Sozialismus ohne "Diktatur"

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09.05.2013 19:29
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#271
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Zitat von Barbara im Beitrag #270
... man kann euch irgendwie keine Minute alleine lassen, und eigentlich geht's euch doch nur ums Essen,während ich mir den Kopf über den Sozialismus zerbreche :-)



Wie hat euch fleißigen West-Fernsehguckern denn eigentlich unser Programm gefallen?




:-)

Schleimi aus der Sesamstraße,immer wieder gut
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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09.05.2013 22:26
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#272
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... ich mochte am liebsten "Das Tier" an den Drums :-)


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10.05.2013 08:53
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#273
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Zitat von Barbara im Beitrag #270
... man kann euch irgendwie keine Minute alleine lassen, und eigentlich geht's euch doch nur ums Essen,während ich mir den Kopf über den Sozialismus zerbreche :-)

Wie hat euch fleißigen West-Fernsehguckern denn eigentlich unser Programm gefallen?
:-)


Das West-Programm war Spitze. Was ihr euch in Farbe ansehen musstet, konnten wir sogar in Schwarz-weiß sehen.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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14.05.2013 23:45
#274
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Zitat von Dandelion im Beitrag #228
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #226

Es muss ja keine Revolution sein. Aber warum hier und heute etwas gewaltig schief läuft, kann man doch wohl versuchen zu ergründen. Zumal es eine gute und anerkannte Anleitung gibt, die nicht nur von Sozialisten, Kommunisten oder Revolutionären studiert wird. Mir fällt jetzt nicht ein wie die anderen heißen

LG von der grenzgaengerin



Du meinst damit die Kapitalisten und ihre Büttel? Ich bin ziemlich sicher, dass zumindest einige von denen Marx kennen, denn:

"Du musst deinen Feind kennen, um ihn besiegen zu können."
Sunzi, chinesischer Philosoph und Stratege, ca. 500 vor Christus in der Zeit des Königreichs von Wau

Es scheint doch eine Art von "ewigen Wahrheiten" zu geben



Und weil die neuen Chinesen auf die alten Chinesen noch hören, sind sie heute eine Weltmacht.
Sie schicken ihre Spione in alle Welt, um diesen Feind kennen zu lernen und wenn der sich letzten Endes selbst zersetzt hat, wie von den Klassikern prophezeit http://www.politische-oekonomie.org/Lehrbuch/kapitel_20.htm wird es noch ein (letztes) Mal spannend.
Werden wir alle uns vielleicht eines Tages die Augen reiben, wie es auch gehen kann ?
Das Ende dieses Siegeszuges ist eine der interessantesten Fragen der aktuellen Weltgeschichte, was wird geschehen, wenn das General 3000- Spiel der globalen Spekulanten, überforderten Politiker, bankrotten Banken und geknechteten Proletarier zu Ende sein wird, wie wird dann die einzige wirklich mächtige Zentralregierung der Welt in ihrem Riesenreich China den neuen Zyklus gestalten ?
Pro Forma ist man ja noch kommunistisch organisiert und trotzdem von kapitalistischen Partnern abhängig aber wenn die Inventur durch ist, dann ist man nach meiner Erwartung von vielen Geschwächten noch der Stärkste und am Ende des Boxkampfes muß der Sieger ja auch keine 100 Liegestütze mehr schaffen, er braucht einfach nur noch zu stehen wenn der Besiegte in den Seilen hängend gerade ausgezählt wird.
Übrigens hat sich ein DDR- Bürger im Herzen namens Hackel diese Mechanismen ebenfalls einst angeeignet und zu Nutzen gemacht, um nicht gleich am Anfang der Katastrophe im kapitalistischen Fäulnisreaktor zu landen, er wird aber genau dann, wenn diese Kettenbriefökonomie in den letzten Zügen liegt nicht als erster umfallen.
Noch ein kleiner Auszug aus dem Lehrbuch der Politischen Ökonomie:

Die Monopole treiben die Vergesellschaftung der Produktion bis zu der Grenze, die im Kapitalismus möglich ist. In den Hauptindustriezweigen produzieren die großen und größten Betriebe, in denen Tausende von Menschen arbeiten, einen beträchtlichen Teil der gesamten Erzeugnisse. Die Monopole verbinden solche gigantischen Betriebe zu einem Ganzen, verteilen die Absatzmärkte und Rohstoffquellen, stellen wissenschaftliche Forschungsstellen in ihren Dienst, eignen sich Neuerungen und Erfindungen im Dienste der Profitmaximierung an. Die Großbanken haben fast alle Geldmittel des Landes unter ihrer Kontrolle...

