Sperrgebietszuschlag

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13.12.2012 16:39
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#1
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Wisst ihr etwas über diesen Sperrgebietszuschlag?
Er muss von der DDR-Regierung den Bewohnern im Sperrgebiet gezahlt worden sein.
Habe bisher nichts konkretes gefunden, wie z.B. ab wann der gezahlt wurde und wie hoch er war.
Danke für eventuelle Infos.


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13.12.2012 16:48
#2
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Ich kenne nur was von 1,50 Mark/Tag. Bei uns war das meines Wissens auch im höheren Wehrsold verankert. War aber im Verhältnis zur Zonenrandförderung der BRD wohl nur Peanuts.


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13.12.2012 16:54 (zuletzt bearbeitet: 13.12.2012 16:56)
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#3
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #2
Ich kenne nur was von 1,50 Mark/Tag. Bei uns war das meines Wissens auch im höheren Wehrsold verankert. War aber im Verhältnis zur Zonenrandförderung der BRD wohl nur Peanuts.


Ja, 1,50 Mark wären für die Einschränkungen im täglichen Leben für die Leute dort nicht viel.


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13.12.2012 17:20 (zuletzt bearbeitet: 13.12.2012 17:21)
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#4
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Nein, es war gestaffelt in Arbeiter, Akademiker etc.
Hab es.
Wenn Interesse besteht, kann ich das mal raus suchen.
Kann aber etwas dauern.

PS.: war aber nicht wenig !!

Oss`n


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13.12.2012 17:23
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#5
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Hallo Oss'n, such mal bitte


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13.12.2012 17:32
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#6
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OK


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13.12.2012 18:16
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#7
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #3
Zitat von DoreHolm im Beitrag #2
Ich kenne nur was von 1,50 Mark/Tag. Bei uns war das meines Wissens auch im höheren Wehrsold verankert. War aber im Verhältnis zur Zonenrandförderung der BRD wohl nur Peanuts.


Ja, 1,50 Mark wären für die Einschränkungen im täglichen Leben für die Leute dort nicht viel.




Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, so waren es 50,00 Mark / Monat. Muß noch mal in den SV-Ausweis nachschauen. Wir haben es als Sperrgebietsbewohner auch spöttisch "Abschußgeld" genannt.
GW 62, mit den Einschränkungen hatte man leben können und mit der Zeit sich auch daran gewöhnt. Ich habe z.B. die Sylvesterballlerei nicht vermißt. Was nicht erwähnt wird, ist auch die Tatsache, dass die Versorgungslage im Sperrgebiet eine ganz andere war - sie war besser wie außerhalb. Nur so nebenbei bemerkt.
Ich habe über 20 Jahre im 5 Kilometer-Sperrgebiet gelebt und hatte im Personalausweis auch den Stempel für die Aufenthaltsgenehmigung im 500 Meter-Schutzstreifen.

Vierkrug


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13.12.2012 18:43 (zuletzt bearbeitet: 13.12.2012 18:46)
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#8
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #3
Zitat von DoreHolm im Beitrag #2
Ich kenne nur was von 1,50 Mark/Tag. Bei uns war das meines Wissens auch im höheren Wehrsold verankert. War aber im Verhältnis zur Zonenrandförderung der BRD wohl nur Peanuts.


Ja, 1,50 Mark wären für die Einschränkungen im täglichen Leben für die Leute dort nicht viel.




Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, so waren es 50,00 Mark / Monat. Muß noch mal in den SV-Ausweis nachschauen. Wir haben es als Sperrgebietsbewohner auch spöttisch "Abschußgeld" genannt.
GW 62, mit den Einschränkungen hatte man leben können und mit der Zeit sich auch daran gewöhnt. Ich habe z.B. die Sylvesterballlerei nicht vermißt. Was nicht erwähnt wird, ist auch die Tatsache, dass die Versorgungslage im Sperrgebiet eine ganz andere war - sie war besser wie außerhalb. Nur so nebenbei bemerkt.
Ich habe über 20 Jahre im 5 Kilometer-Sperrgebiet gelebt und hatte im Personalausweis auch den Stempel für die Aufenthaltsgenehmigung im 500 Meter-Schutzstreifen.

