Ossi-Wessi

  • Seite 1 von 3
01.10.2012 21:18
#1
avatar

Für den einen ist es eine Beleidigung, der andere sieht es gelassen, der nächste lacht darüber. Von wem stammt eigentlich der Ausdruck, man kann schon sagen Redewendung: OSSI-WESSI ?


 Antworten

 Beitrag melden
01.10.2012 21:43
avatar  ( gelöscht )
#2
avatar
( gelöscht )

Hab ich so das erste Mal in " Hurra Deutschland " gehört .


 Antworten

 Beitrag melden
01.10.2012 22:00
avatar  josy95
#3
avatar

Keine Ahnung, von wem diese Bezeichnung stammt, kam m. Ea. mit der Wende auf. Irgendwie wurde dann noch der Begriff Wossi geprägt. Das ist soll ein Ossi sein, der noch (kurz) vor der Wende in den Westen gegangen ist und anschl. den dicken Maxen gegenüber seinen "Landsleuten" hat raushängen lassen.

Ich für meine Person mag diese Tituliereungen Ossi und Wessi überhaupt nicht, benutze sie auch höchst selten und ungern nur dann, wenn mir auf die Schnelle keine kürzere Umschreibung für den Neubundi oder Altbundi einfällt. Für mich haben diese Begriffe von Ossi und Wessi eher etwas diskriminierendes an sich...22 Jahre nach der Einheit. Während dessen ich mit Wossi irgendwie leben kann...!

josy95


 Antworten

 Beitrag melden
01.10.2012 22:39
avatar  Annakin
#4
avatar

Ich glaube die Bezeichnung Ossi und Wessi sind schon kurz nach der Wende entstanden, für meine Begriffe schon längst überholt. Wer mich als solcher oder solcher bezeichnet kriegt ne passende Antwort zurück und gut ist.

Gruß Annakin


 Antworten

 Beitrag melden
01.10.2012 22:40
#5
avatar

Das wird sich wohl schwer nachvollziehn lassen.
Ich selber kann das auch nicht mehr zuordnen, was nun zuerst da war, das Ei oder das Huhn.
Das Wort Wessi, kam mir glaube zu jener Zeit unter, als die ersten Westdeutschen Heuschrecken über Ostdeutschland drüber waren und die ohnehin von der Planwirtschaft verbrannte Erde nochmal gebrandrodet wurde.
Ossis kam wohl dann folglich als Reaktion, oder als die Ossis den Westen mehr und mehr wegen fehlender Arbeit überrannten.

Ich hab mit den Worten kein Problem, weder fühle ich mich beleidigt wenn einer Ossi sagt, warum auch, bin ja einer und muss mich dessen nicht schämen, noch benutze ich Wessi als Schimpfwort, sofern ich es überhaupt mal verwende.
Da viele auf diese Worte etwas empfindlich reagieren, verwende ich sie auch nicht sondern setze deutsche dahinter.
Seidenn ich bin im engen Kreis, unter Familie, Freunden und mir nahestehenden Kollegen, dann werden diese Worte auch benutzt, auch mal zum nicht böse gemeinten Necken.


 Antworten

 Beitrag melden
01.10.2012 23:21
avatar  josy95
#6
avatar

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #5
Das wird sich wohl schwer nachvollziehn lassen.
Ich selber kann das auch nicht mehr zuordnen, was nun zuerst da war, das Ei oder das Huhn.
Das Wort Wessi, kam mir glaube zu jener Zeit unter, als die ersten Westdeutschen Heuschrecken über Ostdeutschland drüber waren und die ohnehin von der Planwirtschaft verbrannte Erde nochmal gebrandrodet wurde.
Ossis kam wohl dann folglich als Reaktion, oder als die Ossis den Westen mehr und mehr wegen fehlender Arbeit überrannten.

