Der Ossi als Problembär der Nation

  • Seite 1 von 2
16.12.2012 18:12
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

Nachfolgenden interessanten Bericht las ich heute in der Volksstimme.
Ich will ihn euch nicht vorenthalten und denke,dass er nicht nur in diesem Forum sehr polarisieren wird.
Ein brisantes Thema wie ich finde.
Bin mal gespannt,wie ihr jene Studien-Auszüge kommentiert,was und wie ihr darüber denkt.
Ein Buch unter dem Namen Der "Ossi" wurde dazu auch veröffentlicht.
Wie gesagt,eine Leipziger Studie unter der Leitung der britischen Politikwissenschaftlerin Rebecca Pates,seit dem Jahre 2001 an der Uni Leipzig tätig kommt zu folgendem Ergebnis,ich zitiere:

"Die Ostdeutschen werden in überregionalen Medien dezidiert negativ dargestellt".

Die gebürtige Britin, seit 2001 an der Uni Leipzig tätig warnt,Zitat:

"Diese Ausgrenzung im eigenen Land ist hochgefährlich"

"Frage: Der Ostdeutsche ist also im eigenen Land ein Ausländer?

Pates: Genau. Der Ossi wird als Mitglied einer Personengruppe dargestellt, die nicht auf der Höhe der Zeit, vormodern und stets dem Wessi unterlegen ist. Die Ostdeutschen werden als eigene, als defizitäre Volksgruppe dargestellt - also wie Ausländer. Damit weist man auf den Ossi als eine ausgegrenzte Gruppe im eigenen Land, die durchaus auch angefeindet wird."

Quelle Zitate: http://www.volksstimme.de/nachrichten/de...der-Nation.html

So,ihr "Ossis" und auch "Wessis" ,nun mal ran an die Tasten,welche Gedanken habt ihr über diese Aussagen?
Aber schön nett untereinander bleiben,Danke.......

Den kompletten Zeitungsbericht bzw. das Interview mit ihr zum Thema kann man hier nachlesen. http://www.volksstimme.de/nachrichten/de...der-Nation.html

Ich wünsch euch allen noch einen schönen 3.Advent.

Gruß ek40

(Ach ja,bitte die Begriffe "Ossi&Wessi" nicht auf die Goldwaage legen,ich hab sie nicht erfunden........ )


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 18:31
avatar  Annakin
#2
avatar

Ihre Aussagen beziehen sich auf Studien Überregionaler Zeitungen. Hat sie mal persönlich mit Leuten gesprochen?
Ich glaube nicht.

Gruß Annakin


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 18:35
#3
avatar

Vielleicht passt dieses auch in's Thema?

Heute bei n-tv.de:

Geldgeil, arrogant, oberflächlich

Wie Ossis Wessis sehen

Besonders selbstkritisch sind ostdeutsche nicht. Das besagt zumindest eine neue Studie. Ostdeutsche beschreiben sich demnach als fleißig, erfindungsreich - und bescheiden. Ihren westdeutschen Landsleuten schreiben sie derart positive Eigenschaften selten zu.

Ein großer Teil der Menschen in Ostdeutschland belegt auch 22 Jahre nach der Wiedervereinigung die Menschen in Westdeutschland mit negativen Attributen wie Geldgier, Arroganz oder Oberflächlichkeit. "Ostdeutsche schreiben Westdeutschen praktisch nur negative Eigenschaften zu", heißt es laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" in einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach. ...

Weierlesen hier: http://www.n-tv.de/politik/Wie-Ossis-Wes...cle9796056.html


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 18:42
avatar  Oss`n
#4
avatar

Hallo,
ich bin Wossi und dieses Gejammer geht einem wirklich auf die Nerven.
Jeder muß doch selber wissen was er "Wert" ist.
Deshalb besteht für mich als ehem. Ossi auch überhaupt kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken.
Aber dieses Thema passt sehr gut.
In den letzten Tagen hatte ich mit Freunden ein ähnliches" Thema.
Ich lebe nun schon einige Zeit in BW und der Ausländeranteil in der Bevölkerrung ist hier sehr groß.
Obwohl ich mich hier nicht als Ausländer sehe ist uns eines sehr aufgefallen :
Polen unter sich - Zusammenhang- Kammeradschaft etc.
Russen, Türken, Italiener etc - alles das selbe - nur die "Ossis" - bei denen klappt das nicht.
Nur ein Beispiel:
Im Geschäft (man erkennt es am Dialekt) frage ich jemanden : Ah sie kommen auch aus Sachsen ?
Ja, sie auch ?
Ja.
Wie lange sind sie schon hier ?
10 Jahre.
Ahhhhhhhhhhhhhhhhhh, wir sind ja schon vor 30 Jahren abgehauen !
Sollte wohl heißen: wir sind schon länger "Wessis" ! (nicht nur einmal passiert)

Ich finde Kammeradschaft, Hilfsbereitschaft und andere Tugenden, die in der DDR seines gleichen suchten giebt es schon lange nicht mehr.

