Wie seid ihr da gelandet, wo ihr heute lebt?

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15.01.2013 12:04
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#16
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Zitat von andy im Beitrag #15
Zitat von erkoe im Beitrag #11
Hallo ins Forum,

ich habe 2 Wochen vor der Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit gekündigt. Laut Aussage meines ehemaligen Kom-Leiters war ich seit 30 Jahren der Erste, der sowas durchgezogen hat. Das hat doch was... Mit der Dame meines Herzens, die mich zu diesem Schritt animierte, bin ich nach wie vor zusammen. Und das seit knapp 20 Jahren, mit Begeisterung. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich in der "freien Wirtschaft" nie so richtig zurechtgefunden habe. Ich war mit Leib und Seele Polizist und irgendwie bin ich das immer noch. Leider gab's im Thüringer Land keine Möglichkeit, wieder als Ordnungshüter tätig zu werden und so verbringe ich meine Zeit mit dem Schreiben von Computerprogrammen... Die "rechte Lust" hat sich allerdings nie eingestellt.

Kennt ihr so eine Situation vielleicht auch? Traumjob im Eimer und man geht halt Geld verdienen, weil es so sein muss...

VG
Erik


Warum kündigt man 2 Wochen vor der Verbeamtung wenn man nicht seinen absoluten Traumjob gefunden hat?

Würdest Du diesen Schritt aus heutiger Sicht als Fehlentscheidung bezeichnen?

andy


Hallo Andy,

es stand die Frage im Raum, ob meine Frau als Lehrerin nach Berlin kommt, oder ich nach Thüringen gehe. Da Haus und Mutter in Thüringen war die Entscheidung ziemlich schnell (nach 2 Jahren Pendelei) gefallen, zumal ich die Frau nicht verlieren wollte. Aus heutiger Sicht würde ich allerdings sagen, dass ich mir mit der Geschichte keinen Gefallen getan habe und vielleicht noch 2 Jahre Pendelei dranhängen hätte können/sollen. Bemerke den Konjunktiv. Hätte, wäre, wenn usw.

Beim Präsidenten des LKA Thüringen hatte ich schon vorgesprochen, leider stolperte der über eine Rotlicht-Affäre und unser Agreement war für'n A*****. Naja.

Und ja, die persönlichen Umstände mal außen vor gelassen: Beruflich war es war eine Fehlentscheidung. Eigentlich mein persönliches Fiasko.

VG
Erik


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15.01.2013 12:06
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#17
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Zitat von andy im Beitrag #15
Zitat von erkoe im Beitrag #11
Hallo ins Forum,

ich habe 2 Wochen vor der Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit gekündigt. Laut Aussage meines ehemaligen Kom-Leiters war ich seit 30 Jahren der Erste, der sowas durchgezogen hat. Das hat doch was... Mit der Dame meines Herzens, die mich zu diesem Schritt animierte, bin ich nach wie vor zusammen. Und das seit knapp 20 Jahren, mit Begeisterung. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich in der "freien Wirtschaft" nie so richtig zurechtgefunden habe. Ich war mit Leib und Seele Polizist und irgendwie bin ich das immer noch. Leider gab's im Thüringer Land keine Möglichkeit, wieder als Ordnungshüter tätig zu werden und so verbringe ich meine Zeit mit dem Schreiben von Computerprogrammen... Die "rechte Lust" hat sich allerdings nie eingestellt.

Kennt ihr so eine Situation vielleicht auch? Traumjob im Eimer und man geht halt Geld verdienen, weil es so sein muss...

VG
Erik


Warum kündigt man 2 Wochen vor der Verbeamtung wenn man nicht seinen absoluten Traumjob gefunden hat?

