Liebenrode 80-81

18.01.2013 00:13 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2013 23:48)
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

Vorstellung: Im Forum ein Glatter, hallo!

Mein Gruß richtet sich besonders an alle, die von Ellrich bis Weilrode 1980-1981 den Zaun gesehen haben. Zur Übernahme der Amtsgeschäfte als Schreiber wurde ich 5 Tage eher an den Kanten versetzt. Da der Posten wegen Fehlplanung nicht frei war, trat ich meinen ersten Grenzdienst am Tag des „Heimgangs“ unserer Vorvorgänger an. Wir sahen Sie winkend bei Obersachswerfen abfahren, dann war die Stimmung komplett am Boden. Die Situation nun doch mit der Waffe Dienst zu tun, war für mich mehr als unangenehm. Zur Abwechslung haben wir den Wiedigshof beobachtet, aber die legendäre „Blonde Reiterin“ war nicht zu sehen. Die Suche nach Erinnerungen führte mich zu diesem Forum (Beitrag: Der Wiedigshof bei Ellrich an der ehemalige DDR Grenze). Das Thema Grenze habe ich bisher nicht gern öffentlich verarbeitet, um jedoch meinen Dank an ein paar Beteiligte auszusprechen, ist dies wohl der beste Weg.

Gruß LOSfahrer


 Antworten

 Beitrag melden
18.01.2013 01:02
#2
avatar

Hallo LOSfahrer,

na dann mal herzlich willkommen im Forum. Ich denke, die Beschäftigung mit dem Thema Grenze ist hier nicht am schlechtesten aufgehoben. Es gibt nicht nur Zu- sondern auch Widerspruch. Na denne, erzähl und mach mit.

Bis neulich im Forum!
ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


 Antworten

 Beitrag melden
18.01.2013 10:08
avatar  ( gelöscht )
#3
avatar
( gelöscht )

Zitat von Rainman2 im Beitrag #2
Hallo LOSfahrer,
... Es gibt nicht nur Zu- sondern auch Widerspruch...
ciao Rainman

Ja, wo stehe ich zwischen den Fronten? Das ist ein Teil meiner Aufarbeitung der Vergangenheit. Dieses "Entweder-Oder-Denken" soll alles einfacher und klarer im Leben definieren, taugt im Alltag nichts. Meine Position liegt eher abseits der Grenzer-Fun-Gemeinde und trotzdem war ich mal ein "Mitmacher". Das Zusammentreffen mit einem Grenzverletzer, hätte das Leben des jeweils anderen zerstören können. Der potentiell mögliche Gebrauch der Schusswaffe und die Angst selbst Opfer eines Zwischenfalls zu werden, hat mich lange Zeit belastet. Jetzt darüber offen reden zu dürfen, ist ein Stück Freiheit, die ich damals mithalf zu verhindern.

An dieser Stelle danke ich allen intelligenten "Flüchtigen" und "Kameraden", die eine solche Situation nicht herbeigeführt haben.

Danke Dir, für Deine Begrüßung


 Antworten

 Beitrag melden
20.01.2013 17:31
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

Zitat von LOSfahrer im Beitrag #3
Zitat von Rainman2 im Beitrag #2
Hallo LOSfahrer,
... Es gibt nicht nur Zu- sondern auch Widerspruch...
ciao Rainman

Ja, wo stehe ich zwischen den Fronten? Das ist ein Teil meiner Aufarbeitung der Vergangenheit. Dieses "Entweder-Oder-Denken" soll alles einfacher und klarer im Leben definieren, taugt im Alltag nichts. Meine Position liegt eher abseits der Grenzer-Fun-Gemeinde und trotzdem war ich mal ein "Mitmacher". Das Zusammentreffen mit einem Grenzverletzer, hätte das Leben des jeweils anderen zerstören können. Der potentiell mögliche Gebrauch der Schusswaffe und die Angst selbst Opfer eines Zwischenfalls zu werden, hat mich lange Zeit belastet. Jetzt darüber offen reden zu dürfen, ist ein Stück Freiheit, die ich damals mithalf zu verhindern.

An dieser Stelle danke ich allen intelligenten "Flüchtigen" und "Kameraden", die eine solche Situation nicht herbeigeführt haben.

Danke Dir, für Deine Begrüßung
Siehe Rot:
Welch wahren Worte @LOSfahrer,die unterschreibe ich gern.
Und Willkommen im "Club der Aufarbeitung".
Denn aus Nostalgiegründen befinde nicht nur ich,mich hier nicht!

Gruß ek40


 Antworten

 Beitrag melden
27.01.2013 19:34
avatar  ( gelöscht )
#5
avatar
( gelöscht )

Ohne Passierschein im Sperrgebiet aufgehalten, wurden meine Abholer am Tag vor der Entlassung. Erst auf der Heimfahrt erfuhr ich total schockiert von diesem leichtsinnigen Vorstoß, begründet mit Neugier und Unwissenheit. Diese Aktion war spontan, emotional und keinesfalls abgesprochen gewesen. Egal, ein übereifriger oder dienstbeflissener „Helfer“ hätte einen schönen Erfolg für sich verbuchen dürfen. Auch mein Aufenthalt wäre unbestimmt länger ausgefallen. Ein verspätetes Dankeschön an den großzügigen Mensch, der die Irren mit dem lindgrünen Trabi am 29. April 1981 kurz vor Liebenrode einfach nur belehrend zurückgeschickt hat. Danke!
g492p7970-Sperrgebiet.html


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!