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#1

Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 14:14
von Grenzverletzerin (gelöscht)
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Moin, moin...wie wir Niedersachsen sagen!!

Um den Mods kein Rätsel aufzugeben oder mich in den Verdacht der Doppelaccountbelegung zu begeben...ich bin die Frau von
Sch(m)uddelkind. Baujahr 63, geboren in der DDR...im Februar 89 in die Bundesrepublik geflüchtet. Ich habe diesen Schritt nur einen Tag bereut...am 9.11.89...weil ich nicht dabei war!!
Manches was ich hier lese bringt mich ins Grübeln und ich denke...*habe ich in dem selben Land gelebt?*...wie es von Einigen hier beschrieben wird.
Ich lese hier seit einigen Tagen mit und habe lange überlegt ob ich mich hier anmelde und mitschreibe. Aber Aufarbeitung und verstehen wollen, auf beiden Seiten, ist ein wichtiges Thema...auch nach 23 Jahren Wende.

Kurzer Hintergrund:

- privilegiert aufgewachsen...Eltern Akademiker und oft im NSA tätig gewesen
- nach der Pubertät (hmmm...weiß gar nicht ob ich die schon hinter mir gelassen habe...hihi..) meine eigenen Wege gegangen und immer gegen den Staat
- mein Vater hat mir oft den Ar*** retten müssen
- Konsequenz: kein Studienplatz aber gute Ausbildung zur Chemielaborantin
- typische DDR- Karriere: früh geheiratet, früh einen Sohn bekommen
- 90 geschieden
- später in der Bundesrepublik Chemie studiert
- 98 einen Wessi geheiratet ;-)

Ich habe dieses Land DDR gehasst aber nicht die Menschen!! Es war ein Unrechtsstaat und eine Diktatur...m.E..
Für konstruktive Diskussion bin ich immer zu gewinnen.

Einen schönen Sonntag euch Allen!!
Grüßle, Andrea

P.S.: Das Abkürzungsverzeichnis ist prima und vonnöten <---ein Verbrechen der Rechtschreibreform


silberfuchs60 und frank55 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.11.2012 14:15 | nach oben springen

#2

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 14:29
von Gert | 14.080 Beiträge | 7011 Punkte
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willkommen Grenzverletzerin von einem ähnlich " Belasteten". Viele Spass beim Einlesen und Diskutieren.


zuletzt bearbeitet 18.11.2012 14:29 | nach oben springen

#3

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 15:49
von 80er | 783 Beiträge | 1108 Punkte
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Auch von mir ein herzliches Willkommen!

Vielleicht wäre es an der Zeit, neben den vorhandenen Gruppen "MfS", "BW", "GT" usw. eine neue aufzumachen?
Bezeichnung: "Flüchtling"



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#4

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 16:55
von Pit 59 | 12.455 Beiträge | 11897 Punkte
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Herzlich Willkommen Andrea (Grenzverletzerin),viel Spass beim Lesen u. Schreiben.

P.S. Vieleicht schreibste mal was über Deine Flucht

Gruß aus Thüringen



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#5

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 17:48
von jecki09 | 424 Beiträge | 20 Punkte
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Auch von mir, ein herzliches Willkommen, .

Na, 02/89 konntest du ja schon fast über Ungarn gehen. (Sofern es nicht zu privat wird), du hast doch deinen Sohn sicherlich mitgenommen. Konnte er diesen Schritt schon verstehen?


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#6

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 18:11
von linamax | 2.610 Beiträge | 2879 Punkte
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #1
Moin, moin...wie wir Niedersachsen sagen!!

Um den Mods kein Rätsel aufzugeben oder mich in den Verdacht der Doppelaccountbelegung zu begeben...ich bin die Frau von
Sch(m)uddelkind. Baujahr 63, geboren in der DDR...im Februar 89 in die Bundesrepublik geflüchtet. Ich habe diesen Schritt nur einen Tag bereut...am 9.11.89...weil ich nicht dabei war!!
Manches was ich hier lese bringt mich ins Grübeln und ich denke...*habe ich in dem selben Land gelebt?*...wie es von Einigen hier beschrieben wird.
Ich lese hier seit einigen Tagen mit und habe lange überlegt ob ich mich hier anmelde und mitschreibe. Aber Aufarbeitung und verstehen wollen, auf beiden Seiten, ist ein wichtiges Thema...auch nach 23 Jahren Wende.

