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#461

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 27.02.2013 19:08
von matloh | 1.256 Beiträge | 109 Punkte
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Habt ihr in der Schule (oder im Studium möglicherweise) eigentlich auch "Archipel Gulag" (Alexander Solschenizyn), "Schöne neue Welt" (Aldous Huxley) oder "1984" (George Orwell) durchgenommen?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)


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#462

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 27.02.2013 19:13
von ddr-bürger (gelöscht)
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Ich habe mich immer ganz fix zum Zeitungskiosk begeben wenn der "Straßenverkehr" neu erschienen ist. Habe teilweise vom Vater die gesammelten ausgaben von 1962 (teilweise) ab 1963 bis 1990 komplett. Darin lese ich heute noch gerne, die tipps zur Selbsthilfe und die Eigenbauten zur "Produktverbesserung", einfach herrlich....

An Büchern habe ich damals fast alles von Ehm Welk gelesen. Der Auslöser war "Die Heiden von Kummerow". Auch später Robert Merle mit der Geschichte des Atombombenabwurfes, "Die Insel" ähnlich wie Meuterei auf der Bounty, "Hinter Glas", "Die geschützten Männer", "Ein vernunftbegabtes Tier" später habe ich dann noch die historischen Romane gelesen. War eine Serie, eine Serie einer hieß "In unseren grünen Jahren".

Zu DDR zeiten habe ich auch die Schweden Krimis von Svedelid und Sjöwall / Wahlöö verschlungen.


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#463

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 27.02.2013 19:39
von 94 | 12.346 Beiträge | 6648 Punkte
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Ach, der Nasenbohrer iss immer sooo lustitzsch ... dikkat! *nicht_grins*

Zitat von matloh im Beitrag #461
Habt ihr in der Schule [...] "Schöne neue Welt" (Aldous Huxley) oder "1984" (George Orwell) durchgenommen?

lol, westlich dekadente Schundliteratur, und dann nur als Remake? Nie und nimmer, wo doch das Orginal Wir von Samjatin nichtmal zur Verfügung stand.

Zitat von matloh im Beitrag #461
... (oder im Studium möglicherweise) eigentlich auch "Archipel Gulag" (Alexander Solschenizyn) ...

Den Archipel in einem Atemzug mit den gängigen westlichen Dysoptien der letzten Jahrhunderts zu nennen, ... also das ist jetzt mal tapfer oder dummdreist, na zumindest haste mal wieder eine Antwort geprovoziert.

Achso, gratuliere ma zum tausendundersten Punkt und mal gucken, ob zweimal zitiert in einer Antwort auch zwei Punkte aufm Punktekonto gibt. Da war der Beitrag #461 wenigstens zu etwas gut, und wenn's auch nur etwas Erkenntnis über's Beitragspunktesystem des Forumstemplates ist *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 27.02.2013 19:46 | nach oben springen

#464

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 27.02.2013 21:51
von Nostalgiker | 2.880 Beiträge | 1274 Punkte
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Zitat von 94 im Beitrag #463

..... wo doch das Orginal Wir von Samjatin nichtmal zur Verfügung stand.



Tz, tz, tz, ...... immer diese Leute mit dem absoluten Insiderwissen.
Nun wäre interessant wann Du zumindest die Kenntnis über diesen Roman erlangt hast. In der DDR wurde er eisern totgeschwiegen .....

Ansonsten sind hier eine Menge an Büchern aufgelistet worden und ich bin mir da nicht so sicher ob die wirklich alle im Unterricht durchgenommen wurden.

Auch kam es meiner Meinung nach auch auf das Literaturinteresse des Deutschlehrers an.
In dieser Beziehung hatte ich wohl Glück, hat doch mein Deutschlehrer an der POS immer noch neben der Pflichtliteratur welche wir behandeln mußten, noch weitere Literatur durchgenommen.

In der BBS hat unser Deutschlehrer es so gemacht das wir Schüler über einen Roman unserer Wahl, auch außerhalb des Pflichtprogramms, ein Referat hielten und somit das Buch vorstellten. Einschränkend muß ich sagen das im Vorfeld dem Lehrer gesagt werden mußte welches Buch vorgestellt werden sollte......, also Orwell ging schonmal nicht .....
Aber zum Beispiel Norman Mailer "Die Nackten und die Toten" ging oder "Tauwetter" von Ehrenburg ......