Ich hab mit den Worten kein Problem, weder fühle ich mich beleidigt wenn einer Ossi sagt, warum auch, bin ja einer und muss mich dessen nicht schämen, noch benutze ich Wessi als Schimpfwort, sofern ich es überhaupt mal verwende.
Da viele auf diese Worte etwas empfindlich reagieren, verwende ich sie auch nicht sondern setze deutsche dahinter.
Seidenn ich bin im engen Kreis, unter Familie, Freunden und mir nahestehenden Kollegen, dann werden diese Worte auch benutzt, auch mal zum nicht böse gemeinten Necken.




...beleidigt fühle ich mich durch das Wort als solches, wenn mich einer als Ossi betietelt nicht. Eher beleidigt von der Dummheit und Borniertheit meines Gegenüber.
Dann gibt es nur den Spruch, die Frage aller Fragen der deutschen Einheit zurück:

Warum sagt der Wessi immer Ossi?

Ganz einfach. Er kann ohne Duden oder Wikipedia


SPEZIALIST




nicht schreiben...


josy95


 Antworten

 Beitrag melden
01.10.2012 23:22
avatar  ( gelöscht )
#7
avatar
( gelöscht )

Die Insulaner der ostfriesichen Inseln nennen die Bewohner der Küstengebiete Ostfrieslands seid eh und jeh Ossis .
Der Grund soll wohl aus früherer Zeit herstammen .ratata

Hallo josy 95 , da muß ich dir widersprechen , meine Schwäger haben nach der Wende Ostdeutschland verlassen und sind alle in Westdeutschland verheiratet. Die Jungs sind dort anerkannt , werden akzeptiert .
Das hier im Osten das Wessi - Wort jeder 2 sagt ist ja bekannt , warum , weil bei vielen der Hass auf die alten Bundesländer besteht.
Aber lassen wir es , ratata


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 00:22
#8
avatar

Gibt natürlich auch die, die diese Worte benutzen um ihr gegenüber herabzuwürdigen, aber naja, man muss ja nicht drauf eingehn.

Ich hab nochmal überlegt, das Wort Ossi könnte auch eine Kreation der Ostdeutschen selber sein, weil dieses "i" am Ende, zum verniedlichen, kenne ich aus Westdeutschland eigentlich nicht so.
Es könnte also auch entstanden sein um sich abzugrenzen, Mauer war ja weg, irgendwie muss man sich ja verteidigen.

Wossi ist mir auch geläufig, meine Nichte nannte sich so, obwohl sie erst weit nach der Wende aus dem Osten weg ist.
Ich mag aber diese Wortkreation nicht so, entweder ich bin aus dem Norden, Süden, Westen oder Osten oder ich bin einfach Deutscher.
"Eingewestlichte" Ostdeutsche die am liebsten ihre Herkunft verleugnen wollen, oder sich dessen Schämen und den Vollwessi miemen, sind nicht so mein Geschmack.
Dann eher die Kinder die aus einer Ost-West Familie entstehn, wären Wossis, aber selbst das finde ich nicht schön.

Ja die Zeiten, als die Wossis in den Osten kamen und auf dicke Hose machten, als man im Osten noch DDR-Mark hatte und mit dem Arbeitslosengeld-West im Osten gut leben konnte, bei dem Umtauschkurs, die kenne ich auch noch.
Als die D-Mark kam waren die alle plötzlich weg, die Diskos von diesen Leuten wie leer gefegt.


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 08:19
avatar  ( gelöscht )
#9
avatar
( gelöscht )

Ossi-Wessi wird wohl einer sein den das Wohlstandsgefälle "abgeschwemmt" hat.
Kann man schon nachvollziehen, in Ostdeutschland geht alles immer noch einen Zacken schärfer zu und das wird wohl auch so bleiben, als ausgehaltener Ur-Ossi bin ich zufrieden in der Heimat was geschafft zu haben, ich wollte nie weg und daher sehe ich die Titulierung als Ossi auch nicht als Schimpfwort, ich bin stolz ein Ossi zu sein, ist allemal besser als ein Jammer-Wessi.


