Spurensuche: Kaserne der DDR-Grenztruppen, Morsleben,

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11.06.2009 13:59
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#16
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Hm,der P. hatte also auch die Aufgabe den Soldaten einzutrichtern,das die SED und ausschliesslich diese,den alleinigen
Führungsanspruch für sich beansprucht und dieser nie und zu keiner Zeit in Frage zu stellen ist.
Nach dem Motto- Die Partei hat immer Recht.


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11.06.2009 16:26
avatar  Pitti53
#17
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du hast es erfast


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11.06.2009 22:07
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#18
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Zitat von Zermatt

Nach dem Motto- Die Partei hat immer Recht.


..ja da gab es doch auch mal ein Lied. Musste das auch noch gesungen werden?

Gruß, Augenzeuge


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11.06.2009 22:49 (zuletzt bearbeitet: 10.05.2018 21:32)
#19
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@küche69

Zitat
Habe dort selbst gedient 06/88 bis 10/89


Dann wirst Du die Herren auf dem Bild vielleicht auch kennnen...?
Quelle: Forum Grenzenlos

Gruß,254


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12.06.2009 09:39
#20
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Leider sind mir die beiden Offiziere auf dem Foto nicht bekannt, dass kann aber daran liegen, dass diese Offiziere in einer Nachbarkompanie oder gar im Batallion gedient haben und nur durch den Abschnitt gefahren sind. Allerdings glaube ich zu erkennen, wo die beiden stehen. Wenn das links die Führungsstelle der 6.GK ist, dann stehen die beiden kurz dahinter auf dem Weg nach Harbke, denn rechts auf dem Foto kann man den Beleuchtungsturm vom Grenzübergang sehen. Kann mich aber auch irren, es liegte halt lange zurück!


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12.06.2009 18:16
#21
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Hallo Zermatt und die anderen,

ja, der Grundsatz "Die Partei hat immer recht" wurde von mir als Polit postuliert. Das mutet aus heutiger, oder damals rein bürgerlicher Sicht, immer merkwürdig und unverständlich an, da der Begriff der Partei anders verstanden wird, als er durch uns damals interpretiert wurde. Die Herleitung war (sehr kurz gefasst) folgende: Die Mehrheit der Bevölkerung ist die werktätige Masse der Arbeiter und Bauern. Ihr gehört die Macht (Mehrheit + Macht = Demokratie). Zur Ausübung dieser Macht bedarf es eines bewussten und organisierten Vortrupps der Arbeiterklasse im Bündnis mit den werktätigen Bauern und den anderen Schichten der Bevölkerung. Dieser bewusste und organsisierte Vortrupp ist die marxistisch-leninistische Partei. Sie führt die Arbeiterklass in ihrem Kampf für den Sozialismus und Kommunismus. Und nun der Zirkelschluss, der, wenn man im Kreislauf drinsteckt, nicht immer leicht zu entdecken ist bzw. war: Da die Partei die Mehrheit des Volkes vertritt, ist ihr Handeln per se demokratisch und somit richtig. Wenn sich das Handeln der Partei gegen einzelne Interessen der Arbeiterklasse und so weiter in einer bestimmten Zeit richtet, so ist dies kein Verstoß gegen den o.g. Grundsatz, da die Partei ja eben der bewusste Vortrupp ist. Den Begriff der Partei verstanden wir damals als die Gesamtheit von 2 Millionen Mitgliedern und reduzierten das Ganze nicht auf das undurchschaubare Handeln einer korrupten Führungsclique. "Man unterschätze niemals die Macht der Verdrängung!" (Zitat aus "American Beauty")

Die Grundsatzfrage, um aus diesem Teufelskreis zu kommen, hatte uns eigentlich bereits Marx geliefert: "An allem ist zu zweifeln!" Aber, wer zweifelt schon gern an sich selbst.

@Augenzeuge: Ja, als Lied gab es das, wurde aber nur zu offiziellen Anlässen mit offiziellen Vertretern der Partei- und Staatsspitze gespielt oder gesungen. Eine Verballhornung aus Politkreisen: "Die Partei, die Partei, die hat immer recht! Und wenn Du es nicht glaubst, dann ergeht's Dir schlecht!" Wurde aber nicht laut gesungen, aber wenn es einer summte, kam schon das eine oder andere Grinsen bei der Dienstbesprechnung auf.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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12.06.2009 19:35
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#22
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( gelöscht )

"Da die Partei die Mehrheit des Volkes vertritt, ist ihr Handeln per se demokratisch und somit richtig."

Ein schöner Satz, aber ich spare mir meine Gedanken, welche du sowieso schon kennst. Danke Rainman, für dir verständliche Erläuterung.

Übrigens, irgendwie fühle ich mich an die von mir aufgestellte Familienordnung erinnert. Darin steht u.a.:
§1 Papa hat immer recht.
§2 Sollte Papa einmal nicht recht haben, tritt automatisch §1 in Kraft.


Tja, gelernt ist gelernt....