In Leipzig gab es neben der Deutschen Bücherei bekanntlich noch die Uni Bücherei und einige andere diverse Fachbüchereien. In allen konnte man sich problemlos anmelden.
In der Uni Bücherei bekam man sogar die Literatur mit außer Haus und nach einem Schlüssel hinter dessen Sinn ich nicht kam konnte man in dieser Bibliothek auch "westliche" Belletristik ohne Nachweis (also das ich sie für irgendeine Arbeit bräuchte....) ausleihen .....
Natürlich gab es eine Warteliste aber es hat sich gelohnt und ich habe mich in der Zeit als Beispiel durch die Engländer, Franzosen und Amerikaner gelesen welche in der DDR nicht verlegt wurden aber da die Bücherei die BRD Ausgaben hatte kein Problem ......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#465

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 27.02.2013 22:04
von berlin3321 | 3.572 Beiträge | 4303 Punkte
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Hallo Barbara,

ich habe mir Dein Eröffungspost angesehen, so etwas ähnliches habe ich auch geschrieben:

Anfang bis Mitte der 8ß ziger fuhr ich das erste Mal Transit, zuhause erstmal: Wie kannst Du nur (Die Familie meines Vaters ist Mitte der 50 ziger aus Schwanheide geflüchtet, hat Haus und Hof, Tiere im Stich gelassen).

Dann Einreise, Lauenurg, Horst, Boizenburg, viel gesehen, zum Teil sehr schöne Dinge, aber alles Grau in Grau, grausam, Vorbei an den Russenkasernen in LULU, in Staaken.

Die Grenze Brandenburger Tor, dann kleiner Grenzverkehr, nach Schwanheide durften wir nicht, Sperrgeniet.

Dann kam die Wende, vieles war selbstverständlich.

Es gab und gibt noch heute den typischen Ossi und auch den Weesi. Leider.

Wine kleine Geschichte dazu. Nach der Währungsunion hatte ich in Schwerin ain Auto angeboten, 1700 DM, mehr war er nicht wert, Beulen, Kratzer, aber 2 Jahre TÜV: Ich konnte das Auto nicht verkaufen, es war zu billig, jeder erzählte mir: Damit muss was sein, warum ist der so billig? Nee, behalte mal.

Ich habe ihn wieder mit genommen und eine Woche später für 4900 DM verkauft, so bitter wie es ist, die wollten besch..... werden.

Mit Ehrlichkeit konnte ich da nichts werden. Ich denke darüber heute noch immer nicht gern nach, ob Du es mir glaubst oder nicht.

Durch Zufall bin ich hier irgendwie über das Forum gestolpert und total begeistert. Seit Tagen lese ich hier sehr viel, erkenne die Geschichte neu, sehe, mit welchen Mühen der Grenzdienst behaftet war.

Wie easy war es dagegen bei der BW.

Man kann vor den GT nur den Hut ziehen.

Zum Abschluss vielleicht: Ich fahre seit Jahren an die Ostsee in Meck Pom, habe auch Kontakt zu Einheimischen. Wir unterhielten uns auch über die DDR- Zeit. Aufenthalt ab 20 oder 22 Uhr am Strand war verboten, EH ging an dem Abschnitt auch vorbei, die Russen fuhren auch die Soldaten dort mal an den Strand undundund.........

Das ist auch ein Teil deutscher Geschichte. Und mir macht es Spaß, ein wenig mehr zu erfahren. Denn ich habe es hautnah miterlebt.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...


Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker, ...


zuletzt bearbeitet 27.02.2013 22:05 | nach oben springen

#466

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 14:28
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Guten Tag liebe Landsleute!

Heute steht auf meinem Kalender:
„Erst durch’s Aufschreiben mildert sich, was dir begegnet, ins Erträgliche.“
Geschrieben von einem mir unbekannten Hermann Lenz.

Die Kraft der Sprache, in dem Fall der geschriebenen...


