DDR Spielzeug: Die Wasserrakete

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23.01.2013 10:04
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... da bleibt doch nur das "Campingbeil". Oder?


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23.01.2013 10:29
avatar  GeMi
#62
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Hallo,
da fällt mir noch ein "Spiel" ein.
Ohne Lederhose in den Schlamm am Ufer der Saale (toter Saalearm) einsteigen und eine Weile warten. Wer die meisten Blutegel am Bein hatte, der war der Held. Das Ganze sah schon ein bischen eklig aus, wenn diese Dinger so am Bein hingen.
Die Mutproben haben uns sowieso zu echten Männern gemacht. Wer traut es sich durch meterhohe Brennesseln zu laufen? Ich - und danach saß ich einen halben Tag im Bach, so hat das gebrannt.
Es soll angeblich gut gegen Rheuma sein!

Frösche hat man am liebsten in der Paarungszeit erlegt - ein Schlag = 2 Frösche.
Solche bösen Dinger macht man halt als Kind.

Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


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23.01.2013 10:42
avatar  Udo
#63
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Udo

Campingbeil? Brauchten wir nicht, haben wir aus den Grabnummern des Friedhofs, welche eine Kreuzform hatten, selbst gebaut. Einfach die Ecken angeschliffen und fertig.
Aus Moniereisen (geklaut beim Plattenwerk) haben wir Degen und aus den geklauten Brettern vom Sägewerk Buden gebaut.
Beim Bretterklauen sind wir mal erwischt worden und es gab dann zu Hause Stress. Dafür haben wir dem Anschei.er an den folgenden Tagen seine frisch hochgemauerte Garage wieder abgerissen. Zum Glück hat uns dabei keiner .....


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23.01.2013 10:52
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#64
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Zitat von GeMi im Beitrag #59
Hallo,
irgendwann bekam ich mein erstes Taschenmesser. Jeder Junge unserer Straße hatte im Sommer Lederhosen an und das obligatorische Messer in der kleinen Beintasche. Meist waren es Messer mit Griffen aus Hirschgeweih. Die Edelvariante war in einer Lederscheide am Gürtel befestigt. Wir trugen aber alle die Lederhosen mit Hosenträgern. Die Hose wurde dann mit Angelhaken, Bleistift, Zündhölzern ( aber nur aus Riesa) und anderen nützlichen Kleinteilen aufmunitioniert. Und fertig war der Kleinstadtrambo.
Das Messer habe ich als erstes am Wohnzimmerschrank ausprobiert. Der Span zog sich immer tiefer ins Holz und brach dann ab. Also wurde mit Schuhcreme die Schadstelle eingefärbt. Die Mutter merkte das natürlich beim nächsten Staubputzen und dann wurden die Lederhosen ordentlich gegerbt. Welches Kind von heute kennt noch den Teppichklopfer in Aktion?
Die Naturvariante hat ordentlich gezogen.
Die Lederhose war übrigens aus schneeweißem Leder und war ein Geschenk meiner Tante aus Augsburg.
Beim ersten Tragen bin ich in einen Bach gestürzt und sie wurde bretthart.
Nach einiger Zeit war sie schön speckig und wurde am letzten Tag in der 10.Klasse noch mal getragen. Da war sie aber ordentlich eng.



Lederhosen, oder "Sepplhosen", wie wir sie nannten, trug nur mein jüngster Bruder.
Messer und Jungs oder Jungs und ihre Messer. Es war ein Jungentraum, wenn man eines Tages ein schönes Fahrtenmesser besaß. Es wurde wie ein Kleinod gehegt und gepflegt und man fühlte sich auch sodann als wer.
Wenn wir in die Knicks auszogen, dann wurden unsere Messer geschont und man griff auf Vaters Messer zurück. Unser Vater wunderte sich immer, dass eine Gartenhippe nach der anderen aus seinem Bestand verschwand. Wir hatten dafür eine bessere Verwendung, wenn es darum ging Pfeil und Bogen, Fischspeere und allerlei anderes für uns nützliches Zeug zu bauen.

Mit Fröschen haben wir auch manchmal anderen Bockmist veranstaltet, daher wohl auch der Begriff "Knallfrösche".

Eine unserer Superleistungen war auch das Bauen von Sperrdämmen an der Beek (kleines Flüss´chen). Da fand auch Vaters Handbeil eine sinnvolle Verwendung, um die Ellerhölzer runter zu holen und zu verbauen. Vorbild waren dabei die Bunenköpfe der Elbe. Mit dem abfliessendem Wasser gelang es uns auch die Stichlinge besser zu fangen. Dabei gab es den Wettbewerb, wer das prächtigste Stichlingsmännchen fing. Die großen Einweckgläser von Mutter wurden somit auch einer sinnvolleren Verwendung zugeführt.

