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in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 12:50
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Einige Worte zu einigen Beiträgen.

Zu Alfred:
Die Auffassung, dass der größte Teil der Flüchtlinge die DDR – besser, den SED-Staat, denn von der SED wurde er dominiert – verließ, hätte hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, wird auch gerne von Stasi-Seilschaften kolportiert (verbreitet). Dass Unfreiheit so unerträglich sein kann, dass man sich ihr mit allen Mitteln entziehen will, darauf kommt wohl niemand (mehr). Da scheint das “Verkaufs“ – Argument (Bücher) logischer zu sein, als der Wille, Verbrechen der SED/MfS aufklären zu wollen. Wer von ´Erpressung´ bzgl. Ausreise spricht, übersieht (absichtsvoll?) Korb 3 der KSZE, der Reisefreiheit garantierte, vom SED-Staat unterschrieben, den Menschen trotzdem vorenthalten. Das war das System: Lüge und Betrug.

Zu Karl143:
Nicht “man“ wusste (angeblich) detailliert, was sich im Dr. Ulrich-Otto-Institut in 63 Gießen 2 PF 2921 tat, sondern ausschließlich der Inhaber. Die Stasi konnte nur vermuteten! Immerhin stellt er die richtigen Fragen: „warum läuft uns die Elite weg. Diese Menschen sahen keine Zukunft in der Reglementierung und Überwachung (sprich Unfreiheit, WW). Ich glaube garnichtmal das es immer nur um Geld ging, es ging auch um die Freiheit.“
Richtig. Nicht “auch“, sondern um Freiheit gehts in Diktaturen immer. „Und die ist ein Gut welches nicht mit Geld aufzuwiegen ist.“ Auch das ist eine Binse (Binsenweisheit).

Zu GilbertWolzow:
Sehr witzig der Satz: „jeder aus diesem forum hat und hatte die möglichkeit, sich mit ehem. mitarbeitern der pankower u-haftanstalt zu unterhalten und wird feststellen, dass wolfgang w. seine erzählungen (Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, WW) schon rein technisch nicht funktionieren können.“
Klar, jeder kann sich mal mit einem Stasi-Büttel ´unterhalten´, der die Gefangenen damals “betreute“. Die sind ja auch alle bekannt. An ihren Klingelschildern fehlt auch nicht der Hinweis “ehemalige Arbeitsstelle MfS/UHA Pankow“. Die werden natürlich wahrheitsgemäß aussagen, dass alles, was ich in meinem Buch über Pankow schreibe, frei erfunden ist. Die Logik von GilbertWolzow ist: Was er nicht erlebt hat kann er sich nicht vorstellen.

Zu turtle:
Auch er mag nicht glauben und schreibt: „Was Herrn Welsch alles widerfahren ist kann ich [...] nicht bestätigen, da ich es nicht so erlebt habe. Misshandlungen so wie er sie erlebte, Folter, Unterernährung, bis zur Scheinhinrichtung mag glauben wer will, ich nicht.
Auch ihm gilt der letzte Satz zu GilbertWolzow. Die Wahrheit muss man nicht glauben. Wahrheit ist immer konkret. Es gibt Zeitzeugen, nicht nur aus Pankow, die jedes Detail meines Berichts bestätigen. Man lese nur das Buch von Timo Zilli “Folterzelle 36 Berlin-Pankow“, Berlin 1993. Da weisse Bescheid. Bezeichnend, dass die Verbrechen der Stasi schon 22 Jahre nach ihrer Auflösung unglaubhaft sind.

Im Übrigen habe ich keinen Roman geschrieben, sondern ein autobiografisches Sachbuch. Dessen Titel auch nicht von mir gewählt wurde, sondern vom Verlag, nachdem man sich durch Berge kopierter BStU-Akten gelesen hatte und immer wieder auf Begriffe wie „größter Staatsfeind“, „effektivster Gegner“, „Gegner Nummer 1“, „Staatsfeind Nummer 1“, „erfolgreichster Feind...“, usw. stieß. Da lag die Titelgebung auf der Hand. Die Ziffer “1“ hat auch symbolische Bedeutung. 1 = beste Zensur, Erster, Einzigartig, usw.
Wer glaubt, dass mit publizierten Leidensgeschichten Kapital ´herausgeholt´ werden soll, irrt (Wolfgang Schmidt). Das denkt nur, wer die Verbrechen des SED-Staates aus welchen Gründen auch immer verharmlost, der die Brutalität der Stasi ebensowenig erlebt hat, wie die unvorstellbaren Leiden der Opfer. Bis heute. Stichwort PTBS. Es geht einzig um Aufklärung.

Trotzdem allen Dank, die sich mit der Thematik mehr oder weniger kenntnisreich befassen.

Dr. Wolfgang Welsch
www.wolfgang-welsch.com
26.10.2012


hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.10.2012 12:52 | nach oben springen
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#2

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 13:40
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Die Auffassung, dass der größte Teil der Flüchtlinge die DDR – besser, den SED-Staat, denn von der SED wurde er dominiert – verließ, hätte hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, wird auch gerne von Stasi-Seilschaften kolportiert (verbreitet). Dass Unfreiheit so unerträglich sein kann, dass man sich ihr mit allen Mitteln entziehen will, darauf kommt wohl niemand (mehr). Da scheint das “Verkaufs“ – Argument (Bücher) logischer zu sein, als der Wille, Verbrechen der SED/MfS aufklären zu wollen. Wer von ´Erpressung´ bzgl. Ausreise spricht, übersieht (absichtsvoll?) Korb 3 der KSZE, der Reisefreiheit garantierte, vom SED-Staat unterschrieben, den Menschen trotzdem vorenthalten. Das war das System: Lüge und Betrug.

Zu Karl143:
Nicht “man“ wusste (angeblich) detailliert, was sich im Dr. Ulrich-Otto-Institut in 63 Gießen 2 PF 2921 tat, sondern ausschließlich der Inhaber. Die Stasi konnte nur vermuteten! Immerhin stellt er die richtigen Fragen: „warum läuft uns die Elite weg. Diese Menschen sahen keine Zukunft in der Reglementierung und Überwachung (sprich Unfreiheit, WW). Ich glaube garnichtmal das es immer nur um Geld ging, es ging auch um die Freiheit.“
Richtig. Nicht “auch“, sondern um Freiheit gehts in Diktaturen immer. „Und die ist ein Gut welches nicht mit Geld aufzuwiegen ist.“ Auch das ist eine Binse (Binsenweisheit).

