Dank an die Genossen!

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12.10.2012 19:11
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#1
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Genossen des Nationalen Verteidigungsrates und leitende Genossen der sonstigen exekutiven Organe der DDR!

Euch gilt mein Dank dafür, dass ihr in der Wendezeit nicht den Befehl zum Schießen gegeben habt!



Genossen der bewaffneten Organe, des Ministeriums für Staatssicherheit und der Kampfgruppen der Arbeiterklasse der DDR!

Euch gilt mein Dank dafür, dass ihr in der Wendezeit nicht geschossen habt!



Euer lieber


Ecki (Gefr. d. Res. fremde Heere Ost)


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12.10.2012 19:21
#2
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Ja, eigentlich hätte das ja den Friedensnobelpreis geben müssen.


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12.10.2012 19:26
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#3
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #2
Ja, eigentlich hätte das ja den Friedensnobelpreis geben müssen.
Mein lieber Wahnsinn,

denke ich auch. Dass da nicht einer ausgeflippt ist kann man mit der konventionellen Statistik überhaupt nicht erklären. Ein Forschungsfeld für künftige Nobelpreisträger!

Liebe Grüße

Ecki


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12.10.2012 19:38
#4
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Tja, ist wohl eine der glücklichen Ausnahmen von der Regel in der Weltgeschichte bei Umwälzungen dieses Ausmaßes. Ob es auch so glimpflich abgelaufen wäre, wenn die führenden Offiziere von Armee und Polizei gewußt hätten, wie sie durch mannigfaltige Maßnahmen später gedemütigt würden. Das geht über Degradierung bei Übernahme in die BW, Rentenstreichung, Arbeitslosigkeit, Rufmord u.was sonst so alles auf sie herabprasselte, was kein Wehrmachtsoffizier über sich ergehen lassen mußte. Da spielt es erst mal keine Rolle, ob später durch das BVG einige Benachteiligungen korrigiert worden. Ein Bekannter von mir war Musiker bei der Marine in Rostock. Weil er einen bestimmten Dienstgrad erreicht hatte, wurde er als "staatstragend" eingestuft, entsprechend war auch seine Rente. Obwohl er aseine ganze Dienstzeit über nichts anderes als Musik gemacht hat. Jeder Stabsfeldwebel der BW, der in Rente geht, lacht ihn ob seiner Rente nur aus. Ist inzwischen etwas korrigiert, aber finanziell ein armer Hund ist er immer noch.
Mal hypothetisch: Was wäre im umgekehrten Fall in der BRD passiert ? Hätte sich die dortige politische und ökonomische Machtelite so kampflos geschlagen gegeben, nur weil es Volkes Wille war ?
Darum meine ich, daß wenn von einer friedlichen "Revolution" (falls man es als Revolution bezeichnen kann und nicht eher Konterrevolution sagen müßte) die Rede ist, im gleichen Atemzug auch die verantwortungsvolle Haltung der Befehlshaber auf der anderen Seite zu verweisen.


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12.10.2012 19:45
#5
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Zitat
Hätte sich die dortige politische und ökonomische Machtelite so kampflos geschlagen gegeben, nur weil es Volkes Wille war ?


Glaube ich kaum, Geld soll ja nicht stinken.


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12.10.2012 19:45
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#6
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #4
Tja, ist wohl eine der glücklichen Ausnahmen von der Regel in der Weltgeschichte bei Umwälzungen dieses Ausmaßes. Ob es auch so glimpflich abgelaufen wäre, wenn die führenden Offiziere von Armee und Polizei gewußt hätten, wie sie durch mannigfaltige Maßnahmen später gedemütigt würden. Das geht über Degradierung bei Übernahme in die BW, Rentenstreichung, Arbeitslosigkeit, Rufmord u.was sonst so alles auf sie herabprasselte, was kein Wehrmachtsoffizier über sich ergehen lassen mußte. Da spielt es erst mal keine Rolle, ob später durch das BVG einige Benachteiligungen korrigiert worden. Ein Bekannter von mir war Musiker bei der Marine in Rostock. Weil er einen bestimmten Dienstgrad erreicht hatte, wurde er als "staatstragend" eingestuft, entsprechend war auch seine Rente. Obwohl er aseine ganze Dienstzeit über nichts anderes als Musik gemacht hat. Jeder Stabsfeldwebel der BW, der in Rente geht, lacht ihn ob seiner Rente nur aus. Ist inzwischen etwas korrigiert, aber finanziell ein armer Hund ist er immer noch.
Mal hypothetisch: Was wäre im umgekehrten Fall in der BRD passiert ? Hätte sich die dortige politische und ökonomische Machtelite so kampflos geschlagen gegeben, nur weil es Volkes Wille war ?
Darum meine ich, daß wenn von einer friedlichen "Revolution" (falls man es als Revolution bezeichnen kann und nicht eher Konterrevolution sagen müßte) die Rede ist, im gleichen Atemzug auch die verantwortungsvolle Haltung der Befehlshaber auf der anderen Seite zu verweisen.

