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#241

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.02.2013 18:15
von furry | 4.645 Beiträge | 5886 Punkte
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In den vorausgegangenen Beiträgen wurden Chips und DNA-Analyse erwähnt.
Hier haben wir es aber mit zwei Paar verschiedenen Schuhen zu tun.
Die Markierung eines Individuums mittels Chip (ich schreibe absichtlich nicht Mensch) ist heute in der Tierhaltung gängige Praxis. Hund, Katze, Pferd et c. bekommen diese Dinger eingepflanzt. Das einfachste Beispiel, wo mit einer Erkennung des Tieres auch Wohlwollen oder Restriktionen verbunden werden, ist in der Milchviehhaltung der Transponder, den eine Kuh bekommt und über den bestimmt wird, wie viel Kraftfutter Kuh „Elsa“ in Abhängigkeit von ihrer Milchleistung am Tag am Futterautomaten abrufen kann. Es gibt hier noch weiter Möglichkeiten Informationen z.B. zum Gesundheitszustand des Tieres zu erfassen.
Und wenn wir es mal ganz nüchtern betrachten, sind wir mit unseren vielen Karten mit Magnetstreifen doch schon „erkennungsdienstlich“ erfasst. Es müssen doch nur die aus der Benutzung dieser Karten erfassten Informationen zusammengefasst werden.
Eine weitergehende Frage war, wie können Entscheidungen beeinflusst werden. Hier muss ich meiner Phantasie freien lauf lassen. Wenn es möglich ist, Gehirnströme zu messen, sollte es doch auch möglich sein, diese Gehirnströme zu beeinflussen. Mit entsprechenden Drogen soll das schon recht gut funktionieren.
Noch kurz zur DNA. Deren Struktur bzw. Sequenz zu bestimmen, ist in der Tierzucht ein gängiges Instrument. Hier gibt es die Möglichkeit, über Gewebe- oder Blutproben ganz bestimmte Gene zu erfassen und die Träger dieser Gene zur Zucht zuzulassen oder auch nicht. Und eine verwertbare DNA-Probe eines Menschen zu bekommen, sollte wohl das kleinere Übel sein.
Zur Information hänge ich mal einen Link an, der sicher für den Nichtfachmann etwas schwer zu verstehen ist, aber zeigt, wo der Zug auch für uns Menschen hin fahren kann.
http://webclu.bio.wzw.tum.de/binfo/edu/t...quenzierung.pdf


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#242

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.02.2013 22:12
von Barbara (gelöscht)
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danke Olsen!
zum Lied: In der Wendezeit gab es soviel Aufregung und hin-und-her und neue, ungewohnte Umständlichkeiten für uns Ossis, da hätte bestimmt keiner*** Gedanken an den Text der neuen Hymne verschwendet. Da gab es ganz andere Sorgen.
Total klar! Fragt sich ja auch, ob außer beim Fußball, sowas überhaupt noch relevant ist...

Es gab ja Ideen, das Gute aus Ost und West zusammenzuführen. War ja eigentlich eine gute Idee...

Aber erstens ist es daran gescheitert, daß niemand so schnell Gutes und Schlechtes genau auseinanderhalten konnte und dann war keine gemeinsame Kraft da, es auch umzusetzen Das ist ganz bestimmt ein zentraler Punkt, wer konnte eigentlich definieren was "Gut" oder "Schlecht" war...?
Das ist auch kein Thema, was sich (für einen Nicht-Schriftsteller und Nicht-Poeten wie mich) so einfach in Worte fassen läßt ... ich finde du drückst dich sehr klar und verständlich aus - ist ja kein Poeten-Forum hier - wobei ich schön finde, wenn wir sie manchmal mit dazu nehmen!
und wo man immer die scharfe Kritik der anderen Forenteilnehmer fürchten muß. Kritik ist ja ok - wenn sie fair und sachlich ist. Darüber hinaus finde ich, darf man sich ruhig auch mal "gedanklich ausprobieren", habe ich hier schon des öfteren gemacht.

.... weil es beim Lesen vielleicht einfach nur ein Mißverständnis gab. Kann man ganz oft hier lesen, ganze Argumentationen bauen auf einem Missverständnis auf. Da müssen wir wahrscheinlich mit leben. Ich hoffe ein bisschen darauf, dass wir ein bisschen "großzügig" damit umgehen und dem anderen nicht gleich "Böses" unterstellen. Manchmal wirkt einfach Nachfragen Wunder!


Wir können uns gerne weiter über dieses Thema austauschen, Du mit konkreten Fragen, ich mit konkreten Antworten, die dann wieder beiderseitige neue Fragen aufwerfen werden. Ich hab beispielsweise keine Ahnung vom Bild der DDR-Bürger in den West-Köpfen... Dafür kenne ich viele gute und schlechte Beispiele (anhand des Verhaltens), aber nicht oder kaum aus persönlichen Gesprächen
Sehr gerne! Das ist der Grund, warum ich hier bin.
Sieh dazu auch was ich in meinem nächsten Beitrag schreibe.

Herzlicher Gruß
Barbara


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#243

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 10.02.2013 22:16
von Barbara (gelöscht)
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Hallo liebe Landsleute und alle anderen Foris,

vorab: eins weiß ich genau: mir wird keiner einen Chip einpflanzen!