Zu GilbertWolzow:
Sehr witzig der Satz: „jeder aus diesem forum hat und hatte die möglichkeit, sich mit ehem. mitarbeitern der pankower u-haftanstalt zu unterhalten und wird feststellen, dass wolfgang w. seine erzählungen (Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, WW) schon rein technisch nicht funktionieren können.“
Klar, jeder kann sich mal mit einem Stasi-Büttel ´unterhalten´, der die Gefangenen damals “betreute“. Die sind ja auch alle bekannt. An ihren Klingelschildern fehlt auch nicht der Hinweis “ehemalige Arbeitsstelle MfS/UHA Pankow“. Die werden natürlich wahrheitsgemäß aussagen, dass alles, was ich in meinem Buch über Pankow schreibe, frei erfunden ist. Die Logik von GilbertWolzow ist: Was er nicht erlebt hat kann er sich nicht vorstellen.

Zu turtle:
Auch er mag nicht glauben und schreibt: „Was Herrn Welsch alles widerfahren ist kann ich [...] nicht bestätigen, da ich es nicht so erlebt habe. Misshandlungen so wie er sie erlebte, Folter, Unterernährung, bis zur Scheinhinrichtung mag glauben wer will, ich nicht.
Auch ihm gilt der letzte Satz zu GilbertWolzow. Die Wahrheit muss man nicht glauben. Wahrheit ist immer konkret. Es gibt Zeitzeugen, nicht nur aus Pankow, die jedes Detail meines Berichts bestätigen. Man lese nur das Buch von Timo Zilli “Folterzelle 36 Berlin-Pankow“, Berlin 1993. Da weisse Bescheid. Bezeichnend, dass die Verbrechen der Stasi schon 22 Jahre nach ihrer Auflösung unglaubhaft sind.

Im Übrigen habe ich keinen Roman geschrieben, sondern ein autobiografisches Sachbuch. Dessen Titel auch nicht von mir gewählt wurde, sondern vom Verlag, nachdem man sich durch Berge kopierter BStU-Akten gelesen hatte und immer wieder auf Begriffe wie „größter Staatsfeind“, „effektivster Gegner“, „Gegner Nummer 1“, „Staatsfeind Nummer 1“, „erfolgreichster Feind...“, usw. stieß. Da lag die Titelgebung auf der Hand. Die Ziffer “1“ hat auch symbolische Bedeutung. 1 = beste Zensur, Erster, Einzigartig, usw.
Wer glaubt, dass mit publizierten Leidensgeschichten Kapital ´herausgeholt´ werden soll, irrt (Wolfgang Schmidt). Das denkt nur, wer die Verbrechen des SED-Staates aus welchen Gründen auch immer verharmlost, der die Brutalität der Stasi ebensowenig erlebt hat, wie die unvorstellbaren Leiden der Opfer. Bis heute. Stichwort PTBS. Es geht einzig um Aufklärung.

Trotzdem allen Dank, die sich mit der Thematik mehr oder weniger kenntnisreich befassen.

Dr. Wolfgang Welsch
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26.10.2012


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#3

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 13:40
von 94 | 12.218 Beiträge | 6040 Punkte
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Ist ja sonst nicht so mein Ding, solche Vorstellungen. Aber in diesem Fall, na dann mal *tachsag*

Achso, bevor's unübersichtlich wird, die Suchfunktion ist ja nun nicht so jedermanns Ding. Die Worte zu einigen Beiträgen beziehen sich vor allem auf den Thread Die Story des Wolfgang Welsch, dem Staatsfeind Nr.1

Und ich hätte da auch gleich mal eine Frage, gibt es Erkenntnisse was aus den Motorradtouristen wurde, die ja auch einige Fleischküchle verzehrten?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#4

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 13:42
von jacky (gelöscht)
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Zitat von history im Beitrag #1
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Die Auffassung, dass der größte Teil der Flüchtlinge die DDR – besser, den SED-Staat, denn von der SED wurde er dominiert – verließ, hätte hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, wird auch gerne von Stasi-Seilschaften kolportiert (verbreitet). Dass Unfreiheit so unerträglich sein kann, dass man sich ihr mit allen Mitteln entziehen will, darauf kommt wohl niemand (mehr). Da scheint das “Verkaufs“ – Argument (Bücher) logischer zu sein, als der Wille, Verbrechen der SED/MfS aufklären zu wollen. Wer von ´Erpressung´ bzgl. Ausreise spricht, übersieht (absichtsvoll?) Korb 3 der KSZE, der Reisefreiheit garantierte, vom SED-Staat unterschrieben, den Menschen trotzdem vorenthalten. Das war das System: Lüge und Betrug.

Zu Karl143:
Nicht “man“ wusste (angeblich) detailliert, was sich im Dr. Ulrich-Otto-Institut in 63 Gießen 2 PF 2921 tat, sondern ausschließlich der Inhaber. Die Stasi konnte nur vermuteten! Immerhin stellt er die richtigen Fragen: „warum läuft uns die Elite weg. Diese Menschen sahen keine Zukunft in der Reglementierung und Überwachung (sprich Unfreiheit, WW). Ich glaube garnichtmal das es immer nur um Geld ging, es ging auch um die Freiheit.“
Richtig. Nicht “auch“, sondern um Freiheit gehts in Diktaturen immer. „Und die ist ein Gut welches nicht mit Geld aufzuwiegen ist.“ Auch das ist eine Binse (Binsenweisheit).

Zu GilbertWolzow:
Sehr witzig der Satz: „jeder aus diesem forum hat und hatte die möglichkeit, sich mit ehem. mitarbeitern der pankower u-haftanstalt zu unterhalten und wird feststellen, dass wolfgang w. seine erzählungen (Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, WW) schon rein technisch nicht funktionieren können.“
Klar, jeder kann sich mal mit einem Stasi-Büttel ´unterhalten´, der die Gefangenen damals “betreute“. Die sind ja auch alle bekannt. An ihren Klingelschildern fehlt auch nicht der Hinweis “ehemalige Arbeitsstelle MfS/UHA Pankow“. Die werden natürlich wahrheitsgemäß aussagen, dass alles, was ich in meinem Buch über Pankow schreibe, frei erfunden ist. Die Logik von GilbertWolzow ist: Was er nicht erlebt hat kann er sich nicht vorstellen.

Zu turtle:
Auch er mag nicht glauben und schreibt: „Was Herrn Welsch alles widerfahren ist kann ich [...] nicht bestätigen, da ich es nicht so erlebt habe. Misshandlungen so wie er sie erlebte, Folter, Unterernährung, bis zur Scheinhinrichtung mag glauben wer will, ich nicht.
Auch ihm gilt der letzte Satz zu GilbertWolzow. Die Wahrheit muss man nicht glauben. Wahrheit ist immer konkret. Es gibt Zeitzeugen, nicht nur aus Pankow, die jedes Detail meines Berichts bestätigen. Man lese nur das Buch von Timo Zilli “Folterzelle 36 Berlin-Pankow“, Berlin 1993. Da weisse Bescheid. Bezeichnend, dass die Verbrechen der Stasi schon 22 Jahre nach ihrer Auflösung unglaubhaft sind.

