Erfahrungen/Kenntnisse/Wissen über Militärknast in Schwedt

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20.12.2012 17:08 (zuletzt bearbeitet: 20.12.2012 17:09)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #15
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #12
Zitat von mannomann14 im Beitrag #11
eine Unerlaubte Entfernung
gruß mannomann


Vielen Dank! Ich nehme mal an, das es dafür mächtig einen auf die Mütze gab.


24h UE wurden nach meiner Erinnerung als FF gewertet. Gerüchte besagten auch wenn mehrere UE = 24h ergaben galt das auch als FF und das war dann wohl ein Militärverbrechen. Da gab es keine Diszi mehr, da wurde verurteilt.
ABER: Ob das Stimmt mit den 24h kann ich auch nur noch aus der Erinnerung wiedergeben - Jesus würde da wohl sagen "... bitte deswegen nicht festnageln"

Mike59


Da wundert mich das die DDR-Fernsehzeitung "FF-Dabei" nicht verboten wurde.


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20.12.2012 17:17
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#17
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Zitat von Mike59 im Beitrag #15
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #12
Zitat von mannomann14 im Beitrag #11
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gruß mannomann


Vielen Dank! Ich nehme mal an, das es dafür mächtig einen auf die Mütze gab.


24h UE wurden nach meiner Erinnerung als FF gewertet. Gerüchte besagten auch wenn mehrere UE = 24h ergaben galt das auch als FF und das war dann wohl ein Militärverbrechen. Da gab es keine Diszi mehr, da wurde verurteilt.
ABER: Ob das Stimmt mit den 24h kann ich auch nur noch aus der Erinnerung wiedergeben - Jesus würde da wohl sagen "... bitte deswegen nicht festnageln"

Mike59


Da wundert mich das die DDR-Fernsehzeitung "FF-Dabei" nicht verboten wurde.



Der ist gut, lol. Fahnen Flucht =FF. Besser man war nicht Dabei.

Mike59


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20.12.2012 20:01
#18
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Zitat von Mike59 im Beitrag #15
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #12
Zitat von mannomann14 im Beitrag #11
eine Unerlaubte Entfernung
gruß mannomann


Vielen Dank! Ich nehme mal an, das es dafür mächtig einen auf die Mütze gab.


24h UE wurden nach meiner Erinnerung als FF gewertet. Gerüchte besagten auch wenn mehrere UE = 24h ergaben galt das auch als FF und das war dann wohl ein Militärverbrechen. Da gab es keine Diszi mehr, da wurde verurteilt.
ABER: Ob das Stimmt mit den 24h kann ich auch nur noch aus der Erinnerung wiedergeben - Jesus würde da wohl sagen "... bitte deswegen nicht festnageln"

Mike59


Galt das eigentlich auch für die Bausoldaten?

Intellektuelle spielen Telecaster


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20.12.2012 20:10
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#19
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #18
Zitat von Mike59 im Beitrag #15
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #12
Zitat von mannomann14 im Beitrag #11
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gruß mannomann


Vielen Dank! Ich nehme mal an, das es dafür mächtig einen auf die Mütze gab.


24h UE wurden nach meiner Erinnerung als FF gewertet. Gerüchte besagten auch wenn mehrere UE = 24h ergaben galt das auch als FF und das war dann wohl ein Militärverbrechen. Da gab es keine Diszi mehr, da wurde verurteilt.
ABER: Ob das Stimmt mit den 24h kann ich auch nur noch aus der Erinnerung wiedergeben - Jesus würde da wohl sagen "... bitte deswegen nicht festnageln"

Mike59


Galt das eigentlich auch für die Bausoldaten?


Die Frage kann ich nicht beantworten - aber die waren ja auch AA und da hätte das bis auf die Waffe wohl auch alles gegolten. Ist mal so eine grobe Einschätzung von mir.

mike59


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20.12.2012 22:53
#20
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #18
Zitat von Mike59 im Beitrag #15
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #12
Zitat von mannomann14 im Beitrag #11
eine Unerlaubte Entfernung
gruß mannomann


Vielen Dank! Ich nehme mal an, das es dafür mächtig einen auf die Mütze gab.


24h UE wurden nach meiner Erinnerung als FF gewertet. Gerüchte besagten auch wenn mehrere UE = 24h ergaben galt das auch als FF und das war dann wohl ein Militärverbrechen. Da gab es keine Diszi mehr, da wurde verurteilt.
ABER: Ob das Stimmt mit den 24h kann ich auch nur noch aus der Erinnerung wiedergeben - Jesus würde da wohl sagen "... bitte deswegen nicht festnageln"

Mike59


Galt das eigentlich auch für die Bausoldaten?


