Doppelfahnenflucht 1986 Hirschberg Posten am Schlossfelsen

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09.11.2012 21:23
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#16
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Kann mich nicht erinnern, dass es bei GT einen solchen Dienstgrad gab! Bei der Bundeswehr schon.

(wenn schon dann Stabsgefreiter, auch wenn die wohl nie in einer GK gedient haben dürften)

Falsch.....

Ein Stabsgefreiter war sogar im Führungspunkt eingesetzt.
GR 20 GK 7 Rothesütte allerdings 1966.


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09.11.2012 21:30
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#17
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Zitat von Sonne im Beitrag #16

Kann mich nicht erinnern, dass es bei GT einen solchen Dienstgrad gab! Bei der Bundeswehr schon.

(wenn schon dann Stabsgefreiter, auch wenn die wohl nie in einer GK gedient haben dürften)

Falsch.....

Ein Stabsgefreiter war sogar im Führungspunkt eingesetzt.
GR 20 GK 7 Rothesütte allerdings 1966.






Hi Sonne,

hat sich GZB,wohl getaeuscht/geirrt.....Stabsgefreite gabs schon auch noch spaeter,wenns mich nicht taeuscht war einer im GR 3 Dermb.
kurz nach Einfuehrung der neuen Dienstgrade.
Gruss BO


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09.11.2012 22:19 (zuletzt bearbeitet: 09.11.2012 22:38)
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#18
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Zitat von GZB1 im Beitrag #6
Zitat von Feind im Beitrag #1

Wenige Tage später bekam die GK Hirschberg neue Grenzer, ein Feldwebel ein Obergefreiter und fünf Fähnriche (die neuen Leute wurden zusätzlich in der GK eingebracht, alle waren klar das es sich um besondere Leute handelte). Besonders auffällig benahmen sich die Fähnriche A..., P... und Sch...., hier war offensichtlich die Staatssicherheit in Persona erschienen.




Kann mich nicht erinnern, dass es bei GT einen solchen Dienstgrad gab! Bei der Bundeswehr schon.

(wenn schon dann Stabsgefreiter, auch wenn die wohl nie in einer GK gedient haben dürften)

Bei den Fähnrichen dürfte es sich wenn schon wohl um GAK handeln.

Der erste Teil des Berichts aus dem www. (mal wieder ohne Quelle) erscheint mir noch authentisch,

beim zweiten Teil habe ich, auch wegen dem Duktus, meine Zweifel!





@BO ich hatte im Zitat Obergefreiter markiert

und geschrieben, wenn schon dann Stabsgefreiter bei den GT!
Ich hab nur eine Stabsgefreite bei uns im Regiment gesehen, war die Vorzimmerdame vom Regiments-Kdr.

Den Dienstgrad Obergefreiter gab es bei NVA und GT nicht.


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09.11.2012 22:53
avatar  Mike59
#19
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Zitat von Gert im Beitrag #2
Zitat von Feind im Beitrag #1
Wer weiß noch etwas, was im Winter 1986 in Hirschberg abgelaufen ist in Bezug auf die Fahnenflucht des Grenzposten.und den anschließenden Pioniertechnischen Neuausbau im Bereich Hirschberg Schlossfelsen bzw. im Bereich des Saalewehres. es war ein naß kalter Tag mit frischem Schneefall. Die Fahnenflucht der beiden Grenzsoldaten löste eine Welle von neues Dienstanweisungen und Versetzungen aus. Beide Soldaten waren eingesetzt auf dem Mauerbeobachtungsturmes unterhalb des Schlossfelsens in Hirschberg (in der Nähe des Saalewehres) Sie nutzten die Stunden um sich abzusetzen....

In diesem Zusammenhang wurden in der GK Hirschberg hinterher Ermittlungen der V2000 durchgeführt und zwei weitere Grenzsoldaten anschließend verhaftet. Auch mischte das MfS kräftig den Personalbestand anschließend durch. Wer weiß dazu noch etwas..
Wer kann sich erinner was im anschließenden Pioniertechnischen Ausbau der Grenze geschah. .