Im Übrigen habe ich keinen Roman geschrieben, sondern ein autobiografisches Sachbuch. Dessen Titel auch nicht von mir gewählt wurde, sondern vom Verlag, nachdem man sich durch Berge kopierter BStU-Akten gelesen hatte und immer wieder auf Begriffe wie „größter Staatsfeind“, „effektivster Gegner“, „Gegner Nummer 1“, „Staatsfeind Nummer 1“, „erfolgreichster Feind...“, usw. stieß. Da lag die Titelgebung auf der Hand. Die Ziffer “1“ hat auch symbolische Bedeutung. 1 = beste Zensur, Erster, Einzigartig, usw.
Wer glaubt, dass mit publizierten Leidensgeschichten Kapital ´herausgeholt´ werden soll, irrt (Wolfgang Schmidt). Das denkt nur, wer die Verbrechen des SED-Staates aus welchen Gründen auch immer verharmlost, der die Brutalität der Stasi ebensowenig erlebt hat, wie die unvorstellbaren Leiden der Opfer. Bis heute. Stichwort PTBS. Es geht einzig um Aufklärung.

Trotzdem allen Dank, die sich mit der Thematik mehr oder weniger kenntnisreich befassen.

Dr. Wolfgang Welsch
www.wolfgang-welsch.com
26.10.2012


Ich danke für den tollen beitrag! Lg jacky


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#5

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 13:59
von DoreHolm | 9.052 Beiträge | 7022 Punkte
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Werde trotzdem bei meiner Ansicht bleiben, daß es dem allergrößten Teil der legal oder illegal Ausgereisten in erster Linie vordergründig und vorrangig um materielle Dinge ging. Auch die Reisemöglichkeiten hatten nur teilweise ausschließlich mit Freiheit zu tun. Das was heute unter dem Begriff des Freiheitswillens der Ostdeutschen suggeriert wird, ist nichts Konkretes und Greifbares, weil jeder darunter etwas anderes versteht und ich denke, daß man in der auch so freien "freien westlichen Welt " auch nicht wenige Beispiele von Unfreiheit finden könnte wenn man nur wollte. Wie gesagt, jeder versteht darunter etwas Anderes.
Und dann noch mal unten im letzten Abschnitt der Superlativ "unvorstellbare Leiden". Was soll dieser Quatsch ? Mit Superlativen wird heute gern um sich geschmissen, weil das reißerischer klingt, den Medienkonsumenten mehr in´s Auge springt. Das ist in der Politik nicht anders als auf anderen Gebieten. Kenne das aus der Chemie und dem Umweltschutz. Da wird gern mal von Journalisten der Begriff "hochgiftig" verwendet. Schaut man sich das genauer an, bekommt der Fachmann dabei einen Lachanfall. Unter "unvorstellbare Leiden", diesen Begriff muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, müßte man sich dann Schlimeres vorstellen als bisher durch Menschen getan bekannt ist. Also, sehr geehrter Herr Welsch, bei allem Respekt vor dem, was Sie erlebt haben und was ich sicher auch auf das Schärfste verurteilen würde, bleiben Sie bitte auf dem Teppich.



LO-Wahnsinn und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 14:45
von Feliks D. | 8.889 Beiträge | 36 Punkte
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90% waren sicher Bananenflüchtlinge, das wurde oft genug in den Vernehmungen herausgearbeitet. Mehr als 10% würde ich reine politische Beweggründe nicht zugestehen! Manch Fluchthelfer/Menschenhändler hat da nicht dran verdient, oft genug erlebt solche Typen, und andere versuchen heute noch [Buch]Kapital daraus zu schlagen. Ein wenig Folter und Hinrichtung muss da schon mit dabei sein, verkauft sich sonst eher schlecht so ein langweiliges Sachbuch.

Opfergeschichte Nr. 1! Na Glückwunsch jetzt schlagen sich schon zwei um den Titel, mal sehen ob der nun nach Pankow geht oder bei dem Herrn aus HSH verbleibt. Im Drachentöter unterrepräsentiert gefühlt oder woher rührt das plötzliche Engagement hier? Etwa Hoffnung auf einen Platz im nächsten Teil?

Na dann mal Hallo und ein schönes Wochenende Doktorchen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!
LO-Wahnsinn, DoreHolm, passport und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.10.2012 14:47 | nach oben springen
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#7

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:07
von jacky (gelöscht)
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Zitat von Feliks D. im Beitrag #6
90% waren sicher Bananenflüchtlinge, das wurde oft genug in den Vernehmungen herausgearbeitet. Mehr als 10% würde ich reine politische Beweggründe nicht zugestehen! Manch Fluchthelfer/Menschenhändler hat da nicht dran verdient, oft genug erlebt solche Typen, und andere versuchen heute noch [Buch]Kapital daraus zu schlagen. Ein wenig Folter und Hinrichtung muss da schon mit dabei sein, verkauft sich sonst eher schlecht so ein langweiliges Sachbuch.

Opfergeschichte Nr. 1! Na Glückwunsch jetzt schlagen sich schon zwei um den Titel, mal sehen ob der nun nach Pankow geht oder bei dem Herrn aus HSH verbleibt. Im Drachentöter unterrepräsentiert gefühlt oder woher rührt das plötzliche Engagement hier? Etwa Hoffnung auf einen Platz im nächsten Teil?

Na dann mal Hallo und ein schönes Wochenende Doktorchen.

Hallo feliks darf ich fragen wie alt du bist? kannst auch gern eine PN schicken danke


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#8

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:07
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Hallo history, herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

Ich denke es gibt hier hier Forum sowohl Befürworter von Fluchthilfe, wie auch Gegner, zu letztgenannten ich mich, bedingt und fallspezifisch, auch zähle.
Menschen zu helfen in Freiheit zu kommen, ist erstmal grundlegend nichts negatives, sondern positiv, ein humanitärer Akt der Nächstenliebe.
Doch stellt sich mir die Frage, wo beginnt Fluchthilfe moralisch anstössig zu werden, oder anders gefragt, wo ist es NUR noch Menschenschleusung?
Und mir gehts bei der Frage garnicht mal um mögliche Überschüsse aus den Unkosten, falls es sie überhaupt gegeben hat, mir gehts um die Gefahren insbesondere bei Familien.

Mein persönlicher Beitrag zur Nächstenliebe, insbesondere bei Familien mit Kindern, wäre der gewesen, Schleusung von Familien mit Kindern abzulehnen und den Menschen klar zu machen, welches Übel sich für diese Kinder aus einer missglückten Schleusung ergeben kann, wenn diese Menschen schon selber zu dämlich, oder zu egoistisch waren, Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Kindern zu zeigen, sowie ihnen anzuraten den legalen Ausreiseweg zu beschreiten, oder zumindest solange auszuharren, bis die Kinder eigenständig sind.
Keinem gings in der DDR so dermassen dreckig, dass das Warten nicht möglich gewesen wäre.