Würdest Du diesen Schritt aus heutiger Sicht als Fehlentscheidung bezeichnen?

andy

also das würde mich auch interessieren,denn ich hätte niemals gekündigt,
ständige Lohnerhöhungen,unkündbar sowieso.......usw,
ich arbeite in einer kfz-werkstatt,letztes Jahr mal nach etwas mehr Geld gefragt,
von wegen,letzte Lohnerhöhung 2005,aber auch nur weil die Firma damals noch im
Tarifverband war,seitdem nix mehr Geld......und was ist seitdem alles teurer geworden,
aber mutige Entscheidung
gruss Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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15.01.2013 12:19
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#18
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Zitat von erkoe im Beitrag #16
Zitat von andy im Beitrag #15
Zitat von erkoe im Beitrag #11
Hallo ins Forum,

ich habe 2 Wochen vor der Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit gekündigt. Laut Aussage meines ehemaligen Kom-Leiters war ich seit 30 Jahren der Erste, der sowas durchgezogen hat. Das hat doch was... Mit der Dame meines Herzens, die mich zu diesem Schritt animierte, bin ich nach wie vor zusammen. Und das seit knapp 20 Jahren, mit Begeisterung. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich in der "freien Wirtschaft" nie so richtig zurechtgefunden habe. Ich war mit Leib und Seele Polizist und irgendwie bin ich das immer noch. Leider gab's im Thüringer Land keine Möglichkeit, wieder als Ordnungshüter tätig zu werden und so verbringe ich meine Zeit mit dem Schreiben von Computerprogrammen... Die "rechte Lust" hat sich allerdings nie eingestellt.

Kennt ihr so eine Situation vielleicht auch? Traumjob im Eimer und man geht halt Geld verdienen, weil es so sein muss...

VG
Erik


Warum kündigt man 2 Wochen vor der Verbeamtung wenn man nicht seinen absoluten Traumjob gefunden hat?

Würdest Du diesen Schritt aus heutiger Sicht als Fehlentscheidung bezeichnen?

andy


Hallo Andy,

es stand die Frage im Raum, ob meine Frau als Lehrerin nach Berlin kommt, oder ich nach Thüringen gehe. Da Haus und Mutter in Thüringen war die Entscheidung ziemlich schnell (nach 2 Jahren Pendelei) gefallen, zumal ich die Frau nicht verlieren wollte. Aus heutiger Sicht würde ich allerdings sagen, dass ich mir mit der Geschichte keinen Gefallen getan habe und vielleicht noch 2 Jahre Pendelei dranhängen hätte können/sollen. Bemerke den Konjunktiv. Hätte, wäre, wenn usw.

Beim Präsidenten des LKA Thüringen hatte ich schon vorgesprochen, leider stolperte der über eine Rotlicht-Affäre und unser Agreement war für'n A*****. Naja.

Und ja, die persönlichen Umstände mal außen vor gelassen: Beruflich war es war eine Fehlentscheidung. Eigentlich mein persönliches Fiasko.

VG
Erik


hallo Erik,das wird jeder von uns kennen,
hinterher ist man immer schlauer,
trotzdem Hochachtung,das bringt nicht jeder
gruss Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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15.01.2013 13:01
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#19
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Hallo Lutze,

wenn man sich vor Augen führt, was man als Polizist (Ost) für Kopfstände machen musste, um in den Polizeidienst (West) übernommen zu werden, ist meine Entscheidung heute nicht mehr nachvollziehbar. Wir haben die Gesetzeslage neu gelernt, uns von "Ausbildern" Demokratie beibringen lassen, sind argwöhnisch beäugt und aus manchem Kommissariat weggelobt worden... Trotzdem gab's den Ritterschlag und für mich und die Kripo-Marke + Dienstwaffe am Platz der Luftbrücke. Und aus dem gelben Behelfsausweis wurde sogar noch ein richtiger Dienstausweis der Berliner Polizei. Was war ich stolz auf meinen Job. Egal in welchem Kommissariat... Und ich hab so einige durch...

