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#401

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 14:44
von Barbara (gelöscht)
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Hallo liebe Landsleute, fast hätte ich gesagt "Mitschüler" :-)

Vieles haben wir ja gemeinsam gehabt in der Schule, da hätten wie problemlos nebeneinander sitzen können.

Ich glaube eure POS hat das vereinigt, was bei uns aufgeteilt war in Haupt- und Realschule.
Die HS mit klarem Ziel einer Lehre danach mit Berufsschule (zu meiner Zeit endete die HS noch in der 8. Klasse, später wurden's 9 und dann mit der 10 hatte man Fachoberschulreife glaube ich.)

Die Realschüler hatten mit dem Erwerb der Mittleren Reife entweder die Möglichkeit eine Berufsausbildung zu machen oder gymn. weiter zu gehen.
Die Realschüler, die ich als Mitschüler auf dem Gymnasium hatte, waren sehr oft in den Nat/Math-Fächern besser, dafür mussten sie bei Sprachen und Allgemeinwissen oft einiges nachholen.....

Ich würde gerne vom "Wie" mal zum "Was" kommen - z.B. Lektüre: was war Lehrplan-Standard?
Ich leg mal vor: die Mittelstufe war bei uns schwerpunktmäßig:
Dramen (Lessing, Goethe, Schiller, Kleist...)
Balladen (Schiller, Droste-Hülshof)
und Novellen, Novellen, Novellen....
Eine ist mir bis heute ganz besonders in Erinnerung geblieben: "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf - habe ich mich geekelt und konnte nachts nicht schlafen. Bis heute erklärt sich mir nicht, warum das Standard im Deutschunterricht war- ein astreines Drehbuch für einen Horrorfilm......


Wie war das bei euch?


Herzliche Grüße!
Barbara


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#402

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 15:25
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Barbara,

ich habe in der DDR Abitur gemacht. Bei uns auf dem Lehrplan war die ganze Palette vertreten:

Deutsche Klassiker: Goethe, Schiller, Lessing, ...
Der engliche Klassiker an sich: William Shakespeare
Sowjetische Literatur: Gorki, Majakowski, Schlochow, Aitmatow, Ostrowski,...

Ostrowskis Schlusssatz hat sich mir eingebrannt: „Das Kostbarste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur einmal gegeben, und leben soll er so, dass nicht sinnlos vertane Jahre ihn schmerzen, dass nicht die Scham um eine schäbige und kleinliche Vergangenheit ihn brennt und dass er im Sterben sagen kann: Mein ganzes Leben und all meine Kräfte habe ich hingegeben für das Schönste der Welt - den Kampf um die Befreiung der Menschheit.“

Deutschland Ost: Brecht, Müller, Seghers, Kant, Dieter Noll sind die, die mir spontan einfallen.

Deutschland West: Grass, Böll, Wallraff, Hesse..

Aber auch das habe ich (privat) gelesen: Meine Grundschullehrerin hat mir "Pippi Langstrumpf" ausgeliehen. Das war ca. 1965 - handliche kleine blaue Bücher aus dem Westen. Mein Freund hat mir 1975 George Orwell "1984" mitgebracht. Ich habe es an einem Tag "verschlungen". Was mir aber auch in Erinnerung geblieben ist, ist Robert Merle. Habe alle seine in der DDR erschienen Bücher verschlungen.

In den 70-iger Jahren war ich jeden Sommer in Moskau. Dort gab es eine International Buchhandlung. Da gab es alles, was in der DDR in den Buchhndlungen nur als Bückware zu haben war. Noch dazu zu einem Spottpreis. Ein Paradies für alle Leseratten.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 26.02.2013 15:50 | nach oben springen

#403

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 15:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #402
In den 70-iger Jahren war ich jeden Sommer in Moskau. Dort gab es eine International Buchhandlung. Da gab es alles, was in der DDR in den Buchhndlungen nur als Bückware zu haben war. Noch dazu zu einem Spottpreis. Ein Paradies für alle Leseratten.

