Gedenken auch den Opfern des 11.September 1973

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12.09.2012 07:02 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2012 07:03)
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#16
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Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #13
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #11
Eine sehr schlimme Sache damals die uns wohl alle bewegt hat.
Die Erinnerung an die Vorgänge in Chile mahnt Demokratie zu schützen.


Ich moechte bezweifeln das die damaligen sozialistischen Machthaber in Chile fuer Demokratie standen. Aber trotzdem gibt das auslaendischen Regierungen und deren Geheimdienste noch lange nicht das Recht sich in die inneren Angelegenheiten von Chile einzumischen.



Auch wenn ich nicht der glühende Sozialist an sich bin, der Mann Salvador Allende ringt mir Respekt ab und Pinochet saß ja nicht in einem Arbeitslager sondern war General im Dienst.


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12.09.2012 08:31 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2012 08:41)
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#17
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Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #12
Die Ereignisse am 11. September 1973 und 2011 wurden beide von westlichen Geheimdiensten inzeniert.



Der Blick in einige, fast 40 Jahre nach diesen schrecklichen Ereignissen in Chile mit abertausenden sinnlosen Opfern, unendlichem Leid sich langsam öffnenden Archive, erlaubt den von Dir genannten Rückschluß, beweist, das westliche Geheimdienste, voran der CIA, hier ihre Finger im Spiel hattenn.

Und was @LO - Wahnsinn in dem vorhergehenden Beitrag (#15) schreibt, das ihm das Lamento der DDR- Propaganda auch gewaltig auf den Zünder ging..., bestätigt meine Auffassung der totalen Übertreibung. Übertreibung in dem Sinne einer schon krankhaften Hetzpropaganda, die damit die zu den eigentlich traurigen Geschehnissen 1973 in Chile in den Köpfen vieler Menschen, junger Menschen genau das Gegenteil bewirkt hat. Ich habe heute noch eine dieser Dauerbrenner- Berieselungsparolen im Kopf: "Freiheit für Luis Corvalan und alle eingekerkerten Patrioten der KP Chiles!". Im Kopf an einer Stelle meines Gehirns, was nicht unbedingt nur die guten Erinnerungen gespeichert hat...

@Wanderer zwischen 2 Welten, woher willst Du das so genau wissen, das auch am 11.09.2001 hier die Strippenzieher in den eigenen Reihen der westlichen Geheimdienste saßen?
Hast Du besondere Conection zu (undichten) Quellen in diesen Reihen?

Es sind doch alles reine Hypothesen, Spekulation!
Da müssen wir noch einige Zeit warten, bis sich wieder Archive öffnen, um die ganze Wahrheit zu erfahren! Ob wir, die jetzt Ü-40- Generation das noch erlebt, bezweifele ich jedoch arg.
Bekannt ist jetzt soviel, das westliche Geheimdienste so auch der CIA wohl Hinweise auf einen Anschlag dieser Art hatten, jedoch nichts oder nicht geziehlt etwas unternahmen, schlicht weg also gepennt haben.

Und auch hier ist in erster Linie nur die Trauer um die über 3000 sinnlosen Opfer...


josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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12.09.2012 08:33 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2012 08:37)
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#18
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #13
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #11
Eine sehr schlimme Sache damals die uns wohl alle bewegt hat.
Die Erinnerung an die Vorgänge in Chile mahnt Demokratie zu schützen.


Ich moechte bezweifeln das die damaligen sozialistischen Machthaber in Chile fuer Demokratie standen. Aber trotzdem gibt das auslaendischen Regierungen und deren Geheimdienste noch lange nicht das Recht sich in die inneren Angelegenheiten von Chile einzumischen.



Auch wenn ich nicht der glühende Sozialist an sich bin, der Mann Salvador Allende ringt mir Respekt ab und Pinochet saß ja nicht in einem Arbeitslager sondern war General im Dienst.