Es wird heute in den Medien immer wieder über die böse DDR geredet, die Kinder zwangsadoptiert hat, angeblich nur aus politischen Gründen.
Es wird aber NIE davon geredet, dass Eltern die ERSTE Verantwortung tragen, der viele, insbesondere auch sehr viele Flüchtlinge, nicht nachgekommen sind und nur an sich selber gedacht haben.
Heute stellen sie sich hin und sagen, dass die böse DDR ihre armen Kinder zwangsadoptiert hat.
Wenn ich an solche Eltern denke, kämpfen meine Haare um einen Stehplatz, und sollte so einer mal vor mir stehn, dem Spucke ich voller Ekel ins Gesicht.

Wurde sowas bei der Fluchthilfe bedacht?
Ich denke nein, und sollte das nein zutreffen, dann frage ich mich, mit welchen moralischen und humanitären Grundgedanken man an die Sache ran gegangen ist und wie man dazu kommt, darüber noch ein Buch zu schreiben?
Ich könnte, sollten meine Gedankengänge zutreffen, SO nicht mehr in den Spiegel schauen und würde mich vor Scham eingraben, weil man dann unweigerlich den Eindruck erweckt, es ging nur ums Geschäft.
Wenn fluchtwillige DDR-Bürger mehrere zehntausend Mark aufbringen konnten, wo es in der DDR nahezu unmöglich war Kredite zu bekommen, dann frage ich mich wie schlecht es diesen Bürgern ging, oder doch einfach nur zu gut?

Wahrhaftig politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen, mit den entsprechenden stimmigen Rahmenbedingungen, verdient meinen vollen Respekt und auch das Wort Fluchthilfe, Menschenhandel, wie er aber teilweise professionell und profitabel betrieben wurde, verdient meine vollste Verachtung.

Und bevor einer auf den Gedanken kommt zu meinen, meine Meinung hier wäre politisch motiviert, NEIN, dass ist meine ganz persönliche, rein menschliche Sichtweise die sich unter den gleichen Voraussetzungen auf jeden Ort der Welt bezieht.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
LOSfahrer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

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Zitat von Feliks D. im Beitrag #6
90% waren sicher Bananenflüchtlinge, das wurde oft genug in den Vernehmungen herausgearbeitet. Mehr als 10% würde ich reine politische Beweggründe nicht zugestehen! Manch Fluchthelfer/Menschenhändler hat da nicht dran verdient, oft genug erlebt solche Typen, und andere versuchen heute noch [Buch]Kapital daraus zu schlagen. Ein wenig Folter und Hinrichtung muss da schon mit dabei sein, verkauft sich sonst eher schlecht so ein langweiliges Sachbuch.

Opfergeschichte Nr. 1! Na Glückwunsch jetzt schlagen sich schon zwei um den Titel, mal sehen ob der nun nach Pankow geht oder bei dem Herrn aus HSH verbleibt. Im Drachentöter unterrepräsentiert gefühlt oder woher rührt das plötzliche Engagement hier? Etwa Hoffnung auf einen Platz im nächsten Teil?laden

Na dann mal Hallo und ein schönes Wochenende Doktorchen.
wenn es bananenflüchtlinge waren, warum wurden sie eingesperrt? jede woche eine grosse lieferung in jeden laden und die bevölkerung wäre zufrieden. da bräuchte man keine gefängnisse für politische. denn für 10 % hätte eins gereicht. na und das MfS wäre nem anderen hobby nachgegangen. lg


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#10

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:19
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Zitat von jacky im Beitrag #9
Zitat von Feliks D. im Beitrag #6
90% waren sicher Bananenflüchtlinge, das wurde oft genug in den Vernehmungen herausgearbeitet. Mehr als 10% würde ich reine politische Beweggründe nicht zugestehen! Manch Fluchthelfer/Menschenhändler hat da nicht dran verdient, oft genug erlebt solche Typen, und andere versuchen heute noch [Buch]Kapital daraus zu schlagen. Ein wenig Folter und Hinrichtung muss da schon mit dabei sein, verkauft sich sonst eher schlecht so ein langweiliges Sachbuch.

Opfergeschichte Nr. 1! Na Glückwunsch jetzt schlagen sich schon zwei um den Titel, mal sehen ob der nun nach Pankow geht oder bei dem Herrn aus HSH verbleibt. Im Drachentöter unterrepräsentiert gefühlt oder woher rührt das plötzliche Engagement hier? Etwa Hoffnung auf einen Platz im nächsten Teil?laden

Na dann mal Hallo und ein schönes Wochenende Doktorchen.
wenn es bananenflüchtlinge waren, warum wurden sie eingesperrt? jede woche eine grosse lieferung in jeden laden und die bevölkerung wäre zufrieden. da bräuchte man keine gefängnisse für politische. denn für 10 % hätte eins gereicht. na und das MfS wäre nem anderen hobby nachgegangen. lg



So einfach waere das doch gewesen Genossen, Kameraden, Freunde, so einfach, die Bananen also wieder! Der Begriff Bananenfluechtlinge sollte in dem grossen Rahmen mit neuem Thema verarbeitet und auseinandergenommen werden, im halbwegs anehmbaren Schreibstil, und nicht mit Respektlosigkeit gegenueber dem Diskussionspartner.
Es ist zu einfach und zu viel unter diesem ueblen Begriff hier festgehalten, vor allem, was DDR angeht, und ein fuer mich ueberhaupt uebler Begriff, der nirgendwo, heute wie damals aboslut nichts wiederspiegelt von dem, was Menschen durchmachen, die fuer sich ein anderes Leben entscheiden, von der Vielfaeltigkeit des menschlichen Geistes ganz abgesehen. Hier sehen wir einmal auch wieder, dass einem Zeitzeugen, mit unglaublicher jahrelanger Erfahrung, der mit Sicherheit absolut kein Heijopei ist, kaum geglaubt wird, dass aber einem, der auf den MfS-Wagen-Zuverdienst aufgesprungen ist und bereits im Vorfeld fragwuerdig war, mehr geglaubt wird. Es ist nun mal so, wenn es um MfS geht, darf nicht hinterfragt werden, diese sind immer die Boesen, und alles andere ist gehuepft wie gesprungen und sonnt sich im Lichterglanz des vermeintlichen Sieges. Bis spaeter, habe noch viel mehr zu diesem Thema zu sagen.
Gruss, Larissa


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.10.2012 15:38 | nach oben springen
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#11

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:23
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #8
Hallo history, herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

Ich denke es gibt hier hier Forum sowohl Befürworter von Fluchthilfe, wie auch Gegner, zu letztgenannten ich mich, bedingt und fallspezifisch, auch zähle.
Menschen zu helfen in Freiheit zu kommen, ist erstmal grundlegend nichts negatives, sondern positiv, ein humanitärer Akt der Nächstenliebe.
Doch stellt sich mir die Frage, wo beginnt Fluchthilfe moralisch anstössig zu werden, oder anders gefragt, wo ist es NUR noch Menschenschleusung?
Und mir gehts bei der Frage garnicht mal um mögliche Überschüsse aus den Unkosten, falls es sie überhaupt gegeben hat, mir gehts um die Gefahren insbesondere bei Familien.