Kurzer Hintergrund:

- privilegiert aufgewachsen...Eltern Akademiker und oft im NSA tätig gewesen
- nach der Pubertät (hmmm...weiß gar nicht ob ich die schon hinter mir gelassen habe...hihi..) meine eigenen Wege gegangen und immer gegen den Staat
- mein Vater hat mir oft den Ar*** retten müssen
- Konsequenz: kein Studienplatz aber gute Ausbildung zur Chemielaborantin
- typische DDR- Karriere: früh geheiratet, früh einen Sohn bekommen
- 90 geschieden
- später in der Bundesrepublik Chemie studiert
- 98 einen Wessi geheiratet ;-)

Ich habe dieses Land DDR gehasst aber nicht die Menschen!! Es war ein Unrechtsstaat und eine Diktatur...m.E..
Für konstruktive Diskussion bin ich immer zu gewinnen.

Einen schönen Sonntag euch Allen!!
Grüßle, Andrea

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Hallo Grenzverletzerin
Ich begrüße Dich . Aber deine Angaben über Deinen Lebenslauf ,da werden hier einige Herren Schaum vor dem Mund haben
linamax


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#7

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 18:22
von DoreHolm | 9.061 Beiträge | 7072 Punkte
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Hallo Grenzverletzerin, willkommen hier, auch von jemanden wie mir, der bestimmt schon bei den Meisten in einer der linken Schubladen liegt. Aber ich weiß nicht, was der Unfug von wegen "Schaum vor´m Mund" im letzten Beitrag soll ? Ich seh´s gelassen. Wenn der Regierungsschef einer konservativen Partei, ob nun D, F GB oder andere, mit dem Regierungschef einer linken Regierung oder zumind. Exkommunisten (wie in Osteuropa) spricht, geht es auch friedlich und relativ ruhig zu, auch wenn die Meinungen völlig unterschiedlich sind. Stell Dir mal vor, Reagan und Gorbatschow hätten sich vor laufender Kamera gegenseitig vermöbelt ? . Wenn wir dieses Niveau hier auch halten können, ist uns jeder Neuzugang, der die Grundregeln des Umganges miteinander akzeptiert, herzlich willkommen, so meine ich jedenfalls.



jecki09, furry, Damals87, EK87II, utkieker und Schmiernippel haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 18:24
von Hackel39 | 3.516 Beiträge | 2247 Punkte
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #1
Moin, moin...wie wir Niedersachsen sagen!!

Um den Mods kein Rätsel aufzugeben oder mich in den Verdacht der Doppelaccountbelegung zu begeben...ich bin die Frau von
Sch(m)uddelkind. Baujahr 63, geboren in der DDR...im Februar 89 in die Bundesrepublik geflüchtet. Ich habe diesen Schritt nur einen Tag bereut...am 9.11.89...weil ich nicht dabei war!!
Manches was ich hier lese bringt mich ins Grübeln und ich denke...*habe ich in dem selben Land gelebt?*...wie es von Einigen hier beschrieben wird.
Ich lese hier seit einigen Tagen mit und habe lange überlegt ob ich mich hier anmelde und mitschreibe. Aber Aufarbeitung und verstehen wollen, auf beiden Seiten, ist ein wichtiges Thema...auch nach 23 Jahren Wende.

Kurzer Hintergrund:

- privilegiert aufgewachsen...Eltern Akademiker und oft im NSA tätig gewesen
- nach der Pubertät (hmmm...weiß gar nicht ob ich die schon hinter mir gelassen habe...hihi..) meine eigenen Wege gegangen und immer gegen den Staat
- mein Vater hat mir oft den Ar*** retten müssen
- Konsequenz: kein Studienplatz aber gute Ausbildung zur Chemielaborantin
- typische DDR- Karriere: früh geheiratet, früh einen Sohn bekommen
- 90 geschieden
- später in der Bundesrepublik Chemie studiert
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Ich habe dieses Land DDR gehasst aber nicht die Menschen!! Es war ein Unrechtsstaat und eine Diktatur...m.E..
Für konstruktive Diskussion bin ich immer zu gewinnen.