In der BRD ein Umsturz? Nie im Leben. Da brauchen wir garnicht zu diskutieren.


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12.10.2012 19:50
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#7
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #4
Tja, ist wohl eine der glücklichen Ausnahmen von der Regel in der Weltgeschichte bei Umwälzungen dieses Ausmaßes. Ob es auch so glimpflich abgelaufen wäre, wenn die führenden Offiziere von Armee und Polizei gewußt hätten, wie sie durch mannigfaltige Maßnahmen später gedemütigt würden. Das geht über Degradierung bei Übernahme in die BW, Rentenstreichung, Arbeitslosigkeit, Rufmord u.was sonst so alles auf sie herabprasselte, was kein Wehrmachtsoffizier über sich ergehen lassen mußte. Da spielt es erst mal keine Rolle, ob später durch das BVG einige Benachteiligungen korrigiert worden. Ein Bekannter von mir war Musiker bei der Marine in Rostock. Weil er einen bestimmten Dienstgrad erreicht hatte, wurde er als "staatstragend" eingestuft, entsprechend war auch seine Rente. Obwohl er aseine ganze Dienstzeit über nichts anderes als Musik gemacht hat. Jeder Stabsfeldwebel der BW, der in Rente geht, lacht ihn ob seiner Rente nur aus. Ist inzwischen etwas korrigiert, aber finanziell ein armer Hund ist er immer noch.
Mal hypothetisch: Was wäre im umgekehrten Fall in der BRD passiert ? Hätte sich die dortige politische und ökonomische Machtelite so kampflos geschlagen gegeben, nur weil es Volkes Wille war ?
Darum meine ich, daß wenn von einer friedlichen "Revolution" (falls man es als Revolution bezeichnen kann und nicht eher Konterrevolution sagen müßte) die Rede ist, im gleichen Atemzug auch die verantwortungsvolle Haltung der Befehlshaber auf der anderen Seite zu verweisen.

auch wenn geschossen worden wäre, hätte das die revolution nicht aufgehalten.


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12.10.2012 19:54
#8
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Na wer weis kann ja noch kommen.
Aber die Frage war ja, WENN es ein gegeben HÄTTE.
Naja die Frage lässt sich schwer beantworten, in der Geschichte gibts solche und solche Beispiele.

Bezogen auf den Friendsnobelpreis, wenn man bedenkt wie inflationär der heute gern mal vergeben wird, so hätte man den auch damals -zum Beispiel nach dem 3.Oktober- an Gesamtdeutschland verleihen können und das wäre weit weniger inflationär gewesen.


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12.10.2012 20:03
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#9
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Zitat von glasi im Beitrag #6
Zitat von DoreHolm im Beitrag #4
Tja, ist wohl eine der glücklichen Ausnahmen von der Regel in der Weltgeschichte bei Umwälzungen dieses Ausmaßes. Ob es auch so glimpflich abgelaufen wäre, wenn die führenden Offiziere von Armee und Polizei gewußt hätten, wie sie durch mannigfaltige Maßnahmen später gedemütigt würden. Das geht über Degradierung bei Übernahme in die BW, Rentenstreichung, Arbeitslosigkeit, Rufmord u.was sonst so alles auf sie herabprasselte, was kein Wehrmachtsoffizier über sich ergehen lassen mußte. Da spielt es erst mal keine Rolle, ob später durch das BVG einige Benachteiligungen korrigiert worden. Ein Bekannter von mir war Musiker bei der Marine in Rostock. Weil er einen bestimmten Dienstgrad erreicht hatte, wurde er als "staatstragend" eingestuft, entsprechend war auch seine Rente. Obwohl er aseine ganze Dienstzeit über nichts anderes als Musik gemacht hat. Jeder Stabsfeldwebel der BW, der in Rente geht, lacht ihn ob seiner Rente nur aus. Ist inzwischen etwas korrigiert, aber finanziell ein armer Hund ist er immer noch.
Mal hypothetisch: Was wäre im umgekehrten Fall in der BRD passiert ? Hätte sich die dortige politische und ökonomische Machtelite so kampflos geschlagen gegeben, nur weil es Volkes Wille war ?
Darum meine ich, daß wenn von einer friedlichen "Revolution" (falls man es als Revolution bezeichnen kann und nicht eher Konterrevolution sagen müßte) die Rede ist, im gleichen Atemzug auch die verantwortungsvolle Haltung der Befehlshaber auf der anderen Seite zu verweisen.

