X

#21

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.02.2013 20:17
von utkieker | 2.974 Beiträge | 207 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds utkieker
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Barbara im Beitrag #18
Hallo und dankeschön, auf keinen Fall lassen wir das Thema verschwinden! Ich bin nur gerade total im Arbeitsstress, sonst wäre ich längst auf die ganzen interessanten Beiträge eingegangen! Das möchte ich aber in Ruhe machen.
Einen schönen Abend erstmal - Semper-Oper, die hätte meine Mutter so gerne nochmal gesehen bevor sie starb, sie war dort im "Arbeitsdienst"....
Herzliche Grüße Barbara

Hallo Barbara,

laß dir alle Zeit der Welt um die Beiträge zu sichten!
Zur "deutschen Frage": Wir nennen uns doch das Volk der Dichter und Denker und tatsächlich haben wir gute Literaten und Philosophen hervorgebracht. Aber es gibt auch das häßliche Deutschland von Ignoranten, Zensoren, Bücherverbrenner, geistigen Brandstiftern, aberwitzigen Bürokraten und Paragraphenreiter. Vieleicht siegt eines Tages der Verstand in der momentanen kulturellen Ödnis. Vieleicht besinnt man sich auf Heine, auf Böll, auf Brecht auf die Gebrüder Grimm den Brüdern Mann auf Hegel, Kant natürlich auch Marx und der Frankfurter Schule!
Wenn dem Dschungelcamp der Grimmepreis verliehen wird, dann stimmt irgend etwas nicht. Deutschland auf Klappsmühlenniveau aber wie sag ich's meinen Kindern?

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)


amigaguru hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#22

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.02.2013 20:18
von jecki09 | 424 Beiträge | 20 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds jecki09
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo Barbara,

erstmal schön dass du hier im Forum gelandet bist. Ein tollter Beitrag zum Einstand. Ich hoffe auf weitere interressante Beiträge vor allem zum Thema ost/west.

Jecki09


nach oben springen

#23

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.02.2013 20:27
von Gelöschtes Mitglied
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von utkieker im Beitrag #21
Zitat von Barbara im Beitrag #18
Hallo und dankeschön, auf keinen Fall lassen wir das Thema verschwinden! Ich bin nur gerade total im Arbeitsstress, sonst wäre ich längst auf die ganzen interessanten Beiträge eingegangen! Das möchte ich aber in Ruhe machen.
Einen schönen Abend erstmal - Semper-Oper, die hätte meine Mutter so gerne nochmal gesehen bevor sie starb, sie war dort im "Arbeitsdienst"....
Herzliche Grüße Barbara

Hallo Barbara,

laß dir alle Zeit der Welt um die Beiträge zu sichten!
Zur "deutschen Frage": Wir nennen uns doch das Volk der Dichter und Denker und tatsächlich haben wir gute Literaten und Philosophen hervorgebracht. Aber es gibt auch das häßliche Deutschland von Ignoranten, Zensoren, Bücherverbrenner, geistigen Brandstiftern, aberwitzigen Bürokraten und Paragraphenreiter. Vieleicht siegt eines Tages der Verstand in der momentanen kulturellen Ödnis. Vieleicht besinnt man sich auf Heine, auf Böll, auf Brecht auf die Gebrüder Grimm den Brüdern Mann auf Hegel, Kant natürlich auch Marx und der Frankfurter Schule!
Wenn dem Dschungelcamp der Grimmepreis verliehen wird, dann stimmt irgend etwas nicht. Deutschland auf Klappsmühlenniveau aber wie sag ich's meinen Kindern?
Gruß Hartmut!



Utkieker Hartmut, sehr richtig, wieder einmal. Ich habe nicht gesehen diese Sendung, aber den 'Gewinner' habe ich gesehen heute im Fernsehen. Nun bin ich froh, dass ich diese Sendung nicht mir angesehen habe.


nach oben springen

#24

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.02.2013 21:00
von Schuddelkind | 3.900 Beiträge | 1225 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Schuddelkind
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von utkieker im Beitrag #21
Zitat von Barbara im Beitrag #18
Hallo und dankeschön, auf keinen Fall lassen wir das Thema verschwinden! Ich bin nur gerade total im Arbeitsstress, sonst wäre ich längst auf die ganzen interessanten Beiträge eingegangen! Das möchte ich aber in Ruhe machen.
Einen schönen Abend erstmal - Semper-Oper, die hätte meine Mutter so gerne nochmal gesehen bevor sie starb, sie war dort im "Arbeitsdienst"....
Herzliche Grüße Barbara

Hallo Barbara,

laß dir alle Zeit der Welt um die Beiträge zu sichten!
Zur "deutschen Frage": Wir nennen uns doch das Volk der Dichter und Denker und tatsächlich haben wir gute Literaten und Philosophen hervorgebracht. Aber es gibt auch das häßliche Deutschland von Ignoranten, Zensoren, Bücherverbrenner, geistigen Brandstiftern, aberwitzigen Bürokraten und Paragraphenreiter. Vieleicht siegt eines Tages der Verstand in der momentanen kulturellen Ödnis. Vieleicht besinnt man sich auf Heine, auf Böll, auf Brecht auf die Gebrüder Grimm den Brüdern Mann auf Hegel, Kant natürlich auch Marx und der Frankfurter Schule!
Wenn dem Dschungelcamp der Grimmepreis verliehen wird, dann stimmt irgend etwas nicht. Deutschland auf Klappsmühlenniveau aber wie sag ich's meinen Kindern?

Gruß Hartmut!



Hartmut, du sprichst mir aus der Seele!


Intellektuelle spielen Telecaster
KasparHauser hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#25

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.02.2013 22:49
von Schuddelkind | 3.900 Beiträge | 1225 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Schuddelkind
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Ähhh, hab ich ganz vergessen, herzlich willkommen Barbara!


Intellektuelle spielen Telecaster
nach oben springen

#26

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 08:53
von student | 89 Beiträge
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds student
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Auch ich möchte nicht versäumen, Dich, Barbara, im Forum zu begrüßen. Deine Fragestellungen finde ich ausnehmend interessant, und das äußert sich auch darin, daß so vielschichtige Meinungen in so kurzer Zeit dazu abgegeben worden sind.
Die Frage nach der trotz allem gemeinsamen Geschichte ist ja nicht erst mit der "Wende" aufgetaucht, sondern war auch hier in der DDR Gegenstand der Erörterung. Beim Studium an der Offiziersschule z.B. begann nicht nur die deutsche Militärgeschichte, sondern die deutsche Geschichte generell mit den "revolutionären Kämpfen der Arbeiterklasse" in den zwanziger Jahren. Ansonsten galt ein Grundsatz: Alle bisherige Geschichte ist die Geschichte von Klassenkämpfen, und da schauen wir lieber auf die Klassen als auf die Nationen. Es sei denn, man betonte die weit zurückreichenden Gemeinsamkeiten zwischen Rußland und Deutschland, und da konnte man sich nicht nur mit General Yorck anfreunden, sondern sogar mit Bismarck, der das Verhältnis zu Rußland als für Deutschland existentiell wichtig angesehen hat. (Ich bin übrigens der Meinung, daß es ein wirklich vereintes Europa erst dann gibt, wenn auch die Russen darin integriert sind. Ein so großes Land und ein so großes Volk außen vor zu lassen halte ich für verhängnisvoll für das Gewicht Europas in der Weltpolitik.)

