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#301

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 22.02.2013 19:47
von jecki09 | 424 Beiträge | 20 Punkte
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Privilegiert zur EOS ?

Für meinen Teil muss sich sagen, dass ich - da meine Schwester und mein Bruder bereits auf der EOS waren und dort schulisch keine schlechten Noten hatten - wohl privilegiert war.

Ich kam, da sich einer aus der Auswahlkommission für mich wohl eingesetzt hatte, auch zur EOS.
Zum damaligen Zeitpunkt war ich kein Offiziersbewerber. Der, der sich für mich eingesetzt hatte, wurde von mir auf ganzer Linie enttäuscht. Mein Geschichtslehrer (Otto Bumk..) sagte einmal im Unterricht: "Beim Dritten hört die Tradition auf".
Die Fußstapfen meiner Geschwister waren mir viel zu groß, so dass ich nach der 10. Klasse abgehen musste. Obwohl mir das Lernen sehr leicht viel war ich einfach ziemlich faul. Der Knoten platze bei mir erst Jahre später.

Bei unserer EOS war es so, dass 25 Schüler in die 9 und 10 Klasse gingen. In die Abiturklasse kamen aber immer nur 20 Schüler. Somit mussten aus beiden Klassen (V1 und V2 (V = Vorbreitungsstufe) je 5 Schüler nach der 10. Klasse die EOS verlassen.
Ich war in der V1 und einer ging bereits nach der 9. Klasse wieder an seine alte POS. Erstatz kam dafür nicht. So gingen aus der V1 dann nur 4. Ich war einer von den 4 die die EOS verlassen mussten. Zwei andere "wählten AB" und machten die Berufsausbildung mit Abi.

Es ist sicher möglich, dass ich auf Grund meines "Gönners" einen anderen den Platz für die 9. und 10. Klasse weggenommen habe. Aber dadurch dass ich nach der 10. Klasse die EOS verlassen habe, konnte ein anderer nach der 10. Klasse - der sonst hätte gehen müssen - die Abiturstufe abschließen. Manch ein Kritiker würde dazu sagen: Zweckoptimismus oder faule Ausrede, wie auch immer!

1989 war ich froh, dass ich nach der 10. Klasse meine Ausbildung zum Werkzeugmacher gemacht habe. So hatte ich wieder eine Einstiegsmöglichkeit in das Berufsleben.


Richtig ist, wass hier auch schon angesprochen wurde:

Hätte ich, spätestens in der 10. Klasse, gesagt "Ich werde Berufsoffizier" - ich wäre bis zum Abitur durchgezogen worden - auf Kosten eines Anderen.

Wie schon zu einem anderen Thema mitgeteilt, habe ich mich erst fast 2 Jahre später entschieden Berufsoffizier zu werden.


Ach ja, zwei meiner Mitschüler aus der 9. und 10. Klasse (je einer aus der V1 und V2) traf ich später wieder in Plauen an der OHS der GT. Als ich anfing waren Sie schonn 1 Jahr weiter und beide wurden 1984 Offizier.


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#302

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 00:13
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge | 1 Punkte
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #300
Hallo miteinander,

da hier das Thema "SED / Privilegien / Wohnungsvergabe" angerissen wurde und anscheinend Barbara's Neugier unstillbar ist, mag ich auch mal noch ein paar Zeilen aus meinem Erleben dazu loswerden.
Da ich "Arbeiterkind" war, war das Thema Bildungsweg/Berufwahl für mich nahezu ohne Hürden.
Hier schrieb ich schon mal etwas dazu:
damals in der DDR: Wer wurde warum Berufssoldat...? #2
Zu Beginn des Studiums wurde ich Kandidat der SED - nicht so ganz aus eigenem Entschluss, würde ich es mal nennen.
Zum Thema Wohnung: Da der Studienort und die Wohnung der Eltern ca. 100 km auseinanderlagen: erst Wohnheim, später möbliertes Zimmer.
Nun gut, für einen STudenten ja völlig normal.
Nach erfolgreichem Studienabschluss war meine erste Arbeitsstelle eine Hochschule, meine Wohnung eine möblierte Dachkammer im Studentenwohnheim, Toilette und Waschbecken auf dem Gang. Meine damalige Verlobte, vorher auch Studentin, hatte eine Arbeit ca 20 km weiter gefunden, wohnte auch in einem möblierten Zimmer. Nach einigen Monaten heirateten wir, wohnungmässig änderte sich nichts.Einige Monate später wurde ich Grenzsoldat auf der anderen Seite des Landes, räumte meine Dachkammer - in der Wohnung meiner Eltern war ja noch Platz für meine paar Habseligkeiten. Gegen Ende meiner Zeit bei den Grenztruppen wurde mein Sohn geboren.
Mit diesen Kriterien war ich zunächst mal ein etwas dringlicherer Fall für die betriebseigene Wohnungvergabe meiner Arbeitsstelle Hochschule - heraus kam eine Wohnung aus 2 Zimmern mit Küche, einem Wasserhahn im Hausflur und einer sogenannten Plums-Toilette, ebenfalls im Hausflur. Mit ein bisschen Maurerarbeit war dann Wasser und Abfluss auch in der Küche. Ein Jahr später wurde unsere Tochter geboren - und wir waren wieder wohnungsmässig ein "dringlicher Fall" - nun ja, theoretisch zumindest.
Nun muss ich mal erwähnen, dass die Wohnungvergabe in der DDR in dieser Zeit im Wesentlichen durch die Betriebe gelenkt wurde (je nach deren "Wichtigkeit"), einen privaten Wohnungsmarkt gab es praktisch nicht.
Nun um unser Problem irgendwie zu lösen, fand ich in einer anderen Stadt einen Betrieb, der mir eine Arbeit anbot und versprach, das Wohnungsproblem meiner Familie so schnell wie möglich zu lösen. Eine Bleibe für mich, ein möbliertes Zimmer, fand sich schnell - was sollte ich über das Angebot noch lange nachdenken ?
Ein paar Monate pendeln, nur am Wochenende bei der Familie, ist doch nun kein grosses Problem.
Nun... denkste.
Die versprochene Arbeit erwies sich als Flop, das erste und einzige Wohnungsangebot für die Familie war eine Bruchbude, ich lehnte dankend ab.
Ach ja, ich sollte an den Wochenenden noch an Kampfgruppenübungen teilnehmen. Prima, nicht ?
An den Wochenenden haben wir uns die Köpfe heiss geredet wegen dieser sch....Situation.
Vor dem ganzen Hintergrund ging 1984 meine Ehe in die Brüche, die Kinder blieben bei der Mutter.