Text gefunden im www....
... es war ziemlich früh und regnete, so gegen 02:00 Uhr, der LO mit uns als Postenablösung kam unterhalb des Schlossfelsen/Hirschberg an, am GEZ-Tor. Normalerweise wurde man vom Grenzposten (Mauer-B-Turm Saalewehr) begrüßt, der meist das Tor schon geöffnet hatte, damit die Ablösung schneller geht. Wir standen zirka 2-3 Minuten vorm Tor (saßen im LO) aber nichts passierte. Ein Postenführer stieg aus dem LO aus und ging zur Sprechsäule. Alle wunderte es das in der Sprechsäule ein Kabel steckte, welches über die Mauer führte. Ein Moment in dem klar wurde hier stimmt etwas nicht. Also alles runter vom LO und das Tor auf. Schnell war klar der Grenzposten fehlt. Das Kabel führte über die Mauer in den Westen. Auch eine Suche entlang des Kolonnenweges führte nicht zum Grenzposten. Dann gab es einen Sprechkontakt Kommandeur Grenzsicherung mit dem Posten, der sich aus dem Westen meldete. Was dann los war, war nicht mehr feierlich. Eine Nacht die ich nie vergessen werden. Alle Grenzposten wurden aus dem Grenzabschnitt Hirschberg abgezogen. Übernommen haben nur noch Grenzposten mit Vorgesetzten. In der Grenzkompanie erwartete uns eine Empfangskommando der Spieß, der Kompaniechef K... der Regimentskommandeur und eine reihe weitere Offiziere bis hin zur V2000 und Leute von der Staatssicherheit.
Wer am lautesten schreien konnte war dort im Ring. Wir wurden alle behandelt wie der letzte Dreck.

Seit dem Tag waren ständig ein GAK in unmittelbarer Nähe als zweiter Posten B-Turm Saalewehr.

Einen Tag später erschoss sich ein Gefreiter, welcher unbedingt nach der Waffenausgabe vorm Grenzdienst, noch mal auf Klo musste. Die aufziehende Schicht stand im Flur bereit zur Vergatterung und im Klo knalltes es plötzlich in einer Salve. .
Danach ging in der Grenzkompanie gar nichts mehr. Keiner mehr in den Grenzdienst. Das Caos war perfekt.
Es folgten Ermittlungen und Befragungen. Die Ermittlungen der Staatssicherheit in der Grenzkompanie ergaben zwei Tages später, das zwei weitere Grenzer ebenfalls eine Flucht planten. Beide Grenzer die es betraf waren zu diesem Zeitpunkt in Sparenberg.
Die Schränke (ohne diese zu offnen wurden auf einen LO verladen und weggefahren. Die beiden Grenzer wurden draußen abgeholt und zur GK Hirschberg gefahren. Auf dem Hof legte man Ihnen ohne etwas zu erklären Handschellen an und beide wurden durch eine Spezialtruppe des MfS in Wartburgs weggefahren. Über das Thema wurde Stillschweigen gelegt. Tage später hieß es vom Offizieren des Grenzregimentes Plauen, das beide Grenzer in Schwedt (Millitärknast) sind. Angeblich hätte man Abschiedsbriefe gefunden.

Wenige Tage später bekam die GK Hirschberg neue Grenzer, ein Feldwebel ein Obergefreiter und fünf Fähnriche (die neuen Leute wurden zusätzlich in der GK eingebracht, alle waren klar das es sich um besondere Leute handelte). Besonders auffällig benahmen sich die Fähnriche A..., P... und Sch...., hier war offensichtlich die Staatssicherheit in Persona erschienen.

Na ja ruhiger wurde es nicht. Die Angst und das Misstrauen waren sehr schlimm in dieser Zeit.