Ansonsten pickte man sich ein paar Rosinen aus der weit zurückliegenden deutschen Geschichte, vereinnahmte sogar den Alten Fritz, aber ansonsten galt die deutsche Geschichte als eine Aufeinanderfolge von Pleiten, Pech und Pannen und diente tatsächlich der Illustration der Behauptung, daß erst mit der Existenz der DDR positive Aspekte in die Geschichte der Deutschen eingereiht werden könnten. Allerdings, das will ich nicht unerwähnt lassen, muß man dabei immer sorgfältig unterscheiden zwischen der von der SED vorgegebenen Geschichtsbetrachtung, die auch Gegenstand der Propaganda war, und der seriösen wissenschaftlichen Arbeit, die allerdings nicht in dem Umfang wahrgenommen wurde, weil es dafür keine vergleichbare Bühne gab.

Die Frage, die hier eine Rolle spielt, ist sicher auch die, ob man nicht davon ausgehen muß, daß man als Volk seine Geschichte weder wegwischen noch nach bestimmten Kriterien als wünschenswert oder nicht selektieren kann. Die Antwort ergibt sich von selbst. Wir erleben aber gerade wieder einen spiegelbildlichen Prozeß, wonach die Geschichte der DDR einseitig als alternativlos katastrophal dargestellt und als bloße Illustration der gefährlichen Auswirkungen sozialistischer Experimente herangezogen wird. Die Ursache dafür liegt darin, daß der zeitliche Abstand noch nicht ausreichend ist, um wirklich objektiv zu urteilen.
Die Zeit relativiert den Grad der Betroffenheit. Wenn es vor tausend Jahren eine menschliche Tragödie für die Betroffenen war, daß Karl der Große in Verden an der Aller an einem Tag 4000 Sachsen hinrichten ließ, dann taugt das heute schon zum Karnevalsgag. Die deutsche Geschichte selbst bietet ja jede Menge Anhaltspunkte dafür, wie politisch getrennte Gebiete miteinander umgingen. Letztendlich hat sich der Nationalgedanke durchgesetzt.

Dessen einigende Funktion ist heute aber ausgeschaltet, weil man sich sofort wieder verdächtig macht, europafeindlich-separatistisch eingestellt zu sein. Ich persönlich bin der Meinung, daß es nur eine gemeinsame deutsche Geschichte gibt, und aus diesem Blickwinkel heraus habe ich nach der Wiedervereinigung bei politischen Diskussionen nicht den historisch unbefleckten DDR-Bürger gemimt, sondern ich habe als Deutscher argumentiert. Und als solcher habe ich, selbst wenn nationale Ressentiments durchkamen, nicht darauf verwiesen, daß ich als ehemaliger DDR-Bürger mit bestimmten Erscheinungen der deutschen Geschichte ja nichts zu tun hätte, weil die DDR nur das humanistische Erbe übernommen hätte. Diese Betrachtung habe ich von jeher als unsinnig angesehen. Die gemeinsame Geschichte läßt sich nicht je nach politischem Kalkül vereinnahmen oder ausblenden, man kann sie allenfalls unterschiedlich interpretieren.

Wenn Larissa von den Briten als "Limeys" schreibt, dann muß ich insofern Bedenken anmelden, als daß wir oft gedankenlos solche auf den ersten Blick lustigen Bezeichnungen verwenden, die aber von den anderen ganz anders empfunden werden können. Ich selbst habe einmal eine australische Kollegin als "Digger" angesprochen und habe sofort gemerkt, wie unangenehm berührt sie davon war. Und auch die Pauschalisierungen kann ich nur sehr bedingt teilen: Ich habe immer wieder festgestellt, daß es die eine Haltung bestimmter Nationen zu uns und unserer Geschichte nicht gibt. Mit meinem Freund Major Pailthorpe konnte ich stundenlang über Deutschland und die Deutschen reden, und ich konnte ein sehr gediegenes Wissen darüber bei ihm feststellen, und er war nicht der einzige Engländer, bei dem das so war.

Ebenso kannte sich ein amerikanischer Kollege sehr gut aus, und der kam sogar auch noch aus Texas. Wenn man so pauschal herangehen würde, müßte man auch bemängeln, daß unser aller Kanzlerin kein Interesse an Deutschland hat, weil sie in aller Öffentlichkeit Deutschland auf der Karte irgendwo zwischen Schweden und Rußland gesucht hat.
Wir werden in allen Nationen Leute finden, die über ein höchst unterschiedliches Wissen über die anderen verfügen. Zum Problem wird das erst dann, wenn aus bloßem und entschuldbarem Nichtwissen Ignoranz wird, und das gilt wiederum auch für das wechselseitige Verhältnis zu unserer deutschen Geschichte. Uns wurde jahrelang das Bild des ökonomisch korrumpierten, klassenvergessenen und arroganten Bundesbürgers vermittelt, und das Verhalten mancher Reisegruppe schien dafür zu sprechen, wenn man bei feindwärtigen Einsätzen (auch so ein eigenartiger Begriff) mit ihnen zu tun hatte. Aber auch da galt: Es waren immer einzelne von ihnen, und an sich waren die verallgemeinernden Urteile ebenso falsch wie über die guten oder schlechten Eigenschaften ganzer Völker. Es ist entscheidend, auf der Grundlage welchen Wissens man seine Einschätzungen trifft.

