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#261

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.02.2013 00:33
von amigaguru | 104 Beiträge | 118 Punkte
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #52
Zitat von Barbara im Beitrag #46
Eisenacher:
"Ich habe mich auch immer als Deutscher gefühlt und das obwohl ich in der DDR geboren bin.
Was verbindest du denn mit "dich-Deutsch-fühlen", also worin besteht die Identität?


Eine nationale Identität ist das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Nation. Bei Fußballspielern ist dies beim Singen der Nationlhymne zu erkennen, da trennt sich die Spreu vom Weizen.
Es gab auch in der DDR Versuche, dieses Identitätsgefühl durch Propaganda zu verändern. Da wurde sogar so ein Schwachsinn gelehrt, das BRD Bürger kein Vaterland hätten und nur wir tollen DDR-Hechte hätten eins. Auch wurde argumentiert, das sich eine andere Sprache herausgebildet hätte und damit ist auf einmal eine andere, eine DDR-Nation entstanden. Das kam mir schon damals recht suspekt vor. Wenn man Menschen, über Jahre in ein Gefängnis steckt, hat das ja auch keinerlei Einfluß auf die Nationalität der eingesperrten Person.
Trotz gewaltiger Anstrengungen der EU- Fundamentalisten nationale Identitäten zu zerstören, wird es ein aussichtsloses Unternehmen bleiben, eine europäische Identität und eine europäische Nation zu schaffen. Druck erzeugt Gegendruck und deswegen erleben wir heute in der gesamten EU ein Aufleben nationaler Strömungen. Die Völker dieser Welt werden sich aus Selbsterhaltungstrieb gegen Orwells "Neue Schöne Welt" auflehnen und die "Internationalisten" werden scheitern. Das friedliche Zusammenleben souveräner Nationalstaaten, unter Beibehaltung nationaler Traditionen, Kultur und Sprache und eigener Währung, ist die einzig sinnvolle Zukunftsoption. Alles andere endet im Fiasko.




Hallo,
dieser Meinung bin ich nicht.In 50 Jahren wird dieses anders sein.Es wird und muß auch ein einiges Europa geben.Nationalstaaten wird es dann nicht
mehr geben.Europa muß sich dann behaupten gegen China,USA und noch einige sog."Atomstaaten",welche nur Armut produzieren..Rohstoffe werden sehr knapp,besonders Wasser.
Da werden einige Staaten ein"Auge"auf Europa werfen.Man"werfe nur ein Auge" auf China,wo 60% der Flüße und des Grundwassers verseucht sind und sogar die Regierung in Peking davor warnt,das Wasser auch nur zu berühren.
Auch aus diesen Gründen muß es ein gemeinsames Europa geben,sonst können wir uns auf den"Langen Marsch" begeben.(mit"Langen Marsch" meinte ich die chinesischen Weltraumraketen,welche u.a.Der Osten ist rot von sich gaben.Ein Schelm ist,wer etwas Anderes denkt)

amigaguru



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#262

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.02.2013 01:21
von frank | 1.753 Beiträge
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Zitat von amigaguru im Beitrag #261
Zitat von Eisenacher im Beitrag #52
Zitat von Barbara im Beitrag #46
Eisenacher:
"Ich habe mich auch immer als Deutscher gefühlt und das obwohl ich in der DDR geboren bin.
Was verbindest du denn mit "dich-Deutsch-fühlen", also worin besteht die Identität?


Eine nationale Identität ist das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Nation. Bei Fußballspielern ist dies beim Singen der Nationlhymne zu erkennen, da trennt sich die Spreu vom Weizen.
Es gab auch in der DDR Versuche, dieses Identitätsgefühl durch Propaganda zu verändern. Da wurde sogar so ein Schwachsinn gelehrt, das BRD Bürger kein Vaterland hätten und nur wir tollen DDR-Hechte hätten eins. Auch wurde argumentiert, das sich eine andere Sprache herausgebildet hätte und damit ist auf einmal eine andere, eine DDR-Nation entstanden. Das kam mir schon damals recht suspekt vor. Wenn man Menschen, über Jahre in ein Gefängnis steckt, hat das ja auch keinerlei Einfluß auf die Nationalität der eingesperrten Person.
Trotz gewaltiger Anstrengungen der EU- Fundamentalisten nationale Identitäten zu zerstören, wird es ein aussichtsloses Unternehmen bleiben, eine europäische Identität und eine europäische Nation zu schaffen. Druck erzeugt Gegendruck und deswegen erleben wir heute in der gesamten EU ein Aufleben nationaler Strömungen. Die Völker dieser Welt werden sich aus Selbsterhaltungstrieb gegen Orwells "Neue Schöne Welt" auflehnen und die "Internationalisten" werden scheitern. Das friedliche Zusammenleben souveräner Nationalstaaten, unter Beibehaltung nationaler Traditionen, Kultur und Sprache und eigener Währung, ist die einzig sinnvolle Zukunftsoption. Alles andere endet im Fiasko.




Hallo,
dieser Meinung bin ich nicht.In 50 Jahren wird dieses anders sein.Es wird und muß auch ein einiges Europa geben.Nationalstaaten wird es dann nicht
mehr geben.Europa muß sich dann behaupten gegen China,USA und noch einige sog."Atomstaaten",welche nur Armut produzieren..Rohstoffe werden sehr knapp,besonders Wasser.
Da werden einige Staaten ein"Auge"auf Europa werfen.Man"werfe nur ein Auge" auf China,wo 60% der Flüße und des Grundwassers verseucht sind und sogar die Regierung in Peking davor warnt,das Wasser auch nur zu berühren.
Auch aus diesen Gründen muß es ein gemeinsames Europa geben,sonst können wir uns auf den"Langen Marsch" begeben.(mit"Langen Marsch" meinte ich die chinesischen Weltraumraketen,welche u.a.Der Osten ist rot von sich gaben.Ein Schelm ist,wer etwas Anderes denkt)

amigaguru



auf welches europa ! griechenland ?? die EU oder besser gasagt der kapitalismus in europa sitz auf dem 'ast ' den man hinter sich absägt ( staatsanleihen , verschuldung ,wegbrechen des 'mittelstandes' ect.)!! dies sind auch von experten die unwiederuflichen vorboten eines 'crash's' !! also leute , lieber in zukunft in sachwerte als in 'papiere' investieren ,denn in naher zukunft wird dieses system , mit 'ast' , vom baum fallen !!!



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#263

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.02.2013 07:04
von KARNAK | 1.814 Beiträge | 289 Punkte
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Zitat von frank im Beitrag #262
Zitat von amigaguru im Beitrag #261
[quote=Eisenacher|p230085][quote=Barbara|p230070]





auf welches europa ! griechenland ?? die EU oder besser gasagt der kapitalismus in europa sitz auf dem 'ast ' den man hinter sich absägt ( staatsanleihen , verschuldung ,wegbrechen des 'mittelstandes' ect.)!! dies sind auch von experten die unwiederuflichen vorboten eines 'crash's' !! also leute , lieber in zukunft in sachwerte als in 'papiere' investieren ,denn in naher zukunft wird dieses system , mit 'ast' , vom baum fallen !!!

Gesellschaftssysteme,auch ökonomische,kommen und gehen,egal wie lange eines davon existiert.Nichts ist für die Ewigkeit,wenn das auch viele SCHON WIEDER glauben.Was aber weiter existieren wird,ist Europa und seine Völker und in welcher Qualität diese Völker leben werden ,darauf haben sie schon einen gewissen Einfluss,wenn es auch nur ein Gewisser ist.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."


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#264

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.02.2013 09:56
von werner | 1.595 Beiträge | 39 Punkte
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1. Für Aussagen über die Zukunft gilt der Spruch : Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Oder wie Friedrich Engels nach Hegel schrieb : Es kommt nie das, was beabsichtigt ist. Oder kann mir jemand das Gegenteil beweisen? Jede Spekulation über eine Zukunft ist und bleibt Spekulation. Auch die seit Jahren schwelende Krise ist Beweis für die Unsinn von Prognosen. Das Einzige, das sicher ist, ist die Unsicherheit. Siehe DDR-Geschichte. Das hat auch etwas mit der Evolution zu tun. Das ist kein Aufruf zum Fatalismus! Trotzdem sollte Gerechtigkeit und Frieden angestrebt werden und nicht Krieg, um den Frieden zu erreichen. Siehe dazu auch Mephisto in Faust.
2. Der 'Kapitalismus' hat noch nie einen Krieg geführt und noch nie Menschen ausgebeutet, Kriege haben immer Menschen geführt, nur Menschen haben Menschen ausgebeutet. Insofern ist 'Staatsfaschismus' ein Begriff, 'Gerechtigkeit' und 'Freiheit' ebenso. Jeder macht sich sein eigenes Bild. Siehe die Partei der Vernunft. Nicht ohne Grund gilt für fast alle Gott-Religionen die Forderung, sich kein Bild zu machen, der Katholizismus beispielsweise hat sich ein eigenes Bild gemacht. Hinter jeder Definition steckt immer eine Handvoll Interesse. Die Deutsche Frage ist ein gutes Beispiel, da wurde trefflich mit Freiheit und auch mit Sozialismus gefochten, in Wirklichkeit wollten und wollen Einige immer Etwas, meist ihr Etwas.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#265

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.02.2013 10:31
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Du meinst es also so wie Bohr, Valentin, Churchill, Clemens oder wem noch immer dieser Spruch zugeschrieben wird:
Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

Nunja, ich möchte da den Spruch vom einem Vater der OOP, Alan Kay, nicht unerwäht lassen:
Die beste Art, die Zukunft vorauszusagen, ist, die Zukunft zu erfinden.

Wobei, der hat ja diesen Spruch auch nur 'geklaut', sagte doch bereits vor ihm der Erfinder der Holographie Denes Gábor:
Die Zukunft kann nicht vorhergesagt werden, aber Zukünfte können erfunden werden.

Dieser Gabor sagte aber auch mal Für die Mehrheit der Menschen ist Arbeit die einzige Zerstreuung, die sie auf Dauer aushalten können.
Mir wiederum gibt das etwas Hoffnung (die stirbt ja bekanntlich zuletzt) für's BGE.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 14.02.2013 10:32 | nach oben springen

#266

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.02.2013 23:00
von Barbara (gelöscht)
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furry

Barbara, wie heißt es so schön: Nur gemeinsam sind wir stark. richtig
Und genau das ist sicher nicht gewollt.

Was gewollt ist kann uns doch egal sein. Wir können doch machen was wir für richtig halten.:-)))))))))))))))))))))))))))))



Barbara, wer ist WIR? Wenn Du schon ein paar Gleichgesinnte um Dich scharen konntest, es sind zu wenige.
Solange der deutsche Michel sich gegenüber seinem Nachbarn damit brüstet, x-mal öfters auf Mallorca gewesen zu sein und eventuell gegen diesen in ihrem Eigenheimghetto wegen lauten Kindern klagt, ist das WIR noch in weiter Ferne.
Damit es so bleibt, dafür sorgen schon unsere Volksvertreter. Und wenn die das nicht auf die Reihe bekommen, dann helfen die anderen, denen diese WIR ein Dorn im Auge ist, garantiert nach.


Du und ich sind WIR! und die anderen hier, und deine zuhause, und meine.
Ich bin in keiner Partei, in keinem Kreis, ich glaube an Gespräch und Überzeugung!
Die ständige Außendelegierung von Lösungen, Wohlbefinden, Hoffnungen bringt nix!

Ich grüß dich sehr herzlich!
Barbara


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#267

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 14.02.2013 23:02
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Liebe Diskutierende bezüglich der Themen "Zukunft", "sich Ausgeliefertfühlen", Pessimismus etc - da machen wir mal eine neues Thema draus - ich muss nur erst technisch nochmal gucken - morgen schaffe ich das bestimmt.
Herzliche Grüße
Barbara


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#268

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 15.02.2013 10:01
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Zitat von Barbara
- da machen wir mal eine neues Thema draus - ich muss nur erst technisch nochmal gucken -


Ein Anfang wäre ja vielleicht, die Hinweise zum Zitieren ernst zu nehmen (... #116), odär?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#269

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.02.2013 14:27
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von werner im Beitrag #264
1. Für Aussagen über die Zukunft gilt der Spruch : Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Oder wie Friedrich Engels nach Hegel schrieb : Es kommt nie das, was beabsichtigt ist. Oder kann mir jemand das Gegenteil beweisen? Jede Spekulation über eine Zukunft ist und bleibt Spekulation. Auch die seit Jahren schwelende Krise ist Beweis für die Unsinn von Prognosen. Das Einzige, das sicher ist, ist die Unsicherheit. Siehe DDR-Geschichte. Das hat auch etwas mit der Evolution zu tun. Das ist kein Aufruf zum Fatalismus! Trotzdem sollte Gerechtigkeit und Frieden angestrebt werden und nicht Krieg, um den Frieden zu erreichen. Siehe dazu auch Mephisto in Faust.
2. Der 'Kapitalismus' hat noch nie einen Krieg geführt und noch nie Menschen ausgebeutet, Kriege haben immer Menschen geführt, nur Menschen haben Menschen ausgebeutet. Insofern ist 'Staatsfaschismus' ein Begriff, 'Gerechtigkeit' und 'Freiheit' ebenso. Jeder macht sich sein eigenes Bild. Siehe die Partei der Vernunft. Nicht ohne Grund gilt für fast alle Gott-Religionen die Forderung, sich kein Bild zu machen, der Katholizismus beispielsweise hat sich ein eigenes Bild gemacht. Hinter jeder Definition steckt immer eine Handvoll Interesse. Die Deutsche Frage ist ein gutes Beispiel, da wurde trefflich mit Freiheit und auch mit Sozialismus gefochten, in Wirklichkeit wollten und wollen Einige immer Etwas, meist ihr Etwas.



Hallo Werner und Karnak und Frank und Emigaguru (hab ich noch einen vergessen?)

diese Europa-, Nationalstaaten-Debatte, wenn man sich mal all die Argumente dazu ansieht:
was würdet ihr euch denn wünschen - vom eigenen Wohlbefinden (Kopf und Bauch!)? Also in einem auch politisch vereinten Europa, wieviel z.B. deutsche Identität brauchen wir da und wie kann die aussehen?

und wieviel von den geschichtlichen Erfahrungen sollen wir in ein solches Europa "mitnehmen" wenn es Wirklichkeit wird?
Ich weiß es nämlich auch nicht...


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#270

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.02.2013 14:29
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #258
Statistisch und technisch gesehen sollte mein Ex-Staatsbürgerkundelehrer schon seinen Frieden gefunden haben. Der wird uns also unsere Fragen nicht mehr beantworten können. Das die soziale Marktwirtschaft ad acta ist ,habe ich auch schon mitbekommen. Jetzt haben wir es eher mit einem Staatsmonopolkapitalismus zu tun, unter dem Deckmantel Demokratie. Finanzfaschismus ? Gibt es das Wort schon?


... so haben das die 68er auch genannt :-)


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#271

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.02.2013 14:56
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Zitat von OlsenWeilrode im Beitrag #260
Hallo Barbara,

ich hatte keine konkreten Vorstellungen vom "Wessi" an sich. Eher vom Westen als solchem. Zu DDR-Zeiten war ich mit den Studentenbrigaden in Bulgarien, Polen und der damaligen Sowjetunion. Da hab ich erlebt (nicht als Tourist, sondern auch als Dreckecken-Seher), warum man im RGW (Ostblock) die DDR als Land mit dem höchsten Lebensstandard bezeichnet hat. Und mit dem gleichen Unterschied in Richtung "noch besser" hab ich die BRD gesehen bzw. mir vorgestellt. Ich hab immer gedacht, daß das ein Land ist wo es immer ALLES gibt, also auch Filzstifte, wasserdichte Uhren (ich hab fast 10 DDR-Jahre an einer Eigenentwicklung gebastelt), Vidiabohrer, Winterreifen, Messer mit Sprungklinge, Kupfernägel, Better und reichlich Autos. War eben ein sehr naives, vulgärmaterialistisches Bild. Um soziale Belange hab ich mir gar keine Gedanken gemacht, da wurden wir ja in der Schule darauf getrimmt, was es bedeutet, ausgebeutet zu werden, obdachlos zu sein, arbeitslos zu sein...
Naja, hätte man uns einfach(er) mal in die BRD gelassen, dann wäre sicherlich viele Illusionen geplatzt und viele DDR-Bürger hätten gar nicht so große Lust gehabt, der DDR den Rücken zu kehren. Ich kenne zwei Beispiele von Bekannten, die gleich nach der Wende nach drüben gegangen sind und nun noch mehr im Dreck leben als in der DDR. Leider kenne ich auch ein drastisches Gegenbeispiel, meine damalige Freundin ist 1992 rüber und steht jetzt ganz groß da, führt ein Hotel auf dem Lande und lebt auf großem Fuße, schuldenfrei und stolz auf das Erreichte. Unter anderem wegen der/ihrer materiellen Ansichten sind wir damals auseinandergegangen. Übe weitere persönliche Erlebnisse unterhalten wir uns besser persönlich beim nächsten Treff.

HG 82/I
Olsen




Hallo Olsen,

wir haben ja schon ganz viel in diesem Thread über die "Bilder" geschrieben, die die Deutschen in Ost und West voneinander hatten.
Aus heutiger Sicht können wir doch glaube ich sagen: weder das eine noch das andere hat gestimmt, oder?
Wir haben in zwei sehr unterschiedlichen Gesellschaftssytemen gelebt und diese Systeme haben das verzerrte Bild von der jeweiligen anderen Seite "gebraucht". Also in gewisser Weise sind wir auch von unseren beiden Staatsführungen "benutzt" worden, damit diese ihr Vorstellung von Staat durchsetzen konnten. Was mich heute interessiert: es sind ja jetzt mehr als 20 Jahre vergangen und wir wissen über diesen Umstand: wie sind wir Deutschen in der Lage darüber hinaus zu einem "Gemeinsamen" zu kommen? Kann man sich angucken, was die positiven Ideen in beiden Systemen waren, denn beide hatten positive Seiten. Ich habe hier im Forum das Gefühl, viele sind ganz und gar im "geeinten Deutschland" angekommen, andere nicht. In dem wir viel miteinander reden, vorurteilslos - hoffe ich, dass wir da weiter kommen.
Um es nochmal konkret auszudrücken: ich war nicht das "verelendete proletarische Klassen-Kind" - wiewohl ich materiell aus der "unteren Schicht" der Gesellschaft komme. Dennoch war es mir möglich, eine gute Bildung zu genießen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen, eine persönliche Haltung dazu zu finden - und auch einfach ganz viel Lebensfreude zu haben!
Und natürlich warst du nicht ein "Abkömmling der Roten Gefahr", oder das "hungernde eingesperrte Kind", wie die westliche Propaganda es dargestellt hat, sondern hast das gleiche getan, bist wahrscheinlich gut gebildet, hast deinen Platz in deiner Gesellschaft gehabt, und - gelebt. Ich glaube an den Punkt müssen wir Ossis und Wessis ran kommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir auf dieser Ebene mehr Gemeinsamkeiten finden können, als Unterschiede.
Was du schreibst mit dem "vulgärmaterialistisches Bild": Menschen wollen Haben um zu Sein - ich glaube das ist normal. In welchem Maße sie das wollen hängt davon ab, ob ich mir klar machen kann, dass das "Immer Mehr", also der blanke Konsum, nur immer mehr Bedürfnisse weckt und Nie Befriedigung bringt.
Du bist ein "Erfinder" gewesen? wie klasse. ich habe mal auf Youtube ein Video gesehen, wo Erfindungen in der DDR gezeigt wurden, wo aufgrund von "Mangel" die tollsten und phantasievollsten Sachen gebaut wurden die auch funktionierten! Mal sehen, vielleicht finde ich das nochmal und dann stelle ich es hier ein.....

Herzliche Grüße
Barbara


Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#272

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.02.2013 15:11
von Eisenacher | 2.069 Beiträge | 6 Punkte
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gelöscht doppelt


zuletzt bearbeitet 16.02.2013 15:13 | nach oben springen

#273

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.02.2013 15:12
von Eisenacher | 2.069 Beiträge | 6 Punkte
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Zitat von Barbara im Beitrag #270
Zitat von Eisenacher im Beitrag #258
Statistisch und technisch gesehen sollte mein Ex-Staatsbürgerkundelehrer schon seinen Frieden gefunden haben. Der wird uns also unsere Fragen nicht mehr beantworten können. Das die soziale Marktwirtschaft ad acta ist ,habe ich auch schon mitbekommen. Jetzt haben wir es eher mit einem Staatsmonopolkapitalismus zu tun, unter dem Deckmantel Demokratie. Finanzfaschismus ? Gibt es das Wort schon?


... so haben das die 68er auch genannt :-)



Wenn ich für einen Sachverhalt eine Definition aufstelle und diesen begrifflich in einem Wort fasse, spielt es keine Rolle, wer diesen Begriff später verwendet. Ob nun Lieschen Müller oder sonst irgend jemand. Da analysiere ich nur die aktuelle Situation und kann dann beurteilen, ob diese Definition zutreffend , die gegenwärtige Realität beschreibt.


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#274

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 16.02.2013 18:17
von Schuddelkind | 3.900 Beiträge | 1225 Punkte
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Babara # 271

Zitat
Und natürlich warst du nicht ein "Abkömmling der Roten Gefahr", oder das "hungernde eingesperrte Kind", wie die westliche Propaganda es dargestellt hat, sondern hast das gleiche getan, bist wahrscheinlich gut gebildet, hast deinen Platz in deiner Gesellschaft gehabt, und - gelebt. Ich glaube an den Punkt müssen wir Ossis und Wessis ran kommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir auf dieser Ebene mehr Gemeinsamkeiten finden können, als Unterschiede.



Babara, ditte isch janz einfach. Plan deinen nächsten Urlaub einfach mal auf der für dich weißen Landkarte des ehemaligen "Ostdeutschland" und unterhalt dich einfach mit den Leuten persönlich. Du wirst staunen, wie schnell die Unterschiede verschwinden, Respekt vor der anderen Seite vorausgesetzt. Bringt mehr als das Philosophieren über das Thema.


Intellektuelle spielen Telecaster
paulchen hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#275

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.02.2013 13:54
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #273
Zitat von Barbara im Beitrag #270
Zitat von Eisenacher im Beitrag #258
Statistisch und technisch gesehen sollte mein Ex-Staatsbürgerkundelehrer schon seinen Frieden gefunden haben. Der wird uns also unsere Fragen nicht mehr beantworten können. Das die soziale Marktwirtschaft ad acta ist ,habe ich auch schon mitbekommen. Jetzt haben wir es eher mit einem Staatsmonopolkapitalismus zu tun, unter dem Deckmantel Demokratie. Finanzfaschismus ? Gibt es das Wort schon?


... so haben das die 68er auch genannt :-)



Wenn ich für einen Sachverhalt eine Definition aufstelle und diesen begrifflich in einem Wort fasse, spielt es keine Rolle, wer diesen Begriff später verwendet. Ob nun Lieschen Müller oder sonst irgend jemand. Da analysiere ich nur die aktuelle Situation und kann dann beurteilen, ob diese Definition zutreffend , die gegenwärtige Realität beschreibt.




Hallo Eisenacher,
damit wollte ich doch nur sagen, dass dieser Begriff in den 60er und 70er Jahren in der BRD ein häufig benutztes Schlagwort der sog. 68er und der sog. "APO" war, - also eine zusätzliche Info. Ich glaube im Übrigen nicht, dass man mit solchen Begriffe letztlich weiter kommt....

"Finanzfaschismus" gibt es als seriös verwandten Begriff m.E. nicht. Ich finde ihn auch nicht treffend, Faschismus wird damit verharmlost. Durch die Art und Weise wie Finanzinteressen ja inzwischen auf gerade zu zynische Weise nicht nur gegen Sinn und Verstand sondern gegen alle ethischen Werte verstoßen wird "Faschismus" allerdings begünstigt.
Ich glaube überhaupt nicht, wenn wir Ursachen und Verantwortung von/für Problemen immer ins "anonyme Außen" delegieren....


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#276

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.02.2013 13:55
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #274
Babara # 271

Zitat
Und natürlich warst du nicht ein "Abkömmling der Roten Gefahr", oder das "hungernde eingesperrte Kind", wie die westliche Propaganda es dargestellt hat, sondern hast das gleiche getan, bist wahrscheinlich gut gebildet, hast deinen Platz in deiner Gesellschaft gehabt, und - gelebt. Ich glaube an den Punkt müssen wir Ossis und Wessis ran kommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir auf dieser Ebene mehr Gemeinsamkeiten finden können, als Unterschiede.


Babara, ditte isch janz einfach. Plan deinen nächsten Urlaub einfach mal auf der für dich weißen Landkarte des ehemaligen "Ostdeutschland" und unterhalt dich einfach mit den Leuten persönlich. Du wirst staunen, wie schnell die Unterschiede verschwinden, Respekt vor der anderen Seite vorausgesetzt. Bringt mehr als das Philosophieren über das Thema.





Das mache ich auf jeden Fall Schuddelkind !!!
Aber philosophieren darf man doch trotzdem, einigen gefällt's :-))))))


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#277

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.02.2013 13:57
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Zitat von Barbara im Beitrag #275
Zitat von Eisenacher im Beitrag #273
Zitat von Barbara im Beitrag #270
Zitat von Eisenacher im Beitrag #258
Statistisch und technisch gesehen sollte mein Ex-Staatsbürgerkundelehrer schon seinen Frieden gefunden haben. Der wird uns also unsere Fragen nicht mehr beantworten können. Das die soziale Marktwirtschaft ad acta ist ,habe ich auch schon mitbekommen. Jetzt haben wir es eher mit einem Staatsmonopolkapitalismus zu tun, unter dem Deckmantel Demokratie. Finanzfaschismus ? Gibt es das Wort schon?


... so haben das die 68er auch genannt :-)



Wenn ich für einen Sachverhalt eine Definition aufstelle und diesen begrifflich in einem Wort fasse, spielt es keine Rolle, wer diesen Begriff später verwendet. Ob nun Lieschen Müller oder sonst irgend jemand. Da analysiere ich nur die aktuelle Situation und kann dann beurteilen, ob diese Definition zutreffend , die gegenwärtige Realität beschreibt.




Hallo Eisenacher,
damit wollte ich doch nur sagen, dass dieser Begriff in den 60er und 70er Jahren in der BRD ein häufig benutztes Schlagwort der sog. 68er und der sog. "APO" war, - also eine zusätzliche Info. Ich glaube im Übrigen nicht, dass man mit solchen Begriffe letztlich weiter kommt....

"Finanzfaschismus" gibt es als seriös verwandten Begriff m.E. nicht. Ich finde ihn auch nicht treffend, Faschismus wird damit verharmlost. Durch die Art und Weise wie Finanzinteressen ja inzwischen auf gerade zu zynische Weise nicht nur gegen Sinn und Verstand sondern gegen alle ethischen Werte verstoßen wird "Faschismus" allerdings begünstigt.
Ich glaube überhaupt nicht, wenn wir Ursachen und Verantwortung von/für Problemen immer ins "anonyme Außen" delegieren....





Ich glaube es bringt überhaupt nichts, wenn wir Ursachen und Verantwortung von/für Problemen immer ins "anonyme Außen" delegieren....


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#278

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.02.2013 21:41
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge | 1 Punkte
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Hallo Olsen,

wir haben ja schon ganz viel in diesem Thread über die "Bilder" geschrieben, die die Deutschen in Ost und West voneinander hatten.
Aus heutiger Sicht können wir doch glaube ich sagen: weder das eine noch das andere hat gestimmt, oder?
Wir haben in zwei sehr unterschiedlichen Gesellschaftssytemen gelebt und diese Systeme haben das verzerrte Bild von der jeweiligen anderen Seite "gebraucht". Also in gewisser Weise sind wir auch von unseren beiden Staatsführungen "benutzt" worden, damit diese ihr Vorstellung von Staat durchsetzen konnten. Was mich heute interessiert: es sind ja jetzt mehr als 20 Jahre vergangen und wir wissen über diesen Umstand: wie sind wir Deutschen in der Lage darüber hinaus zu einem "Gemeinsamen" zu kommen? Kann man sich angucken, was die positiven Ideen in beiden Systemen waren, denn beide hatten positive Seiten. Ich habe hier im Forum das Gefühl, viele sind ganz und gar im "geeinten Deutschland" angekommen, andere nicht. In dem wir viel miteinander reden, vorurteilslos - hoffe ich, dass wir da weiter kommen.
Um es nochmal konkret auszudrücken: ich war nicht das "verelendete proletarische Klassen-Kind" - wiewohl ich materiell aus der "unteren Schicht" der Gesellschaft komme. Dennoch war es mir möglich, eine gute Bildung zu genießen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen, eine persönliche Haltung dazu zu finden - und auch einfach ganz viel Lebensfreude zu haben!
Und natürlich warst du nicht ein "Abkömmling der Roten Gefahr", oder das "hungernde eingesperrte Kind", wie die westliche Propaganda es dargestellt hat, sondern hast das gleiche getan, bist wahrscheinlich gut gebildet, hast deinen Platz in deiner Gesellschaft gehabt, und - gelebt. Ich glaube an den Punkt müssen wir Ossis und Wessis ran kommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir auf dieser Ebene mehr Gemeinsamkeiten finden können, als Unterschiede.
Was du schreibst mit dem "vulgärmaterialistisches Bild": Menschen wollen Haben um zu Sein - ich glaube das ist normal. In welchem Maße sie das wollen hängt davon ab, ob ich mir klar machen kann, dass das "Immer Mehr", also der blanke Konsum, nur immer mehr Bedürfnisse weckt und Nie Befriedigung bringt.
Du bist ein "Erfinder" gewesen? wie klasse. ich habe mal auf Youtube ein Video gesehen, wo Erfindungen in der DDR gezeigt wurden, wo aufgrund von "Mangel" die tollsten und phantasievollsten Sachen gebaut wurden die auch funktionierten! Mal sehen, vielleicht finde ich das nochmal und dann stelle ich es hier ein.....

Herzliche Grüße
Barbara
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Hallo Barbara,

zu DDR-Zeiten waren alle mehr oder weniger Erfinder. Die einen, um Ausreden zu erfinden, daß sie bestimte Dinge nicht machen mußten, die anderen, damit die bestimmte Sachen machen könnten. Von den ganz praktischen Sachen mal ganz abgesehen.
Man nebenbei: Ich wollte kein Parteimitglied werden, weder in der SED noch in einer anderen Partei. Weil ich keine gute Ausrede wußte bekam ich eben keine Wohnung, sondern habe von 1983 bis 1990 im Wohnheim gelebt (genaugenommen sogar von 1974 bis 1983, wegen Studium und Absolventenzeit und nur von Herbst 1980 bis Frühling 1982 wohnte ich in der Ausbildungs- und in der Grenzkompanie.
Einer meiner Sudienkollegen war noch schlimmer dran, er bekam kein Diplom ("Sie haben nicht die nötige sittliche Reife ,um zu erkennen daß Sie dem Staat, der Ihnen das Studium ermöglich hat auch etwas zurückgeben müssen!"), weil er für die zwei Jahre Absolventenzeit nicht von seiner jungen Frau und Kind weg wollte irgendwohin nach Brandenburg... Nix gegen Brandenburg! Er wußte eben auch keine gute Ausrede zu erfinden.
Zurück zum Thema: Manche Dinge erfand man einfach aus der Not heraus. Von der siebenten bis zur zehnten Klasse war ich Schiffsmodellbauer, da haben wir für die Reling Nägel aus alten Stiefeln verwendet. Und dünnesSperrholz selber aus Furnierabfällen verleimt. Das Modell hab ich noch, inzwischen ist es etwas aufgebessert! Naj, ist lange her.
Im Studium brauchten wir eine ganz bestimmte Plastesorte für säurebeständige Schläuche. Nicht im Tonnenmaßstab, sondern einige kurze Stücke. Gabs nicht für Normalsterbliche. Also aus "West"-Parfümflaschen die kurzen Teflon-Schläuche vom Zerstäuber ausgebaut. ging ganz gut...

Ich denke, weitere Beispiele würden nur langweilen, außerdem müssen wir noch was zum Babeln haben, wenn wir uns treffen.
Und irgendwann werden die, die den guten Wllen und das Wollen und das Verständnis haben auch zueinanderfinden, wenigstens im Großen und Ganzen! Schließlich gib es auch Ehen, die nach 30 Jahren geschieden werden...

HG 82/I
Olsen



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#279

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.02.2013 12:10
von Barbara (gelöscht)
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Hallo Olsen,

das ist beklemmend, was du erzählst. Bis jetzt wusste ich nur, dass wegen Wohnungsnot vor allem erstmal Familien bevorzugt wurden, was man ja in gewisser Weise nachvollziehen kann. Ich wusste nicht, dass der Zuschlag zu einer Wohnung von der Parteizugehörigkeit abhängig war. Die DDR-Führung hat sich offensichtlich selbst konterkariert, indem sie ihre „jungen Intelligenz“ mit aller Macht im Land halten wollte und ihr gleichzeitig solche Knüppel zwischen die Beine warf.

Schiffsmodelle - wie schön! Ich sammle diese kleinen Fischkutter aus Holz, immer wenn ich am geliebten Meer bin kauf ich mir eins im Souvenirladen. Ist schon eine kleine stolze Sammlung.

Was du erzählst, wie man in der Not erfinderisch wird, ich habe den Link gefunden, den ich meinte:
"Marke Eigenbau" GEO Doku Basteleien, Erfindungen & Kurioses 1/3
ttp://www.youtube.com/watch?v=F_sPfR36cx4
ff.
Das ist doch einfach genial was da erfunden wurde oder nicht? Die „fahrende Disco“.....

Übrigens Mangelsituationen gab es bei uns auch, vielleicht nicht so sehr weil es die Sachen im Laden nicht gab, sondern weil einfach kein Geld da war. Ein Segen, wer handwerklich geschickt war!
Ich erinnere mich kaum, in meiner Kindheit bis weit in die Schulzeit rein, etwas neu gekauftes an Kleidung gehabt zu haben, außer Schuhen, und die erst, wenn die alten wirklich abgetragen waren. Aber es ging allen Kindern so und irgendwie war das überhaupt nicht Thema.

Meine Mutter hat aus allem was machen können, sie hat aus jedem Lappen was geschneidert, konnte mit Handwerkszeug ebenso gut umgehen wie mit Farbe und Pinsel. Überhaupt erinnere ich mich an die „Mütter“, immer in Kittelschürze, immer irgendwas am Einkochen, am Stricken, am Stopfen .... und zwischendurch mal ein Eierlikörchen mit der Nachbarin :-) - bei einem "Stall von Kindern" ...

Das war bestimmt in der DDR genau so. Die großem Heldinnen der Nachkriegszeit....

Was bedeutet denn „Absolventenzeit“?

Herzlicher Gruß!
Barbara


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#280

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 20.02.2013 12:12
von Barbara (gelöscht)
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ich sehe gerade der Link funktioniert nicht, deshalb einfach zum reinkopieren in den Browser:
https://www.youtube.com/watch?v=F_sPfR36cx4


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