Ich habe den Post gelesen und bin beeindruckt. Beeindruckt in negativer Hinsicht. Ich war ja auch bei den Grenztruppen aber ca, 25 Jahre früher.
Wir haben damals auch unter den Kommandos und dem Schliff in der Ausbildung " gelitten", aber unterm Strich wurden wir noch würdevoll als Menschen behandelt. Was ich hier lese, wie die AGT durch andere Staatsorgane nach der Flucht der Posten behandelt wurden, nämlich wie der letzte Dreck, man nahm ihnen die menschliche Würde ( Schränke einfach weggefahren, sicher auch mit persönlichen Sachen ) ist einfach nicht zu glauben. Es zeigt die ganze Verkommenheit des SED Staates bei der Einstellung gegenüber seinen Bürgern, es zeigt das abgrundtiefe Misstrauen des Staates gegen seine Bürger ( Ich glaube der Dachdeckergehilfe hat jeden Morgen sein Finger nachgezählt )





Also ich habe in 10 Dienstjahren ja nun auch "tolle" Sachen bei den Grenztruppen erlebt. Grenzdurchbrüche aller Art, Suizid und FF.
aber so etwas.

Zitat
Auf dem Hof legte man Ihnen ohne etwas zu erklären Handschellen an und beide wurden durch eine Spezialtruppe des MfS in Wartburgs weggefahren. Über das Thema wurde Stillschweigen gelegt.

ist mir da nicht unter gekommen.

Wem soll den beim Anlegen der Handschellen etwas erklärt werden? dem Beobachter? Spezialtrupps des MfS ? waren die speziell gekennzeichnet oder wie wurden die als solche identifiziert. Alles sehr spektakulär um nicht zu sagen verworrene Angaben

ebenso diese Aussage

Zitat
Wer am lautesten schreien konnte war dort im Ring. Wir wurden alle behandelt wie der letzte Dreck.



Alleine

Zitat
Wir wurden alle behandelt wie der letzte Dreck

zeigt das da eigentlich etwas nicht ganz stimmen kann.
Das es nach solchen Vorfällen keine Presentkörbe gab dürfte sicher klar sein.

Ich kenne es eigentlich (vom hören+sagen) wenn auf einer GK so viele Vorkommnisse auftraten wurde diese aufgelöst. Will sagen, der Personalbestand wurde komplett ausgewechselt und GT weit verteilt.

Mike59


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10.11.2012 10:16
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#20
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ich habe in meiner vorstellung in kurzfassung schon einiges zum thema geschrieben, was oben beschrieben verdient keiner weiteren diskussion!!! sobald ich dazu komme, stelle ich meine erinnerungen umfangreicher dazu ein, war auch mit beiden ff vorab mal als pf im dienst gewesen. der pf war neben anderen soldaten erst später vom 3.gb zu uns versetzt wurden, war als hilfsarbeiter auf dem bau auch keine große leuchte, sein posten war schornsteinfegergeselle und wie es schien völlig in ordnung gewesen. die ff wurde erst dadurch erkannt als die ablösung selbst auf den mauer-b-turm stieg, das an diesem pp steinmühle/am "rauschewähr" das komplette postenpaar einschlief war nicht selten ...
die beiden hatten fein säuberlich alles was es so an "grenzdiensterleichterungen" gab, von der genannten gsmverlängerung, lufti, grenzradio, grill-u.kochutensilien, schiffe versenken usw. für die stasi hingestellt. das nehme ich den beiden übel, der rest war ihre persönliche entscheidung. ihre waffen hatten sie mitgenommen. das zog umfangreiche spindkontrollen nachsich, in denen auch einiges zum vorschein kam. mein radio war immer in doppelschnittenform neben den anderen "pemmen" in alufolie eingewickelt in der brotbüchse und wurde so nie gefunden, was ich geschmiert hatte wollte keiner wissen.