Daß sich das alles ohnehin relativiert, ist auch darin begründet, daß man heute und in absehbarer Zeit die Vorurteile der Nationen untereinander nicht mehr als Mittel der staatlichen Außenpolitik instrumentalisieren wird. Es klingt vielleicht etwas pathetisch, aber ein guter Grundsatz ist doch der:
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas - In den notwendigen Dingen Einigkeit, in den zweifelhaften Freiheit, in allem Nächstenliebe.


dbeugue hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#27

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 09:24
von Gelöschtes Mitglied
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von student im Beitrag #26
Auch ich möchte nicht versäumen, Dich, Barbara, im Forum zu begrüßen. Deine Fragestellungen finde ich ausnehmend interessant, und das äußert sich auch darin, daß so vielschichtige Meinungen in so kurzer Zeit dazu abgegeben worden sind.
Die Frage nach der trotz allem gemeinsamen Geschichte ist ja nicht erst mit der "Wende" aufgetaucht, sondern war auch hier in der DDR Gegenstand der Erörterung. Beim Studium an der Offiziersschule z.B. begann nicht nur die deutsche Militärgeschichte, sondern die deutsche Geschichte generell mit den "revolutionären Kämpfen der Arbeiterklasse" in den zwanziger Jahren. Ansonsten galt ein Grundsatz: Alle bisherige Geschichte ist die Geschichte von Klassenkämpfen, und da schauen wir lieber auf die Klassen als auf die Nationen. Es sei denn, man betonte die weit zurückreichenden Gemeinsamkeiten zwischen Rußland und Deutschland, und da konnte man sich nicht nur mit General Yorck anfreunden, sondern sogar mit Bismarck, der das Verhältnis zu Rußland als für Deutschland existentiell wichtig angesehen hat. (Ich bin übrigens der Meinung, daß es ein wirklich vereintes Europa erst dann gibt, wenn auch die Russen darin integriert sind. Ein so großes Land und ein so großes Volk außen vor zu lassen halte ich für verhängnisvoll für das Gewicht Europas in der Weltpolitik.)

Ansonsten pickte man sich ein paar Rosinen aus der weit zurückliegenden deutschen Geschichte, vereinnahmte sogar den Alten Fritz, aber ansonsten galt die deutsche Geschichte als eine Aufeinanderfolge von Pleiten, Pech und Pannen und diente tatsächlich der Illustration der Behauptung, daß erst mit der Existenz der DDR positive Aspekte in die Geschichte der Deutschen eingereiht werden könnten. Allerdings, das will ich nicht unerwähnt lassen, muß man dabei immer sorgfältig unterscheiden zwischen der von der SED vorgegebenen Geschichtsbetrachtung, die auch Gegenstand der Propaganda war, und der seriösen wissenschaftlichen Arbeit, die allerdings nicht in dem Umfang wahrgenommen wurde, weil es dafür keine vergleichbare Bühne gab.

Die Frage, die hier eine Rolle spielt, ist sicher auch die, ob man nicht davon ausgehen muß, daß man als Volk seine Geschichte weder wegwischen noch nach bestimmten Kriterien als wünschenswert oder nicht selektieren kann. Die Antwort ergibt sich von selbst. Wir erleben aber gerade wieder einen spiegelbildlichen Prozeß, wonach die Geschichte der DDR einseitig als alternativlos katastrophal dargestellt und als bloße Illustration der gefährlichen Auswirkungen sozialistischer Experimente herangezogen wird. Die Ursache dafür liegt darin, daß der zeitliche Abstand noch nicht ausreichend ist, um wirklich objektiv zu urteilen.
Die Zeit relativiert den Grad der Betroffenheit. Wenn es vor tausend Jahren eine menschliche Tragödie für die Betroffenen war, daß Karl der Große in Verden an der Aller an einem Tag 4000 Sachsen hinrichten ließ, dann taugt das heute schon zum Karnevalsgag. Die deutsche Geschichte selbst bietet ja jede Menge Anhaltspunkte dafür, wie politisch getrennte Gebiete miteinander umgingen. Letztendlich hat sich der Nationalgedanke durchgesetzt.

Dessen einigende Funktion ist heute aber ausgeschaltet, weil man sich sofort wieder verdächtig macht, europafeindlich-separatistisch eingestellt zu sein. Ich persönlich bin der Meinung, daß es nur eine gemeinsame deutsche Geschichte gibt, und aus diesem Blickwinkel heraus habe ich nach der Wiedervereinigung bei politischen Diskussionen nicht den historisch unbefleckten DDR-Bürger gemimt, sondern ich habe als Deutscher argumentiert. Und als solcher habe ich, selbst wenn nationale Ressentiments durchkamen, nicht darauf verwiesen, daß ich als ehemaliger DDR-Bürger mit bestimmten Erscheinungen der deutschen Geschichte ja nichts zu tun hätte, weil die DDR nur das humanistische Erbe übernommen hätte. Diese Betrachtung habe ich von jeher als unsinnig angesehen. Die gemeinsame Geschichte läßt sich nicht je nach politischem Kalkül vereinnahmen oder ausblenden, man kann sie allenfalls unterschiedlich interpretieren.

Wenn Larissa von den Briten als "Limeys" schreibt, dann muß ich insofern Bedenken anmelden, als daß wir oft gedankenlos solche auf den ersten Blick lustigen Bezeichnungen verwenden, die aber von den anderen ganz anders empfunden werden können. Ich selbst habe einmal eine australische Kollegin als "Digger" angesprochen und habe sofort gemerkt, wie unangenehm berührt sie davon war. Und auch die Pauschalisierungen kann ich nur sehr bedingt teilen: Ich habe immer wieder festgestellt, daß es die eine Haltung bestimmter Nationen zu uns und unserer Geschichte nicht gibt. Mit meinem Freund Major Pailthorpe konnte ich stundenlang über Deutschland und die Deutschen reden, und ich konnte ein sehr gediegenes Wissen darüber bei ihm feststellen, und er war nicht der einzige Engländer, bei dem das so war.

Ebenso kannte sich ein amerikanischer Kollege sehr gut aus, und der kam sogar auch noch aus Texas. Wenn man so pauschal herangehen würde, müßte man auch bemängeln, daß unser aller Kanzlerin kein Interesse an Deutschland hat, weil sie in aller Öffentlichkeit Deutschland auf der Karte irgendwo zwischen Schweden und Rußland gesucht hat.
Wir werden in allen Nationen Leute finden, die über ein höchst unterschiedliches Wissen über die anderen verfügen. Zum Problem wird das erst dann, wenn aus bloßem und entschuldbarem Nichtwissen Ignoranz wird, und das gilt wiederum auch für das wechselseitige Verhältnis zu unserer deutschen Geschichte. Uns wurde jahrelang das Bild des ökonomisch korrumpierten, klassenvergessenen und arroganten Bundesbürgers vermittelt, und das Verhalten mancher Reisegruppe schien dafür zu sprechen, wenn man bei feindwärtigen Einsätzen (auch so ein eigenartiger Begriff) mit ihnen zu tun hatte. Aber auch da galt: Es waren immer einzelne von ihnen, und an sich waren die verallgemeinernden Urteile ebenso falsch wie über die guten oder schlechten Eigenschaften ganzer Völker. Es ist entscheidend, auf der Grundlage welchen Wissens man seine Einschätzungen trifft.

