Vorstellung

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18.11.2012 14:14 (zuletzt bearbeitet: 18.11.2012 14:15)
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#1
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( gelöscht )

Moin, moin...wie wir Niedersachsen sagen!!

Um den Mods kein Rätsel aufzugeben oder mich in den Verdacht der Doppelaccountbelegung zu begeben...ich bin die Frau von
Sch(m)uddelkind. Baujahr 63, geboren in der DDR...im Februar 89 in die Bundesrepublik geflüchtet. Ich habe diesen Schritt nur einen Tag bereut...am 9.11.89...weil ich nicht dabei war!!
Manches was ich hier lese bringt mich ins Grübeln und ich denke...*habe ich in dem selben Land gelebt?*...wie es von Einigen hier beschrieben wird.
Ich lese hier seit einigen Tagen mit und habe lange überlegt ob ich mich hier anmelde und mitschreibe. Aber Aufarbeitung und verstehen wollen, auf beiden Seiten, ist ein wichtiges Thema...auch nach 23 Jahren Wende.

Kurzer Hintergrund:

- privilegiert aufgewachsen...Eltern Akademiker und oft im NSA tätig gewesen
- nach der Pubertät (hmmm...weiß gar nicht ob ich die schon hinter mir gelassen habe...hihi..) meine eigenen Wege gegangen und immer gegen den Staat
- mein Vater hat mir oft den Ar*** retten müssen
- Konsequenz: kein Studienplatz aber gute Ausbildung zur Chemielaborantin
- typische DDR- Karriere: früh geheiratet, früh einen Sohn bekommen
- 90 geschieden
- später in der Bundesrepublik Chemie studiert
- 98 einen Wessi geheiratet ;-)

Ich habe dieses Land DDR gehasst aber nicht die Menschen!! Es war ein Unrechtsstaat und eine Diktatur...m.E..
Für konstruktive Diskussion bin ich immer zu gewinnen.

Einen schönen Sonntag euch Allen!!
Grüßle, Andrea

P.S.: Das Abkürzungsverzeichnis ist prima und vonnöten <---ein Verbrechen der Rechtschreibreform


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18.11.2012 14:29 (zuletzt bearbeitet: 18.11.2012 14:29)
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#2
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willkommen Grenzverletzerin von einem ähnlich " Belasteten". Viele Spass beim Einlesen und Diskutieren.


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18.11.2012 15:49
avatar  80er
#3
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Auch von mir ein herzliches Willkommen!

Vielleicht wäre es an der Zeit, neben den vorhandenen Gruppen "MfS", "BW", "GT" usw. eine neue aufzumachen?
Bezeichnung: "Flüchtling"


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18.11.2012 16:55
avatar  Pit 59
#4
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Herzlich Willkommen Andrea (Grenzverletzerin),viel Spass beim Lesen u. Schreiben.

P.S. Vieleicht schreibste mal was über Deine Flucht

Gruß aus Thüringen


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18.11.2012 17:48
avatar  jecki09
#5
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Auch von mir, ein herzliches Willkommen, .

Na, 02/89 konntest du ja schon fast über Ungarn gehen. (Sofern es nicht zu privat wird), du hast doch deinen Sohn sicherlich mitgenommen. Konnte er diesen Schritt schon verstehen?


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18.11.2012 18:11
avatar  linamax
#6
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #1
Moin, moin...wie wir Niedersachsen sagen!!

Um den Mods kein Rätsel aufzugeben oder mich in den Verdacht der Doppelaccountbelegung zu begeben...ich bin die Frau von
Sch(m)uddelkind. Baujahr 63, geboren in der DDR...im Februar 89 in die Bundesrepublik geflüchtet. Ich habe diesen Schritt nur einen Tag bereut...am 9.11.89...weil ich nicht dabei war!!
Manches was ich hier lese bringt mich ins Grübeln und ich denke...*habe ich in dem selben Land gelebt?*...wie es von Einigen hier beschrieben wird.
Ich lese hier seit einigen Tagen mit und habe lange überlegt ob ich mich hier anmelde und mitschreibe. Aber Aufarbeitung und verstehen wollen, auf beiden Seiten, ist ein wichtiges Thema...auch nach 23 Jahren Wende.

