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#41

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 01:04
von icke46 | 2.851 Beiträge | 1091 Punkte
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Zitat von Barbara im Beitrag #37


Der Gert kann ja wählen was er will, ohne Hähme von irgendeiner Seite, und sprechen kann der sicher auch für sich selbst!




Bei der Gelegenheit - wo ist denn der Gert eigentlich? Seit mittlerweile 10 Tagen ist nichts mehr zu lesen von ihm??

Gruss

icke



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#42

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 01:04
von Eisenacher | 2.069 Beiträge | 6 Punkte
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Ich habe mich auch immer als Deutscher gefühlt und das obwohl ich in der DDR geboren bin.
Ein Deutscher bleibt immer ein Deutscher. Da hilft auch keine Hirnwäsche. Aus einem Polen macht man ja auch keinen Chinesen und selbst ein Fuchs wird kein Eichhörnchen , auch wenn man ihn auf Diät setzt. Die Zugehörigkeit zu einem Volk, ist einfach notwendig zur eigenen Identitätsfindung.
Selbst die Donauschwaben (Einwanderer aus dem heutigen BW) haben sich nach 300Jahren Aufenhalt in Ungarn weiter als Deutsche gefühlt. Das hat ihnen dann 1947 das Genick gebrochen und sie wurden heim ins Reich deportiert.


vogtlaenderjoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.02.2013 01:23 | nach oben springen

#43

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 01:10
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Zitat von icke46 im Beitrag #41
Zitat von Barbara im Beitrag #37


Der Gert kann ja wählen was er will, ohne Hähme von irgendeiner Seite, und sprechen kann der sicher auch für sich selbst!




Bei der Gelegenheit - wo ist denn der Gert eigentlich? Seit mittlerweile 10 Tagen ist nichts mehr zu lesen von ihm??

Gruss

icke




vielleicht schauen wir Morgen in die Glaskugel und suchen ihn.........vielleicht wird er von Bolschewiki in einem verwunschenem Schloss festgehalten........ er fehlt mir auch!


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#44

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 01:48
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge
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Gruß aus D'dorf nach Köln, Barbara! Schöner Bericht, den du geschrieben hast. Was mich etwas wundert ist, dass du als Jahrgang '55 erst nach dem Mauerfall in Berlin warst......, war bei euch in der Schule nicht auch die Möglichkeit gegeben, an Klassenfahrten in die DDR teilzunehmen? Bei uns gabs das, und ich habe das Angebot dankend angenommen (1988), gut, ich bin 14 Jahre jünger, als du, vielleicht war in den 70er Jahren noch mehr "Eiszeit" in den deutsch-deutschen Beziehungen, als in den Endachtzigern, gut möglich.....
Wünsche Dir hier n'en spannenden Meinungsaustausch....


"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!" (Fehlfarben, 1980)
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#45

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 01:57
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Sei auch gegrüßt und danke!
Nein, weder in der Schule (ich glaube wir haben gar keine Klassenfahrt gemacht !? Ich komme geb. aus dem Sauerland:-) noch sonstwie. Aber obwohl ein politisch interessierter Mensch bzw. gerade hätte ich ja auch aus eigenem Antrieb etc.
Hast du richtig Aufenthalt in der DDR gehabt? Wie wurdet ihr untergebracht? Hatten ihr Kontakte mit DDR-Schülern? Wie war es für dich insgesamt?


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#46

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 01:59
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Eisenacher:
"Ich habe mich auch immer als Deutscher gefühlt und das obwohl ich in der DDR geboren bin.
Was verbindest du denn mit "dich-Deutsch-fühlen", also worin besteht die Identität?


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#47

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 02:04
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge
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Wir waren in Jugendherbergen untergebracht (Eisenach und nähe Dresden) und hatten Kontakt zu den ganz normalen, auch in der Jugendherberge übernachtenden Gästen dort. Bei einem Diskussionsabend in einem FDJ-Jugendclub waren die Schüler aber ausgesucht, die mit uns über das Schulsystem der DDR diskutieren sollten. Tatsächlich unterhielten wir uns im späteren Verlauf des Abends aber eher über Musikbands und Autos (Trabi, etc...), war ganz witzig, irgendwelche "Aufpasser", die höchstwahrscheinlich auch anwesend waren, damit nicht über den Staat hergezogen wurde, waren wahrscheinlich enttäuscht darüber, dass wir nur über Musik und Trabi-Fahren quatschten, und sie somit nichts zu notieren hatten...
Alles in allem wars ne tolle Geschichte, die DDR-Schulfahrt damals....