Daß sich das alles ohnehin relativiert, ist auch darin begründet, daß man heute und in absehbarer Zeit die Vorurteile der Nationen untereinander nicht mehr als Mittel der staatlichen Außenpolitik instrumentalisieren wird. Es klingt vielleicht etwas pathetisch, aber ein guter Grundsatz ist doch der:
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas - In den notwendigen Dingen Einigkeit, in den zweifelhaften Freiheit, in allem Nächstenliebe.



Danke fuer diesen hervorragenden Beitrag. Sehr interessant.
Eine Richtigstellung, ich nenne nicht die Briten Limeys. Ich bin Britin und werde so genannt. Das beruhren mich ueberhaupt nicht. Und ein Australier der zusammenschreckt ueber das Wort Digger, das habe ich noch nicht erfahren unter meinen Down Unders. Das was fuehrte zum Kampf unter Jerrys und Limeys war lediglich das f... Wort davor. Krauts oder Fritz. Welcher Deutscher greift da zur Waffe. Ich denke nicht! Das sind so Allerwelts-Floskeln, die heute nur noch einfach bestehen und keine Relevanz haben zu Politik oder gar zu Feindschaften.
Mit und unter Voelkern muss man gelebt haben, so sage ich, um wirkliche Voreingenommenheiten zu sehen und diese zu verstehen auch. An den Schulsystemen und an der Education wird dieses horrend sichtbar, vor allem in der heutigen Welt. Und daran geht keine Weg vorbei.

Fein, dass ein US Kollege mehr wusste, sicher gibt es das.Diese kenne auch ich unter den US Freunden zur Genuege. Das aber tauscht nicht darueber hinweg, dass es Diskrepanzen und Unstimmigkeiten zwischen den Voelkern gibt, in der Moderne weitaus gepraegter, und diese sind politisch verursacht. Es kann nicht ein Einsichtiger gesehen werden, es muss leider zumindest der Durchschnitt gesehen werden, auch wenn das schmerzt. Genau wie Deutschen diese sogenannten Tugenden haben, gut oder schlecht, haben es andere Voelker mit Sicherheit auch, und zwar gegenuber dem anderen Volk. Ich wuerde gerne noch mehr auf Deine Aussagen eingehen, die mir zum Teil sehr zusagen.

In den notwendigen Dingen Einigkeit, in den zweifelhaften Freiheit, in allem Nächstenliebe. Ein schoener Satz. Mehr nicht.
Ich hoere gerne zu. Diesen Satz kann man sehr biegen aber. Notwendige Dinge der Einigkeit? Man kann gute und falsche Schweissnaehte anbringen, das bedeutet nicht Einigkeit. Die Freiheit auf diesem Planeten, gleich wo man hinsiehet ist nur ein Wort. Naechstenliebe. Liebe Deinen Naechsten als Dich selbst? So habe ich einst auch gelernt, nun Atheistin. Nun bin ich einig mit mir, ich nehme meine Freiheit und ich liebe die Menschen, trotz allem. Muss gerechnet werden mit dem Menschen. Denn er mit all seiner Gier und Korruptheit selbst im kleinsten Kammer, der bestimmt wohin wir gehen, nicht Worte.
entschuldigung nicht korrigiert, Tochter nicht da
Gruss, Larissa


nach oben springen

#28

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 13:36
von Barbara (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Barbara
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo liebe Landsleute - und Nicht-Landsleute!

(Bitte verzeih liebe Larissa, ich wollte keinesfalls irgendjemand ausschließen. Das Wort „Landsleute“ ist ein so schönes altmodisches deutsches Wort, so gar nicht staatlich oder national, man kann sich darin finden, wenn man möchte - es ist ein Angebot!)
Danke an ALLE für die ganzen sehr netten Willkommensgrüße!!!!!

Also dann - "meine" deutschen Fragen:

DoreHolm:
die Generation, die die Kriege und das Nazi-Regime erlebt haben stirbt gerade, wir doch noch nicht??

Amigaguru:
warum ist das so, warum kein Interesse, kein Gespräch? Nur hier im Rheinland? Was meinst du was die Gründe sind?
Ich für meine Person kann sagen: es ergab sich keine Gelegenheit! Mehr als 20 Jahre (davor sowieso nicht) habe ich mit keinem „Ossi“ geredet. Jedenfalls nicht bewusst, denn man trägt ja nicht auf der Stirn, wo man geboren ist. Und jeder ist mit Alltag beschäftigt. - Das ist doch richtig blöd oder? Und nun ist durch meinen Berlin- und Thüringen-Besuch etwas ins Rollen gekommen, weshalb ich mich hier angemeldet habe. Besser spät als nie 
Los - lass uns austauschen!
(Ich persönlich halte übrigens Fußball für ein wenig überbewertet, wobei, wenn die „National“-Mannschaft spielt sind wir glaube ich alle eins oder ? ;- der kleinste gemeinsame Nenner...)

Larissa:
Danke für deine interessante Außensicht auf uns Deutsche. Habe ich das richtig gelesen? Warst du wirklich Doppel-Agentin????? Das stelle ich mir seeeeeehhhhhhrrrrrrr anstrengend vor!
Dass du damals „auf der Mauer“ sitzen durftest finde ich gemein - das hätten „wir“ auch gerne gemacht!!!! :-)
Der „Kutscher“ war ein sehr gebildeter Mann! Und einfach ein netter Mensch! Ich habe ihm gerne zugehört.
Ich war mit Anfang 20 einen Nachmittag in Ost-Berlin, war damals verknallt und habe deshalb gar nix wirklich wahrgenommen.
1984 war ich als Touristin eine Woche in Moskau, es war unglaublich kalt und ich habe einige sehr schöne Erfahrungen gemacht, u.a. die Einladung eines sehr netten Paares angenommen in der äußeren Trabantenstadt. Das war natürlich nicht "erlaubt". Die beiden haben alles Ess- und Trinkbare aus ihren Schränken geholt, und uns zuliebe eine „Heino“-Platte aufgelegt!!! - wir hatten einen tollen Abend (auf Englisch) - und ich hatte bis zum Rückflug Angst, dass der KGB uns verhaften würde, was er nicht getan hat.

Was verstehst du unter „der Deutsche Michel“???????

DISKUS303
Danke Axel, ja Köln ist schön und Brühl auch, aber ich gestehe, ich habe mein Herz ein bisschen an Berlin verloren :-) Seit ich dort war, hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass auch ich eine „Hauptstadt“ habe...... nachdenken....