Welche meinst Du, die Baukompanie oder die Kollegen mit dem goldenen Spaten auf dem Schulterstücken ?
Da gibt/gab es Unterschiede. silberfuchs60

xxx


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21.12.2012 09:35
#21
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Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #20
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #18
[quote=Mike59|p222271][quote=Schuddelkind|p222109][quote=mannomann14|p222108]

Galt das eigentlich auch für die Bausoldaten?


Welche meinst Du, die Baukompanie oder die Kollegen mit dem goldenen Spaten auf dem Schulterstücken ?
Da gibt/gab es Unterschiede. silberfuchs60



Äh, keine Ahnung...... Klär mich mal auf, das interessiert mich!

Intellektuelle spielen Telecaster


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21.12.2012 22:31
#22
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #21
Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #20
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #18
[quote=Mike59|p222271][quote=Schuddelkind|p222109][quote=mannomann14|p222108]

Galt das eigentlich auch für die Bausoldaten?


Welche meinst Du, die Baukompanie oder die Kollegen mit dem goldenen Spaten auf dem Schulterstücken ?
Da gibt/gab es Unterschiede. silberfuchs60



Äh, keine Ahnung...... Klär mich mal auf, das interessiert mich!


weiß nicht , das gehört nicht zur Thematik Schwedt ...können über PM oder falls es noch andere Interessenten gibt auch..... Gruß silberfuchs60

xxx


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23.12.2012 07:11 (zuletzt bearbeitet: 23.12.2012 07:29)
#23
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Hallo zusammen,

zunächst einmal: Bausoldaten wurden die genannt, die auf Grund der Verweigerung des Dienstes mit der Waffe mit einem Spaten auf der Schulterklappe gekennzeichnet waren. Die Bezeichnung traf nicht für Angehörige von Baukompanien beispielsweise der Grenztruppen zu, die ja für Bauarbeiten bis einschließlich zum vorderen Sperrelement engesetzt wurden.

Zur Unterscheidung bei "Schwedt": Es gab zwei verschiedene Arten der Insassen. Einmal die Strafarrestanten, die maximal bis zu 3 Monaten dort verbringen mussten. Und zum zweiten die Militärstrafgefangenen, die bis zu zwei Jahren dort einsitzen konnten (mehr dazu im bereits von Feliks genannten Link: militärgefängnis-schwedt.de).

Dann zur Frage, wie und wofür man nach Schwedt kam (hier nur mir bekannte Beispiele):
Tätlichkeiten waren eine Möglichkeit und das nicht nur gegenüber Vorgesetzten. Hier hing es von der Schwere des Vergehens und der Einsicht desjenigen mit ab, ob es nur Arrest in der Einheit, Strafarrest in Schwedt oder Militärstrafvollzug wurde. In einem Fall in meiner Einheit hatten 2 Soldaten einen anderen Soldaten verprügelt. Der eine zeigte sich reuig und bekam 10 Tage Arrest im Regimentsstab, der andere zeigte keine Reue und kam für 3 monate nach Schwedt.
Ähnliches galt auch für Kameradendiebstahl. Da ging beim Kleindiebstahl von Arrest in der Einheit bis Militärstrafvollzug so ziemlich alles. In einem Fall hatte ein Offiziersschüler mehrere Spinde aufgebrochen und Kleinigkeiten entwendet. Andere vor ihm waren glimpflich davongekommen. Er hatte zuvor Alkohol getrunken, den er mit auf die Einheit gebracht hatte. Das wurde ihm zum Verhängnis und führte ihn nach Schwedt, wobei ich nicht mehr sagen kann, ob als Arrestant oder Militärstrafgefangener.
"Progressive Bestrafungen" konnten im schlimmsten Fall auch nach Schwedt führen. In einem Fall in meiner Einheit hatten wir einen Soldaten, der wiederholt Befehle nicht ausgeführt hatte. Am Anfang gab es Verweise, dann Ausgangs- und Urlaubssperre, dann Arrest. Als die Sache so weiterging, wurde vom Offizier Innerer Dienst des Regiments als nächste Strafe Strafarrest in Schwedt in Aussicht gestellt.
Fahrlässige Tötung. Ein Fähnrich aus unserem Regiment hatte bei einer Jagd einen Hauptmann erschossen. Er kam als Militärstrafgefangener nach Schwedt (die Dauer ist mir nicht mehr bekannt).