"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!" (Fehlfarben, 1980)
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#48

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 02:06
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #42
Ich habe mich auch immer als Deutscher gefühlt und das obwohl ich in der DDR geboren bin.
Ein Deutscher bleibt immer ein Deutscher. Da hilft auch keine Hirnwäsche. Aus einem Polen macht man ja auch keinen Chinesen und selbst ein Fuchs wird kein Eichhörnchen , auch wenn man ihn auf Diät setzt. Das Zugehörigkeit zu einem Volk, ist einfach notwendig zur eigenen Identitätsfindung.
Selbst die Donauschwaben (Einwanderer aus dem heutigen BW) haben sich nach 300Jahren Aufenhalt in Ungarn weiter als Deutsche gefühlt. Das hat ihnen dann 1947 das Genick gebrochen und sie wurden heim ins Reich deportiert.




Eisenacher! Dein Humor hat Kinder bekommen! Ich mag das! Aber die DDR war doch Deutsch immer trotz der Sowjets! Denn die BRD blieb auch Deutsch trotz der Amis, Briten und Franzosen. Ich stellte mir gerade einen umgewandelten polnischen Chinesen vor. Mal ganz was Neues, aber diese Welt ist sehr bunt. Fuchs auf Diaet und Eichhoernchen........ nun gehe ich lachend ins Bett.

Ja, serios, ich habe Identitaetsfindung gemacht, musste es fuer mich machen, und es war nicht schwer, bedeutet fuer mich ein Gefuehl von Zugehoerigkeit. Manche Leute aber entwickeln das nicht, weil sie nicht wissen, wie schwer es ist um eine Identitaet kampfen zu muessen. Blut hat immer die gleiche Farbe, ob die Haut braun oder rot oder gelb oder weiss ist, Aber das Blut kann nicht entscheiden, sonst muessten alle Menschen viele Zugehoerigkeiten haben. Und ich glaube der Mensch braucht eine Zugehoerigkeit. Wie viele Kinder sind und werden entwurzelt in dieser Welt, ich ueberlege immer was diese durchmachen muessen noch in der Findung ihrer Identitaet, in der Aenderung ihrer Kultur, weil selbst weiss ich was das bedeutet. Jeder Mensch braucht diese Identitaet, das gleichzeitig ist ein Zugehoerigkeitsgefuehl. Es ist ein Gefuehl wie Du sagst, da wo man sich zuhause fuehlt wo man gelebt und geliebt hat und angenommen wurde.
Heimat ist dort, wo Herz und Seele zuhause sind. Ich glaube das ist wichtig. Ich habe es in anderen Laendern nicht erlebt wie in Deutschland, dass Menschen ihre Herkunft nicht schaetzen, eine Denkweise, das hergeleitet ist durch Nazi Deutschland. Wenn diese Zugehoerigkeit abgelehnt wird, dann lehnt man auch die eigenen Vorfahren ab, die moeglicherweise die Vorfahren aller Voelker sind:

.................Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant - das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt - und - und der der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald und - ach was, schau im Lexikon nach. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein - das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse. Seien Sie stolz darauf, Hartmann - und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt. Prost. aus Zuckmayer, Des Teufels General


Eisenacher und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.02.2013 02:13 | nach oben springen

#49

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 02:27
von schulzi | 2.190 Beiträge | 2353 Punkte
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#7 larissa was soll das ,ich weiss das es nur spass war aber bedenke durch dich als Chefin der weiblichen fraktion steht und fällt das forum . und ausserden gehörst du ja von haus aus zu uns. doswidanja. frank


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#50

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 02:56
von schulzi | 2.190 Beiträge | 2353 Punkte
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hallo barbara erstmal willkommen in unseren reihen.habe festgestellt das wir beide jahrgang 55 sind also gibt es paralellen in unseren leben.ich war und bin ddr -bürger obwohl ich jedzt ein bundi bin. repulik-ost ,repulik-west war mir egal ich bin hier aufgewachsen und du dort,wir waren auf unsere art in unseren "ländern" zufrieden und mit der republick deutschland kan ich relativ gut leben obwohl sich durch die jahre der trennung bei menschen unseres jahrganges immer eine unsichtbare grenze geben wird .die repulik deutschland ist mir immer noch lieber als grossdeutschland .frank