Ich möchte gerne eine Art Zwischenbilanz ziehen, was sich im Thema „Meine deutschen Fragen“ ereignet hat:
Meine Fragen, was wissen wir eigentlich voneinander, wie fühlen wir uns, welche „deutsche Identität“ haben wir sind ja auf sehr großes Interesse gestoßen und meine Hoffnung, mit diesen Fragen nicht alleine zu sein, hat sich mehr als erfüllt und zu einem spannenden und Interessanten Austausch geführt. Ich fühle mich jedenfalls ein gutes Stück voran gekommen :-)
Hab mich - das zu allererst - sehr gefreut über die menschliche Akzeptanz, die zwischen den Zeilen zu lesen war und ist.

Meine eigene Prägung durch die Geschichte der ehem. Bundesrepublik, durch das, was mir Eltern, Schule und Umwelt mitgegeben haben zu vergleichen mit den Prägungen, die ihr als DDR-Bürger erfahren habt - und das durch euren O-Ton Klasse! Da möchte ich auch sehr gerne weitermachen. Ich glaube, wir haben uns noch eine Menge zu erzählen!
Mir ist auch nochmal ganz deutlich geworden, dass der Zufall mich ja auch einfach in Thüringen z.B. zur Welt hätte kommen lassen können und ich dadurch hier in einer ganz anderen Gesprächsposition wäre. Das sich Hinein-Versetzten in eine andere oder sogar gegenteilige Perspektive kann vielleicht so manchen Knoten lösen.

Die Debatte um den Marxismus fand und finde ich weiterhin sehr spannend, die Frage, wie weit kann ich einer Argumentation folgen, wo setzen meine Zweifel an, was bedeutet Marxismus für mich persönlich. In der BRD gab es auch Marxismus! Bevor ich die erste Studienberatung bei Studienantritt bekam (als „Doofe vom Dorf“ kommend) wurde ich „agitiert“, dass „linke“ Dozenten nicht der Hochschule verwiesen werden dürften und es ging richtig zur Sache. Und ich - hoffnungslos überfordert.

Welches Lied soll ich singen als „Lied der Deutschen“? Die Hymnen der beiden deutschen Staaten, die jeweils in „ihrer Zeit“ geschrieben worden sind, beide die Einigkeit des Deutschen Vaterlandes besingen - diese ist inzwischen erreicht, formal zumindest...

Die Begriffe Nationalität, Nation - schwierig, aber wir sollten sie einfach den „Rechten“ nicht kampflos überlassen.

Durch alle Beiträge, die ich gelesen habe, auch in den anderen Threads, egal wie kontrovers sie sind, schwingt für mein Gefühl ein großer Wunsch nach „Gemeinsamkeit“ mit - ich finde das schön!

Herzliche Grüße
Barbara


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#244

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 11.02.2013 21:18
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge | 1 Punkte
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Hallo Barbara,

"vorab: eins weiß ich genau: mir wird keiner einen Chip einpflanzen!"... das schreibst Du so, als wäre es die absolute Wahrheit.
Wer weiß schon, was noch kommen wird.
Vielleicht bekommst Du irgendeine (tödliche) Krankheit und die kann nur durch so einen Chip geheilt werden? (Für die Kritiker oder Wortklauber: irgendwann endet jedes Leben mit dem Tod, das weiß ich schon selber!) Würdest Du lieber sterben oder Dir so einen Chip einbauen lassen? Vielleicht bist Du nach einem Unfall nicht mehr selbstbestimmt und irgendwelche anderen "Bürger" - "Ärzte" - "Politiker" legen fest, daß Dir so ein Dings eingebaut wird? Weißt Du dann, welche Funktionen der Chip noch hat oder vielleicht haben könnte? Vielleicht okkupieren uns die Chinesen und es wird Pflicht, so einen Chip zu tragen, weil man sonst kein Benzin mehr kaufen kann (oder nicht essen kann, keine Luft mehr bekommt)... Ach, da sind die herrlichsten und auch schlimmsten Dinge denkbar.
Und mit der Demokratie (böse gesprochen) kann man das Ausschließen einer Chiptragepflicht auch nicht erreichen. Hat uns einer gefragt (also einer, der auch etwas hätte bewirken können), ob wir die Sommerzeit wollen? Oder Digitalradio? Oder den raschen Ausstieg aus der Atomstromversorgung? Oder die Windräder an der Küste? Oder den Euro? Oder den SO stattgefunden Anschluß der DDR an die BRD? Oder biometrische Ausweise? Oder Öko-Sprit? Oder... oder... oder... ? Gewiß hat alles das auch Vorteile, unbestritten. Die Nachteile bekommt man ja auch nicht schmackhaft gemacht, geschweige denn überhaupt genannt. Und irgendwann kommt das schlimme Erwachen.
Die alten DDR-Bürger haben gelernt, sich situationsbeding anzupassen, also werden wir auch um den Chip drumrumkommen oder einen Ausweg finden!
Naja, aufregen bringt wirklich nix. Ich freue mich auf ein oder mehrere erbauliche Gespräch(e) mit Dir.