Eine andere Schandtat bestand darin, Ringtauben zu fangen. Dazu kletterten wir an die Nester heran und banden die Jungtauben mit einem Bindfaden am nächst gelegenem Ast fest. Die Alttauben fütterten die Jungen weiter bis sie richtig ausgewachsen waren, dann holten wir uns diese Jungtauben. Mehrere dieser Tauben bedeuteten auch eine schmackhafte Mahlzeit.

Auf dem Heimweg aus den Knicks, ernteten wir im Herbst dann auch diese oder jene Steckrübe und verspeisten diese auf dem Rückweg. Mutter wunderte sich nur darüber das wir satt waren und das Abendbrot dann nicht mehr anrührten. Die Folgewirkungen ließen dann Nachts auch nicht auf sich warten. Dann hieß es nur vom Winde verweht.

Vierkrug


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23.01.2013 11:36
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#65
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Zitat von Udo im Beitrag #63
Campingbeil? Brauchten wir nicht, haben wir aus den Grabnummern des Friedhofs, welche eine Kreuzform hatten, selbst gebaut. Einfach die Ecken angeschliffen und fertig.
Aus Moniereisen (geklaut beim Plattenwerk) haben wir Degen und aus den geklauten Brettern vom Sägewerk Buden gebaut.
Beim Bretterklauen sind wir mal erwischt worden und es gab dann zu Hause Stress. Dafür haben wir dem Anschei.er an den folgenden Tagen seine frisch hochgemauerte Garage wieder abgerissen. Zum Glück hat uns dabei keiner .....


Na der war gut!!! Bösewicht!!!

Als mein Vater 1970 seinen Garten befriedete, hab ich noch in die Windeln gesch******. Später wurde daraus ein gemauerter Bau, vermutlich ohne Genehmigung. Als Gäste begrüßten wir regelmäßig den ABV'er, den Bürgermeister von Wetterzeube und den Kommandanten des uns gegenübeliegenden Schießplatzes. (Russe)

Die haben nur gesoffen. Wahnsinn. Für mich hatte das einen Vorteil: Mit 13 bekam ich einen SR-2. Den fuhr ich ohne Fleppe. Der ABV'er drückte ein Auge zu und bediente sich beim Alten...

So, ich durfte Esser fahren und diverse Sch***** bauen. Der Depp hat uns beim Kirschen klauen hochgezogen....

Irgendwas ist doch da schief gelaufen...


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23.01.2013 12:37 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2013 12:41)
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#66
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Udo

Das mit dem Kirschenklauen kenne ich auch. Die Besitzer jener Kleingartenanlagen hatten allerdings eine andere Auffassung.
Das Kirschenklauen als solches hat sie überhaupt nicht gestört, nur, wenn Kinderhorden, es konnten bis zu 50 Kids werden, in die Kleingartenanlage einfallen, bleibt kein Beet, keine Hecke und keine noch so unscheinbare Blume, von der Ehegattin liebevoll gepflegt, kein Obstbaum und auch kein Zaun unbeschadet.
Das das Obst meist auch noch nicht reif war, was wir mit starken Bauchschmerzen und Folgewirkungen bezahlten, mag die Genugtuung für die gebeutelten Gartenbesitzer gewesen sein.


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23.01.2013 12:43
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Zitat von Udo im Beitrag #66
Das mit dem Kirschenklauen kenne ich auch. Die Besitzer jener Kleingartenanlagen hatten allerdings eine andere Auffassung.
Das Kirschenklauen als solches hat sie überhaupt nicht gestört, nur, wenn Kinderhorden, es konnten bis zu 50 Kids werden, in die Kleingartenanlage einfallen, bleibt kein Beet, keine Hecke und keine noch so unscheinbare Blume, von der Ehegattin liebevoll gepflegt, kein Obstbaum und auch kein Zaun unbeschadet.
Das das Obst meist auch noch nicht reif war, was wir mit starken Bauchschmerzen und Folgewirkungen bezahlten, mag die Genugtuung für die gebeutelten Gartenbesitzer sein.