Einen schönen Sonntag euch Allen!!
Grüßle, Andrea

P.S.: Das Abkürzungsverzeichnis ist prima und vonnöten <---ein Verbrechen der Rechtschreibreform


Willkommen auch von mir im Forum, wenngleich Du bereits mit Deiner Vorstellung schon eine Fragenlawine ausgelöst hast.
Mit der Aussage "immer gegen den Staat" hast Du ja faktisch nach dem Motto gelebt "Ich bin dafür, daß ich dagegen bin" mithin Fundamentalopposition.
Hast Du das möglicherweise beibehalten, trotz daß es nun kein Obrigkeitsdenken, Pluralismusverbot, Gruppenzwang eben alle möglichen Auswüchse des Horrorsozialismus mehr gibt oder ist jetzt alles im Lot ?
Ich halte es auch für ausgeschlossen, daß man die DDR losgelöst von seinen Menschen hassen kann - wenn am Auto die Kurbelwelle bricht freue ich mich doch auch nicht, daß das Licht noch geht.
Ich freue mich sehr auf die Auflösung und angeregte Diskussionen.
Gruß Hackel.


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 18:33
von Gert | 14.080 Beiträge | 7011 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #8
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #1
Moin, moin...wie wir Niedersachsen sagen!!

Um den Mods kein Rätsel aufzugeben oder mich in den Verdacht der Doppelaccountbelegung zu begeben...ich bin die Frau von
Sch(m)uddelkind. Baujahr 63, geboren in der DDR...im Februar 89 in die Bundesrepublik geflüchtet. Ich habe diesen Schritt nur einen Tag bereut...am 9.11.89...weil ich nicht dabei war!!
Manches was ich hier lese bringt mich ins Grübeln und ich denke...*habe ich in dem selben Land gelebt?*...wie es von Einigen hier beschrieben wird.
Ich lese hier seit einigen Tagen mit und habe lange überlegt ob ich mich hier anmelde und mitschreibe. Aber Aufarbeitung und verstehen wollen, auf beiden Seiten, ist ein wichtiges Thema...auch nach 23 Jahren Wende.

Kurzer Hintergrund:

- privilegiert aufgewachsen...Eltern Akademiker und oft im NSA tätig gewesen
- nach der Pubertät (hmmm...weiß gar nicht ob ich die schon hinter mir gelassen habe...hihi..) meine eigenen Wege gegangen und immer gegen den Staat
- mein Vater hat mir oft den Ar*** retten müssen
- Konsequenz: kein Studienplatz aber gute Ausbildung zur Chemielaborantin
- typische DDR- Karriere: früh geheiratet, früh einen Sohn bekommen
- 90 geschieden
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Ich habe dieses Land DDR gehasst aber nicht die Menschen!! Es war ein Unrechtsstaat und eine Diktatur...m.E..
Für konstruktive Diskussion bin ich immer zu gewinnen.

Einen schönen Sonntag euch Allen!!
Grüßle, Andrea

P.S.: Das Abkürzungsverzeichnis ist prima und vonnöten <---ein Verbrechen der Rechtschreibreform


Willkommen auch von mir im Forum, wenngleich Du bereits mit Deiner Vorstellung schon eine Fragenlawine ausgelöst hast.
Mit der Aussage "immer gegen den Staat" hast Du ja faktisch nach dem Motto gelebt "Ich bin dafür, daß ich dagegen bin" mithin Fundamentalopposition.
Hast Du das möglicherweise beibehalten, trotz daß es nun kein Obrigkeitsdenken, Pluralismusverbot, Gruppenzwang eben alle möglichen Auswüchse des Horrorsozialismus mehr gibt oder ist jetzt alles im Lot ?
Ich halte es auch für ausgeschlossen, daß man die DDR losgelöst von seinen Menschen hassen kann - wenn am Auto die Kurbelwelle bricht freue ich mich doch auch nicht, daß das Licht noch geht.
Ich freue mich sehr auf die Auflösung und angeregte Diskussionen.
Gruß Hackel.





booaaah ejj wat'n schräger Vergleich, Hackl. Aber dialektisch biste gut drauf, Kompliment


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#10

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 19:06
von Grenzverletzerin (gelöscht)
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Lieben Dank für eure Willkommens-Grüße.

Ich antworte mal im Komplexen, ohne direkt jeden zu zitieren.

