Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

  • Seite 8 von 13
27.12.2012 10:18
avatar  ( gelöscht )
#106
avatar
( gelöscht )

Und eine Wurst riecht, wie die andere...
StabPL


 Antworten

 Beitrag melden
28.12.2012 02:06
#107
avatar

Zitat von StabPL im Beitrag #106
Und eine Wurst riecht, wie die andere...
StabPL

1965-66 gab es bei uns Wurst aus den Umland,wie man heute sagen würde.
Die Qualität war 1A.Das gab es damals nirgends in der DDR,außer zur Leipziger Messe..
Das Angebot war"überreichlich".In meinem" Wochenendurlauben" nahm ich immer
Wurst und Butter mit nach Hause,sonst wäre es den Schweinen in den Ort in den Trog geworfen wurden,
oder wäre auf eine andere Art entsorgt geworden.
Auch die anderen"Genossen"nahmen es mit nach Hause,ob Offizier oder Soldat.
Wenn heute mancher"ALL EXLUSIV" Urlauber sehen würde, was es damals bei uns gab,würde er erblassen.
Es gab natürlich keinen Kaviar oder Austern.
Wenn irgend ein Reh oder eine Wildsau in der Minensperre sein Ende fand,gab es einige Zeit später einen Braten davon.
Wenn wir abends oder nachts vom Dienst kamen,war vom Fourier oder von den Küchenfrauen,ein"Kaltes Büffet angerichtet.
Obst,Wurst,Spreewaldgurken,eingelegtes Gemüse,etc.

Gruß
amigaguru


 Antworten

 Beitrag melden
28.12.2012 03:47
avatar  schulzi
#108
avatar

kan man nur sagen wow aber das waren die 50-bis mitte 60 er jahre als es noch die kleinen grenzeinheiten gab.dazu muss ich immer sagen das das verhältniss der bürger an der grünen grenze zu den grenzer herzlicher war als an der grenze zu westberlin.


 Antworten

 Beitrag melden
28.12.2012 10:05
avatar  ( gelöscht )
#109
avatar
( gelöscht )

Was um aller Welt macht man um 03:47 am Computer?
Du bist bestimmt von der nachtschicht aus dem Grenzdienst zurückgekommen.
StabPL


 Antworten

 Beitrag melden
28.12.2012 14:31
avatar  schulzi
#110
avatar

nee um diese zeit waren wir früher froh wen der uvd anrief das die ablösung rollte.da ich nicht schlafen konnte (sehr früh aufsteher) schaute ich mich im computer und im forum um


 Antworten

 Beitrag melden
30.12.2012 08:53
#111
avatar

Dazu habe ich genügend geschrieben, habe sogar versucht, ganze Speissepläne aus der Erinnerung aufzuführen.

Nur soviel noch, dass Essen war nicht schlecht, der Verpflegungssatz der Grenzer war hoch und es wurde aus den vorhandenen Lebensmitteln ect, versucht ein abwechslungsreiches Essen auf den Tisch zu bringen. Und das es nicht so "wie bei Muttern" jedem schmeckte ist ja wohl auch allen klar.

Aber bei uns in der 6. GK Morsleben (siehe Dackellenker), gab es kaum Beschwerden, vielleicht Montags (Eintopftag) oder Komplecktetage, waren auch nicht der Renner.

Aber wir in der Küche haben unser Bestes gegeben!

Auf diesem Weg wünsche ich allen Mitgliedern des Forums und deren Familien einen guten Start ins Jahr 2013!

Grüsse von Küche69

________________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!"


 Antworten

 Beitrag melden
30.12.2012 10:49
avatar  schulzi
#112
avatar

es hat keiner behauptet das sich das küchenpersonal keine mühe gab es wurde meines erachten nur festgestellt je kleiner die einheit desto besser und schmackhafter war das essen.


 Antworten

 Beitrag melden
01.01.2013 19:49
#113
avatar

Vielleicht auch noch einige Impressionen von mir: Zur Erinnerung, ich war Fahrmaat auf einem Schiff der 4. GSA in Warnemünde:

Das Essen war im wesentlichen gut, der Verpflegungssatz nochmals höher als an Land. Unser Smutje war gelernter Metzger, kochen hat er an Bord gelernt. Wir hatten aber einen Sperrgasten an Bord, der hatte in einem kleinen Restaurant gelernt, konnte Super kochen und es war immer die beste Stimmung an Bord, wenn der Koch im Urlaub war und der Sperrgast durch den Kommandanten während der Zeit in die Kombüse abkommandiert wurde. Aber auch zu Ostern, Weihnachten usw. War der Sperrgast oft in der Kombüse tätig.