Kein Kleingarten, eher eine große Plantage. Komischerweise kam der ABV'er dort immer vorbei. Im Herbst waren aber die meisten Kirschen verfault.
Keiner hat sie gepflückt. Aber wehe du hast dich erwischen lassen... Ach ja, die Scheißerei hatten wir auch. *fg*


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23.01.2013 13:10 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2013 13:11)
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#68
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Zitat von GeMi im Beitrag #54
Guten Morgen,
es war zwar kein Spielzeug aber sehr beliebt. Wir haben riesige Stink- und Nebelbomben gebastelt.
Man nehme mehrere Schuldreiecke oder Lineale aus Bakkelit. Zerbreche diese in kleine Stücke und umwickle das ganze Paket mit Alufolie. Wir sagten dazu immer Silberpapier. Eine Ecke zum Anzünden musste freibleiben. Dann das Paket anzünden und die Flamme ausblasen.
Wir haben mal mit einer einzigen Bombe eine ganze Straße vernebelt. Gestunken hat das Ganze auch ganz ordentlich - ein beißig, weisser Qualm.
Die Nebelgranaten bei den GT waren dagegen ein Lacher.
Weitere Kreationen waren die Gummipistolen (Gummis, Wäscheklammer und Streichholzschachtel), Armbrüste und diverse Fallen.
Als Kinder waren wir oft als Jäger und Sammler unterwegs. Im Sommer haben wir Obst und Gemüse geklaut, mal ein Huhn oder einen Fisch gebrutzelt oder uns als Feinschmecker versucht.
Wir hörten, daß man Hummer als Delikatesse verspeist. Also haben wir einen ganzen Eimer Flusskrebse gesammelt und gekocht. Dummerweise haben wir sie kalt aufgesetzt und nur den Brustpanzer samt Eingeweiden gegessen.
Danach war uns klar - der Kapitalismus wird untergehen wenn die so ein Zeug essen. Uns war es kotzübel.
Später haben wir erfahren, dass man die Tiere ins kochende Wasser wirft und nur die Schwänze isst.




Aus Bakelit baut man keine Rauchbomben. Die Dinger waren aus Zelluloid. Die damaligen Tischtennisballe waren auch geeignet. Die Rauchbomben wurden bei uns in der Schule kurz vor Pausenende gezündet. An der Klasseneingangstür, als Willkommensgruss für den Lehrer.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zelluloid


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23.01.2013 13:19
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#69
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Udo

Unsere Stink- und Rauchbomben bestanden aus den Schutzumschlägen der A5-Hefte und einer Wunderkerze, welche vom Erstgenannten eingerollt wurde.
Schwarzer Rauch und Plaste- und Elastegestank aus Schkopau. Wurde gern als Einlage in Briefkästen der Neubauviertel verwendet, wo es dann durch die Hausflure waberte.


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23.01.2013 13:24
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Zitat von Udo im Beitrag #69
Unsere Stink- und Rauchbomben bestanden aus den Schutzumschlägen der A5-Hefte und einer Wunderkerze, welche vom Erstgenannten eingerollt wurde.
Schwarzer Rauch und Plaste- und Elastegestank aus Schkopau. Wurde gern als Einlage in Briefkästen der Neubauviertel verwendet, wo es dann durch die Hausflure waberte.


Genau so haben wir's auch gemacht.

Wenn der Alte aber nachgefragt hat, war immer ein Umschlag in Reserve.
Getreu dem Motto: Hast du....???? Nein, ich doch nicht...!!!

Ein Schelm, wer böses dabei denkt...

VG
Erik


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23.01.2013 13:30
avatar  Udo
#71
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Udo

Kein Wunder, wir liegen ja auch nur ein Jahr auseinander.


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23.01.2013 13:50
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Zitat von Udo im Beitrag #71
Kein Wunder, wir liegen ja auch nur ein Jahr auseinander.



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23.01.2013 14:22
avatar  GeMi
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quote]

Aus Bakelit baut man keine Rauchbomben. [/quote]


Hallo,

Da stimmt. Bakelit war ja das Zeug, was schon vom Anschauen zersplitterte.

Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


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23.01.2013 15:25 (zuletzt bearbeitet: 23.01.2013 15:26)
avatar  80er
#74
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Obwohl dies bestimmt heute noch niemand möchte (weil der Fred noch weitergehen sollte), könnte doch die Kindheit der Mehrheit hier so zusammengefasst werden? klick


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23.01.2013 15:33
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#75
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Zitat von 80er im Beitrag #74
Obwohl dies bestimmt heute noch niemand möchte (weil der Fred noch weitergehen sollte), könnte doch die Kindheit der Mehrheit hier so zusammengefasst werden? klick


Das unterschreibe ich!!! Wenn meine Tochter heute 2 Tage ohne FB auskommen muss, ist das wie Arrest. So wie wir uns früher verabredet haben, kennen die das gar nicht mehr. Wortwörtlich (Face to Face) geht da wahrscheinlich nichts mehr, ich kann ja anrufen, simsen, faceboken o.ä.


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