Zitat Ende

...und so wie fast im Wochentakt immer neue Kartelle auffliegen, so werden wir eines Tages zu konstatieren haben, daß der Kapitalismus eben nicht ohne Betrug funktioniert, die "Selbstheilung" des Marktes gelingt nur mit selbst gedruckten Geld ohne jeglichen Wertbezug.
Bis auf Weiteres.


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18.08.2013 13:56
#275
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war der Sozialismus nun gut oder schlecht, jeder hat eine andere Meinung


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18.08.2013 20:37
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#276
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Du als Wolgafaher bist doch gut mit dem Sozialismus klargekommen .Hast mit Deinen Urlaubsschmuggeltouren sogar Angehörige der Bruderländer beglückt !
Und heut bist Du Wetterfähnchen am schimpfen und zetern .
Weisst Du wer schlimmer ist als notorische Sozialisten ? Notorische Nörgler und Wendehälse !


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28.04.2014 15:42
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#277
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herüber geholt aus: Sackgassen-Sprache (20)




Nostalgiker
Um die Verwirrung ein wenig zu Vergrößern, wer sich diese UN Menschenrechtscharta in ihrer Gesamtheit durchliest, sie ist bekanntermaßen von 1948 sollte sich vorrangig das Kapitel 10 "Die Grundrechte und Grundpflichten der Bürger" in der Verfassung der UdSSR von 1936 (auch als 'Stalin'Verfassung bekannt) durchlesen.
Irgendwie stimmen beide in ihrer Absichtserklärung gerade zu den "Menschenrechten" teilweise beängstigend überein ........


Barbara
Stalin ist für mich keine Referenz, tut mir Leid. Er gehört sicher zu denen, die alles was "erkämpft das Menschenrecht" beinhaltet, ad absurdum geführt hat - meiner Meinung nach.


Nostalgiker
Eine Bemerkung zu Deiner Aussage das Stalin für Dich keine Reverenz sei.
Für mich ist er es schon.

Ich möchte es versuchen zu Begründen.
Wenn es die bekannten und ihren Auswirkungen schrecklichen Perversionen und Verzerrungen der Idee des Sozialismus mit der Umsetzung der Schaffung des "neuen Menschen" welcher dann den Kommunismus aufbaut durch Stalin und seine willfährigen Handlanger in der SU nicht gegeben hätte; ja, ja ich weiß: "hätte"; wenn dieser absolute Führungsanspruch der KPDSU gegenüber allen anderen kommunistischen Parteien nicht existiert hätte, sondern jedes einzelne Land die Möglichkeit gehabt hätte den Sozialismus nach seinem Gusto und seinen nationalen Besonderheiten aufzubauen statt den "real existierenden Sozialismus" a la UdSSR als ungeprüfte Blaupause sklavisch im eigenen Land zu realisieren ......., wer weiß vielleicht hätte es kein Hoheneck in der uns bekannten Art gegeben.
Wobei die Begründung natürlich recht spekulativ ist andererseits es schlecht möglich ist, so meine Überzeugung, die Vorgänge im eigenen Land nach 1945 in ihrer vollen Breite zu verstehen sind wenn ich nicht weiß wie die Zeit nach 1917 bis 1945 in Russland; dann UdSSR ablief ......
Die Dreißiger in der UdSSR hatten bis in die jüngere Gegenwart ihre Auswirkungen nicht nur in dort, auch in den Ländern des sogenannten sozialistischen Lagers ....
Nur gehört diese Art der Diskussion auch nicht in diesen Thread.

Gruß
Nostalgiker

-------------------------------------------------------------------------------------------







Als Erklärung zu fett:
Im Bezug auf den Humanismus ist Stalin für mich keine Referenz, ungeachtet dessen, was in "seiner" Verfassung stand.

Aber natürlich teile ich deine im Weiteren geäußerte Meinung.

Und natürlich kann und darf man spekulieren, wie ein möglicher eigener sozialistischer Weg z.B. der DDR hätte verlaufen können, oder größer gefasst, ein eigener Deutscher Weg nach '45.