EK82I
Michael, danke für „Frohnatur“, bin ich – aber nicht nur!


Jobnomade
Hallo Hartmut: „-einem nahezu gleichaltrigen typischen "Ost-Kind" des kalten Krieges (ohne Westverwandtschaft), der jetzt im "Westen" lebt.“
> Wie klasse! Da können wir uns aber prima austauschen, wie war die Gefühlslage hüben wie drüben bei gleichzeitig Heranwachsenden! Welches Bild hattest du als junger Mensch von uns Wessis?

GKUS64
„das unterscheidet dich schon sehr stark von denen, die der Kutscher ansprach. In der Nachwendezeit war diese Interessiertheit ja eher selten und viele wollten uns erklären was wir alles hätten tun und lassen müssen“

> Genau, das ist auch das was ich „Medial“ mitbekommen habe, persönlich aber aus bereits o.g. Gründen gar nicht. Darum war ich so betroffen, nicht nur durch die Aussagen des „Kutschers“.
Alle „Ossis“, mit denen ich auf meiner Reise sprach haben - quasi im Nachhinein - unisono gesagt, dass „Zweistaatlichkeit“ die bessere Lösung gewesen wäre.
Wer um alles in der Welt hat denn damals den Kohl gewählt????? Lafontaine hat als damaliger SPD-Spitzenkandidat klar ausgesprochen, dass das richtig schwierig wird – deshalb ist er ja auch nicht gewählt worden...
Hier beginnt das sehr spannende Thema bzgl. Wende etc., dazu gibt es ja bereits einige Threads, da werde ich mich nochmal durchlesen....
Ich glaube das übrigens – das mit der Arroganz der Wessis.... aber eben nicht alle :-)

Lebensläufer
"....von Drüben"

So hieß es bei uns auch. Genauso wie es noch lange nach Staatsgründung der DDR „Ostzone“ oder sogar nur einfach „Zone“ hieß. Dieses Wort ist ein anstrengendes Wort und sehr nachdenkenswert....
Während der Studentenunruhen in den 60ern war einer der beliebtesten Sprüche des aufgeschreckten Bürgertums an die „langhaarigen Revoluzzer“: Geht doch nach drüben!!!
Der „Rainer“ bist du? Du schreibst - literarisch? Kann man das lesen??? Wo?

Larissa
„...dass man dem anderen ein geistiges laesst“
> Was hast du da eine wunderschöne Formulierung gefunden, reine Poesie!

Wer hat 45 und 89 die Deutsche Geschichte „verhönt“?

Damals87
„von mir als Wessi, Jahrgang 67, ebenfalls ein herzliches Willkommen“

> Darüber freue ich mich! Wir könnten uns gegenseitig unterstützen im „Erinnern“
Nein keine Grabenkämpfe, ich bin in erster Linie hier um mehr zu verstehen und meine Ideen oder Fragen dazu zu formulieren. Ich habe jetzt schon durch die ganzen Beiträge zu meinem Anfangstext den Eindruck, dass ich mich in allerbester Gesellschaft befinde. Und darüber bin ich froh!!!
Wie Recht Herr Kierkegaard hat.....

Mika59
Was ist ein DAU?

Utkieker
„Zur "deutschen Frage": Wir nennen uns doch das Volk der Dichter und Denker und tatsächlich haben wir gute Literaten und Philosophen hervorgebracht. Aber es gibt auch das häßliche Deutschland von Ignoranten, Zensoren, Bücherverbrenner, geistigen Brandstiftern, aberwitzigen Bürokraten und Paragraphenreiter. Vieleicht siegt eines Tages der Verstand in der momentanen kulturellen Ödnis. Vieleicht besinnt man sich auf Heine, auf Böll, auf Brecht auf die Gebrüder Grimm den Brüdern Mann auf Hegel, Kant natürlich auch Marx und der Frankfurter Schule!
Wenn dem Dschungelcamp der Grimmepreis verliehen wird, dann stimmt irgend etwas nicht. Deutschland auf Klappsmühlenniveau aber wie sag ich's meinen Kindern?“

> Jaaaaa! Ich finde es auch sehr schwer die Gleichzeitigkeit von „Geist und Schund“ auszuhalten.
Dagegen tun wir z.B. durch dieses Forum etwas! Wir stärken den Geist!

Student
Ganz herzlichen Dank an dich! Das interessiert mich brennend was du da ausführst:
Das Geschichtsbild und das Selbstverständnis in beiden deutschen Staaten, es tun sich so viele Fragen auf:

Welche Schwerpunkte wurden warum wie gesetzt?

Können wir ein gemeinsames Verständnis von „Humanismus“ finden?

War/ist „Klassenkampf“ im Marx’schen Sinne eine „zeitgemäße Grundlage“ für einen Staat?

(Nur um das klar zu stellen: ich halte Marx für einen großen deutschen und selbstverständlich „gemeinsamen“-Philosophen! Mein Abitur-Thema war das „Komm. Manifest“ – aber ich bin natürlich nicht „sattelfest“ und erhoffe mir hier auch theoretisch „Nachhilfeunterricht“ :-)

Muss der Anspruch auf „perfekte Lösungen“ nicht notwendigerweise scheitern – immer wieder?

Braucht eine Staatsdoktrin – egal welche - ein Regulativ – an dem die sich immer wieder messen muss? Auf die sich das Individuum beziehen kann?
(Mit Erschrecken höre ich inzwischen häufiger, die „Demokratie“ hätte abgewirtschaftet...)

Haben die Gründerväter und -mütter es in beiden deutschen Staaten nicht eigentlich „gut gemeint“? Als Kinder ihrer Zeit? (lassen wir hier einen Augenblick das Interesse der Großmächte außer Acht...)

Was ist „Nation“ - hat sich ein DDR-Bürger als Mitglied einer Nation gefühlt? Ein BRD-Bürger? (ich nicht!)

Ist „Nation“ wichtig?

Wie fühlt sich „Ganzes“ im „Geteilten“ an?

Ist „Egoismus“ eine erschreckende, nicht zu bändigende menschliche Eigenschaft? Hört die „Vaterlandsliebe“ spätestens beim „Absahnen“ auf? Überall?

Welche „Identität“ hatten gut situierte West-Deutsche im Bestehen auf vormaligen Besitz im „Osten“, den sie materiell überhaupt nicht benötigten?

Was für eine Identität hat ein „Platt-Macher“? – Schauder...

Welche Schulden sind abzugleichen – im ideellen Sinn?