Was wäre allerdings aus der Beziehung geworden? Ich finde, dies ist ein 2-schneidiges Schwert. Meine Frau ist immer noch Lehrerin und kann "ihren" Traumberuf am Ort "ihrer" Wahl ausüben. Ich kann das nicht mehr, weil ich eine Entscheidung getroffen habe, die mir so richtig auf die Füße gefallen ist. Und je mehr ich darüber nachdenke, trete ich mich gepflegt selbst in den A****.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Frau war und ist es wert!!!!

VG
Erik


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15.01.2013 13:13
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#20
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Zitat von erkoe im Beitrag #19


Was wäre allerdings aus der Beziehung geworden? Ich finde, dies ist ein 2-schneidiges Schwert. Meine Frau ist immer noch Lehrerin und kann "ihren" Traumberuf am Ort "ihrer" Wahl ausüben. Ich kann das nicht mehr, weil ich eine Entscheidung getroffen habe, die mir so richtig auf die Füße gefallen ist. Und je mehr ich darüber nachdenke, trete ich mich gepflegt selbst in den A****.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Frau war und ist es wert!!!!

VG
Erik



Naja Erik,

klar ist das mit der Pendelei blöd, andererseits habe ich Dich so verstanden, dass die Kripo, nach der Fliegerei schon so etwas wie ein Traumjob war. Wenn beide Partner ihren Traumjob haben, sollte eine Beziehung an der wöchentlichen Pendelei, sofern diese zeitlich begrenzt ist nicht zerbrechen.

Jetzt ist aber passiert, was passiert ist und in Deinem Fall ist es wohl das beste, wenn Du bzgl. Deiner verpassten Verbeamtung nach folgendem Grundsatz lebst: Beachtung (Nachdenken) bringt Verstärkung, Nichtbeachtung (nicht drüber nachdenken) bringt Befreiung.

Das mache ich auch immer, wenn ich etwas nicht mehr ändern kann.
Und es hilft mir.

andy


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15.01.2013 13:26
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#21
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Andy,

jede Woche Freitag 370 km hin und Sonntag 370 km zurück, davon im Sommer die ganze Strecke mangels PKW mit dem Motorrad. Da gehst du eigentlich schon nach einem viertel Jahr auf dem Zahnfleisch...

Aber du hast Recht, die Erfahrungen als Polizist möchte ich nicht missen, ebenso wie die in der Fliegerei. Falls meine Kinder mal Kinder anschleppen sollten, hätte der Opa wenigstens was zu erzählen...

VG
Erik


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15.01.2013 13:30
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#22
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Zitat von erkoe im Beitrag #19
Hallo Lutze,

wenn man sich vor Augen führt, was man als Polizist (Ost) für Kopfstände machen musste, um in den Polizeidienst (West) übernommen zu werden, ist meine Entscheidung heute nicht mehr nachvollziehbar. Wir haben die Gesetzeslage neu gelernt, uns von "Ausbildern" Demokratie beibringen lassen, sind argwöhnisch beäugt und aus manchem Kommissariat weggelobt worden... Trotzdem gab's den Ritterschlag und für mich und die Kripo-Marke + Dienstwaffe am Platz der Luftbrücke. Und aus dem gelben Behelfsausweis wurde sogar noch ein richtiger Dienstausweis der Berliner Polizei. Was war ich stolz auf meinen Job. Egal in welchem Kommissariat... Und ich hab so einige durch...

Was wäre allerdings aus der Beziehung geworden? Ich finde, dies ist ein 2-schneidiges Schwert. Meine Frau ist immer noch Lehrerin und kann "ihren" Traumberuf am Ort "ihrer" Wahl ausüben. Ich kann das nicht mehr, weil ich eine Entscheidung getroffen habe, die mir so richtig auf die Füße gefallen ist. Und je mehr ich darüber nachdenke, trete ich mich gepflegt selbst in den A****.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Frau war und ist es wert!!!!

