und umgebaut wurden. Die ganze Grenztruppe umstrukturiert und immer wieder umstrukturiert und umstrukturiert wurde. Dazu kann und will ich mich auch nicht äußern.

Cambrino


Fred.S. und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.12.2017 18:23 | nach oben springen


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