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#51

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 10:15
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Ja wie sieht es aus das "deutsche Gefühl", gibt es das überhaupt? Überrascht es Jemanden oder traut man es anderen Völkern nicht zu, wenn sie Kälte als Kälte empfinden, Liebe als etwas Schönes aber auch Trauer, Hitze, kribbeln auf der Haut, Schmerz, Angst, Lust und Freude empfinden? Aber was bleibt dann vom deutschen Gefühl? Was setze ich dem nationalen Chauvinismus entgegen?
Das Antonym zum Nationalismus ist nicht Antinationalismus, auch wenn dies nahe liegt. Ich kann es keinen verbieten Chinese, Russe, Spanier, Araber, Amerikaner oder ebend Deutscher zu sein. Das Gegenwort heißt Internationalismus gerade weil die Gefühle die Völker verbindet statt sie zu entzweien.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)


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#52

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 11:09
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Zitat von Barbara im Beitrag #46
Eisenacher:
"Ich habe mich auch immer als Deutscher gefühlt und das obwohl ich in der DDR geboren bin.
Was verbindest du denn mit "dich-Deutsch-fühlen", also worin besteht die Identität?


Eine nationale Identität ist das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Nation. Bei Fußballspielern ist dies beim Singen der Nationlhymne zu erkennen, da trennt sich die Spreu vom Weizen.
Es gab auch in der DDR Versuche, dieses Identitätsgefühl durch Propaganda zu verändern. Da wurde sogar so ein Schwachsinn gelehrt, das BRD Bürger kein Vaterland hätten und nur wir tollen DDR-Hechte hätten eins. Auch wurde argumentiert, das sich eine andere Sprache herausgebildet hätte und damit ist auf einmal eine andere, eine DDR-Nation entstanden. Das kam mir schon damals recht suspekt vor. Wenn man Menschen, über Jahre in ein Gefängnis steckt, hat das ja auch keinerlei Einfluß auf die Nationalität der eingesperrten Person.
Trotz gewaltiger Anstrengungen der EU- Fundamentalisten nationale Identitäten zu zerstören, wird es ein aussichtsloses Unternehmen bleiben, eine europäische Identität und eine europäische Nation zu schaffen. Druck erzeugt Gegendruck und deswegen erleben wir heute in der gesamten EU ein Aufleben nationaler Strömungen. Die Völker dieser Welt werden sich aus Selbsterhaltungstrieb gegen Orwells "Neue Schöne Welt" auflehnen und die "Internationalisten" werden scheitern. Das friedliche Zusammenleben souveräner Nationalstaaten, unter Beibehaltung nationaler Traditionen, Kultur und Sprache und eigener Währung, ist die einzig sinnvolle Zukunftsoption. Alles andere endet im Fiasko.


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#53

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 11:44
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Auch wenn ich mir jetzt wieder den Unmut vieler User zuziehen werde - hier eine Aussage von Karl Marx, die ich nach wie vor für zutreffend halte.

Deutscher Nationalismus als Folge der Zurückgebliebenheit Deutschlands

»Dieses Luftreich des Traums, das Reich des >Wesens des Menschen<, halten die Deutschen den andern Völkern mit gewaltigem Selbstgefühl als die Vollendung und den Zweck der ganzen Weltgeschichte entgegen; auf jedem Felde betrachten sie ihre Träumereien als schließliches Endurteil über die Taten der andern Nationen, und weil sie überall nur das Zusehen und Nachsehen haben, glauben sie berufen zu sein, über alle Welt zu Gericht zu sitzen und die ganze Geschichte in Deutschland ihr letztes Absehen erreichen zu lassen. Daß dieser aufgeblasene und überschwengliche Nationalhochmut einer ganz kleinlichen, krämerhaften und handwerkermäßigen Praxis entspricht, haben wir bereits mehrere Male gesehen. Wenn die nationale Borniertheit überall widerlich ist, so wird sie namentlich in Deutschland ekelhaft, weil sie hier mit der Illusion, über die Nationalität und über alle wirklichen Interessen erhaben zu sein, denjenigen Nationalitäten entgegengehalten wird, die ihre nationale Borniertheit und ihr Beruhen auf wirklichen Interessen offen eingestehen.« [Deutsche Ideologie, Marx/Engels Werke, Bd. III, S. 457 i.]