Gruß, Augenzeuge


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06.07.2009 13:57
#23
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Wie bekannt habe ich in der 6. GK Morsleben von 06/88 bis 10/89 gedient. Jetzt habe ich einmal eine Frage und würde mich freuen wenn diese jemand beantworten könnte! Im Jahre 1988 sind wir einmal von der GK aus auf einen Schießplatz gefahren um Ubüngsschießen ect. zu veranstalten, ich bin mit der "Gulaschkanone" mit um die Kameraden und Offz. mit Speisen und Getränken zu versorgen. Jetzt hätte ich gern einmal gewusst, wo dieser Schießplatz gelegen haben könnte, ich kann mich leider an keinerlei Einzelheiten mehr erinnern und hoffe es kann sich jemand von Euch an diesenPlatz erinnern und mir etwas mehr dazu mitteilen können, Vielen Dank!


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06.07.2009 15:24
#24
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Hallo Küche69!
Ich vermute es ist der Schießplatz bei Berge-Gardelegen gewesen.Ist eine Vermutung.Ich selber musste dort während der Grenzdienstausbildung 4 Wochen zum Lehrgang,Scheiben aufbauen und vom Turm die Pulte bedienen.Aber das ist schon langer her.Aber das könnte Eure Richtung gewesen sein.


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06.07.2009 21:32
#25
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Zitat von Rostocker
Hallo Küche69!
Ich vermute es ist der Schießplatz bei Berge-Gardelegen gewesen.


Da Berge der Standortübungsplatz/Schießausbildungsplatz des GR-23 Kalbe/Milde war, hast Du mit Deiner Vermutung den Nagel auf den Kopf getroffen.
Heute nennt sich die Schießanlage "Am Kahnberg" in Berge bei Gardelegen und ist in privater Nutzung.



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Gruß,254

07.07.2009 10:05
#26
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Hallo Rostocker und vielen Dank für Deine schnelle Hilfe und Auskunft, es ist wirklich der von mir gesuchte Schießplatz und durch die zwei Fotos habe ich auch festgestellt, dass es der von mir gesuchte ist. Also nochmals vielen Dank! Und allen einen schönen Tag!


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07.07.2009 11:02
#27
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hallo küche--die fotos hat 254 spielregel rein gesetzt,er war an der suche beteildigt


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07.07.2009 11:18
avatar  sentry
#28
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Zitat von 254Spielregel
Da Berge der Standortübungsplatz/Schießausbildungsplatz des GR-23 Kalbe/Milde war, hast Du mit Deiner Vermutung den Nagel auf den Kopf getroffen.


Gab's auch einen Schießplatz in Weferlingen? Ich habe in meinem Tagebuch am 14.01.88 einen Eintrag "Sch. W'lingen" gefunden. "Sch." bedeutet immer "Schießen".
Am 22.01. waren wir dann in Berge...keine Ahnung warum zweimal so kurz hintereinander geschossen wurde...
An beiden Einträgen steht außerdem "ZM". Irgendeine Idee, was ich damit wohl gemeint haben könnte?


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07.07.2009 12:15
#29
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Sentry--ich werde mal raten.Vielleicht wolltest Du mit diesen -ZM- ausdrücken,zum letzten Mal-zum Schießen.


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07.07.2009 12:26
#30
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Der Übungsplatz Berge war seit 1986 für die ABK SPG-9/AGS-17 des GAR-7 (Halberstadt) der Schießübungsplatz für das praktische Schießen mit diesen Waffen. Bis 1985 wurde das praktische Schießen noch auf dem Übungsplatz Lübtheen durchgeführt.
Der Ablauf erfolgte folgendermaßen:

Sonntag: Verlastung der Ausrüstung, Munition usw. auf den Fahrzeugen (W50) und Bewachung durch Soldaten der ABK. Die Fahrzeugkolonne setzte sich (soweit ich mich noch erinnern kann) aus folgenden Fahrzeugen zusammen: 3 W50, 1 LO mit Feldküche (Hauptfeldwebel), 1 W50 Munitionsfahrzeug, 6 UAZ469, 1 SanKra. Montag morgens Beginn Kfz-Marsch mit Krad-Regulierungsposten von Halberstadt über Magdeburg und Gardelegen nach Berge, Beziehen der Unterkünfte (Bunker und Plattenbau). Nachmittags folgten dann die ersten Ausbildungsmaßnahmen.
Dienstag bis Donnerstag Ausbildungsmaßnahmen zur Vervollkommnung der Fertigkeiten im Umgang mit den Waffen, Schießübungen mit MPi, SPG-9 und AGS-17 (Tag- und Nachtschießen) einschließlich Demonstrationsschießen mit scharfen Hohlladungs-Granaten (SPG-9). Freitag erfolgte dann nach Herstellung der Ordnung der Rückmarsch nach Halberstadt. Dort wieder alles abladen und in die Unterkünfte verbringen.

Diese Ausbildungswoche wurde jedes Quartal durchgeführt, und zwar in den Monaten Januar, April, Juli und Oktober (gem. der 3-Monate-Ausbildung).

Besonders hart war der Januar 1986 bei Temperaturen von bis zu -30 °C! Probleme gab es auch im Juli bei großer Trockenheit - Brandgefahr. Da wurden dann die Schießzeiten auf die frühen Morgenstunden verlegt, um die Feuchtigkeit des Morgentaus zu nutzen.

Es war eine Woche "Feldlager" und für mich eigentlich eine schöne Zeit, in der man mal aus der Kaserne raus war.

Tschüß

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Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

Die Dummheit ist wie das Meer. Sie bedeckt sieben Zehntel der Erde, wirft gern hohe Wellen ... und manche baden wohlig darin!

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