Kommt der Einzelne nicht umhin, bei aller Zugehörigkeit zu einer Organisation, einer Partei, einem Staat, einem unterstellten „Gemeinsamen“ eine individuelle Haltung zu entwickeln, diese transparent zu machen und mit anderen abzugleichen und eine gegenteilige auszuhalten (hier das beliebte Rosa-Luxemburg-Zitat)

Ich weiß vieles steht thematisch schon in den Threads, da lese ich mich nochmal durch.
So jetzt höre ich lieber mal auf, sonst liest „mich“ keiner mehr
Liebe Grüße
Barbara

Noch was Praktisches: wieso kann ich Text nicht fett oder farbig markieren und bekomme stattdessen das html-Kürzel?


nach oben springen

#29

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 13:41
von Arnstädter | 266 Beiträge | 5 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Arnstädter
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Mal wieder etwas provokant gefragt.Gibt es das deutsche nach 1945 überhaubt noch .Ich sage Nein.
Nach 1945 gab es 2 deutsche Staaten ,(ein religt des 2. Weltkrieges).
Wer fühlt sich als deutsch?Es gab die BRD,und die DDR.Ein deutsches im allgemeinen fängt erst an ,wenn viele Jahrgänge nach [u]1949 bis 1989
verstorben sind.


das System funktioniert weil du funktionierst
nach oben springen

#30

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 14:04
von Barbara (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Barbara
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Danke! Das sind ja u.a. auch genau meine Fragen? (siehe mein Beitrag von gerade)
Wie fühlst du dich diesbezüglich? Kann man "deutsch" einfach weglassen?
Oder ist es lediglich eine geografische Bezeichnung?
Republik Ost-Deutschland
Republik West-Deutschland
Republik Ganz-Deutschland

Ich muss jetzt leider noch arbeiten und klinke mich später wieder ein!


nach oben springen

#31

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 14:26
von Mike59 | 9.455 Beiträge | 5918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Mike59
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Alle Achtung @ Barbara, das sind Beiträge die ich so in diesem Forum noch nicht war genommen habe.

Zitat
Mika59
Was ist ein DAU?


http://de.wiktionary.org/wiki/DAU

Mir stellt sich gerade die Frage - welches Thema hat Deine Arbeit bzw. welchen Titel wird Dein Buch tragen. Ist nicht böse gemeint, ich bin halt Zweckpessimist und werde sicher auch weiterhin versuchen Deine deutsche(n) Frage(n) zu verstehen und nach Möglichkeit zu beantworten. Deine Beiträge gefallen mir ausgesprochen gut.



nach oben springen

#32

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 15:35
von Gelöschtes Mitglied
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Mike59 im Beitrag #31
Alle Achtung @ Barbara, das sind Beiträge die ich so in diesem Forum noch nicht war genommen habe.

Zitat
Mika59
Was ist ein DAU?

http://de.wiktionary.org/wiki/DAU

Mir stellt sich gerade die Frage - welches Thema hat Deine Arbeit bzw. welchen Titel wird Dein Buch tragen. Ist nicht böse gemeint, ich bin halt Zweckpessimist und werde sicher auch weiterhin versuchen Deine deutsche(n) Frage(n) zu verstehen und nach Möglichkeit zu beantworten. Deine Beiträge gefallen mir ausgesprochen gut.



Gefallen mir auch, erstmal eine weitere weibliches Attribut zum Forum und frische Luft vertreibt immer Muff. Aber wenn wir sind ganz ehrlich, die Fragen lassen uns aufhorchen nicht wahr? Ich moechte tippen fast allen. Nicht nur mich mit meinen Vorbehalten und der Vorsichtigkeit hervorgerufen durch das dunkle Haus der Spionage. Geschatztes Interesse in Kombination mit einem neuen User.......hatten wir das schon des ofteren hier, und fanden schnell heraus, dass es schraege Typen waren. Aber, nehmen wir an, dass Barbara tatsaechlich aus Wessi Fleisch und Blut besteht, sie wird sicher die gesamte Innung hier mit ihrer zum Teil direkten und z.T. sorglosen Fragerei bereichern. Machen wir uns darueber her, von die zum Teil kindlichen und zum anderen sehr intelligenten und interessant gestellten Fragen beantworte ich schon mal eine, und dazu ist kein Copyright erforderlich:
Gert hat Kohl gewaehlt.
Auch wenn ich ihn gehe oftmals auf den Wecker, Gert wird mir verzeihen. Das tut er immer, weil er ein grossartiger Mitspieler ist hier und gegen eine horrende Uebermacht von Roten steht! Ist selbstverstandlich anders herum Barbara, wir rote Minderheit koennen das aber ab, und koennen auch mit Sicherheit zu glaenzenden und nicht so glaenzenden Epochen, roten Pfeffer einbringen. So wird gesagt, uns halt man den Hand vor den. жопаo (das ist das Teil worauf man sitzt) ich darf solche boesen Worte in Deutsch nicht mehr schreiben, aber wenn ich die schreibe in russich und english sagt keiner was. Also , wir sind nicht sehr beliebt bei einigen hier, obwohl wir sind auch nur Menschen,.und bei mir geht nicht ohne Humor ab.


nach oben springen

#33

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 16:00
von Gelöschtes Mitglied
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Barbara im Beitrag #30
Danke! Das sind ja u.a. auch genau meine Fragen? (siehe mein Beitrag von gerade)
Wie fühlst du dich diesbezüglich? Kann man "deutsch" einfach weglassen?
Oder ist es lediglich eine geografische Bezeichnung?
Republik Ost-Deutschland
Republik West-Deutschland
Republik Ganz-Deutschland

Ich muss jetzt leider noch arbeiten und klinke mich später wieder ein!


Wow! these questions are like snake bites. Diese Fragen sind wie Schlangenbisse. Deutsch weglassen? auf keinen Fall. Ich sehe nicht das Wort Deutsch als Problem.
Ich ueberlege, wenn stelle ich diese Fragen einem Russen oder Englaender. Ich wuerde wahrscheinlich nicht lange ueberleben und mir was 'nettes' von Deutschland anhoeren muessen.