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 10:31
avatar  94
#10
avatar
94

Zitat von josy95 im Beitrag #3
Für mich haben diese Begriffe von Ossi und Wessi eher etwas diskriminierendes an sich ...

Hey Du Spezialist, wieso bist'n auf den Ossie nimmer stolz, hä? In dieser Schreibweise mit IhEh am Ende erwähnte Enzensberger in 'Ach Europa' bereits 1987 diese Ethnie. Zwar sprach vor 2½ Jahr der Wessie-Jurist den Ossis die Merkmale eines selbstständigen Volksstammes ab (17 Ca 8907/09). Dagegen ist es für einen Ethnologen eine klare Sache: Natürlich sind Ossis eine Ethnie!
Nun, wie auch immer. Für mich ist es höchste Zeit zu sagen ... Ich bin stolz! Ob nun Ossie, Wessie ob mit oder ohne langen Ihh oder 'nur' Deutscher oder einfach auch nur Mensch. Denn genau dieser mangelnde Stolz ruft Gestalten wie einen Navid Kermani auf den Plan und der sich dann sogar erdreistet Vergesst Deutschland! uns zu zurufen.


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 11:23
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

Das verwirrt mich jetzt. Nach 17 Ca 8907/09 [16]: Aus diesem völkerrechtlichen Kontext wird deutlich, dass der Begriff der ethnischen Herkunft auf der manifestierbaren Unterschiedlichkeit der Menschen gründet. Daher bedarf dieser Begriff einer weiteren Erhellung.

Heisst das jetzt zum Beispiel, ich muss immer eine Lampe mitnehmen, wenn ich das Sachsenland betrete? Reichen denn nicht bunte Glasperlen und Stoffbänder? Aber Sklaven darf ich dort doch noch fangen, oder auch nicht?

Weichmolch


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 11:47
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

Zitat von Weichmolch im Beitrag #11
Das verwirrt mich jetzt. Nach 17 Ca 8907/09 [16]: Aus diesem völkerrechtlichen Kontext wird deutlich, dass der Begriff der ethnischen Herkunft auf der manifestierbaren Unterschiedlichkeit der Menschen gründet. Daher bedarf dieser Begriff einer weiteren Erhellung.

Heisst das jetzt zum Beispiel, ich muss immer eine Lampe mitnehmen, wenn ich das Sachsenland betrete? Reichen denn nicht bunte Glasperlen und Stoffbänder? Aber Sklaven darf ich dort doch noch fangen, oder auch nicht?

Weichmolch


Vorsicht, in Saxazonien sind recht wehrhafte Stämme angesiedelt


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 12:16
#13
avatar

Und zänkische Bergvölker auch.


Zitat von Weichmolch im Beitrag #11
Das verwirrt mich jetzt. Nach 17 Ca 8907/09 [16]: Aus diesem völkerrechtlichen Kontext wird deutlich, dass der Begriff der ethnischen Herkunft auf der manifestierbaren Unterschiedlichkeit der Menschen gründet. Daher bedarf dieser Begriff einer weiteren Erhellung.

Heisst das jetzt zum Beispiel, ich muss immer eine Lampe mitnehmen, wenn ich das Sachsenland betrete? Reichen denn nicht bunte Glasperlen und Stoffbänder? Aber Sklaven darf ich dort doch noch fangen, oder auch nicht?

Weichmolch


Eigentlich steckt in dem Text im Urteil auch eine Diskriminierung oder?
Wenn man jetzt mal ganz böse sein will zumindest.
Dunkeldeutschland erhellen.

Aber Weichmolch, die Lampe musste man doch schon immer nach Sachsen mitnehmen.


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 19:10
avatar  ( gelöscht )
#14
avatar
( gelöscht )

Links und Rechts sind Begriffe die geeignet sind, jemandem den Weg zum Bahnhof zu erklären. Ossi und Wessi sehe ich persönlich auch nur als lustige geografische Herkunftsbezeichnung. Ich habe damit nie ein Problem gehabt, jemanden zu sagen das ich ein Ossi bin. Wenn ich Wessi sage, habe ich auch nie im Leben damit jemanden beleidigen wollen.
Ich mag sie beide. Die Ossis und die Wessis.