Vierkrug


Naja, Vierkrug, ich war öfters in Hanum im Dorfkonsum z.B. um den Nachschub für die Genossen an schöngeistigen Getränken sicherzustellen, dort sah es, ganz zurückhaltend ausgedrückt, bescheiden aus.
Gut, ein Kuhdorf mit geschätzten 300 bis 500 Restbewohnern, wer jung war hat das Weite gesucht.
Vielleicht war es ja bei dir besser, dort habe ich aber keine überquellenden Regale oder Bückware bemerkt.
Oder gab es eher die Unter-der-Hand-Versorgung?


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13.12.2012 19:40 (zuletzt bearbeitet: 13.12.2012 19:41)
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#9
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Nun gut, Boizenburg war mit seinen damaligen 15.000 Einwohnern auch kein Dorf und es waren zudem auch 2 Großbetriebe ansässig - zum einem die Fliesenwerke "Kurt Bürger" mit über 1.400 Beschäftigte (Einzugsbereiche der Beschäftigten waren Zarrentin, Camin / Wittenburg und Neuhaus - d.h. es gab 3 Schichten, die sich dann Zarrentiner, Caminer und Neuhauser Schicht nannten) und zum anderem war es die Elbewerft mit über 1.200 Beschäftigte. Dann noch kleinere Betriebe, wie Metallbau (ehemals Fa. Both). "Bücklingsware" gab es nicht nur im Fischgeschäft !!!

Vierkrug


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13.12.2012 19:52
#10
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #2
Ich kenne nur was von 1,50 Mark/Tag. Bei uns war das meines Wissens auch im höheren Wehrsold verankert. War aber im Verhältnis zur Zonenrandförderung der BRD wohl nur Peanuts.


Von der Zonenrandförderung hat die normale Bevölkerung aber nix gehabt...........die diente dazu, dort Industrie anzusiedeln.


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13.12.2012 21:15 (zuletzt bearbeitet: 13.12.2012 21:16)
#11
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #10


Von der Zonenrandförderung hat die normale Bevölkerung aber nix gehabt...........die diente dazu, dort Industrie anzusiedeln.


DDR (?) Propaganda: Plakat "Zonenrandförderung jetzt mit Atomminen. Die Bundesregierung."

http://www.panoramio.com/photo/11076860
BRD Atomminen gab es nicht, wohl aber "konventionelle" der DDR. Etwas makaber, solcher Agitprop.
Theo


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13.12.2012 21:25 (zuletzt bearbeitet: 13.12.2012 21:26)
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#12
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #11
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #10


Von der Zonenrandförderung hat die normale Bevölkerung aber nix gehabt...........die diente dazu, dort Industrie anzusiedeln.


DDR (?) Propaganda: Plakat "Zonenrandförderung jetzt mit Atomminen. Die Bundesregierung."

http://www.panoramio.com/photo/11076860
BRD Atomminen gab es nicht, wohl aber "konventionelle" der DDR. Etwas makaber, solcher Agitprop.
Theo




Etwas plump das ganze - aber da sind wohl die Sprengschächte für den Tag X gemeint. Das mit dem finanziellem Zuschlag für die Bewohner im Grenzgebiet hatten wir aber auch schon mal. Find es allerdings nicht in den tiefen des Forums.

Mike59


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13.12.2012 21:44
#13
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #11
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #10


Von der Zonenrandförderung hat die normale Bevölkerung aber nix gehabt...........die diente dazu, dort Industrie anzusiedeln.