Vierkrug


utkieker und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#54

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 12:07
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Hallo erstmal,

Zu Barbara in # 28:

„Alle „Ossis“, mit denen ich auf meiner Reise sprach haben - quasi im Nachhinein - unisono gesagt, dass „Zweistaatlichkeit“ die bessere Lösung gewesen wäre.“
Hier muss ich widersprechen, es sind vielleicht max. 20% aus den extrem sozial schwachen Schichten für die leider die Vorzüge der Marktwirtschaft nicht wirksam werden.
Das gute Wahlergebnis für Kohl war doch dem geschuldet, dass wir im Osten schnellstens den Lebensstandard und die Reisefreiheit wie im Westen haben wollten, lange wirtschaftspolitische Betrachtungen a la La Fontaine wollte doch da niemand hören und das war auch gut so!

Zu Larissa in # 48:

„Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen“ Zitat Zuckmayer.
Das passt doch eigentlich gut zu der immer mehr fortschreitenden Globalisierung.
Muss ich mich denn nun unbedingt nur als Deutscher fühlen? Ich jedenfalls fühle mich in einer Umgebung mit gutem Lebensstandard , Reisefreiheit und freundlichem Miteinander sehr wohl.
In unserem Haus wohnen z. B. eine vietnamesische und eine russische Familie sehr angenehme und freundliche Menschen. Ich stelle mir dann immer die Frage, wie wird es in 100 oder 200 Jahren aussehen. Eine Vermischung ist doch nicht mehr aufzuhalten und vielleicht ist das auch gut so ( siehe oben!). Also Lebensstandard und Freiheit stehen für mich im Vordergrund und keine Nationalismen.
Ich bin auch der Meinung, dass ein friedliches und einiges Europa nur mit diesen Grundsätzen geschaffen werden kann. Und dort gilt noch zusätzlich: der Stärkere hilft dem Schwächeren so wie es bei der Wiedervereinigung notwendig war!

MfG
GKUS64



vogtlaenderjoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

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Zitat von Eisenacher im Beitrag #52
Zitat von Barbara im Beitrag #46
Eisenacher:
"Ich habe mich auch immer als Deutscher gefühlt und das obwohl ich in der DDR geboren bin.
Was verbindest du denn mit "dich-Deutsch-fühlen", also worin besteht die Identität?


Eine nationale Identität ist das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Nation. Bei Fußballspielern ist dies beim Singen der Nationlhymne zu erkennen, da trennt sich die Spreu vom Weizen.
Es gab auch in der DDR Versuche, dieses Identitätsgefühl durch Propaganda zu verändern. Da wurde sogar so ein Schwachsinn gelehrt, das BRD Bürger kein Vaterland hätten und nur wir tollen DDR-Hechte hätten eins. Auch wurde argumentiert, das sich eine andere Sprache herausgebildet hätte und damit ist auf einmal eine andere, eine DDR-Nation entstanden. Das kam mir schon damals recht suspekt vor. Wenn man Menschen, über Jahre in ein Gefängnis steckt, hat das ja auch keinerlei Einfluß auf die Nationalität der eingesperrten Person.
Trotz gewaltiger Anstrengungen der EU- Fundamentalisten nationale Identitäten zu zerstören, wird es ein aussichtsloses Unternehmen bleiben, eine europäische Identität und eine europäische Nation zu schaffen. Druck erzeugt Gegendruck und deswegen erleben wir heute in der gesamten EU ein Aufleben nationaler Strömungen. Die Völker dieser Welt werden sich aus Selbsterhaltungstrieb gegen Orwells "Neue Schöne Welt" auflehnen und die "Internationalisten" werden scheitern. Das friedliche Zusammenleben souveräner Nationalstaaten, unter Beibehaltung nationaler Traditionen, Kultur und Sprache und eigener Währung, ist die einzig sinnvolle Zukunftsoption. Alles andere endet im Fiasko.




Guten Morgen allerseits in deutschen Landen und ueber alle Grenzen in den Herzen hinweg!

@.....Eisenacher, das ist so wahr was Du schreibst. Aber um ein Zitat von einem meiner Genossen zu sagen, so aehnlich, dies geht so: 'wenn man den Kopf zu weit in den ass der Freiheit steckt, geht einem kein Licht mehr auf!