Was passierte dort mit den Arrestanten bzw. Militärstrafgefangenen?
Ich war selbst nie dort und habe damit keine eigenen Erlebnisse. Als Polit in der Stabskompanie des Regiments erlebte ich allerdings häufiger die Rückkehr von Leuten aus Schwedt. Sie waren alle auf eine für mich erschreckende Weise verändert. Sie waren verschlossen, schweigsam, meist in sich gekehrt und kaum noch in ihre Gruppe integriert. In politischen Diskussionen kam man nicht mehr an sie ran, es kamen bestenfalls noch Statements wie aus dem Staatsbürgerkundelehrbuch. Das militärische Verhalten ließ sich durch ein Wort treffend beschreiben: Kadavergehorsam.
Der Hauptfeldwebel unserer Kompanie hatte mal einen Soldaten nach Schwedt zu bringen und er schilderte sehr ausführlich den Empfang des Soldaten. Die Einzelheiten sind mir entfallen, da sich relativ schnell ein treffendes Vergleichsbild darüber schob, und das war der Film von Stanley Kubrick "Full Metal Jacket". Ich denke, es lief auf diese Art der Brechung des eigenen Willens hinaus. Nur so ließen sich für mich die Veränderungen an den Rückkehrern erklären.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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06.03.2020 10:29
#24
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Ich hatte gestern ein intr. Gespräch mit einem MA, der 1986 als GWDler bei der Marine einen zu drei Monaten verurteilten mit nach Schwedt begleiten musste. Dieser Kamerad war körperlich und gesundheitlich so schwach, dass er außer dem begleitenden Offizier auch noch einen Gepäckträger brauchte. Dieser wurde dann beim Empfang auch gleich mit: "Gesicht zur Wand, Hände hoch und Beine breit!" angerautzt, bevor er sich erklären konnte, dass er nur der Helfer und nicht der Häftling ist.
Danach hatte er aber die Gelegenheit dieser Aufnahmeprozedur zu folgen und sich sogar zeitweise mit einem Wachmann zu unterhalten. Dabei erfuhr er auch, die bereits oben geschilderte Trennung bis 3 Monate und über 3 Monate und die entsprechende Unterbringung in getrennten Bereichen. Ich denke, dass solchen Beobachtungen sehr interessant sind, da die selbst betroffenen in der Regel so traumatisiert sind, dass sie noch Jahrzehnte später nicht darüber sprechen können.

Sojus


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06.03.2020 13:17
#25
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Ich zitiere mal einen Beitrag von mir (paar Jahre alt) aus dem folgenden Thema:

https://www.forum-ddr-grenze.de/t10916f126-Werde-ich-nie-vergessen-diese-Zeit.html#msg303866

Zitat:


"Jetzt ist "Schwedt" wieder im Kopf...

Ich habe zweimal erlebt, dass AA nach Schwedt "gewandert" sind.
Das erste Mal in Bad Frankenhausen im GWD 1974- nachdem ein Soldat mit einem Ural und besoffen "uE" gegangen ist und auf seiner Fahrt (wimre in Artern ?) eine schwangere Frau totgefahren hat. Ihr Kleinkind im Kinderwagen hat wohl überlebt...

Das zweite mal im Resi- Dienst in Marienberg 1982- dort haben drei Panzer- Uffze auf der Stube gesoffen und in ihrem Tran den UvD "einbestellt" (...einer von denen!- auch Uffz).
Sie haben dann, wie der Regimenter im Sonder-Appell am Tag danach sagte: "..an sich sexuelle Handlungen durchführen lassen und ebensolche Handlungen am UvD durchgeführt"...
In seiner Not ist der UvD nackt durch die geschlossene Fensterscheibe (war im EG) gesprungen und wäre vor dem Fenster fast verblutet... !!
Zum Appell am Morgen waren die drei Uffze schon in Richtung Nord-Ost unterwegs...

Das nur mal, um klarzustellen, dass das nicht alle nur freiheitsliebende Helden waren... die NVA war eben (wie alle Armeen dieser Welt auch) ein Sammelbecken aller menschlichen Charaktere...

Siggi"

... ich verstehe, dass Ex- Insassen nicht gern darüber sprechen ..

Siggi

"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)

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07.03.2020 16:46
#26
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Das nur mal, um klarzustellen, dass das nicht alle nur freiheitsliebende Helden waren... die NVA war eben (wie alle Armeen dieser Welt auch) ein Sammelbecken aller menschlichen Charaktere...