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10.11.2012 13:16
#21
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Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


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10.11.2012 14:03
#22
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Ich halte die Beiträge von "Feind" für belletristisch sehr wertvoll. Eine gewisse Schöpfungshöhe ist zweifellos vorhanden.
Theo


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10.11.2012 16:45
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#23
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #21
Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


ich kann die fahnenflucht zeitlich leider nicht genau in meine gedanken einordnen. ich weis noch genau das die flucht der familie in sparnberg unterhalb der kuhställe in den zeitraum der letzten 6 wochen vor meinem heimgang herbst 86 fiel, wir hatten die taschen noch voller pilze, die wir nach der meldung sofort im gebüsch entsorgten ... es müßte danach gewesen sein.
zur zeit der fahnenflucht war ich pf, also 3.dhj und es war puderzuckerartiger leichter schneefall. danach war für einige zeit dieser pp nicht besetzt, sondern es wurde außerhalb des gsz,hier nur kollonnenweg und k6 zwischen gsz und mauer,stellung bezogen, das heißt direkt vor der alten mälzerei.
wenn meine erinnerungen stimmen müßte es dann ende sept/okt. 86 gewesen sein.

der postenpunkt hieß mauer-b-turm steinmühle, der erste pp unseres abschnittes aus richtung plauen


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10.11.2012 17:01
avatar  Backe
#24
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Zitat von 86II im Beitrag #23
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #21
Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


ich kann die fahnenflucht zeitlich leider nicht genau in meine gedanken einordnen. ich weis noch genau das die flucht der familie in sparnberg unterhalb der kuhställe in den zeitraum der letzten 6 wochen vor meinem heimgang herbst 86 fiel, wir hatten die taschen noch voller pilze, die wir nach der meldung sofort im gebüsch entsorgten ... es müßte danach gewesen sein.
zur zeit der fahnenflucht war ich pf, also 3.dhj und es war puderzuckerartiger leichter schneefall. danach war für einige zeit dieser pp nicht besetzt, sondern es wurde außerhalb des gsz,hier nur kollonnenweg und k6 zwischen gsz und mauer,stellung bezogen, das heißt direkt vor der alten mälzerei.
wenn meine erinnerungen stimmen müßte es dann ende sept/okt. 86 gewesen sein.

der postenpunkt hieß mauer-b-turm steinmühle, der erste pp unseres abschnittes aus richtung plauen



der hier http://www.google.de/imgres?q=hirschberg...29,r:4,s:0,i:81 ?????


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10.11.2012 17:17
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#25
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Zitat von Feind im Beitrag #1
Wer weiß noch etwas, was im Winter 1986 in Hirschberg abgelaufen ist in Bezug auf die Fahnenflucht des Grenzposten.und den anschließenden Pioniertechnischen Neuausbau im Bereich Hirschberg Schlossfelsen bzw. im Bereich des Saalewehres. es war ein naß kalter Tag mit frischem Schneefall. Die Fahnenflucht der beiden Grenzsoldaten löste eine Welle von neues Dienstanweisungen und Versetzungen aus. Beide Soldaten waren eingesetzt auf dem Mauerbeobachtungsturmes unterhalb des Schlossfelsens in Hirschberg (in der Nähe des Saalewehres) Sie nutzten die Stunden um sich abzusetzen....