VG
Erik

hallo Erik,
sei froh,dass du eine so tolle Frau hasst die wirklich hinter dir steht,
aber um auf das Ausgangsthema zurückzukommen,auch wir(26 Jahre verheiratet) überlegen
ernsthaft von S/H nach Meck/Pomm zurückzugehen(wegen Gesundheit derEltern)
aber das ist einfacher gesagt als getan,hier die Arbeit behalten und dort mit Ende 40,
wird schwierig
gruss Lutze

wer kämpft kann verlieren,
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15.01.2013 13:48
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#23
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Zitat von Lutze im Beitrag #22
Zitat von erkoe im Beitrag #19
Hallo Lutze,

wenn man sich vor Augen führt, was man als Polizist (Ost) für Kopfstände machen musste, um in den Polizeidienst (West) übernommen zu werden, ist meine Entscheidung heute nicht mehr nachvollziehbar. Wir haben die Gesetzeslage neu gelernt, uns von "Ausbildern" Demokratie beibringen lassen, sind argwöhnisch beäugt und aus manchem Kommissariat weggelobt worden... Trotzdem gab's den Ritterschlag und für mich und die Kripo-Marke + Dienstwaffe am Platz der Luftbrücke. Und aus dem gelben Behelfsausweis wurde sogar noch ein richtiger Dienstausweis der Berliner Polizei. Was war ich stolz auf meinen Job. Egal in welchem Kommissariat... Und ich hab so einige durch...

Was wäre allerdings aus der Beziehung geworden? Ich finde, dies ist ein 2-schneidiges Schwert. Meine Frau ist immer noch Lehrerin und kann "ihren" Traumberuf am Ort "ihrer" Wahl ausüben. Ich kann das nicht mehr, weil ich eine Entscheidung getroffen habe, die mir so richtig auf die Füße gefallen ist. Und je mehr ich darüber nachdenke, trete ich mich gepflegt selbst in den A****.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Frau war und ist es wert!!!!

VG
Erik

hallo Erik,
sei froh,dass du eine so tolle Frau hasst die wirklich hinter dir steht,
aber um auf das Ausgangsthema zurückzukommen,auch wir(26 Jahre verheiratet) überlegen
ernsthaft von S/H nach Meck/Pomm zurückzugehen(wegen Gesundheit derEltern)
aber das ist einfacher gesagt als getan,hier die Arbeit behalten und dort mit Ende 40,
wird schwierig
gruss Lutze



Hallo Lutze,

ich werd's ihr ausrichten. Mittlerweile ist ihre Mutter erkrankt und hört kaum noch was. Hier relativiert sich meine Entscheidung, denn stell dir vor, sie müsste jedesmal von Berlin nach Thüringen fahren, um die Mutter zu pflegen. Selbst wenn wir beide in unseren "Traum"-Job's arbeiten würden, wäre dies eine arge Belastung für die Beziehung und der Ausgang ungewiss. Trotzdem bleibe ich dabei: Damals war es die falsche Entscheidung. Ich habe zwar nie mit den Ämtern zu tun haben müssen, aber Spaß am Beruf stelle ich mir anders vor.

Und ich muss sicher nicht betonen, dass in der heutigen Zeit, mit 45 Lenzen auf dem Buckel, ein Neuanfang so gut wie ausgeschlossen ist.

VG
Erik


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15.01.2013 14:03
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#24
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Zitat von erkoe im Beitrag #23
Zitat von Lutze im Beitrag #22
Zitat von erkoe im Beitrag #19
Hallo Lutze,

wenn man sich vor Augen führt, was man als Polizist (Ost) für Kopfstände machen musste, um in den Polizeidienst (West) übernommen zu werden, ist meine Entscheidung heute nicht mehr nachvollziehbar. Wir haben die Gesetzeslage neu gelernt, uns von "Ausbildern" Demokratie beibringen lassen, sind argwöhnisch beäugt und aus manchem Kommissariat weggelobt worden... Trotzdem gab's den Ritterschlag und für mich und die Kripo-Marke + Dienstwaffe am Platz der Luftbrücke. Und aus dem gelben Behelfsausweis wurde sogar noch ein richtiger Dienstausweis der Berliner Polizei. Was war ich stolz auf meinen Job. Egal in welchem Kommissariat... Und ich hab so einige durch...

Was wäre allerdings aus der Beziehung geworden? Ich finde, dies ist ein 2-schneidiges Schwert. Meine Frau ist immer noch Lehrerin und kann "ihren" Traumberuf am Ort "ihrer" Wahl ausüben. Ich kann das nicht mehr, weil ich eine Entscheidung getroffen habe, die mir so richtig auf die Füße gefallen ist. Und je mehr ich darüber nachdenke, trete ich mich gepflegt selbst in den A****.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Frau war und ist es wert!!!!

VG
Erik

hallo Erik,
sei froh,dass du eine so tolle Frau hasst die wirklich hinter dir steht,
aber um auf das Ausgangsthema zurückzukommen,auch wir(26 Jahre verheiratet) überlegen
ernsthaft von S/H nach Meck/Pomm zurückzugehen(wegen Gesundheit derEltern)
aber das ist einfacher gesagt als getan,hier die Arbeit behalten und dort mit Ende 40,
wird schwierig
gruss Lutze



Hallo Lutze,

ich werd's ihr ausrichten. Mittlerweile ist ihre Mutter erkrankt und hört kaum noch was. Hier relativiert sich meine Entscheidung, denn stell dir vor, sie müsste jedesmal von Berlin nach Thüringen fahren, um die Mutter zu pflegen. Selbst wenn wir beide in unseren "Traum"-Job's arbeiten würden, wäre dies eine arge Belastung für die Beziehung und der Ausgang ungewiss. Trotzdem bleibe ich dabei: Damals war es die falsche Entscheidung. Ich habe zwar nie mit den Ämtern zu tun haben müssen, aber Spaß am Beruf stelle ich mir anders vor.

Und ich muss sicher nicht betonen, dass in der heutigen Zeit, mit 45 Lenzen auf dem Buckel, ein Neuanfang so gut wie ausgeschlossen ist.

VG
Erik



hallo Erik,
jedenfalls brauchst du dir diesbezüglich keinen Vorwurf machen,
und wer gibt schon gerne zu Fehler gemacht zu haben,
deine Beiträge sind ehrlich rübergekommen
gruss Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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15.01.2013 14:55 (zuletzt bearbeitet: 15.01.2013 14:56)
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#25
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( gelöscht )

Hallo Erik, Lutze, Rainman und Andy,

danke für Eure sehr interessanten Beiträge, die viele Aspekte des persönlichen Lebens und Erlebens offenbaren. Es gibt sicherlich bei anderen Usern ähnliche Schnittstellen die Entscheidungen mit Tragweiten erfordern, die oftmals vorher nicht erkenn- und absehbar sind. Mein Respekt.
Sicherlich zögert man ab einem gewissem Alter auch mit mancher Entscheidung - aber manchmal sind sie auch umungänglich, um für sich selbst auch noch einmal den Sinn des Lebens zu bestimmen.
Ich habe u.a. 2006 im Alter von 57 Jahren mich noch einmal in das Abenteuer der Selbstständigkeit gestürzt und es bis heute nicht bereut. Ich hätte es bereits Jahre zuvor machen sollen, hatte aber auch gehadert. Verbunden mit dieser wirtschaftlichen Veränderung war die Rückkehr aus dem Bayernland nach Norddeutschland.
War von 1998 bis 2006 für zwei bayrische Unternehmen als Geschäftsführer tätig, es waren GmbH´s - auch anders übersetzt "Geh mit und du bist hin!". Also derjenige, der vor dem Gesetz seinen Kopf für andere hinhalten muß. Einige Mitstreiter und ich waren es leid, mit unserer guten, aber schlecht honorierten Tätigkeit, die Taschen der Geschäftsinhaber weiter zu füllen. Ein damaliger Großkunde half uns bei der Entscheidung und wir wagten eine Ausgründung. Andere ehemalige Kunden zogen nach. Die heutige Firma, nach dem Vorbild von MBO (Management-Buy-out), ist schuldenfrei und refinanziert sich aus den laufenden Kosten. Dieses "postsozialistische" Modell wird aber sehr argwöhnisch von einigen staatlichen Institutionen beobachtet, aber sie kommen auch nicht herum, uns eine sehr korrekte, teilweise vorbildliche Arbeitsweise zu bescheinigen. Alle gesetzlichen und sozialversicherungspflichtigen Bestimmungen werden eingehalten und eine übertarifliche Entlohnung schafft nicht nur ein gutes Betriebsklima, sondern fördert auch den Leistungswillen und die Leistungsbereitschaft aller Beteiligten. Man muß nicht immer 3 kg - Brote backen, es reichen oftmals auch Schrippen, um satt zu werden und zufrieden zu sein. Es sind alle sozial und finanziell ordentlich abgefedert und das in der DDR verletzte Leistungsprinzip wird auch weiterhin von uns gemeinsam umgesetzt - wie auch die kollektive Beratung und das Prinzip der straffen Einzelleitung (manchmal auch miltärischen...). Es hat sich seit März 2006 bewährt und bis dato alle Klippen erfolgreich umschifft. So langsam erfolgt die Übergabe des Staffelstabes an die Jüngeren, denn ich hege die Absicht, im kommendem Jahr meine Rente zu beanspruchen. Werde aber der Truppe weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Vierkrug.


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15.01.2013 15:24
avatar  GeMi
#26
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Hallo erkoe,
in Deiner Geschichte finde ich irgendwie unsere wieder. Bei uns ist es allerdings umgedreht. Meine Frau hat für mich ihren Traumjob aufgegeben. Wir ertappen uns jetzt immer öfter bei dieser "Was-wäre-wenn"-Geschichte. Zurückdrehen kann man das Rad der Geschichte allerdings nicht mehr. Wir haben es damals nicht besser gewusst und hatten uns 1994 entschieden, nach Rheinland-Pfalz umzusiedeln. Zu dieser Zeit gab es für mich als Konstrukteur im Maschinenbau keine Stellen. Nach 9 Monaten Arbeitslosigkeit liegen die Nerven schon etwas blank.
Das Unüberlegte an der Sache war, daß wir fast nur nach dem Verdienst geschaut hatten. Wie wichtig Freundschaften, Verwandschaft und die Heimatgefühle meiner Frau sind, haben wir erst später festgestellt. Ich habe in dieser Hinsicht keine Probleme. Wo mein Arbeitsplatz und mein Bett ist, dort ist auch meine Heimat. Meine Frau hat da schon große Probleme.
Und wenn man schon nach dem Gelde schaut, dann aber richtig (Renten, Preise für Immobilien, Fahrtstrecken ...).
Insgesamt ist der Wechsel nach Rheinland-Pfalz trotzdem positiv zu bewerten, denn an eine Rückkehr nach Sachsen-Anhalt denken wir nicht.

Ala tschüß.

Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau


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15.01.2013 15:37
avatar  Udo
#27
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Udo

Wir sind 2003, nach dem Studium meiner damaligen Freundin (jetzt Ehefrau) von Wittenberge (hallo Ex-Huf) berufsbedingt nach Nauen gezogen. Meine Frau arbeitet in O-burg, ich in der Nähe von Werder/Havel. Nauen ist die goldene Mitte.
Anfangs war es sehr trist, denn Freunde und Familie blieben zurück und Nauen war nun nicht gerade der schönste Ort Brandenburgs. Am Wochenende sind wir meist doch „nach Hause“ gefahren.
Mittlerweile haben wir uns ein Häuschen gekauft und auch hier Freunde kennen gelernt. Die Stadt hat sich sehr entwickelt und wir erfreuen uns der Nähe zur Landes- und Bundeshauptstadt durch reichhaltiges Kulturangebot und sonstiger Begehrlichkeiten.
Zurück wollen wir nicht, denn mittlerweile sehen wir Wittenberge mit anderen Augen. Die Freundschaften in diese Stadt erhalten wir in jedem Fall aufrecht.


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15.01.2013 20:54
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#28
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( gelöscht )

Zitat von Lutze im Beitrag #22
Zitat von erkoe im Beitrag #19
Hallo Lutze,

wenn man sich vor Augen führt, was man als Polizist (Ost) für Kopfstände machen musste, um in den Polizeidienst (West) übernommen zu werden, ist meine Entscheidung heute nicht mehr nachvollziehbar. Wir haben die Gesetzeslage neu gelernt, uns von "Ausbildern" Demokratie beibringen lassen, sind argwöhnisch beäugt und aus manchem Kommissariat weggelobt worden... Trotzdem gab's den Ritterschlag und für mich und die Kripo-Marke + Dienstwaffe am Platz der Luftbrücke. Und aus dem gelben Behelfsausweis wurde sogar noch ein richtiger Dienstausweis der Berliner Polizei. Was war ich stolz auf meinen Job. Egal in welchem Kommissariat... Und ich hab so einige durch...

Was wäre allerdings aus der Beziehung geworden? Ich finde, dies ist ein 2-schneidiges Schwert. Meine Frau ist immer noch Lehrerin und kann "ihren" Traumberuf am Ort "ihrer" Wahl ausüben. Ich kann das nicht mehr, weil ich eine Entscheidung getroffen habe, die mir so richtig auf die Füße gefallen ist. Und je mehr ich darüber nachdenke, trete ich mich gepflegt selbst in den A****.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Frau war und ist es wert!!!!

VG
Erik

hallo Erik,
sei froh,dass du eine so tolle Frau hasst die wirklich hinter dir steht,
aber um auf das Ausgangsthema zurückzukommen,auch wir(26 Jahre verheiratet) überlegen
ernsthaft von S/H nach Meck/Pomm zurückzugehen(wegen Gesundheit derEltern)
aber das ist einfacher gesagt als getan,hier die Arbeit behalten und dort mit Ende 40,
wird schwierig
gruss Lutze
Insgesamt alles interessante Berichte.
Irgendwo hier im Forum gibt es schon einen ähnlichen Fred,dort schrieb ich auch schon.

Das der Erik eine tolle Frau hat die hinter ihm steht,wird bestimmt so sein!
Ich für meinen Teil lese aber auch aus @erkoes Texten heraus,dass unser EX-HUBSCHRAUBÄR seinen Beruf für seine Frau aufgegeben hat und zu ihr gezogen ist.
Er liebte seinen alten Beruf,mehr als seine jetzige Arbeit.
Das muß Liebe sein!
Nun sag ich mal,Eriks Frau kann ebenso froh und stolz sein,solch einen Mann zu haben,der vollends hinter ihr steht und all seine damaligen Pläne über den Haufen schmiss.
Solche Opferbereitschaft verlangt RESPEKT!
Das würde nicht jede(r) machen.....

Übrigens,ich feiere im Sommer meine Silberne........mit immer noch der 1. Puppe

Gruß ek40


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26.03.2014 20:04
#29
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Ich bin gebürtiger Thüringer aus Gera ,-
nach meiner Ausbürgerung im April 1989 hab ich mich für die badischen Weinberge als neuen Wohnsitz entschieden.
Im Herzen bleibe ich immer ein Thüringer - obwohl ich nun - nach 25 Jahren in der wärmsten Ecke Deutschlands ,- nie wieder zurückgehen werde...

....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !


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26.03.2014 20:52
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#30
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( gelöscht )

Bei mir war das ganz einfach ,wo die Liebe hin fällt,das war vor 30 Jahren,dieses Jahr wird gesilbert.
Kurz und schmerzlos.
Gruss Rainer


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