DDR (?) Propaganda: Plakat "Zonenrandförderung jetzt mit Atomminen. Die Bundesregierung."

http://www.panoramio.com/photo/11076860
BRD Atomminen gab es nicht, wohl aber "konventionelle" der DDR. Etwas makaber, solcher Agitprop.
Theo





Dann lese mal den "Spiegel" 1/65. Den hatte meine Mutter damals von einer Westreise mitgebracht. Atomminen waren entlang der Zonengrenze vorgesehen. Wenn Du öfter auf den normalen Straßen von Ost nach West oder umgekehrt gefahren bist, werden Dir vielleicht die drei hintereinanderliegenden Gullydeckel aufgefallen sein, die da bis in 50 oder auch mehr Kilometer Tiefe in´s Bundesgebiet hinein eingebaut wurden. Meist befanden sie sich an Stellen wie Berghängen oder Brücken. Das waren Schächte für herkommliche Sprengladungen. Die Ladungen lagen mit Sicherheit bereit und bei der Sprengung hätten die vorrückenden Truppen erst mal einige Pionierarbeiten in Form von Erdbewegungen zu erledigen, bevor es weitergehen konnte. Inzwischen sind die meisten von ihnen verfüllt und man kann nur noch sehen, daß da mal was am Asphalt gearbeite wurde.


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13.12.2012 22:06
avatar  Mike59
#14
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #13
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #11
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #10


Von der Zonenrandförderung hat die normale Bevölkerung aber nix gehabt...........die diente dazu, dort Industrie anzusiedeln.


DDR (?) Propaganda: Plakat "Zonenrandförderung jetzt mit Atomminen. Die Bundesregierung."

http://www.panoramio.com/photo/11076860
BRD Atomminen gab es nicht, wohl aber "konventionelle" der DDR. Etwas makaber, solcher Agitprop.
Theo





Dann lese mal den "Spiegel" 1/65. Den hatte meine Mutter damals von einer Westreise mitgebracht. Atomminen waren entlang der Zonengrenze vorgesehen. Wenn Du öfter auf den normalen Straßen von Ost nach West oder umgekehrt gefahren bist, werden Dir vielleicht die drei hintereinanderliegenden Gullydeckel aufgefallen sein, die da bis in 50 oder auch mehr Kilometer Tiefe in´s Bundesgebiet hinein eingebaut wurden. Meist befanden sie sich an Stellen wie Berghängen oder Brücken. Das waren Schächte für herkommliche Sprengladungen. Die Ladungen lagen mit Sicherheit bereit und bei der Sprengung hätten die vorrückenden Truppen erst mal einige Pionierarbeiten in Form von Erdbewegungen zu erledigen, bevor es weitergehen konnte. Inzwischen sind die meisten von ihnen verfüllt und man kann nur noch sehen, daß da mal was am Asphalt gearbeite wurde.



Da findet sich hier etwas. Beitrag #41 !
Nato vs. WP (3)

Mike59


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14.12.2012 09:21
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#15
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #9
Nun gut, Boizenburg war mit seinen damaligen 15.000 Einwohnern auch kein Dorf und es waren zudem auch 2 Großbetriebe ansässig - zum einem die Fliesenwerke "Kurt Bürger" mit über 1.400 Beschäftigte (Einzugsbereiche der Beschäftigten waren Zarrentin, Camin / Wittenburg und Neuhaus - d.h. es gab 3 Schichten, die sich dann Zarrentiner, Caminer und Neuhauser Schicht nannten) und zum anderem war es die Elbewerft mit über 1.200 Beschäftigte. Dann noch kleinere Betriebe, wie Metallbau (ehemals Fa. Both). "Bücklingsware" gab es nicht nur im Fischgeschäft !!!

Vierkrug


Das auch Städte wie Boizenburg im Sperrgebiet lagen hatte ich so gar nicht auf dem Schirm
Die meisten von uns werden wohl auch eher die kleinen Ortschaften kennen die sich an den Schutzstreifen "schmiegten".
Aber interessant ist das allemal, werde mal ein wenig nachgooglen.
Danke.


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