@Vierkrug.....der damaligen Praxis und den Zeiten entsprechend trifft es zu was Marx sagte. Ich denke die Deutschen sind nicht hochmuetig, die koennen inzwischen sehr liebenswert sein und habe auch eine gute Einschaetzung von sich selber - (sie konnen heute sogar ueber sich selbst lachen!) aber, sie mochten gerne auch mal stolz sein und wie die Amerikaner und Englaender und Franzosen z.B. agieren, und ganz normal Deutschland lieben, wie es alle anderen auch tun vor ihrer Flagge. Meinst Du sie sollten es nicht? Sollten sie nur strammstehen und sich so benehmen wie andere es moechten, wenn alle anderen haben die Freiheit sich an ihrem Land zu erfreuen? Das werden diese auch weiterhin tun und es sollten auch den Deutschen belassen sein, wie sie sich ihrem Land zugehoerig fuehlen. Es sollte nicht langer auf ein totes Pferd geschlagen werden. Dieses Deutschland muss inzwischen den ganzen Wagen alleine ziehen. Wenn hochmuetig, dann waere der Wagen langst im Schlamm versunken.

@Schulzi You have made my day, Du hast mein Morgen und mein Tag erleuchtet. Vielen Dank. Menschen koennen sich nicht vorstellen was ihre Worte bewirken. Und wenn einer aus seinen Gedanken heraus spricht offen und ehrlich, dann ist das um so erfreulicher fuer den anderen.
Weisst Du wie schoen das ist fuer mich zu hoeren, dass ich zu Euch gehoere? Seit der Kindheit bin ich fuer die Briten die Deutsche und fuer die Deutschen die Britin. Ich kam mir vor wie ein Mischling immer, der nicht rein war. Ich wurde in der Schule gemieden und Nazi genannt, in Deutschland war ich etwas ausgesprochen 'anderes'. Kinder koennen grausam sein, denn sie wissen nicht was sie tun. Fuer einen Erwachsenen zu ertragen, nicht fuer ein Kind, das sich dann spaeter die Identitaet woanders suchte und fand Menschen, die sich kuemmerten. Viele werden jetzt sagen von dienstwegen, aber lasst die Menschlichkeit nicht aus, die war vorhanden! Sie mussten es nicht tun. In Deutschland wurde ich zu der Zeit getreten und beschimpft. Deshalb wird Russland immer meine Heimat sein. Wie man sieht, verteidige ich beide Laender, auch wenn ich mal hart zuschlage. Das muss sein. Wir haben keine optimale Welt, und laengst keine optimale Lebensform, nirgendwo.
Nochmal vielen Dank Schulzi.

@GKUS64 Muss ich mich denn nun unbedingt nur als Deutscher fühlen?
Nein, das mussen die Menschen nicht. Aber, sie sollten es selbst entscheiden und es tun duerfen. Gerade in den von mir gelebten Laendern steht diese Frage ueberhaupt nicht zu der Debatte.

Larissa

es fragte mich Leute immer, wenn ich Russland so lieber, warum ich denn spaeter gegangen bin in die USA. Gottes Wege sind unergrundlich, das sagt Euch eine Athaeistin. Russland wer es kennt und lieben lernt, kann dieses Land nicht verlassen.


zuletzt bearbeitet 03.02.2013 12:32 | nach oben springen

#56

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

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Das ist Deine Position und auch Dein Standpunkt, aber nicht der meinige. Ich sehe es etwas anders und dazu stehe ich auch. Man muß ohnehin die Begriffe Nation, Nationalität und Vaterland voneinander trennen. Sie in einen Topf zu schmeißen, bedeutet, ich würde Äpfel und Birnen in einen Korb legen und sagen , es sei Obst, was als Obergriff auch richtig ist.
Auch an dieser Thematik werden sich die Geister scheiden und in unterschiedlichen Ansichten und Aussagen zum Ausdruck kommen, dessen bin ich mir sicher.

Was Karl Marx anbelangt, so hat bis dato noch keiner Marx wiederlegen können und man wird es auch künftig nicht können.