Auf See (normal war in etwa folgender Törn: zwei Wochen Hafen / eine Woche GD) gab es noch eine vierte Mahlzeit: der Mittelwächter, d.h. 23.30 Uhr für die aufziehende Seewache und dann 0.00 Uhr für die gerade abgelöste Wache. Da gab es immer was Leckeres, am liebsten hatten wir Nudeln mit Tomatensoße oder Karlsbader Schnitte.

Den Speisenplan hat der Koch erstellt, dem 1. WO vorab vorgelegt und dann dem Kommandanten zur Genehmigung und Unterschrift offeriert.

Ich kann mich an eine Kuriosität erinnern, als es längere Zeit je Woche vier Mahlzeiten mit Kaninchenfleisch gab; wo die Hasen herkamen ... Wer weiß.

Dann gab es in der Abteilung zwei des Schiffes noch eine Kantine! Das war eine von den Grenzschiffen nicht genutzte Last des Minensuch- und Räumschiffes, wo im E-Fall Minenbewaffnungsteile gelagert worden wären. Hier gab es Cola, Kaffee, Zigaretten, Schokolade usw.

Interessant war, das es ab 1986 auch Transitware gab, also Mocca-Fix für ca. 4,25 Mark, Schachtel Club für 1,-- Mark, Schachtel Cabinet für 0,80 Mark. Ihr könnt es Euch denken, das mit den Nichtrauchern immer ein lebhaftes Geschachere stattfand.

Oh ja, auch ich habe während meiner Dienstzeit 8 kg zugenommen ...

Musste dann an der Seefahrtschule in Warnemünde / Wustrow ganz schön abtrainieren.


 Antworten

 Beitrag melden
02.01.2013 02:34
#114
avatar

Zitat von microtech379 im Beitrag #113
Vielleicht auch noch einige Impressionen von mir: Zur Erinnerung, ich war Fahrmaat auf einem Schiff der 4. GSA in Warnemünde:

Das Essen war im wesentlichen gut, der Verpflegungssatz nochmals höher als an Land. Unser Smutje war gelernter Metzger, kochen hat er an Bord gelernt. Wir hatten aber einen Sperrgasten an Bord, der hatte in einem kleinen Restaurant gelernt, konnte Super kochen und es war immer die beste Stimmung an Bord, wenn der Koch im Urlaub war und der Sperrgast durch den Kommandanten während der Zeit in die Kombüse abkommandiert wurde. Aber auch zu Ostern, Weihnachten usw. War der Sperrgast oft in der Kombüse tätig.

Auf See (normal war in etwa folgender Törn: zwei Wochen Hafen / eine Woche GD) gab es noch eine vierte Mahlzeit: der Mittelwächter, d.h. 23.30 Uhr für die aufziehende Seewache und dann 0.00 Uhr für die gerade abgelöste Wache. Da gab es immer was Leckeres, am liebsten hatten wir Nudeln mit Tomatensoße oder Karlsbader Schnitte.

Den Speisenplan hat der Koch erstellt, dem 1. WO vorab vorgelegt und dann dem Kommandanten zur Genehmigung und Unterschrift offeriert.

Ich kann mich an eine Kuriosität erinnern, als es längere Zeit je Woche vier Mahlzeiten mit Kaninchenfleisch gab; wo die Hasen herkamen ... Wer weiß.

Dann gab es in der Abteilung zwei des Schiffes noch eine Kantine! Das war eine von den Grenzschiffen nicht genutzte Last des Minensuch- und Räumschiffes, wo im E-Fall Minenbewaffnungsteile gelagert worden wären. Hier gab es Cola, Kaffee, Zigaretten, Schokolade usw.

Interessant war, das es ab 1986 auch Transitware gab, also Mocca-Fix für ca. 4,25 Mark, Schachtel Club für 1,-- Mark, Schachtel Cabinet für 0,80 Mark. Ihr könnt es Euch denken, das mit den Nichtrauchern immer ein lebhaftes Geschachere stattfand.

Oh ja, auch ich habe während meiner Dienstzeit 8 kg zugenommen ...

Musste dann an der Seefahrtschule in Warnemünde / Wustrow ganz schön abtrainieren.



siehe rotmarkiertes,sicher? Oft wurde in den Küchen Nutriafleisch angeboten,aber als Hase für die Massen verkauft,gruß mannomann

Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...