Ich fand kurze Zeit später eine andere andere Arbeitsstelle, bekam 1986 eine kleine Wohnung mit Fernheizung und Dusche/WC über die AWG des Betriebes. Erläuterung: "AWG" = Arbeiter-Wohnungbau-Genossenschaft. Nach etwas Wartezeit, Einzahlung von Anteilen in Geld und Erbringung von Arbeitsstunden gab es eine brauchbare Wohnung - entsprechend der Familiengrösse.
Meine Ex-Frau + Kinder bekamen nahezu gleichzeitig ebenfalls eine derartige Wohnung, durch "ihre" Arbeitsstelle.

Zusammengefasst: Ich war 33 und wieder Singe, als ich die erste menschenwürdige Wohnung in DDR bekam.
Hatte ich irgendwelche Privilegien dadurch, dass ich Parteimitglied war - ich glaub nicht...
Aber das kann man, denke ich, nur im Vergleich mit vielen anderen Geschichten beurteilen.
"Was ich an der untergegangenen DDR vermisse" ? - so heist hier ein anderes Diskussionsthema...
Nun, solche Dinge gerade nicht...
Meine Geschichte mag recht pessimistisch klingen - drum noch ein bisschen Lebensbilanz aus heutiger Sicht:
Ich habe in der DDR eine erstklassige berufliche Ausbildung gehabt - davon profitiere ich noch heute. Ich arbeite immer noch in dem Beruf, den ich damals "erlernt" habe, selbstverständlich hatte das Lernen auch nie ein Ende.
Die Scheidung damals war kein klassischer Rosenkrieg - wir haben die Verantwortung als Eltern unserer Kinder beide wahrgenommen, sind all die Jahre fair miteinander umgegangen. Auf meine erwachsenen Kinder bin ich stolz, sie haben ihre Wunschberufe lernen können und ihren Platz im Leben gefunden.