Siggi"

... ich verstehe, dass Ex- Insassen nicht gern darüber sprechen ..

Siggi

Diese Unterschiede in den Haftursachen sind mir schon klar. Und ich bin sicher auch der letzte, der dafür ist, dass Verbrecher mit Safthandschuhen angefasst werden, wie es ja heute oft passiert. Aber ob bei den Insassen von Schwedt in der "Betreuung" ein Unterschied zwischen einem tatsächlichen Kriminellen und einem Grenzer, der nur nicht jemand erschießen wollte, gemacht wurde, wäre schon interessant. Von so einem Fall in meiner örtlichen und wirtschaftlichen Nähe habe ich jetzt erfahren. Er soll aber auch nicht drüber reden wollen. Ich werde es aber trotzdem versuchen. Vielleicht bekomme ich mit meinen eigenen Erfahrungen Zugang zu ihm.

In dem konkreten Fall, den mir ein MItarbeiter erzählt hat, handelte es sich wohl um einen körperlich und psychisch sehr beeinträchtigten Angehörigen der Marine. Er hatte seinen Urlaub mit dem Telegramm "Mutter gestorben" wohl unberechtigt verlängert und dann aus Angst die Kurve nicht mehr bekommen. Als man ihn hatte wurde er zu drei Monaten verdonnert, die er aber wegen Haftunfähigkeit nicht voll absitzen musste. Die große Frage dahinter ist nur: Wie konnte der durch die Musterung kommen und warum hat man das nicht vorher beendet? Er soll kaum in der Lage gewesen sein, sich auf den LKW hochzuziehen!

Sojus


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07.03.2020 22:50 (zuletzt bearbeitet: 07.03.2020 22:51)
#27
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Zitat von 13.08.Sojus im Beitrag #26
Das nur mal, um klarzustellen, dass das nicht alle nur freiheitsliebende Helden waren... die NVA war eben (wie alle Armeen dieser Welt auch) ein Sammelbecken aller menschlichen Charaktere...

Siggi"

... ich verstehe, dass Ex- Insassen nicht gern darüber sprechen ..

Siggi

Diese Unterschiede in den Haftursachen sind mir schon klar. Und ich bin sicher auch der letzte, der dafür ist, dass Verbrecher mit Safthandschuhen angefasst werden, wie es ja heute oft passiert. Aber ob bei den Insassen von Schwedt in der "Betreuung" ein Unterschied zwischen einem tatsächlichen Kriminellen und einem Grenzer, der nur nicht jemand erschießen wollte, gemacht wurde, wäre schon interessant. Von so einem Fall in meiner örtlichen und wirtschaftlichen Nähe habe ich jetzt erfahren. Er soll aber auch nicht drüber reden wollen. Ich werde es aber trotzdem versuchen. Vielleicht bekomme ich mit meinen eigenen Erfahrungen Zugang zu ihm.

In dem konkreten Fall, den mir ein MItarbeiter erzählt hat, handelte es sich wohl um einen körperlich und psychisch sehr beeinträchtigten Angehörigen der Marine. Er hatte seinen Urlaub mit dem Telegramm "Mutter gestorben" wohl unberechtigt verlängert und dann aus Angst die Kurve nicht mehr bekommen. Als man ihn hatte wurde er zu drei Monaten verdonnert, die er aber wegen Haftunfähigkeit nicht voll absitzen musste. Die große Frage dahinter ist nur: Wie konnte der durch die Musterung kommen und warum hat man das nicht vorher beendet? Er soll kaum in der Lage gewesen sein, sich auf den LKW hochzuziehen!

Sojus


Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir das hier schon mal ausdiskutiert. Schwedt war demnach für uns Grenzer ein künstlich aufgebautes Angstbild,eine Drohkulisse, damit keiner in der entsprechenden Situation "versagt". Wegen bloßem Nicht-schießen ist dann tatsächlich niemand nach Schwedt gegangen. Oder kann eienr von uns glaubhaft bestätigen, daß das der Fall war ?


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08.03.2020 11:29
avatar  Mike59
#28
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #27
Zitat von 13.08.Sojus im Beitrag #26
Das nur mal, um klarzustellen, dass das nicht alle nur freiheitsliebende Helden waren... die NVA war eben (wie alle Armeen dieser Welt auch) ein Sammelbecken aller menschlichen Charaktere...

Siggi"

... ich verstehe, dass Ex- Insassen nicht gern darüber sprechen ..

