Buchkritik "Die Sprache der NVA Soldaten"

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28.10.2012 00:02
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#1
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Hallo Leute, ich hatte mir heute mit einer gewissen Vorfreude das o.g. Buch gekauft und war nach kurzem überfliegen des Buches, doch erstmal enttäuscht. Viele Begriffe die ich konkret aus meiner Dienstzeit bei den GT kannte fehlten, nun gut habe ich mir gedacht, viele Begriffe waren auch ziemlich obzön bzw. nicht ganz jugendfrei. Mir fallen da als Beispiel die Bezeichnung für die "Winterkopfbedeckung" bzw. für den Regenumhang ein. Ich möchte das jetzt hier auch nicht weiterausführen, sonst kriege ich noch einen Rüffel von Angelo. Ich denke die meisten von euch kennen die Begriffe. Da der Autor Werner Neumann u.a. auch dieses Forum als Quelle für sein Buch nannte, möchte ich mal zwei Begriffe bzw. Rituale aus diesen Buch nennen, die ich persönlich aus meiner Zeit überhaupt nicht kenne und würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Zum einem der Begriff "Achtziger" für die neu einberufenen Soldaten bezogen auf den Wehrsold von 80,- Mark, kenne ich persönlich überhaupt nicht. Die "Neuen" wurden "Glatte" bzw. "Keime" genannt. Zum anderen die Erläuterung des "Vizeschlag" in diesem Buch. Kennt jemand das der Vizeschlag mit einen Feldspaten durchgeführt wurde? Indem der EK den betreffenden Soldaten mit den Spaten erst die linke und dann die rechte Schulter berührt? Also ich kenne den Vizeschlag nur mit den Koppel und viel schwarze Schuhcreme. Kennt Ihr vielleicht aus eurer Zeit andere Rituale?


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28.10.2012 14:52
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#2
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94

Achtziger ... das war doch die Zigarre zum Stückpreis von 80 Pfennig, die in der hermetisch abgedichteten Stube achtzig Tage vor dem Heimgang von Allen, nicht nur von den EKs gedampft wurde. Glatte und Keime waren gängige Bezeichnungen fürs 2. DHJ bis zum Vizeschlag, auch ich kenne für Diesen nur die Variante mit Koppel und reichlich Schuhcreme. Noch 'märchenhafter' wie der Spaten klingt für mich die Variante mit der Schranktür aus dem Buch 'EK, EK, EK - bald bist du nicht mehr da! - Soldatenkultur in der Nationalen Volksarmee' von Ralf Gehler (ISBN 3-9804880-2-0).
... http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/...ad.php?t=458013

P.S: Bäfo ist doch ein gängiger Begriff, aber der Regenumhang, hmm, gabs für diesen auch eine Extrabezeichnung?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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30.10.2012 13:05
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#3
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Zitat von 94 im Beitrag #2
Achtziger ... das war doch die Zigarre zum Stückpreis von 80 Pfennig, die in der hermetisch abgedichteten Stube achtzig Tage vor dem Heimgang von Allen, nicht nur von den EKs gedampft wurde. Glatte und Keime waren gängige Bezeichnungen fürs 2. DHJ bis zum Vizeschlag, auch ich kenne für Diesen nur die Variante mit Koppel und reichlich Schuhcreme. Noch 'märchenhafter' wie der Spaten klingt für mich die Variante mit der Schranktür aus dem Buch 'EK, EK, EK - bald bist du nicht mehr da! - Soldatenkultur in der Nationalen Volksarmee' von Ralf Gehler (ISBN 3-9804880-2-0).
... http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/...ad.php?t=458013

P.S: Bäfo ist doch ein gängiger Begriff, aber der Regenumhang, hmm, gabs für diesen auch eine Extrabezeichnung?


Hallo 94, bei uns fast genauso wie Bäfo nur halt Refo...tja wir waren halt versaut.


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30.10.2012 18:08
#4
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In den Grenzeinheiten waren die Bräuche wohl doch etwas anders als bei den übrigen Waffengattungen, in denen ein Soldat von der Einberufung bis zur Entlassung in der gleichen Einheit, dem gleichen Zug und meist gleichen Gruppe gedient hat. An der Grenze gab es zu meiner Zeit nur Vize und EK´s. Die Vize mußten nicht erst zum Vize geschlagen werden, die waren es mit dem Moment, als sie in die Einheit kamen, denn da waren gleichzeitig die ehem. Vize gerade EKs geworden und die EKs schon in Zivil auf dem Heimweg. Ausnahmen wird es gegeben haben, wie bei meinem noch heute befreundeten Kumpel, der gleich nach der Grundausbildung, also nach gut einem Monat, an die Grenze kam (vielleicht weil Leute fehlten). Auch war das Verhältnis EKs zu Vize mehr kameradschaftlich und nicht so hirarchisch, dgl. auch zwischen Uffze und den einfachen Soldaten und Gefreiten. Außer dem Bandmaßanschnitt gab es ein weiteres Ritual, welches 49 Tage vor der Entlassung begann. Es gab damals das Lottospiel "6 aus 49", bei dem jede Zahl eine Sportart hatte. Die 49 war Weitsprung. An diesem tag wurde eben weit gesprungen, ob nun auf dem Kasernenhof oder draußen. Am Tag/Zahl 1 haben wir nach dem Entlassungsschein geangelt. Das war die Sportart"Angeln". Jeder hatte so einen Tippschein im Spind und jeden Tag wurde ein Feld durchgestrichen.