Nun ja, ich denke es ist mir noch zu privat über meinen Weggang aus der DDR zu berichten. Nur soviel...recht unspektakulär. Flüchtlinge in Botschaften gab es zu der Zeit auch schon vereinzelt und auch Fluchtversuche über die ungarisch-österreichische Grenze waren bekannt. Ich habe den Umbruch in der DDR im Februar nicht gespürt oder nicht wahrhaben wollen. Wenn ich mir dessen bewusst gewesen wäre, hätte ich gewartet.
Warum?? Weil man emotional soviel hinter sich lassen muss. Mit niemanden darüber reden konnte und ich davon ausging, nie wieder in dieses Land einreisen zu dürfen.

Mein Sohn konnte diesen Schritt damals natürlich nicht verstehen. Aber in dem Alter macht man noch alles was die Mama will, gelle ,-). Er hat kaum Erinnerungen an seine Zeit in der DDR, nur einige kleine Begebenheiten aus seiner Kindergartenzeit sind ihm noch präsent.

Gegen Schaum vor dem Mund gibt es Entschäumer...empfehle „Labocare“...kleiner Scherz.

(…) „Wenn wir dieses Niveau hier auch halten können, ist uns jeder Neuzugang, der die Grundregeln des Umganges miteinander akzeptiert, herzlich willkommen, so meine ich jedenfalls.“(...) Ganz in meinem Interesse!!

@Hackel: Fundamentalopposition...hmmm...trifft es nicht ganz, Opposition sicher doch!! Ohne ein gesundes oppositionelles Denkvermögen keine Entwicklung. Und nein...bei mir ist JETZT alles im Lot.
Nun zu deinem interessanten Vergleich: Sieh es mal so, ich freue mich vielleicht doch, dass das Licht an der Karre noch geht...hätte mich ja auch schlimmer treffen können. Siehste, ist wie mit dem halbvollen bzw. halbleeren Glas.

Grüßle, Andrea


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#11

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 19:16
von Pitti53 | 9.918 Beiträge | 6470 Punkte
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Dann auch von mir ein herzliches Willkommen in unserem Forum

Die Eingangsbeiträge waren schon nicht schlecht

Ich hoffe auf mehr


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#12

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 19:23
von Grenzverletzerin (gelöscht)
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@Hackel, da ist mir ein kleiner Faupax in der Vorstellung passiert. Ich vergaß zu erwähnen, dass auch ich nicht alles schlecht in der DDR fand. M.E. war unser Schulsystem gut und ich hätte mir nach der Wiedervereinigung gewünscht, dass die Bundesrepublik das Gute adaptiert hätte.


silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 20:12
von Hackel39 | 3.516 Beiträge | 2247 Punkte
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Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #12
@Hackel, da ist mir ein kleiner Faupax in der Vorstellung passiert. Ich vergaß zu erwähnen, dass auch ich nicht alles schlecht in der DDR fand. M.E. war unser Schulsystem gut und ich hätte mir nach der Wiedervereinigung gewünscht, dass die Bundesrepublik das Gute adaptiert hätte.


Ist doch schon mal eine gute Basis Andrea (wolltest Du Deinen Namen nicht geheim halten ?) und verliert man nicht auch Macht, wenn man haßt ?
Es gab in der DDR durchaus linientreue Personen, die der ebenfalls linientreue Hackel verachtet hat und das mit zunehmender Weisheit auch nicht ablegen konnte, aber hassen kann ich bestenfalls Kriegsverbrecher aus Übersee, weißkragenkriminelle Vorstandsassis mit 200fachen Angestelltengehältern oder blutrünstige Diktatoren aus Zentralafrika aber aus meinem damaligen Umfeld auch bezogen auf die DDR- Führung kann ich mich an keine vergleichbar negative Emotion erinnern, das sind vollkommen verschiedene Qualitäten.

Hinsichtlich des Schulsystems haben die Kinder, die in ihrer Lernphase dort 3-4 mal der Arbeit der Eltern hinterher ziehen müssen und sich unter vollkommen verschieden strukturierten Lernplänen immer wieder neu orientieren müssen es wohl unendlich schwer, dabei ist der ständige Wechsel zwischen Abschied und Neuintegration noch das kleinere Übel.
Ich kann nicht begreifen, wem solche Strukturen nützen, soll das die jeweiligen Bundesländer aufwerten, der Vielseitigkeit und Kreativität der Bildungsträger dienen, uns international einen Vorsprung verschaffen ???
Ich glaube, das wissen die selber nicht.