Neulich habe ich mit einem Freund darüber spekuliert: was wäre gewesen, wäre der Einfluss der UDSSR (bzgl.ihrer eigenen Interessen) auf die DDR nicht in dem Maße wirksam gewesen, die Mauer wäre z.B. nicht gebaut worden, sondern eine normale Grenze.
Sagen wir, es wären dadurch noch weiter 3 Mio Menschen aus vielleicht wirtschaftlichen Gründen nach Westen gegangen und die DDR-Führung hätte das ausgehalten. Man hätte Arbeitskräfte z.B, in den anderen sozialistischen Ländern angeworben, man hätte auf eine gerechtere Verteilung der Reparationslasten und der Kriegsfolgen der BRD gegenüber bestanden, man hätte für ein humanistischen sozialistischen Staats- und Gesellschaftsmodell geworben (bitte mich nicht wieder festnageln bzgl. der Begrifflichkeiten) und zwar so, dass es auch für die in den Westzonen Lebenden attraktiv gewesen wäre.

Ich weiß nicht wie absurd eine solche Idee gewesen wäre bzw. ist im Hinblick auf die Dogmen des Sozialismus. Über diese hätte man vielleicht rechtzeitig reden müssen?


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28.04.2014 23:13 (zuletzt bearbeitet: 28.04.2014 23:23)
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#278
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94

Zitat von Barbara im Beitrag #277
Im Bezug auf den Humanismus ist Stalin für mich keine Referenz, ungeachtet dessen, was in "seiner" Verfassung stand.
Na gut, vielleicht dann Mielke? Der hatte sich ja mal im Kreise der Seinen als Humanist 'geoutet' ...

Wir sind nicht gefeit, dass auch mal ein Schuft unter uns sein kann. Wir sind nicht gefeit dagegen, leider. Wenn ich das schon jetzt wüsste, dann würde er morgen schon nicht mehr leben. Ganz kurzen Prozess! Aber weil ich ein Humanist bin, deshalb habe ich solche Auffassungen! Lieber Millionen Menschen vorm Tode retten als wie einen Banditen leben lassen, der uns dann die Toten bringt, damit ich mal richtig erkläre, warum man so hart sein muss. Das Geschwafel von "nicht hinrichten" und "nicht Todesurteil" - alles Käse, Genossen! Hinrichten die Menschen, ohne Gesetze, ohne Gerichtsbarkeit und so weiter!

Das ganze Feature von Joachim Walther (ISBN 3-89584-259-1) mit dem O-Ton gibts zum nachhören, aber auch als Script ...
http://www.eva-maria-hagen.de/Audio/erich_mielke.mp3
http://www.eva-maria-hagen.de/Allerhand/Mielke.shtml

Entscheidend ist doch letztendlich die Frage, wer verfügt über die Macht Begriffe zu definieren, wer weist Begriffen Wertigkeiten zu? So erscheint ja manch Einem der Begriff 'Diktatur' negativ besetzt. Doch ist er das? Und ist die 'Demokratie' wirklich eine Alternative? Oder nur eine Abart, eine Mehrparteiendiktatur.
So ist eines der am stärksten reglementierten Rechtsfelder in unserer heutigen Gesellschaft der Straßenverkehr, geradezu diktatorisch ist Richtung und Geschwindikeit reglementiert. Und trotzdem ist der Traum von der 'Freien Fahrt' tief verankert in vielen von uns. Erwähntest nicht Du erst bei dem eventuellen Lottogewinn die Anschaffung nicht nur eines Fahrzeuges, welches nun nicht gerade für gemächliches Vorankommen bekannt ist?
Oder anderes Beispiel, täglich erregen sich Computernutzer über geknackte Zugänge, gestohlene Identitäten und jede Menge Spam. Vom Schlimmeren wie Scareware oder Botnet-Zombies mal abgesehen. Und stellen Forderungen nach mehr 'Sicherheit'! Aber schon die einfachste Gegenmaßnahme (ohne diese ist der Rest dann recht witzlos), nämlich starke (mindestens 15 Zeichen aus A...Z, a...z, 0...9, @€*+~'#!"§$%&/()=äöüÄÖÜ) und häufig wechselnde (so aller 6 Wochen) Kennwörter und vor allem für jedes Konto ein anderes ... na da gibts dann jedenfalls regelmäßig lange Gesichter.
Gut, sind jetzt beide bissel oT diese Beispiele, aber ist diese Umsetzung humanistischer Ideale in die Realität nicht immer auch ä bissel 'Wasch mir den Pelz, aber mach mich ja nicht nass!'

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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29.04.2014 12:05
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#279
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Zitat von 94 im Beitrag #278
Zitat von Barbara im Beitrag #277
Im Bezug auf den Humanismus ist Stalin für mich keine Referenz, ungeachtet dessen, was in "seiner" Verfassung stand.
Na gut, vielleicht dann Mielke? Der hatte sich ja mal im Kreise der Seinen als Humanist 'geoutet' ...