In diesem Zusammenhang wurden in der GK Hirschberg hinterher Ermittlungen der V2000 durchgeführt und zwei weitere Grenzsoldaten anschließend verhaftet. Auch mischte das MfS kräftig den Personalbestand anschließend durch. Wer weiß dazu noch etwas..
Wer kann sich erinner was im anschließenden Pioniertechnischen Ausbau der Grenze geschah. .


ich


Zitat von Feind im Beitrag #1
Text gefunden im www....
... es war ziemlich früh und regnete, so gegen 02:00 Uhr, der LO mit uns als Postenablösung kam unterhalb des Schlossfelsen/Hirschberg an, am GEZ-Tor. Normalerweise wurde man vom Grenzposten (Mauer-B-Turm Saalewehr) begrüßt, der meist das Tor schon geöffnet hatte, damit die Ablösung schneller geht.


der p steinmühle wurde nur in den seltensten fällen mal am pp abgesetzt, sondern handelte allein von der kompanie zur ablösung und zurück



Zitat von Feind im Beitrag #1
Wir standen zirka 2-3 Minuten vorm Tor (saßen im LO) aber nichts passierte. Ein Postenführer stieg aus dem LO aus und ging zur Sprechsäule. Alle wunderte es das in der Sprechsäule ein Kabel steckte, welches über die Mauer führte.
Ein Moment in dem klar wurde hier stimmt etwas nicht. Also alles runter vom LO und das Tor auf. Schnell war klar der Grenzposten fehlt. Das Kabel führte über die Mauer in den Westen. Auch eine Suche entlang des Kolonnenweges führte nicht zum Grenzposten. Dann gab es einen Sprechkontakt Kommandeur Grenzsicherung mit dem Posten, der sich aus dem Westen meldete.


die sprechsäule stand einge meter von der mauer entfernt ..., grenze war dort die saale, am wehr auch ca. 20 meter breit, unterhalb dann nur noch ca. 16 meter, wären also ca. 30 m kabel notwendig gewesen. wie ich schon in meiner vorstellung berichtete lag die obligatorisch mitgeführte verlängerung oben auf der bank mit vielen anderen unerwünschten sachen ausgebreitet. das geschriebene ist absoluter blödsinn. das pp ist außerhalb des turmes auf den müllkübel und dann am blitzableiter die mauer hoch und über das wehr über die saale, die waffen wurden mitgenommen, mehr war nicht. da haben sich zwei gefunden die sich einig waren und sind weg, völlig unspektakulär.


Zitat von Feind im Beitrag #1
Seit dem Tag waren ständig ein GAK in unmittelbarer Nähe als zweiter Posten B-Turm Saalewehr. /quote]

dies entspricht dern tatsachen, der pp auf dem schloßberg war danach einige zeit ständig von gak besetzt bzw. handelten sie in diesem bereich. einige besuchten dann auch zum netten plausch mal den danach außerhalb vom zaun eingesetzten posten ...

[quote=Feind|p216088]Einen Tag später erschoss sich ein Gefreiter, welcher unbedingt nach der Waffenausgabe vorm Grenzdienst, noch mal auf Klo musste. Die aufziehende Schicht stand im Flur bereit zur Vergatterung und im Klo knalltes es plötzlich in einer Salve. .
Danach ging in der Grenzkompanie gar nichts mehr. Keiner mehr in den Grenzdienst. Das Caos war perfekt.
Es folgten Ermittlungen und Befragungen. Die Ermittlungen der Staatssicherheit in der Grenzkompanie ergaben zwei Tages später, das zwei weitere Grenzer ebenfalls eine Flucht planten. Beide Grenzer die es betraf waren zu diesem Zeitpunkt in Sparenberg.
Die Schränke (ohne diese zu offnen wurden auf einen LO verladen und weggefahren. Die beiden Grenzer wurden draußen abgeholt und zur GK Hirschberg gefahren. Auf dem Hof legte man Ihnen ohne etwas zu erklären Handschellen an und beide wurden durch eine Spezialtruppe des MfS in Wartburgs weggefahren. Über das Thema wurde Stillschweigen gelegt. Tage später hieß es vom Offizieren des Grenzregimentes Plauen, das beide Grenzer in Schwedt (Millitärknast) sind. Angeblich hätte man Abschiedsbriefe gefunden.