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 20:16
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

Zitat von Eisenacher im Beitrag #14
Links und Rechts sind Begriffe die geeignet sind, jemandem den Weg zum Bahnhof zu erklären. Ossi und Wessi sehe ich persönlich auch nur als lustige geografische Herkunftsbezeichnung. Ich habe damit nie ein Problem gehabt, jemanden zu sagen das ich ein Ossi bin. Wenn ich Wessi sage, habe ich auch nie im Leben damit jemanden beleidigen wollen.
Ich mag sie beide. Die Ossis und die Wessis.


kann man durchaus so sehen, muß man aber nicht unbedingt ! wenn man bedenkt , das die gründe für diese teilweise 'abwertenden' zwei wörter,der pure kapitalismus ist : lohnanpassung,rentenanpassung ...,muß man sich nicht wundern wenn in den köpfen der menschen immer noch zweierlei deutsche staaten existieren !! das ist meiner meinung nach auch so gewollt , obohl jetzt einige politikergrößen aus den neuen ländern sturm im wasserglas proben !! merkel bleibt hart !!!


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 20:35
avatar  ( gelöscht )
#16
avatar
( gelöscht )

Teile und Herrsche. Ossis gegen Wessis, Alt gegen Jung , Deutschen gegen Ausländer, Moslems gegen Katholiken, Radfahrer gegen Autofahrer usw.
Ja, da ist schon was dran.
Die Herrschenden hätten schon ein Problem, wenn sich die Menschen nicht gegeneinander aufhetzen lassen würden. Das dies nicht passiert ist Aufgabe der Einheitspresse und von BLÖD-TV. Die Massenmedien errinnern immer mehr an die Golden Zeiten des "Neuen Deutschland"


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 22:26
#17
avatar

Also ich als gebürtiger DDR- Bürger war doch als Fischkopp ein "Nordi", hat sich daran irgend was geändert? Ich laß mir doch nicht die Himmelsrichtung verbieten, was meine Herkunft betrifft.

Gruß an alle "Südis"
Hartmut!


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 22:30
#18
avatar

Mit diesen Begriffen habe ich kein Problem. Ich meine, wenn sie geäußert werden, erkennt man im Kontex schnell, ob sie verletzend gemeint sind oder nur lustig. Habe seit 1993 für eine westdeutsche Fa. im Außendienst mit jede Menge westdeutscher Kunden gearbeitet und wurde da nach meiner Erinnerung nie in verletzender Weise so bezeichnet. Natürlich wurde auch mal gewitzelt, aber ich bin keine Mimose. Käme mir eine bösartig damit, hätte ich ihn je nach Wichtigkeit für meinen Job entweder wegtreten lassen oder hätte es geflissentlich überhört, wäre nicht darauf eingegangen und das Gespräch ausschließlich um geschäftliche und technische Fragen geführt. Selbst verwende ich diese Begriffe äußerst selten, und wenn dann auch nie bösartig. Da hatte ich eher mal mit Leuten zu tun, aus meinem Kollegen- und auch Kundenkreis die meinten, sie müßten mir erst die technischen Grundlagen meines Jobs beibringen.


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 22:34
avatar  ( gelöscht )
#19
avatar
( gelöscht )

Hab das oft gehört,mal gut mal abwertend,mal neidisch.Bei ganz besonderen Spezies habe ich immer mit dem altbekanntem Witz geantwortet.


 Antworten

 Beitrag melden
02.10.2012 22:39
#20
avatar

Zitat von Fritze im Beitrag #19
Hab das oft gehört,mal gut mal abwertend,mal neidisch.Bei ganz besonderen Spezies habe ich immer mit dem altbekanntem Witz geantwortet.

ich kenne auch einen,will deinen abwarten
ist trotzdem nicht des Rätzels Lösung


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!