Was Russland und die Staaten der ehemaligen Sojus anbetrifft, so teile ich Deine Aussagen. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

Vierkrug


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#57

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 15:31
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Das Thema zur deutschen Frage hat mich doch tatsächlich heute etwas aufgewühlt. In meinem Ausweis steht zwar unter Nationalität „Deutsch“, aber wie fühle ich mich?
Als Erstes fühle ich mich als Mensch und als Baustein in einem System, in dem jeder auf das Tun und Handeln anderer angewiesen ist und auf dessen Tun und Handeln auch diese anderen angewiesen sind. Mir ist es völlig egal, welche Fahne gerade weht.
Warum? Meine Eltern stammen beide aus Schlesien, sind also auf Grund des wahnsinnigen, von Deutschen angezettelten Krieges aus ihrer Heimat vertrieben worden. Als sie dann schließlich in Thüringen ein Dach über dem Kopf gefunden haben, wurde ihnen das letzte Hemd von Deutschen für etwas Essbares abgenommen. Mehr oder minder mussten sie für deutsche Bauern Frondienste leisten, um nach der Ernte auf deren Felder Ähren oder Kartoffeln stoppeln zu dürfen.
Soll ich stolz sein, dass Goethe oder wer auch immer Deutsche waren? Ich bewundere deren Leistung, ja, genauso wie die von Newton oder Pythagoras.

Als bekennender Atheist würde ich sicher auch heute im tiefsten katholischen Bayern als Deutscher von Deutschen als Aussätziger behandelt werden. Da fällt es dann doch schon schwer zu sagen, wenn wir uns schon nicht so richtig mögen, so sind wir doch Deutsche und darauf können wir stolz sein.

Wenn ich dann noch einen Blick auf Deutschland insgesamt werfe, dann stehen mir die Nackenhaare hoch bei diesen kleinkarierten Föderalismusdebatten. Bevor wir über ein geeintes Europa nachdenken, sollten wir im Großen wie auch im Kleinen einige Mauern einreißen, die unserem Miteinander und Füreinander im Wege stehen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
PF75, Damals87 und vogtlaenderjoe haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#58

Zieht Gedanken auf goldenen Flügeln ...

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 17:47
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Hallo liebe Landsleute und liebe Engländerinnen!

Zieht Gedanken auf goldenen Flügeln ....(aus Beethoven: Fidelio – die Kerker-Befreiungsoper :-) > Larissa)

Ich freu mich sehr über die lebhafte Diskussion zur deutschen Identität!
Ich hatte ursprünglich die Fragen gestellt:
Was ist „Nation“?
Ist „Nation“ wichtig?
Wie haben sich früher die DDR-und BRD-Bürger sich diesbezüglich gefühlt?
Wie fühlen „wir „uns heute?

Aus euren Reaktionen habe ich folgende Meinungen heraus gelesen:
• Deutsch -ist man einfach und bleibt es sein Leben lang (egal ob DDR oder BRD Herkunft) (Gibt’s als Ossi- und als Wessi-Aussage) Also die Teilung Deutschlands hat das Nationale Zugehörigkeit nicht auch geteilt.
- Hier kommt der Hinweis von „furry“ auf die vertriebenen Schlesier etc., die sich als Deutsche verstanden, aber nach dem Krieg nicht freundlich in der BRD aufgenommen wurden > also obwohl gleiche Nationalität – keine gemeinsame Identität vielleicht > das ist jetzt eine Interpretation von mir – und Religion kann auch trennen, ob du deutsch bist oder nicht!
- Frage: Wie war das in der DDR mit den Vertriebenen?
• In den beiden deutschen Staaten hat sich ein unterschiedliches Gefühl entwickelt, eine gemeinsame Identität wird sich erst in Generationen wieder entwickeln können, wenn die Geschichte des 20. Jhdts. Endgültig „Geschichte“ ist – also wir wären dann tot.....
- Hier sagt Eisenacher sinngemäß, dass die Propaganda in der DDR behauptet hat, dass nur die DDR das „richtige Deutschland ist“ und dass sogar unterstellt wurde, die Sprache in beiden deutschen Staatenwürde sich unterscheiden (Bitte korrigiere mich, wenn ich das falsch wiedergebe)
• Deutsches Nationalgefühl kommt schnell in die Nähe zum deutschen „Nationalismus“, ist deswegen mit Vorsicht zu genießen und muss man immer im Hinblick auf das Verhältnis zu andere Völker verstehen
• Deutsche Identität ist in unserer (gemeinsamen) Geschichte begründet, in der gemeinsamen Kultur: das Volk der Dichter und Denker, der Erfinder und Entdecker, Philosophen, der Musiker und ich würde auf jeden Fall hinzufügen: der Handwerker(das deutsche Handwerk hatte immer weltweit einen guten Ruf) und Sportler! Hier sagt Larissa, dass wir da zu Recht stolz drauf sein können – finde ich auch!