Gruss Hartmut





_________________________________________________________________________________________________________

Hallo vor allem an Barbara, Hartmut und Jobnomade,


einige Gedanken und Hinweise zu den obenstehenden Beiträgen. Das DDR-Schulsystem war zumindes zu meiner Schulzeit gut überschaubar und geordnet.
Der überwiegende Weg war das Entwachsen aus den Windeln in der Kinderkrippe, das Aufwachsen im Kindergarten, gegebenenfalls ein halbes Jahr "Vorschule" und dann die zehnklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule. Da meine Mutter ihre Werkstatt auch in der Wohnung hatte kenne ich noch ganz gut das Problem der Unterbringung der Schneiderutensilien und des kleinen Kindes. Wir hatte kein Kinderzimmer, die Schneiderei spielte sich vorwiegend in "der guten Stube" ab. Und Dienstag war Kundentag, da ging ich schon Montags nach der Schule zu meinen Großeltern und kam erst Mittwoch nach der Schule wieder nach Hause. Kinderkrippe war zu meiner "Krippenzeit" noch nicht soweit verbreitet, aber den Kindergarten konnte/durfte ich nicht besuchen, weil meine Mutter ja zu Hause war und auf mich achtgeben konnte. Später in der Schule, das mag jetzt vielleicht blöd klingen, durfte ich nicht an der Schulspeisung teilnehmen, weil meine Mutter ja zu Hause war. Und Krippenplätze, Kindergartenplätze und Schulspeisung waren vorwiegend den Kindern werktätiger Mütter vorbehalten. Also ob meine Mutter nicht auch gearbeitet hätte. Aber eben nicht in der sozialistischen Produktion, sondern handwerklich.
Und das Handwerk wurde unter Walter Ulbricht (den ich als Schulkind übrigens ganz gut leiden konnte, er sah immer so ein wenig wie das Sandmännchen aus) ja systematisch kaputtgemacht. Naja. Zurück zum gefragten Thema.
Die Kinder kamen üblicherweise mit sechs oder sieben Jahren in die Schule und blieben die ganzen zehn Jahre an ein und der selben Schule (klar, wenn Umzug oder ähnliches notwendig war, dann nicht). Bis zur vierten Klasse hatte ich ein und dieselbe Klassenlehrerin, die die Grund-Fächer wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Musik, Zeichnen?, Turnen und Heimatkunde unterrichtete. Schulgartenunterricht und Nadelarbeit hatten wir immer zusammen mit der Parallelklasse bei anderen Lehrern.
Der fachlich differenzierte Unterricht begann in der fünften Klasse mit Geschichte, aus Heimakunde wurde Geographie, mehr fällt mir im Moment nicht ein. In der fünften oder sechsten Klasse kam auch Biologie dazu, in der sechsten Physik, in der siebenten Chemie. Ab der achten Klasse gab es Staatsbürgerkunde. Außerdem das UTP (Unterrichtstag in der Produktion), nur als Ergänzung: in ländlichen Gegenden UTL (Unterrichtstag in der Landwirtschaft).
Das UTP war an einem bestimmten Tag in der Woche. Es war aufgeteilt, in einer Woche gab es PA (praktische Arbeit, da wurde im sogenannten Patenbetrieb richtig in der Produktion mitgearbeitet (war auch manchmal bissel sinnlose und primitive Arbeit, die man eben als 14jähriger machen konnte), in der anderen Woche gab es ESP (Einführung in die sozialistische Produktion, nur theoretischer Unterricht in Technik (Maschinenbau, Automobilbau usw., ich war in einer Seilerei) und technischem Zeichnen). Manchmal fiel ESP auch aus bzw. wurde zu PA gemacht, immer, wenn in der Produktion noch Planrückstände aufzuholen waren. Dort habe ich allerdings auch Maschinenbedienung (Drehen, Bohren, Fräsen...) gelernt und wir haben Seile gespleißt, Handleuchten montiert und im Rahmen der sogenannten Konsumgüterproduktion Warnblinklampen zusammengebaut.
Das war zumindest für die neunte und zehnte Klasse schon so eine Art vorweggenommene Berufsausbildung. Und ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler hatten diesen Unterricht, mehr oder weniger gerne und mit unterschiedlichem Erfolg. Ab der achten oder zehnten Klasse konnte (betreffs "konnte" siehe die vorangehenden Beitrage zur EOS) man auf die EOS, wenn man irgendwie einen Platz bekam, das war sowas wie die heutige gymnasiale Oberstufe, hab ich schon irgendwo geschrieben.
Wenige Schüler haben die Schule auch schon nach der achten Klasse beendet und ganz selten gab es einige, die ohne Acht-Klassen-Abschluß abgingen. In der achten Klasse gab es im Frühjahr auch die "Jugendweihe", vergleichbar mit der Konfirmation. Wieder was für die Kritiker; ich weiß schon, daß Jugendweihe und Konfirmation grundsätzlich unterschiedlich sind, aber die Jugendweihe sollte eben das sozialistische Gegenstück zur kirchlichen Konfirmation sein!
In der neuneten und zehnten Klasse konnte je nach Leistungsstand, Klassenstärke und Bedarf nochmals zwischen POS und EOS gewechselt werden. nach der zehnten Klasse beendete man üblicherweise die Schulzeit und ging in die Lehre. Oder machte Berufsausbildung (Lehre) mit Abitur. Das hatte gegenüber den reinen EOS-Abiturienten den Vorteil, daß man schon eigenes Geld verdiente. der Nachteil war, daß man neben der Schule auch noch arbeiten bzw. in die Lehre gehen mußte. das lag nicht jedem Jugendlichen, genau wie heutzutage.
Für besonders begabte Schüler gab es einige wenige Spezialschulen (vorwiegend als EOS) in den bereits genannten Richtungen künstlerisch-musisch, mathematisch-naturwissenschaftlich und sportlich) Ganz viele der "guten" (mit und ohne Doping) DDR-Sportler entstammten diesen Spezialschulen.
Selbstverständlich gab es auch in der DDR richtige dumme Schüler, auch für diese gab es (wenige) Spezialschulen. Zu meiner Absolventenzeit in Hoyerswerda lebte, naja eher wohnte, ich in einem Internat der Körperbehindertenschule "Karl-Liebknecht". Da fuhren früh immer die Bummi-Busse und sammelten die (seelisch, geistig, moralisch, körperlich) behinderten Kinder der Stadt ein und brachten sie nach Dörgenhausen in den Kindergarten oder in die Behindertenschule.
Ich nehme an, daß meine Unterbringung in diesem Internat reine Schikane war, weil ich kein Genosse werden wollte.

Damit bin ich beim zweiten Thema, der Wohnungsvergabe und der Partei:
Wie ich schon geschrieben habe war Parteimitgliedschaft nicht automatisch Bevorzugung auf der ganzen Linie.
Wie es überall ist, so auch bei der Partei. Es gab überzeugte, echte Genossen, die wirklich von der ("guten") Sache der SED überzeugt waren und auch dafür einstanden. Und die eben aus Überzeugung und nicht wegen irgendwelcher Vorteile oder aus Bequemlichkeit Mitglied der SED waren. Diese mußten für alles herhalten! Da wurde sogar dahingehend diskutiert wie "Du bist doch Genosse, da mußt Du einsehen, daß erstmal die anderen dran sind, damit wir sie von der Richtigkeit unserer Sache überzeugen (eher überreden) können."
Ich hab mich vorhin schon mit der Grenzgängerin darüber ausgetauscht, ich hatte eine Studienkollegin, eine ganz Liebe, überzeugte Genossin, die hat sich nach dem Studium das Leben genommen, nachdem sie das richtige, wahre, reale DDR-Leben kennegelernt hat und sich all ihr politisches Wissen, welches sie im Parteilehrjahr erworben hatte, als unwahr herausstellte. Unwahr ist nicht ganz das richtige Wort, bestimmt war ja auch vieles wahr, was die Genossen so gelehrt bekamen, aber es ging eben von einer idealen sozialistischen Gesellschaft aus und Widersprüche und ähnliches sollten möglichst verschwiegen werden.
Wenn einer freiwillig Genosse werden wollte oder schon war, so war dieses "Druckmittel" natürlich verraucht und es mußte etwas anderes gesucht werden.
Ich wurde im Studium mehr oder weniger "genötigt", in die GST (Gesellschaft für Sport unt Technik, sowas wie die Kampfreserve der NVA) einzutreten, weil eben gerade die GST-Statistiken aufgebessert werden mußten. Naja, ich bin zur Abteilung Seesport gegangen, das erschien mir damals als am wenigsten kriegerisch-gefährlich und nach der Wende ist daraus unser jetziger Seesportverein geworden, in dem ich immer noch Mitglied bin. Wer Interesse hat, wir bilden auch zum Sportbootführerschein Binnen-See-SKSS aus! Man verzeihe mir die Eigenwerbung!
Es gab auch viele, die die Parteimitgliedschaft wirklich nur um des eigenen Vorteils willen erworben haben.
Aus mehreren sicheren Quellen weiß ich aber, daß es im heutigen Deutschland auch nicht viel anders ist, zu bestimmten Kreisen der Gesellschaft, zu bestimmten Posten und Funktionen, zu bestimmten Grundstücken undsoweiter undsoweiter kommt man nur, wenn man im gleiche Golf- oder Karnevalsklub oder in der Partei ist wie die, von denen man sich etwas erhofft oder will.

