Goldene Trauringe in der DDR

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21.01.2013 11:14
#16
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Wir hatten 1984 das Glück, von der Westtante ein paar Mark zu erhalten (im Tausch gegen Kristallgläser). Damit sind wir nach Berlin gefahren und haben im Intershop eines Berliner Hotels die Ringe gekauft. Sie sind bis heute in Benutzung :-)

Stuelpner


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21.01.2013 11:19
avatar  GeMi
#17
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Hallo,

meine Goldringe sind vom Klassenfeind. Der ehemalige Arbeitskollege meines Vaters hatte eine Tochter, die in den USA lebte. Von dieser stammten kleine Goldbarren.
Der Juwelier hat uns dann protzige Ringe gefertigt, die wir während der Siegesfeier (Trauung) getragen haben. Die Kanten waren sehr scharf und nach dem vielen Händeschütteln waren unsere Finger demoliert. Wir haben sie nie wieder getragen und sie liegen seit 32 Jahren in einem Kästchen für das nächste Opfer bereit.
Von besagter USA-Tochter stammte auch prima Thermounterwäsche. Die hat mir am Kanten sehr gute Dienste geleistet. Damit konnte man -20°C locker wegstecken.

P.S. Der Juwelier hat sich an uns auch noch schadlos gehalten. Wer wurde da nicht beschissen?

Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


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21.01.2013 13:16
avatar  furry
#18
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Zitat von Gert im Beitrag #14
Wie bei allem, auch beim Edelmetall eine extreme Mangelgesellschaft. Nur Sicherheit war in Hülle und Fülle vorhanden.


Siehste Gerd, so konnte dann auch keiner das fast nicht vorhandene Gold klauen.
Nun zu den Ringen. 1974 hat eine Freundin meiner Frau für uns den Kontakt zu einem Herrn hergestellt, dem vor kurzer Zeit seine ehemalige Angetraute ihren Ring an den Kopf geworfen hat. Jetzt hatte der zwei Ringe und brauchte nach der Scheidung auch Geld. Auf offener Strasse haben wir ihm die Ringe dann abgekauft.
Auch wenn sie nicht mehr unsere Finger ziehren, so liegen sie nach über 38 Jahren immer noch gemeinsam in einer Schatulle.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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21.01.2013 15:47
#19
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ich kann nur von meiner schwester reden ,den als ich mit 45 jahren heiratete war das mit den gold kein problem mehr.sie bekam von meiner mutter den trauring meiner ona und noch ein bischen restgold für die trauringe.die ringe hätten um die 300 mark gekostet sie und mein schwager hatten aber glück da ein paar abgesprungen ist und deren ringe pasten konnten sie die ohne goldabgabe für 650 mark kaufen.


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21.01.2013 16:25
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#20
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Meine Lieben,

die Alternative zu meinen goldenen Eheringen 1979 wären übrigens GOMA-Ringe gewesen, Kupfer mit einem 333-er Goldmantel, so um die 25 M pro Stück. Wenn man die allerdings graviert hätte, wäre das Kupfer durchgekommen.

Liebe Grüße

Ecki


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21.01.2013 18:33
#21
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kenn ich so waren 1981 meine ersten verlobungsringe ging aber nach 5 jahren in die brüche


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23.01.2013 19:42
avatar  Greso
#22
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Ich habe mir 1963 einen kleinen Siegelring in 585 Gold für 82,00 DM einfach so gekauft.Aber 1965,gab es kein Gold (oder selten)ohne Altgold.
Da ich Eheringe benötigte,gab ich einen Ring in700 Gold ab und bekam 2 Ringe in 333 Gold und mußte noch 20,00DM für das machen bezahlen.
Greso


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24.01.2013 11:11
#23
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Goldringe und Goldschmuck wurden bei uns auch oft von sowjetischen Soldaten bzw .Offiziere verkauft.Klingelten sogar an der Haustür.
Wie ich schon mal schrieb habe ich über einer Gaststätte gewohnt,und ca 500m war ein Verladebahnhof der DR(deutsche Reichsbahn).

das System funktioniert weil du funktionierst

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20.02.2013 00:59
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#24
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Ich habe 1984 geheiratet und zwar in Berlin Hauptstadt der DDR. Goldringe gab es damals bei den Juweliern nur gegen Goldabgabe.

In der Brüderstraße gab es allerdings einen "Hochzeit-Ausstatter" und wenn man dort sein Aufgebot vorlegte, konnte man auch Goldringe (333er Gold) kaufen. Dort habe ich alles erledigen können. Taxibestellung, Blumen für die Braut (Rote Rosen im März!) Einladungskarten, Brautkleid, Anzug, etc.

Gruß vom Glatten


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22.02.2013 01:05 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2013 01:06)
#25
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Zitat von Ecki im Beitrag #1
Meine Lieben,

Gold konnte man für DDR-Mark nicht offiziell in normalen Geschäften kaufen. Wenn man z. B. ein Schmuckstück aus Gold erwerben wollte ging das nur gegen Abgabe einer äquivalenten Menge von Altgold. Nun, ich wollte den Stand der Ehe eingehen. Mit goldenen Trauringen. Nicht mit diesen käuflichen Imitaten, welche aus vergoldetem Silber bestanden. Ich hatte aber kein Altgold.

