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#1

AK DDR-Kindheitserinnerungen

in DDR Zeiten 24.01.2013 10:59
von erkoe | 301 Beiträge | 2 Punkte
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Da bisher keiner die Keule rausgeholt hat, eröffne ich mal offiziell den Arbeitskreis "DDR-Kindheitserinnerungen". Lasst uns mal über den Taucher, die Wasserrakete, die Gummisoldaten und natürlich die ferngelenkten Staatselemente (Panzer, Polizeiwagen u.ä.) hinausblicken und uns über die bisher unbekannten Kapriolen unterhalten. Wir haben doch alle mittlerweile selbst Kinder und die "Taten" von damals sind längst verjährt...

Haut in die Tasten...

VG
Erik


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#2

RE: AK DDR-Kindheitserinnerungen

in DDR Zeiten 24.01.2013 11:13
von GeMi | 563 Beiträge | 28 Punkte
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Hallo,

da fang ich doch gleich mal an.
Die Sache hat mit bösen Russenkindern zu tun.
Nach dem Abi waren mein Freund und ich mit dem Paddelboot in Mecklenburg unterwegs. Einstieg war in Rheinsberg und Kentern in Lübz.
Wir waren bei sengender Hitze auf dem ewig langen Mirower Kanal bei Kotzow unterwegs. Irgendwann tauchten am Ufer kleiner Kinder auf und bewarfen uns mit Steinen. Ja, wohin nun? Wir sind wie die Wilden gepaddelt und die Verbrecher haben uns dauernd beworfen.
Nachdem wir entkommen konnten, haben wir erfahren, daß dort ein Militärflugplatz in der Nähe ist und die Kinder waren die Bälger unserer befreundeten Waffenbrüder.

Es lebe die deutsch-sowjetische Freundschaft !!!


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


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#3

RE: AK DDR-Kindheitserinnerungen

in DDR Zeiten 24.01.2013 11:39
von erkoe | 301 Beiträge | 2 Punkte
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Hallo GeMi,

jetzt wo du das schreibst... Wir hatten als Kinder absolut keinen Kontakt mit den Nachfahren unserer Waffenbrüder. Weder in der Schule, noch in der Freizeit. Das kommt mir jetzt zwar etwas komisch vor, aber ich kann mich absolut nicht erinnern, mit einem "Russenkind" (Sorry für den Ausdruck, ist nicht abwertend gemeint.) gespielt zu haben. Vielleicht hatten die auch Order, sich von uns fernzuhalten.

Was natürlich in unserer "Garnisionsstadt" öfter vorkam, waren diverse Diebstähle von Eingewecktem. Meistens war die erste Frage vom Vater: "Na, haben die Kirschen geschmeckt?" Antwort: "Hä???" Ergebnis: Backpfeife. Bis die Herren Väter feststellten, dass fast alle Keller im Haus aufgebrochen waren. Der Umstand hörte 1974 schlagartig auf, als wir weg aus der Kasernengegend nach Zeitz-Ost gezogen sind. Alle Konserven blieben da, wo sie hingehörten.

Soviel zur DSF....

VG
Erik


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#4

RE: AK DDR-Kindheitserinnerungen

in DDR Zeiten 24.01.2013 18:35
von Annakin | 538 Beiträge | 54 Punkte
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Kindheitserinnerungen ja viele, verstecken spielen, Buden bauen, im Sommer baden fahren, im Winter Schlittschuhlaufen und Rodeln. Was mir noch einfällt
Fahrrad vergreif spielen, natürlich auch Fußball, gelegentlich auch Dämlichkeiten machen. Mosaiks sammeln, lesen und tauschen. So ein ferngesteuertes Polizeiauto hatte ich zu Weihnachten bekommen, mit dem ich dann den ganzen Abend spielte, am ersten Feiertag waren dann gegen Abend die Batterien alle und da war erst mal Schluss. Zum Thema Waffenbrüder, mit den Kindern hatten wir keinen Kontakt,haben die höchstens gesehen wenn sie zur Schule gebracht, hatten ihre eigene und wieder abgeholt wurden.


Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.


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#5

RE: AK DDR-Kindheitserinnerungen

in DDR Zeiten 30.01.2013 07:37
von GeMi | 563 Beiträge | 28 Punkte
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Hallo,

bevor dieser thread einschläft, mal wieder eine Geschichte aus meiner Kindheit.
Als Kinder hatten wir einen richtig großen Spielplatz. In der Mitte liegt Leuna, im Süden ging es bis hinter Bad Dürrenberg, nach Osten bis Großlehna und nach Norden bis Merseburg. Der Westen war schon damals dicht - dort lag das riesige Leuna-Werk. In diesem Gebiet gab es alles, was ein Kind so braucht. Wiesen und Wälder, Bäche, die Saale, alte Flak-Stellungen, Bombentrichter voller Wasser, alte Keller ohne ein Haus drüber und...
Wir waren auf dem Rückweg nach Hause, als in der Nähe des Eisstadions ein Tier ins Gebüsch hoppelte. Das war für uns das Kommando: "Umzingeln und gefangen nehmen". Darin waren wir echt spitze. Nach kurzer Zeit lag das Tier am Boden und war wohl von einem leichten Schlag betäubt. Mein Kumpel Dietmar N. (wird später Grenzer im Harz) hat das Tierchen gerade hochgenommen, da beißt es ihn in die Hand. Genau zwischen Daumen und Zeigefinger.
Dazu muss man sagen, das gerade er große Erfahrung mit beißwütigen Tieren hatte. Wer traut es sich, einen ausgewachsen, männlichen Feldhamster (Rammler) im Genick zu packen und auf dem Bauch zu kitzeln? So ein Hamster kann ganz schön fauchen!
Nun, Dietmar hat gebrüllt und das Tier im Stile einer holländischen Windmühle herumgeschleudert. Irgendwann flog es senkrecht nach oben und landetet auf seinem Rücken. Ein paar Sekunden später war es tot. Ohne Beißen hätte es vieleicht überlebt - so aber nicht.
Wir haben es untersucht und als Beute mit nach Hause genommen. Dietmar hat seine Hand gehalten und ich das Tier am Schwanz getragen. Dietmars Vater hat uns erklärt, dass es ein Wiesel sei und wir ordentlich bekloppt. Er ist dann mit seinem Sohn in die Poliklinik zur Kontrolle.
Da Ende vom Lied war:
Dietmar hat 8 und ich 4 Spritzen gegen Tollwut in den Bauch bekommen. Die mussten wir uns in Halle-Dölau abholen. Das war für uns eine kleine Weltreise. In der Nähe von Dölau standen auf der einen Seite Doppeldecker vom Typ AN-2 herum und auf der anderen Seite unzählige alte Dampflokomotiven.
Übrigens werden die Tollwutspritzen senkrecht um den Bauchnabel herum gespritzt. Das tat ordentlich weh, aber wir waren die Helden an unser Schule und des ganzen Stadtviertels.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

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