LG von der grenzgaengerin


Kann ich nur bestätigen, das "Haus des Internationalen Buches" war auch immer Anlaufstation bei meinen Aufenthalten in Moskau.

Vierkrug


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#404

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 16:02
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #402

[...] Deutschland West: Grass, Böll, Wallraff, Hesse.. [...]

???
In welcher Schule war das denn?



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#405

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 16:17
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Zitat von 80er im Beitrag #404
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #402

[...] Deutschland West: Grass, Böll, Wallraff, Hesse.. [...]

???
In welcher Schule war das denn?


In der Erweiterten Oberschule "Erich Weinert" in Wiesenburg zwischen 1974-1976, in der 11. und 12. Klasse.

Ich war diesem ziemlich skeptisch eingsetellt. Damals dachte ich, diese "Wessis" machen gemeinsame Sache mit der DDR oder lassen sich instrumentalisieren. Mein Mißtrauen der DDR gegenüber hat mir damals im Weg gestanden und ich habe alle 4 abgelehnt durch Desinteresse. Ein paar Jahre später habe ich z.B. Hesse ganz "persönlich" entdeckt und liebe ihn seit dem. Seine Gedichte schleppe ich bei jeder längeren Reise mit.

Die Gruppe 47 un PEN war bei uns auch Thema.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 26.02.2013 16:17 | nach oben springen

#406

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 16:28
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Ich bin platt! Hätte ich nicht für möglich gehalten!

Der "bürgerlich dekadente" Hesse im Schulunterricht?
Jetzt fehlt nur noch eine(r), bei der(m) Winnetou I-III Pflichtlektüre war ...



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#407

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 16:51
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von 80er im Beitrag #406
Ich bin platt! Hätte ich nicht für möglich gehalten!

Der "bürgerlich dekadente" Hesse im Schulunterricht?
Jetzt fehlt nur noch eine(r), bei der(m) Winnetou I-III Pflichtlektüre war ...



Gab es damals nicht den Begriff von der "allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit"?

Wahrscheinlich gab es mehrere Gründe, warum ich und die anderen aus meiner Klasse in den Genuß kamen.

Zum einen wurden wir auf das Russischlehrerstudium vorbereitet und zum anderen war die Zeit um 1973 herum, in meiner Erinnerung die "fettesten" Jahre in der DDR. Z.B. gab es in der Jugendmode die Original Levis für 52 Mark. Es war ja auch die Zeit der X. Weltfestspiel in Berlin, wo für 2 Wochen die ganze Welt versammelt war.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 26.02.2013 16:56 | nach oben springen

#408

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 17:00
von Lutze | 9.387 Beiträge | 7009 Punkte
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #407
Zitat von 80er im Beitrag #406
Ich bin platt! Hätte ich nicht für möglich gehalten!

Der "bürgerlich dekadente" Hesse im Schulunterricht?
Jetzt fehlt nur noch eine(r), bei der(m) Winnetou I-III Pflichtlektüre war ...



Gab es damals nicht den Begriff von der "allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit"?

Wahrscheinlich gab es mehrere Gründe, warum ich und die anderen aus meiner Klasse in den Genuß kamen.

Zum einen wurden wir auf das Russischlehrerstudium vorbereitet und zum anderen war die Zeit um 1973 herum, in meiner Erinnerung die "fettesten" Jahre in der DDR. Z.B. gab es in der Jugendmode die Original Levis für 52 Mark. Es war ja auch die Zeit der X. Weltfestspiel in Berlin, wo in Berlin für 2 Wochen die ganze Welt versammelt war.

LG von der grenzgaengerin


war das mit den Levis nicht etwas später?so 79 /80 herum?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#409

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 17:07
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zu dem weltfestspielen 1973 in berlin gab es fast alles ,die waren die da gagekarrt wurden ich dachte ich bin in westberlin und nicht in der hauptstaat der ddr,noch kurz zur literatur es gab in der schule böll und hesse aber nur wen der jeweilige lehrer es in den unterichtsstoff ein fliessen lies.


