Fotos von DDR Grenzern

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18.11.2012 17:42
#16
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Zitat von jecki09 im Beitrag #15
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #13
Zu meiner Zeit war eine private Knipse eines Soldaten im Grenzdienst eine Sache die ganz heiß werden konnte, eigentlich zu heiß.



Mit "Sicherheit". Da war dein Postfach schnell 1330.


Nun, meine private Knipse wurde bei einer routinemäßigen Spindkontrolle hochgezogen. Ich glaubte zumindest, daß es eine der routinemäßigen Spindkontrollen war, aber sicher bin ich mir da heute auch nicht mehr, nachdem ich überzeugt bin, daß mein KC nicht rein zufällig mich mit Westsender und illegalem Radio erwischte. Na, jedenfalls war die Kamera bis zur Entlassung erst mal weg, aber das war sowieso nur noch der letzte Monat. Ein Nachspiel gab es nicht. Die Kamera wurde zumindest nicht im Grenzdienst gefunden, sondern nur im Spind. Ich weiß aber heute nicht mehr, ob da noch ein angefangener Film drin war oder nicht. Das war so ein 6 x 6 cm-Rollfilm für die Pouva Start, allerdings mit super Objektiv eingebaut.


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18.11.2012 18:56
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#17
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S51

Zitat von Rostocker im Beitrag #12
Mal ne Frage an die Gak,s.Waren die Fotoaperate eigendlich im ständigen Besitz? Oder wurden die vor Dienstbeginn ausgehändigt? Und waren sie verblomt,so das man keinen privaten Film einlegen konnte?


Die dienstlichen Fotoapparate befanden sich einmal (zwei Praktika MTL bei uns) in der Fototasche, die sich der jeweils eingeteilte Dokuposten vor Dienstbeginn entweder (zur normalen Dienstzeit) beim GAK-Zugführer gegen Unterschrift abholte oder beim Diensthabenden Offizier. Da war nichts verplombt, abgesehen mal von der Petschaft am ZF-Schrank und der Zimmertür. Eine Reservekamera befand sich für den Fall der Fälle im gleichen Schrank. Objektive waren extra dort gelagert.
Private Filme hätte man theoretisch einlegen können, dazu aber natürlich den Dienstfilm entnehmen müssen. Was vom Prinzip her mit einer Art "Dunkelkammersack" (ein lichtdichter Stoffsack mit Eingriffen für die Hände und Technik, meinen habe ich noch) problemlos möglich gewesen wäre. Wäre dann aber was los gewesen da draußen, hätte der betreffende GAK arge Erklärungsnöte bekommen. So etwas habe ich nie gemacht.
Zwei Kameras waren es, weil eine mit einem Schwarz-Weiß-Film bestückt wurde, die Zweite hatte je nach Auftrag entweder einen Farbfilm darinnen oder einen Infrarotfilm (ich glaube, NI-750 oder so ähnlich). Die zweite Kamera war nur für wirklich wichtige Sachen bestimmt. In der Regel waren die Kameras im Schrank ohne Film. Für jeden Einsatz gab es dann einen Neuen. Weshalb wir meist die kürzeren mit 24 Bildern benutzten. Gegen Ende der DDR war das wohl nicht mehr so. Chaymos müsste das wissen.
Die Filme waren in einem Heft erfasst mit Typ, Empfindlichkeit, Aufnahmezeitpunkt, Anzahl der Fotos, wohin abgegeben. Manche Filme (eher unwichtige Alltagsfotos) wurden in der Dunkelkammer der Kompanie oder (in Schierke gab es nur die Dunkelkammer im Bataillion) im Batailion entwickelt. Genauso galt dies für jene, die ganz offiziell in der Kompanie aufgenommen wurden. Wofür die GAK-Kameras ebenso benutzt wurden wie private Fotoapparate mit Genehmigung der Kompanieführung. Sowohl SW wie auch Farbe (den Geruch der fünf Bäder vergisst man nie). Filme mit Aufnahmen von Grenzverletzungen, besonderer Technik drüben, neue Gegenüber, Infrarotfilme wurden an den GAK-Offizier in das Regiment weitergeleitet. Manchmal kam dann ein Ergebnis zurück, dann jedoch meist so spät dass es schon wieder Schnee von Gestern war.
Private Kameras konnte man prinzipiell besitzen. Die wurden bei Rückkehr aus dem Urlaub an den Hauptfeld übergeben bzw. übernommen, wenn man in Urlaub oder Dienstfrei fuhr. Zwischendurch war es möglich, die eigene Kamera für genehmigte Aufnahmen in und um die Kompanie zu nutzen. Je nach Dienstalter des Spießes war dies dann mit Kommentaren wie "früher hätte man dich dafür..." verbunden. Das war jedoch umständlich. Wurde man mit ungenehmigten Sachen erwischt, hing das Ergebnis sicher von den Filmen ab. Deshalb sieht man auf den allermeisten privaten Fotos zwar Kollegen aber meist in nichtssagender Umgebung. Soll heißen, als "Wegweiser" oder "Spionage" bewußt fast unbrauchbar fotografiert. Eben nur als Erinnerungsbilder. Es wurden immer mal wieder Kameras bei Tiefenkontrollen hochgezogen. Ich auch mindestens zweimal. Folgen hatte dies nie. Zumindest habe ich keine bemerkt. Die Kamera habe ich dann eben zum Urlaub mit einem meist recht lauten "DuuuuDu!!!" wieder bekommen. Natürlich durfte man sich nicht im Dienst erwischen lassen. Das wäre wohl anders ausgegangen. Na gut, glaube, ist verjährt...