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 18.11.2012 23:21
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Grenzverletzerin,

Willkommen im Forum,deine Vorstellung macht einen Neugierig auf mehr.

Gruß ek40


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#15

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 19.11.2012 11:44
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Hallo und willkommen.
Ich bin vor sehr langer Zeit einer Grenzverletzerin begegnet, ich musste sie bewachen.


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#16

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.11.2012 11:14
von LO-Wahnsinn | 3.977 Beiträge | 4125 Punkte
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Herzlich Willkommen hier im Forum @Grenzverletzerin.

Du sagst die DDR war ein Unrechtsstaat.
Wenn ich dem jetzt zustimmen würde, dann müsste ich 1000 Fragen stellen.
Die 1. wäre, wo gibts auf dieser Welt einen Rechtsstaat?
Die 2. wäre, welche Massstäbe legst Du bei der Definition Rechtsstaat-Unrechtsstaat an?
Usw. etc. pp....
Dieses Thema ist extrem Komplex, denn ich kenne kein Land in dem nicht auch unrecht statt findet, die Formen unterscheiden sich nur abhängig vom subjektiven Empfinden jedes einzelnen.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
frank hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.11.2012 11:34
von Schuddelkind | 3.900 Beiträge | 1225 Punkte
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #16
Herzlich Willkommen hier im Forum @Grenzverletzerin.

Du sagst die DDR war ein Unrechtsstaat.
Wenn ich dem jetzt zustimmen würde, dann müsste ich 1000 Fragen stellen.
Die 1. wäre, wo gibts auf dieser Welt einen Rechtsstaat?
Die 2. wäre, welche Massstäbe legst Du bei der Definition Rechtsstaat-Unrechtsstaat an?
Usw. etc. pp....
Dieses Thema ist extrem Komplex, denn ich kenne kein Land in dem nicht auch unrecht statt findet, die Formen unterscheiden sich nur abhängig vom subjektiven Empfinden jedes einzelnen.



http://de.wikipedia.org/wiki/Unrechtsstaat


Intellektuelle spielen Telecaster
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.11.2012 19:47
von LO-Wahnsinn | 3.977 Beiträge | 4125 Punkte
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #17
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #16
Herzlich Willkommen hier im Forum @Grenzverletzerin.

Du sagst die DDR war ein Unrechtsstaat.
Wenn ich dem jetzt zustimmen würde, dann müsste ich 1000 Fragen stellen.
Die 1. wäre, wo gibts auf dieser Welt einen Rechtsstaat?
Die 2. wäre, welche Massstäbe legst Du bei der Definition Rechtsstaat-Unrechtsstaat an?
Usw. etc. pp....
Dieses Thema ist extrem Komplex, denn ich kenne kein Land in dem nicht auch unrecht statt findet, die Formen unterscheiden sich nur abhängig vom subjektiven Empfinden jedes einzelnen.



http://de.wikipedia.org/wiki/Unrechtsstaat


Danke für den Link @Schuddelkind.

Hm...nun reichen aber die 1000 Fragen nicht mehr, nun sinds 2000.

Der Inhalt der Wiki macht gerade sehr deutlich - sofern man die unteren Abschnitte auch aufmerksam gelesen hat-, dass man diesen Begriff garnicht pauschalisieren kann.
So ein Begriff ist viel zu pauschal, dazu war das Unrecht in der DDR Mengen mässig viel zu klein als das man so einen globalen Oberbegriff setzen kann.
Das ist zumindest meine Meinung, die "Gelehrten" mögen zu anderen Auffassungen kommen.

Welche "Macht", erhebt sich zur Instanz zu entscheiden, wie man einen Unrechtsstaat definiert?
Eine westliche, und/oder den Sozialismus als Staatsform ablehnende Instanz (selbige heute die Geschichtsschreiber sind), wird mit ihren Hintergründen alle Sozialistischen Länder des Ostblocks immer als Unrechtsstaaten bewerten.
Ist diese Bewertung dann also "die Richtige"?
Ist es überhaupt richtig, von einer Instanz eine moralische Wertung als nun+ultra der Geschichte zu zementieren, oder wäre es nicht viel besser diese Bewertung jeder einzelnen Person zu überlassen?
Historiker West geboren und Historiker Ost geboren werden in der Regel in der Bewertung andere Masstäbe setzen da sie einen ganz anderen Bildungs/Lebens/Erziehungshintergrund haben.
Wem also steht das Recht zu zu entscheiden was ein Rechtsstaat war und was nicht?
Für mich persönlich ist ein Unrechtsstaat ein Staat, der von Kopf bis Fuss Unrecht war.
War das die DDR?