HG 82/I
Olsen



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#245

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.02.2013 09:35
von Lutze | 9.375 Beiträge | 6919 Punkte
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ja Olsen,deinen Beitrag sehe ich ähnlich,wo kann denn der einfache Bürger noch mitbestimmen?
gut man kann bei den Wahlen entscheiden,wen oder was man wählt,soll auch so sein,
letztendlich hat man den Eindruck das über unsere Köpfe Entscheidungen getroffen werden
die wir kaum beeinflussen können,
unsere Gemeinde hatte immer einen eigenständigen Bürgermeister bis die sogenannte
Gebietsreform kam,aus Kostengründen hies es aus der Landeshauptstadt,unsere Gemeinde
wurde an die nächste Stadt mit angegliedert und fertig,man hatte noch eine Abstimmung der
Einwohner vorgenommen wo draus hervorging,dass die Mehrheit das nicht wollte,jetzt darf man
wegen jeder Kleinigkeit in die Stadt fahren was auch mit Kosten verbunden ist,
das nennt sich auch "Demokratie"
gruss Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#246

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.02.2013 09:51
von erkoe | 301 Beiträge | 2 Punkte
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #219
Ganz ins Schleudern ist mein Stabülehrer gekommen, als ich ihm folgende Frage stellte: Die Theorie war Urgesellschaft, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, Kapitalismus,Sozialismus und dann Kommunismus. Die Gesellschaft entwickelt sich automatisch immer weiter.
Nun stellte ich meine Frage: Wenn sich alles weiterentwickelt, was kommt denn nun nach dem Kommunismus? Der gute Mann kam ins Stottern und beendete die Diskussion mit den Worten, dann fragt mal eure Eltern und wir diskutieren das nächste Woche.
Die Woche darauf ging meine Hand in die Höhe. Ich habe meine Eltern gefragt und die wussten das auch nicht, was denn nun nach dem Kommunismus kommt. Die Antwort , das behandeln wir ein anderes mal, da haben wir keine Zeit heute dafür.

So stand ich nun mutterseelenallein mit meiner Frage. Vielleicht war ich doch, meiner Zeit schon etwas voraus.
\
PS: So ganz doof war ich nach der Meinung meines Lehrers nicht. In Stabü hatte ich immer eine 1


Hallo Eisenacher,

ich hatte als BOB ne 4 in Stabü. Das war fast mein Aus. Ich konnte mir einfach den Kommunismus nicht vorstellen. Jeder nimmt sich was er braucht. OK, in den Betrieben war das ja Gang und Gäbe, aber in der Kaufhalle? Jeden Samstag morgen 2 Stunden "Bestrahlung" in der Penne. Ruhe sanft...

VG
Erik

Edit: Der Weidenbruch (Stabü-Lehrer) sah echt aus wie ein Klingone bzw. wie ein Urmensch. Falls die Augen am Samstag morgen zufielen, weckte er mit einem Schlag auf die Tischplatte auf und lies strammstehen. Der war Reserveoffizier. Und hat uns mächtig auf Trab gehalten...


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


zuletzt bearbeitet 12.02.2013 10:01 | nach oben springen

#247

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.02.2013 12:32
von Barbara (gelöscht)
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Hi Olsen, ich danke dir!

Der Chip:
Ja klar würde ich mir einen aus medizinischen Gründen einpflanzen lassen-wenn ich das will!
Dieser Horror-Chip der oben aber gemeint ist- nein! Das ist mein Körper und über den bestimmte ich ganz allein!

Was z. B. furry oben beschreibt: richtig, wir hinterlassen doch inzwischen alle freiwillig so viele Daten.
Wenn man bedenkt, Ende der 70er Jahre (ich guck jetzt nicht bei wiki nach) gab es z.B. in der BRD eine Volkszählung, also eine rein statistische Angelegenheit. Das war der Aufstand des Jahrhunderts. Es wurde protestiert, verweigert, wochenlang waren die Medien damit beschäftigt.
Kaum 20 Jahre stellten Leute freiwillig ihre intimsten Geheimnisse in Netz, aber auch das ist eine persönliche Entscheidung jedes einzelnen. Freiheit bedeutet eben auch Dumm oder geschmacklos sein zu dürfen.

Olsen: Und mit der Demokratie (böse gesprochen) kann man das Ausschließen einer Chiptragepflicht auch nicht erreichen. Hat uns einer gefragt (also einer, der auch etwas hätte bewirken können), ob wir die Sommerzeit wollen? Oder Digitalradio? Oder den raschen Ausstieg aus der Atomstromversorgung? Oder die Windräder an der Küste? Oder den Euro? Oder den SO stattgefunden Anschluß der DDR an die BRD? Oder biometrische Ausweise? Oder Öko-Sprit? Oder... oder... oder... ? Gewiß hat alles das auch Vorteile, unbestritten. Die Nachteile bekommt man ja auch nicht schmackhaft gemacht, geschweige denn überhaupt genannt. Und irgendwann kommt das schlimme Erwachen.


Lutze: ja Olsen,deinen Beitrag sehe ich ähnlich,wo kann denn der einfache Bürger noch mitbestimmen?
gut man kann bei den Wahlen entscheiden,wen oder was man wählt,soll auch so sein,
letztendlich hat man den Eindruck das über unsere Köpfe Entscheidungen getroffen werden
die wir kaum beeinflussen können,


Wir sind allesamt überfordert mit den Problemen der Zeit. Werden dauernd mit Informationen gefüttert, die wir nicht verstehen, die sich widersprechen. Es entwickelt sich ein Ohnmachtsgefühl und wir fühlen uns der sog. „Politikerkaste“ ausgeliefert, die nicht in der Lage ist, eine klare und verständliche Sprache zu sprechen.
Aber: jeder von uns kann in den nächsten Ortsverein seiner Wahl gehen und sich engagieren, selbst eine Partei gründen, eine Bürgerinitiative, oder auch nur einen Diskussionskreis.
Wir können Zeitungen beballern, das Fernsehen mit Misständen, die uns auffallen, jeder einzelne kann seine Meinung laut sagen und für sie kämpfen.
Demokratie ist anstrengend! Für komplexe Probleme gibt es keine einfachen Lösungen.
Politiker sind nur ein Abbild der Gesellschaft, die sie vertreten. Sie sind genau so schlau, so dumm, so egoistisch oder feige wie wir es selbst sind.
Veränderung fängt immer bei uns selbst an (das muss ich euch ehemaligen DDR-Bürgern doch bestimmt nicht sagen, das habt ihr uns doch eindrucksvoll vorgemacht!)
Also plädiere ich dafür, miteinander zu reden und fair zu streiten, ob im Forum, oder zuhause.
Mal die „Kiste“ auslassen mit ihrem unerträglichen Müll, den sie Tag für Tag produziert, reden - mit der Familie, den Nachbarn, den Arbeitskollegen , was weiß ich. Dann ändert sich nämlich auch was an unserem Ohnmachtsgefühl, dann fühlen wir uns nicht allein und wer weiß, auf was für tolle Ideen wir dann kommen!
Hach, ich könnte mich jetzt so richtig schön in Rage reden :-))))

Olsen: Die alten DDR-Bürger haben gelernt, sich situationsbeding anzupassen, also werden wir auch um den Chip drumrumkommen oder einen Ausweg finden! Spitzensatz Olsen! Da bin ich dabei! Die ehm. DDR-Bürger haben uns in vielen Dingen einiges voraus!

Olsen: Naja, aufregen bringt wirklich nix. Aufregen ist super, dann kommt was in Bewegung!
Olsen: Ich freue mich auf ein oder mehrere erbauliche Gespräch(e) mit Dir. Ich mich auch!

Herzliche Grüße- auch an Lutze :-)
Barbara


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#248

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.02.2013 12:48
von Barbara (gelöscht)
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Hallo Erik,

ich hatte als BOB ne 4 in Stabü. Das war fast mein Aus. Ich konnte mir einfach den Kommunismus nicht vorstellen. Jeder nimmt sich was er braucht. OK, in den Betrieben war das ja Gang und Gäbe, aber in der Kaufhalle? Jeden Samstag morgen 2 Stunden "Bestrahlung" in der Penne. Ruhe sanft...

Der Kommunismus ist eine Idee, ein Leitmotiv (und nicht die schlechteste!) Es war aus meiner Sicht ein Fehler, die Marx’sche Philosophie 1 zu1 umsetzen zu wollen, statt sie auf „Alltagstauglichkeit“ zu überprüfen. Die Umsetzung ist schief gelaufen – da haben wir weiter oben schon drüber diskutiert.

Edit: Der Weidenbruch (Stabü-Lehrer) sah echt aus wie ein Klingone bzw. wie ein Urmensch. Falls die Augen am Samstag morgen zufielen, weckte er mit einem Schlag auf die Tischplatte auf und lies strammstehen. Der war Reserveoffizier. Und hat uns mächtig auf Trab gehalten...

Bei uns gab es glaube ich kein Fach „Staatsbürgerkunde“ (?).....
Aber viel Geschichte.
Zu deinem „Klingonen“:
Ich schrieb schonmal oben, ich hatte einen Geschichts- und Philosophielehrer, der kurz vor Mauerbau aus Ostberlin rübergekommen ist. Der kam mit Reithose, Stiefeln und Gerte in die Schule – und zwar konsequent.
Er war sehr sehr streng und alle haben ihn gefürchtet. Aber: Analytisch denken habe ich bei diesem Mann gelernt!

Herzlicher Gruß
Barbara


erkoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#249

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.02.2013 13:00
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Zitat von Barbara im Beitrag #248
Hallo Erik,

ich hatte als BOB ne 4 in Stabü. Das war fast mein Aus. Ich konnte mir einfach den Kommunismus nicht vorstellen. Jeder nimmt sich was er braucht. OK, in den Betrieben war das ja Gang und Gäbe, aber in der Kaufhalle? Jeden Samstag morgen 2 Stunden "Bestrahlung" in der Penne. Ruhe sanft...

Der Kommunismus ist eine Idee, ein Leitmotiv (und nicht die schlechteste!) Es war aus meiner Sicht ein Fehler, die Marx’sche Philosophie 1 zu1 umsetzen zu wollen, statt sie auf „Alltagstauglichkeit“ zu überprüfen. Die Umsetzung ist schief gelaufen – da haben wir weiter oben schon drüber diskutiert.

Edit: Der Weidenbruch (Stabü-Lehrer) sah echt aus wie ein Klingone bzw. wie ein Urmensch. Falls die Augen am Samstag morgen zufielen, weckte er mit einem Schlag auf die Tischplatte auf und lies strammstehen. Der war Reserveoffizier. Und hat uns mächtig auf Trab gehalten...

Bei uns gab es glaube ich kein Fach „Staatsbürgerkunde“ (?).....
Aber viel Geschichte.
Zu deinem „Klingonen“:
Ich schrieb schonmal oben, ich hatte einen Geschichts- und Philosophielehrer, der kurz vor Mauerbau aus Ostberlin rübergekommen ist. Der kam mit Reithose, Stiefeln und Gerte in die Schule – und zwar konsequent.
Er war sehr sehr streng und alle haben ihn gefürchtet. Aber: Analytisch denken habe ich bei diesem Mann gelernt!

Herzlicher Gruß
Barbara




Hi Barbara,

analytisch dachte er vielleicht nicht, aber er war von seiner Sache überzeugt. Und dies hat er uns unmissverständlich kund getan. Der schlug mit der Faust auf den Tisch und du warst wieder wach. Allerdings nur wegen dem Krach. Wie oben beschrieben, konnte ich seinen Argumenten nicht folgen. Der war noch krasser drauf als ich. Auch wenn wir das Gleiche meinten, redeten wir meilenweit aneinander vorbei....

VG
Erik


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#250

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.02.2013 13:11
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Hallo zusammen!

ein Tipp: habe gerade zufällige die folgende Ankündigung gefunden:


Drüben (2)

Vom Roten Osten und Goldenen Westen
RBB | Di. 20:15 - 21:00 Uhr
Vom Roten Osten und Goldenen Westen - „Wir gegen die Zone in Hamburg! Da wird sich zeigen, wer die richtigen Deutschen sind. Sepp Maier können wir Han...


den ersten Teil gibt es - ipppiiii - unter


https://www.youtube.com/watch?v=eiYEPQFpQpk


hört sich spannend an........


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#251

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.02.2013 13:14
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Erik, wir sollten uns neben dem ganzen hochschwierigen Themen hier auch einfach mehr solche Sachen erzählen, viel mehr Alltag - findest du nicht auch?


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#252

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 12.02.2013 21:54
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge | 1 Punkte
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Zitat von Barbara im Beitrag #247
Hi Olsen, ich danke dir!

Der Chip:
Ja klar würde ich mir einen aus medizinischen Gründen einpflanzen lassen-wenn ich das will!
Dieser Horror-Chip der oben aber gemeint ist- nein! Das ist mein Körper und über den bestimmte ich ganz allein!

Was z. B. furry oben beschreibt: richtig, wir hinterlassen doch inzwischen alle freiwillig so viele Daten.
Wenn man bedenkt, Ende der 70er Jahre (ich guck jetzt nicht bei wiki nach) gab es z.B. in der BRD eine Volkszählung, also eine rein statistische Angelegenheit. Das war der Aufstand des Jahrhunderts. Es wurde protestiert, verweigert, wochenlang waren die Medien damit beschäftigt.
Kaum 20 Jahre stellten Leute freiwillig ihre intimsten Geheimnisse in Netz, aber auch das ist eine persönliche Entscheidung jedes einzelnen. Freiheit bedeutet eben auch Dumm oder geschmacklos sein zu dürfen.

Olsen: Und mit der Demokratie (böse gesprochen) kann man das Ausschließen einer Chiptragepflicht auch nicht erreichen. Hat uns einer gefragt (also einer, der auch etwas hätte bewirken können), ob wir die Sommerzeit wollen? Oder Digitalradio? Oder den raschen Ausstieg aus der Atomstromversorgung? Oder die Windräder an der Küste? Oder den Euro? Oder den SO stattgefunden Anschluß der DDR an die BRD? Oder biometrische Ausweise? Oder Öko-Sprit? Oder... oder... oder... ? Gewiß hat alles das auch Vorteile, unbestritten. Die Nachteile bekommt man ja auch nicht schmackhaft gemacht, geschweige denn überhaupt genannt. Und irgendwann kommt das schlimme Erwachen.


Lutze: ja Olsen,deinen Beitrag sehe ich ähnlich,wo kann denn der einfache Bürger noch mitbestimmen?
gut man kann bei den Wahlen entscheiden,wen oder was man wählt,soll auch so sein,
letztendlich hat man den Eindruck das über unsere Köpfe Entscheidungen getroffen werden
die wir kaum beeinflussen können,


Wir sind allesamt überfordert mit den Problemen der Zeit. Werden dauernd mit Informationen gefüttert, die wir nicht verstehen, die sich widersprechen. Es entwickelt sich ein Ohnmachtsgefühl und wir fühlen uns der sog. „Politikerkaste“ ausgeliefert, die nicht in der Lage ist, eine klare und verständliche Sprache zu sprechen.
Aber: jeder von uns kann in den nächsten Ortsverein seiner Wahl gehen und sich engagieren, selbst eine Partei gründen, eine Bürgerinitiative, oder auch nur einen Diskussionskreis.
Wir können Zeitungen beballern, das Fernsehen mit Misständen, die uns auffallen, jeder einzelne kann seine Meinung laut sagen und für sie kämpfen.
Demokratie ist anstrengend! Für komplexe Probleme gibt es keine einfachen Lösungen.
Politiker sind nur ein Abbild der Gesellschaft, die sie vertreten. Sie sind genau so schlau, so dumm, so egoistisch oder feige wie wir es selbst sind.
Veränderung fängt immer bei uns selbst an (das muss ich euch ehemaligen DDR-Bürgern doch bestimmt nicht sagen, das habt ihr uns doch eindrucksvoll vorgemacht!)
Also plädiere ich dafür, miteinander zu reden und fair zu streiten, ob im Forum, oder zuhause.
Mal die „Kiste“ auslassen mit ihrem unerträglichen Müll, den sie Tag für Tag produziert, reden - mit der Familie, den Nachbarn, den Arbeitskollegen , was weiß ich. Dann ändert sich nämlich auch was an unserem Ohnmachtsgefühl, dann fühlen wir uns nicht allein und wer weiß, auf was für tolle Ideen wir dann kommen!
Hach, ich könnte mich jetzt so richtig schön in Rage reden :-))))

Olsen: Die alten DDR-Bürger haben gelernt, sich situationsbeding anzupassen, also werden wir auch um den Chip drumrumkommen oder einen Ausweg finden! Spitzensatz Olsen! Da bin ich dabei! Die ehm. DDR-Bürger haben uns in vielen Dingen einiges voraus!

Olsen: Naja, aufregen bringt wirklich nix. Aufregen ist super, dann kommt was in Bewegung!
Olsen: Ich freue mich auf ein oder mehrere erbauliche Gespräch(e) mit Dir. Ich mich auch!

Herzliche Grüße- auch an Lutze :-)
Barbara



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Hallo Barbara,

Dein Satz: "Der Chip: Ja klar würde ich mir einen aus medizinischen Gründen einpflanzen lassen-wenn ich das will!
Dieser Horror-Chip der oben aber gemeint ist- nein! Das ist mein Körper und über den bestimmte ich ganz allein!"

Der gute Wille zur Selbstbestimmung ist zwar da, aber was ist, wenn Du wirklich durch einen Unfall (nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht in 20 Jahren) ins Koma fällst (oder ins künstliche Koma versetzt wirst -ist das auch immer selbsbestimmt?-) und sie Dir ungefragt so einen Chip einsetzen? Vielleicht, weil Du Deinen Chipverweigerungsausweis gerade nicht dabei hast? (Organspende- bzw. Nichtspende-ausweise gibts ja schon!)
Oder wenn es später mal ein Gesetz gibt -kurz vor der Sommerpause von den von uns gewählten Politkern beschlossen-, daß alle gesunden Menschen zehn Jahre nach dem Renteneintritt verpflichtet, als Organspender eine stille lebende Reserve zu bilden?
Ich weiß, das ist ein extremes Beispiel, aber ich glaube gelesen zu haben, daß zum Tode verurteilte Verbrecher in China durchaus als Organspender, zumindest als Blutspender, "mißbraucht" werden. Menschenwürde und Todesstrafe hin und her, man kann alles so und anders sehen, und wenn es einen selber betrifft, dann sieht es nochmal ganz anders aus!
Wenn sich die Fernsehzuschauer belustigen, daß an sich ganz normale Menschen "freiwillig" Ungeziefer essen (auch hier wieder für die Kritiker vorweggenommen: ich weiß, daß es auf Gottes schöner Erde keine Unkräuter und kein Ungeziefer gibt, sondern daß alles einen wichtigen Platz im Ökosystem hat... aber für meine Großeltern waren Spinnen, Maden, Asseln und derlei wirbelloses Gethier eben auch Ungeziefer... der Begriff "Ungeziefer" soll hier auch keine Wertung darstellen!) oder sich mit Schlamm, Schei.e, Erbrochenem und so weiter einhüllen lassen, weil es dafür Geld oder "Berühmtheit" gibt, dann frage ich mich schon manchmal, wohin die deutsche Menschheit driftet. Ich weiß auch, daß es in vielen anderen Ländern auch deratige Sendungen gibt. Also sind (Gott sei Dank! oder leider) nicht nur die Deutschen von diesem Klaps befallen. Meiner Meinung nach begann das Verdummungs-Elend nach der Wende mit Sendungen wie tutti-frutti und dergleichen. Das brache Einschaltquote...
Naja, ich hab keinen Fernseher, aber ich darf mir die Auswertung der Abendsendungen früh immer aus erster Hand von einigen meiner Kollegen anhören. Auf das geistige Niveau der Sendungen angesprochen höre ich dann immer sinngemäß: "aber dabei kann man sich amüsieren und einfach mal abschalten" Leider meinen sie damt nicht das Abschalten des Programmempfangsgerätes, sondern das eigene Hirn.
Und ich bin automatisch der altmodische Außenseiter!!!

Genug (auf-) geregt!

Ich komm gerade aus Berlin zurück, die Autobahn ist stark befahren, glatt und voller Schneematsch! Und es gibt trotz etlicher bereits (offenbar kurz zuvor) erfolgter Unfälle immer noch Fahrer, die rasen, was das Zeug hält, überholen ohne zu blinken... In meinen Augen auch irgendwie schon Verrückte, selbst wenn es sowas wie Termindruck oder Sehnsuch nach zu Hause gibt.
Manche, das hab ich vorhin wieder gesehen, werden wahrscheinlich heute bzw. in den nächsten Tagen gar nicht zu Hause ankommen. Aber der Adrenalin-kick war es vielleicht Wert. Dumm ist nur, daß es bei solchen Aktionen leider oft auch an sich unbeteiligte gewissenhafte Fahrer erwischt (auch wieder für die Kritiker: "an sich" ist eigentlich Quatsch, denn es gibt allgemein ein generell erhöhtes Risiko bei der Teilnahme am öffentlichen Verkehr, deshalb auch Mithaftung bei Auffahrunfällen usw.).

HG 82/I
Olsen

mit lieben Grüßen an Barbara und die anderen Mitschreiber...!...



zuletzt bearbeitet 12.02.2013 21:58 | nach oben springen

#253

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.02.2013 17:00
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Hallo Olsen,

das mit dem Chip und den ganzen anderen Dingen die du aufzählst, die einem zustoßen können: du hast Recht, es kann einem so vieles zustoßen. Ich habe aber in der Hinsicht nicht so eine Zukunftsangst. Der Chip müsste erstmal durchs Parlament und wenn du dir ansiehst, welche Debatte zum Beispiel bei der Stammzellenforschung öffentlich geführt wurde – mit Recht - , dass wir ein Ethikkommission haben, die da garantiert ein Wörtchen mitreden würde .... ich empfinde nicht so ein „übergreifendes“ Bedrohungsszenario! Ich habe auch nicht nur den „guten Willen“ zum Selbstbestimmungsrecht – ich habe Selbstbestimmungsrecht! Und eine ziemlich gute Gesetzeslage!
Ich weiß dass alles nicht perfekt ist und es vieles zu kritisieren gibt.
Aber ich habe auch überhaupt keine Angst vor „den Chinesen“! Hab ich einfach nicht - mag naiv sein.
Aber es ist doch klar, dass die bei ihrem sozialistischen Turbokapitalismus eines Tages nicht mehr um ihre erheblichen innenpolitischen Probleme drumrum kommen.
Ich habe manchmal ein bisschen Sorgen als Freiberuflerin, habe keine Reichtümer, komme einigermaßen hin, gucke schonmal angespannt auf die Auftragslage. Aber sobald dieses Sorgen auftauchen, verbiete ich sie mir, denn das schwächt nur.
Sorgen mache ich mir allerdings um die Verrohung und soziale (nicht materielle!) Verelendung in der Gesellschaft, denn was der Kapitalismus wirklich hingekriegt hat ist, dass die Turbo-Individualität, die vermeintliche „Freiheit“ nur durch Geld zu Turbo-Egoismus, aber auch Turbo-Vereinsamung geführt hat. Aber indem man erkennt kann man was dagegen tun.
Um wieder ein bisschen zum eigentlichen Thema:
Du hattest ja geschrieben, dass du keine Kontakte mit Wessis hattest, also auch einer aus dem „Tal der Ahnungslosen“ – wie ich.
Was hast du über Wessis gedacht? Jenseits des „verordneten“ Bildes? Welche Fragen hättest du gehabt wenn du einem begegnet wärest?

Herzlicher Gruß
Barbara

Was du wegen der Raserei auf den Autobahnen schreibst – da sprichts du mir so aus der Seele!


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#254

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.02.2013 17:07
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Zitat von Barbara im Beitrag #253
Sorgen mache ich mir allerdings um die Verrohung und soziale (nicht materielle!) Verelendung in der Gesellschaft, denn was der Kapitalismus wirklich hingekriegt hat ist, dass die Turbo-Individualität, die vermeintliche „Freiheit“ nur durch Geld zu Turbo-Egoismus, aber auch Turbo-Vereinsamung geführt hat.



Barbara, wie heißt es so schön: Nur gemeinsam sind wir stark.
Und genau das ist sicher nicht gewollt.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#255

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.02.2013 17:14
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furry

Barbara, wie heißt es so schön: Nur gemeinsam sind wir stark. richtig
Und genau das ist sicher nicht gewollt.

Was gewollt ist kann uns doch egal sein. Wir können doch machen was wir für richtig halten.:-)))))))))))))))))))))))))))))


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#256

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.02.2013 17:32
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Zitat von Barbara im Beitrag #255
furry

Barbara, wie heißt es so schön: Nur gemeinsam sind wir stark. richtig
Und genau das ist sicher nicht gewollt.

Was gewollt ist kann uns doch egal sein. Wir können doch machen was wir für richtig halten.:-)))))))))))))))))))))))))))))


Barbara, wer ist WIR? Wenn Du schon ein paar Gleichgesinnte um Dich scharen konntest, es sind zu wenige.
Solange der deutsche Michel sich gegenüber seinem Nachbarn damit brüstet, x-mal öfters auf Mallorca gewesen zu sein und eventuell gegen diesen in ihrem Eigenheimghetto wegen lauten Kindern klagt, ist das WIR noch in weiter Ferne.
Damit es so bleibt, dafür sorgen schon unsere Volksvertreter. Und wenn die das nicht auf die Reihe bekommen, dann helfen die anderen, denen diese WIR ein Dorn im Auge ist, garantiert nach.