Wir sind nicht gefeit, dass auch mal ein Schuft unter uns sein kann. Wir sind nicht gefeit dagegen, leider. Wenn ich das schon jetzt wüsste, dann würde er morgen schon nicht mehr leben. Ganz kurzen Prozess! Aber weil ich ein Humanist bin, deshalb habe ich solche Auffassungen! Lieber Millionen Menschen vorm Tode retten als wie einen Banditen leben lassen, der uns dann die Toten bringt, damit ich mal richtig erkläre, warum man so hart sein muss. Das Geschwafel von "nicht hinrichten" und "nicht Todesurteil" - alles Käse, Genossen! Hinrichten die Menschen, ohne Gesetze, ohne Gerichtsbarkeit und so weiter!

Das ganze Feature von Joachim Walther (ISBN 3-89584-259-1) mit dem O-Ton gibts zum nachhören, aber auch als Script ...
http://www.eva-maria-hagen.de/Audio/erich_mielke.mp3
http://www.eva-maria-hagen.de/Allerhand/Mielke.shtml

Entscheidend ist doch letztendlich die Frage, wer verfügt über die Macht Begriffe zu definieren, wer weist Begriffen Wertigkeiten zu? So erscheint ja manch Einem der Begriff 'Diktatur' negativ besetzt. Doch ist er das? Und ist die 'Demokratie' wirklich eine Alternative? Oder nur eine Abart, eine Mehrparteiendiktatur.
So ist eines der am stärksten reglementierten Rechtsfelder in unserer heutigen Gesellschaft der Straßenverkehr, geradezu diktatorisch ist Richtung und Geschwindikeit reglementiert. Und trotzdem ist der Traum von der 'Freien Fahrt' tief verankert in vielen von uns. Erwähntest nicht Du erst bei dem eventuellen Lottogewinn die Anschaffung nicht nur eines Fahrzeuges, welches nun nicht gerade für gemächliches Vorankommen bekannt ist?
Oder anderes Beispiel, täglich erregen sich Computernutzer über geknackte Zugänge, gestohlene Identitäten und jede Menge Spam. Vom Schlimmeren wie Scareware oder Botnet-Zombies mal abgesehen. Und stellen Forderungen nach mehr 'Sicherheit'! Aber schon die einfachste Gegenmaßnahme (ohne diese ist der Rest dann recht witzlos), nämlich starke (mindestens 15 Zeichen aus A...Z, a...z, 0...9, @€*+~'#!"§$%&/()=äöüÄÖÜ) und häufig wechselnde (so aller 6 Wochen) Kennwörter und vor allem für jedes Konto ein anderes ... na da gibts dann jedenfalls regelmäßig lange Gesichter.
Gut, sind jetzt beide bissel oT diese Beispiele, aber ist diese Umsetzung humanistischer Ideale in die Realität nicht immer auch ä bissel 'Wasch mir den Pelz, aber mach mich ja nicht nass!'





Mielke: Lieber Millionen Menschen vorm Tode retten als wie einen Banditen leben lassen


Hier liegt eine unausgesprochene Definition von "Bandit" zugrunde. Die hat er nicht angegeben (hat er?)
Wenn unter "Bandit" prinzipiell jeder (je nach Gusto der Mächtigen) fallen kann, haben wir Willkür.
Willkür bedeutet, es gibt keinerlei (Rechts-)Sicherheit, keine feste Bezugsgröße, selbst wenn ich noch so angepasst lebe und selbst, wenn "mein Staat" die Menschenrechte verfassungsmäßig zusichert < dann wird der Mensch in die Irre geführt, und das meine ich patholgisch, er wird irre, an den propagierten Werten, am Staat, an sich selbst. (viel viel Nachdenken meinerseits .....)


....aber ist diese Umsetzung humanistischer Ideale in die Realität nicht immer auch ä bissel 'Wasch mir den Pelz, aber mach mich ja nicht nass!'



Ja.


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29.04.2014 17:47 (zuletzt bearbeitet: 29.04.2014 17:50)
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#280
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94

Genau da beginnt für mich 'die Willkür', wenn per definitionem einer Gruppe (oder auch nur einem Einzelnem) der Status 'Mensch sein' aberkannt wird. Nur ist dann nicht jedes Rechtssystem, auf jeden Fall aber doch die mit Todesstrafe, zutiefst antihumanistisch?