Pinochet war bis 1998 Chef der Armee..
https://www.youtube.com/watch?v=0Rsvzn26t0E
Da war er schon in verschiedenen Ländern zur Festnahme ausgeschrieben (u. a auch in der Schweiz)
Theo


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12.09.2012 08:52
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#19
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Zitat von passport im Beitrag #14
Wanderer zwischen 2 Welten

Ich moechte bezweifeln das die damaligen sozialistischen Machthaber in Chile fuer Demokratie standen
.


W2W, dann lese mal die Links hier. Vielleicht überdenkst Du deine Meinung nochmals.

http://www.ag-friedensforschung.de/regio...le/allende.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Unidad_Popu..._Unidad_Popular


Gruß

passport



@passport, Danke besonders für den zweiten Linktip (Wikipedia)!

Es ist schon richtig, das alles etwas populistisch war und vermutlich diese Art grundlegender, aber tiefgreifender Reformen der damaligen Zeit etwas weit voraus waren. Gerade die Abschaffung massiver Privilegien, dazu noch in diesen Größenordnungen wird genug Gegner und Feinde auf den Plan gerufen haben. Immer eine ideale Basis für feindliche, oder sagen wir mal nicht gerade wohl gesonnene Nachbarn und deren für sowas "zuständigen Dienste"...

Hab aus Zeitgründen zwar nich bis zu Ende gelesen aber mir kamen da irgendwie Parallen zum Zustand in der heutigen BRD und vielen anderen Ländern..., sagen wir mal der Eurozone, weil der €uro ja momentan so aktuell ist. Da das Thema jetzt nicht ganz so hier hingehöhrt, werde ich, Deine Zustimmung vorrausgesetzt, Deinen Link gern nochmal im passenden Thread "Der Euro bricht zusammen" verwenden!

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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12.09.2012 10:28
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#20
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #15

Zitat
Ich möchte jetzt nicht boshaft sein und schon gar nicht die Opfer dieses Terror- Regimes unter Pinochet verunglimpfen, aber dafür wurden wir fast tagtäglich in der DDR mit dieser Thematik überschüttet, berieselt, das man es wirklich fast nicht mehr höhren konnte. Ist leider so...



Ging mir irgendwie auch gehörig auf den Zünder.

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #15

Zitat
Ich möchte jetzt nicht boshaft sein und schon gar nicht die Opfer dieses Terror- Regimes unter Pinochet verunglimpfen, aber dafür wurden wir fast tagtäglich in der DDR mit dieser Thematik überschüttet, berieselt, das man es wirklich fast nicht mehr höhren konnte. Ist leider so...



Ging mir irgendwie auch gehörig auf den Zünder.

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #15

Zitat
Ich möchte jetzt nicht boshaft sein und schon gar nicht die Opfer dieses Terror- Regimes unter Pinochet verunglimpfen, aber dafür wurden wir fast tagtäglich in der DDR mit dieser Thematik überschüttet, berieselt, das man es wirklich fast nicht mehr höhren konnte. Ist leider so...



Ging mir irgendwie auch gehörig auf den Zünder.




Kann ich nachfuehlen,war schon eine harte Zeit für euch....


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12.09.2012 10:50
avatar  Pit 59
#21
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ZitatIch möchte jetzt nicht boshaft sein und schon gar nicht die Opfer dieses Terror- Regimes unter Pinochet verunglimpfen, aber dafür wurden wir fast tagtäglich in der DDR mit dieser Thematik überschüttet, berieselt, das man es wirklich fast nicht mehr höhren konnte. Ist leider so...@Josy 95

So war es auch.Ich erinnere mich das man den Namen Luis Corvalan schon nicht mehr hören konnte.

P.S. Erstaunlich das man sich als 9 Jähriger schon so für Weltpolitik Interessiert,Wahnsinn


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12.09.2012 11:04 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2012 11:59)
#22
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Auf Grund berechtigter Kritik von @Rainmann2 habe ich meinen Beitrag editiert und inhaltlich überarbeitet nach "Musik für zwischendurch" verschoben.

Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


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12.09.2012 11:06
#23
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Nach meiner Erfahrung setzt erstes politisches Interesse im Alter von 7-8 Jahren ein. Dass die DDR-Propaganda einiges übertrieb, hat nach meiner Auffassung nichts mit dem Gedenken an die Opfer zu tun. Diese sind Opfer des Terrors einer Diktatur.

Beim 11.09.2001 interessiert uns schließlich auch nicht, ob einige der Opfer im World Trade Center Straftäter gewesen sind, gewesen sein könnten oder hätten werden können.

Wenn sich also jemand an der DDR-Propaganda stört, dann macht das bitte in irgendeinem anderen Thread ab. Hier hat das nach meiner Auffassung nichts zu suchen.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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12.09.2012 11:19
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#24
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #21
ZitatIch möchte jetzt nicht boshaft sein und schon gar nicht die Opfer dieses Terror- Regimes unter Pinochet verunglimpfen, aber dafür wurden wir fast tagtäglich in der DDR mit dieser Thematik überschüttet, berieselt, das man es wirklich fast nicht mehr höhren konnte. Ist leider so...@Josy 95
(...)


Nicht nur im Osten, auch im Westen. Dass über 1000 Personen einfach spurlos verschwinden, ist schon sehr speziell.
http://www.memoriaviva.com/Desaparecidos/desaparecidos.htm
http://www.memoriaviva.com/Desaparecidos...ei_vladimir.htm
Theo


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12.09.2012 13:26 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2012 13:28)
avatar  josy95
#25
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #21
ZitatIch möchte jetzt nicht boshaft sein und schon gar nicht die Opfer dieses Terror- Regimes unter Pinochet verunglimpfen, aber dafür wurden wir fast tagtäglich in der DDR mit dieser Thematik überschüttet, berieselt, das man es wirklich fast nicht mehr höhren konnte. Ist leider so...@Josy 95

So war es auch.Ich erinnere mich das man den Namen Luis Corvalan schon nicht mehr hören konnte.

P.S. Erstaunlich das man sich als 9 Jähriger schon so für Weltpolitik Interessiert,Wahnsinn





...ähnlich war es doch mit Angela Devis...., Nelson Mandela und, und, und...!

Und nochmals für alle Erbsenzähler: Es geht hier nicht um die Verunglimpfung oder Herabwürdigung der erlittenen Qualen, Schmerzen oder Peinigungen dieser Menschen! Es geht hier lediglich um die Meinungsdarstellung einer Art Mißbrauch für propagandistische Zwecke im Zusammenhang mit Personen, mit Opfern und Tagen, die sich jähren und wo man der Opfer von Terror und Willkür, Machtbesessenheit und Gewalt mit all ihren schrecklichen Folgen ohne Voreingenommenheit und ohne Blick auf deren Weltanschauung gedenken sollte. Kurz genannt: Gedenktage...


josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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12.09.2012 13:40
#26
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Die Zeit vor dem Putsch ist ebenso bemerkenswert:

Vorgeschichte

In Vergessenheit gerät offensichtlich das Chile auch damals der weltgrößte Kupferproduzent war und die Bergwerke und Verarbeitungsbetriebe hauptsächlich in Hand US amerikanischer Konzerne lagen.
Durch die Politik der UP wurden diese verstaatlicht was unter anderem zur Folge hatte das der Kupferpreis weltweit an den von den USA dominiertet Rohstoffbörsen ins bodenlose fielen......