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30.10.2012 19:14
avatar  Pitti53
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Zitat von 94 im Beitrag #2
Achtziger ... das war doch die Zigarre zum Stückpreis von 80 Pfennig, die in der hermetisch abgedichteten Stube achtzig Tage vor dem Heimgang von Allen, nicht nur von den EKs gedampft wurde. Glatte und Keime waren gängige Bezeichnungen fürs 2. DHJ bis zum Vizeschlag, auch ich kenne für Diesen nur die Variante mit Koppel und reichlich Schuhcreme. Noch 'märchenhafter' wie der Spaten klingt für mich die Variante mit der Schranktür aus dem Buch 'EK, EK, EK - bald bist du nicht mehr da! - Soldatenkultur in der Nationalen Volksarmee' von Ralf Gehler (ISBN 3-9804880-2-0).
... http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/...ad.php?t=458013

P.S: Bäfo ist doch ein gängiger Begriff, aber der Regenumhang, hmm, gabs für diesen auch eine Extrabezeichnung?


Interessant in was für Foren du so unterwegs bist

Aber das Ding scheint gut zu sein.Zieh ich mir morgen am Feiertag nach dem Laubfegen mal rein


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31.10.2012 00:25
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#6
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #4
In den Grenzeinheiten waren die Bräuche wohl doch etwas anders als bei den übrigen Waffengattungen, in denen ein Soldat von der Einberufung bis zur Entlassung in der gleichen Einheit, dem gleichen Zug und meist gleichen Gruppe gedient hat. An der Grenze gab es zu meiner Zeit nur Vize und EK´s. Die Vize mußten nicht erst zum Vize geschlagen werden, die waren es mit dem Moment, als sie in die Einheit kamen, denn da waren gleichzeitig die ehem. Vize gerade EKs geworden und die EKs schon in Zivil auf dem Heimweg. Ausnahmen wird es gegeben haben, wie bei meinem noch heute befreundeten Kumpel, der gleich nach der Grundausbildung, also nach gut einem Monat, an die Grenze kam (vielleicht weil Leute fehlten). Auch war das Verhältnis EKs zu Vize mehr kameradschaftlich und nicht so hirarchisch, dgl. auch zwischen Uffze und den einfachen Soldaten und Gefreiten. Außer dem Bandmaßanschnitt gab es ein weiteres Ritual, welches 49 Tage vor der Entlassung begann. Es gab damals das Lottospiel "6 aus 49", bei dem jede Zahl eine Sportart hatte. Die 49 war Weitsprung. An diesem tag wurde eben weit gesprungen, ob nun auf dem Kasernenhof oder draußen. Am Tag/Zahl 1 haben wir nach dem Entlassungsschein geangelt. Das war die Sportart"Angeln". Jeder hatte so einen Tippschein im Spind und jeden Tag wurde ein Feld durchgestrichen.
Wie du es schon sagtest,siehe rot mark.Zu deiner Zeit ,66-68 war das bei euch so.
Zu meiner Zeit,81-83 sah das schon ganz anders aus.
Wir waren nie Vize!
Das erste Halbjahr in Halberstadt waren wir Knollen,im 2.DH am Kanten in Riebau waren wir die Glatten Blasen und im 3.DH dann endlich EK's.
Dazu gab es sehr wohl eine lebendige EK Bewegung,jedenfalls in unserer Kompanie.
Ich weiß aber auch,dass es in den Nachbarkompanien Brietz und Hoyersburg schon wieder ganz anders aus sah,da mussten die E's sogar die Garage "Keulen".