"Wir sind ein Volk" für die "Ossis" unter sich zählt das wohl seit der Wende nicht mehr.

Im Herzen werde ich immer Sachse bleiben, aber wenn man das mal über längere Zeit von einem anderem Standpunkt sieht kommt man in`s grübeln.

Meine Meinung


Oss`n


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 19:24
avatar  ( gelöscht )
#5
avatar
( gelöscht )

Ich finde diese ganze Ossi-Wessi-Klassifizierung unmöglich und schlicht und ergreifend, nach 23 Jahren Einheit, auch peinlich!! Es gibt da Idio*** und dort Idio*** und ebenso verhält es sich mit den netten Leuten. Da bedarf es auch nicht solcher Studien...ehrlich...die braucht kein Mensch.


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 19:57
#6
avatar

Oh,oh EK40, was für ein Threadtitel......Problembären werden doch immer erschossen.......muss ich mir jetzt Gedanken machen....?
Aber zum Thema: Was für ein verballhornter Bullshit! Auf meiner Arbeit ist bedingt durch die Grenznähe.....ähhhh....Ländergrenze die Mannschaft bunt durchmischt, so Hälfte/Hälfte. Probleme? Null! Mittlerweile sind auch viele "Ossis" in Leitungspositionen. Was einzig zählt ist, ob einer seinen Job geschissen kriegt, da ist es egal, auf welcher Seite des Zaunes man aufgewachsen ist.


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 19:57
avatar  ( gelöscht )
#7
avatar
( gelöscht )

Divide et impera. Deswegen wird das Thema ständig in den Medien am Köcheln gehalten.


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 20:17
avatar  ( gelöscht )
#8
avatar
( gelöscht )

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #5
Ich finde diese ganze Ossi-Wessi-Klassifizierung unmöglich und schlicht und ergreifend, nach 23 Jahren Einheit, auch peinlich!! Es gibt da Idio*** und dort Idio*** und ebenso verhält es sich mit den netten Leuten. Da bedarf es auch nicht solcher Studien...ehrlich...die braucht kein Mensch.
Ganz meiner Meinung,aber die Medien halten dieses Thema doch immer wieder am Köcheln....


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 20:25
avatar  ( gelöscht )
#9
avatar
( gelöscht )

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #6
Oh,oh EK40, was für ein Threadtitel......Problembären werden doch immer erschossen.......muss ich mir jetzt Gedanken machen....?
Aber zum Thema: Was für ein verballhornter Bullshit! Auf meiner Arbeit ist bedingt durch die Grenznähe.....ähhhh....Ländergrenze die Mannschaft bunt durchmischt, so Hälfte/Hälfte. Probleme? Null! Mittlerweile sind auch viele "Ossis" in Leitungspositionen. Was einzig zählt ist, ob einer seinen Job geschissen kriegt, da ist es egal, auf welcher Seite des Zaunes man aufgewachsen ist.
Hallo @Schuddelkind,bevor ich eventuell mit illegalen Waffen gejagt und erlegt werde,wollte ich dich noch fragen,ob Sch...en bei euch reicht?
Vielleicht haste auch nur das m vergessen .

Gruß ek40


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 20:30
avatar  ( gelöscht )
#10
avatar
( gelöscht )

Das heißt doch jetzt der "Problem-Peer!".
Fand ich nicht schlecht.

Und kein Ossi!


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 20:34
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

Hallo,
ich bin der Meinung, daß das OSSI/WESSI - Gelaber ein Problem der Medien ist, nicht eins der Betroffenen.
In meiner 13 jährigen Zeit als Taxifahrer habe ich nicht festgestellt, daß der Mensch der "anderen Seite" ein Problem mit seinen Gegenüber hat.
Von den Vorurteilen Bürgern anderer Bundesländer, wie Bayern gegen Preußen, oder "Fischköppe" gegen Sachsen (verzeiht mir ihr Leute aus MV,
ist liebevoll gemeint), spricht doch auch keiner.
Was soll dieses Gehabe Ost - West, das konkrete Leben ist es doch, was jeder mit seinen Mitmenschen macht.
Wie schon gesagt, Besserwisser oder Idioten gibt es hier und da, in Bremen, Magdeburg, Taunus oder Brandenburg.
Klaus


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 20:35
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

Zitat von damals wars im Beitrag #10
Das heißt doch jetzt der "Problem-Peer!".
Fand ich nicht schlecht.

Und kein Ossi!
Ach,ein "Problem-Genosse".......


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 21:31
avatar  Zermatt
#13
avatar

Bei mir in der Firma arbeiten auch einige "Ostdeutsche".Und..? Kein Thema..kein Problem.

Wir nehmen uns gegenseitige auf die Schippe....ganz locker.