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#410

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 17:08
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Ich habe meine 1972 gekauft. Auch Lee's gab es damals in allen Farben. ich habe damals eine hellgrüne abgefasst, die ich dann schwarz gefärbt habe.

Meine heißgeliebte Levis hat 1974 einen Riss bekommen, als ich über einen Zaun geklettert bin. Habe rotz und wasser geheult. Hätte ich sie mal aufgehoben, denn ein paar Jahre später waren genau solche Risse große Mode. Ich Dämel habe ne Tasche draus genäht. Die hat dann noch jahrelang gehalten und war ein Unikat.

LG von der grenzgaengerin.


zuletzt bearbeitet 26.02.2013 17:08 | nach oben springen

#411

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 17:08
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #402
Hallo Barbara,

ich habe in der DDR Abitur gemacht. Bei uns auf dem Lehrplan war die ganze Palette vertreten:

Deutsche Klassiker: Goethe, Schiller, Lessing, ...
Der engliche Klassiker an sich: William Shakespeare
Sowjetische Literatur: Gorki, Majakowski, Schlochow, Aitmatow, Ostrowski,...

Ostrowskis Schlusssatz hat sich mir eingebrannt: „Das Kostbarste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur einmal gegeben, und leben soll er so, dass nicht sinnlos vertane Jahre ihn schmerzen, dass nicht die Scham um eine schäbige und kleinliche Vergangenheit ihn brennt und dass er im Sterben sagen kann: Mein ganzes Leben und all meine Kräfte habe ich hingegeben für das Schönste der Welt - den Kampf um die Befreiung der Menschheit.“

Deutschland Ost: Brecht, Müller, Seghers, Kant, Dieter Noll sind die, die mir spontan einfallen.

Deutschland West: Grass, Böll, Wallraff, Hesse..

Aber auch das habe ich (privat) gelesen: Meine Grundschullehrerin hat mir "Pippi Langstrumpf" ausgeliehen. Das war ca. 1965 - handliche kleine blaue Bücher aus dem Westen. Mein Freund hat mir 1975 George Orwell "1984" mitgebracht. Ich habe es an einem Tag "verschlungen". Was mir aber auch in Erinnerung geblieben ist, ist Robert Merle. Habe alle seine in der DDR erschienen Bücher verschlungen.

In den 70-iger Jahren war ich jeden Sommer in Moskau. Dort gab es eine International Buchhandlung. Da gab es alles, was in der DDR in den Buchhndlungen nur als Bückware zu haben war. Noch dazu zu einem Spottpreis. Ein Paradies für alle Leseratten.

LG von der grenzgaengerin


grün: Wir hatten uns anläßlich einer Jugendtouristreise zum Baikal-See in Novosibirsk mit Büchern eingedeckt. In Now. selbst gab es damals 60.000 Bürger mit deutscher Nationalität und im Großraum noch mal so viel. Hatten eigene Zeitung, Theater u.natürlich Bücher.
Ansonsten Literaturunterricht (POS) kann ich mich an den "Schimmelreiter" erinnern. Klassiker sowieso. Meine Deutsch-Prüfung (mündlich) hatte zum Thema "Lessings Kampf gegen Feudalabsolutismus". Von den angesetzten 15 Minuten war ich nach der Hälfte fertig, dann noch ein paar Fragen aus dem Kollegium und raus, warten. Dachte schon ich bin durchgerauscht wegen der kurzen Zeit. Aber nein, es war alles drin, was gesagt werden mußte, Note 1.
Robert Merle habe ich auch gelsesen "Ein vernunftbegabtes Tier" und "Die geschützten Männer". Große Klasse.



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#412

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 17:17
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Hier haben wir mal einen absoluten Müllbericht vom MRD http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel106566.html
Falsch
Anfänglich wurden die VW Golf über den IFA-Autohandel für einen Stückpreis von 32.000 Mark angeboten. Doch die potenziellen Käufer reagierten skeptisch. Zum einen machten sie sich Sorgen um Ersatzteile, zum anderen war vielen der Kaufpreis zu hoch. So wurde er vom IFA-Handel nachträglich auf 22.500 Mark gesenkt. Importfahrzeuge wurden in den staatlichen Autohandel integriert. Das konnte bedeuten: Man hatte vor Jahren einen Wartburg bestellt und wurde auf einmal vom IFA-Vertrieb gefragt, ob man auch einen VW Golf nehmen würde.