Mein persönlicher Beitrag zur Nächstenliebe, insbesondere bei Familien mit Kindern, wäre der gewesen, Schleusung von Familien mit Kindern abzulehnen und den Menschen klar zu machen, welches Übel sich für diese Kinder aus einer missglückten Schleusung ergeben kann, wenn diese Menschen schon selber zu dämlich, oder zu egoistisch waren, Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Kindern zu zeigen, sowie ihnen anzuraten den legalen Ausreiseweg zu beschreiten, oder zumindest solange auszuharren, bis die Kinder eigenständig sind.
Keinem gings in der DDR so dermassen dreckig, dass das Warten nicht möglich gewesen wäre.

Es wird heute in den Medien immer wieder über die böse DDR geredet, die Kinder zwangsadoptiert hat, angeblich nur aus politischen Gründen.
Es wird aber NIE davon geredet, dass Eltern die ERSTE Verantwortung tragen, der viele, insbesondere auch sehr viele Flüchtlinge, nicht nachgekommen sind und nur an sich selber gedacht haben.
Heute stellen sie sich hin und sagen, dass die böse DDR ihre armen Kinder zwangsadoptiert hat.
Wenn ich an solche Eltern denke, kämpfen meine Haare um einen Stehplatz, und sollte so einer mal vor mir stehn, dem Spucke ich voller Ekel ins Gesicht.

Wurde sowas bei der Fluchthilfe bedacht?
Ich denke nein, und sollte das nein zutreffen, dann frage ich mich, mit welchen moralischen und humanitären Grundgedanken man an die Sache ran gegangen ist und wie man dazu kommt, darüber noch ein Buch zu schreiben?
Ich könnte, sollten meine Gedankengänge zutreffen, SO nicht mehr in den Spiegel schauen und würde mich vor Scham eingraben, weil man dann unweigerlich den Eindruck erweckt, es ging nur ums Geschäft.
Wenn fluchtwillige DDR-Bürger mehrere zehntausend Mark aufbringen konnten, wo es in der DDR nahezu unmöglich war Kredite zu bekommen, dann frage ich mich wie schlecht es diesen Bürgern ging, oder doch einfach nur zu gut?

Wahrhaftig politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen, mit den entsprechenden stimmigen Rahmenbedingungen, verdient meinen vollen Respekt und auch das Wort Fluchthilfe, Menschenhandel, wie er aber teilweise professionell und profitabel betrieben wurde, verdient meine vollste Verachtung.

Und bevor einer auf den Gedanken kommt zu meinen, meine Meinung hier wäre politisch motiviert, NEIN, dass ist meine ganz persönliche, rein menschliche Sichtweise die sich unter den gleichen Voraussetzungen auf jeden Ort der Welt bezieht.




Hallo rainer, vor kindesentführung, hat man auch kein halt gemacht! kennst du das buch : wo ist dirk, herr honecker?


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#12

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:38
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Zitat von jacky im Beitrag #11
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #8
Hallo history, herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

Ich denke es gibt hier hier Forum sowohl Befürworter von Fluchthilfe, wie auch Gegner, zu letztgenannten ich mich, bedingt und fallspezifisch, auch zähle.
Menschen zu helfen in Freiheit zu kommen, ist erstmal grundlegend nichts negatives, sondern positiv, ein humanitärer Akt der Nächstenliebe.
Doch stellt sich mir die Frage, wo beginnt Fluchthilfe moralisch anstössig zu werden, oder anders gefragt, wo ist es NUR noch Menschenschleusung?
Und mir gehts bei der Frage garnicht mal um mögliche Überschüsse aus den Unkosten, falls es sie überhaupt gegeben hat, mir gehts um die Gefahren insbesondere bei Familien.

Mein persönlicher Beitrag zur Nächstenliebe, insbesondere bei Familien mit Kindern, wäre der gewesen, Schleusung von Familien mit Kindern abzulehnen und den Menschen klar zu machen, welches Übel sich für diese Kinder aus einer missglückten Schleusung ergeben kann, wenn diese Menschen schon selber zu dämlich, oder zu egoistisch waren, Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Kindern zu zeigen, sowie ihnen anzuraten den legalen Ausreiseweg zu beschreiten, oder zumindest solange auszuharren, bis die Kinder eigenständig sind.
Keinem gings in der DDR so dermassen dreckig, dass das Warten nicht möglich gewesen wäre.

Es wird heute in den Medien immer wieder über die böse DDR geredet, die Kinder zwangsadoptiert hat, angeblich nur aus politischen Gründen.
Es wird aber NIE davon geredet, dass Eltern die ERSTE Verantwortung tragen, der viele, insbesondere auch sehr viele Flüchtlinge, nicht nachgekommen sind und nur an sich selber gedacht haben.
Heute stellen sie sich hin und sagen, dass die böse DDR ihre armen Kinder zwangsadoptiert hat.
Wenn ich an solche Eltern denke, kämpfen meine Haare um einen Stehplatz, und sollte so einer mal vor mir stehn, dem Spucke ich voller Ekel ins Gesicht.

Wurde sowas bei der Fluchthilfe bedacht?
Ich denke nein, und sollte das nein zutreffen, dann frage ich mich, mit welchen moralischen und humanitären Grundgedanken man an die Sache ran gegangen ist und wie man dazu kommt, darüber noch ein Buch zu schreiben?
Ich könnte, sollten meine Gedankengänge zutreffen, SO nicht mehr in den Spiegel schauen und würde mich vor Scham eingraben, weil man dann unweigerlich den Eindruck erweckt, es ging nur ums Geschäft.
Wenn fluchtwillige DDR-Bürger mehrere zehntausend Mark aufbringen konnten, wo es in der DDR nahezu unmöglich war Kredite zu bekommen, dann frage ich mich wie schlecht es diesen Bürgern ging, oder doch einfach nur zu gut?

Wahrhaftig politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen, mit den entsprechenden stimmigen Rahmenbedingungen, verdient meinen vollen Respekt und auch das Wort Fluchthilfe, Menschenhandel, wie er aber teilweise professionell und profitabel betrieben wurde, verdient meine vollste Verachtung.

Und bevor einer auf den Gedanken kommt zu meinen, meine Meinung hier wäre politisch motiviert, NEIN, dass ist meine ganz persönliche, rein menschliche Sichtweise die sich unter den gleichen Voraussetzungen auf jeden Ort der Welt bezieht.