In der BRD ein Umsturz? Nie im Leben. Da brauchen wir garnicht zu diskutieren.


Man sollte nie nie sagen!


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12.10.2012 20:13
#10
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In der BRD wird es keinen Umsturz geben, dafür gibt es unterschiedliche Schichten. Das dürften selbst unserer Genossen wissen und verstehen, unter dem Aspekt;" Strategie und Taktik".


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12.10.2012 20:21
#11
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Zitat von Harra318 im Beitrag #10
In der BRD würd es keinen Umsturz geben, dafür gibt es unterschiedliche Schichten. Das dürften selbst unserer Genossen wissen und verstehen, unter dem Aspekt;" Strategie und Taktik".


Ach ja? Gab es in der DDR etwa keine "unterschiedlichen Schichten"?

Nostalgiker


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12.10.2012 20:29
#12
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Unterschiedliche Schichten gab es in der DDR auch, aber nicht in diesem Ausmaß wie heute. Du kannst dir die Antwort auch selbst raussuchen. Ließ alle Beiträge im Thema: „Essen und Trinken in der DDR“. Wenn es nicht reichen sollte, dann bitte weiter im Thema:“ Leben in der DDR“. Ich könnte wetten du wirst fündig.
Harra318


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12.10.2012 20:35
#13
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Ja, ja stimmt ja. Werde alt und vergesslich.
Heute heißt es einfach nur "Schichten", wer "Klassen" sagt oder denkt wird doch sofort in die Rote Ecke zum schämen delegiert.....

Nostalgiker


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12.10.2012 20:55
#14
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In der BRD kein Umsturz möglich ? Geschichte ist ein Vorgang, der sich auch noch in tausend Jahren abspielen wird, zumindest so lange, wie es eine menschliche Gesellschaft gibt und diesen Zeitraum kann man, wenn uns nicht eine weltweite Katastrophe ausrottet, nach hunderttausenden oder mehr Jahren rechnen. Jede Spezies der Evolution hat i.d.R. mehrere Millionen Jahre existiert bevor sie ausstarb. Schaut mal in die menschliche Vergangenheit. Meinem Sohn (jetzt 20) habe ich mal gesagt, daß er sich in seinem Leben noch mit erheblichen Turbulenzen in der Gesellschaft konfrontiert sehen wird und er gut beraten ist, sich eine hohe Flexibilität was seinen Broterwerb betrifft zu erarbeiten. Die Vorzeichen sind schon da. Die Anti-Wallstreet-Bewegung nach der Finanzkrise, Rohstoffmangel einschl. fossile Energieträger, allgemeine Umweltprobleme, Wassermangel, sozialer Abstieg auch des Mittelstandes, weiteres Auseinanderklaffen der Schere zwischen Reichen und Armen, Aufstieg der Schwellenländer (was ich ganz normal finde, auch wenn es zu Lasten unseres Wohlstandes geht) als Konkurrenten. Hier sind die Voraussetzungen im Gegensatz zu früheren Aufständen anders. Wenn früher eine bessere Gesellschaft nur als hypothetische Vorstellung existierte (z.B. englische Utopisten), sind heute die sehr praktischen Erfahrungen aus ca. 70 Jahren einer nichtkapitalistischer Gesellschaftsordnung einschließlich ihrer zum Untergang führenden Fehlentscheidungen bekannt.


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12.10.2012 21:58
#15
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Zitat von Harra318 im Beitrag #10
In der BRD wird es keinen Umsturz geben, dafür gibt es unterschiedliche Schichten. Das dürften selbst unserer Genossen wissen und verstehen, unter dem Aspekt;" Strategie und Taktik".


Genau diese vielen Schichten und die dazwischen teils sehr tiefen Gräben sind das Hauptproblem.
Trotz Schichten in der DDR, gab es nicht diese Gräben zur Unterschicht die man heute hat.
Ein Umsturz, Made in GDR, wirds heute sicher nicht so schnell geben, aber Aufstände sind möglich und deren blutige Niederschlagung genauso, weil immer mehr Menschen in die Unterschicht abgleiten.


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