Richtig: Der Golf wurde offiziell für 32 000DDR-Mark verkauft , vor allem an SED Funktionäre und der wurde auf dem Schwarzmarkt für 80-120 000M gehandelt.


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#413

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 17:32
von DoreHolm | 9.061 Beiträge | 7077 Punkte
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Der PS unseres Stammbetriebes (auch nebenamtlich) hat sich über Genex einen gekauft. Seine Frau hatte in Kanada eine Erbschaft in Millionenhöhe gemacht. Er ist aber geblieben, was er war und hat keinen Ausreiseantrag gestellt. Natürlich eine Menge Neider hier ("als guter Genosse muß er doch das Geld abgeben" u.s.ä.) sowohl in der Belegschaft quer durch die politischen Anschauungen, aber auch in den Stadtbezirksleitungen.



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#414

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 17:54
von furry | 4.658 Beiträge | 5970 Punkte
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #407

Zum einen wurden wir auf das Russischlehrerstudium vorbereitet und zum anderen war die Zeit um 1973 herum, in meiner Erinnerung die "fettesten" Jahre in der DDR. Z.B. gab es in der Jugendmode die Original Levis für 52 Mark.
LG von der grenzgaengerin



@Grenzgängerin, kannst Du Dich erinnern, dass es die Levis damals auch für Damen nicht nur in blau sondern auch in anderen Farben gab? Statt der beiden großen Gesäßtaschen hatten diese eine sehr kleine auf der rechten Seite des Kirschkernärschchens.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#415

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 17:54
von jecki09 | 424 Beiträge | 20 Punkte
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Ich bin auf so ein "umgepolter" Linkshänder.

Bei mir warst das richtig stark. Ich habe heute noch große Probleme mit Zahlen (Zahlendreher).

Durch meine Berufsausbildung - alles Maschinen für Rechtshänder - musste ich mich anpassen. Manche Sachen kann ich heute dadurch beidhändig.


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#416

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 18:03
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Zitat von furry im Beitrag #414
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #407

Zum einen wurden wir auf das Russischlehrerstudium vorbereitet und zum anderen war die Zeit um 1973 herum, in meiner Erinnerung die "fettesten" Jahre in der DDR. Z.B. gab es in der Jugendmode die Original Levis für 52 Mark.
LG von der grenzgaengerin



@Grenzgängerin, kannst Du Dich erinnern, dass es die Levis damals auch für Damen nicht nur in blau sondern auch in anderen Farben gab? Statt der beiden großen Gesäßtaschen hatten diese eine sehr kleine auf der rechten Seite des Kirschkernärschchens.


Ich habe die "Echte" getragen War damals schon emanzipiert und habe Männerhosen getragen und wunderbar reingepasst. Weite 28 Länge weiß ich nicht mehr.

Aber meine Freundin hatte eine Damenjeans, wie du sie beschreiben hast. Doch ob die im DDR-Handel zu haben war, weiss ich nicht, denn sie hatte eine sehr spendable Westverwandschaft.

LG von der grenzgaengerin


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.02.2013 18:05 | nach oben springen

#417

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 18:04
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge | 1 Punkte
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Zitat von 80er im Beitrag #406
Ich bin platt! Hätte ich nicht für möglich gehalten!

Der "bürgerlich dekadente" Hesse im Schulunterricht?
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Winnetou zwar nicht, aber "Die Söhne der großen Bärin" von Liselotte Welskopf-Henrich.
Es gab zwar vorgeschriebenen Stoff laut Lehrplan, aber was daraus dann gemacht wurde, das lag doch sehr im Ermessen des Lehrers. Und wenn er gut war, dann gab es auch keine (Disziplin-)Probleme und es war genug Zeit für zusätzlichen (interessanten) Unterrichtsstoff.
Die sechs Bände hab ich teilweise auch in Nowosibirsk gekauft, sie stehen heute noch im Bücherregal!


Das war überhaupt sehr komisch, in den Buchläden der ehemaligen UdSSR gab es Bücher von DDR-Verlagen, die es in der DDR selber kaum (oder nicht) zu kaufen gab, nicht mal mit Beziehungen zur sommersprossig-bebrillten Buchhandlungsangestellten. Manche Bücher waren einfach nicht zu bekommen, ich denke jetzt speziell an die Autoatlanten DDR, DDR-CSSR, DDR- BG-CS-RO-SU-PL-H ab der 70er Jahre aus dem VEB tourist-Verlag. Vielleicht war das auch eine Art der Verhinderung von illegalen Ausreisen, weil es einfach kein gescheites, aktuelles Kartenmaterial gab/geben durfte. Weiß manns? Auch viele herrliche Bildbände gab es zwar aber gab es eben auch nicht.

HG 82/I
Olsen



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#418

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 18:11
von Lutze | 9.387 Beiträge | 7009 Punkte
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #416
Zitat von furry im Beitrag #414
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #407

Zum einen wurden wir auf das Russischlehrerstudium vorbereitet und zum anderen war die Zeit um 1973 herum, in meiner Erinnerung die "fettesten" Jahre in der DDR. Z.B. gab es in der Jugendmode die Original Levis für 52 Mark.
LG von der grenzgaengerin



@Grenzgängerin, kannst Du Dich erinnern, dass es die Levis damals auch für Damen nicht nur in blau sondern auch in anderen Farben gab? Statt der beiden großen Gesäßtaschen hatten diese eine sehr kleine auf der rechten Seite des Kirschkernärschchens.


Ich habe die "Echte" getragen War damals schon emanzipiert und habe Männerhosen getragen und wunderbar reingepasst. Weite 28 Länge weiß ich nicht mehr.

Aber meine Freundin hatte eine Damenjeans, wie du sie beschreiben hast. Doch ob die im DDR-Handel zu haben war, weiss ich nicht, denn sie hatte eine sehr spendable Westverwandschaft.

LG von der grenzgaengerin


habe noch mal bischen nachgestöbert,1978 gab es eine Lieferung mit 1 Millionen Levis
"Mode in der DDR.MDR.DE"
Lutze


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#419

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 18:13
von schulzi | 2.190 Beiträge | 2353 Punkte
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mit den umpolen zum rechtshänder ist das so eine sache, arbeiten kann ich nur mit der linken als krafthand und mit der rechten kann ich nur schreiben,doch es hatte auch arbeitsmässig vorteile als linkshänder kam ich an stellen wo ein rechtshänder nie rangekommen wäre.kurz ich wurde noch umerzogen meine schwester 2 jahre jünger schreibt und arbeitet nur links


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#420

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.02.2013 18:25
von Nostalgiker | 2.880 Beiträge | 1274 Punkte
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Zitat von schulzi im Beitrag #419
mit den umpolen zum rechtshänder ist das so eine sache, arbeiten kann ich nur mit der linken als krafthand und mit der rechten kann ich nur schreiben,doch es hatte auch arbeitsmässig vorteile als linkshänder kam ich an stellen wo ein rechtshänder nie rangekommen wäre.kurz ich wurde noch umerzogen meine schwester 2 jahre jünger schreibt und arbeitet nur links


@Schulzi

was das arbeiten betrifft kann ich Dir recht geben.
Schwierig war es in der Berufsausbildung, ich erlernte einen Metallberuf ......
Im ersten Lehrjahr in der Grundausbildung mußte ich mir alle vom Lehrmeister gezeigten Arbeitsschritte gedanklich spiegeln um sie dann Seitenverkehrt nachzuvollziehen. Leider gab es keine Maschinen für Linkshänder und da hatte/habe ich so meine Schwierigkeiten, also es geht nicht so schnell aber es geht .......

An große Schwierigkeiten im Werkunterricht und später UTP an der POS kann ich mich nicht erinnern ......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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