Kurzer Hintergrund:

- privilegiert aufgewachsen...Eltern Akademiker und oft im NSA tätig gewesen
- nach der Pubertät (hmmm...weiß gar nicht ob ich die schon hinter mir gelassen habe...hihi..) meine eigenen Wege gegangen und immer gegen den Staat
- mein Vater hat mir oft den Ar*** retten müssen
- Konsequenz: kein Studienplatz aber gute Ausbildung zur Chemielaborantin
- typische DDR- Karriere: früh geheiratet, früh einen Sohn bekommen
- 90 geschieden
- später in der Bundesrepublik Chemie studiert
- 98 einen Wessi geheiratet ;-)

Ich habe dieses Land DDR gehasst aber nicht die Menschen!! Es war ein Unrechtsstaat und eine Diktatur...m.E..
Für konstruktive Diskussion bin ich immer zu gewinnen.

Einen schönen Sonntag euch Allen!!
Grüßle, Andrea

P.S.: Das Abkürzungsverzeichnis ist prima und vonnöten <---ein Verbrechen der Rechtschreibreform

Hallo Grenzverletzerin
Ich begrüße Dich . Aber deine Angaben über Deinen Lebenslauf ,da werden hier einige Herren Schaum vor dem Mund haben
linamax


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18.11.2012 18:22
#7
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Hallo Grenzverletzerin, willkommen hier, auch von jemanden wie mir, der bestimmt schon bei den Meisten in einer der linken Schubladen liegt. Aber ich weiß nicht, was der Unfug von wegen "Schaum vor´m Mund" im letzten Beitrag soll ? Ich seh´s gelassen. Wenn der Regierungsschef einer konservativen Partei, ob nun D, F GB oder andere, mit dem Regierungschef einer linken Regierung oder zumind. Exkommunisten (wie in Osteuropa) spricht, geht es auch friedlich und relativ ruhig zu, auch wenn die Meinungen völlig unterschiedlich sind. Stell Dir mal vor, Reagan und Gorbatschow hätten sich vor laufender Kamera gegenseitig vermöbelt ? . Wenn wir dieses Niveau hier auch halten können, ist uns jeder Neuzugang, der die Grundregeln des Umganges miteinander akzeptiert, herzlich willkommen, so meine ich jedenfalls.


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18.11.2012 18:24
#8
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #1
Moin, moin...wie wir Niedersachsen sagen!!

Um den Mods kein Rätsel aufzugeben oder mich in den Verdacht der Doppelaccountbelegung zu begeben...ich bin die Frau von
Sch(m)uddelkind. Baujahr 63, geboren in der DDR...im Februar 89 in die Bundesrepublik geflüchtet. Ich habe diesen Schritt nur einen Tag bereut...am 9.11.89...weil ich nicht dabei war!!
Manches was ich hier lese bringt mich ins Grübeln und ich denke...*habe ich in dem selben Land gelebt?*...wie es von Einigen hier beschrieben wird.
Ich lese hier seit einigen Tagen mit und habe lange überlegt ob ich mich hier anmelde und mitschreibe. Aber Aufarbeitung und verstehen wollen, auf beiden Seiten, ist ein wichtiges Thema...auch nach 23 Jahren Wende.

Kurzer Hintergrund:

- privilegiert aufgewachsen...Eltern Akademiker und oft im NSA tätig gewesen
- nach der Pubertät (hmmm...weiß gar nicht ob ich die schon hinter mir gelassen habe...hihi..) meine eigenen Wege gegangen und immer gegen den Staat
- mein Vater hat mir oft den Ar*** retten müssen
- Konsequenz: kein Studienplatz aber gute Ausbildung zur Chemielaborantin
- typische DDR- Karriere: früh geheiratet, früh einen Sohn bekommen
- 90 geschieden
- später in der Bundesrepublik Chemie studiert
- 98 einen Wessi geheiratet ;-)

Ich habe dieses Land DDR gehasst aber nicht die Menschen!! Es war ein Unrechtsstaat und eine Diktatur...m.E..
Für konstruktive Diskussion bin ich immer zu gewinnen.