Die unheilvolle Rolle der USA in der Welt, gerade in Mittel und Südamerika ist beeindruckend.
1954 stürzte eine von der CIA finanzierte Söldenertruppe auf Betreiben der United Fruit Company die rechtmäßig gewählte Regierung in Guatemala, weil sich der Konzern UFC um seine exorbitanten Gewinnmargen "betrogen" sah. Die Regierung besaß nämlich die "Frechheit" die Ausfuhr der beliebten 'Chiquita' unter anderem zu verzollen.....
Die nach dem erfolgreich durchgeführten Putsch installierte Militärdiktatur herrschte im Sinne der UFC fast 40 Jahre und kostete über 100.000 Menschen das Leben.
Etwas mehr zum Thema hier: Die United-Fruit-Doktrin

In der Zeit nach 1945 schaltet und waltete die USA sehr selbstherrlich im "Hinterhof" Amerikas wie das Territorium Mittel- und Südamerikas bezeichnet wurde.
Auch an diesem Teil der Geschichte messe ich, was ist unter "Demokratie", "Freiheit" und "Selbstbestimmung" a la USA, dem Hort der Demokratie, zu verstehen ist.
Wenn irgend ein Land aus dem amerikanischen Demokratie und Freiheitsverständnis ausscherte, sprachen sehr schnell die Waffen um das Land wieder auf eine der USA eigenen Linie der "Demokratie" und des Freiheitsverständnis zu bringen.
Die Installation von Militärdiktaturen zur Durchsetzung, wen hat es in der "freien" Welt denn ernsthaft interessiert? Hauptsache die Chiquita ist schön preiswert.......

Diese USA Politik wird heutzutage sehr gern bei der Betrachtung historischer Ereignisse ausgeblendet.

Wenn sich jemand "einmischte" war es selbstverständlich nur die UdSSR welche damit ihrem "Anspruch" eine Hegemonialmacht zu sein Ausdruck verlieh.
Das die USA ebenfalls einen Anspruch darauf erhebt Hegemonialmacht zu sein(bis in die Gegenwart), wird ebenfalls ausgeblendet.
Die USA unterstützte, wenn überhaupt offiziell, nur die Kräfte welche nichts anderes wie die "Freiheit" wollten und nachdem sie diese mit Hilfe der USA errungen haben, voller "Dankbarkeit" den internationalen Konzernen, an erster Stelle natürlich die der USA, das Land weit öffnete, damit diese nach Herzenslust ihrem natürlichem Trieb nachgehen können; der Ausplünderung fremder Völker und Landstriche.

Was interessieren Umweltkastrophen in diesen Gegenden, wir trennen unseren Müll ganz vorbildlich und exportieren ihn dann in die Länder der dritten Welt damit die Menschen dort eine sinnvolle Beschäftigung bei der "Rückgewinnug" von raren Rohstoffen haben, auf das es uns in Europa und den USA immer besser gehe.....

Dafür nimmt man doch gerne das "Verschwinden" von zig Tausenden in den befriedeten Ländern in Kauf so scheint es mir manchmal, waren sie doch keine "Opfer" unmenschlicher kommunistischer Systeme, sondern Kollateralschäden für die Freiheit die wir meinen.....

Ich bin echt sauer wenn ich hier und anderswo diese Beschönigungen und Verharmlosungen lese was das Wirken des Kapitals betrifft.
Aber es soll so sein, böse und menschenverachtend sind nur Kommunisten.
Ist doch toll das es sie gibt, wenn nicht, dann wären sie bestimmt in den Propagandaabteilungen der CIA und angeschlossener Dienste erfunden worden.

Gruß
Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


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12.09.2012 14:38 (zuletzt bearbeitet: 12.09.2012 16:43)
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Zitat von josy95 im Beitrag #25


...ähnlich war es doch mit Angela Devis...., Nelson Mandela und, und, und...!

Und nochmals für alle Erbsenzähler: Es geht hier nicht um die Verunglimpfung oder Herabwürdigung der erlittenen Qualen, Schmerzen oder Peinigungen dieser Menschen! Es geht hier lediglich um die Meinungsdarstellung einer Art Mißbrauch für propagandistische Zwecke im Zusammenhang mit Personen, mit Opfern und Tagen, die sich jähren und wo man der Opfer von Terror und Willkür, Machtbesessenheit und Gewalt mit all ihren schrecklichen Folgen ohne Voreingenommenheit und ohne Blick auf deren Weltanschauung gedenken sollte. Kurz genannt: Gedenktage...


josy95


Also kurz genannt :

Gedenktage....