Gruß ek40


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31.10.2012 06:40 (zuletzt bearbeitet: 31.10.2012 14:56)
avatar  SCORN
#7
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Eine allgemeingültige überall gebräuchliche Sprache der NVA Soldaten mit den selben Begriffen und Deutungen gab es sicher nicht. Dafür war die NVA zu komplex. Eine große Ähnlichkeit wird es in Truppenteilen der gleichen Bestimmung wie bei den mot. Schützen , Panzereinheiten oder eben auch den Grenztruppen gegeben haben! Es gab sehr wohl einen Stamm von Begriffen wie die "Bäfo" , "Ufo", "EK" oder "Vize" welche sehr wohl allgemeinbekannt waren! Ansonsten unterlag der "Soldatenslang" einer ständigen Weiterentwicklung und Abschleifung!
Wie konnte auch in einer Fallschirmjägerkompanie oder Marineeinheit haargenau die selben Begriffe wie bei einer Kfz-Kompanie oder den Baupionieren genutzt werden? Alleine wenn schon die UaZ's 8 und die Manschaften 6 DHJ hatten reichte die herkömmliche Hirachie mit ihren Begriffen nicht mehr aus!

SCORN


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31.10.2012 07:35
avatar  schulzi
#8
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vize hin vize her war in den gk doch alles nur simbolich nach einen dreiviertel jahr hast du zwei 120 röhrchen kuchen,kaffee und schokolade mit in den grenzdienst genommen das 120 ziger wurde geraucht manch nichtraucher schecht und dann kaffee getrunken und kuchen gemampft anschliesend machte dir der ek die knicke in die schulterstücke .dan in der kaserne wartete schon die krähe und gab dir gegen einen gewissen opulus zwei neue und erklärte dir das schulterstücke so aus zu sehen hätten.also es war im entefekt für uns ein bergfest wir freuden uns es geht berg ab und die"alten das sie nur noch ein viertel jahr hatten.das wars schulzi


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31.10.2012 11:21
#9
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Die im ersten Hj. wurden "Pissie" oder "Pisser" genannt. Ein Vize wurde nur dann so betitelt, wenn er tüchtigen Bockmist angestellt hatte, unter dem dann auch andere, insbes. EKs zu leiden hatten.
Einen neuen, also Vize, der zu uns kam, hatte ich mal als Posten auf dem Krad. Er wollte unbedingt mal mit der Leuchtpistole schießen. Die LP hing hinten seitlich am Hinterrad. Es war nacht und ich sagte ihm, daß er dann an der nächsten Wendestelle, wo ein anderes Postenpaar einen Standplatz hatte, mal schießen kann. Vielleicht 50 m vor dieser Stelle sah ich, wie der Lichtkegel der Spurenlampe in der Luft rumirrte. Ich denke noch, der soll lieber auf den KS leuchten, denn als Postenführer bin ich verantwortlich, wenn eine Spur übersehen wird, da krachte es auch schon. Ein gelber Blitz schoss seitlich ins Gelände. Das alles hatte das andere Postenpaar gesehen. Was war passiert ? Die dumme Sau (verzeihung) konnte es nicht abwarten, hat den Colt geladen und wohl beim Hochklappen des Laufen schon den Finger am Abzug gehabt. Ich hatte Glück, daß er wegen des geringen Abstandes zu mir die LP quer halten mußte und der Schuss nach der Seite raus ging. Anderenfalls hätte er mir das Ding unter die Wattejacke gejubelt. Ist der fertiggemacht worden durch das andere Postenpaar und nach dem Einrücken von den anderen EKs. Ein Pissi erschießt beinahe einen EK. Schlimmeres hätte ein Vize nicht machen können, glaube ich. Dieser Soldat hat danach lange keine Leuchtpistole mehr angefasst.


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31.10.2012 11:45
avatar  furry
#10
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #9
... Anderenfalls hätte er mir das Ding unter die Wattejacke gejubelt.


Wäre es dazu gekommen, hättest Du uns das heute sicher nicht mitteilen können.
Wir haben mal mit Drei-Stern auf eine Kiefer gehalten, das sah nicht gut aus, ...für die Kiefer.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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31.10.2012 12:14
#11
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furry, dann wäre ich jetzt auch ein "Opfer", in treuer Pflichterfüllung Opfer eines heimtückischen Heckenschützen aus den eigenen Reihen, oder wie man auch so heute sagt, durch "freundliches Feuer".


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31.10.2012 12:19
#12
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Hallo Leute!
Zu den Ritualen bei den GT kann ich nur sagen,als ich zum Vieze geschlagen wurde erfolgte dies mit der flachen Hand auf den Rücken mit so viel Kraft wie ging. Dies geschah auf dem Weg zu deinem Zimmer und die EK lauerten hinter den Türen.Wer das Zimmer am Ende des Ganges hatte war sehr schlecht dran.Das mit den Koppeln habe ich von anderen Kompanien gehört.Von der Reserve beim PiB(Panzerinstandtsetzungs-Battalion) kenne ich den Bandmaßanschnitt.Die Glatten in langer Unterwäsche,Stiefel,Tragegestell,Stahlhelm und dann mußten sie im Zimmer eine kleine Sturmbahn aus dem Inventar des Zimmers überwinden. Danach standen die EK auf dem Hocker die Glatten knieten davor mit einer Kerze auf dem Stahlhelm und dann war noch ein sprachliches Ritual zum Anschnitt des Bandmaßes. Bei den GT hießen wir bis zum Vize Dachse. Ich kenne auch noch andere Bezeichnungen für Glatte oder Vize aber diese muß man hier nicht erwähnen.
Gruß Kamikaze