Siggi

Diese Unterschiede in den Haftursachen sind mir schon klar. Und ich bin sicher auch der letzte, der dafür ist, dass Verbrecher mit Safthandschuhen angefasst werden, wie es ja heute oft passiert. Aber ob bei den Insassen von Schwedt in der "Betreuung" ein Unterschied zwischen einem tatsächlichen Kriminellen und einem Grenzer, der nur nicht jemand erschießen wollte, gemacht wurde, wäre schon interessant. Von so einem Fall in meiner örtlichen und wirtschaftlichen Nähe habe ich jetzt erfahren. Er soll aber auch nicht drüber reden wollen. Ich werde es aber trotzdem versuchen. Vielleicht bekomme ich mit meinen eigenen Erfahrungen Zugang zu ihm.

In dem konkreten Fall, den mir ein MItarbeiter erzählt hat, handelte es sich wohl um einen körperlich und psychisch sehr beeinträchtigten Angehörigen der Marine. Er hatte seinen Urlaub mit dem Telegramm "Mutter gestorben" wohl unberechtigt verlängert und dann aus Angst die Kurve nicht mehr bekommen. Als man ihn hatte wurde er zu drei Monaten verdonnert, die er aber wegen Haftunfähigkeit nicht voll absitzen musste. Die große Frage dahinter ist nur: Wie konnte der durch die Musterung kommen und warum hat man das nicht vorher beendet? Er soll kaum in der Lage gewesen sein, sich auf den LKW hochzuziehen!

Sojus


Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir das hier schon mal ausdiskutiert. Schwedt war demnach für uns Grenzer ein künstlich aufgebautes Angstbild,eine Drohkulisse, damit keiner in der entsprechenden Situation "versagt". Wegen bloßem Nicht-schießen ist dann tatsächlich niemand nach Schwedt gegangen. Oder kann eienr von uns glaubhaft bestätigen, daß das der Fall war ?


Es gibt wohl nur einen einzigen Fall welcher dokumentiert ist. 24.05.1964 Probstzella, direkte Befehlsverweigerung durch einen Unterleutnant welcher den Befehl durch einen Hauptmann erhalten hatte. Der Ultn. ist wohl für 10 Jahre eingefahren - allerdings in Bautzen II.


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08.03.2020 11:46
#29
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Zitat von Mike59 im Beitrag #28
Zitat von DoreHolm im Beitrag #27
[


Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir das hier schon mal ausdiskutiert. Schwedt war demnach für uns Grenzer ein künstlich aufgebautes Angstbild,eine Drohkulisse, damit keiner in der entsprechenden Situation "versagt". Wegen bloßem Nicht-schießen ist dann tatsächlich niemand nach Schwedt gegangen. Oder kann eienr von uns glaubhaft bestätigen, daß das der Fall war ?

Es gibt wohl nur einen einzigen Fall welcher dokumentiert ist. 24.05.1964 Probstzella, direkte Befehlsverweigerung durch einen Unterleutnant welcher den Befehl durch einen Hauptmann erhalten hatte. Der Ultn. ist wohl für 10 Jahre eingefahren - allerdings in Bautzen II.[/quote]
Dieser wird gerne in Büchern weitergetragen.

Heute würde man dazu sagen: Fake

"Mobility, Vigilance, Justice"

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08.03.2020 11:52 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2020 11:53)
avatar  Mike59
#30
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #29
Zitat von Mike59 im Beitrag #28
Zitat von DoreHolm im Beitrag #27
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Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir das hier schon mal ausdiskutiert. Schwedt war demnach für uns Grenzer ein künstlich aufgebautes Angstbild,eine Drohkulisse, damit keiner in der entsprechenden Situation "versagt". Wegen bloßem Nicht-schießen ist dann tatsächlich niemand nach Schwedt gegangen. Oder kann eienr von uns glaubhaft bestätigen, daß das der Fall war ?

Es gibt wohl nur einen einzigen Fall welcher dokumentiert ist. 24.05.1964 Probstzella, direkte Befehlsverweigerung durch einen Unterleutnant welcher den Befehl durch einen Hauptmann erhalten hatte. Der Ultn. ist wohl für 10 Jahre eingefahren - allerdings in Bautzen II.

Zitat
Dieser wird gerne in Büchern weitergetragen.

Heute würde man dazu sagen: Fake


Na, hab ja nicht gesagt das es stimmt - als ich das las, war ich schon verwundert. Aber du bist ja fit, gibt es eigentlich verwertbare Infos?


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