Wie schon bemerkt, es gab (und gibt) solche und solche, man kann nicht pauschal urteilen und alle(s) über einen Kamm scheren. Gesellschaft wid immer von Menschen gemacht, und diese sind eben wie sie sind! Gut und Böse!

HG 82/I
Olsen



Grstungen386 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.02.2013 00:23 | nach oben springen

#303

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 01:51
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Der Vollständigkeit halber möchte im meinem "Vorschreiber", der den Bildungsweg in der DDR präzise beschrieben hat, um zwei Punkte ergänzen.

1. Der Fremdsprachenunterricht bgann in der 5.Klasse. 1. Fremdsprache war, wie kann es anders sein: russisch In einigen Oberschulen gab es Klassen mit erweitertem Russischunterricht. D.h. Russisch ab der 3. Klasse. Eine Art Begabtenförferung. Und wenn man sich nicht dämlich angestellt hat oder anderweitig negativ aufgefallen ist, hatte man einen EOS-Platz schon fast in der Tasche. In der 7.Klasse kam dann Englisch hinzu. Ich weiss jetzt aber nicht genau, ob der Englischunterricht obligatorisch war.

2.In der DDR gab es 2 weitere Spezialschulen. Und zwar die, zur Vorbereitung auf das Russischlehrerstudium. Zugangsberechtigung hatten Schüler mit erweitertem Russischunterricht. Ab der 9. Klasse wurde da fürs Abi gepaukt mit täglichem Russischunterricht.

LG von der grenzgaengerin


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#304

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 09:31
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Zu meiner Zeit war an der Penne Russisch die 1. Fremdsprache, obligatorisch und zugleich Hauptfach. Zweite Fremdsprache war Latein, wahrscheinlich noch dem Umstand geschuldet, dass diese Fremdsprache charakteristisch für die ehemaligen Gymnasien war. Falkutativ konnt man dann noch eine dritte Fremdsprache wählen - das war dann zwischen Englisch und Französisch - die Note spielte jedoch keine Rolle für den Erwerb des Abi.
An der POS war Russisch ab der 5. Klasse auch obligatorisch und war dort auch ein Hauptfach. Englisch war fakultativ und wurde auch nicht beim Abschluß der 10. Klasse berücksichtigt. Eine Note gab es auf dem Abschlusszeugnis und auch den Vermerk, dass man soundsoviel Jahre am fakultativem Unterricht teilgenommen hat.

Die Russischspezialschulen sind mir auch noch so bekannt.

Noch eine Bemerkung zu Barbaras Anfragen. Ich habe nie den Sinn oder besser gesagt Unsinn verstanden hinsichtlich der Deklarierung der sozialen Herkunft.
In der DDR sprach man auch nicht von einer klassenlosen Gesellschaft, sondern von der Arbeiterklasse und der Klasse der Genossenschaftsbauern, die sich jedoch nichtantagonistisch gegenüberstehen. Dann noch von sozialen Schichten, wie der Intelligenz und den Selbstständigen/Handwerkern. Auf Grund der beruflichen Entwicklung, Studium etc. konnte man dann ganz schnell von der sozialen Herkunft Arbeiter in die soziale Schicht der Intelligenz "hinüberwachsen". Auch wurden immer wieder nichtanatgonistische Widersprüche, wie z.B. zwischen Stadt und Land dazu benutzt, um Fehlentwicklungen in der gesellschaftlichen Entwicklung und in der unterschiedlichen Bedürfnisstruktur der Menschen damit zu übertünchen. Hat sich dann bekanntlich bitter gerächt.

Vierkrug


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#305

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 09:46
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #303
Der Vollständigkeit halber möchte im meinem "Vorschreiber", der den Bildungsweg in der DDR präzise beschrieben hat, um zwei Punkte ergänzen.

1. Der Fremdsprachenunterricht bgann in der 5.Klasse. 1. Fremdsprache war, wie kann es anders sein: russisch In einigen Oberschulen gab es Klassen mit erweitertem Russischunterricht. D.h. Russisch ab der 3. Klasse. Eine Art Begabtenförferung. Und wenn man sich nicht dämlich angestellt hat oder anderweitig negativ aufgefallen ist, hatte man einen EOS-Platz schon fast in der Tasche. In der 7.Klasse kam dann Englisch hinzu. Ich weiss jetzt aber nicht genau, ob der Englischunterricht obligatorisch war.