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31.10.2012 12:32 (zuletzt bearbeitet: 31.10.2012 13:26)
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#13
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #9
Die im ersten Hj. wurden "Pissie" oder "Pisser" genannt. Ein Vize wurde nur dann so betitelt, wenn er tüchtigen Bockmist angestellt hatte, unter dem dann auch andere, insbes. EKs zu leiden hatten.
Einen neuen, also Vize, der zu uns kam, hatte ich mal als Posten auf dem Krad. Er wollte unbedingt mal mit der Leuchtpistole schießen. Die LP hing hinten seitlich am Hinterrad. Es war nacht und ich sagte ihm, daß er dann an der nächsten Wendestelle, wo ein anderes Postenpaar einen Standplatz hatte, mal schießen kann. Vielleicht 50 m vor dieser Stelle sah ich, wie der Lichtkegel der Spurenlampe in der Luft rumirrte. Ich denke noch, der soll lieber auf den KS leuchten, denn als Postenführer bin ich verantwortlich, wenn eine Spur übersehen wird, da krachte es auch schon. Ein gelber Blitz schoss seitlich ins Gelände. Das alles hatte das andere Postenpaar gesehen. Was war passiert ? Die dumme Sau (verzeihung) konnte es nicht abwarten, hat den Colt geladen und wohl beim Hochklappen des Laufen schon den Finger am Abzug gehabt. Ich hatte Glück, daß er wegen des geringen Abstandes zu mir die LP quer halten mußte und der Schuss nach der Seite raus ging. Anderenfalls hätte er mir das Ding unter die Wattejacke gejubelt. Ist der fertiggemacht worden durch das andere Postenpaar und nach dem Einrücken von den anderen EKs. Ein Pissi erschießt beinahe einen EK. Schlimmeres hätte ein Vize nicht machen können, glaube ich. Dieser Soldat hat danach lange keine Leuchtpistole mehr angefasst.


Das Wort Pisser kenne ich aus meiner Zeit nur im Zusammenhang mit der Einberufung bzw. den Heimgang. Ab der Zeit wo bei der Grenze vierteljährlich gezogen wurde, wurden alle die im Februar oder August eingezogen wurden ,also nicht in den klassischen Einberufungsmonaten wie Mai oder November, auch als Zwischenpisser betitelt. Ich musste mir das auch oft genug anhören weil ich im August (1988) eingezogen wurde.


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31.10.2012 12:48
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#14
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Zitat von Kamikaze im Beitrag #12
Hallo Leute!
Zu den Ritualen bei den GT kann ich nur sagen,als ich zum Vieze geschlagen wurde erfolgte dies mit der flachen Hand auf den Rücken mit so viel Kraft wie ging. Dies geschah auf dem Weg zu deinem Zimmer und die EK lauerten hinter den Türen.Wer das Zimmer am Ende des Ganges hatte war sehr schlecht dran.Das mit den Koppeln habe ich von anderen Kompanien gehört.Von der Reserve beim PiB(Panzerinstandtsetzungs-Battalion) kenne ich den Bandmaßanschnitt.Die Glatten in langer Unterwäsche,Stiefel,Tragegestell,Stahlhelm und dann mußten sie im Zimmer eine kleine Sturmbahn aus dem Inventar des Zimmers überwinden. Danach standen die EK auf dem Hocker die Glatten knieten davor mit einer Kerze auf dem Stahlhelm und dann war noch ein sprachliches Ritual zum Anschnitt des Bandmaßes. Bei den GT hießen wir bis zum Vize Dachse. Ich kenne auch noch andere Bezeichnungen für Glatte oder Vize aber diese muß man hier nicht erwähnen.
Gruß Kamikaze


Hallo Kami, also bei uns war nix mit auflauern, im Gegenteil es wurde gefragt ob der Herr EK Zeit hätte um dich zum Vize zu schlagen. Es gab auch Neue, die wurden nie zum Vize geschlagen.


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31.10.2012 13:06
#15
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Hallo Duck!
Kann mich noch an meinen ersten Viezeschlag erinnern. Habe mir gerade die Hände gewaschen,vor mir ein Spiegel,EK sieht das ich nicht aufpasse und mit vollen Schwung hatte ich meinen ersten Schlag weg .Habe mich so geärgert daß ich ihn nicht im Spiegel gesehen habe.
Gruß Kamikaze


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