Einen schönen Sonntag euch Allen!!
Grüßle, Andrea

P.S.: Das Abkürzungsverzeichnis ist prima und vonnöten <---ein Verbrechen der Rechtschreibreform


Willkommen auch von mir im Forum, wenngleich Du bereits mit Deiner Vorstellung schon eine Fragenlawine ausgelöst hast.
Mit der Aussage "immer gegen den Staat" hast Du ja faktisch nach dem Motto gelebt "Ich bin dafür, daß ich dagegen bin" mithin Fundamentalopposition.
Hast Du das möglicherweise beibehalten, trotz daß es nun kein Obrigkeitsdenken, Pluralismusverbot, Gruppenzwang eben alle möglichen Auswüchse des Horrorsozialismus mehr gibt oder ist jetzt alles im Lot ?
Ich halte es auch für ausgeschlossen, daß man die DDR losgelöst von seinen Menschen hassen kann - wenn am Auto die Kurbelwelle bricht freue ich mich doch auch nicht, daß das Licht noch geht.
Ich freue mich sehr auf die Auflösung und angeregte Diskussionen.
Gruß Hackel.


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18.11.2012 18:33
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#9
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #8
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #1
Moin, moin...wie wir Niedersachsen sagen!!

Um den Mods kein Rätsel aufzugeben oder mich in den Verdacht der Doppelaccountbelegung zu begeben...ich bin die Frau von
Sch(m)uddelkind. Baujahr 63, geboren in der DDR...im Februar 89 in die Bundesrepublik geflüchtet. Ich habe diesen Schritt nur einen Tag bereut...am 9.11.89...weil ich nicht dabei war!!
Manches was ich hier lese bringt mich ins Grübeln und ich denke...*habe ich in dem selben Land gelebt?*...wie es von Einigen hier beschrieben wird.
Ich lese hier seit einigen Tagen mit und habe lange überlegt ob ich mich hier anmelde und mitschreibe. Aber Aufarbeitung und verstehen wollen, auf beiden Seiten, ist ein wichtiges Thema...auch nach 23 Jahren Wende.

Kurzer Hintergrund:

- privilegiert aufgewachsen...Eltern Akademiker und oft im NSA tätig gewesen
- nach der Pubertät (hmmm...weiß gar nicht ob ich die schon hinter mir gelassen habe...hihi..) meine eigenen Wege gegangen und immer gegen den Staat
- mein Vater hat mir oft den Ar*** retten müssen
- Konsequenz: kein Studienplatz aber gute Ausbildung zur Chemielaborantin
- typische DDR- Karriere: früh geheiratet, früh einen Sohn bekommen
- 90 geschieden
- später in der Bundesrepublik Chemie studiert
- 98 einen Wessi geheiratet ;-)

Ich habe dieses Land DDR gehasst aber nicht die Menschen!! Es war ein Unrechtsstaat und eine Diktatur...m.E..
Für konstruktive Diskussion bin ich immer zu gewinnen.

Einen schönen Sonntag euch Allen!!
Grüßle, Andrea

P.S.: Das Abkürzungsverzeichnis ist prima und vonnöten <---ein Verbrechen der Rechtschreibreform


Willkommen auch von mir im Forum, wenngleich Du bereits mit Deiner Vorstellung schon eine Fragenlawine ausgelöst hast.
Mit der Aussage "immer gegen den Staat" hast Du ja faktisch nach dem Motto gelebt "Ich bin dafür, daß ich dagegen bin" mithin Fundamentalopposition.
Hast Du das möglicherweise beibehalten, trotz daß es nun kein Obrigkeitsdenken, Pluralismusverbot, Gruppenzwang eben alle möglichen Auswüchse des Horrorsozialismus mehr gibt oder ist jetzt alles im Lot ?
Ich halte es auch für ausgeschlossen, daß man die DDR losgelöst von seinen Menschen hassen kann - wenn am Auto die Kurbelwelle bricht freue ich mich doch auch nicht, daß das Licht noch geht.
Ich freue mich sehr auf die Auflösung und angeregte Diskussionen.
Gruß Hackel.





booaaah ejj wat'n schräger Vergleich, Hackl. Aber dialektisch biste gut drauf, Kompliment


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18.11.2012 19:06
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#10
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Lieben Dank für eure Willkommens-Grüße.

Ich antworte mal im Komplexen, ohne direkt jeden zu zitieren.

Nun ja, ich denke es ist mir noch zu privat über meinen Weggang aus der DDR zu berichten. Nur soviel...recht unspektakulär. Flüchtlinge in Botschaften gab es zu der Zeit auch schon vereinzelt und auch Fluchtversuche über die ungarisch-österreichische Grenze waren bekannt. Ich habe den Umbruch in der DDR im Februar nicht gespürt oder nicht wahrhaben wollen. Wenn ich mir dessen bewusst gewesen wäre, hätte ich gewartet.
Warum?? Weil man emotional soviel hinter sich lassen muss. Mit niemanden darüber reden konnte und ich davon ausging, nie wieder in dieses Land einreisen zu dürfen.