Deutschtum. Setze ich gleich mit Deutscher Kultur.
Diese steht ueber allen Tragoedien von der Antike bis heute. Deutschtum muss nicht sich schaemen, ist unantastbar reich und wichtig, nicht nur fuer Deutschland.
Geographische Bezeichnung? Es gab die Deutsche Demokratische und die Bundesrepublik, diese waren, auch wenn beidseitig besetzt, Deutschland im weitesten Sinne. Aufteilen kann man Laendereien und Torten. Deshalb bleiben es Laendereien und Torten. Diese beiden Staaten waren politische Konstruktionen zunaechst der Siegermaechte.
Weil eben falsch gewaehlt wurde unter anderem, wurden nicht diese vereint, sondern der angeblich bessere Bruder verschluckte den angeblich boesen Bruder, nur den gruenen Rechts-Abbiegerpfeil kotzte er wieder aus, sodass bei rot weiterhin rechts abgebogen werden kann in Ganz-Deutschland. Alles andere wurde verarbeitet, zum Teil sehr zu Ungunsten der Ostdeutschen. Und das gilt es aufzuarbeiten.


resi88 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#34

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 16:10
von Mike59 | 9.455 Beiträge | 5918 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Mike59
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat
Weil ... falsch gewaehlt wurde ... wurden nicht ... vereint, .... Bruder verschluckte ... Bruder, ... den gruenen Rechts-Abbiegerpfeil kotzte er wieder aus, sodass bei rot weiterhin rechts abgebogen werden kann....



Hallo Larissa - das ist eine grandiose Metapher.



nach oben springen

#35

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 17:59
von Gelöschtes Mitglied
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Mike59 im Beitrag #34

Zitat
Weil ... falsch gewaehlt wurde ... wurden nicht ... vereint, .... Bruder verschluckte ... Bruder, ... den gruenen Rechts-Abbiegerpfeil kotzte er wieder aus, sodass bei rot weiterhin rechts abgebogen werden kann....


Hallo Larissa - das ist eine grandiose Metapher.



Ja Mike 59, und wer zwischen den Zeilen und aus den Zeilen Fantasie entwickelt.................

Chronologisch meine Antworten zu Barbaras Fragen.
Die Deutsche Geschichte wird weiterhin verhoehnt, verdreht, und nur einer Periode zugeordnet, 33-45. Offenheit, Verarbeitung und das Anerkennen der anderen, die sich ebenfalls Schuld in geschichtlicher Hinsicht aufgeladen haben, und es weiterhin tun, gehoert dazu.

Zur Aussenansicht ueber Deutschland kommt auch die Innensicht, und zwar durch deutsche Kinder, die sich unter meinen biologischen Ablegern befinden. Dafuer fand sich in einem wirklich anstrengenden Leben immer Zeit.
Wirklich ja, es war sehr anstrengend, weil ich mich gleichzeitig mit vier GD herumschlagen musste. Das praktiziert wird noch heute, aber den Begriff Vierfach gibt es in diesem Metier.

Das sollte nicht gegen den Kutscher gehen, sondern war mehr darauf gedeutet, tiefer in die Materie einzusteigen und es nicht bei den Aussagen zu belassen, was Du ja auch tust.

hahahaaaaaaaaaaaa wenn man jung ist und verknallt, da kann ich ein Lied von singen. Das erklaert ja vieles! Den Fernsehturm am Alex hast Du wahrscheinlich uebersehen, so klein kam der Dir vor! Hatte ich auch mal, spaeter bei Verliebtheit setzt die existierende Realitaet fuer die Groessenordnungen ein.

Ja, es kann sehr kalt werden in Moskau, heute, so sagt mein Mann, war es sehr warm, nur 3 Grad minus. Bei 32 minus zieht man sich besser warm an. Schoen, dass Du die Gastfreundschaft hast erlebt. Soooo, das war nicht erlaubt? Achtung! Wahrscheinlich waren Deine Gastgeber KGB Mitarbeiter…….. obwohl, wenn sie Heino gespielt haben, dann kommen mir Zweifel ob es nicht eingeschleuster VSchutz war. Nee, kann auch nicht sein, die haben Moskau nicht erreicht. Da angenommen wird, dass jeder 2. dem Komitet angehoert lt. westlicher Propaganda, (diese Propaganda gibts noch heute, dass es beim MfS auch so war) musstest Du Angst haben. Sicher warst Du endlich im Flugzeug und wusstest nicht, dass Du auch auf dem Rueckflug umzingelt warst von denen. From Russia with love, and from England with humor.

Der deutsche Michel wurde mir hier vor wenigen Wochen erklaert, so kannte ich den Ausdruck noch nicht so genau. Dieser ‘deutsche Michel wurde erklaert als nationaler Charakter der Deutschen. So gibt es z.B. diesen Gegenstuck in England als John Bull, der Amerikanski ist Uncle Sam, dieser letztere bezieht sich mehr jedoch auf die Regierung der USA, waehrend der deutsche Michel und John Bull halbwegs normale Menschen sind, die alle persoenlichen Vozuegen ihrer Landesgeschichte aufweisen. Das ist der seine Tugenden sehr genau beachtet, der nicht ueber seinen Schatten springen kann und ziemlich fest eingefahren in seinen charakterlichen deutschen Empfindungen ist und sich nicht gerne von ausserhalb aendern laesst. (warum sollte er auch?) Warum er ist schlaefrig dargestellt und eine Kerze hat, weiss ich auch nicht. Der Deutsche Michel entspricht in erster Linie die Vorstellung der Deutschen ueber sich selbst.
Eventuelle Aehnlichkeiten mit noch Lebenden und Verstorbenen ist rein zufaellig.

Und zu guter letzt, reine Poesie? ich bin ein Poet (eingebildet bin ich auch noch) ich arbeite an meinem 3. Buch, das aus reinster Poesie und Anekdoten besteht, mit allem was das Leben hat zu bieten. Ein abgrundtiefes Werk, dass springt ueber Mentalitaeten und gleichzeitig in drei Sprachen in einem Buechlein gefasst sein wird, und die deutsche, die englische und russische Leben wird ein wenig kompromitieren.

Noch was Praktisches: wieso kann ich Text nicht fett oder farbig markieren und bekomme stattdessen das html-Kürzel?

Du kannst es Barbara! Markieren die Stelle und dann auf fett, schraeg, unterstreichen etc. klicken.

Tochter ist nicht da, wer Schreibfehler findet, darf sie behalten!


zuletzt bearbeitet 02.02.2013 22:02 | nach oben springen

#36

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 21:10
von Wanderer zwischen 2 Welten (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Wanderer zwischen 2 Welten
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Arnstädter im Beitrag #29
Mal wieder etwas provokant gefragt.Gibt es das deutsche nach 1945 überhaubt noch .Ich sage Nein.
Nach 1945 gab es 2 deutsche Staaten ,(ein religt des 2. Weltkrieges).
Wer fühlt sich als deutsch?Es gab die BRD,und die DDR.Ein deutsches im allgemeinen fängt erst an ,wenn viele Jahrgänge nach [u]1949 bis 1989
verstorben sind.