Ich verstehe liebe Grenzgängerin oder sagen wir, ich glaube zu verstehen...
Dass du Sütterlin kannst ist ja beeindruckend!

Herr von Ribbeck: Herr Gott, war der Sozialismus aber auch manchmal „kleinlich“...
So ein schönes Gedicht über „Großzügigkeit, Weisheit des Alters, „leuchtende Früchte“ über Generationen weitergeben...“ etc. ... nun ja. Und dazu noch die Liebeserklärung an die brandenburgische Landschaft....
Durch das „ignorieren“ von Umständen sind diese ja nicht aus der Welt.

Du meintest meine Frage nach dem „Klassenstatus“ des Bürgertums? Ja, gerne! Als Fach „Geschichte“, das wird bestimmt spannend...

Eine wunderschöne „Geschichte“ mit Frau Ost und Frau West !!!

Und bestimmt wirst du noch nach New Orleans fliegen – was wären wir ohne unsere Träume .....
Mich interessiert diese Gegend auch, ist dort doch auch der Jazz geboren ... :-)


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#467

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 14:30
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Zitat von furry im Beitrag #444
Ein für mich sehr interessantes Buch, zwar keine Schulliteratur, war von Jurij Berzan (mit Hatschek auf dem e) "Mein Stück Zeit", in dem er aus seiner Sicht als Sorbe die Zeit während und nach dem 2. WK beschreibt.
In heimatlichen Gefilden stöbere ich gern auf Flohmärkten nach Büchern aus dem Eulenspiegelverlag.



Ich war einen halben Tag in Cottbus Furry, letztes Jahr anlässlich eines tschech. Mini-Film-Festivals. Stieg am Bahnhof aus und las: Chóśebuz - und wurde auf meine Fragen hin aufgeklärt....
Vor allem in Erinnerung ist mir das gigantische Gleisnetz am Bahnhof und der wunderschöne Marktplatz .......... und mein erster Kontakt mit dem Sorbischen!


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#468

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 14:42
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #448
Mein Lieblingsbuch ist der 'Der kleine Prinz' von Antoine de Saint-Exupéry. Ein zeitloses Märchen, eine Hommage an das Leben, die Zukunft und die Freundschaft.

(...) Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche.
Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?
Sie fragen euch. Wie alt ist er? Wieviel Brüder hat er? Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie ihn zu kennen.
(...)




Oh ja liebe Andrea! Natürlich! Deinem wunderschönen Zitat oben möchte ich noch sehr gerne das Folgende hinzufügen (eine meiner Lieblingsstellen):

"Ich kann nicht mit dir spielen", sagte der Fuchs. "Ich bin noch nicht gezähmt!" "Ah, Verzeihung!" sagte der kleine Prinz.
"Du bist nicht von hier", sagte der Fuchs, "was suchst du?"

"Ich suche die Menschen", sagte der kleine Prinz. "Was bedeutet ,zähmen'?"


"Die Menschen", sagte der Fuchs, "die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig. Sie zielen auch Hühner auf. Das ist ihr einziges Interesse. Du suchst Hühner?"

"Nein", sagte der kleine Prinz, "ich suche Freunde. Was heißt ,zähmen'?"

"Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagte der Fuchs. "Es bedeutet: sich vertraut machen "


"Vertraut machen?"

"Gewiß", sagte der Fuchs. "Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebensowenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt ..."

"Ich beginne zu verstehen", sagte der kleine Prinz. "Es gibt eine Blume ... ich glaube, sie hat mich gezähmt ..."



Hast du / habt ihr vor einigen Jahren die Geschichte mit dem deutschen Schützen verfolgt, der St. Ex im 2. Weltkrieg über dem Mittelmeer abgeschossen hat (natürlich ohne das zu wissen!) - seine unglaubliche Betroffenheit darüber? Das hat mich so berührt..........


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#469

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 14:52
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..... was ihr schreibt zu den Lexika und Pionier-Kalendern u.ä.:
unsere Schulzeit war auch die Zeit der Raumfahrt, mit Sputnik und Gagarin und Apollo-Programm. etc.Mich hat das als Kind sehr fasziniert, habe im Zeichenunterricht dauernd Raketen gemalt (bin heute auch noch astronomisch interessiert!)
Als ich in Moskau war, habe ich im Intershop am Flughafen massenhaft Zigaretten gekauft, nicht wegen der Zigaretten sondern wegen der Packungen! Mit Laika drauf, mit Raketen und Sternen und außerdem die ganzen Fliegerabzeichen.... Das war wahrscheinlich Touristen-Kitsch - egal, ich habe sie heute noch :-)
Diese "Blicke auf die Zukunft" sind ja spannend - wo sind wir wann, was werden wir tun - und dann kommt immer alles anders.....

@Dore vielleicht findest du doch noch die Seite der Thüringer-Zeitung - sowas sind ja echte Schätze!

Waren die Pioniere eigentlich "unseren" Pfadfindern vergleichbar?


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#470

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 14:54
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #452
"Weltall, Erde, Mensch" zur Jugendweihe am 14.04.1963 erhalten.

In der Kinderzeit war die Triologie "Nimmerklug im Knirpsenland" von Nikolai N. Nossow mein Lieblingswerk. Später dann von Voynich "Der Sohn des Kardinals" und von Jules Verne "Mathias Sandorf".

Lieblingsschriftsteller waren und sind u.a. Waltraud Lewin, Lion Feuchtwanger, Emile Zola, Stendhal, Lew Tolstoi, Alexej Tolstoi.
Bei den Dichtern - sind Friedrich Schiller und Alexander Puschkin meine Favoriten.

Vierkrug



Siehst du mein Avatar :-)
Das ganze letzte Jahr war bei mir zum Einen von Gedichte geprägt, Domin, Laske-Schüler, Heine und v.a. und: Rilke, Rilke, Rilke, ich kann mich nicht satt lesen an Rilke. Er kommt mir moderner vor als je zuvor.
Zum anderen habe ich mich in Hannah Arendt reingekniet.
Was sagst du/ihr zu Hannah Arendt?
Sie ist großartig oder? „Denken ohne Geländer...“ Intellektuell bin ich in sie verliebt :-)


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#471

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 14:56
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Zitat von schulzi im Beitrag #458
hallo barbara! möchte gern deine frage beantworten.ich habe über 2o jahre in der leipziger baumwollspinnerei in verschiedenen bereichen gearbeitet schlosser ,montagegruppenleiter(pvi-planmässig vorbeugende instandsetzung) wir stellten garne für die textilindusdrie her ,im bereich spinnerei baumwollgarne,im bereich textur wurden chemiefasern veredelt und im kord -bereich befand sich die zwirnerei und weberei dort wurde verzwirnt und verwebt daraus entstanden die karkassen für die autoreifen.das war es ganz grob wen du noch etwas wissen möchtest stehe ich dir gern zu verfügung frank



Danke lieber Schulzi! Da habt ihr aber sehr viel Unterschiedliches hergestellt. Gibt es den Betrieb noch oder wurde der auch „abgewickelt“?
Was sind denn „Karkassen“?


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#472

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 15:03
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Zitat von matloh im Beitrag #461
Habt ihr in der Schule (oder im Studium möglicherweise) eigentlich auch "Archipel Gulag" (Alexander Solschenizyn), "Schöne neue Welt" (Aldous Huxley) oder "1984" (George Orwell) durchgenommen?

cheers matloh



Hallo Matloh,

ich glaube, du hast hier wahrscheinlich eher deine ehem. Mitschüler angesprochen...
Trotzdem: Ich habe weder Huxley noch Orwell in der Schule gehabt, erst später selbst gelesen. Im Englisch-Unterricht gab's Kurzgeschichten en masse und jede Menge Sachtexte. Und Shakespeare natürlich ...
Solschenizyn war damals bei uns in aller Munde, der "Archipel" war eine Sensation. Hat er nicht auch zunächst bei Böll gewohnt, also hier in Köln? Upps, da muss ich nochmal einiges nachlesen....
Wie ging man in der DDR mit seinem Werk um?


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#473

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 15:05
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Zitat von ddr-bürger im Beitrag #462
Ich habe mich immer ganz fix zum Zeitungskiosk begeben wenn der "Straßenverkehr" neu erschienen ist. Habe teilweise vom Vater die gesammelten ausgaben von 1962 (teilweise) ab 1963 bis 1990 komplett. Darin lese ich heute noch gerne, die tipps zur Selbsthilfe und die Eigenbauten zur "Produktverbesserung", einfach herrlich....

An Büchern habe ich damals fast alles von Ehm Welk gelesen. Der Auslöser war "Die Heiden von Kummerow". Auch später Robert Merle mit der Geschichte des Atombombenabwurfes, "Die Insel" ähnlich wie Meuterei auf der Bounty, "Hinter Glas", "Die geschützten Männer", "Ein vernunftbegabtes Tier" später habe ich dann noch die historischen Romane gelesen. War eine Serie, eine Serie einer hieß "In unseren grünen Jahren".

Zu DDR zeiten habe ich auch die Schweden Krimis von Svedelid und Sjöwall / Wahlöö verschlungen.



Oh ich auch, und ndl. van de Wetering, ähnliches Niveau.....

Robert Merle wurde hier schon öfter genannt, den kenne ich überhaupt nicht, das kann sich ja ändern :-)


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#474

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 15:09
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Zitat von 94 im Beitrag #463
Ach, der Nasenbohrer iss immer sooo lustitzsch ... dikkat! *nicht_grins*
Zitat von matloh im Beitrag #461
Habt ihr in der Schule [...] "Schöne neue Welt" (Aldous Huxley) oder "1984" (George Orwell) durchgenommen?

lol, westlich dekadente Schundliteratur, und dann nur als Remake? Nie und nimmer, wo doch das Orginal Wir von Samjatin nichtmal zur Verfügung stand.

Zitat von matloh im Beitrag #461
... (oder im Studium möglicherweise) eigentlich auch "Archipel Gulag" (Alexander Solschenizyn) ...

Den Archipel in einem Atemzug mit den gängigen westlichen Dysoptien der letzten Jahrhunderts zu nennen, ... also das ist jetzt mal tapfer oder dummdreist, na zumindest haste mal wieder eine Antwort geprovoziert.

Achso, gratuliere ma zum tausendundersten Punkt und mal gucken, ob zweimal zitiert in einer Antwort auch zwei Punkte aufm Punktekonto gibt. Da war der Beitrag #461 wenigstens zu etwas gut, und wenn's auch nur etwas Erkenntnis über's Beitragspunktesystem des Forumstemplates ist *grins*




Du "strenger Geistes-Wächter! :-)))

Vielen vielen Dank für "Wir"! Das werde ich auf jeden Fall lesen....
Und auch für "Dystopie" - habe mir nochmal ganz deutlich gemacht, was das bedeutet...

Sollte ich das Forum mal verlassen, werde ich auf jeden Fall eine ganz erstklassige "Fortbildung" genossen haben !!!! Danke 94!


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#475

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 15:11
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #473

Robert Merle wurde hier schon öfter genannt, den kenne ich überhaupt nicht, das kann sich ja ändern :-)



Hallo Barbara,

kein Wunder, dass er im anderen Teil nicht so bekannt war. Mein belesener (West)-Mann kannte ihn auch nicht. Robert Merle war Kommunist, zumindest einige Zeit Mitglied in der kommunistischen Partei Frankreich.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 28.02.2013 15:17 | nach oben springen

#476

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 15:16
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #464
Zitat von 94 im Beitrag #463

..... wo doch das Orginal Wir von Samjatin nichtmal zur Verfügung stand.



Tz, tz, tz, ...... immer diese Leute mit dem absoluten Insiderwissen.
Nun wäre interessant wann Du zumindest die Kenntnis über diesen Roman erlangt hast. In der DDR wurde er eisern totgeschwiegen .....

Ansonsten sind hier eine Menge an Büchern aufgelistet worden und ich bin mir da nicht so sicher ob die wirklich alle im Unterricht durchgenommen wurden.

Auch kam es meiner Meinung nach auch auf das Literaturinteresse des Deutschlehrers an.
In dieser Beziehung hatte ich wohl Glück, hat doch mein Deutschlehrer an der POS immer noch neben der Pflichtliteratur welche wir behandeln mußten, noch weitere Literatur durchgenommen.