2.In der DDR gab es 2 weitere Spezialschulen. Und zwar die, zur Vorbereitung auf das Russischlehrerstudium. Zugangsberechtigung hatten Schüler mit erweitertem Russischunterricht. Ab der 9. Klasse wurde da fürs Abi gepaukt mit täglichem Russischunterricht.

LG von der grenzgaengerin

an meiner POS gab es auch diese Russisch-Unterrichte ab der 3.Klasse,
der Englisch-Unterricht war bei uns freiwillig ,unsere Klassenlehrerin fragte
uns wer daran teilnehmen möchte,und wer ja sagte,musste dann auch bis
zum Schulende daran teilnehmen,an anderen POS-Schulen gab es noch den
Französisch-Unterricht
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#306

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 10:00
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #304

..............................
Noch eine Bemerkung zu Barbaras Anfragen. Ich habe nie den Sinn oder besser gesagt Unsinn verstanden hinsichtlich der Deklarierung der sozialen Herkunft.
In der DDR sprach man auch nicht von einer klassenlosen Gesellschaft, sondern von der Arbeiterklasse und der Klasse der Genossenschaftsbauern, die sich jedoch nichtantagonistisch gegenüberstehen. Dann noch von sozialen Schichten, wie der Intelligenz und den Selbstständigen/Handwerkern. Auf Grund der beruflichen Entwicklung, Studium etc. konnte man dann ganz schnell von der sozialen Herkunft Arbeiter in die soziale Schicht der Intelligenz "hinüberwachsen". Auch wurden immer wieder nichtanatgonistische Widersprüche, wie z.B. zwischen Stadt und Land dazu benutzt, um Fehlentwicklungen in der gesellschaftlichen Entwicklung und in der unterschiedlichen Bedürfnisstruktur der Menschen damit zu übertünchen. Hat sich dann bekanntlich bitter gerächt.

Vierkrug


ja, Vierkrug, und wir haben uns damals im M/L-Unterricht und Parteilehrjahr die Köpfe um solche "Widersprüche" heiss geredet.
Später hatte ich dann verstärkt den Eindruck gewonnen, dass solche Konstrukte eigentlich hilflose Versuche waren , sich eine Theorie zurechtzubiegen, um Unzulänglichkeiten der praktischen Umsetzung der ursprünglichen Lehren der Klassiker schön zu reden.
Das war einfach noch kein "entwickelter Sozialismus" - auch wenn die Berichtszahlen scheinbar stimmten.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#307

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 10:14
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@Vierkrug, hattest Du an der Penne auch zusätzlich eine Berufsausbildung?
Wir waren vier Klassen im Jahrgang, von denen eine naturwissenschaftlich ausgerichtet war, die drei übrigen waren sogenannte kombinierte Klassen, von denen wiederum zwei Englisch und eine Französisch als Fremdsprache hatten. Für die Naturwissenschaftler gab es Latein.
Wenn ich mir nichts gemerkt habe, aber der erste Satz aus unserem Lehrbuch sitzt noch: Populus romanus est populus italicus anticus.
Zur Berufsausbildung: Mein Jahrgang (Abschluß 1970) war der letzte dieser Art. In meiner Klasse wurden Rinderzüchter ausgebildet. In den drei anderen Klassen waren es Eisenbahner, Maurer, der Rest ist mir entfallen. Eine Woche im Monat war statt Penne Berufsausbildung, zwei Tage Berufsschule und drei Tage Praxis. Und von den 8 Wochen Sommerferien gingen auch nochmal drei Wochen für die praktische Ausbildung drauf. Positiv war die Lehrlingsrente, die sich jährlich um 10 Mark je Monat bis auf 50 oder 60 Mark erhöhte. Da ich meine berufliche Zukunft in der Landwirtschaft sah, bekam ich bei dieser Berufsausbildung eine besondere Zuwendung, was sich später als sehr vorteilhaft erwies.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#308

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 10:29
von Grstungen386 | 597 Beiträge | 2 Punkte
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Hallo Barbara, richtig guter Startbeitrag, gute Fragen wirfst Du auf, wollte Dir nur mailen, dass ich die von Dir genannte Berliner Örtlichkeit "Alte Jakobstrasse" in Berlin-Mitte gut kenne, da ich eine Zeitlang (86-89) in der NEUEN !!! Jakobstrasse beim damaligen VEB Baureparaturen Berlin-Mitte als Bauleiter gearbeitet habe. Kann mich auch noch sehr gut an das seinerzeitige Grenzregime dort erinnern. Ganz liebe Grüsse von Christian (Gerstungen 386, Jahrgang 62), war so dämlich, bei meinem ersten Einchecken im Forum beim Gerstungen das "e" zu vergessen.