Ich bin Jahrgang 1961, im alten Westen aufgewachsen. Ich fuehlte mich schon immer als Deutscher. Niemals aber als "Bundesrepublikaner", "Bundesbuerger" oder "BRD Buerger". Und genauso nach 1990.


nach oben springen

#37

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 23:34
von Barbara (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Barbara
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Mika 59
Dankeschön!
Keine „Arbeit-oder Buch“-Absichten - wiewohl ich für mich selbst gerne schreibe.
Ich habe das Gefühl für mich etwas aufholen zu müssen. Ganz zu schweigen davon, dass nicht nur die Kommunikation zwischen „Deutschen“ von schroff bis schweigen geht – das ist doch ein allgemeines und sehr bedenkliches Phänomen....

Larissa:
Merci für deine positive Einschätzung!
Bin aus Fleisch und Blut - ehrlich! Und auch Wessi und wahrscheinlich auch sehr naiv. Aber vielleicht ist gerade das manchmal sehr hilfreich?

Der Gert kann ja wählen was er will, ohne Hähme von irgendeiner Seite, und sprechen kann der sicher auch für sich selbst!

Meine Frage ging dahin: weil ich sooft gehört habe, dass „Zweistaatlichkeit“ besser gewesen wäre, dann wundert es mich, dass Kohl diese Wahl gewonnen hat, denn das CDU-Programm diesbezgl. war doch eindeutig. (das war meinerseits kein Urteil über die Qualität der CDU oder Kohl, das wäre ein anderes Thema) Während Lafontaine sagte, Leute, das wird eine ganz harte Partie! (auch das ist keine Bewertung über die SPD oder Lafontaine....) Ich habe damals Lafontaine gewählt, weil ich seine Meinung geteilt habe.
Mal abgesehen davon, dass ich damals völlig ungläubig war, dass kein einziger westdt. Polititker auch nur die Spur von einem Plan in der Schublade hatte „was passiert wenn die Mauer fällt“ – auch ein anderes Thema....
Was schreibst/hast du geschrieben? Wo kann man das lesen?
(Die Textformatierung klappt trotzdem nicht)

Wanderer zwischen 2 Welten
Danke dir! Immer als „Deutscher“ gefühlt ? Dafür brauchst/brauchtest du keine bestimmte politische Verfasstheit? – ist es einfach ein Gefühl und wenn ja – zu oder für was?


nach oben springen

#38

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.02.2013 23:58
von Gelöschtes Mitglied
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Barbara im Beitrag #37
Mika 59
Dankeschön!
Keine „Arbeit-oder Buch“-Absichten - wiewohl ich für mich selbst gerne schreibe.
Ich habe das Gefühl für mich etwas aufholen zu müssen. Ganz zu schweigen davon, dass nicht nur die Kommunikation zwischen „Deutschen“ von schroff bis schweigen geht – das ist doch ein allgemeines und sehr bedenkliches Phänomen....

Larissa:
Merci für deine positive Einschätzung!
Bin aus Fleisch und Blut - ehrlich! Und auch Wessi und wahrscheinlich auch sehr naiv. Aber vielleicht ist gerade das manchmal sehr hilfreich?

Der Gert kann ja wählen was er will, ohne Hähme von irgendeiner Seite, und sprechen kann der sicher auch für sich selbst!

Meine Frage ging dahin: weil ich sooft gehört habe, dass „Zweistaatlichkeit“ besser gewesen wäre, dann wundert es mich, dass Kohl diese Wahl gewonnen hat, denn das CDU-Programm diesbezgl. war doch eindeutig. (das war meinerseits kein Urteil über die Qualität der CDU oder Kohl, das wäre ein anderes Thema) Während Lafontaine sagte, Leute, das wird eine ganz harte Partie! (auch das ist keine Bewertung über die SPD oder Lafontaine....) Ich habe damals Lafontaine gewählt, weil ich seine Meinung geteilt habe.
Mal abgesehen davon, dass ich damals völlig ungläubig war, dass kein einziger westdt. Polititker auch nur die Spur von einem Plan in der Schublade hatte „was passiert wenn die Mauer fällt“ – auch ein anderes Thema....
Was schreibst/hast du geschrieben? Wo kann man das lesen?
(Die Textformatierung klappt trotzdem nicht)

Wanderer zwischen 2 Welten
Danke dir! Immer als „Deutscher“ gefühlt ? Dafür brauchst/brauchtest du keine bestimmte politische Verfasstheit? – ist es einfach ein Gefühl und wenn ja – zu oder für was?



Gert versteht meinen Humor und weiss auch, wie ich es meine, sicher nicht als Haehme, davor habe ich viel zu viel Respekt vor seiner und den Meinungen andere, auch wenn es immer wieder rumpst zwischen uns. Ich antworte immer so, wie die Fragen in den Raum kommen. Wer hat Kohl gewaehlt? war Deine Frage, genauer koennte man sagen, soundsoviele Millionen Deutsche, die an ihn glaubten. Ob es Lafontaine besser gemacht haette wage ich sogar zu bezweifeln. Ein schwieriges Unterfangen ein ueber Dekaden geteiltes Land zu vereinen, so oder so. Selbst kein Kohl Liebhaber, kann ich mir vorstellen, dass auch er wusste, wie schwer es wuerde werden. Da waren ausreichend westliche Plaene, da ueber lange Jahre genau auf diesen Tag und der Vernichtung eines Systems hingearbeitet wurde. Anderes Thema.
Gruesse und PN, Larissa


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#39

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 00:02
von Wanderer zwischen 2 Welten (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Wanderer zwischen 2 Welten
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Barbara im Beitrag #37


Wanderer zwischen 2 Welten
Danke dir! Immer als „Deutscher“ gefühlt ? Dafür brauchst/brauchtest du keine bestimmte politische Verfasstheit? – ist es einfach ein Gefühl und wenn ja – zu oder für was?



Politisch stand ich schon immer ausserhalb der bestehenden Ordnung. Auch als junger Mensch hatte ich noch nie vertrauen in die Alt- bzw Blockparteien in Ost und West. Und auch heute noch ist fuer mich dieses Gesindel voellig unwaehlbar.


nach oben springen

#40

RE: Meine „deutsche(n) Frage(n)“

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.02.2013 00:32
von Barbara (gelöscht)
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Barbara
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Wanderer: Aber woran macht sich denn dein deutsch-fühlen fest? Irgendetwas verbindest du doch sicher damit?


nach oben springen



Besucher
4 Mitglieder und 10 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: uffz. rieger
Besucherzähler
Heute waren 174 Gäste und 14 Mitglieder, gestern 2759 Gäste und 171 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 15553 Themen und 656434 Beiträge.

Heute waren 14 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen