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#621

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 14:25
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Zitat von Larissa im Beitrag #619
#617 "Die Russen" werden gewiss nicht auf solche Schreier wie Dir eingehen. Trump Mode so zu reden. Schon mal was von Objektivitaet gehoert? Dazu gehoert auch, ueber seinen Schatten zu springen - es wenigstens zu versuchen. Ueber Geschichte laesst sich streiten und diskutieren, nicht in dem Ton.
Geschichte ist Geschehen, neuer Aufmarsch mit Korridor nach Koenigsberg? Am besten die uebrigen von Polen und Rumaenien unter anderem verlorenen Heimat-Gebiete einfordern. Was sind das fuer Gedanken?
.........


Wo hat er denn geschrien, Larissa?
Ich kann davon nichts lesen. Es war eine Reaktion auf den Beitrag vom passport.
In Ostpolen waren die Polen mit weitem Abstand die stärkste Bevölkerungsgruppe, gefolgt von Juden (8%), Ukrainer, Litauer und Weissrussen. Es wohnten in diesem Gebiet weniger als 1% Russen. Stalin hat das natürlich nicht interessiert und sich in imperialistischer Art und Weise Ostpolen unter den Nagel gerissen.

Immer das gleiche Muster, 1929 schnitt man sich durch Einmarsch der roten Armee ein Stück der chinesischen Mandschurei ab, 1939 war dann Finnland an der Reihe..
Finnland wurde überfallen, Karelien von den Finnen etnisch "gesäubert" und 420.000 Finnen vertrieben, Stalin riss sich 10% der finnischen Industrie unter den Nagel. 1939 Polen wurde überfallen und Ostpolen ethnisch von den dort leben Polen "gesäubert", Rumänien wurde angegriffen, Besarabien sich einverleibt und über 250.000 Rumänen und Moldauer deportiert. Und gegen Ende des zweiten Weltkriegs okkupierte man noch einfach mal die Kurilieninsel von Japan und machte sie zum eigenen Staatsgebiet.


Das ist der Jammer dieser Welt,
Dass all die Dummheit der Millionen
Den wenigen, deren Geist erhellt,
Den Weisen wird zu Dornenkronen;
Dass sich der Massen Unverstand
Frech an des Genius Schwingen heftet,
Ihr zerrt aus seinem hohen Land,
Bis er zu Boden sinkt entkräftet.
Kurt Eisner
zuletzt bearbeitet 07.06.2019 14:26 | nach oben springen

#622

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 15:29
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Mit Verlaub, er ist ein einseitiger Schreier. Koenigsberg hergeben, da muss man sich an den Kopf fassen.

Übrigens, scheint so, wenn ich hier lese, dass Hitler-Deutschland und die Graeueltaten, Vereinnahmung und Ueberfaelle auf andere Länder nicht existierte.
Genau wie die Verfehlungen anderer Laender vollkommen - von damals bis in die heutige Zeit - ausgeblendet werden.
Der Russe hat einen breiten Ruecken.

Weiter so! :-))))


Eine LWS hat jeder. Dieses knöcherne Gestell,
das jeden schlecht oder Recht durchs Leben trägt
und auch repariert noch gute Dienste leistet.
Ein Kreuz ist es jedoch mit dem moralischen Rückgrat –
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#623

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 15:44
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@Gert ,

einfach einmal den Blick auf die Karte 1918 - 1945 schauen !

https://de.wikipedia.org/wiki/Curzon-Lin...19201947_de.svg

Die Curzon - Linie war die Westgrenze von Russland.



passport


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#624

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 16:27
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Zitat von Larissa im Beitrag #622
Mit Verlaub, er ist ein einseitiger Schreier. Koenigsberg hergeben, da muss man sich an den Kopf fassen.

Übrigens, scheint so, wenn ich hier lese, dass Hitler-Deutschland und die Graeueltaten, Vereinnahmung und Ueberfaelle auf andere Länder nicht existierte.
Genau wie die Verfehlungen anderer Laender vollkommen - von damals bis in die heutige Zeit - ausgeblendet werden.
Der Russe hat einen breiten Ruecken.

Weiter so! :-))))



Es war eine Reaktion vom freienhagener auf folgenden Satz von passport >>Die "Russen" haben sich nur ihr eigenes Gebiet zurückgeholt.<<
Komischerweise hast du dich darüber nicht aufgeregt @Larissa .... woher kommt´s?
Du wirst von meiner Seite nicht eine einzige Hetze gegen die Russen im forum finden.

Bezeichend ist, wenn man historische Tatsachen über die stalinistische Sowjetunion und die ethnischen Säuberungen erwähnt, dass sich einige im forum in ihrem orthodoxen politischen Glauben angegriffen fühlen.
Dass die Nationalsozialisten mit ihrer menschenverachtenden Ideologie Tod über ganz Europa und die Welt brachten, ist Tatsache und wird nicht bestritten.
Ich habe nie etwas von Rückgabe der deutschen Ostgebiete geschrieben. Zudem sind solche Forderungen auch spätestens nach 20 Jahren obsolet und nur mit neuem Unrecht verbunden weil eine junge Generation in den okkupierten Gebieten heimisch geworden ist.

Das relativiert trotzdem nicht die ethnischen Säuberungen Stalins in Bessarbien, Ostpolen, finnischen Karelien und auf den japanischen Kurilieninsel oder auch im Kaukasus. Bereits 1929, bevor die Nationalsozialisten an der Macht waren, hatte Stalin in imperalistischer Manier mit dem Einmarsch der roten Armee ein Stück von der chinesischen Mandschurei abgeschnitten.

In Ostpolen, dass sich das Zarenreich und die Habsburger bei der dritten polnischen Teilung unter den Nagel rissen, wohnten 1939 1% Russen.
Das ist natürlich ein Argument für die ruhmreiche Sowjetunion sich das Gebiet wieder einzuverleiben.
Schließlich war Josef Stalin ja auch der >>Bannerträger des Friedens und Fortschritts<<.


Zur dritten polnischen Teilung:
"Daß die Polen es gewagt hatten, ihr nationales Schicksal selbst bestimmen zu wollen, brachte dem polnischen Staat das Todesurteil.“
"Polen wurde gleichsam als ein verfügbarer und willkommener ‚Fond‘ angesehen, der es erlaubte, die territoriale Gewinnsucht der drei Mächte auf die einfachste Weise zu befriedigen und mit Hilfe dessen man außerdem die zwischen Preußen, Russland und Österreich herrschenden machtpolitischen Gegensätze in gemeinsamer Komplizenschaft zu Lasten eines unschuldigen Vierten verwandeln und so eine Zeitlang „harmonisieren“ konnte.“
– Martin Broszat: 200 Jahre deutsche Polenpolitik., Frankfurt am Main 1972, S. 63+64


Das ist der Jammer dieser Welt,
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Kurt Eisner
zuletzt bearbeitet 07.06.2019 17:00 | nach oben springen

#625

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 17:55
von Gert (gelöscht)
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Zitat von passport im Beitrag #623
@Gert ,

einfach einmal den Blick auf die Karte 1918 - 1945 schauen !

https://de.wikipedia.org/wiki/Curzon-Lin...19201947_de.svg

Die Curzon - Linie war die Westgrenze von Russland.



passport


@passport
dann schau mal auch auf die Karte was das zaristische Russland über hunderte Jahre mit Polen vor 1918 gemacht hat, gemeinsam mit Österreich Ungarn und dem Deutschen Reich. Sie, die Polen wurden durch diese 3 Imp. Mächte nur in den A .., getreten. Russlands Ansprüche sind auf dieses Gebiet gleich 0 , sowie auch auf die Krim und Ukraine, Teile Finnlands und Japans und und und.. Alles imperialistische Eroberungen durch den Zaren und nahtlos weitergeführt durch die Sowjets. Kurios ist dabei : sie die Sowjets und die Zarenclique, haben sich gehasst aber in einem waren sie sich einig, im Landraub von anderen Ländern, so geht Imperialismus.


Sperrbrecher hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.06.2019 17:56 | nach oben springen

#626

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 17:58
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@Grenzläufer
Du musst mir nicht erklaeren, wie einer schreibt oder was er meint. Ich gebe zu, manchmal sind Worte schwierig in Bedeutung umzusetzen, aber ich habe ein Alter erreicht, wo ich mir große Muehe gebe inzwischen. Solche Schreibweise lese ich seit Jahren. Und die sind hasserfuellt gegen Russland gerichtet. Nichts anderes.
Jedem das Seine. Kann Mann machen, dann muss er sich gefallen lassen, dass er Antwort bekommt. Andersherum ist es genau so. Ich kann mich mit @Gert hervorragend unterhalten, auch wenn wir beide eine voellig andere politische Einstellung haben.

Und Du. Keine Hetze gegen die Russen, nein, das sind nur die ueblichen Floskel, die sich eingeschlichen hat; „ruhmreiche Sowjetunion“ schreibst du. Zunaechst mal hiess das immer ruhmreiche Sowjetarmee. Sarkasmus und Ironie ausschalten, dann koennen wir uns besser unterhalten. Das wollen wir hier doch oder`?

Wir leben im 21. Jahrhundert. Die Deutschen wollen und sollen doch auch nicht mehr Ossis, Wessis oder Nazis genannt werden. Stimmte doch was Passport sagte. Warum sollte ich da ausrasten. Wer ausrastet, dass bist leider Du mit Deinen spitzen Bemerkungen gegen mich. Also, die Pistole beiseite legen, ich kann eh besser schießen als du. Hab ich von den Russen gelernt.

Nenne mir bitte die Stelle, wo ich gesagt haben soll, dass Du gegen die Russen hetzt?
Du suggerierst, dass einer ueber Dich schreibt. Ich habe es nicht getan. Aber abgesehen davon, Du hast noch nie etwas ueber die Einseitigkeit gegen Russland gelesen hier? Ironie aus. Also zieh Dir nicht zu, was nicht behauptet wurde, das ist voellig unnoetig..

Ich habe die Heuchelei und das staendige Beschimpfen von Russland – so was von satt! Ich lebe in Russland und in den USA u.a. und wenn ich ueber diese Laender schreibe, dann tue ich es ganz objektiv, mal positiv, mal negativ. Mit der Geschichte halte ich es genauso. Weil ich die Geschichte kenne weißt Du. Familiaer aus vier Laendern und historisch ebenso.

Und diesbezueglich unterhalte ich mich wann, wo und wie ich will. Kann ja einer anfangen mit Shit zu schmeissen. Und wenn einer meint, ich trete ihm zu nahe, dann soll er sich an mich wenden. Gerade mit dem Herrn, so habe ich festgestellt, ist keine Unterhaltung moeglich. Schade darum. Aber weisst Du, irgendwann gibt man auf.

Das heisst aber lange nicht, dass man sich alles bieten lassen muss.
Nein, die Tatsache, dass wie Du schreibst - dass die Nationalsozialisten mit ihrer menschenverachtenden Ideologie Tod über ganz Europa und die Welt brachten, ist Tatsache und wird nicht bestritten.

Na fantastisch. Wird nicht bestritten? Das bestreite ich wiederum. Das sehe ich nicht nur hier anders, naemlich dann, wenn die Verfehlungen anderer Laender immer herhalten muessen, um diese ‚Tatsache‘ der Nazi-Zeit in den Hintergrund zu stellen. Und wenn ich das sehe, dann ich kommentiere das.

Von Dir: Ich habe nie etwas von Rückgabe der deutschen Ostgebiete geschrieben. Zudem sind solche Forderungen auch spätestens nach 20 Jahren obsolet und nur mit neuem Unrecht verbunden weil eine junge Generation in den okkupierten Gebieten heimisch geworden ist.

Hallo !? Habe ich nie behauptet, dass Du etwas ueber das obengenannte geschrieben hast. Freienhagener hat es geschrieben, und darauf habe ich geantwortet. Ganz normal. So wie ich es denke. Und ich darf das.

Schade, dass so viel Hass noch besteht. Es wird hier viel geshrieben ueber Objektivitaet und Wahrheit – wenn aber der Hass so groß ist, und das ist es hier - dann lohnt es sich nicht die Muehe zu machen zu schreiben. Wenn Frau Steine klopfen gehen wuerde, dann waere abends wenigstens was zu sehen.

Also lassen wir das und unterhalten uns oder eben auch nicht.
einen ganz lieben Gruss und Frohe Pfingsten

---------------------njet, nun habe ich Dich irgendwo im Text zum Grenzgänger gemacht. Verzeihung.


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zuletzt bearbeitet 07.06.2019 18:03 | nach oben springen

#627

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 18:07
von Grenzläufer | 4.761 Beiträge | 20067 Punkte
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Zitat: >>Zunaechst mal hiess das immer ruhmreiche Sowjetarmee.<<

Ich habe ruhmreiche Sowjetunion geschreiben und mich nicht auf die Armee bezogen. Bitte keine Formulierungen umdrehen.
In der Geschichtsliteratur findet sich öfters die Formulierung, ruhmreiche Sowjetunion.

Frohe Pfingsten und bitte um Entschuldigung, dass ich stalinistische Verbrechen angesprochen habe.


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zuletzt bearbeitet 07.06.2019 18:18 | nach oben springen

#628

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 19:14
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Ich habe Deine Formulierung kommentiert, nicht umgedreht! Schade nur, dass Du dahinter die Worte Sarkasmus und Ironie aus - nicht gelesen hast.
Dein letzter Satz bestaetigt genau das, was ich insgesamt geschrieben habe.
Fuer mich ist das Gespraech beendet und ich
wuensche Dir einen guten Abend,
Larissa


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02_24 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#629

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 19:29
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D´accord.


Das ist der Jammer dieser Welt,
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Den wenigen, deren Geist erhellt,
Den Weisen wird zu Dornenkronen;
Dass sich der Massen Unverstand
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Kurt Eisner
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#630

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 19:31
von buschgespenst | 3.628 Beiträge | 13582 Punkte
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Zitat von passport im Beitrag #623
@Gert ,

einfach einmal den Blick auf die Karte 1918 - 1945 schauen !

https://de.wikipedia.org/wiki/Curzon-Lin...19201947_de.svg

Die Curzon - Linie war die Westgrenze von Russland.



passport




Die Curzon-Linie wurde im Dezember 1919 während des polnisch-sowjetischen Krieges von den Alliierten als provisorische minimale Ostgrenze Polens gezogen. 1939 wurde sie zur Demarkationslinie, 1945 zur Ostgrenze Polens.

Die ursprünglich provisorische polnische Ostgrenze

Die Curzon-Linie wurde nach dem Ersten Weltkrieg vom Alliierten Hohen Rat gezogen und sollte zunächst vorübergehend die minimale polnische Ostgrenze festlegen. Sie verlief nach einem Beschluß vom 8. Dezember 1919 vom äußersten Zipfel Ostpreußens nach Grodno und von dort südlich bis zum Bug, dann über Brest-Litowsk den Bug entlang bis Sokoly, wo bisher das Habsburger- und das Zarenreich sich berührt hatten. Diese Linie entsprach weitgehend der Grenze, die zwischen 1815 und 1914 Kongreßpolen und Rußland getrennt hatte. Der weiter südliche Grenzverlauf durch Galizien wurde zunächst nicht festgelegt. Zu diesem Zeitpunkt stand eine im Krieg mit der Sowjetunion befindliche polnische Armee in der Ukraine. Als sie im Sommer 1920 von dort vertrieben wurde, bat die polnische Regierung die Alliierten um Vermittlung, die daraufhin den Grenzverlauf bis zu den Karpathen festlegten und dabei Przemysl Polen, Ostgalizien hingegen der Ukraine bzw. der Sowjetunion zuschlugen. Nach der Übermittlung des Vorschlags durch den britischen Außenminister Lord Curzon an die sowjetische Regierung bürgerte sich der Name Curzon-Linie ein. Sie wurde nach der überraschenden Wende im sowjetisch-polnischen Krieg hinfällig, da die Siege der polnischen Armee unter Jozef Pilsudski eine Grenzregelung ermöglichten, die im Frieden von Riga vom März 1921 große Gebiete östlich der Curzon-Linie Polen zuschlug. Die Curzon-Linie spielte jedoch im August 1939 wieder eine Rolle, als die Sowjetunion und Nazideutschland den Hitler-Stalin-Pakt aushandelten und Polen entlang der Curzon-Linie untereinander teilten. Dieselbe Grenze strebte Stalin auch nach den Erfolgen über die Deutschen im Zweiten Weltkrieg an. Sie wurde von den Westmächten erst in Teheran, dann auf der Konferenz von Jalta anerkannt. 1951 wurde noch einige kleinere Korrekturen durchgeführt.

Der Friedensvertrag von Riga, auch Friede von Riga oder Vertrag von Riga von 1921 beendete den Polnisch-Sowjetischen Krieg von 1919 bis 1921.
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedensvertrag_von_Riga_(1921)

Die polnische Grenze verlief nun weit östlich der Curzon-Linie, stellenweise bis zu 250 km östlich des geschlossenen polnischen Sprach- bzw. Siedlungsgebietes. In großen Teilen der abgetretenen Territorien lebten mehrheitlich jeweils Ukrainer bzw. Weißrussen und damit waren dort polnische Einwohner in der Minderheit.

...


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)
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#631

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 07.06.2019 20:53
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Ostpolen
Polen 40%, Juden 8%, Ukrainer 34%, Weisrussen 8%.....
aus Widerstand und Kollaboration in Europa herausgegeben von Mechtild Gilzmer


Lemberg
Die Stadt hatte damals 361.000 Einwohner, die meisten davon Polen (1912 zwischen 50 und 53 Prozent, ab 1925 über 55 Prozent), ein Drittel mehrheitlich polonisierte Juden, außerdem Ukrainer, Deutsche und polnische Armenier.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lwiw


Woiwodschaft Tarnopol
Auf 16.500 km² lebten 1931 1.600.406 Menschen – darunter 789.114 (49,3 %) Polen, 728.135 (45,5 %) Ukrainer, 78.932 (4,9 %) Juden, 4.225 (0,3 %) Andere.
https://de.wikipedia.org/wiki/Woiwodschaft_Tarnopol#Bevölkerung

Brest (Weißrussland)
1931, 48.385 Einwohner, davon 21.315 Juden, 20.595 Polen, 1.327 Weißrussen
https://de.wikipedia.org/wiki/Brest_(Wei%C3%9Frussland)


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zuletzt bearbeitet 08.06.2019 01:40 | nach oben springen

#632

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 08.05.2020 10:07
von Gert | 1.275 Beiträge | 6558 Punkte
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gedenken wir der 55 Mio Toten des Krieges, der heute vor 75 Jahren durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands zu Ende ging. Erfreuen wir uns der Tatsache, dass wir nach diesem Tag bis heute 75 Jahre Frieden und Wohlstand erlebt haben. Erfreuen wir uns an der Tatsache, dass vor rund 30 Jahren unsere Heimat wieder vereinigt wurde, nach dem sie zuvor 45 Jahre zum Zankapfel der Großmächte geworden ist, an dem unser Volk am meisten gelitten hat. Hoffen wir gemeinsam, dass uns dieser Frieden in Europa weiter erhalten bleibt.
Ich wünsche allen einen sonnigen Tag

edit Korr.


Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost
zuletzt bearbeitet 08.05.2020 11:17 | nach oben springen

#633

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 08.05.2020 12:42
von Sperrbrecher | 4.156 Beiträge | 17196 Punkte
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zu #631
Diese Statistik hat eine irreführende Basis, denn Jude ist keine Nationalität oder Ethnie,
sondern eine Religion. Sie konnten Polen, Ukrainer, Deutsche oder Russen sein.

Ebenso gut konnte er ein Russe, Pole, Ukrainer oder Deutscher jüdischen Glaubens,
Katholik, Anhänger der Orthodoxie oder was auch immer sein. Sogar ein Muslim, was
ich allerdings in dieser Gegend zur damaligen Zeit aber eher für ungewöhnlich halten
würde, wenn man mal von den muslimischen Tataren im 14.Jahrhundert absieht.

https://www.owep.de/artikel/994-islam-ei...nische-religion


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie bewegte sich in engen Grenzen !
zuletzt bearbeitet 08.05.2020 12:52 | nach oben springen

#634

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 08.05.2020 15:27
von der 39. | 1.418 Beiträge | 7767 Punkte
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So ganz richtig kann ich heute nicht glücklich sein. Noch immer sterben und kämpfen deutsche Soldaten auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen und alle schweigen, kein lauter Protest. Noch immer gibt es keinen Friedensvertrag mit Deutschland, noch immer gibt es die auf Deutschland angewandte Feindstaatenklausel in der UN-Charta, noch immer sind wir ein nun vereintes Wirtschaftsgebiet. Wir tun nur so, als seien wir ein souveräner Staat.


PF75, schulzi, kindlep, Ehli, Hanum83, Rostocker, zweedi04, DoreHolm, Wahlhausener und LO-Fahrer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#635

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 08.05.2020 15:36
von coff | 1.346 Beiträge | 3888 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #632
gedenken wir der 55 Mio Toten des Krieges, der heute vor 75 Jahren durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands zu Ende ging. Erfreuen wir uns der Tatsache, dass wir nach diesem Tag bis heute 75 Jahre Frieden und Wohlstand erlebt haben. Erfreuen wir uns an der Tatsache, dass vor rund 30 Jahren unsere Heimat wieder vereinigt wurde, nach dem sie zuvor 45 Jahre zum Zankapfel der Großmächte geworden ist, an dem unser Volk am meisten gelitten hat. Hoffen wir gemeinsam, dass uns dieser Frieden in Europa weiter erhalten bleibt.
Ich wünsche allen einen sonnigen Tag

edit Korr.


bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht


"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten." ( Johann Wolfgang von Goethe )
Tobeck hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#636

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 08.05.2020 17:55
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Zitat von der 39. im Beitrag #634
So ganz richtig kann ich heute nicht glücklich sein. Noch immer sterben und kämpfen deutsche Soldaten auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen und alle schweigen, kein lauter Protest. Noch immer gibt es keinen Friedensvertrag mit Deutschland, noch immer gibt es die auf Deutschland angewandte Feindstaatenklausel in der UN-Charta, noch immer sind wir ein nun vereintes Wirtschaftsgebiet. Wir tun nur so, als seien wir ein souveräner Staat.

Es gibt einen Friedensvertrag, nur weil man für den einen anderen Namen gewählt soll er keiner sein ? Zu den Berufssoldaten die hin und wieder bei Aktionen der Uno zu Schäden kommen, kann ich nur sagen, im Gegensatz zum großen Krieg 39 - 45 wird kein Soldat gezwungen dort hin zugehen . Sie tun es freiwillig und für Geld und das nicht zu knapp.ist wie bei jedem Monteur der ins Ausland geht, meist auch für attraktive Honorare, gehört zum Berufsrisiko. .also lass mal die Haarspaltmaschine im Keller, alles im grünen Bereich.


Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost
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#637

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 08.05.2020 18:11
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Ich hatte richtig Glück das mein Vater nicht gefallen ist in Russland, sonst könnte ich das ja nicht mal schreiben.
Klingt immer pathetisch, aber ich wünsche mir Frieden auf Erden, für alle auf der Erde.
Wäre natürlich blöd für die Leute bei Krauss-Maffay oder Heckler und Koch, aber falls der Fall mal eintreten sollte, ich denke auch die würden gerne woanders ihr Geld verdienen.


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#638

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 08.05.2020 18:22
von Cambrino | 63 Beiträge | 601 Punkte
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Befreiung von Hab und Gut in meiner alten Heimat.


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#639

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 08.05.2020 18:46
von Gert | 1.275 Beiträge | 6558 Punkte
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #637
Ich hatte richtig Glück das mein Vater nicht gefallen ist in Russland, sonst könnte ich das ja nicht mal schreiben.
Klingt immer pathetisch, aber ich wünsche mir Frieden auf Erden, für alle auf der Erde.
Wäre natürlich blöd für die Leute bei Krauss-Maffay oder Heckler und Koch, aber falls der Fall mal eintreten sollte, ich denke auch die würden gerne woanders ihr Geld verdienen.


@Hanum83 die habe nichts mit dem Sänger Peter Maffey zu tun, sie heißen jedoch Kraussmaffei -Wegmann GmbH


Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost
zuletzt bearbeitet 08.05.2020 18:47 | nach oben springen

#640

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 08.05.2020 18:49
von Hanum83 | 11.372 Beiträge | 27644 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #639
Zitat von Hanum83 im Beitrag #637
Ich hatte richtig Glück das mein Vater nicht gefallen ist in Russland, sonst könnte ich das ja nicht mal schreiben.
Klingt immer pathetisch, aber ich wünsche mir Frieden auf Erden, für alle auf der Erde.
Wäre natürlich blöd für die Leute bei Krauss-Maffay oder Heckler und Koch, aber falls der Fall mal eintreten sollte, ich denke auch die würden gerne woanders ihr Geld verdienen.


@Hanum83 die habe nichts mit dem Sänger Peter Maffey zu tun, sie heißen jedoch Kraussmaffei -Wegmann GmbH

Aha, okay, wenn die dem Maffay, oder wie der heißt, gehören würden, würden sie vielleicht Gitarren bauen um die Musik in die Welt zu tragen.


EK42, HG 84/1, "Frühling-Freiheit!"
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zuletzt bearbeitet 08.05.2020 18:56 | nach oben springen



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