Hallo rainer, vor kindesentführung, hat man auch kein halt gemacht! kennst du das buch : wo ist dirk, herr honecker?


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#13

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:42
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Zitat von Larissa im Beitrag #12
Zitat von jacky im Beitrag #11
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #8
Hallo history, herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

Ich denke es gibt hier hier Forum sowohl Befürworter von Fluchthilfe, wie auch Gegner, zu letztgenannten ich mich, bedingt und fallspezifisch, auch zähle.
Menschen zu helfen in Freiheit zu kommen, ist erstmal grundlegend nichts negatives, sondern positiv, ein humanitärer Akt der Nächstenliebe.
Doch stellt sich mir die Frage, wo beginnt Fluchthilfe moralisch anstössig zu werden, oder anders gefragt, wo ist es NUR noch Menschenschleusung?
Und mir gehts bei der Frage garnicht mal um mögliche Überschüsse aus den Unkosten, falls es sie überhaupt gegeben hat, mir gehts um die Gefahren insbesondere bei Familien.

Mein persönlicher Beitrag zur Nächstenliebe, insbesondere bei Familien mit Kindern, wäre der gewesen, Schleusung von Familien mit Kindern abzulehnen und den Menschen klar zu machen, welches Übel sich für diese Kinder aus einer missglückten Schleusung ergeben kann, wenn diese Menschen schon selber zu dämlich, oder zu egoistisch waren, Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Kindern zu zeigen, sowie ihnen anzuraten den legalen Ausreiseweg zu beschreiten, oder zumindest solange auszuharren, bis die Kinder eigenständig sind.
Keinem gings in der DDR so dermassen dreckig, dass das Warten nicht möglich gewesen wäre.

Es wird heute in den Medien immer wieder über die böse DDR geredet, die Kinder zwangsadoptiert hat, angeblich nur aus politischen Gründen.
Es wird aber NIE davon geredet, dass Eltern die ERSTE Verantwortung tragen, der viele, insbesondere auch sehr viele Flüchtlinge, nicht nachgekommen sind und nur an sich selber gedacht haben.
Heute stellen sie sich hin und sagen, dass die böse DDR ihre armen Kinder zwangsadoptiert hat.
Wenn ich an solche Eltern denke, kämpfen meine Haare um einen Stehplatz, und sollte so einer mal vor mir stehn, dem Spucke ich voller Ekel ins Gesicht.

Wurde sowas bei der Fluchthilfe bedacht?
Ich denke nein, und sollte das nein zutreffen, dann frage ich mich, mit welchen moralischen und humanitären Grundgedanken man an die Sache ran gegangen ist und wie man dazu kommt, darüber noch ein Buch zu schreiben?
Ich könnte, sollten meine Gedankengänge zutreffen, SO nicht mehr in den Spiegel schauen und würde mich vor Scham eingraben, weil man dann unweigerlich den Eindruck erweckt, es ging nur ums Geschäft.
Wenn fluchtwillige DDR-Bürger mehrere zehntausend Mark aufbringen konnten, wo es in der DDR nahezu unmöglich war Kredite zu bekommen, dann frage ich mich wie schlecht es diesen Bürgern ging, oder doch einfach nur zu gut?

Wahrhaftig politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen, mit den entsprechenden stimmigen Rahmenbedingungen, verdient meinen vollen Respekt und auch das Wort Fluchthilfe, Menschenhandel, wie er aber teilweise professionell und profitabel betrieben wurde, verdient meine vollste Verachtung.

Und bevor einer auf den Gedanken kommt zu meinen, meine Meinung hier wäre politisch motiviert, NEIN, dass ist meine ganz persönliche, rein menschliche Sichtweise die sich unter den gleichen Voraussetzungen auf jeden Ort der Welt bezieht.




Hallo rainer, vor kindesentführung, hat man auch kein halt gemacht! kennst du das buch : wo ist dirk, herr honecker?




Kindesentfuehrung. Was es doch fuer gute Buecher gibt. Diese deutsche 'Verarbeitung' hat gefruchtet ueber die Jahre. Eine frage an den US Schauspielerpresidenten: wo ist mein Kind?


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#14

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:43
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #8
Hallo history, herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

...


Auf eine solche Diskussion hoffe ich auch, zumal der logistische Ausbau besonders der Balkanlinie des vom FED despektierlich sogenannten Docktorschen (spüre ich da bei einem Potsdam-Eiche-Diplomanten etwas Neid über eine rechtschaffene Promotion?) schon nicht von schlechten Eltern warn. Will sagen, also rein nur mal für das operative Geschäft, Hut ab!

Ansonsten könnten die Damen der Schöpfung man ihre lackierten Griffel vom Zitier-Knopf lassen, wenn sie sonst schon nix zu sagen oder wenigsten zu begrüßen haben, danke!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#15

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:50
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Zitat von 94 im Beitrag #14
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #8
Hallo history, herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

...


Auf eine solche Diskussion hoffe ich auch, zumal der logistische Ausbau besonders der Balkanlinie des vom FED despektierlich sogenannten Docktorschen (spüre ich da bei einem Potsdam-Eiche-Diplomanten etwas Neid über eine rechtschaffene Promotion?) schon nicht von schlechten Eltern warn. Will sagen, also rein nur mal für das operative Geschäft, Hut ab!

Ansonsten könnten die Damen der Schöpfung man ihre lackierten Griffel vom Zitier-Knopf lassen, wenn sie sonst schon nix zu sagen oder wenigsten zu begrüßen haben, danke!


Zunaechst einmal Du Lackel, habe ich keine lackierten Griffel und auch wenn, duerfen wir Damen (woher weisst Du dass wir Damen sind?!) die Zitierknoepfe so viel benutzen wie wir moechten, oder haeltst Du Dich als Macho fuer etwas besonderes? Selbstbewusstsein Schwund ist es, wenn man an allem herummaekelt. Ich gruesse Dich aufs allerherzlichste, nun unterbreche die Diskussion mit unwichtigen Floskeln weiter. Danke.
Larissa


hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.10.2012 15:50 | nach oben springen
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#16

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:50
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Zitat von 94 im Beitrag #14
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #8
Hallo history, herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

...


Auf eine solche Diskussion hoffe ich auch, zumal der logistische Ausbau besonders der Balkanlinie des vom FED despektierlich sogenannten Docktorschen (spüre ich da bei einem Potsdam-Eiche-Diplomanten etwas Neid über eine rechtschaffene Promotion?) schon nicht von schlechten Eltern warn. Will sagen, also rein nur mal für das operative Geschäft, Hut ab!

Ansonsten könnten die Damen der Schöpfung man ihre lackierten Griffel vom Zitier-Knopf lassen, wenn sie sonst schon nix zu sagen oder wenigsten zu begrüßen haben, danke!