Soll in diesem Falle dann wohl bedeuten,am 11.09.73 wurde geputscht und einen Tag spaeter wird dann ein Gedenktag abgehalten,am Besten gleich für die Chilenen, die noch bis Ende 1977 in KZs, Folterkellern und durch "auf der Flucht erschossen" umkamen mit.
Dann haette man das mit dem heuchlerischen "geht seinen sozialistischen Gang" und dem Lippenbekenntnis vom proletarischen Internationalismus und Solidaritaet gleich mit abgehandelt.

Ja, das Ganze noch teilnahmslos ohne Voreingenommenheit auf Weltanschauung abgehakt, unter dem Motto"Chile ist weit weg",ist dazu wie der beruechtigte Sack Reis in China......
Dann gehen mir Mandela,Angela Davis,Corvalan & Co. selbstverstaendlich auf den Zuender.

Vielleicht war der so beschallte DDR-Buerger auch gerade intensiv mit dem Gesundheitszustand von Gerd Mueller beschäftigt und fühlte sich unangenehm abgelenkt?

Wie fuehlte man sich wohl,wenn von diesem Putsch Freunde direkt betroffen waren und man mit ihnen sogar ohne Voreingenommenheit die Weltanschauung teilte?
War es dann propagandistischer Missbrauch wenn man darueber berichtete wie sadistisch sie ums Leben kamen und welche noch in Lebensgefahr waren?

Fakt ist,der Putsch in Chile, war neben der Cubakrise eines der Hauptereignisse im Kalten Krieg und wurde dementsprechend propagandistisch begleitet.Jeder der damals halbwegs in der Lage war dieses Ereignis auch politisch einzuordnen,haette nicht deutlicher die unterschiedlichen Positionen und Verwicklungen beider deutscher Staaten bei diesem Geschehen mitbekommen muessen.

Gruss Erbsenzaehler


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12.09.2012 16:58
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#28
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Zitat
Dann gehen mir Mandela,Angela Davis,Corvalan & Co. selbstverstaendlich auf den Zuender.



Habs zwar nicht geschrieben, aber auch da stimme ich josy95 voll zu.

Ich hab mich für Politik garnicht, oder nur gering interessiert, und vermutlich die meisten der DDR-Bürger auch kaum, auch wenn so viele in FDJ und SED und was weis ich in was für Vereinen waren und am 1.Mai, mit einer roten Nelke und erhobener proletarischer Faust durch die Strassen liefen, um dann schnellstens in den Biergarten, der eigentlich Maidemo, zu kommen.

Wie hier im Forum schonmal geschrieben wurde viele DDRler hatte 2 Gesichter, eins für die Partei, eins für Privat.
Dauerberieselung als Pioniere, als FDJodler, im Arbeitskollektiv, in der Partei, Medien etc.pp.

Ne echt, auch wenn mein Herz eher Links schlägt und es wichtig war andere Systembruderstaaten und ihre Menschen zu unterstützen, ich konnte es nicht mehr hören wie Honecker sich mit diesen armen Menschen schmückte, um zu beweisen wie toll sein Sozialismus ist.
Ich bezweifle das es Honecker um die Menschen selber ging, wohl eher um die Sache des Sozialismus und seiner Kämpfer und Verfechter.
Man kann auch solche Menschen unterstützen ohne das Volk vom Kind an täglich zu impfen.
Aber das war ja eh Tagesgeschäft die Impfung mit Durchhalteparolen, auch ein Grund der dazu beitrug, dass die Menschen einfach die Schnauze voll hatten.