In der BBS hat unser Deutschlehrer es so gemacht das wir Schüler über einen Roman unserer Wahl, auch außerhalb des Pflichtprogramms, ein Referat hielten und somit das Buch vorstellten. Einschränkend muß ich sagen das im Vorfeld dem Lehrer gesagt werden mußte welches Buch vorgestellt werden sollte......, also Orwell ging schonmal nicht .....
Aber zum Beispiel Norman Mailer "Die Nackten und die Toten" ging oder "Tauwetter" von Ehrenburg ......

In Leipzig gab es neben der Deutschen Bücherei bekanntlich noch die Uni Bücherei und einige andere diverse Fachbüchereien. In allen konnte man sich problemlos anmelden.
In der Uni Bücherei bekam man sogar die Literatur mit außer Haus und nach einem Schlüssel hinter dessen Sinn ich nicht kam konnte man in dieser Bibliothek auch "westliche" Belletristik ohne Nachweis (also das ich sie für irgendeine Arbeit bräuchte....) ausleihen .....
Natürlich gab es eine Warteliste aber es hat sich gelohnt und ich habe mich in der Zeit als Beispiel durch die Engländer, Franzosen und Amerikaner gelesen welche in der DDR nicht verlegt wurden aber da die Bücherei die BRD Ausgaben hatte kein Problem ......

Gruß
Nostalgiker




Sehr spannend was du schreibst, danke Nostalgiker!

"Ehrenburg" gehörte zu den "Anarchisten" nicht? Eine andere gesellschaftl. Utopie ...

Auch hier: es hing von Personen ab, was man lesen und besprechen konnte.
Auch durch deinen Beitrag lese ich, dass man schon heran kommen konnte an Bücher, die einem interessierten...


Meinem eigenen Lesestoff würde ich gerne noch hinzu fügen:
Plenzdorf - Die neuen Leiden .des jungen W:
im Vergleich mit Goethes Original

Und Brecht's Theaterstücke haben wir bis zum abwinken gemacht - Verfremdungseffekt - sehr spannend - habe damals auch an der Uni-Bühne ein bisschen "Theater" gemacht - haben wir diskutiert....


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#477

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 15:24
von schulzi | 2.197 Beiträge | 2431 Punkte
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hallo barbara! die leipziger baumwollspinnerei existiert nur noch als name ,sie wurde aber nicht wie viele betriebe abgerissen.auf den areal und in den ehemaligen spinnsälen sind jetzt galerien, künstler und werkstätten untergebracht.die besagten karkassen waren einlagengewebe für autoreifen


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#478

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 15:34
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #465
Hallo Barbara,

ich habe mir Dein Eröffungspost angesehen, so etwas ähnliches habe ich auch geschrieben:

Anfang bis Mitte der 8ß ziger fuhr ich das erste Mal Transit, zuhause erstmal: Wie kannst Du nur (Die Familie meines Vaters ist Mitte der 50 ziger aus Schwanheide geflüchtet, hat Haus und Hof, Tiere im Stich gelassen).

Dann Einreise, Lauenurg, Horst, Boizenburg, viel gesehen, zum Teil sehr schöne Dinge, aber alles Grau in Grau, grausam, Vorbei an den Russenkasernen in LULU, in Staaken.

Die Grenze Brandenburger Tor, dann kleiner Grenzverkehr, nach Schwanheide durften wir nicht, Sperrgeniet.

Dann kam die Wende, vieles war selbstverständlich.

Es gab und gibt noch heute den typischen Ossi und auch den Weesi. Leider.

Wine kleine Geschichte dazu. Nach der Währungsunion hatte ich in Schwerin ain Auto angeboten, 1700 DM, mehr war er nicht wert, Beulen, Kratzer, aber 2 Jahre TÜV: Ich konnte das Auto nicht verkaufen, es war zu billig, jeder erzählte mir: Damit muss was sein, warum ist der so billig? Nee, behalte mal.

Ich habe ihn wieder mit genommen und eine Woche später für 4900 DM verkauft, so bitter wie es ist, die wollten besch..... werden.

Mit Ehrlichkeit konnte ich da nichts werden. Ich denke darüber heute noch immer nicht gern nach, ob Du es mir glaubst oder nicht.