Willst du mir das schreiben hier verbieten?


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#17

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:53
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Zitat von Larissa im Beitrag #13
Zitat von Larissa im Beitrag #12
Zitat von jacky im Beitrag #11
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #8
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Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

Ich denke es gibt hier hier Forum sowohl Befürworter von Fluchthilfe, wie auch Gegner, zu letztgenannten ich mich, bedingt und fallspezifisch, auch zähle.
Menschen zu helfen in Freiheit zu kommen, ist erstmal grundlegend nichts negatives, sondern positiv, ein humanitärer Akt der Nächstenliebe.
Doch stellt sich mir die Frage, wo beginnt Fluchthilfe moralisch anstössig zu werden, oder anders gefragt, wo ist es NUR noch Menschenschleusung?
Und mir gehts bei der Frage garnicht mal um mögliche Überschüsse aus den Unkosten, falls es sie überhaupt gegeben hat, mir gehts um die Gefahren insbesondere bei Familien.

Mein persönlicher Beitrag zur Nächstenliebe, insbesondere bei Familien mit Kindern, wäre der gewesen, Schleusung von Familien mit Kindern abzulehnen und den Menschen klar zu machen, welches Übel sich für diese Kinder aus einer missglückten Schleusung ergeben kann, wenn diese Menschen schon selber zu dämlich, oder zu egoistisch waren, Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Kindern zu zeigen, sowie ihnen anzuraten den legalen Ausreiseweg zu beschreiten, oder zumindest solange auszuharren, bis die Kinder eigenständig sind.
Keinem gings in der DDR so dermassen dreckig, dass das Warten nicht möglich gewesen wäre.

Es wird heute in den Medien immer wieder über die böse DDR geredet, die Kinder zwangsadoptiert hat, angeblich nur aus politischen Gründen.
Es wird aber NIE davon geredet, dass Eltern die ERSTE Verantwortung tragen, der viele, insbesondere auch sehr viele Flüchtlinge, nicht nachgekommen sind und nur an sich selber gedacht haben.
Heute stellen sie sich hin und sagen, dass die böse DDR ihre armen Kinder zwangsadoptiert hat.
Wenn ich an solche Eltern denke, kämpfen meine Haare um einen Stehplatz, und sollte so einer mal vor mir stehn, dem Spucke ich voller Ekel ins Gesicht.

Wurde sowas bei der Fluchthilfe bedacht?
Ich denke nein, und sollte das nein zutreffen, dann frage ich mich, mit welchen moralischen und humanitären Grundgedanken man an die Sache ran gegangen ist und wie man dazu kommt, darüber noch ein Buch zu schreiben?
Ich könnte, sollten meine Gedankengänge zutreffen, SO nicht mehr in den Spiegel schauen und würde mich vor Scham eingraben, weil man dann unweigerlich den Eindruck erweckt, es ging nur ums Geschäft.
Wenn fluchtwillige DDR-Bürger mehrere zehntausend Mark aufbringen konnten, wo es in der DDR nahezu unmöglich war Kredite zu bekommen, dann frage ich mich wie schlecht es diesen Bürgern ging, oder doch einfach nur zu gut?

Wahrhaftig politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen, mit den entsprechenden stimmigen Rahmenbedingungen, verdient meinen vollen Respekt und auch das Wort Fluchthilfe, Menschenhandel, wie er aber teilweise professionell und profitabel betrieben wurde, verdient meine vollste Verachtung.

Und bevor einer auf den Gedanken kommt zu meinen, meine Meinung hier wäre politisch motiviert, NEIN, dass ist meine ganz persönliche, rein menschliche Sichtweise die sich unter den gleichen Voraussetzungen auf jeden Ort der Welt bezieht.




Hallo rainer, vor kindesentführung, hat man auch kein halt gemacht! kennst du das buch : wo ist dirk, herr honecker?




Kindesentfuehrung. Was es doch fuer gute Buecher gibt. Diese deutsche 'Verarbeitung' hat gefruchtet ueber die Jahre. Eine frage an den US Schauspielerpresidenten: wo ist mein Kind?
hallo larissa google mal bitte. Die mutter sucht ihn heute noch. lg


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#18

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:53
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Zitat von jacky im Beitrag #16
Zitat von 94 im Beitrag #14
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #8
Hallo history, herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

...


Auf eine solche Diskussion hoffe ich auch, zumal der logistische Ausbau besonders der Balkanlinie des vom FED despektierlich sogenannten Docktorschen (spüre ich da bei einem Potsdam-Eiche-Diplomanten etwas Neid über eine rechtschaffene Promotion?) schon nicht von schlechten Eltern warn. Will sagen, also rein nur mal für das operative Geschäft, Hut ab!

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Willst du mir das schreiben hier verbieten?


Jacky, er kann nichts dafuer, wenn er so schreibt. Da wird sich auch nichts aendern. Ansonsten antworte ich nicht darauf, aber heute stehen mir hier die Haare zu Berge. Und ausserdem, mein Deutsch ist nicht 1A, wenn ich sein Deutsch lese mit grins und aeeh und ....naja, ich kenne die Sprache nicht von ihm, dann bin ich doch gluecklich!
Gruss, Larissa


94 und haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:55
von Gert | 14.080 Beiträge | 7006 Punkte
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Zitat von Larissa im Beitrag #10
Zitat von jacky im Beitrag #9
Zitat von Feliks D. im Beitrag #6
90% waren sicher Bananenflüchtlinge, das wurde oft genug in den Vernehmungen herausgearbeitet. Mehr als 10% würde ich reine politische Beweggründe nicht zugestehen! Manch Fluchthelfer/Menschenhändler hat da nicht dran verdient, oft genug erlebt solche Typen, und andere versuchen heute noch [Buch]Kapital daraus zu schlagen. Ein wenig Folter und Hinrichtung muss da schon mit dabei sein, verkauft sich sonst eher schlecht so ein langweiliges Sachbuch.