Letztendlich war das ganze auch scheinheilig, irgendwie.
Die DDR selber, eine Diktatur mit reichlich Opfern, beklagt sich über eine andere Diktatur mit Opfern.
Natürlich kann man das nicht vergleichen und von den Machenschaften der USA in der Welt, will ich garnicht erst anfangen, denn dann kämpfen meine Haare um einen Stehplatz, aber ich konnts nicht mehr hören , und genau wie bei josy95 hat sich das bei mir dermassen eingebrannt -Probaganda hatte also Erfolg- , dass ich die Sprüche heute noch alle abrufen kann wenn man mich Nachts weckt.




Ich gedenke auch den Opfern, man muss jeden Tag Opfern gedenken die weltweit Opfer böser Menschen wurden, die das Wort Mensch nicht verdienen.


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12.09.2012 17:06
avatar  Backe
#29
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #28

Zitat
Dann gehen mir Mandela,Angela Davis,Corvalan & Co. selbstverstaendlich auf den Zuender.



Habs zwar nicht geschrieben, aber auch da stimme ich josy95 voll zu.

Ich hab mich für Politik garnicht, oder nur gering interessiert, und vermutlich die meisten der DDR-Bürger auch kaum, auch wenn so viele in FDJ und SED und was weis ich in was für Vereinen waren und am 1.Mai, mit einer roten Nelke und erhobener proletarischer Faust durch die Strassen liefen, um dann schnellstens in den Biergarten, der eigentlich Maidemo, zu kommen.

Wie hier im Forum schonmal geschrieben wurde viele DDRler hatte 2 Gesichter, eins für die Partei, eins für Privat.
Dauerberieselung als Pioniere, als FDJodler, im Arbeitskollektiv, in der Partei, Medien etc.pp.

Ne echt, auch wenn mein Herz eher Links schlägt und es wichtig war andere Systembruderstaaten und ihre Menschen zu unterstützen, ich konnte es nicht mehr hören wie Honecker sich mit diesen armen Menschen schmückte, um zu beweisen wie toll sein Sozialismus ist.
Ich bezweifle das es Honecker um die Menschen selber ging, wohl eher um die Sache des Sozialismus und seiner Kämpfer und Verfechter.
Man kann auch solche Menschen unterstützen ohne das Volk vom Kind an täglich zu impfen.
Aber das war ja eh Tagesgeschäft die Impfung mit Durchhalteparolen, auch ein Grund der dazu beitrug, dass die Menschen einfach die Schnauze voll hatten.

Letztendlich war das ganze auch scheinheilig, irgendwie.
Die DDR selber, eine Diktatur mit reichlich Opfern, beklagt sich über eine andere Diktatur mit Opfern.
Natürlich kann man das nicht vergleichen und von den Machenschaften der USA in der Welt, will ich garnicht erst anfangen, denn dann kämpfen meine Haare um einen Stehplatz, aber ich konnts nicht mehr hören , und genau wie bei josy95 hat sich das bei mir dermassen eingebrannt -Probaganda hatte also Erfolg- , dass ich die Sprüche heute noch alle abrufen kann wenn man mich Nachts weckt.



Ich gedenke auch den Opfern, man muss jeden Tag Opfern gedenken die weltweit Opfer böser Menschen wurden, die das Wort Mensch nicht verdienen.



ein kleiner Text oder eine Kerze zu den Opfern vom 11. September 2001 wäre nicht schlecht gewesen.

"Nicht die Kinder bloß speist man mit Märchen ab" Gotthold E. Lessing


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12.09.2012 18:39
#30
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #28

Zitat
Dann gehen mir Mandela,Angela Davis,Corvalan & Co. selbstverstaendlich auf den Zuender.



Habs zwar nicht geschrieben, aber auch da stimme ich josy95 voll zu.

Ich hab mich für Politik garnicht, oder nur gering interessiert, und vermutlich die meisten der DDR-Bürger auch kaum, auch wenn so viele in FDJ und SED und was weis ich in was für Vereinen waren und am 1.Mai, mit einer roten Nelke und erhobener proletarischer Faust durch die Strassen liefen, um dann schnellstens in den Biergarten, der eigentlich Maidemo, zu kommen.