völlig der grimmschen märchenwelt empfunden, deshalb auch kein weiter komentar.
einziger bezug dazu, es gab einige zeit später tatsächlich die rauslösung eines pp im bereich sparnberg. ein gf. meines zuges mit resi als posten nutzten das schlechte wetter um im trabant mit kabel neben der sprechsäule zu stehen, radio an ... und die aufgerauchte zigarette dem aus dem battallion zum geiern erschienenen offizier, der sich von hinten angepirscht hatte direkt ins gesicht geschnippt. genauso ist es passiert, über den gefreiten bin ich kurz in meiner vorstellung eingegangen. beide habe außer aresdt nichts schlimmes ertragen müssen.


natürlich gab es nach der ff in der kompanie einigen sackstand, konsquenzen in der führung usw., aber der grenzdienst ging gewohnt weiter. beide ff erschienen in westzivil noch einige male auf der anderen seite, teilweise in ziviler oder uniformierter begleitung und forderten die posten auf "rüber zu kommen ...". als sehr makaber und eigentlich schon damal zum fremdschämen habe ich die sofort danach einberufene fdj-versammlung in erinnerung, in welcher wir die verräter per handzeichen aus der fdj ausschlossen.


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10.11.2012 17:19
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#26
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Zitat von Backe im Beitrag #24
Zitat von 86II im Beitrag #23
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #21
Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


ich kann die fahnenflucht zeitlich leider nicht genau in meine gedanken einordnen. ich weis noch genau das die flucht der familie in sparnberg unterhalb der kuhställe in den zeitraum der letzten 6 wochen vor meinem heimgang herbst 86 fiel, wir hatten die taschen noch voller pilze, die wir nach der meldung sofort im gebüsch entsorgten ... es müßte danach gewesen sein.
zur zeit der fahnenflucht war ich pf, also 3.dhj und es war puderzuckerartiger leichter schneefall. danach war für einige zeit dieser pp nicht besetzt, sondern es wurde außerhalb des gsz,hier nur kollonnenweg und k6 zwischen gsz und mauer,stellung bezogen, das heißt direkt vor der alten mälzerei.
wenn meine erinnerungen stimmen müßte es dann ende sept/okt. 86 gewesen sein.

der postenpunkt hieß mauer-b-turm steinmühle, der erste pp unseres abschnittes aus richtung plauen



der hier http://www.google.de/imgres?q=hirschberg...29,r:4,s:0,i:81 ?????



nein das ist ca. 1 km flußabwärts, im bereich untertiefengrün/lederfabrik


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10.11.2012 19:03
#27
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Herbst 1986 (September)!


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10.11.2012 19:11
avatar  Mike59
#28
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #27
Herbst 1986 (September)!



Da kommt sicher auch der Titel " Der Sommer der ein Winter war " her. *lol*

Mike59


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10.11.2012 19:58
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#29
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Zitat von 86II im Beitrag #23
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #21
Wann genau soll diese Doppelflucht im Winter 1986 (??) gewesen sein??


ich kann die fahnenflucht zeitlich leider nicht genau in meine gedanken einordnen. ich weis noch genau das die flucht der familie in sparnberg unterhalb der kuhställe in den zeitraum der letzten 6 wochen vor meinem heimgang herbst 86 fiel, wir hatten die taschen noch voller pilze, die wir nach der meldung sofort im gebüsch entsorgten ... es müßte danach gewesen sein.
zur zeit der fahnenflucht war ich pf, also 3.dhj und es war puderzuckerartiger leichter schneefall. danach war für einige zeit dieser pp nicht besetzt, sondern es wurde außerhalb des gsz,hier nur kollonnenweg und k6 zwischen gsz und mauer,stellung bezogen, das heißt direkt vor der alten mälzerei.
wenn meine erinnerungen stimmen müßte es dann ende sept/okt. 86 gewesen sein.

der postenpunkt hieß mauer-b-turm steinmühle, der erste pp unseres abschnittes aus richtung plauen




Hallo Zeitzeuge
Wann warst du in Hirschberg?
Was ist Dir zu diesen Ereignissen noch bekannt?