Im Wiki fällt mir schon länger auf, dass die Artikel in einer ganz bestimmten Form linkslastig (links nach heutigem Erscheinungsbild) sind, eine Form die ich strikt ablehne, obwohl ich selber links bin.
Artikel, die der Form der Administration dort nicht ins Konzept passen, werden schnell gelöscht und kritisierende Autoren gesperrt, eine freie Enzyklopädie ist das schon lange nicht mehr, diese Plattform ist längst unterwandert.
Deutlich wird das im Wiki Artikel über den Unrechtsstaat, indem im Satzbau des Artikels das 3. Reich sowie diverse Juntas und die DDR, hier und da, auf eine Ebene gestellt werden.
Wer das tut, ist nicht nur ein Hetzer, sondern auch ausgesprochen dumm, hat von Geschichte keinen Schimmer oder will ihn nicht haben.
Im Internet bewegen sich zunehmend mehr und mehr Trolle, viele wollen die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, insbesondere auch solche die meinen eine höhere Bildung zu haben, ganze Foren die Jahre Bestand hatten gehen wegen diesen Leuten den Bach runter, so auch auf Wiki, deshalb geniesse ich diese Informationsplattform nur noch mit grösster Vorsicht, insbesondere wenn es um politische Themen geht.

Die heutige Linke (nicht allein die Partei damit gemeint) lehne ich ab, weil sie sich von den tatsächlich linken Tugenden längst entfernt hat, sie ist für mich weder moralisch noch politisch von Wert, weder politikfähig noch wählfähig, die Piraten und all die neuzeitlichen Gruppierungen der möchtegern Weltveränderer schliessen sich dem nahtlos an.
Politische Kultur, politische Auseinandersetzung muss stehts fair sein, und wenn man proklamiert demokratisch zu sein dann muss man diese Massstäbe auch anderen zugestehn.
Leider findet das nicht statt, deswegen lehne ich die heutigen linken Kräfte ab weil sie für mich mit all den anderen rechts der linken auf einer Stufe stehn wenn es um ihre Selbstgefälligkeit geht, Wasser predigen und Wein saufen.

Es steht im Wiki geschrieben, in der DDR waren Justiz und Staat nicht getrennt, der Staat konnte sich einmischen und unter anderem auch deshalb gilt der Unrechtsstaat.
Aha, und in der BRD war das nie so?
Die Politik übt also keine Einmischung, zwar nicht direkt wie in der DDR, aber indirekt?
Wer macht(e) die Gesetze in der BRD, die Justiz?
Achso doch der Staat also die Politik.
Ach ja, hier haben wir ja demokratisch gewählte Volksvertreter die das Volk vertreten.
Demokratisch gewählt sind sie definitiv, aber das Volk vertreten?
Und in der BRD gibts keine Gesetze/Straftatbestände die subversive Tätigkeiten gegen den Staat unter Strafe stellen?

Viele Fragen...
Meine Meinung darauf, wenn man die DDR pauschal als Unrechtsstaat einstuft, dann müsste man das ebenfalls mit der BRD machen, denn Unrecht findet auch heute statt, die Form ist nur eine andere.
Man kann sich -siehe Wiki- eine Definition über Unrechtsstaaten auch schön zurecht schustern, damit man selber nicht betroffen ist, nicht anders liest sich die Definition in Wiki.
Ein Unrechtsstaat, lässt sich nämlich im moralischen Empfinden der Menschen, an viel mehr Dingen festmachen, als an den Dingen die dort genannt wurden.
Bei der moralischen Definition Unrechtsstaat, sollten allein die Menschen das sagen haben, die in diesem Staat lebten und keine Aussenstehenden, die aus einer subjektiven Einschätzung heraus, auf Grundlage dessen was sie in westlichen Schulen über die DDR lernten, urteilen.
Ich glaube kaum, dass der überwiegende Teil der Menschen die in der DDR lebten diesen Staat grundsätzlich als Unrechtsstaat bewerten würden.
DDR Flüchtlinge, Dissidenten, Opposition, Ausgereiste und was es da alles gab/gibt, sind kein Massstab für eine Beurteilung da sie eine erhebliche Minderheit in Bezug auf die Menschen darstellen, die bis zuletzt in der DDR gelebt haben.
Das in der DDR vielen Menschen unrecht angetan wurde, steht nicht in Zweifel, doch auch diese sind ganz weit in der Minderheit, die meisten wurden niemals "behelligt", weil sie sich eben nicht -gemessen am Strafgesetzbuch der DDR- kriminell betätigt haben.