 Antworten

 Beitrag melden
16.12.2012 22:37
#14
avatar

Ost - West - Vorbehalte und Vorurteile ? Nach meiner Erfahrung war das noch in den ersten Jahren nach der Wende ein Thema für Viele. Seit 1993 arbeitete ich als Außendienster für eine Firma West (tiefstes Rhld.-Pfz.). Verantwortungsbereich schrittweise steigernd bis auf alle Bundesländer außer Rhld.-Pfz, BW u. NRW, aber auch da vertretungsweise jährlich mehrfach auch unterwegs. So gut wie keine Probleme. Wenn, dann waren das ganz große Ausnahmen. Entscheidend war die Leistung und das Vertrauen, was zu den Kunden aufgebaut werden konnte und auch die Leitung im Stammbetrieb wußte das zu schätzen, wie mir gesagt wurde. Also ich sehe nicht, daß dieses ganze Ossi-Wessi-Geschwafel heute noch ernstzunehmen ist. In der Praxis, im täglichen Miteinander, ob geschäftlich oder privat, spielt das m.E. keine nenneswerte Rolle mehr. Westdeutsche, die seit vielen Jahren geschäftlich hier dauerhaft tätig sind und auch ihren Wohnsitz hier haben, werden wohl kaum den Besserwessi raushängen lassen, wie einige kurz nach 90 wegen der "Buschzulage". Entweder haben die dazugelernt oder sie sind weg vom Fenster. Da sehe ich eher noch Nachholebedarf bei den schulpflichtigen Kindern und in Berufsschulen. Da soll es gelegentlich noch vorkommen, daß Kinder von West-Eltern aus Dummheit oder weil sie es von den Eltern nicht anders wissen ihren Mitschülern Ost dumme Sprüche sagen.


 Antworten

 Beitrag melden
17.12.2012 18:08
avatar  PF75
#15
avatar

Mit diesem Thema kann man doch immer wieder schön von den wirklichen Problemen in diesem Land ablenken und vieleicht (oder sicherlich ?) ist es auch gar nicht gewollt das die Menschen sich als ein Volk fühlen,es könnte dadurch eventuell unangenehm für die Regierenden werden.


 Antworten

 Beitrag melden
17.12.2012 18:33
#16
avatar

Zitat von PF75 im Beitrag #15
Mit diesem Thema kann man doch immer wieder schön von den wirklichen Problemen in diesem Land ablenken und vieleicht (oder sicherlich ?) ist es auch gar nicht gewollt das die Menschen sich als ein Volk fühlen,es könnte dadurch eventuell unangenehm für die Regierenden werden.


Das seh ich genauso!


 Antworten

 Beitrag melden
17.12.2012 19:53
#17
avatar

Zitat von PF75 im Beitrag #15
Mit diesem Thema kann man doch immer wieder schön von den wirklichen Problemen in diesem Land ablenken und vieleicht (oder sicherlich ?) ist es auch gar nicht gewollt das die Menschen sich als ein Volk fühlen,es könnte dadurch eventuell unangenehm für die Regierenden werden.


Genau ! Teile und herrsche. Das das funktioniert, wußten schon die alten Römer und da der Mensch noch genauso funktioniert wie vor 2000 Jahren, funktioniert es auch heute noch so. Ich will nicht behaupten, daß es die meisten Politiker bewußt so halten, aber bewuß ist ihnen diese Wirkung ganz sicher und wenn es zweckmäßig erscheint, würde auch so gehandelt.


 Antworten

 Beitrag melden
18.12.2012 08:21
avatar  ( gelöscht )
#18
avatar
( gelöscht )

Das denke ich auch "Teile und Herrsche", einen großen Anteil hat das Lohngefälle (im Osten durchschnittlich 1/3 weniger). das schaft Frust auf die "Wessis" und die "Wessis" denken sie bezahlen den "Ossis" die "Einheit".

Im Wesen sind wir irgendwo gleich, das gleiche genetische Potential, ähnliche Stärken und Schwächen aber auch geteilt durch eine jahrzehnte unterschiedliche Prägung. Bei der Jugend ist das schon nicht mehr so spürbar.

Der wichtigste Schritt wäre der Wegfall des sozialen Neides durch solch ungleiche Behandlung.


 Antworten

 Beitrag melden
18.12.2012 10:07
avatar  ( gelöscht )
#19
avatar
( gelöscht )

Konnte als Monteur mit Kollegen in den 90ern den Westen erkunden,tolle Landschaften mit unterschiedlichsten Bewohnern kennenlernen.es gab da nie Probleme,im Gegenteil,die Neugier auf die "Brüder und Schwestern" ua in Hamburg,Dülmen,Andernach oder Saarlouis und etlichen anderen Städten machten noch Spass!!!
Der Keil heute sitzt und wird getrieben zwischen Arm und Reich,Gesunden und Kranken; auf den Punkt gebracht zwischen denen,die Leistungen erbringen und denen,die davon abgeschnitten sind.Hat mit O/W nichts mehr am Hut!
Ist aber nur meine Meinung.


 Antworten

 Beitrag melden
18.12.2012 20:57
#20
avatar

Ein Tariflohn OST 23 Jahre nach der Wiedervereinigung ist eine Schande für dieses Land, die Politiker und die Gewerkschaften!!!


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!