Opfergeschichte Nr. 1! Na Glückwunsch jetzt schlagen sich schon zwei um den Titel, mal sehen ob der nun nach Pankow geht oder bei dem Herrn aus HSH verbleibt. Im Drachentöter unterrepräsentiert gefühlt oder woher rührt das plötzliche Engagement hier? Etwa Hoffnung auf einen Platz im nächsten Teil?laden

Na dann mal Hallo und ein schönes Wochenende Doktorchen.
wenn es bananenflüchtlinge waren, warum wurden sie eingesperrt? jede woche eine grosse lieferung in jeden laden und die bevölkerung wäre zufrieden. da bräuchte man keine gefängnisse für politische. denn für 10 % hätte eins gereicht. na und das MfS wäre nem anderen hobby nachgegangen. lg



So einfach waere das doch gewesen Genossen, Kameraden, Freunde, so einfach, die Bananen also wieder! Der Begriff Bananenfluechtlinge sollte in dem grossen Rahmen mit neuem Thema verarbeitet und auseinandergenommen werden, im halbwegs anehmbaren Schreibstil, und nicht mit Respektlosigkeit gegenueber dem Diskussionspartner.
Es ist zu einfach und zu viel unter diesem ueblen Begriff hier festgehalten, vor allem, was DDR angeht, und ein fuer mich ueberhaupt uebler Begriff, der nirgendwo, heute wie damals aboslut nichts wiederspiegelt von dem, was Menschen durchmachen, die fuer sich ein anderes Leben entscheiden, von der Vielfaeltigkeit des menschlichen Geistes ganz abgesehen. Hier sehen wir einmal auch wieder, dass einem Zeitzeugen, mit unglaublicher jahrelanger Erfahrung, der mit Sicherheit absolut kein Heijopei ist, kaum geglaubt wird, dass aber einem, der auf den MfS-Wagen-Zuverdienst aufgesprungen ist und bereits im Vorfeld fragwuerdig war, mehr geglaubt wird. Es ist nun mal so, wenn es um MfS geht, darf nicht hinterfragt werden, diese sind immer die Boesen, und alles andere ist gehuepft wie gesprungen und sonnt sich im Lichterglanz des vermeintlichen Sieges. Bis spaeter, habe noch viel mehr zu diesem Thema zu sagen.
Gruss, Larissa



Larissa, zu dem Wort Respekt im Zusammenhang mit dem MfS habe ich da mal 'ne Frage: Ich persönlich habe nie mit den Untersuchungsführern des MfS zu tun gehabt aber ich habe viel darüber gelesen und gehört, wie U-Gefangene, also noch nicht schuldig Verurteilte, in sehr demütigender Weise vom Untersuchungsorgan MfS behandelt wurden. Demütigend ist ja nun genau das Gegenteil von respektvoll. Wenn das so ist, warum sollte man diesen ehemaligen MfS Leuten heute mit Respekt begegnen ? Haben sie das verdient ?

Gruß Gert


hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: Fluchthilfe Wolfgang Welsch

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 26.10.2012 15:56
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Zitat von jacky im Beitrag #17
Zitat von Larissa im Beitrag #13
Zitat von Larissa im Beitrag #12
Zitat von jacky im Beitrag #11
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #8
Hallo history, herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich hoffe und wünsche mir, es bleibt nicht bei diesen Statements auf Kritiken, sondern es entwickelt sich eine Diskussion.

Ich denke es gibt hier hier Forum sowohl Befürworter von Fluchthilfe, wie auch Gegner, zu letztgenannten ich mich, bedingt und fallspezifisch, auch zähle.
Menschen zu helfen in Freiheit zu kommen, ist erstmal grundlegend nichts negatives, sondern positiv, ein humanitärer Akt der Nächstenliebe.
Doch stellt sich mir die Frage, wo beginnt Fluchthilfe moralisch anstössig zu werden, oder anders gefragt, wo ist es NUR noch Menschenschleusung?
Und mir gehts bei der Frage garnicht mal um mögliche Überschüsse aus den Unkosten, falls es sie überhaupt gegeben hat, mir gehts um die Gefahren insbesondere bei Familien.

Mein persönlicher Beitrag zur Nächstenliebe, insbesondere bei Familien mit Kindern, wäre der gewesen, Schleusung von Familien mit Kindern abzulehnen und den Menschen klar zu machen, welches Übel sich für diese Kinder aus einer missglückten Schleusung ergeben kann, wenn diese Menschen schon selber zu dämlich, oder zu egoistisch waren, Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Kindern zu zeigen, sowie ihnen anzuraten den legalen Ausreiseweg zu beschreiten, oder zumindest solange auszuharren, bis die Kinder eigenständig sind.
Keinem gings in der DDR so dermassen dreckig, dass das Warten nicht möglich gewesen wäre.

Es wird heute in den Medien immer wieder über die böse DDR geredet, die Kinder zwangsadoptiert hat, angeblich nur aus politischen Gründen.
Es wird aber NIE davon geredet, dass Eltern die ERSTE Verantwortung tragen, der viele, insbesondere auch sehr viele Flüchtlinge, nicht nachgekommen sind und nur an sich selber gedacht haben.
Heute stellen sie sich hin und sagen, dass die böse DDR ihre armen Kinder zwangsadoptiert hat.
Wenn ich an solche Eltern denke, kämpfen meine Haare um einen Stehplatz, und sollte so einer mal vor mir stehn, dem Spucke ich voller Ekel ins Gesicht.

Wurde sowas bei der Fluchthilfe bedacht?
Ich denke nein, und sollte das nein zutreffen, dann frage ich mich, mit welchen moralischen und humanitären Grundgedanken man an die Sache ran gegangen ist und wie man dazu kommt, darüber noch ein Buch zu schreiben?
Ich könnte, sollten meine Gedankengänge zutreffen, SO nicht mehr in den Spiegel schauen und würde mich vor Scham eingraben, weil man dann unweigerlich den Eindruck erweckt, es ging nur ums Geschäft.
Wenn fluchtwillige DDR-Bürger mehrere zehntausend Mark aufbringen konnten, wo es in der DDR nahezu unmöglich war Kredite zu bekommen, dann frage ich mich wie schlecht es diesen Bürgern ging, oder doch einfach nur zu gut?

Wahrhaftig politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen, mit den entsprechenden stimmigen Rahmenbedingungen, verdient meinen vollen Respekt und auch das Wort Fluchthilfe, Menschenhandel, wie er aber teilweise professionell und profitabel betrieben wurde, verdient meine vollste Verachtung.

Und bevor einer auf den Gedanken kommt zu meinen, meine Meinung hier wäre politisch motiviert, NEIN, dass ist meine ganz persönliche, rein menschliche Sichtweise die sich unter den gleichen Voraussetzungen auf jeden Ort der Welt bezieht.




Hallo rainer, vor kindesentführung, hat man auch kein halt gemacht! kennst du das buch : wo ist dirk, herr honecker?




Kindesentfuehrung. Was es doch fuer gute Buecher gibt. Diese deutsche 'Verarbeitung' hat gefruchtet ueber die Jahre. Eine frage an den US Schauspielerpresidenten: wo ist mein Kind?
hallo larissa google mal bitte. Die mutter sucht ihn heute noch. lg



Bitte Jacky, ich muss nicht nach anderen Kindern oder Stories googlen! Es gibt diese sicher. Ein sehr wundes Thema fuer mich. Ich habe mein eigenes 16 Jahre gesucht und er wird mir heute noch streitig gemacht, nicht im OSTEN, im WESTEN. DANKE. Abgehakt, ich mag nicht mehr.


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