P.S. Oder um mal einen Bonmot aus Brechtens Dreigroschenoper abzuwandeln ... was ist das größere Verbrechen, ein Gesetz zu erlassen oder es zu brechen?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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29.04.2014 17:52
#281
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Zitat von 94 im Beitrag #280


... was ist das größere Verbrechen, ein Gesetz zu erlassen oder es zu brechen?


Beantwortet sich von selbst.....ne wa

Intellektuelle spielen Telecaster


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29.04.2014 18:18
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#282
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94

Du meinst weil 'Verbrechen' etymologisch von 'brechen' stammt? Na das iss jetzt bissel simpel. Nehmen wir zum Beispiel mal den §213 ...
Oder mal anders, man kann Verbrechen auch 'bekämpfen' (im Sinne von garnicht erst entstehen lassen) in dem man die Gesetze, welche gewisse Handlungen erst zu einer Tat qualifizieren, abschafft.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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29.04.2014 18:47
avatar  Mike59
#283
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Zitat von 94 im Beitrag #282
Du meinst weil 'Verbrechen' etymologisch von 'brechen' stammt? Na das iss jetzt bissel simpel. Nehmen wir zum Beispiel mal den §213 ...
Oder mal anders, man kann Verbrechen auch 'bekämpfen' (im Sinne von garnicht erst entstehen lassen) in dem man die Gesetze, welche gewisse Handlungen erst zu einer Tat qualifizieren, abschafft.


Auch recht simpel, wenn auch revolutionär, andererseits wurden ja schon oft Gesetze geändert, damit Verstöße gegen diese entfallen.


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29.04.2014 19:47
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#284
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94

Kurz vor der II. Osterweiterung der EU hatte ein Kollege dienstlich in Bulgarien zu tun. Als er mich fragte, ob er mir was mitbringen kann (ursprünglich war ich für den Gig geplant) dachte ich an jugendliche Urlaubstage und bestellte echte Кисело мляко *). Sein Einsatz verzögerte sich über die Feiertage, der Rückflug war erst zu Silvester möglich. Endlich wieder in Deutschland gelandet lief er prompt auch noch einem übereifrigen Zöllner 'in die Arme' der ihm prompt auch eine Owi anhängen wollte, vonwegen Einfuhr von Molkereiprodukten in die EU und so. Das 'Gespräch' eskalierte etwas, vermutlich wäre der Beamte auch lieber zum Jahreswechsel ... also aufjedenfall nicht auf Schicht die Idealbesetzung.
Ein Beamter der Ü-Gruppe in zivil mischte sich ein und versuchte den Ball flach zu halten, zumal ein paar Stunden später Bulgarien Mitglied der EU und die Einfuhr sowas von legal gewesen wäre, aber sowas aber auch. Aber keine Chance bei diesem Unformträger, der wollte sein 'Opfer', in diesem Fall meine Kieselo, und machte ein Büro auf. Da mein Kollege nun aber keinen Bock hatte bis null Uhr zu warten, also auf diesen Kompromis hatte der Zivile den Unformierten inzwischen runtergehandelt, also das Opfer war in diesem Fall dann ich ... ohne die lekkere Sauermilch.

Und was hat das mit dem Thema zu tun, na eigentlich nüscht oder vielleicht doch? Oder wie humanistisch ist ein Staat, desen Staatsdiener sehr oft sagen ... "Ich habe die Gesetze nicht gemacht (ich verstehe er finde sie auch sinnfrei), ABER ich setze diese um!"

*) http://detstvoto.net/arhiv/gallery/457-kiselo-mljako.html

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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29.04.2014 21:03
#285
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Zitat von 94 im Beitrag #282
Du meinst weil 'Verbrechen' etymologisch von 'brechen' stammt? Na das iss jetzt bissel simpel. Nehmen wir zum Beispiel mal den §213 ...
Oder mal anders, man kann Verbrechen auch 'bekämpfen' (im Sinne von garnicht erst entstehen lassen) in dem man die Gesetze, welche gewisse Handlungen erst zu einer Tat qualifizieren, abschafft.


Also, brechen muss ich von ganz anderen Sachen !
Ich sag mal so: Wenn Gesetze geschaffen werden, die mich in meinen persönlichen Grundrechten einschränken, dann habe ich auch das Recht( oder sogar die Pflicht...) dieses Gesetz zu brechen. Trifft auch auf den 213ern zu. Bei gewissen Gesetzen hat man meiner nach auch die Pflicht zum zivilen Ungehorsam! Besser ist es natürlich in jedem Fall, gar nicht erst Gesetze zu erschaffen, die bestimmte Handlungen kriminalisieren.

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