Zum Glück war ich in Ungarn in Urlaub. Da lernte ich einen Ungarn kennen (wahrscheinlich ein Zigeuner), der hatte zwei goldene Trauringe, sogar mit Stempel. Nun, unerfahren wie ich eben war, kaufte ich ihm diese gegen einen Großteil meiner wenigen Forint ab. Da die Ringe nicht passten schaffte ich sie zum Juwelier um ihren Durchmesser zu verkleinern. Jetzt kam das Unglück: Die Ringe waren aus Messing.

Naja, wieder was gelernt. In unserem Bekanntenkreis hatten wir jemand, der besaß ein goldenes 20-Mark-Stück aus der Kaiserzeit. Das kaufte ich ihm ab, für 1.300 DDR-Mark. Daraus wurden die Eheringe gefertigt.

Später fuhr ich dann in die Sowjetunion. Da konnte man Gold gegen Rubel kaufen, zu moderaten Preisen. Die Einfuhr war zwar verboten, aber was verboten ist macht bekanntlich besonders scharf. Meine Frau trägt heute noch einen wunderbaren Topasring aus 585-Rotgold mit dem Sowjetstern als Punze (an der Ringaußenseite).

Liebe Grüße

Ecki




Ich muß da mal ein wenig widersprechen!
Es gab in Zwickau seit Urzeiten einen Goldschmiedemeister Günther in der Hauptstraße (inzwischen hat er oder sein Sohn(?) das Geschäft gegenüber dem Internat der WSHS an der Haltestelle der Vogtlandbahn)! Dort haben schon meine Großeltern (1923) und meine Eltern (1956)ihre Trauringe gekauft (erkennbar an der Seidenausfütterung der Trauringschachteln mit Name und Adresse) und mein Vater hat mir zum Studienabschluß (1979) ebenfalls von da ein Paar 585-er Manschettenknöpfe (Sowas trug man damals!) verehrt! Und ich weiß, daß zumindest die Manschettenknöpfe ohne Altgoldabgabe gekauft wurden. Und West-Geld hatten wir auch keins!

HG 82/I
Olsen


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22.02.2013 11:22
avatar  Lutze
#26
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habe meinen Ehering aus dem Jahr 1986 mal rausgekramt,585 Gold,
gekauft in der Neubrandenburger Innenstadt bei einen ganz normalen
Uhren und Schmuckwarengeschäft,ohne Probleme wie
Goldeintausch oder Devisen
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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22.02.2013 18:34
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#27
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Die West-Verwandtschaft meiner Frau, da im Schmuckhandel involviert, besorgten für uns die Ringe. Als Tante und Onkel nichtsahnend damit einreisen wollten, hatten unsere Zöllner, warum auch immer, etwas dagegen und sie mussten unsere Ringe an der Grenze zurück lassen. Wir haben daraus kein Problem gemacht und uns mit Freundschaftsringe vermählt. Als Tante und Onkel uns dann später wieder besuchten, wurden die Ringe kurzerhand auf ihre Finger gesteckt und somit kamen wir dann doch noch zu unseren Ringen. Da mir mein Ring immer zu groß war, habe ich mir den irgendwann mal enger machen lassen. Kurz darauf meinten meine Finger sie müssten etwas zunehmen und somit lag mein Ring dann wieder, wie eigentlich immer, im Schrank. Stört mich und meine Frau nicht, ich lege keinen Wert auf's tragen. Immer wenn die Tante uns heute besucht, frischen wir kopfschüttelnd diese Geschichte wieder auf.


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19.10.2014 22:36
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#28
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94

Zitat von steffen52 im Beitrag RE: Neue Ausstellung zur Fluchthilfe
@Gert, ich weiß noch das ich für meine Eheringe, das Gold von meiner Oma bekommen habe und der Goldschmied mich schön beschießen hatte! Aber was wollte man machen? Ist ja froh gewesen, das man einen gefunden hatte, der es so gefertigt hatte, wie man es wünschte! Ist aber bei Einigen alles nicht wahr gewesen, oder sie verdrängen es!

Für solch 'schön beschießen hatte' gab's dann aber schon hin- und wieder mal einen 'Besuch von der Schdassi'. Nur sind diese armen selbstständigen Handwerksmeister heute natürlich Opfer, irgendwer im Forum hatte doch einen solchen 'Kipper & Wipper' in der Verwandschaft?
(Bin bissel zu langweilig zum suchen)

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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19.10.2014 23:01
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#29
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Zitat von 94 im Beitrag #28

Für solch 'schön beschießen hatte' gab's dann aber schon hin- und wieder mal einen 'Besuch von der Schdassi'. Nur sind diese armen selbstständigen Handwerksmeister heute natürlich Opfer, irgendwer im Forum hatte doch einen solchen 'Kipper & Wipper' in der Verwandschaft?
(Bin bissel zu langweilig zum suchen)


Hallo, wann wurde denn soetwas ein Vorgang für den sich die "Firma" aus der Normannenstraße interessierte? Warum oder wann nicht Kriminalpolzei K2 oder K3?


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19.10.2014 23:08
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#30
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94

Na das wußte doch das heutige 'Opfer' nicht, für den isses alles Schdassi ...

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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