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#257

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.02.2013 18:26
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #219
Ganz ins Schleudern ist mein Stabülehrer gekommen, als ich ihm folgende Frage stellte: Die Theorie war Urgesellschaft, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, Kapitalismus,Sozialismus und dann Kommunismus. Die Gesellschaft entwickelt sich automatisch immer weiter.
Nun stellte ich meine Frage: Wenn sich alles weiterentwickelt, was kommt denn nun nach dem Kommunismus? Der gute Mann kam ins Stottern und beendete die Diskussion mit den Worten, dann fragt mal eure Eltern und wir diskutieren das nächste Woche.
Die Woche darauf ging meine Hand in die Höhe. Ich habe meine Eltern gefragt und die wussten das auch nicht, was denn nun nach dem Kommunismus kommt. Die Antwort , das behandeln wir ein anderes mal, da haben wir keine Zeit heute dafür.

So stand ich nun mutterseelenallein mit meiner Frage. Vielleicht war ich doch, meiner Zeit schon etwas voraus.
\
PS: So ganz doof war ich nach der Meinung meines Lehrers nicht. In Stabü hatte ich immer eine 1



...naja, heute mit 22 Jahren neuer Erfahrung sind wir schlauer und können behaupten, feststellen:

. einen Sozialismus hat es auch in der DDR nicht gegeben. Ausnahme das Gesundheits- und Sozialsystem und das Bildungssystem (wenn man hier wohlwissentlich die SED- Politisierung Außen vorläßt!) kann man auch heute als durchaus soziasl und damit sozialistisch einstufen.
- Alles andere war Stalinismus á la SED,
- die soziale Marktwirtschaft als eine Form des Kapitalismus wurde mit dem Beitritt der DDR beschleunigt abgeschafft,
- wir sind aktuell angekommen, haben uns zurückentwickelt in eine technisch moderne Form des Spätfeudalismus. Eine andere Bezeichnung wäre Raubritterkapitalismus.


Ich weiß ja nicht, @Eisenacher, ob Dein ehemaliger Stabü- Lehrer noch lebt und was er zu meiner Feststellung sagen würde...


josy95


Auf Wiedersehen. Vielleicht woanders...
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#258

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.02.2013 19:06
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Statistisch und technisch gesehen sollte mein Ex-Staatsbürgerkundelehrer schon seinen Frieden gefunden haben. Der wird uns also unsere Fragen nicht mehr beantworten können. Das die soziale Marktwirtschaft ad acta ist ,habe ich auch schon mitbekommen. Jetzt haben wir es eher mit einem Staatsmonopolkapitalismus zu tun, unter dem Deckmantel Demokratie. Finanzfaschismus ? Gibt es das Wort schon?


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#259

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.02.2013 19:19
von josy95 | 5.141 Beiträge | 1983 Punkte
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #258
Statistisch und technisch gesehen sollte mein Ex-Staatsbürgerkundelehrer schon seinen Frieden gefunden haben. Der wird uns also unsere Fragen nicht mehr beantworten können. Das die soziale Marktwirtschaft ad acta ist ,habe ich auch schon mitbekommen. Jetzt haben wir es eher mit einem Staatsmonopolkapitalismus zu tun, unter dem Deckmantel Demokratie. Finanzfaschismus ? Gibt es das Wort schon?



...da kann man so viele Worte und Bezeichnungen für finden...nur alles leider keine guten...!


josy95


Auf Wiedersehen. Vielleicht woanders...
Schmiernippel hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#260

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 13.02.2013 23:33
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge | 1 Punkte
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Hallo Barbara,

ich hatte keine konkreten Vorstellungen vom "Wessi" an sich. Eher vom Westen als solchem. Zu DDR-Zeiten war ich mit den Studentenbrigaden in Bulgarien, Polen und der damaligen Sowjetunion. Da hab ich erlebt (nicht als Tourist, sondern auch als Dreckecken-Seher), warum man im RGW (Ostblock) die DDR als Land mit dem höchsten Lebensstandard bezeichnet hat. Und mit dem gleichen Unterschied in Richtung "noch besser" hab ich die BRD gesehen bzw. mir vorgestellt. Ich hab immer gedacht, daß das ein Land ist wo es immer ALLES gibt, also auch Filzstifte, wasserdichte Uhren (ich hab fast 10 DDR-Jahre an einer Eigenentwicklung gebastelt), Vidiabohrer, Winterreifen, Messer mit Sprungklinge, Kupfernägel, Better und reichlich Autos. War eben ein sehr naives, vulgärmaterialistisches Bild. Um soziale Belange hab ich mir gar keine Gedanken gemacht, da wurden wir ja in der Schule darauf getrimmt, was es bedeutet, ausgebeutet zu werden, obdachlos zu sein, arbeitslos zu sein...
Naja, hätte man uns einfach(er) mal in die BRD gelassen, dann wäre sicherlich viele Illusionen geplatzt und viele DDR-Bürger hätten gar nicht so große Lust gehabt, der DDR den Rücken zu kehren. Ich kenne zwei Beispiele von Bekannten, die gleich nach der Wende nach drüben gegangen sind und nun noch mehr im Dreck leben als in der DDR. Leider kenne ich auch ein drastisches Gegenbeispiel, meine damalige Freundin ist 1992 rüber und steht jetzt ganz groß da, führt ein Hotel auf dem Lande und lebt auf großem Fuße, schuldenfrei und stolz auf das Erreichte. Unter anderem wegen der/ihrer materiellen Ansichten sind wir damals auseinandergegangen. Übe weitere persönliche Erlebnisse unterhalten wir uns besser persönlich beim nächsten Treff.

HG 82/I
Olsen



silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.02.2013 23:35 | nach oben springen



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