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18.11.2012 19:43
avatar  Icke
#18
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Zitat von Zaunkönig im Beitrag #3
Hallo Icke, wo habt ihr denn den Film entwickeln lassen? Oder habt ihr das selber gemacht.
Peter



Die Photos wurden selber entwickelt. Es wurde auch nicht weiter nach Außen getragen. Irgendwann war es dann wohl doch zu viel und Wir wurden gebeten es zu unterlassen.


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21.11.2012 23:00
avatar  matti
#19
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Also wir bei der SIK 25 haben unsere Fotoapparate vor der Schicht bekommen bei der Vergatterung. Wir haben sie dann mitgeschleppt und wenn es möglich war, haben wir dann schöne oder besser gesagt interessante Fotos gemacht. - Außer zur letzten Schicht, da hatte ich mit meinem Kumpel einen Privatfilm mit im Abschnitt gehabt. Dienstfilm voll geknipst, dann den privaten rein und unseren voll gemacht. Dann wurde noch der Reservefilm reingemacht und es ging zurück. Unsere Fotos (zu sehen in der Galerie Müssinger Höhe ) hat dann unser Foto-uffz. entwickelt.Also wir haben immer Dienst nach Vorschrift gemacht - außer einmal.Damals wäre es der sichere Weg nach Schwedt gewesen, heute eine tolle Erinnerung an die bewegende Zeit damals.


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30.01.2013 22:21
avatar  ( gelöscht )
#20
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( gelöscht )

War ab 9.11.1989 am Brandenburgertor bzw auf der Mauer als Grenzer wurden oft von Touris fotografiert.Dann hatte einer die Idee kleine Zettel mit Adresse runter werfen und die meisten wußten was wir wollten.Dauerte nicht lange und die ersten Bilder waren im Briefkasten.Mauer- Brandenburgertor und wir Grenzer.Top Erinnerung


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31.01.2013 07:09
avatar  Pit 59
#21
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Dauerte nicht lange und die ersten Bilder waren im Briefkasten.Mauer- Brandenburgertor und wir Grenzer.Top Erinnerung@toseda


Das glaube ich Dir sehr gerne,und hätte da eine Bitte,lasse uns doch an Deiner Freude etwas teilhaben,und stelle mal ein paar von den Fotos hier ein.
Danke.

Gruß Peter


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15.02.2013 22:18
#22
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Ich war in der GK nebenbei auch Filmvorführer mit Zusatzausbildung in Eisenach! Und am Kanten wurde ich manchmal "gebeten", beim Entwickeln von irgendwelchen Filmen in der Kompanie-Dunkelkammer zu helfen. Da war nie was drauf, was wir nicht sowieso schon kannten. Und für die Wandzeitung bzw. so eine Art "Brigade-Tagebuch", in unserem Falle GK-Tagebuch, wurden auch Bilder von einzelnen Grenzern, Gruppen oder ganzen Zügen gemacht. Es durfte nur nicht erkennbar sein, WO die Aufnahmen gemacht worden sind und es durfte keine "schwere Technik" abgebildet werden. In meinem Album (bisher allerdings erst ein Bild) wird es hoffentlich bald einige Bilder geben, die auf dem Gelände der GK aufgenommen worden sind. Bis dann!

HG 82/I
Olsen


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16.02.2013 02:22
#23
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Zitat von Kilber im Beitrag #1
Hallo Leute bin auch mal wieder da und habe mal eine Frage.
Es wurden ja damals an der Grenze Fotos von DDR Grenzern gemacht bzw.Fotos richtung westen gemacht.Ich habe auch hier Fotos von Grenzern gesehen die sich selbst fotografiert haben .Wie seit ihr zu den Fotos gekommen.Es musste doch bestimmt nach Dienstende der Fotoapparat mit Film abgegeben werden??

Nein
wir hatten unsere private Penti dabei,passte wunderbar in den Kampfanzug.Die Bilder wurden dann bein den Fotograph "Deines Vertrauens" entwickelt.
amigaguru


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16.02.2013 12:53
avatar  MIG21
#24
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Meine Sammlung würde ich gerne mit einem authentischen Fotoapparat der Grenzaufklärer ergänzen.
Es wäre wunderbar, wenn ich eine genaue Bezeichnung der im Einsatz befindlichen Dienstkameras erhalten könnte.
Gruß und Dank
Burkhard


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