Liest man in dem Wiki Artikel zwischen den Zeilen und findet die Widersprüche in der Definition/im Artikel, dann trifft der Unrechtsstaat nämlich auch auf die BRD zu, das scheint dem Autor in seiner masslosen Intelligenz aber wohl abhanden gekommen zu sein.
Wenn Gewalttäter, also Verbrecher zu Opfern gemacht werden und mit viel zu milden Strafen abgeurteilt werden, dass ist doch auch Unrecht oder?
In der DDR, hat man verschiedene, nach dem Strafgesetzbuch der DDR kleine Straftaten, viel zu hart bestraft, dass war Unrecht.
In der BRD ist das Gegenteil der Fall, auch das ist Unrecht.
Wenn man von moralischen Gesichtspunkten das Unrecht in der DDR bewerten will, dann muss man auch bereit sein, Unrecht in der BRD zu bewerten.
Eine pauschal, rein politische Bewertung, wie sie heute gegenüber der DDR vorgenommen wird, halte ich für falsch, und definiere sie als falsch, auch Unrecht.
Für mich ist die BRD kein Unrechtsstaat, die DDR aber ebenfalls nicht, weil in beiden Staaten das globale, systematische Unrecht nicht vorhanden war und ist.

Übrigens liess die Strafprozessordnung der DDR, auch milde Strafen gegenüber politischen Straftätern/Verfolgten zu.
Viele derer die im Gefängnis waren, die sich als politisch verfolgte betrachten, vergessen leider, dass ihre Aktivitäten gegen den Staat DDR laut Strafgesetzbuch der DDR Straftaten waren.
Das mag man heute anders bewerten, auch ich bewerte -damals wie heute- manche Dinge die in der DDR unter Strafe gestellt wurden, einfach nur als dumm.
Das ändert aber nichts an der rechtlichen Tatsache, Gesetze sind da um sie einzuhalten, dass ist in jedem Land der Erde so, ob einem die Gesetze passen oder nicht.
Mir passen manche Gesetze, manche Gängelungen in der BRD heute auch nicht, jedoch muss ich mich daran halten wenn ich nicht "einfahren" will, oder ich muss das Land verlassen, was in der DDR natürlich nicht so einfach möglich, aber möglich war, auch legal.
Wie oft diese milden Strafen in der DDR angewendet wurden, dass kann ich nicht sagen, eine Statistik bezüglich Strafmass, tatsächlich/minimal/maximal, wäre mal sehr interessant.
Solch eine Statistik ist auch im Bezug auf die Definition Unrechtsstaat interessant.
Man darf sich, wenn man bestimmte Richter/Staatsanwälte der DDR analysiert auch fragen, ob ein viel zu hohes Strafmass in einem Urteil tatsächlich vom System erwirkt wurde, oder ob die Person des Richters/Staatsanwalt das Strafmass unter rein persönlichen Empfindungen fest legte.
Es gibt reichlich schlechte menschliche "Tugenden" die zu besonderer Schärfe führen können, z.B. Macht, Gewinn, Anerkennung usw.
Das steckt in uns allen drin, dass gehört zu den Ur-Genen der Menschheit und auch in der DDR waren diesen Genen nicht weniger Menschen unterlegen wie das heute ist und auch Bedienstete der Justiz sind davor nicht gefeilt, auch wenn gerade diese es nicht sollten.