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#309

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 10:41
von DoreHolm | 9.327 Beiträge | 8657 Punkte
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Meine Schulzeit ging von 1953 - 1963. Bis zur 8.Klasse (zwischenzeitlich eine kurze Ausnahme) waren wir eine reine Jungenklasse. Erst mit der 9.Klasse wurden die Karten neu gemischt. Es gab Abgänge nach der 8.Klasse entweder in´s Berufsleben oder zur EOS, dafür kamen Schüler aus den Erfurter Randgebieten, darunter auch "Dorfschönheiten", wie wir sie nannten, dazu.
Russischunterricht war ab 5. Klasse. Englisch oder französisch, je nach Leherangebot, war falkultativ. Ich war damals, leider, zu faul dazu. Habe dann viel später in der VHS Englisch etwas gelernt, aber auch nicht so tiefschürfend. Unsere Englischlehrerin war große Klasse. Sie war im Rahmen ihrer Ausbildung auch schon mal selbst auf der Insel gewesen. Wir trafen uns locker bei ihr in der Gartenlaube zum Sommerfest. Damit jeder den Weg findet, wehte weithin sichtbar die britische Flagge über dem Garten und dann sagen wir fröhliche englische Volkslieder (My Bonny is over the ocean sowie The banks of Sacramento u.s.w.).
Meine Ex hatte Lehrer für D/Russisch gemacht. Sie war in einer Abi-Klasse der sog. altsprachlichen Richtung und hatte russisch, lateinisch und griechisch gelernt. Ich selbst hatte dann, auch auf leichten Druck meiner Ex (ich war damals zwar Facharbeiter, aber zu dem Zeitpunkt nur Kranfahrer in einem Maschinenbaubetrieb), ein Fernstudium "Chemische Verfahrenstechnik" begonnen, dessen Lehrstoff mir bei meiner späteren Tätigkeit nach der Wende als Anwendungstechniker und "Salesman" für Klebstoffe von ungemeinem Nutzen war. Ohne angeben zu wollen, aber die meisten meiner West-Kollegen habe ich fachlich in den Sack gesteckt. Ist mir auch mehrfach sowohl von Kunden als auch im eigenen Haus mehr oder weniger deutlich gesagt worden. Leider hat sich das gehaltsmäßig nicht niedergeschlagen. Ich kam eben aus dem Osten und da hatte Ost-Gehalt gefälligst zu reichen.
Übrigens, mit dem Englisch-Unterricht: Ein Kunde im tiefsten Saarland: "Aber sie durften doch in der DDR kein Englisch lernen ?" Da erübrigt sich jeder Kommentar. Habe ihn aber aufgeklärt. Weiß aber nicht, ob er mir geglaubt hat, wie es mit den Sprachen "des Klassenfeindes" (ja, auch sowas hatte ich mal von einem dummen, aber eifrigen DDR-Dienstbeflissenem gehört) so war, in der DDR.



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 10:43 | nach oben springen

#310

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 10:44
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@DoreHolm: Mit dem Union-Jack und dann noch Deine Englisch-Lehrerin dabei und dann in den 50-er Jahren, da habt ihr aber Glück gehabt, dass Euch der Blockwart nicht gemeldet hat........



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#311

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 10:46
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@furry, nein - ich hatte die "klassische Variante" des Abi und habe es an der Goethe-EOS in Schwerin abgelegt - heute würde man es als naturwissenschaftliches Gymnasium bezeichnen. Ich habe mich später desöfteren darüber geärgert, dass ich nicht die englische Sprachrichtung hatte. Latein nützte mir sehr wenig im Beruf - nur dann, wenn ich an den Stätten der griechischen und römischen Antike weilte, bzw. mich mit Fragen der römisch-katholischen Religion beschäftigte.

Ich kenne aber das Abi mit Berufsausbildung. Da hast Du dann auch die klassische Art mit der Ausbildung Rinderzucht gehabt.

Heißt es nicht populus romanus est populus italicus antiquus ? Nicht das später die medizinischen Lateiner wieder hier mit ihrem Wissen auftrumpfen.

Vierkrug


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#312

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

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von furry | 4.750 Beiträge | 6603 Punkte
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #311
@furry, nein - ich hatte die "klassische Variante" des Abi und habe es an der Goethe-EOS in Schwerin abgelegt - heute würde man es als naturwissenschaftliches Gymnasium bezeichnen. Ich habe mich später desöfteren darüber geärgert, dass ich nicht die englische Sprachrichtung hatte. Latein nützte mir sehr wenig im Beruf - nur dann, wenn ich an den Stätten der griechischen und römischen Antike weilte, bzw. mich mit Fragen der römisch-katholischen Religion beschäftigte.

Ich kenne aber das Abi mit Berufsausbildung. Da hast Du dann auch die klassische Art mit der Ausbildung Rinderzucht gehabt.

Heißt es nicht populus romanus est populus italicus antiquus ? Nicht das später die medizinischen Lateiner wieder hier mit ihrem Wissen auftrumpfen.

Vierkrug

Um kurz zu antworten, ja, bei mir klassisches Abitur.
Antiquus ist natürlich richtig.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#313

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 11:01
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #310
@DoreHolm: Mit dem Union-Jack und dann noch Deine Englisch-Lehrerin dabei und dann in den 50-er Jahren, da habt ihr aber Glück gehabt, dass Euch der Blockwart nicht gemeldet hat........


Nee, das war in den 70ern, aber trotzdem. Mal etwas, was auch was über die ach so große Unterdrückung aussagt.



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#314

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 11:34
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ich wollte gern nach meinem Abgang von der Grundschule ( 8 jahre ) 1958 auf die Oberschule gehen um später zu studieren. Wurde von der Leitung der Grundschule in Erfurt unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt, trotz guten Notendurchschnitts ( 2 = gut ). Der wirkliche Grund war wohl, dass mein Vater ( es war noch nicht mal mein leiblicher Vater, der war nach dem Krieg nach Braunschweig gegangen ) ein selbständiger Goldschmiedemeister war. Da war die DDR für mich gegessen, so viel Diskrimierung konnte ich schon mit 14 Jahren nicht ab. Habe dann neben einer Berufsausbildung auf der Abendschule die Mittlere Reife oder 10 klassige Oberschule gemacht und auch mit einem Prädikat abgeschlossen. Das war hart, denn ich lernte einen körperlich schweren Beruf und dann abends auf die Schulbank. Später mit diesen Zeugnissen bei einer Ingenieurschule beworben, wieder abgelehnt. Die Konsequenz, ich suchte das Loch in der "Mauer". Und Fleiss wird belohnt, letztendlich habe ich es gefunden. Im anderen Teil Deutschlands nicht einmal solche Diskriminierungen erlebt. Die Bundeswehr bot mir ein Studium an der Bundeswehrhochschule in München an, ich hätte mich aber auf 12 Jahre verpflichten müssen. Das war nicht das Problem, ich fürchtete Racheakte des SED Regimes gegen meine Familie in Thüringen, wenn sie erfahren, dass ich Offizierslaufbahn bei der BW einschlage.Da habe ich diesen Plan fallen gelassen.
So habe ich noch mal eine Lehre als Industriekaufmann gemacht und dieser Beruf hat mir nicht nur Wohlstand gebracht sondern auch viel Spass gemacht.