Wie hier im Forum schonmal geschrieben wurde viele DDRler hatte 2 Gesichter, eins für die Partei, eins für Privat.
Dauerberieselung als Pioniere, als FDJodler, im Arbeitskollektiv, in der Partei, Medien etc.pp.

Ne echt, auch wenn mein Herz eher Links schlägt und es wichtig war andere Systembruderstaaten und ihre Menschen zu unterstützen, ich konnte es nicht mehr hören wie Honecker sich mit diesen armen Menschen schmückte, um zu beweisen wie toll sein Sozialismus ist.
Ich bezweifle das es Honecker um die Menschen selber ging, wohl eher um die Sache des Sozialismus und seiner Kämpfer und Verfechter.
Man kann auch solche Menschen unterstützen ohne das Volk vom Kind an täglich zu impfen.
Aber das war ja eh Tagesgeschäft die Impfung mit Durchhalteparolen, auch ein Grund der dazu beitrug, dass die Menschen einfach die Schnauze voll hatten.

Letztendlich war das ganze auch scheinheilig, irgendwie.
Die DDR selber, eine Diktatur mit reichlich Opfern, beklagt sich über eine andere Diktatur mit Opfern.
Natürlich kann man das nicht vergleichen und von den Machenschaften der USA in der Welt, will ich garnicht erst anfangen, denn dann kämpfen meine Haare um einen Stehplatz, aber ich konnts nicht mehr hören , und genau wie bei josy95 hat sich das bei mir dermassen eingebrannt -Probaganda hatte also Erfolg- , dass ich die Sprüche heute noch alle abrufen kann wenn man mich Nachts weckt.



Ich gedenke auch den Opfern, man muss jeden Tag Opfern gedenken die weltweit Opfer böser Menschen wurden, die das Wort Mensch nicht verdienen.



Da hast Du nun aber aus Deinem eher linkem Herzen und gleichzeitigem geistigen Desinteresse an Politik zu DDR Zeiten wahrlich keine 'Mördergrube' gemacht.
So wie Du es schilderst muß es ja eine schier inflationäre Entwicklung für politische Bekenntnisse, speziell für die Opfer imperialistischer Gewalt, in der DDR gegeben haben welcher man nicht entkommen konnte.
Das meiste davon erreichte den desinteressierten Bürger doch eh nur über Fernsehen und/oder Rundfunk bzw. Zeitung.
Hattest Du in Form von Selbstkasteiung Dir das alles reingezogen? Die Veranstaltungen gar selbst besucht?

Fernseher, Radio hatten auch damals schon einen Ausschaltknopf und Zeitungen konnte man, mußte man aber nicht lesen.

Also stehe ich mit einer gewissen Skepsis diesen Äußerungen, speziell über die der offiziell propagierten internationalen Solidarität, gegenüber.

Im Fall von Chile hatten wir weder eiligst einberufene Protestkundgebungen, noch wurden die Ereignisse ständig diskutiert. Es wurde drüber gesprochen, klar. Neueste Informationen weitergegeben und das war es.
Mußte doch ehrlicherweise eben erst mal nachsehen wer L Corvalan überhaupt war. Da hat sich bei in dieser Beziehung nicht viel eingebrannt.

Das "Nelson Mandela 70th Birthday Tribute Concert" im Wembley Stadion; wahrscheinlich waren dort nur FDJ-ler; ist mir hingegen noch in Erinnerung weil es im Fernsehen und Rundfunk der DDR live Übertragen wurde.
Auch da interessierte neben dem Anlass, hauptsächlich die Musik. Wobei mir N. Mandela durchaus ein Begriff war.

Nur davon ausgehend, weil es von offizieller Seite der DDR propagiert wurde, das diese ganzen Solidaritätsbekundungen enormer Mist waren welche die Masse der Bevölkerung nicht die Bohne interessierte, ist ein wenig ärmlich.

Nostalgiker

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


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