Familienflucht Sparenberg 1986
... ja daran kann ich mich auch erinnern, Diese Grenzflucht der Familie aus Sparenberg ging über ein Garragendach in einer Schneefallnacht, neben der Hundelaufanlage, oberhalb der Ortschaft (Kuhställe). Sie hatten eine leiter vom Nachbarn benutzt. Die Hunde hatte zwar angeschlagen die Nacht über, aber keiner hatte reagiert. Einen GEZ gab es an dieser Stelle nicht, es war schon innerhalb des GEZ. Sparenberg war zwischen den Zäunen. Die Spuren kamen unterhalb der BAB Brücke raus soweit ich mich erinnern kann. Das war meines Wissens der 6. Oktober 1986. Am 07.Oktober 1986 gegen 06:00 Uhr hatte man Grenzalarm ausgelösst und wir haben Stundenlang diese Ortschaft Sparenberg durchsucht und das unterste nach oben geholt.
Sämtliche Leitern die nicht verschlossen waren, wurden eingesammelt und auf uneseren LO geladen. Die Leitern wurden anschließend zur Gaststätte in Sparenberg gefahren. Mit den Leitern wurden die Sparenberger Einwohner konfrontiert. Die Einwohner von Sparenberg hatten einen kleinen festumzug zum 7.Oktober und anschließend war Versammlung in der Gaststätte.
Auch kann ich mich erinnern, das in der Gaststätte in Sparenberg so gegen 10:00 Uhr alle Einwohner zusammen gerufen worden sind und jeder seinen Kommentar abgeben mußte (war eine Veranstaltung die seines Gleichen ich nie wieder erlebte). Dabei kam dann auch raus wer die Flucht entdeckt hatte. Aufgefallen war es einem Sparenberger Einwohner (Freiwilliger Helfer der GT) der sich beim B-Turm (Füst) gemeldet hatte und die Familie vermisste. Danach gab es Grenzalarm. das war so gegen 06:00 Uhr. Probleme waren auch die Tiere (Kühe und Schweine) die die Familie zurück gelassen hatte. Eine sehr merkwürdige Stimmung und Veranstaltung. Ab dem Zeitunkt wurde der Postenturm in Sparenberg mit einem Fotoposten ständig besetzt, weil man hofte, das die Familie noch mal am Weg gegenüber auftauchen könnte. Nach dieser Flucht wurde die A-Gruppe (zuvor untergebracht im BT-Führungsstelle oberhalb des Dorfes Sparenberg) verstärkt zu unregelmäßigen Zeiten in diesem Bereich eingesetzt meist nachts für 4-6 Stunden als fester Posten eingesetzt. Auch GAK bestreiften Sparenberg dann öfters. Die Streifen der freiwilligen Helfer der GT wurden verdoppelt.

Doppelfahnenflucht Hirscherg
...also doch und einige können sich hier ganz gut daran erinnern
... über die Mülltonne
... Spindkontrolle in der GK Hirschberg

Quelle des Textes:
MfS, Meldung an das Politbüro, Untersuchung der Fahnenflucht Hirschberg 1986, Grenzposten der GT der DDR (Millitärstaatsanwalt Erfurt, Ermittlungsprotokoll 167/86) verzeichnt eine genaue Schilderungen des Grenzpostens von der Führungsstelle, die Befragungsprotokolle des Grenzosten (Uferweg bis Klärwerk) der daneben war, was alles passierte aus seiner Sicht. Die Aufzeichnungen des Kommandeur Grenzsicherung sind vorhanden, was alle Streifen aufzeigt und wann was passierte

Flucht Hirschberg Lederfabrik eine männliche Person
was war da genau?


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10.11.2012 20:07
#30
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Heißt der Ort zufällig Sparnberg


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