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#315

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 12:08
von DoreHolm | 9.327 Beiträge | 8657 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #314
ich wollte gern nach meinem Abgang von der Grundschule ( 8 jahre ) 1958 auf die Oberschule gehen um später zu studieren. Wurde von der Leitung der Grundschule in Erfurt unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt, trotz guten Notendurchschnitts ( 2 = gut ). Der wirkliche Grund war wohl, dass mein Vater ( es war noch nicht mal mein leiblicher Vater, der war nach dem Krieg nach Braunschweig gegangen ) ein selbständiger Goldschmiedemeister war. Da war die DDR für mich gegessen, so viel Diskrimierung konnte ich schon mit 14 Jahren nicht ab. Habe dann neben einer Berufsausbildung auf der Abendschule die Mittlere Reife oder 10 klassige Oberschule gemacht und auch mit einem Prädikat abgeschlossen. Das war hart, denn ich lernte einen körperlich schweren Beruf und dann abends auf die Schulbank. Später mit diesen Zeugnissen bei einer Ingenieurschule beworben, wieder abgelehnt. Die Konsequenz, ich suchte das Loch in der "Mauer". Und Fleiss wird belohnt, letztendlich habe ich es gefunden. Im anderen Teil Deutschlands nicht einmal solche Diskriminierungen erlebt. Die Bundeswehr bot mir ein Studium an der Bundeswehrhochschule in München an, ich hätte mich aber auf 12 Jahre verpflichten müssen. Das war nicht das Problem, ich fürchtete Racheakte des SED Regimes gegen meine Familie in Thüringen, wenn sie erfahren, dass ich Offizierslaufbahn bei der BW einschlage.Da habe ich diesen Plan fallen gelassen.
So habe ich noch mal eine Lehre als Industriekaufmann gemacht und dieser Beruf hat mir nicht nur Wohlstand gebracht sondern auch viel Spass gemacht.


rot: Das sind so Beispiele, leider, wie kurzsichtig und engstirnig staatliche Stellen damals gehandelt haben. Hatte ja schon mal was über die Dummen, aber Eifrigen und mit Macht Ausgestatteten in einer Gesellschaft gesagt. Sich ohne Not Gegner schaffen. Wärest Du einige Jahre später geboren, wäre 10.Klasse obligatorisch gewesen. Deinen Entschluß, unter solchen Umständen Deine Zukunft anderswo zu suchen, kann ich nachvollziehen.
Aber mal eine Frage: Wenn Du 1958 schon 14 Jahre warst, dann warst Du vor dem Mauerbau doch schon in einem Alter, wo es Dir so ziemlich gefahrlos möglich gewesen wäre rüberzumachen ?
Wegen der Offizierslaufbahn hätte ich keine Rücksicht genommen. Das war doch dann schon Mitte der 60er. Was hätten die Organe denn machen können mit Deiner Verwandtschaft hier ? Außer eine Beförderung in eine hohe Position behindern, eigentlich nichts aus heutiger Sicht. Nun gut, damals hat man das anders gesehen.



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 12:09 | nach oben springen

#316

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 14:58
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge | 1 Punkte
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #303
Der Vollständigkeit halber möchte im meinem "Vorschreiber", der den Bildungsweg in der DDR präzise beschrieben hat, um zwei Punkte ergänzen.

1. Der Fremdsprachenunterricht bgann in der 5.Klasse. 1. Fremdsprache war, wie kann es anders sein: russisch In einigen Oberschulen gab es Klassen mit erweitertem Russischunterricht. D.h. Russisch ab der 3. Klasse. Eine Art Begabtenförferung. Und wenn man sich nicht dämlich angestellt hat oder anderweitig negativ aufgefallen ist, hatte man einen EOS-Platz schon fast in der Tasche. In der 7.Klasse kam dann Englisch hinzu. Ich weiss jetzt aber nicht genau, ob der Englischunterricht obligatorisch war.

2.In der DDR gab es 2 weitere Spezialschulen. Und zwar die, zur Vorbereitung auf das Russischlehrerstudium. Zugangsberechtigung hatten Schüler mit erweitertem Russischunterricht. Ab der 9. Klasse wurde da fürs Abi gepaukt mit täglichem Russischunterricht.