Durch Zufall bin ich hier irgendwie über das Forum gestolpert und total begeistert. Seit Tagen lese ich hier sehr viel, erkenne die Geschichte neu, sehe, mit welchen Mühen der Grenzdienst behaftet war.

Wie easy war es dagegen bei der BW.

Man kann vor den GT nur den Hut ziehen.

Zum Abschluss vielleicht: Ich fahre seit Jahren an die Ostsee in Meck Pom, habe auch Kontakt zu Einheimischen. Wir unterhielten uns auch über die DDR- Zeit. Aufenthalt ab 20 oder 22 Uhr am Strand war verboten, EH ging an dem Abschnitt auch vorbei, die Russen fuhren auch die Soldaten dort mal an den Strand undundund.........

Das ist auch ein Teil deutscher Geschichte. Und mir macht es Spaß, ein wenig mehr zu erfahren. Denn ich habe es hautnah miterlebt.

Mfg Berlin



Herzlichen Dank Berlin3123!

Auch du hast mir einiges Voraus mit Besuchen und Kontakten in der DDR - ich hatte das überhaupt nicht! Ich freue mich, dass du das genau so siehst wie ich mit dem Forum - es ist grandios! Die Perspektiven derer zu lesen, die die DDR wirklich erlebt haben in allen höchst individuellen und subjektiven Ausprägungen. Ja, auch ich habe stundenlang in den Erlebnisberichten der ehem. Grenzer gelesen und mir hat der Atem gestockt, als ich mir die Dimension ihrer Situation wirklich klar gemacht habe. Ja auch ich habe den allergrößten Respekt vor ihnen, mit welcher zum Teil schonungslosen (für sich selbst!) Offenheit sie berichten....
Und ebenso habe ich den allergrößten Respekt vor denen, die beschreiben, wie sehr sie unter der Grenze gelitten haben, wie ihr persönlicher Lebensweg durch sie eingeschränkt und verbogen wurde.
Die Thematiken liegen alle offen zutage, und es gilt hier Dinge "nebeneinander auszuhalten", eine riesige Herausforderung. Welchen Mut und welche Kraft die Menschen alle haben die hier berichten...
Ja, wir Wessis haben es da vergleichsweise einfach, aber ich schrieb schonmal an anderer Stelle: die Zeit der deutschen Zweistaatlichkeit ist auch Teil "unserer" Geschichte, unserer Identität! und wenn man nicht ganz stumpfen Sinnes ist kommt man da ganz schnell weg von der "Leichtigkeit des Wessi-Seins". Und für das Klima das im heutigen Deutschland herrscht sind wir alle verantwortlich.

Warst du denn auch als Soldat "an der Grenze"? Ich habe schonmal woanders danach gefragt, wie haben die West-Grenzer ihre Ost-Kollegen" gesehen, wie haben sie die Grenze gesehen und "gefühlt" - mal jenseits von den milit. Fakten?
Vielleicht kannst du etwas dazu sagen, können wir als Thema dann auch auslagern..

Herzlicher Gruß!
Barbara


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#479

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 16:02
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #475
Zitat von Barbara im Beitrag #473

Robert Merle wurde hier schon öfter genannt, den kenne ich überhaupt nicht, das kann sich ja ändern :-)



Hallo Barbara,

kein Wunder, dass er im anderen Teil nicht so bekannt war. Mein belesener (West)-Mann kannte ihn auch nicht. Robert Merle war Kommunist, zumindest einige Zeit Mitglied in der kommunistischen Partei Frankreich.

LG von der grenzgaengerin





.... das erinnert mich auch daran, die Kom. Parteien waren ja in den 70gern in F und auch I sehr präsent, auch in unseren Medien n'est ce pas ?


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#480

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 28.02.2013 16:07
von StabsfeldKoenig | 3.015 Beiträge | 445 Punkte
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Auch zu empfehlen: Oxygenien, ein utopischer Roman der ungarischen Schriftstellerin Clara Feher. Habe ich zu DDR-Zeiten aus der Bibliothek ausgeliehen, nachdem meine Deutschlehrerin einige Kapitel vorgelesen hatte.


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