Du siehst also, es ist nicht so einfach den Begriff Unrecht zu definieren, denn er kann viele Formen haben, darum stelle ich mir auch Fragen und schliesse mich nicht pauschal den Meinungen von Historikern an, denn auch die haben die Weissheit nicht mit Löffeln gefressen, können allenfalls subjektiv Bewerten.
Stellt sich ja die Frage, würde es die BRD in 50 Jahren nicht mehr geben, wie man dann die BRD bewerten würde.
Würde man sie beispielsweise dann dort als Unrechtsstaat bewerten, so würden vermutlich die meisten die heute in ihr leben dem nicht zustimmen, so wie es offenbar die meisten Ex-DDR Bürger heute tun wenn es um die Bewertung der DDR geht.
Und würde ich in 50 Jahren noch leben, und man würde die BRD als Unrechtsstaat bewerten, so würde ich das nach meinem politisch-moralischem Verständnis auch für falsch halten und mich entsprechend dagegen aussprechen weil die BRD in irher Gesamtkeit kein Unrechtsstaat ist.

Das Thema ist, wie schon gesagt, einfach zu komplex als das man die DDR einfach so als Unrechtsstaat titulieren könnte und den so genannten Gelehrten dieses Feld allein überlassen darf.
Vielleicht sollte man das in einem vorhanden oder neuen Thread mal genauer ausführen.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
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#19

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.11.2012 20:47
von DoreHolm | 9.061 Beiträge | 7072 Punkte
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Abgesehen davon, daß der Begriff "Unrechtsstaat" von seriösen Historikern abgelehnt wird, kann ich aus meinen persönlichen Erfahrungen sagen, daß in der heutigen BRD nicht besser "Recht" gesprochen wird als es in der DDR war. Wie LO-Wahnsinn schon schrieb, die Gebiete haben sich verschoben, in denen gerichtliche Entscheidungen als Unrecht empfunden werden. Wer regelmäßig "Escher" sieht, und das sind authentische Fälle, dem können sich die Haare streuben ob des Rechtsempfindens unserer Justitz. Es kann doch nicht sein, daß Halsabschneider mit dubiosen Methoden leichtgläubige Bürger in den finanziellen Ruin stürzen, daß Banken einen großenteils bereits abgezahlten Kredit an eine Heuschrecke verkaufen und die dann vom Kreditnehmer noch mal den Vollpreis verlangt, daß Firmen ihre Subunternehmer prellen, in Konkurs gehen, vorher alles an den Ehepartner überschrieben haben und dann fröhlich genauso weitermachen. Das kann jeden treffen. Uns hat es getroffen. Bauschaden vom Gutachter geschätzte 80 T€, Firma hat Konkurs angemeldet und unter anderem Namen weitergemacht (ist inzwischen schon wieder weg vom Fenster). Da gibt es eine Menge Beispiele. Was sagen die Politiker: Das ist der Preis der Freiheit. Wessen Freiheit meinen die ? Was ist mit der Obhutspflicht des Staates gegenüber seinen Bürgern ? Ich meine, das DDR-Zivilrecht war da wesentlich überschaubarer. Man wußte in etwa, was rechtlich möglich und was unmöglich war. Wenn mir noch jemand was von Unrechtsstaat DDR erzählt, kommt mir die Galle hoch



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#20

RE: Vorstellung

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 24.11.2012 20:57
von frank | 1.753 Beiträge
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Zitat von 80er im Beitrag #3
Auch von mir ein herzliches Willkommen!

Vielleicht wäre es an der Zeit, neben den vorhandenen Gruppen "MfS", "BW", "GT" usw. eine neue aufzumachen?
Bezeichnung: "Flüchtling"

vor was wäre denn diese sparte geflüchtet ?? vor der allzu bösen ddr ?? nur um mich nicht falsch zu verstehen , es gab wahrscheinlich auch einzelfälle wo dieses 'unten' zugetroffen haben könnte aber in den meisten fällen wenn man ehrlich ist ging es bei der sogenannten flucht doch um persönliche interressen wie : persönliche entfaltung in jeder hinsicht , so leben und reisen wie es der große deutsche 'bruder' machen konnte , finde ist auch legitim ! aber flüchtlinge , waren wohl meiner meinung nach die wenigsten !!!
zitat:
Eine Flucht ist das ungeordnete, teilweise panische Zurückweichen vor einem Feind, Angreifer, Gefahr oder einer Katastrophe (z. B. Naturkatastrophe).



LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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