LG von der grenzgaengerin


Stimmt, Russisch ab der fünften Klasse hatte ich völlig vergessen.
Der Vervollständigung der vollständigen Vollständigkeit Genüge zu tun möchte ich noch anfügen, daß es bei uns noch Christenlehre gab, ich glaub, ab der vierten Klasse. Für getaufte Kinder. Das war nicht erwünscht, wurde aber geduldet, die ersten zwei Jahre waren wir dazu sogar in der Schule, sonnabends nach dem Unterricht. Später gab es ein eigenes Gemeindehaus!
Englisch war fakultativ, Französisch auch. Dazu mußte aber an der Schule ein befähigter Lehrer sein. Den hatten wir erst ab der neunten Klasse. Leider war das zu spät, um noch was aus uns zu machen.
In der zehnten Klasse gab es zusätzlich Astronomie!
Die Sprachklassen gab es meines Wissens ab der vierten Klassen, es hieß "Schule mit erweitertem Russischunterricht".
Es gab neben den Schul-Sport-Olympiaden auch Mathematik- und Russisch-Olympiaden auf Schul-, Stadt-, Kreis- und Bezirksebene. Weiter hab ich es (allerdings in Mathe) nicht geschafft.
Mittwochs Nachmittags war AG-Tag (AG=Arbeitsgemeinschaft). Da gab es alles Mögliche (ich war Modellbauer), entweder in der Schule oder in den Kultur- oder Pionierhäusern.
Gesellschaftliche Arbeit hatte auch eine gewisse Bedeutung, ich weiß aber nicht mehr, an welchem Tag das war und in welcher Regelmäßigkeit.
Die Pionierzeit (Pionier trägt saubere Pionierbluse und blaues Halstuch) war bei uns von der zweiten bis zur siebenden Klasse. Später, also nach meiner Schulzeit, wurde diese Zeit nochmals in Jungpionierzeit =blaues Halstuch und Thälmann-Pionier = rotes Halstuch unterteilt.
Ab der siebenden Klasse gab es die FDJ (Freie Deutsche Jungend), eine in der BRD verbotene Organisation (hab ich mal irgendwo gelesen, weiß aber nicht, ob das noch stimmt), und in der war man dann, bis man entweder zu alt*** war oder in die Partei eintrat, erst als Kandidat, dann als Mitglied.

Ich glaub, einmal in vierzehn Tagen war Pioniernachmittag, wo die große Weltpolitik kindgemäß aufbereitet "rübergebracht" werden sollte. Wir hatten eine sehr hübsche, junge Pionierleiterin, daran kann ich mich noch gut erinnern. Sie hatte irgendwann ein Verhältnis mit dem Biolehrer (so wurde gemunkelt) und wurde auch bald darauf an eine andere Schule versetzt.

*** "zu alt" war meiner Meinung nach Auffassungssache, Egon Krenz war FDJler, bis er seine Laufbahn in der DDR-Führung begann!
FDJ war auch sowas wie die Kampfreserve der Partei.

Komisch, daß sich noch niemand gemeldet hat (oder ich hab es übersehen), der nicht in der SED, sondern in einer Blockpartei war.

HG 82/I
Olsen



zuletzt bearbeitet 23.02.2013 15:07 | nach oben springen

#317

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 15:24
von Moskwitschka (gelöscht)
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Wenn wir gerade bei Schule sind. Die DDR hatte eine eigene Schulausgangsschrift:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schulausgangsschrift

Aufgefallen ist mir das Mitte der 70-iger, als ich meinen ersten Liebesbrief aus Hamburg bekam

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 15:31 | nach oben springen

#318

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 15:24
von Grenzverletzerin | 1.201 Beiträge | 158 Punkte
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Ich hatte auch Russisch ab der 5. Klasse und es war die 1. Fremdsprache, Englisch dann ab der 8. Kllasse. Unsere Englischlehrerin deckte mehrere Schulen ab und so hatten wir nur einmal wöchentlich Englisch und das war definitiv zu wenig. Als ich dann an die TU Braunschweig ging musste ich was nachholen ...u.a. Vorlesungungen auf Englisch...wenn ich nicht die Skripte gehabt hätte...Hilfe!

Vieles was Olsen schreibt, kann ich bestätigen. Ich weiß nicht mehr mit welchem Notendurchschnitt die EOS- Zulassung war aber ein Klassenkamerad lag weit drüber und bekam den Platz nur, weil er sich für die Offizierslaufbahn entschied. Aber die Möglichkeit das Abi auf dem 2.Bildungsweg zu machen, gab es m.E. auch.
Bei der Wohnungsvergabe bei uns im Ort war Vitamin B ein wichtiger Faktor, so bekam ich durch die Beziehungen meines Vaters schon mit 19 meine 1. Wohnung, war eine AWG- Wohnung mit Kohleofen...aber immerhin. Ich musste einige Anteile kaufen aber ich kann mich an die Größenordnung nicht mehr erinnern.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.
[url]http://www.smiliesuche.de/smileys/chemiker/chemiker-smilies-0001.gif[/url]


KasparHauser hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#319

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 17:39
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge | 1 Punkte
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Für alle Unkundigen:
Vitamin B waren die notwendigen Beziehungen, um etwas zu bekommen, zu erreichen oder nicht machen zu müssen.

HG 82/I
Olsen



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#320

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 23.02.2013 18:16
von jecki09 | 424 Beiträge | 20 Punkte
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #317
Wenn wir gerade bei Schule sind. Die DDR hatte eine eigene Schulausgangsschrift:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schulausgangsschrift

Aufgefallen ist mir das Mitte der 70-iger, als ich meinen ersten Liebesbrief aus Hamburg bekam

LG von der grenzgaengerin



Ich habe diese Schrift, da ich 1969 eingeschult wurde, gleich gelernt. Mein Bruder 2 Jahre vor mit hatte noch die Schrift mit vielen "Schleifen". Oft waren diese an den ersten Anstrichen des Buchstabens.

PS
Jahreszahl, Dank Hinweis von "Grenzverletzerin" von 1979 auf 1969 geändert.


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 18:31 | nach oben springen



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