Mein Sohn konnte diesen Schritt damals natürlich nicht verstehen. Aber in dem Alter macht man noch alles was die Mama will, gelle ,-). Er hat kaum Erinnerungen an seine Zeit in der DDR, nur einige kleine Begebenheiten aus seiner Kindergartenzeit sind ihm noch präsent.

Gegen Schaum vor dem Mund gibt es Entschäumer...empfehle „Labocare“...kleiner Scherz.

(…) „Wenn wir dieses Niveau hier auch halten können, ist uns jeder Neuzugang, der die Grundregeln des Umganges miteinander akzeptiert, herzlich willkommen, so meine ich jedenfalls.“(...) Ganz in meinem Interesse!!

@Hackel: Fundamentalopposition...hmmm...trifft es nicht ganz, Opposition sicher doch!! Ohne ein gesundes oppositionelles Denkvermögen keine Entwicklung. Und nein...bei mir ist JETZT alles im Lot.
Nun zu deinem interessanten Vergleich: Sieh es mal so, ich freue mich vielleicht doch, dass das Licht an der Karre noch geht...hätte mich ja auch schlimmer treffen können. Siehste, ist wie mit dem halbvollen bzw. halbleeren Glas.

Grüßle, Andrea


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18.11.2012 19:16
avatar  Pitti53
#11
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Dann auch von mir ein herzliches Willkommen in unserem Forum

Die Eingangsbeiträge waren schon nicht schlecht

Ich hoffe auf mehr


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18.11.2012 19:23
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#12
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( gelöscht )

@Hackel, da ist mir ein kleiner Faupax in der Vorstellung passiert. Ich vergaß zu erwähnen, dass auch ich nicht alles schlecht in der DDR fand. M.E. war unser Schulsystem gut und ich hätte mir nach der Wiedervereinigung gewünscht, dass die Bundesrepublik das Gute adaptiert hätte.


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18.11.2012 20:12
#13
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #12
@Hackel, da ist mir ein kleiner Faupax in der Vorstellung passiert. Ich vergaß zu erwähnen, dass auch ich nicht alles schlecht in der DDR fand. M.E. war unser Schulsystem gut und ich hätte mir nach der Wiedervereinigung gewünscht, dass die Bundesrepublik das Gute adaptiert hätte.


Ist doch schon mal eine gute Basis Andrea (wolltest Du Deinen Namen nicht geheim halten ?) und verliert man nicht auch Macht, wenn man haßt ?
Es gab in der DDR durchaus linientreue Personen, die der ebenfalls linientreue Hackel verachtet hat und das mit zunehmender Weisheit auch nicht ablegen konnte, aber hassen kann ich bestenfalls Kriegsverbrecher aus Übersee, weißkragenkriminelle Vorstandsassis mit 200fachen Angestelltengehältern oder blutrünstige Diktatoren aus Zentralafrika aber aus meinem damaligen Umfeld auch bezogen auf die DDR- Führung kann ich mich an keine vergleichbar negative Emotion erinnern, das sind vollkommen verschiedene Qualitäten.

Hinsichtlich des Schulsystems haben die Kinder, die in ihrer Lernphase dort 3-4 mal der Arbeit der Eltern hinterher ziehen müssen und sich unter vollkommen verschieden strukturierten Lernplänen immer wieder neu orientieren müssen es wohl unendlich schwer, dabei ist der ständige Wechsel zwischen Abschied und Neuintegration noch das kleinere Übel.
Ich kann nicht begreifen, wem solche Strukturen nützen, soll das die jeweiligen Bundesländer aufwerten, der Vielseitigkeit und Kreativität der Bildungsträger dienen, uns international einen Vorsprung verschaffen ???
Ich glaube, das wissen die selber nicht.


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18.11.2012 23:21
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#14
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( gelöscht )

Hallo Grenzverletzerin,

Willkommen im Forum,deine Vorstellung macht einen Neugierig auf mehr.

Gruß ek40


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19.11.2012 11:44
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#15
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( gelöscht )

Hallo und willkommen.
Ich bin vor sehr langer Zeit einer Grenzverletzerin begegnet, ich musste sie bewachen.


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