Mika59 war ein wenig skeptisch ob ich ein Buch oder sowas schreiben will– klares NEIN! Ich bin deswegen in diesem Forum weil ich mich mit meiner eigenen Identität auseinandersetzen möchte, und das kann ich nicht allein, dazu brauche ich andere – EUCH z.B.!

Lieber SChulzi
Klasse dass wir beide Jg 55 sind – eine Gemeinsamkeit! Du sagst: "......obwohl sich durch die jahre der trennung bei menschen unseres jahrganges immer eine unsichtbare grenze geben wird...."
Och wie schade. Können wir diese unsichtbare Grenze nicht sichtbar machen und dann wegräumen? Bitte!


Larissa, der Zuckmayer ist doch klasse gewesen! Ja, am Rhein haben sich über die Jahrhunderte viele gemischt, deswegen wird Köln ja z.B. als so tolerant bezeichnet! (das ist übrigens auch ein Klischee, die können hier auch ganz schön blöd sein)
Aber war von euch Lust hat: die bunte Völkermischung haben die Bläck Föss ziemlich klasse vertont, wer Übersetzung aus dem Kölschen braucht – mach ich gerne
https://www.youtube.com/watch?v=mjpUhnLW75o

Freue mich auf weiteren lebendigen Austausch!
Barbara


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#59

RE: Mein(e) deutsche(n) Frage(n).

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 17:52
von Barbara (gelöscht)
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... ach ja und "furry" - mich wühlt das Thema auch auf .....


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#60

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 04.02.2013 09:31
von Jobnomade | 1.380 Beiträge | 9 Punkte
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Zitat von Barbara im Beitrag #28
Hallo liebe Landsleute - und Nicht-Landsleute!
.......................................


Jobnomade
Hallo Hartmut: „-einem nahezu gleichaltrigen typischen "Ost-Kind" des kalten Krieges (ohne Westverwandtschaft), der jetzt im "Westen" lebt.“
> Wie klasse! Da können wir uns aber prima austauschen, wie war die Gefühlslage hüben wie drüben bei gleichzeitig Heranwachsenden! Welches Bild hattest du als junger Mensch von uns Wessis?
..................................





Hallo Barbara,

ich hatte als "junger Mensch" (Jugendlicher, Studentenzeit) gar kein Bild von den "Wessis".....
Ich wohnte in "Tal der Ahnungslosen" (Jugend in Görlitz, Studium in Dresden), hatte kein Westfernsehen. Für mich war die BRD ein Stück weisser Flecken auf der Landkarte. Was mir die DDR-Medien und die Lehrer von der BRD vermittelten, musste ich eben irgendwie glauben - oder auch nicht...

Dass in der BRD der Kapitalismus herrscht und die einfachen Menschen ausgebeutet werden...Nun, vielleicht so, wie in manchen Büchern über den Frühkapitalismus beschrieben... Ach, ich weiss das nicht mehr so genau.
Du weisst ja sicher, dass laut BILD-Zeitung der damaligen Zeit im Osten auch alle gehungert haben - das ist dann etwa das gleiche vereinfachte Propaganda-Klischee.
Mit 25, nach dem Studium, wurde ich Grenzsoldat. Was ich empfand, als ich zum ersten Mal ein Stück BRD sah, habe ich hier beschrieben:
Mein erster Tag an der Grenze. (3) #48

Dass in der BRD anscheinend doch kein Frühkapitalismus herrscht, habe ich in den 80er Jahren dann so nach und nach mitbekommen.
Und bei meinem ersten BRD-Besuch Ende 89 im vorweihnachtlichen Bayreuth war ich dann schon beeindruckt, zu welchem Lebensstandard Kapitalismus führen kann. Wobei ich auch damals kein DDR-Bürger war, der materiell stark unzufrieden war..


Herzlichen Gruss von Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 04.02.2013 10:04 | nach oben springen



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