 Antworten

 Beitrag melden
02.01.2013 07:07
#115
avatar

So weit ich es beurteilen kann, war es tatsächlich Kaninchen-/Hasenfleisch, die Form der Schlegel bzw. der typische Geschmack waren jeweils für sich betrachtet eindeutig.

Nutria hatte ich mal in den 70ern bei einer Tante serviert bekommen - das Herkunftstier teilte sie uns erst nach dem "Genuss" mit: Ich darf ehrlich sagen, dass es mir, auch ohne an die Beutelratte zu denken, NICHT geschmeckt hatte


 Antworten

 Beitrag melden
02.01.2013 07:14 (zuletzt bearbeitet: 02.01.2013 07:15)
avatar  ( gelöscht )
#116
avatar
( gelöscht )

Zitat von microtech379 im Beitrag #115
So weit ich es beurteilen kann, war es tatsächlich Kaninchen-/Hasenfleisch, die Form der Schlegel bzw. der typische Geschmack waren jeweils für sich betrachtet eindeutig.

Nutria hatte ich mal in den 70ern bei einer Tante serviert bekommen - das Herkunftstier teilte sie uns erst nach dem "Genuss" mit: Ich darf ehrlich sagen, dass es mir, auch ohne an die Beutelratte zu denken, NICHT geschmeckt hatte


Ist ein Nutria nicht eine Bisamratte?
In der DDR gab es ja etliche Züchter die neben dieser "Spezialität" auch den Biber im Programm hatten.
Gibt es wohl heute nicht mehr so, oder?


 Antworten

 Beitrag melden
02.01.2013 07:57
#117
avatar

Wiki sagt: Biberratte, ok

Stammt aus Südamerika, wurde aber auch in Europa eingebürgert

Die Tiere werden als Pelzlieferant gezüchtet, das Fleisch ist sozusagen ein willkommener Nebeneffekt

Trotzdem ziehe ich ein saftiges Rib-Eye-Steak vor (zumindestes in der jetzigen Zeit)

Ich denke auch, dass die Züchtungserfolge der Nutrias damals nicht ausreichten, um über Wochen in de Gemeinschaftsverpflegung verzehrt zu werden


 Antworten

 Beitrag melden
02.01.2013 08:06
avatar  ( gelöscht )
#118
avatar
( gelöscht )

Eine nicht ganz legale Art der Verpflegung waren die Minenschweine und -rehe, die es ab der Einführung der 501 reichlich gab. In der 66er vergammelten sie ja nur. Viech geborgen, ab zum Feldscher, der hat die Beschau gemacht und dann wurde das Tier zer- und verteilt. Schön war auch die Sicherung der Grenzfischerei, der Fischer meinte jedesmal "Nehmt mir bloß was ab, die setzen mir das Soll hoch..." Da gab es dann reichlich Aal und Hechtkoteletts. MfG


 Antworten

 Beitrag melden
02.01.2013 08:32
#119
avatar

Bei uns gab es mal was anderes: Auslaufen in den GD war i.d.R. Immer am Donnerstag, gegen 18.00 Uhr

Einmal, Frühjahr oder Sommer, haben wir uns aus bestimmten Gründen dann auf der Ostsee treiben lassen (Kühlungsborn war querab)

Dann stand die Freiwache mit ihren Angelruten draußen, und plötzlich, nach einigen Anfangserfolgen, kam das Signal: wir sind genau über einem Dorschschwarm: Alles raus auf das Oberdeck, was nicht unbedingt GS besetzen muss und Angel bemannen

Es ist jetzt kein Anglerlatein: Wir haben in ca. 30 min bestimmt 60 große Dorsche gefangen, die dann zunächst im Schlauchboot des DSK verstaut wurden, dann aber gleich durch unseren Smutje und Sperrgasten filetiert wurden und dann ab in die Kühlung (teilweise tiefgekühlt)

Den Abfall dann in den Bach geschmissen - ein Festschmaus für die Möwen

Der Besatzung haben die Filets später in mehreren Mahlzeiten vorzüglich gemundet

GS = Gefechtsstation
DSK = Durchsuchungskommando


 Antworten

 Beitrag melden
17.01.2013 19:34
avatar  ( gelöscht )
#120
avatar
( gelöscht )

Wer ist denn durch die gute Verpflegung mit mehr Kilo nach
Hause gegangen, als er gekommen war?
StabPL


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!